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Dokumentenidentifikation DE10258203A1 08.07.2004
Titel Padlock
Anmelder Wah Yuet (Ng's) Co. Ltd., Kowloon, HK;
Master Lock Co., Milwaukee, Wis., US
Erfinder Ruan, Jiagiang, Taishan, CA
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 12.12.2002
DE-Aktenzeichen 10258203
Offenlegungstag 08.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.07.2004
IPC-Hauptklasse E05B 37/02
IPC-Nebenklasse E05B 67/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Vorhängeschloss, bestehend aus einem Verschlussbügel, einem Schlosskörper, einem im mittleren Bereich des Schlosskörpers angeordneten Schließzylinder und einer Kombinationsschlosseinheit. Das erfindungsgemäße Vorhängeschloss kann sowohl mit dem Schlüssel als auch mit einer Zahlenkombination betätigt werden. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Vorhängeschloss mit einem austauschbaren Schließzylinder.

Beschreibung[de]
EINSATZBEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Vorhängeschloss, insbesonders ein Vorhängeschloss, welches mittels Schlüssel oder Zahlenkombination betätigt werden kann und einen auswechselbaren Schließzylinder aufweist.

STAND DER TECHNIK

Das Vorhängeschloss ist das bekannteste Schloss im alltäglichen Leben. Das Vorhängeschloss nach dem Stand der Technik kann im allgemeinen mit dem Schlüssel oder einer Zahlenkombination entriegelt werden. Das letztere wird gewöhnlich als Kombinationsschloss bezeichnet. Das übliche mittels Schlüssel betätigte Schloss umfasst gewöhnlich ein Gehäuse, einen Bügel, einen Schlosskörper, einen im Schlosskörper angeordneten Schließzylinder, im Schließzylinder und im Schlosskörper angeordnete Sperrstifte, eine im Schlosskörper angeordnete Bolzendruckfeder. Zum Drehen des Schließzylinders wird ein Schlüssel benötigt und wirkt hierdurch auf die Bolzendruckfeder zum Öffnen des Schlosses. Das übliche Kombinationsschloss besteht aus einem Gehäuse, einem Bügel, einem Schlosskörper, einem im Schlosskörper angeordneten Codemechanismus mit Ziffernrädern, eine durch den Codemechanismus betätigte Bolzendruckfeder. Das Kombinationsschloss kann geöffnet werden, wenn die Ziffernräder in eine vorbestimmte Folge gedreht werden. Nachteilig beim Schloss mit Schlüsselbetätigung ist, dass die Benutzer den Schlüssel häufig verlieren, und der Nachteil des Kombinationsschlosses ist der, dass die Benutzer die vorbestimmte Zahlenfolge oft vergessen. Deshalb ist es wünschenswert, ein Schloss zu schaffen, welches sowohl mit dem Schlüssel, als auch mittels einer Zahlenkombination betätigt werden kann. Ein derartiges Schloss ist im Stand der Technik nicht offenbart.

INHALT DER ERFINDUNG

Deshalb soll die vorliegende Erfindung ein neues Vorhängeschloss vorschlagen, welches sowohl mit dem Schlüssel als auch mit einer Zahlenkombination betätigt werden kann.

Das erfindungsgemäße Vorhängeschloss besteht aus einem Verschlussbügel mit einem langen Schenkel, einem kurzen Schenkel, zwei Bolzenkerben, von denen jeweils eine an dem langen Schenkel und eine an dem kurzen Schenkel eingebracht ist; ein Gehäuse, welches zwei Bügelöffnungen aufweist, durch welche der Verschlussbügel hindurch geht; ein Schlosskörper mit einer ersten Seitenwand, einer zweiten Seitenwand und einer ersten Bügelkehle für die Aufnahme des langen Schenkels des Verschlussbügels, und eine zweite Bügelkehle zur Aufnahme des kurzen Schenkels des Verschlussbügels; eine im oberen Bereich des Schlosskörpers angeordnete Verschlusseinheit, welche aus einer Feder und zwei Blöcken, die mit den zwei Federenden verbunden sind, besteht; einen im mittleren Bereich des Schlosskörpers angeordneten Schließzylinder, welcher ein Zylindergehäuse, einen längs in diesem Zylindergehäuse angeordneten Schließzylinder, einen sich axial nach innen erstreckenden Aufnahmeschlitz für einen ersten Schlüssel, einen mit dem außerhalb des Zylindergehäuses liegenden Teil des Schließzylinders verbundenen Betätigungsstift, und eine Kombinationsschlosseinheit umfasst.

Die Kombinationsschlosseinheit besteht aus einer Gabeleinheit mit einem Gabelhebel und einer Vielzahl von parallel zum Gabelhebel liegenden Fingern, wobei die Gabeleinheit mit der zweiten Seitenwand über eine Haltefeder befestigt ist; einem eine Vielzahl von Ziffernrädern umfassenden Räderwerk, wobei jedes Ziffernrad zwischen zwei benachbarten Scheiben angeordnet ist; einer im Räderwerk angeordneten Kupplungseinheit, die eine Kupplungswelle und eine Vielzahl von auf der Kupplungswelle drehbar angeordneten Kupplungshülsen beinhaltet, wobei jede Kupplungshülse eine senkrecht zur Kupplungswelle angeordnete Scheibe aufweist. Jede Scheibe besitzt an ihrem Umfang eine zu den Fingern passende Abflachung.

Wenn das Vorhängeschloss verschlossen ist, sind die Blöcke der Verschlusseinheit in die Bolzenkerben des Verschlussbügels eingerastet, und der Gabelhebel befindet sich zwischen den beiden Blöcken.

Wenn der in den Aufnahmeschlitz eingeschobene erste Schlüssel gedreht wird, drückt der Betätigungsstift den Gabelhebel nach außen, so dass die zwei Blöcke in die Mitte der Feder bewegt werden, wenn der Verschlussbügel nach unten gedrückt wird, um das Vorhängeschloss zu öffnen.

Wenn die Ziffernräder in eine vorbestimmte Reihenfolge gedreht werden, liegen alle Abflachungen der Scheiben in einer Ebene und berühren die Finger der Gabeleinheit, der Gabelhebel bewegt sich durch die Kraft der Haltefeder nach außen, so dass die zwei Blöcke in die Mitte der Feder bewegt werden, wenn der Verschlussbügel nach unten gedrückt wird, um das Vorhängeschloss zu öffnen.

In einer erfindungsgemäßen Ausführung des Schlosskörpers weist dieser zwei sich längs erstreckende Vorsprünge auf, die zu zwei korrespondierenden Ausnehmungen an der Außenseite der Gabeleinheit passen, so dass die Gabeleinheit um die Vorsprünge schwenken kann, damit sich der Gabelhebel sicher nach außen bewegt.

In der vorliegenden Erfindung kann das Vorhängeschloss ein Mittel zur Einstellung einer neuen Zahlenfolge aufweisen. Dieses Mittel umfasst einen zweiten Schlüssel, welcher die Kupplungswelle zurückschiebt, so dass die neue Zahlenfolge durch Verdrehen der Ziffernräder eingestellt werden kann.

In einer Ausführungsform der Kombinationsschlosseinheit kann diese weiterhin einen Zungenmechanismus beinhalten. Der Zungenmechanismus besteht aus einem an der zweiten Seitenwand befestigten Verbindungsglied und einer Vielzahl von Zungen, die rechtwinklig zum Verbindungsglied angeordnet sind. Jede Zunge berührt den umlaufenden Rand eines Ziffernrades, so dass immer nur eine bestimmte Zahl einrasten kann.

In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform weist der Schlosskörper ein sich von der zweiten Bügelkehle schräg nach unten erstreckendes Schraubenloch auf, welches zu einer Arretierungsnut passt, die sich auf der Oberfläche des Zylindergehäuses befindet. Ein Arretierschraube wird in das Schraubenloch und über die Arretierungsnut eingeschraubt, um den Schließzylinder im Schlosskörper zu befestigen.

Das Vorhängeschloss der vorliegenden Erfindung kann weiterhin eine Bodenabdeckung aufweisen, welche mit dem Gehäuse des Vorhängeschlosses zusammenpasst. In diesem Fall überragen die äußeren Ränder der Ziffernräder die Bodenabdeckung.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Teilschnitt in Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Vorhängeschlosses.

2 zeigt eine Explosionsdarstellung des Vorhängeschlosses gemäß 1.

3 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Ausführung der erfindungsgemäßen Kupplungseinheit.

4 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Ausführung des Schließzylinders der Erfindung.

5 ist eine Teilschnittansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Vorhängeschlosses.

6 ist die Schnittansicht gemäß des Schnittverlaufes A-A aus 5.

7 ist die Schnittansicht gemäß des Schnittverlaufes B-B aus 5.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung wird mit Bezug auf die Zeichnungen detaillierter beschrieben.

Wie in 1 gezeigt ist, beinhaltet das erfindungsgemäße Vorhängeschloss einen Verschlussbügel 20, ein Gehäuse 40, einen Schlosskörper 10, eine im oberen Bereich des Körpers 10 angeordnete Verschlusseinheit 30, einen im Körper eingebauten Schließzylinder 60, und eine Kombinationsschlosseinheit 50. In dieser Ausführungsform umfasst das Vorhängeschloss ebenfalls eine Bodenabdeckung 41.

Der Verschlussbügel 20 besitzt einen langen Schenkel 201 und einen kurzen Schenkel 202. Je eine Kerbe 2011 und 2021 ist jeweils auf dem langen Schenkel 201 und auf dem kurzen Schenkel 202 angeordnet. Das Gehäuse 40 weist zwei Bügelöffnungen 401 und 402 zum Durchschieben des Verschlussbügels auf.

Der Schlosskörper 10 besteht aus einer ersten Seitenwand 103 und einer zweiten Seitenwand 104. Korrespondierend zu den Bügelöffnungen 401 und 402 weist der Schlosskörper 10 eine Bügelkehle 101 zur Aufnahme des langen Schenkels 201 und eine zweite Bügelkehle 102 zur Aufnahme des kurzen Schenkels 202 auf .

Bezugnehmend auf die 1 und 2 ist die Verschlusseinheit 30 auf einem Absatz (nicht dargestellt) im oberen Bereich des Körpers angeordnet. Die Verschlusseinheit 30 umfasst eine Feder 31 und zwei Blöcke 32, welche mit den zwei Enden der Feder 31 verbunden sind. Der Schließzylinder 60 ist dem mittleren Bereich des Schlosskörpers 10 durch eine Öffnung 403 im Gehäuse und eine Öffnung 13 im Schlosskörper 10 angeordnet.

4 zeigt den Schließzylinder 60, bestehend aus einem Zylindergehäuse 61, einem längs im Zylindergehäuse 61 angeordneten Verschlusszylinder 62, und einen sich axial innen erstreckenden Aufnahmeschlitz 621 für einen ersten Schlüssel 67.

In 4 kennzeichnen die Bezugszahlen 631 und 632 Sperrstifte und die Bezugszahl 64 eine Feder. Diese Anordnung ist dem Stand der Technik ähnlich. In der oben beschriebenen Erfindung ist jedoch ein Betätigungsstift 65 an dem Teil des Verschlusszylinders 62 angebracht, welches außerhalb des Zylindergehäuses 61 liegt.

Wieder Bezug nehmend auf die 1 und 2 besteht die Kombinationsschlosseinheit 50 aus einer Gabeleinheit 53 mit einem Gabelhebel 531, zwei Gabelarmen 534, die sich vom Gabelhebel aus erstrecken und vier an den Gabelarmen und parallel zum Gabelhebel 531 angeformten Fingern 532; aus einem Räderwerk 51 bestehend aus vier Ziffernräder 511, wobei jedes Ziffernrad 511 zwischen zwei benachbarten Scheiben angeordnet ist; und aus einer innerhalb des Räderwerks 51 angeordneten Kupplungseinheit 52. Die Gabeleinheit 53 ist über eine im mittleren Bereich der Gabeleinheit 53 angeordnete Federhalteöffnung 533 mittels einer Haltefeder 55 mit der zweiten Seitenwand verbunden. Der Gabelhebel kann sich innerhalb der Öffnung 15 in Bezug auf die erste Seitenwand nach außen und nach innen bewegen. Ein Teil des Gabelhebels befindet sich zwischen den beiden Blöcken. Wie in 3 dargestellt, beinhaltet die Kupplungseinheit 52 eine Kupplungswelle 521 und vier auf der Kupplungswelle 521 angeordnete verdrehbare Kupplungshülsen 522. Jede Kupplungshülse 522 besitzt ein Röhrchen 5221 und eine auf dem Röhrchen angeordnete Scheibe 5222, welche senkrecht zu der Kupplungswelle 521 steht. Alle Scheiben sind mit einer Abflachung 52221 versehen, welche zu dem Finger 532 passt. Ein Sicherungsring 525 ist auf einem Ende der Kupplungswelle 521 angebracht, und am anderen Ende der Kupplungswelle 521 ist eine Federaufnahme 523 zum Halten einer Feder 524 befestigt.

Wie 3 zeigt, weist jedes Röhrchen 5221 einen Vorsprung 5223 auf, welcher in eine in der Innenwand des Ziffernrades eingebrachte Ausnehmung (nicht dargestellt) eingreift. Das Ziffernrad ist auf dem Röhrchen 5221 der Kupplungshülse 522 so angeordnet, dass der Vorsprung 5223 in die Ausnehmung der Innenwand des Ziffernrades eingreift. Die Kupplungseinheit 52 ist im Körper 10 durch eine Öffnung 14 im unteren Bereich des Körpers eingebaut, wie 2 darstellt. Die Scheibe 5222 der Kupplungshülse berührt den Finger 532.

2 zeigt, dass die Kombinationsschlosseinheit weiterhin einen Zungenmechanismus 54 umfassen kann. Der Zungenmechanismus beinhaltet ein Verbindungsglied 542, welches an der zweiten Seitenwand des Schlosskörpers 10 befestigt ist, sowie vier zum Verbindungsglied 541 rechtwinklig stehende Zungen 541. Jede Zunge drückt auf den äußeren Kranz eines Ziffernrades 511. Der äußere Kranz des Ziffernrades 511 ist mit arabischen Ziffern von 0 bis 9 versehen. Eine Drehung des Ziffernrades 511 überträgt sich entsprechend auf die Scheibe 5222. Mit dieser Einwirkung durch die Zunge kann das Ziffernrad nur auf eine einrastende Zahl eingestellt werden.

Wie 2 zeigt, weist der Körper 10 zwei Vorsprünge 11 passend zu zwei Ausnehmungen 534 auf (es ist nur eine dargestellt), welche korrespondierend an der Außenseite der Gabeleinheit so angeordnet sind, dass die Gabeleinheit um die zwei Vorsprünge 11 schwenken kann.

Wie die 1, 5 und 6 darstellen, sind bei dem erfindungsgemäßen Vorhängeschloss im verschlossenen Zustand die Blöcke 32 in die Bügelkerben 21 eingerastet. Da sich ein Teil des Gabelhebels 531 zwischen den beiden Blöcken befindet, können sich die Blöcke 32 nicht aus den Bügelkerben 21 herausbewegen. Wenn der Schließzylinder 62 mit dem ersten Schlüssel gedreht wird, drückt der Betätigungsstift 65 den Gabelhebel 531 nach außen. Wird nun der Verschlussbügel 20 nach unten gedrückt, bewegen sich dabei die zwei Blöcke zur Mitte der Feder 31 und das Vorhängeschloss wird mittels einer am Boden der ersten Bügelkehle 101 angeordneten und auf den langen Schenkel 201 des Verschlussbügels 20 einwirkenden Bolzendruckfeder 80 geöffnet. Wenn die Ziffernräder 511 in eine vorbestimmte Reihenfolge eingestellt sind, liegen alle Abflachungen 52221 der Scheiben 5222 in einer gemeinsamen Ebene, wie 6 zeigt, und berühren die nach innen weisenden Flächen der Finger 532. Die Gabeleinheit 53 schwenkt durch die Druckkraft der Haltefeder 55 um die Vorsprünge, und der Gabelhebel 531 bewegt sich nach außen. Wird nun der Verschlussbügel 20 nach unten gedrückt, bewegen sich dabei die zwei Blöcke zur Mitte der Feder 31. Das Vorhängeschloss wird mittels Einwirkung der Bolzendruckfeder 80 geöffnet.

Das erfindungsgemäße Vorhängeschloss weist ebenfalls ein Mittel zum Verstellen der Zahlenkombination auf. Das Mittel besteht aus einem zweiten Schlüssel 70, welcher durch einen zweiten Aufnahmeschlitz 17 im Schlosskörper 10 in den Schlosskörper 10 eingeschoben werden kann, wie in 2 dargestellt ist. Der zweite Aufnahmeschlitz 17 für Schlüssel ist gegenüber der Kupplungswelle 521 angeordnet. Wenn das Vorhängeschloss aufgeschlossen ist, kann mittels des zweiten Schlüssels die Kupplungswelle 521 zurückgeschoben werden, so dass die Scheiben 522 von den Fingern 532 getrennt werden. Eine neue Zahlenkombination kann eingestellt werden, indem die Ziffernräder gedreht werden und dann der zweite Schlüssel herausgezogen wird.

Der Schließzylinder 60 der Erfindung kann ausgetauscht werden, wie 2 und 3 zeigen. Der Schließzylinder 60 wird durch die Öffnung 403 im Gehäuse 40 und durch die Öffnung 13 im Körper 10 in den Körper 10 eingesetzt. Die Öffnungen 403 und 13 entsprechen der Form des Schließzylinders. Innerhalb des Körpers 10 ist ein von der Bügelkerbe 21 ausgehendes sich schräg nach unten erstreckendes Schraubenloch 106 eingebracht. Das schräge Schraubenloch 106 ist verlängert, um an eine Arretierungsnut 611 an der Oberfläche des Zylindergehäuses 61 zu reichen, so dass eine Schraube 66 in das Schraubenloch 106 und die Arretierungsnut 611 eingeschraubt werden kann, um den Schließzylinder 60 in dem Schlosskörper zu fixieren. Wenn nötig, kann der Schließzylinder ausgetauscht werden, indem die Schraube 66 aus der Arretierungsnut herausgedreht wird.

Obwohl die Erfindung durch die obigen Ausführungsbeispiele und Beschreibungen erläutert wird, ist es verständlich, dass jegliche Variation und Modifikation der Erfindung, ohne den Gedanken der Erfindung zu verlassen, in den Schutzbereich der angefügten Schutzansprüche fällt.


Anspruch[de]
  1. Vorhängeschloss, bestehend aus

    einem Verschlussbügel, der einen langen Schenkel, einen kurzen Schenkel und zwei Bügelkerben, von denen jeweils eine auf dem langen Schenkel und eine auf dem kurzen Schenkel angeordnet ist, aufweist;

    einem Gehäuse, welches zwei Bügelöffnungen im oberen Bereich zum Durchstecken dieses Verschlussbügels aufweist;

    einem Schlosskörper, der eine erste Seitenwand, eine zweite Seitenwand, eine erste Bügelkehle zur Aufnahme des langen Schenkels des Verschlussbügels und eine zweite Bügelkehle zur Aufnahme des kurzen Schenkels des Verschlussbügels aufweist;

    einer im Schlosskörper angeordneten Verschlusseinheit, die eine Feder und zwei mit den Federenden verbundene Blöcke beinhaltet;

    einem in dem mittleren Bereich des Schlosskörpers angeordneten Schließzylinder, welcher ein Zylindergehäuse, einen in diesem Zylindergehäuse angeordneten Verschlußzylinder, einen sich axial nach innen erstreckenden Aufnahmeschlitz für einen ersten Schlüssel und einen Betätigungsstift, der mit dem Teil des Verschlußzylinders verbunden ist, welcher außerhalb des Zylindergehäuse liegt, umfasst; und

    aus einer Kombinationsschlosseinheit, bestehend aus einer Gabeleinheit mit einem Gabelhebel und einer Vielzahl von parallel zu dem Gabelhebel liegenden Fingern, wobei die Gabeleinheit mit der zweiten Seitenwand über eine Haltefeder befestigt ist; einem eine Vielzahl von Ziffernrädern umfassenden Räderwerk, wobei jedes Ziffernrad zwischen zwei benachbarten Scheiben angeordnet ist; einer im Räderwerk angeordneten Kupplungseinheit, die eine Kupplungswelle und eine Vielzahl von auf der Kupplungswelle drehbar angeordneten Kupplungshülsen beinhaltet, wobei jede Kupplungshülse eine senkrecht zur Kupplungswelle angeordnete Scheibe aufweist und jede Scheibe an ihrem Umfang eine zu den Fingern passende Abflachung besitzt,

    dadurch gekennzeichnet, dass bei dem verschlossenen Vorhängeschloss die zwei Blöcke der Verschlusseinheit in die Bügelkerben des Verschlussbügels eingerastet sind und sich der Gabelhebel zwischen diesen zwei Blöcken befindet,

    dass wenn der in den Aufnahmeschlitz eingeschobene erste Schlüssel gedreht wird, der Betätigungsstift den Gabelhebel nach außen drückt, so dass die zwei Blöcke in die Mitte der Feder bewegt werden, indem der Verschlussbügel nach unten gedrückt wird, um das Vorhängeschloss zu öffnen,

    dass wenn die Ziffernräder in eine vorbestimmte Reihenfolge gedreht werden, alle Abflachungen der Scheiben in einer Ebene liegen und die Finger der Gabeleinheit berühren, der Gabelhebel sich durch die Kraft der Haltefeder nach außen bewegt, so dass die zwei Blöcke in die Mitte der Feder bewegt werden, indem der Verschlussbügel nach unten gedrückt wird, um das Vorhängeschloss zu öffnen.
  2. Vorhängeschloss nach Anspruch 1, weiterhin umfassend eine am Boden der ersten Bügelkehle angeordnete und auf den langen Schenkel des Verschlussbügels einwirkende Bolzendruckfeder.
  3. Vorhängeschloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlosskörper zwei sich längs erstreckende Vorsprünge aufweist, die zu zwei korrespondierenden Ausnehmungen an der Außenseite der Gabeleinheit passen, so dass die Gabeleinheit um diese Vorsprünge schwenken kann, damit sich der Gabelhebel sicher nach außen bewegt.
  4. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, welches weiterhin ein Mittel zur Einstellung einer neuen Zahlenfolge beinhaltet, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Mittel einen zweiten Schlüssel umfasst, welcher die Kupplungswelle zurückschieben kann, so dass die neue Zahlenfolge durch Verdrehen der Ziffernräder eingestellt werden kann.
  5. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlosskörper ein sich von der zweiten Bügelkehle schräg erstreckendes Schraubenloch aufweist, um an eine Arretierungsnut an der Oberfläche des Zylindergehäuses zu reichen, so dass eine Schraube in das schräge Schraubenloch und die Arretierungsnut eingeschraubt werden kann, um den Schließzylinder zu befestigen.
  6. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombinationsschlosseinheit weiterhin einen Zungenmechanismus beinhaltet, welcher aus einem an der zweiten Seitenwand befestigten Verbindungsglied und einer Vielzahl von Zungen, die rechtwinklig zu dem Verbindungsglied angeordnet sind, besteht, wobei jede Zunge den umlaufenden Rand eines Ziffernrades berührt, so dass immer nur eine bestimmte Zahl einrasten kann.
  7. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorhängeschloss weiterhin eine Bodenabdeckung aufweisen kann, welche mit dem Gehäuse des Vorhängeschlosses zusammenpasst, und dass die äußeren Ränder der Ziffernräder die Bodenabdeckung überragen.
  8. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließzylinder eine Vielzahl von Sperrstiften aufweist, welche in diesem Schließzylinder und dem Zylindergehäuse angeordnet sind.
  9. Vorhängeschloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinheit ein Sicherungsmittel, angeordnet auf einem Ende der Kupplungswelle, und eine am anderen Ende der Kupplungswelle angeordnete Federaufnahme zum Halten einer Befestigungsfeder aufweist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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