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Dokumentenidentifikation DE202004001076U1 15.07.2004
Titel Präsentationsanordnung
Anmelder ASEM Industrieberatung und Vermittlung GmbH, 41352 Korschenbroich, DE
Vertreter Bonsmann & Bonsmann Patentanwälte, 41063 Mönchengladbach
DE-Aktenzeichen 202004001076
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.07.2004
Registration date 09.06.2004
Application date from patent application 23.01.2004
IPC-Hauptklasse G09F 23/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Präsentationsanordnung für Einrichtungsgegenstände, insbesondere Badmöbel sowie Badinstallationen wie Duschkabinen, Badewannen oder Whirlpools. Der Begriff "Einrichtungsgegenstände" soll somit auch Installationen wie beispielsweise Whirlpools umfassen, die in der Regel fest in einem Raum installiert werden.

Insbesohdere bei hochpreisigen Badinstallationen wie komfortablen Duschsystemen oder Whirlpools in Verkaufsumfeldern mit großem Warenangebot und hoher Kundenfrequenz (wie beispielsweise Baumärkten) besteht das Problem, die Aufmerksamkeit des Kunden auf das ausgestellte Produkt zu lenken, die Wertigkeit des Produktes zu betonen und gleichzeitig dem Kunden, der sich näher mit dem Produkt beschäftigt, Informationen über Einzelheiten des Produktes zu vermitteln, letzteres insbesondere in einem Umfeld, in dem häufig keine persönliche Erstberatung durch einen Verkäufer erfolgt. Derartige Informationen über Einzelheiten des Produktes können zwar mittels in Ständern bereitgestellten Prospekten zur Verfügung gestellt werden. Die entsprechenden Prospektständer müssen jedoch regelmäßig aufgefüllt werden und es muss vermieden werden, dass herausgenommene Prospekte herumliegen, was den optischen Gesamteindruck stören würde. Alternativ können Informationen z.B. über Ausstattung und Vorteile eines Whirlpools beispielsweise mittels eines Aufklebers auf dem ausgestellten Musterwhirlpool erläutert werden. Durch derartige Aufkleber wird jedoch die Designwirkung des Produktes beeinträchtigt. Weiterhin zeigt die Erfahrung, dass diese Aufkleber nur begrenzt von den angesprochenen Verkehrskreisen gelesen werden. Auch eine Informationsvermittlung über konventionelle bedruckte Informationstafeln findet vielfach nicht die gewünschte Aufmerksamkeit.

Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zugrunde, eine optisch ansprechende Präsentationsanordnung für Einrichtungsgegenstände der eingangs genannten Art zu schaffen, durch die die Aufmerksamkeit der anzusprechenden Kundenkreise erhöht und durch die die Informationsvermittlung verbessert wird.

Die Lösung der vorgenannten Aufgabe erfolgt durch eine Präsentationsanordnung mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Im Rahmen der Erfindung sind ein oder mehrere den Einrichtungsgegenständen zugeordnete Lichtleiterplatten vorgesehen, die von Lichtquellen seitlich beleuchtet werden und auf denen Zeichen bzw. Symbole aufgebracht sind, die das in die Lichtleiterplatte eingekoppelte Licht auskoppeln und hierdurch leuchten. Die Zeichen bzw. Symbole können z.B. produktspezifische Texte bzw. Markendarstellungen enthalten. Die Lichtleiterplatten sind bevorzugt aus transparentem Acrylglas oder einem vergleichbaren Material (wie z.B. Glas) hergestellt, wobei auch die Verwendung von Milchglas möglich ist. Die Zeichen und Symbole können entweder durch eine auf die Oberfläche aufgebrachte sog. Lichtauskopplungsfolie oder durch eine mittels Siebdruck aufgebrachte Lackschicht realisiert werden. Weiterhin kann die Lichtleiterplatte an den gewünschten Stellen aufgerauht werden.

Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, dass Lichtquellen mit wenigstens zwei Farben vorhanden sind, deren Intensität über bestimmte Zeitabstände durch ein Steuergerät variiert wird. Dadurch ergibt sich ein sich kontinuierlich ändernder Farbverlauf, der die Aufmerksamkeit des Kunden auf die entsprechende Beschriftung lenkt. Vorzugsweise erfolgt die Änderung der Lichtintensität relativ langsam und kontinuierlich, so dass hierdurch die Lesbarkeit der Information nicht beeinträchtigt wird und insgesamt ein ruhiger optischer Gesamteindruck entsteht. Beispielsweise können die Zeiten für die Änderung zwischen zwei Grundfarben in der Größenordnung von 10 s liegen. Durch die Neugier, welche Farbe als nächste auftritt, wird der Betrachter zu einer längeren Beobachtung der Präsentationsanordnung sowie der auf den Lichtleiterplatten enthaltenen Informationen motiviert.

Bevorzugt wird die Beleuchtung der Lichtleiterplatten durch seitlich angeordnete Reihen von Leuchtdioden realisiert, wobei immer ein Tripel von Leuchtdioden in den Farben Rot, Grün und Blau relativ eng nebeneinander angeordnet ist. Nach den Gesetzen der additiven Farbmischung können durch Änderung der Leuchtintensität der einzelnen Leuchtdioden sämtliche Farben des RGB-Farbraumes erzeugt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind nicht nur Lichtleiterplatten, sondern auch zusätzliche Leuchtelemente vorgesehen, die ebenfalls farbige Lichtquellen (bevorzugt Leuchtdioden) aufweisen. Diese Leuchtelemente können beispielsweise als Kappen auf pfostenähnlichen Bauelementen ausgebildet sein und insgesamt eine Art "Leuchtturmwirkung" aufweisen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Präsentationsanordnung;

2 ein beispielhaftes Zeitdiagramm betreffend die Steuerung der verschiedenfarbigen Leuchtdioden, und

3 ein schematischer Schaltplan zur näheren Erläuterung der Erfindung.

In 1 ist eine Präsentationsanordnung dargestellt, bei der beispielhaft zwei Duschkabinen 4, 12 sowie ein Whirlpool 10 präsentiert werden. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die Präsentation von derartigen Gegenständen beschränkt, sondern kann auch zur Präsentation anderer ortsfester Gegenstände eingesetzt werden. Die zu präsentierenden Einrichtungsgegenstände sind mit ihren Rückwänden in ein modulares, aus dem Messebau bekanntes System integriert, bei dem plattenförmige Raumteilerelemente zwischen Pfosten 4, 6 unterschiedlicher Höhe mittels Steckverbindungen verbunden sind. Insgesamt sind den zu präsentierenden Einrichtungsgegenständen drei Lichtleiterplatten 14 bzw. 16 mit Produktinformationen zugeordnet. Die Lichtleiterplatte 16 ist auf der Oberfläche eines plattenförmigen Raumteilerelements 30 angebracht; die Lichtleiterplatten 14 sind oberhalb eines Raumteilerelements 32 angebracht, das gleichzeitig eine Rückwand für den Whirlpool 10 bildet. Ferner sind insgesamt drei giebelartig ausgebildete Schilder 18 vorgesehen, die ebenfalls als Lichtleiterplatten ausgebildet und oberhalb der plattenförmigen Raumteilerelemente angeordnet sind.

Die Lichtleiterplatten 14, 16, 18 sind jeweils aus Acrylglas hergestellt und werden an wenigstens einer Stirnseite von einer mit Leuchtdioden versehenen Leiste (in 1 nicht sichtbar) derart beleuchtet, dass das Licht der Leuchtdioden nicht direkt wahrnehmbar ist, sondern in die Lichtleiterplatten eingekoppelt wird. Die Beschriftungen der Lichtleiterplatten 14, 16, 18 sind mittels lichtauskoppelnder Folien oder Lacken aufgebracht, wobei dies wahlweise auf der Vorder- oder der Rückseite der (bezogen auf die Betrachtungsseite) geschehen kann. Die Farbe des Lackes bzw. der Beschriftungsfolien ist vorzugsweise einheitlich hell gewählt, so dass die Farbe des ausgekoppelten Lichts nicht beeinflusst wird. Die einzelnen Leuchtdiodenleisten weisen jeweils Tripel von roten, grünen und blauen Leuchtdioden auf, die über verdeckt angeordnete Zuleitungen mittels eines zentralen Steuergerätes 22 (3) angesteuert werden. Weiterhin sind an der Spitze der höheren Pfosten 8 kappenartige Leuchtelemente 20 vorgesehen, bei denen unterhalb der opaquen Kappe ein oder mehrere RGB-Leuchtdiodentripel vorgesehen sind, die ebenfalls von dem zentralen Steuergerät synchron zu den Lichtleiterplatten 14, 16, 18 angesteuert werden. Die Leuchtelemente 20 haben eine Art Leuchtturmwirkung" und sind schon aus größerer Entfernung sichtbar.

Die einzelnen Leuchtdioden der Leuchtdiodenleisten werden gemäß 3, in der beispielhaft lediglich zwei Leuchtdiodentripel 24 dargestellt sind, über eine Zeitsteuerung 26 und eine Treiberstufe 28, durch die variable Versorgungsspannungen für den roten, grünen und blauen Leuchtdiodenstrang (R, G, B) erzeugt werden, versorgt, wobei die Leuchtdioden 24 einer Lichtfarbe (in 3 jeweils mit Vorwiderständen dargestellt) jeweils parallel geschaltet sind.

Ein möglicher zeitlicher Verlauf der Leuchtdiodenansteuerung ist in dem Diagramm von 2 dargestellt, wobei die Angabe "100" jeweils der maximalen Lichtstärke der jeweiligen Leuchtdiodenfarbe entspricht. Im Einzelnen wird ausgehend von 100 % Rotanteil (0 s) zunächst der Grünanteil linear erhöht, bis nach 10 s die Lichtfarbe vollständig zu gelb (Mischung rot und grün) gewechselt hat. Daraufhin wird der Rotanteil kontinuierlich auf 0 % reduziert, so dass dann nach 20 s nur noch grünes Licht vorhanden ist usw.. Der entsprechende zeitliche Ablauf wird periodisch wiederholt. Dabei ist bevorzugt stets zumindest eine Leuchtdiodenfarbe aktiviert, so dass die dargestellte Information immer sichtbar bleibt. Zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass bei Erreichen bestimmter Grundfarben eine Verzögerung eingelegt wird. Weiterhin ist auch möglich, dass der Lichtmusterverlauf durch einen Zufallsgenerator beeinflusst wird.

Die auf niedriger Höhe angeordneten Lichtleiterplatten 14 sind auch von der Rückseite aus sichtbar und wirken gleichzeitig als Raumteiler. Obwohl die Schrift von der Rückseite her spiegelbildlich wahrgenommen wird und daher von dieser Seite aus schlecht lesbar ist, werden die angesprochenen Verkehrskreise hierdurch verstärkt dazu veranlasst, auf die andere Seite zu gehen und die Informationen zu lesen. Alternativ kann sich an die Rückseite auch ein weiterer Einrichtungsgegenstand – wie z.B. ein zweites Whirlpoolmodell – anschließen. Die Lichtleiterplatten können in diesem Falle so beschriftet sein, dass derjenige Teil der Informationen, der dem Einrichtungsgegenstand auf einer Seite zugeordnet ist, auf dieser Seite lesbar – d.h. nicht in Spiegelschrift – erscheint.


Anspruch[de]
  1. Präsentationsanordnung für Einrichtungsgegenstände (4, 10, 12) , insbesondere Badmöbel sowie Badinstallationen wie Duschkabinen (4, 12), Badewannen oder Whirlpools, (10) dadurch gekennzeichnet, dass den zu präsentierenden Einrichtungsgegenständen wenigstens eine, im Wesentlichen vertikal in einem Sichtbereich des Betrachters der Präsentationsanordnung angeordnete Lichtleiterplatte (14, 16, 18) zugeordnet ist, in welche mittels einer Mehrzahl seitlich der Lichtleiterplatte angeordneter Lichtquellen (24) Licht eingekoppelt wird, wobei wenigstens zwei Lichtquellen mit unterschiedlicher Lichtfarbe vorgesehen sind; dass auf der Oberfläche der Lichtleiterplatte (14, 16, 18) lichtauskoppelnde Zeichen bzw. Symbole aufgebracht sind, und dass ein Steuergerät (22) vorgesehen ist, welches die Lichtstärke der Lichtquellen mit unterschiedlichen Lichtfarben in vorgegebenen Zeitabschnitten verändert.
  2. Präsentationsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (22) die Lichtstärke der einzelnen Lichtquellen (24) mit unterschiedlichen Lichtfarben kontinuierlich derart verändert, dass sich jeweils ein allmählicher Farbwechsel der Zeichen bzw. Symbole auf der Lichtleiterplatte zwischen vorgegebenen Grundfarben ergibt.
  3. Präsentationsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (22) derart ausgebildet ist, dass die Dauer eines kompletten Farbwechsels zwischen zwei Grundfarben etwa 10 s oder mehr beträgt.
  4. Präsentationsanordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (24) als Leuchtdioden mit den Lichtfarben rot, grün und blau ausgebildet sind.
  5. Präsentationsanordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Einrichtungsgegenständen (4, 10,12) wenigstens eine zusätzliche Leuchte (20) zugeordnet ist, deren Licht durch Farbmischung aus mehreren verschiedenenfarbigen Einzellichtquellen gebildet ist, wobei die Lichtfarbe der wenigstens einen zusätzlichen Leuchte (20) durch das Steuergerät (22) synchron mit der in die wenigstens eine Lichtleiterplatte (14, 16, 18) eingekoppelten Lichtfarbe gesteuert wird.
  6. Präsentationsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zusätzliche Leuchte (20) als leuchtende Kappe an der Spitze eines pfostenartigen Elementes (8) ausgebildet ist.
  7. Präsentationsanordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleiterplatten (14) derart angeordnet sind, dass diese für den Betrachter sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite her einsehbar sind.
  8. Präsentationsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleiterplatten (14) Bestandteil eines Raumteilers sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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