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Dokumentenidentifikation DE10160538B4 15.07.2004
Titel Digitale Druckerpresse
Anmelder Ryobi Ltd., Fuchu, Hiroshima, JP
Erfinder Aoyama, Hideo, Fuchu, Hiroshima, JP;
Dong, Liang, Fuchu, Hiroshima, JP
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 10.12.2001
DE-Aktenzeichen 10160538
Offenlegungstag 08.08.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.07.2004
IPC-Hauptklasse B41F 13/008

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen an einer digitalen Druckerpresse, welche mit einer Bilderzeugungseinrichtung ausgestattet ist.

Eine digitale Offsetdruckerpresse der oben erwähnten Art ist in 5 gezeigt. Die Druckerpresse weist eine Druckeinheit zum Bedrucken eines Blattes, eine Blattzuführeinheit zum Zuführen eines Blattes in die Druckeinheit und eine Blattabfördereinheit zum Abführen des von der Druckeinheit bedruckten Blattes aus der Druckeinheit heraus auf.

Die Druckeinheit weist einen Druckzylinder 3, zwei Plattenzylinder 1 und zwei Gummizylinder 2 auf, welche jeweils auf der stromaufwärts und der stromabwärts liegenden Seite des Druckzylinders 3 angeordnet sind. Jeder Plattenzylinder 1 ist auf seinem Außenumfang mit einer Druckplatte oder mit Druckplatten versehen. Die Gummizylinder 2 übertragen jeweils Tintenbilder vom Plattenzylinder 1 auf seinen äußeren Umfang. Der Druckzylinder 3 überträgt die Tintenbilder von den Gummizylindern 2 auf ankommende Blätter, welche an seinen Außenumfang gehalten sind. Die Druckerpresse mit dieser Anordnung ist zum Drucken von zwei Farben auf jedes Blatt während jeweils einer Umdrehung des Druckzylinders 3 geeignet. Um diesen Zweifarbendruck zu erreichen, sind die zwei Plattenzylinder 1 und die zwei Gummizylinder 2 in einem vorbestimmten Abstand zu einander an der Umfangsoberfläche des Druckzylinder 3 angeordnet.

Nach der oben erwähnten Anordnung kann die Druckerpresse auf jedes auf dem Druckzylinder 3 gehaltene Blatt eine Gesamtheit von vier Farben drucken, während sich der Druckzylinder 3 zweimal dreht. Um dies zu erreichen, sind der Plattenzylinder 1 und die Gummizylinder 2 jeweils als sogenannte Doppel-Durchmesser-Zylinder ausgestaltet.

D. h., der Plattenzylinder 1 und die Gummizylinder 2 auf jeder Seite haben einen Außenumfang, der jeweils in zwei gleiche Abschnitte unterteilt ist, in denen die Tintenbilder in unterschiedlichen Farben abgebildet sind. Der Plattenzylinder 1 auf jeder Seite ist in jedem Abschnitt mit einer anderen Druckplatte versehen. Der Druckzylinder 3 ist als sogenannter Drei-Durchmesser-Zylinder ausgebildet, der auf seinem Außenumfang in drei gleiche Abschnitte unterteilt ist, die jeweils ein Blatt aufnehmen.

Die Druckerpresse weist weiterhin die bilderzeugenden Einrichtungen 4 auf, die an den stromaufwärts und stromabwärts liegenden Seiten angeordnet sind und die in fester Stellung mit einem vorbestimmten Abstand zu den Außenumfängen der jeweiligen Plattenzylinder 1 zum Erzeugen von Bildern auf den Druckplatten befestigt sind, die auf jeder Seite des Plattenzylinders 1 angeordnet sind. Die Druckerpresse ist mit zwei Sätzen von Tintenzuführeinheiten 5 versehen, wobei jeder Satz zwei Tintenzuführeinheiten 5 aufweist und auf jeder Seite um den Plattenzylinder 1 herum angeordnet ist. Somit sind insgesamt vier Tintenzuführeinheiten 5 in der Druckeinheit angeordnet.

Die Tintenzuführeinheiten 5, die in 5 als Dreiecke dargestellt sind, weisen eine Anzahl von Tinterollen auf, welche sich parallel zur Achse des zugehörigen Zylinders erstreckende Drehachsen aufweisen, und fördern bei ihrer Drehung Tinte auf die Druckplatten. Eine oder mehrere dieser Tintenrollen sind als seitlich schwingende Rollen ausgebildet, die auch bloß als schwingende Rollen bezeichnet werden. Die schwingenden Rollen sind hin und her gehend in seitlicher Richtung oder in Richtung der Zylinderachsen bewegt, um Tinten auf die Druckplatten gleichmäßig entlang der seitlichen oder Breitenrichtung der Druckerpresse zu fördern (d. h. in Richtung senkrecht zum Blattzuführweg).

Andererseits weist die Blattzuführeinheit auf der stromaufwärts liegenden Seite des Druckzylinders 3 (d. h. auf der rechten Seite des Druckzylinders in 5) einen Blattzuführzylinder 6 auf, der dem Druckzylinder 3 gegenüberliegend angeordnet ist. Der Blattzuführzylinder 6 übergibt jedes mal ein Blatt an einen ankommenden Greifer 7 des Druckzylinders 3, wenn sich der Druckzylinder 3 zweimal dreht. Der Blattzuführzylinder 6 ist als ein Einzel-Durchmesser-Zylinder ausgebildet, der ein einzelnes Blatt auf seinem Außenumfang aufnimmt.

Die Blattabfördereinheit ist auf der stromabwärts liegenden Seite des Druckzylinders 3 angeordnet (d. h. auf der linken Seite des Druckzylinder 3 in 5) und weist ein Paar von Blattabförderzahnrädern 8, eine endlose von dem Paar von Blattabförderzahnrädern 8 angetriebene Transportkette 9 und Blattabfördergreifer 10 auf, die in Längsrichtung der Transport kette 9 mit vorbestimmtem Abstand zueinander auf der Transportkette 9 befestigt sind. Die Blattabfördergreifer 10 übernehmen jeweils ein bedrucktes Blatt vom Druckzylinder 3, wenn sich der Druckzylinder 3 zweimal dreht.

Die so ausgebildete Druckerpresse ist mittels einer einzelnen Antriebsquelle angetrieben. Insbesondere sind die Druckeinheit, die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit und die Tintenzuführeinheiten 5 synchron miteinander durch die Kraftaufnahme von einem einzigen Motor 11 angetrieben, welcher auf der Druckerpresse gelagert ist. Die Antriebskraft des Motors 11 wird auch von den Rollenschwingeinheiten aufgenommen, welche dann die Drehbewegung in eine lineare Bewegung über Bewegungskonvertierungsmittel umwandeln, um die schwingenden Rollen hin und her zu bewegen.

Der Antriebsübertragungsweg vom Motor 11 zu den jeweiligen beweglichen Teilen wird im folgenden erläutert.

Die Antriebskraft des Motors 11 wird über die Gummizylinder 2 auf die Plattenzylinder 1 übertragen. Die vom Plattenzylinder 1 erhaltene Antriebskraft wird über unterschiedliche Wege zu den jeweiligen Tintenrollen der Tintenzuführeinheiten 5 und den Rollenschwingeinheiten übertragen. Die Blattzuführeinheit und die Blattabfördereinheit erhalten die Antriebskraft des Motors 11 jeweils vom Druckzylinder 3. Insbesondere wird die auf den Druckzylinder 3 übertragene Antriebskraft auf beide Gummizylinder 2 und gleichzeitig auf den Blattzuführzylinder 6 der Blattzuführeinheit und die Blattabförderzahnräder 8 der Blattabfördereinheit übertragen, um eine synchrone Arbeitsweise zu erhalten. Folglich sind all diese Teile während des Druckprozesses synchron mit einander angetrieben.

Die oben erläuterte Druckerpresse ist eine digitale Druckerpresse, die in der Lage ist, ununterbrochen Blätter von mehreren Losen zu drucken, ohne dass es erforderlich ist, die Druckplatte zu ersetzen. D. h., die Druckerpresse ist zum automatischen Erzeugen von Bildern, welche von der Bilderzeugungseinheit 4 erzeugt werden, auf den auf den Plattenzylindern 1 angeordneten Druckplatten eingerichtet. Zum automatischen Bilderzeugungsvorgang müssen die Plattenzylinder 1 gedreht werden. Insbesondere müssen die Plattenzylinder 1 mit einer Vielzahl von Segmenten mit hoher Geschwindigkeit gedreht werden.

Aber die Drehung des Plattenzylinders 1 durch den Motor 11 erzeugt die gleichzeitige Drehung nicht nur der Gummizylinder 2 und des Druckzylinders 3, sondern auch der Tintenrollen, der Blattzuführzylinder 6 und der Blattabförderzahnräder 8 sowie die gleichzeitigen hin und her gehenden Bewegungen der schwingenden Rollen. Die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit, die Tintenzuführeinheiten 5 und die Rollenschwingeinheiten tragen nicht direkt zum Bilderzeugungsvorgang bei. Deshalb erzeugt die gleichzeitige Bewegung dieser Einheiten nicht nur eine übermäßige Belastung des Motors 11, sondern verlängert wegen des langsameren Betriebs der Plattenzylinder 1 auch die Zeitdauer zum Erzeugen eines Bildes. Zusätzlich vibriert die Druckerpresse stark während des Betriebs.

Um die oben erwähnten Probleme zu lösen, tätigte der vorliegende Anmelder eine Patentanmeldung (JP 2001-030459A), bei der die Anordnung vorgeschlagen wurde, welche ein Abschalten der Kraftübertragung vom Motor 11 zur Blattzuführeinheit und den anderen Einheiten während des Bilderzeugungsvorgangs durch die bilderzeugenden Einrichtungen ermöglicht.

Insbesondere wurden Kupplungen in den jeweiligen Antriebskraftübertragungswegen vom Motor 11 zur Blattzuführeinheit, zur Blattabfördereinheit, zu den Tintenzuführeinheiten 5 und den Rollenschwingeinheiten angeordnet. Bevorzugterweise ist eine Gesamtzahl von sechs Kupplungen zwischen dem Druckzylinder 3 und dem Blattzuführzylinder 6, zwischen dem Druckzylinder 3 und einem der benachbarten Blattabförderzahnräder 8, zwischen dem Plattenzylinder 1 und einem zugehörigen Satz von Tintenrollen auf jeder Seite und zwischen dem Plattenzylinder 1 und den Rollenschwingeinheiten auf jeder Seite vorgesehen, so dass die Antriebskraftübertragung zu den Blattzuführeinheiten und den anderen Einheiten während des Bilderzeugungsvorganges vollständig abgekoppelt werden kann. Das Abkoppeln der Antriebskraftübertragung zu den Einheiten oder den Teilen ohne Rücksicht auf den Bilderzeugungsvorgang erzeugt eine Verkleinerung der Belastung des Motors 11, eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit der Plattenzylinder 1 und eine Verkürzung des Bilderzeugungsvorganges.

Aber die oben erwähnte Ausgestaltung mit den Kupplungen, die in jedem Übertragungsweg angeordnet sind, erfordert eine große Anzahl von Kupplungen, was die Herstellungskosten der Druckerpresse erhöht.

Aus der DE 195 15 077 A1 ist ein Druckwerk mit einer daran angeordneten Bilderzeugungseinrichtung zur Erzeugung von Bildern auf Druckformfolien bekannt, mit einer Druckeinheit, die einen Druckformzylinder mit darauf angeordneter Druckformfolie zum Bedrucken von Seiten aufweist, einem Farbwerk mit einer Vielzahl von drehbar angetriebenen Reibzylindern, wobei die Reibzylinder seitlich hin und her bewegbare Rollen sind, die sich drehen, während sie sich in einer Richtung parallel zur Achse des Plattenzylinders bewegen, einer Verreibeinheit zum seitlichen Antrieb der hin und her bewegbaren Reibzylinder, wobei die Druckeinheit, das Farbwerk und die Verreibeinheit so ausgebildet sind, dass sie ihre Antriebskraft von einem gemeinsamen Motor erhalten, wobei die bilderzeugende Einrichtung so ausgebildet ist, dass sie Bilder auf der Druckformfolie erzeugt, wenn sich der Druckformzylinder infolge der vom gemeinsamen Motor gelieferten Antriebskraft dreht, und wobei die Übertragung der Antriebskraft zur Verreibeinheit und den drehbaren Reibzylindern mittels einer Kupplung während des Bilderzeugungsvorganges abschaltbar ist.

Aus der DE 197 23 147 A1 ist eine digitale Druckmaschine bekannt, mit einer fest daran angeordneten Bilderzeugungseinrichtung zur Erzeugung von Bildern auf Druckplatten mit einer Druckeinheit, die einen Druckzylinder mit darauf angeordneten Druckplatten zum Bedrucken von Seiten aufweist, einer Blattzuführeinheit zum Zuführen von Blättern zur Druckeinheit, einer Blattabfördereinheit zum Abfördern der Blätter, die in der Gruckeinheit von der Druckeinheit gedruckt worden sind, einer Tintenzuführeinheit mit einer Vielzahl von drehbar angetriebenen Tintenrollen, um Tinten auf die auf dem Druckzylinder befestigten Druckplatten zu fördern, wobei die Druckeinheit, die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit, und die Tintenzuführeinheit so ausgebildet sind, dass sie ihre Antriebskraft von einem gemeinsamen Motor erhalten.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine preisgünstige digitale Druckerpresse bereit zu stehen, die in der Lage ist, die Zeitdauer zur Bilderzeugung durch eine Verringerung der Belastung des Motors während des Bilderzeugungsvorganges zu verringern.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch genannten Merkmale gelöst.

Mit dieser digitalen Druckerpresse ist es möglich, die Zeit zum Erzeugen von Bildern auf den Druckplatten zu verkürzen und die Anzahl der Kupplungen verglichen mit einer konventionellen Anordnung zu verringern, bei der mehrere Kupplungen entsprechend den jeweiligen Einheiten angeordnet sind.

Nach der vorliegenden Erfindung ist eine digitale Druckerpresse mit einer fest daran angeordneten Bilderzeugungseinrichtung zur Bildung von Bildern auf Druckplatten vorgesehen. Die digitale Druckerpresse weist auf eine Druckeinheit, die wiederum einen Plattenzylinder mit darauf angeordneten Druckplatten zum Bedrucken von Seiten aufweist, eine Blattzuführeinheit zum Zuführen von Blättern zur Druckeinheit, eine Blattabfördereinheit zum Abfördern der Blätter, die in der Druckeinheit von der Druckeinheit gedruckt worden sind, eine Tintenzuführeinheit mit einer Vielzahl von drehbar angetriebenen Tintenrollen, um Tinten auf die auf dem Plattenzylinder befestigten Druckplatten zu fördern, wobei einige der Tintenrollen hin und hier bewegbare Rollen sind, die sich drehen, während sie sich in einer Richtung parallel zur Achse des Plattenzylinders bewegen und eine Rollenschwingeinheit zum Antrieb der hin und her bewegbaren Rollen. Die Druckeinheit, die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit, die Tintenzuführeinheit und die Rollenschwingeinheit sind so ausgebildet, dass sie ihre Antriebskraft vom gemeinsamen Motor erhalten. Die bilderzeugende Einrichtung ist so ausgebildet, dass sie Bilder auf den Druckplatten erzeugt, wenn sich der Plattenzylinder infolge der vom gemeinsamen Motor gelieferten Antriebskraft dreht. Die Übertragung der Antriebskraft zu allen von der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, der Tintenzuführeinheit und der Rollenschwingeinheit wird mittels einer einzigen Kupplung während des Bilderzeugungsvorganges abgekoppelt. Die Übertragung der Antriebskraft zu wenigstens zwei Einheiten, ausgewählt aus der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, der Tintenzuführeinheit und der Rollenschwingeinheit ist mittels einer einzelnen Kupplung abschaltbar.

Eine Ausführungsform der digitalen Offsetdruckerpresse. nach der vorliegenden Erfindung wird im folgenden mit Hinweis auf die 14 beschrieben, bei denen zusammengehörige oder gleiche Teile wie bei der Druckerpresse nach 5 mit den gleichen Positionsziffern bezeichnet sind, um deren ausführliche Beschreibung zu vermeiden. In dieser Hinsicht ist grundsätzlich die gleiche Zylinderanordnung wie in den 1 bis 4 und 5 vorgesehen.

1 ist ein Querschnitt, der einen wesentlichen Teil der digitalen Druckerpresse nahe der Blattabfördereinheit nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist ein Querschnitt, der schematisch einen wesentlichen Teil der Druckerpresse nahe des Plattenzylinders zeigt.

3 ist eine Seitenansicht, die schematisch einen wesentlichen Teil der Druckerpresse zeigt.

4 ist ein Querschnitt, der schematisch einen wesentlichen Teil der Druckerpresse nahe des Blattzuführzylinders der Druckerpresse zeigt.

5 ist eine schematische Ansicht der Druckerpresse.

In 1 ist eine schematische Ansicht eines Blattabförderzahnrades 8 in der Nähe des Druckzylinders 3 gezeigt. Dieses Blattabförderzahnrad 8 ist auf einer Kettenwelle 14 befestigt, die über Lager von einem ersten Seitenrahmen 12 und einem zweiten Seitenrahmen 13, welche einander gegenüberliegend angeordnet sind, drehbar gelagert ist. Infolge dieser Ausgestaltung wird das Zahnrad 8 zusammen mit der Kettenwelle 14 gedreht. Ein Zahnrad 15 zum Antrieb der Blattabfördereinheit (im folgenden als Blattabfördereinheitsantriebszahnrad bezeichnet) ist über ein Lager drehbar und koaxial auf der Kettenwelle 14 gelagert und kämmt mit einem Zahnrad 16 zum Antrieb des Druckzylinders 3 (im folgenden als Druckzylinderantriebszahnrad bezeichnet). Das Druckzylinderantriebszahnrad 16 ist koaxial und integral an dem Druckzylinder 3 gelagert und kämmt mit einem Ausgabezahnrad des Motors 11 der Druckerpresse (nicht gezeigt).

Axial außerhalb des Blattabfördereinheitsantriebszahnrades 15 ist eine Drehkraftübertragungseinheit 17 vorgesehen, die eine im wesentlichen zylindrische Form aufweist und die koaxial und integral auf der Kettenwelle 14 gelagert ist.

Eine elektromagnetische Kupplung 18 ist zwischen der Drehkraftübertragungseinheit 17 und dem Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15 in axialer Richtung der Kettenwelle 14 angeordnet. Wenn die elektromagnetische Kupplung 18 in die "an"-Stellung gebracht wird, wird die Drehkraftübertragungseinheit 17 in einen integralen Eingriff mit dem Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15 gebracht. Dies ermöglicht es dem Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15, die Antriebskraft über die Drehkraftübertragungseinheit 17 und die Kettenwelle 14 zu erhalten, so dass sie zusammen mit dem Blattabförderzahnrad 8 gedreht werden kann. Insbesondere wird die Antriebskraft des Motors 11 an das Blattabförderzahnrad 8 über das Ausgabezahnrad, das Druckzylinderantriebszahnrad 16 und das Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15 übertragen.

Dagegen wird, wenn die elektromagnetische Kupplung 18 in die "aus"-Stellung gebracht wird, die Drehkraftübertragungseinheit 17 von dem integralen Eingriff mit dem Blattabfördereinheitsantroebszahnrad 15 befreit und ermöglicht der Drehkraftübertragungseinheit 17 und dem Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15 eine gegenseitige Drehbarkeit. Insbesondere kann sich durch Abkoppeln der Übertragung von der Antriebskraft des Motors 11 durch die elektromagnetische Kupplung 18 das Blattabfördereinheitsantriebszahnrad 15 bezüglich der Kettenwelle 14 frei drehen.

Die Kettenwelle 14 hat ein erstes Ende, an dem die Drehkraftübertragungseinheit 17 gelagert ist, und ein zweites Ende, das sich nach außen weg vom zweiten Seitenrahmen 13 erstreckt, um einen äußeren Vorsprung zu bilden, auf dem das später beschriebene Zahnrad 100 zum Übertragen der Antriebskraft integral und fest gelagert ist.

Jetzt erfolgt die Beschreibung für den angeschlossenen Mechanismus oder die Teile, welche den Plattenzylinder 1 umgeben. Die Druckerpresse hat zwei Plattenzylinder 1 an stromaufwärts und stromabwärts liegenden Seiten des Druckzylinders 3. Ihr Aufbau ist ähnlich, so dass der angeschlossene Mechanismus oder die Teile, welche den Plattenzylinder 1 umgeben, auf der stromabwärts liegenden Seite als repräsentatives Beispiel für die Beschreibung hergenommen werden.

Wie in 2 gezeigt hat der Plattenzylinder 1 ein erstes Ende, an dem ein Zahnrad 20 zum Antrieb des Plattenzylinders 1 (im folgenden als Plattenzylinderantriebszahnrad bezeichnet) koaxial befestigt ist. Das Plattenzylinderantriebszahnrad 20 kämmt mit einem Zahnrad 21 zum Antrieb der Gummizylinder 2 (im folgenden als Gummizylinderantriebszahnrad bezeichnet), welches mit dem Druckzylinderantriebszahnrad 16 kämmt. Somit erfolgt die Übertragung der Antriebskraft des Motors 11 zum Plattenzylinder 1 auf der Innenseite des ersten Seitenrahmens 12.

Der Plattenzylinder 1 ist integral mit einer Plattenzylinderwelle 22 ausgebildet, welche drehbar über ein Lager in dem ersten Seitenrahmen 12 gelagert ist. Die Plattenzylinderwelle 22 hat ein erstes Ende, das sich nach außen vom ersten Seitenrahmen 12 erstreckt, an dem eine Drehkraftübertragungseinheit 23 mit im wesentlichen zylindrischer Form koaxial gelagert ist. Die so angeordnete Drehkraftübertragungseinheit 23 ist zusammen mit der Plattenzylinderwelle 22 drehbar. Auf der axial äußeren Seite der Plattenzylinderwelle 22 weist die Drehkraftübertragungseinheit 23 ein erstes Zahnrad 24 auf, das über ein Lager drehbar darauf gelagert ist.

Die Tintenzuführeinheiten 5 weisen jeweils eine Anzahl von Tintenrollen auf, von denen einige als schwingende Rollen ausgeführt sind. 2 zeigt als repräsentatives Beispiel für die Beschreibung eine der schwingenden Rollen, die mit der Positionsziffer 25 bezeichnet ist. Diese schwingende Rolle 25 ist integral mit einer Rollenachse 26 ausgebildet, welche über Lager drehbar in den ersten und zweiten Seitenrahmen 12, 13 gelagert ist.

Die Rollenachse 26 hat ein erstes Ende, das nach außen hin über den ersten Seitenrahmen 12 vorsteht, um einen Vorsprung zu bilden, auf dem ein Zahnrad 27 zum drehbaren Antrieb der schwingenden Rolle 25 (im folgenden als Rollenantriebszahnrad bezeichnet) koaxial und integral gelagert ist. Das Rollenantriebszahnrad 27 und das erste Zahnrad 24 sind wirksam miteinander über eine Zahnradverbindung verbunden, welche von vier Zahnrädern 28, 29, 30 und 31 gebildet ist.

Die elektromagnetische Kupplung 32 ist zwischen dem ersten Zahnrad 24 und der Drehkraftübertragungseinheit 23 in Axialrichtung der Plattenzylinderwelle 22 angeordnet. Wenn die elektromagnetische Kupplung 32 in die "an"-Stellung gebracht wird, wird die Drehkraftübertragungseinheit 23 in eine integrale Verbindung mit dem ersten Zahnrad 24 gebracht und ermöglicht es dem ersten Zahnrad 24, sich synchron mit dem Plattenzylinder 1 zu drehen. Diese Drehkraft wird dem Rollenantriebszahnrad 27 über das Zahnradgetriebe übermittelt und ermöglicht es der schwingenden Rolle 25, synchron mit dem Plattenzylinder 1 angetrieben zu werden. Wenn andererseits die elektromagnetische Kupplung 32 in die "aus"-Stellung gebracht wird, wird das erste Zahnrad 24 von der integralen Verbindung mit der Drehkraftübertragungseinheit 23 getrennt, so dass sich die Plattenzylinderwelle 22 frei bezüglich des ersten Zahnrades 24 drehen kann. D. h., die Druckeinheit befindet sich in einen Zustand, in dem die Übertragung der Antriebskraft vom Plattenzylinder 1 zu der schwingenden Rolle 25 durch die elektromagnetische Kupplung 32 unterbrochen ist.

Somit erfolgt die Übertragung der Antriebskraft oder Drehkraft vom Plattenzylinder 1 zu den Tintenrollen und den schwingenden Rollen an der Außenseite des ersten Seitenrahmens 12.

Auf der Außenseite des zweiten Seitenrahmens 13 ist eine Rollenschwingeinheit X angeordnet, um die schwingende Rolle 25 in der seitlichen Richtung oder in Richtung parallel zur Achse des Plattenzylinder 1 hin und her zu bewegen. Die Rollenschwingeinheit X, die auch als Rollmechanismus bezeichnet werden kann, ermöglicht es der schwingenden Rolle 25, mit der vom Motor 11 abgegebenen Antriebskraft über einen Verbindungsmechanismus, der eine Drehbewegung in eine Linearbewegung umwandelt, eine hin und her gehende Bewegung auszuführen.

Jetzt erfolgt die ausführliche Beschreibung der Rollenschwingeinheit X. Eine Drehwelle 41 ist drehbar vom zweiten Seitenrahmen 13 und einem Hilfsrahmen 40 gelagert und erstreckt sich parallel zum zweiten Seitenrahmen 13. Ein Drehantriebsübertragungszahnrad 101 ist integral auf der Drehwelle 41 zur Übertragung der Antriebskraft gelagert. Eine kreisförmige Scheibe 42 ist koaxial und integral auf dem äußeren Ende der Drehwelle 41 gelagert. Ein Stablagerelement 43 erstreckt sich von der kreisförmigen Scheibe 42 nach axial auswärts, wobei seine Achse exzentrisch zur Achse der Drehwelle 41 angeordnet ist und dient zur drehbaren Lagerung von einem ersten Endes eines Stabes 44 über ein Lager. Ein zweites Ende des Stabes 44 ist über ein Lager drehbar mit einem axialen äußeren Ende eines Hebelkörpers 46 eines Schwinghebels 45 verbunden. Der Hebelkörper 46 weist ein axial inneres Ende auf, das drehbar von einem Bügel 47 gelagert ist, welcher auf der Außenoberfläche des zweiten Seitenrahmens 13 befestigt ist, damit der Hebelkörper 46 in dem Bügel 47 verschwenkbar ist. Der Hebelkörper 46 ist so angeordnet, dass er eine Längsachse aufweist, die im wesentlichen orthogonal zum zweiten Seitenrahmen 13 verläuft, wenn der Schwinghebel 45 im Zentrum seines Schwenkbereichs liegt. Ein Paar von Armen 48a, 48b ist integral am inneren Ende des Hebelkörpers 46 angeformt, wobei sich ihre Achsen in entgegengesetzten Richtungen erstrecken, d. h., in eine Richtung im wesentlichen orthogonal zum Hebelkörper 46 und im wesentlichen parallel zum Rahmen 13, wenn der Schwinghebel 45 im Zentrum seines Schwenkbereichs liegt.

Ein zweites Ende des Rollenachse 26 erstreckt sich außen durch den zweiten Seitenrahmen 13 und ist drehbar mit dem Arm 48a verbunden. Ebenso ist ein zweites Ende der Rollenachse 26 einer weiteren schwingenden Rolle mit dem Arm 48b verbunden.

Die Bestandteile der Rollenschwingeinheit X werden wie folgt bewegt.

Das Antriebskraftübertragungszahnrad 101, welches die Antriebskraft vom Motor 11 erhält, überträgt die Abtriebskraft auf die kreisförmige Schiebe 42. Die kreisförmige Scheibe 42 dreht sich infolge der übertragenen Antriebskraft und verursacht eine exzentrische Drehung des Stablagerelementes 43. Diese exzentrische Drehung verursacht dann über den Stab 44 eine Schwingbewegung des Schwinghebels 45. Insbesondere schwingen die Arme 48a, 48b innerhalb eines vorbestimmten Winkelbereichs, ähnlich der Bewegung eines schwingenden Pendels, so dass die eine mit dem Arm 48a verbundene schwingende Rolle 25 und die andere mit dem Arm 48b verbundene schwingende Rolle 25 hin und her gehend in entgegengesetzten Richtungen bewegt werden.

Bei dieser Ausführungsform sind für jeden Plattenzylinder 1 zwei Tintenzuführeinheiten 5 vorgesehen. Dementsprechend sind zwei Stäbe 44 drehbar mit dem einzelnen Stablagerelement 43 verbunden, wie in 3 gezeigt, damit die schwingenden Rollen 25 der Tintenzuführeinheiten 5 unabhängig von der Aufnahme der Antriebskraft über die Stäbe 44 hin und her schwingen können.

Die Antriebskraft für die Rollenschwingeinheit X wird nicht durch den Plattenzylinder 1 übertragen, sondern über die Kettenwelle 14 in der Blattabfördereinheit. Wie insbesondere in den 13 gezeigt, ist auf der Außenseite des Rahmens 13 eine endlose Antriebskette 102 vorgesehen, welche um das auf der Kettenwelle 14 gelagerte Antriebskraftübertragungszahnrad 100 und um das auf der Drehwelle 41 gelagerte Antriebskraftübertragungszahnrad 101 gewickelt ist. Dadurch werden die Blattabfördereinheit und die Rollenschwingeinheit X synchron miteinander angetrieben. Die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X wird so über die Blattabfördereinheit erreicht.

Wenn nach der oben erwähnten Anordnung die elektromagnetische. Kupplung 18 in der Blattabfördereinheit, wie in 1 gezeigt, d. h. angeordnet zwischen dem Druckzylinder 3 und dem Blattabförderzahnrad 8, auf "an" steht, wird die Antriebskraft über die Antriebskette 102 auch zur Rollenschwingeinheit X übertragen. Wenn dagegen die elektromagnetische Kupplung in die "aus"-Stellung gebracht wird, wird die Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X unterbrochen. Somit unterbricht allein die zwischen dem Druckzylinder 3 und der Blattabfördereinheit angeordnete elektromagnetische Kupplung 18 die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X für die schwingenden Rollen 25 des Plattenzylinders 1 auf der stromabwärts liegenden Seite und zur Blattabfördereinheit.

Die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X des Plattenzylinders 1 auf das stromaufwärts liegenden Seite erfolgt im wesentlichen in der gleichen Art wie auf der stromabwärts liegenden Seite. Wie in 4 gezeigt ist der Blattzuführzyhinder 6 auf einer Blattzuführzylinderwelle 60 gelagert, die über Lager drehbar im ersten und im zweiten Seitenrahmen 12, 13 gelagert ist. Auf der Innenseite des ersten Seitenrahmens 12 ist ein Blattzuführzylinderantriebszahnrad 61 zum Antrieb des Blattzuführzylinders 6 vorgesehen, welches über Lager drehbar auf der Blattzuführzylinderwelle 60 gelagert ist und in kämmendem Eingriff mit dem Druckzylinderantriebszahnrad 16 steht. Auf der Außenseite des Blattzuführzylinderantriebszahnrades 61 ist eine Drehkraftübertragungseinheit 62 vorgesehen, welche eine im wesentlichen zylindrische Form aufweist und integral auf der Blattzuführzylinderwelle 60 gelagert ist. Eine elektromagnetische Kupplung 63 ist zwischen der Drehkraftübertragungseinheit 62 und dem Blattzuführzylinderantriebszahnrad 61 vorgesehen. Wenn infolge dieser Ausgestaltung die elektromagnetische Kupplung 63 auf "an" steht, werden die Drehkraftübertragungseinheit 62 und das Blattzuführzylinderantriebszahnrad 61 integral miteinander gedreht, so dass die Antriebskraft zum Blattzuführzylinder 6 über den Druckzylinder 3, das Blattzuführzylinderantriebszahnrad 61, die Drehkraftübertragungseinheit 62 und die Blattzuführzylinderwelle 60 übertragen wird. Wenn dagegen die elektromagnetische Kupplung 63 in die "aus"-Stellung gebracht wird, unterbricht die elektromagnetische Kupplung 63 die Übertragung der Antriebskraft zum Blattzuführzylinder 6.

Die Blattzuführzylinderwelle 60 erstreckt sich nach außen durch den zweiten Seitenrahmen 13, um einen Vorsprung zu bilden, auf dem ein Zahnrad 103 zum Übertragen der Antriebskraft (im folgenden als Antriebskraftübertragungszahnrad bezeichnet) integral gelagert ist. Auf der Außenseite des zweiten Seitenrahmens 13 ist eine endlose Antriebskette 102 angeordnet, welche um das auf der Blattzuführzylinderwelle 60 gelagerte Antriebskraftübertragungszahnrad 103 und das Antriebskraftübertragungszahnrad 101 zur Antriebskraftübertragung der Rollenschwingeinheit X für den Plattenzylinders 1 auf der stromaufwärts liegenden Seite gewickelt ist, in der gleichen Weise wie auf der stromabwärts liegenden Seite. Diese Antriebskette 102 überträgt über den Blattzuführzylinder 6 die Antriebskraft des Motors 11 auf die Rollenschwingeinheit X für den Plattenzylinder 1 auf der stromaufwärts liegenden Seite. Wie oben beschrieben haben der Plattenzylinder 1 und seine peripheren Teile oder Elemente auf das stromaufwärts liegenden Seite die gleiche Ausgestaltung wie jene auf der stromabwärts liegenden Seite wie in 2 gezeigt, so dass deren Beschreibung weggelassen werden kann.

Die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X auf das stromaufwärts liegenden Seite wird ebenfalls abgeschaltet, indem die elektromagnetische Kupplung 63, die zwischen dem Druckzylinder 3 und dem Blattzuführzylinder 6 angeordnet ist, in die "aus"-Stellung gebracht wird.

Somit unterbricht die einzelne elektromagnetische Kupplung 63, die zwischen dem Druckzylinder 3 und der Blattzuführeinheit angeordnet ist, die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X für die schwingenden Rollen 25 des Plattenzylinders 1 auf das stromaufwärts liegenden Seite und zur Blattzuführeinheit.

Entsprechend der so ausgestalteten Druckerpresse befinden sich alle elektromagnetischen Kupplungen während des Druckvorganges in der "an"-Stellung, damit die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit, die Tintenzuführeinheiten 5 und die Rollenschwingeinheiten X synchron mit der Druckeinheit angetrieben werden. Dagegen werden, wenn die Bilderzeugungseinheiten 4 Bilder auf den Druckplatten erzeugen, alle elektromagnetischen Kupplungen in der "aus"-Stellung gehalten. D. h., alle Kupplungen zwischen dem Plattenzylinder 1 und einem Satz von Tintenzuführeinheiten 5 auf der stromaufwärts liegenden Seite, zwischen dem Plattenzylinder 1 und einem Satz von Tintenzuführeinheiten 5 auf das stromabwärts liegenden Seite, zwischen dem Druckzylinder 3 und der Blattzuführeinheit und zwischen dem Druckzylinder 3 und der Blattabfördereinheit werden gleichzeitig in die "aus"-Stellung gebracht, um die Übertragung der Antriebskraft zu den Tintenzuführeinheiten 5, der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit und den jeweiligen Rollenschwingeinheiten X zu unterbrechen. Dieses Abstellen der Übertragung der Antriebskraft zu diesen Einheiten erzeugt die Verringerung der Belastung der Motors 11 und somit die Hochgeschwindigkeitsdrehung des Plattenzylinders 1. Als Folge davon kann die für den bilderzeugenden Vorgang erforderliche Zeit verringert werden.

Die Druckerpresse nach dieser Ausführungsform ist so ausgebildet, dass die elektromagnetische Kupplung 63 zwischen dem Druckzylinder 3 und dem Blattzuführzylinder 6 zusätzlich die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X auf der stromaufwärts liegenden Seite unterbricht, während die elektromagnetische Kupplung 18 zwischen dem Druckzylinder 3 und dem Blattabförderzahnrad 8 zusätzlich die Übertragung der Antriebskraft zur Rollenschwingeinheit X auf der stromabwärts liegenden Seite unterbricht. Folglich können die zwei zusätzlichen elektromagnetischen Kupplungen, die bei einer herkömmlichen Druckerpresse erforderlich sind, weggelassen werden und deshalb kann die Druckerpresse mit geringeren Kosten hergestellt werden.

Nach dem Bilderzeugungsvorgang werden die beiden elektromagnetischen Kupplungen 32 auf den stromaufwärts und stromabwärts liegenden Seiten, die jeweils zwischen dem zugehörigen Plattenzylinder 1 und dem zugehörigen Satz der Tintenzuführeinheiten 5 angeordnet sind, in die "an"-Stellung gebracht, und die beiden elektromagnetischen Kupplungen 63, 18, die auf beiden Seiten des Druckzylinders 3 bezüglich der Blattzuführeinheit und der Blattabfördereinheit angebracht sind, zu einem geringfügig anderen Zeitpunkt in die "an"-Stellung gebracht. Diese Arbeitsweise ermöglicht es den schwingenden Rollen 25, ihre hin und her gehenden Bewegungen nach dem Beginn ihrer Drehbewegungen zu beginnen. Als Folge davon kann eine Beschädigung der schwingenden Rollen 25 begrenzt werden.

Bei dieser Ausführungsform bilden die Rollenschwingeinheit X auf der stromaufwärts liegenden Seite und die Blattzuführeinheit und die Rollenschwingeinheit X auf der stromabwärts liegenden Seite und die Blattabfördereinheit jeweils Betriebseinheiten, so dass die elektromagnetischen Kupplungen 63, 18 die Übertragung der Antriebskraft zu diesen Betriebseinheiten unterbrechen. Natürlich kann jede beliebige Kombinationen dieser Einheiten vorgesehen sein. Zum Beispiel kann eine Anordnung so gewählt sein, dass eine einzelne elektromagnetische Kupplung wahlweise die Antriebskraftübertragung zu einer Betriebseinheit, bestehend aus einem Satz von Tintenzuführeinheiten 5, der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit u. dgl., an- und abschaltet, und dass eine andere einzelne elektromagnetische Kupplung wahlweise die Antriebskraftübertragung zu einer anderen Betriebseinheit, bestehend aus einem Satz von Tintenzuführeinheiten 5 und der Rollenschwingeinheit X, an- und abschaltet.

Es ist möglich, zwei Einheiten, die aus der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, der Tintenzuführeinheit 5 und der Rollenschwingeinheit X ausgewählt werden, willkürlich zu kombinieren, und die Übertragung der Antriebskraft auf diese zwei Einheiten mittels einer einzelnen elektromagnetischen Kupplung zu unterbrechen.

Natürlich kann eine einzelne elektromagnetische Kupplung auch die Übertragung der Antriebskraft zu mehr als zwei Einheiten unterbrechen, die aus der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, den Tintenzuführeinheiten 5 und den Rollenschwingeinheiten X ausgewählt sind.

Die bei dieser Ausführungsform vorgesehene endlose Antriebskette 102 kann auch durch einen Riemen, einen Zahnkette o. dgl. gebildet sein.

Es ist auch möglich andere Arten von Kupplungen als elektromagnetische Kupplungen einzusetzen, wie mechanische Kupplungen, die einen Luftzylinder verwenden.

Es ist nicht erforderlich, die Zylinderanordnung der Druckerpresse nach dieser Ausführungsform zu begrenzen. Zum Beispiel kann die vorliegende Erfindung an eine Vielfarbendruckerpresse angepasst werden, die eine Vielzahl von hintereinander angeordneten Druckzylindern 3 aufweist, welche über Transfertrommeln miteinander verbunden sind. Insbesondere ist die vorliegende Erfindung dann von großem Vorteil, wenn sie bei einer Druckerpresse mit einem Plattenzylinder 1 mit einer Vielzahl von Abschnitten angewandt wird.

Bei dieser Ausführungsform werden die Antriebskraftübertragung zur Blattzuführeinheit, zur Blattabfördereinheit, zu den Sätzen der Tintenzuführeinheiten 5 und zu den Rollennchwingeinheiten X während des Bilderzeugungsvorganges unterbrechen.


Anspruch[de]
  1. Digitale Druckerpresse mit einer fest daran angeordneten Bilderzeugungseinrichtung (4) zur Erzeugung von Bildern auf Druckplatten mit:

    einer Druckeinheit, die einen Plattenzylinder (1) mit darauf angeordneten Druckplatten zum Bedrucken von Seiten aufweist;

    einer Blattzuführeinheit zum Zuführen von Blättern zur Druckeinheit;

    einer Blattabfördereinheit zum Abfördern der Blätter, die in der Druckeinheit von der Druckeinneit gecruckt wurden sind;

    einer Tintenzuführeinheit (5) mit einer Vielzahl von drehbar angetriebenen Tintenrollen, um Tinten auf die auf dem Plattenzylinder (1) befestigten Druckplatten zu fördern, wobei einige der Tintenrollen seitlich hin und her bewegbare Rollen (25) sind, die sich drehen, während sie sich in einer Richtung parallel zur Achse des Plattenzylinders (1) bewegen;

    einer Rullenschwingeinheit (X) zum seitlichen Antrieb der hin und her bewegbaren Rollen (25);

    wobei die Druckeinheit, die Blattzuführeinheit, die Blattabfördereinheit, die Tintenzuführeinheit (5) und die Rollenschwingeinheit (X) so ausgebildet sind, dass sie ihre Antriebskraft von einem gemeinsamen Motor (11) erhalten;

    wobei die bilderzeugende Einrichtung (4) so ausgebildet ist, dass sie Bilder auf den Druckplatten erzeugt, wenn sich der Plattenzylinder (1) infolge der vom gemeinsamen Motor (11) gelieferten Antriebskraft dreht;

    wobei die Übertragung der Antriebskraft zu allen von der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, der Tintenzuführeinheit (5) und der Rollenschwingeinheit (X) mittels einer einzigen Kupplung (18, 32, 63) während des Bilderzeugungsvorganges abschaltbar ist; und

    wobei die Übertragung der Antriebskraft zu wenigstens zwei Einheiten, ausgewählt aus der Blattzuführeinheit, der Blattabfördereinheit, der Tintenzuführeinheit (5) und der Rollenschwingeinheit (X) mittels einer einzelnen Kupplung (18, 63) abschaltbar ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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