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Dokumentenidentifikation DE10260382A1 15.07.2004
Titel Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Stettner, Jürgen, 85123 Karlskron, DE;
Fahrmeier, Kurt, 86668 Karlshuld, DE;
Sperr, Gerald, 85080 Gaimersheim, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.2002
DE-Aktenzeichen 10260382
Offenlegungstag 15.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.07.2004
IPC-Hauptklasse B60R 9/00
IPC-Nebenklasse B60R 9/04   B60R 9/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug, insbesondere einen Heckklappenträger sowie einen Adapter (120) für die vorgenannten Vorrichtungen. Um Mittel und insbesondere einen Heckklappenträger zur Verfügung zu stellen, welche ein Reinigen eines Kraftfahrzeuges mit montierter Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten ermöglichen, ist gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung an einer solchen Vorrichtung mindestens in ein auf die Steuerungssensoren einer Waschanlage wirkender Indikator (122) vorgesehen, durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte einer Waschanlage in eine Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen der Bürsten bzw. anderen Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung entstehen können. Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Abweiser (126) vorgesehen, durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte oder Teile von diesen sich an der Vorrichtung verhaken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug, insbesondere einen Heckklappenträger sowie einen Adapter für die vorgenannten Vorrichtungen.

Zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug sind Dach- und Heckklappenträger bekannt. Solche sind beispielsweise in DE 80 12 496 U1, DE 79 13 975 U1, US 4 265 382, US 4 308 983 und JP-Abstract 8-119075 beschrieben.

In der Praxis besteht das Problem, daß solche Dach- und Heckklappenträger für in Waschanlagen vorgesehene Bürsten und anderen Reinigungsgeräte ein Hindernis darstellen, welches schon mal die Bürsten und anderen Reinigungsgeräte beschädigt oder gelegentlich sogar selbst abgerissen wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Mittel und insbesondere einen Heckklappenträger zur Verfügung zu stellen, welche ein Reinigen eines Kraftfahrzeuges mit montierter Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten ermöglichen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 3, 10, bzw. 12.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist bei einer Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug ein auf die Steuerungssensoren einer Waschanlage wirkender Indikator vorgesehen, durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte einer Waschanlage in eine Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen der Bürsten bzw. anderen Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung entstehen können. Durch einen mit einfachen Mitteln herstell- und montierbaren Indikator, bei dem es sich vorzugsweise um eine Störfläche handelt, die den Strahlengang eines Steuerungssensors der Waschanlage, insbesondere einer Lichtschranke unterbricht, können Beschädigungen vermieden werden, so daß auf ein mühseliges Demontieren und Montieren der Vorrichtung vor jedem Waschen verzichtet werden kann.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung, für den auch unabhängig von Anspruch 1 Schutz begehrt wird, ist ein Abweiser vorgesehen, durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte oder Teile von diesen sich an der Vorrichtung verhaken. Beide Aspekte haben die grundlegende Idee gemeinsam, eine Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug so zu gestalten, daß sich aus der Lage der Bürsten und/oder anderen Reinigungsgeräte sowie von deren Teilen keine Situationen ergeben können, die zu einer Beschädigung der Bürsten bzw. Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung selbst führen könnten.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung als Heckklappenträger ausgeführt ist. Insbesondere bei einer solchen Ausführungsform bestehen die eingangs genannten Gefahren, denn es ist praktisch nicht möglich, einen Heckklappenträger oberhalb einer Heckklappe so dicht an die Heckscheibe des Kraftfahrzeuges heranzuziehen, daß keine Lücke verbleibt, in welcher sich beispielsweise ein Waschwalze verfangen muß.

Um neben einer guten Funktionalität auch eine ansprechende Optik zur Verfügung zu stellen, ist gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß der Rahmen mit einem umlaufenden Rand sowie dazwischen liegenden Sprossen versehen ist, die eine Ladefläche definieren. Ein solches Sprossendesign wirkt nicht nur optisch solide, es hat darüber hinaus auch den Vorteil, sich mit relativ wenigen Ecken und Kanten leicht reinigen zu lassen. Zudem erlaubt es einen Durchgriff von Waschbürsten auf die darunter liegenden Bereiche der Karosserie des Kraftfahrzeuges.

Ein vorzugsweise an dem Rahmen in einer Lage oberhalb der Ladefläche vorgesehener Anschlag gewährleistet nicht nur eine sichere Befestigung von zu transportierenden Gegenständen, deren Eindringen in den Innenraum des Kraftfahrzeuges es insbesondere bei etwaigen Unfällen zu verhindern gilt, sondern auch die Möglichkeit, den Indikator bzw. den Abweiser so zu positionieren, daß sie eine optimale Wirkung entfalten, insbesondere dann, wenn diese selbst klein dimensioniert sind, um sich bei der bevorzugten lösbaren Ausführungsform zwischen zwei Waschvorgängen problemlos verstauen zu lassen.

An dem Rahmen vorgesehene Gurt- oder Spannösen erleichtern die Sicherung von zu transportierenden Gütern.

Wenn der Indikator und der Abweiser in einem Bauteil, insbesondere einstückig ausgebildet sind, ergeben sich günstige Herstellungs- und Handhabungsbedingungen.

Die wesentlichen, zuvor beschriebenen Vorteile ergeben sich auch, wenn ein herkömmlicher Gepäckträger mit einem erfindungsgemäßen Adapter versehen wird. Wie zuvor verhindert der Adapter, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte einer Waschanlage in eine Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen der Bürsten bzw. anderen Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung entstehen können. Dies gilt insbesondere, wenn der Indikator eine Störfläche ist, die den Strahlengang eines Steuerungssensors der Waschanlage, insbesondere einer Lichtschranke unterbricht.

Auch ein Adapter, der einen Abweiser aufweist, durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte oder Teile von diesen sich an der Vorrichtung verhaken, löst die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe. Daher wir auch für einen solchen unabhängig Schutz beansprucht. Zu den Wirkungsweisen und Vorteilen, auch der gemäß den Unteransprüchen, wird hiermit auf die Beschreibung der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und

2 eine Ansicht der Vorrichtung in 1 von vorne.

Die in den 1 und 2 gezeigte Vorrichtung 100 zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist als Heckklappenträger 102 ausgebildet. Sie weist einen aus Rundrohr gebogen und geschweißten Rahmen 104 auf, welcher eine leicht gewölbte, der Kraftfahrzeugheckklappe folgende Ladefläche 106 beschreibt. Die Ladefläche 106, welche nicht körperlich ist sondern sich aus der Hüllkurve des Rahmens 104 sowie von in dem Rahmen 104 vorgesehenen, in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden Sprossen 108 ergibt, weist im Bereich Ihres vorderen Endes eine Quersprosse 110 auf, auf welcher sich zu transportierende Gegenstände abstützen können.

Zur Befestigung der Vorrichtung 100 sind an den in Fahrzeuglängsrichtung verlaufenden seitlichen Abschnitten des Rahmens 104 als Befestigungsmittel vier Halterungen 112 vorgesehen. Ferner sind an dem Rahmen 104 Spannösen 114, 116 angeordnet, wobei sich zwei Spannösen an dem quer zur Fahrzeuglängsachse erstreckenden hinteren Abschnitt des Rahmens 104 und jeweils eine Spannöse 114 an den beiden seitlichen Abschnitten des Rahmens 104 befinden.

Um ein Verrutschen der zu transportierenden Gegenstände beim Bremsen zu verhindern, ist einstückig an dem Rahmen 104 ein Anschlag 118 vorgesehen, welcher aus dem gleichen Material wie die seitlichen und der hintere Abschnitt des Rahmens 104 besteht.

An dem Anschlag 118 ist ein Adapter 120 befestigt, welcher zwei Indikatoren 122 aufweist. Die Indikatoren 122 sind als vertikal in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Störflächen 124 ausgebildet und bilden mit einem sich zwischen ihnen erstreckenden Abweiser 126 und einem als Schale ausgebildeten Befestigungsabschnitt 128 eine Einheit, die durch Spritzgießen herstellbar ist. Der Befestigungsabschnitt 128, der den Anschlag teilweise umschließt, kann mit dem Anschlag als Rast- oder Klemmverbindung ausgebildet sein. In einem solchen Fall dient ein zentral angeordneter Haltegurt 130, welcher einen Druckknopf 132 aufweist, lediglich als Sicherung. Es ist allerdings auch möglich, den Adapter ohne Rast- und/oder Klemmverbindung nur mit einem oder mehreren Haltegurten 130 an dem Anschlag 118 zu befestigen.

Ist es nun beabsichtigt, mit einem Fahrzeug, an dem ein wie oben beschrieben ausgebildeter Heckklappenträger 102 befestigt ist, in eine Waschanlage zu fahren, montiert der Fahrer den Adapter 120. In der Waschanlage unterbrechen dann die Indikatoren 122 die Lichtschranke oder mehrere Lichtschranken, so daß die Bürsten nicht in einen Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen entstehen können. Der Abweiser 126 verhindert darüber hinaus, daß sich Bürstenabschnitte oder Waschlappen mit dem Heckklappenträger verhaken können, wobei insbesondere ein Umschlingen des Anschlages 118 verhindert wird.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug, mit einem Rahmen (104) sowie mit Befestigungsmittel (112) zur Befestigung des Rahmens (104) gegenüber einer Heckklappe oder einer Dachfläche eines Kraftfahrzeuges, wobei Lasten an dem Rahmen (104) mittelbar oder unmittelbar festlegbar sind, gekennzeichnet durch mindestens einen auf die Steuerungssensoren einer Waschanlage wirkenden Indikator (122), durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte einer Waschanlage in eine Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen der Bürsten bzw. anderen Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung entstehen können.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Indikator (122) eine Störfläche (124) ist, die den Strahlengang eines Steuerungssensors der Waschanlage, insbesondere einer Lichtschranke unterbricht.
  3. Vorrichtung, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Abweiser (126), durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte oder Teile von diesen sich an der Vorrichtung verhaken.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese als Heckklappenträger (102) ausgeführt ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (102) mit einem umlaufenden Rand versehen ist und mit dazwischen liegenden Sprossen (108) eine Ladefläche (106) definiert.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rahmen (104) in einer Lage oberhalb der Ladefläche (106) ein Anschlag (118) vorgesehen ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rahmen (104) Gurt- oder Spannösen (114, 116) vorgesehen sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Indikator (122) und/oder der Abweiser (126) lösbar an dem Rahmen (104) befestigt sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Indikator (122) und der Abweiser (126) in einem Bauteil, insbesondere einstückig ausgebildet sind.
  10. Adapter für eine Vorrichtung zur externen Befestigung von Lasten an einem Kraftfahrzeug, gekennzeichnet durch mindestens einen auf die Steuerungssensoren einer Waschanlage wirkenden Indikator (122), durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte einer Waschanlage in eine Position gefahren werden, in welcher Beschädigungen der Bürsten bzw. anderen Reinigungsgeräte oder der Vorrichtung entstehen können.
  11. Adapter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Indikator (122) eine Störfläche (124) ist, die den Strahlengang eines Steuerungssensors der Waschanlage, insbesondere einer Lichtschranke unterbricht.
  12. Adapter, insbesondere nach Anspruch 10 oder 11, gekennzeichnet durch einen Abweiser (126) , durch welchen verhindert wird, daß Bürsten und/oder andere Reinigungsgeräte oder Teile von diesen sich an der Vorrichtung verhaken.
  13. Adapter nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Indikator (122) und der Abweiser (126) in einem Bauteil, insbesondere einstückig ausgebildet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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