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Dokumentenidentifikation DE10042439B4 08.07.2004
Titel Tragflansch eines Kraftfahrzeugs für eine aufsteckbare Dichtung
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Haas, Thorsten, 85716 Unterschleißheim, DE;
Tietel, Andreas, 81375 München, DE;
Vanino, Roland, 93083 Obertraubling, DE
DE-Anmeldedatum 30.08.2000
DE-Aktenzeichen 10042439
Offenlegungstag 21.03.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.07.2004
IPC-Hauptklasse B60J 10/02
IPC-Nebenklasse B60J 5/10   B62D 25/10   F16J 15/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug mit wenigstens einem Tragflansch für eine aufsteckbare Dichtung.

Aus der DE 196 02 245 C2 ist ein Befestigungsflansch für eine Dichtungsanordnung zum Abdichten eines Spalts zwischen einem Karosserieteil und der Karosserie oder einem anderen Karosserieteil bekannt, wobei der Befestigungsflansch mit Verankerungsausnehmungen und/oder Verankerungsvorsprüngen versehen ist. Die Ausnehmungen werden beispielsweise durch Ausstanzen hergestellt.

Ferner hat das aus der DE 32 45 710 A1 (2) bekannte Kraftfahrzeug am obenliegenden, waagrecht verlaufenden Rand seiner Heckklappenöffnung einen Tragflansch, auf den eine gummielastische Dichtung aufgesteckt ist. Dabei besteht der Tragflansch aus zwei aneinander anliegenden Abwinkelungen, die jeweils an einem Karosserieblech vorgesehen sind. Aus konstruktiven Gründen ist es jedoch manchmal nicht zu vermeiden, dass nur an einem einzigen Blechteil eine Abwinkelung vorgesehen wird, wodurch die über eine Aufnahmenut auf den Tragflansch aufgesteckte Dichtung nicht schub- und abzugsfest angeordnet ist.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei einem Tragflansch eine Verdickung vorzusehen, die in einfacher und kostengünstiger Weise auszubilden ist, ein geringes Gewicht hat und dabei einen schub- und abzugsfesten Sitz der gummielastischen Dichtung gewährleistet.

Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vorgesehen.

Da der Tragflansch erfindungsgemäß wellenförmig ausgebildet ist, beträgt seine Randverdickung mindestens etwa das Doppelte der Blechdicke, so dass die auf den Tragflansch aufgesteckte gummielastische Dichtung sowohl parallel als auch quer zur ihrer Längserstreckung festsitzt. Dabei kann die Randverdickung am Blechteil durch eine bloße Blechverformung und damit sehr kostengünstig erzeugt werden. Darüber hinaus wird auch die Biegesteifigkeit des Tragflansches erheblich erhöht, wobei dieser auch nicht mehr nachgearbeitet werden muss.

Zweckmäßigerweise wird die Randverdickung am Tragflansch durch eine Anzahl von an seinem freien Endbereich nebeneinander liegender Sicken oder auch durch Prägestege erzeugt, die etwa rechtwinklig zur Randkante des Randflansches verlaufen und sich dabei bis zu dessen Winkelbereich erstrecken. Dabei kann eine Gesamtdicke der somit wellenförmig gestalteten Randverdickung von der doppelten Blechdicke des Tragflansches vorgesehen werden (Merkmale der Patentansprüche 2 und 3).

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden erläutert. Es zeigt:

1 den oberen Randbereich einer Heckklappenöffnung eines Kraftfahrzeugs im Schnitt,

2 eine Einzelansicht eines Tragflansches in perspektivischer Darstellung.

Die in 1 dargestellte Heckscheibe 1 befindet sich an der Heckklappenöffnung eines Kombifahrzeugs und ist in den Richtungen des Doppelpfeils a schwenkbar gelagert. Dabei wirkt die Heckscheibe 1 in der in 1 dargestellten Schließlage mit einer gummielastischen Dichtung 2 zusammen, die auf einen Tragflansch 3 festsitzend aufgesteckt ist. Dieser befindet sich im dargestellten Ausführungsbeispiel an einer Heckklappe 4; gleichermaßen kann jedoch der Tragflansch 3 fahrzeugaufbaufest vorgesehen sein.

Wie in 2 ersichtlich, sind am freien Endbereich des Tragflansches 3 eine Anzahl von nebeneinander liegenden Sicken 6 ausgebildet, die rechtwinklig zur Randkante 3' des Tragflansches 3 verlaufen und sich dabei bis in dessen Winkelbereich 3'' erstrecken. Durch die von der Außenseite des Randflansches 3 jeweils abstehenden Sicken 6 wird erreicht, dass die Gesamtdicke D der durch die Sicken 6 wellenförmig gestalteten Randverdickung des Tragflansches 3 etwa das Doppelte von dessen Blechdicke von 0,8 mm, also etwa 1,6 mm, beträgt. Somit ist durch die Sicken 6 gewährleistet, dass die gummielastische Dichtung 2 über ihre Aufnahmenut 2' mit hohem Reibschluss, d. h. etwa in Bezug auf die Längserstreckung des Randflansches 3 schubfest und etwa rechtwinklig zur Randkante 3' des Tragflansches 3 abzugsfest festgelegt ist.


Anspruch[de]
  1. Kraftfahrzeug mit wenigstens einem Tragflansch, auf dem sich eine gummielastische Dichtung befindet, welche mit einem verlagerbaren Teil, insbesondere mit einer schwenkbar gelagerten Heckscheibe eines Kombifahrzeugs, zusammenwirkt, wobei der Tragflansch zur Halterung der auf ihn aufgesfeckten Dichtung eine Randverdickung aufweist, wobei der Tragflansch (3) in einem etwa parallel zu seiner Randkante (3') verlaufenden Schnitt wellenförmig verläuft.
  2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtdicke (D) der wellenförmig gestalteten Randverdickung des Tragflansches (3) etwa das Doppelte von dessen Blechdicke beträgt.
  3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Endbereich des Tragflansches (3) eine Anzahl von nebeneinander liegenden Sicken (6) oder Prägesteg ausgebildet sind, die etwa rechtwinklig zur Randkante (3') des Tragflansches (3) verlaufen und sich dabei bis nahe zu dessen Winkelbereich (3'') erstrecken.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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