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Dokumentenidentifikation DE10297157T5 22.07.2004
Titel Sicherheitsvorrichtung für Wartung von Aufzugsystemen vom Dach der Kabine aus
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder Malone, Thomas F., Avon, Conn., US;
Isaman, Robert, Hong Kong, CN
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 10297157
Vertragsstaaten CN, DE, JP
WO-Anmeldetag 20.08.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/US02/26656
WO-Veröffentlichungsnummer 0003018459
WO-Veröffentlichungsdatum 06.03.2003
Date of publication of WO application in German translation 22.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse B66B 5/28

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Diese Erfindung betrifft allgemein ein Traktionsaufzugsystem und insbesondere eine Vorrichtung zum Schützen von Wartungspersonal, welches auf dem Dach einer Aufzugkabine arbeitet.

Hintergrund der Erfindung

Wie aus dem Stand der Technik bekannt, werden viele der Wartungsarbeiten an Aufzügen von dem Dach der Aufzugkabine aus durchgeführt. Dazu ist eine Inspektionsbox auf dem Dach der Kabine angebracht, welche Steuerungen hat, welche einem auf dem Kabinendach befindlichen Wartungsarbeiter ermöglichen, den Aufzug bei geringer Geschwindigkeit zu betreiben. Es werden immer mehr Traktionsaufzugsysteme gebaut, bei denen die meisten der mechanischen Komponenten, die herkömmlich in dem Maschinenraum aufgenommen waren, sich nun in dem Aufzugschacht befinden. Das obere Ende des Aufzugschachts ist durch eine Decke abgeschlossen, die wenig lichte Höhe zwischen dem Aufzugkabinendach und der Decke lässt, wenn sich die Kabine in dem obersten Stockwerkflur befindet. Dementsprechend kann ein auf dem Dach der Aufzugkabine befindlicher Wartungsarbeiter die Kabine mittels der Inspektionsboxsteuerungen extrem nahe zu dem oberen Bereich des Aufzugschachts laufen lassen. Dementsprechend kann ein Wartungsarbeiter auf dem Dach der Kabine zwischen dem Kabinendach und der in dem oberen Bereich des Aufzugschachts befindlichen Struktur eingeschlossen werden.

Weil eine konstante Gefahr besteht, dass eine auf dem Dach arbeitende Person von der Kabine in den Aufzugschacht fallen könnte, ist es auch manchmal vorgeschrieben, dass Wartungsarbeiter Sicherheitsgeschirre während der Arbeit auf dem Dach der Kabine tragen, wenn effektive Kabinendach-Absturzsicherungen nicht zur Verfügung stehen. Jedes Geschirr ist mit einer Leine ausgestattet, die dem Arbeiter ermöglicht, sich frei auf dem Dachoberseitenbereich zu bewegen. Diese Leinen sind relativ lang und sind typischerweise an dem Querträger des Heberahmens, der sich quer über das Dach der Kabine in einer geringfügig höheren Höhe als die Dachoberseite erstreckt, angebunden. Auf jeden Fall wird der Leine ziemlich viel Durchhang gegeben, welcher dem Arbeiter in den Weg kommen kann und welcher den Arbeiter eine gewisse Strecke fallen lässt, bevor die Leiner den Fall des Arbeiters auffängt. Dementsprechend besteht ein Bedarf dafür, den Durchhang der Leine zu reduzieren, ohne die Möglichkeit des Arbeiters, sich im Bereich der Kabinendachoberseite zu bewegen, zu beschränken.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Sicherheit von Aufzügen zu verbessern.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Wartungsarbeiter während der Arbeit auf der Dachoberseite einer Aufzugkabine besser zu schützen.

Diese und weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch eine Vorrichtung zum Schützen eines Arbeiters während des Durchführens von Wartungsarbeiten auf der Dachoberseite eines Aufzugs, der in einem Aufzugschacht angebracht ist, erreicht. Ein Holm, eine Säule oder eine andere Strebe ist an der Aufzugkabine angebracht und vorzugsweise derart positionierbar, dass es um eine bestimmte Strecke von der Kabine nach oben ragt.

Ein Merkmal einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, einen adäquaten Überkopfraum für einen Arbeiter zu erhalten, während er oder sie sich auf der Dachoberseite einer Aufzugkabine befindet.

Ein bevorzugtes Merkmal dieser Ausführungsform der Erfindung ist, die Aufwärtsfunktion der Inspektionsbox-Steuerungsschaltungsanordnung des Aufzugs zu deaktivieren bis zu einem Zeitpunkt, zu dem Vorsorgemaßnahmen durchgeführt sind, um zu verhindern, dass ein Arbeiter auf dem Dach der Aufzugkabine zwischen der Kabine und der in dem oberen Bereich des Aufzugschachts befindlichen Struktur eingeschlossen wird.

Diese und weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in einer Ausführungsform erreicht, bei der ein Aufzugsystem einen Antriebsmechanismus aufweist, welcher derart angeordnet ist, dass er sich bei einer vorbestimmten Belastung entkoppelt oder außer Eingriff kommt. Die Strebe ist in der Lage, einer Druckbelastung zu widerstehen, die höher ist als die Auslösebelastung des Antriebsmechanismus, wodurch der Antriebsmechanismus sich in dem Fall entkoppeln wird, dass eine sich nach oben bewegende Kabine die Strebe in Kontakt mit einer Überkopfstruktur in dem Aufzugschacht hebt.

In einer weiteren Ausführungsform kann ein von dem Arbeiter getragenes Körpergeschirr an einem erhobenen Bereich des Holmes oder der Säule mittels einer Leine befestigt werden. Vorzugsweise sieht die Leine genügend Durchhang vor, um dem Arbeiter zu ermöglichen, sich frei auf der Dachoberseite zu bewegen, und ist trotzdem kurz genug, um die Strecke zu begrenzen, die sich der Arbeiter in dem Fall, dass der Arbeiter von der Dachoberseite in den Aufzugschacht fällt, bewegen wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Für ein besseres Verständnis dieser und anderer Aufgaben und Merkmale der Erfindung wird Bezug genommen auf die nachfolgende, detaillierte Beschreibung der Erfindung, welche in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen zu lesen ist, wobei:

1 eine perspektivische Ansicht ist, welche ein Traktionsaufzugsystem zeigt, welches die Lehre der vorliegenden Erfindung ausführt; und

2 eine teilweise vergrößerte Frontansicht ist, welche eine Ausführungsform der Sicherheitsvorrichtung der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;

3 eine zu 2 ähnliche Ansicht ist, welche eine weitere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.

Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung

Anfänglich bezugnehmend auf 1 ist ein im allgemeinen mit 10 bezeichnetes Aufzugsystem vom Traktionstyp veranschaulicht, welches die Lehren einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ausführt. Obwohl die vorliegende Erfindung unter spezifischer Bezugnahme auf ein Aufzugsystem vom Traktionstyp beschrieben wird, sollte es aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich werden, dass die Erfindung in Verbindung mit jedem Typ von Aufzugsystemen verwendet werden kann. Das System 10 umfasst eine Aufzugkabine 12 wohl bekannten Aufbaus, die innerhalb eines Heberahmens 13 gehängt ist. Die Seitenelemente 14 des Rahmens enthalten mit Rollen 15 ausgestattete Führungsmechanismen, welche derart angeordnet sind, dass sie entlang entgegengesetzter Führungsschienen (nicht gezeigt), die sich vertikal entlang der Länge des Aufzugschachts erstrecken, laufen.

Der Heberahmen weist einen Querträger 17 auf, der horizontal quer über das Dach der Kabine zwischen den Seitenelementen des Rahmens verläuft. Hebeseile 18 sind an dem Querträger angebracht, und die Seile verlaufen über eine Antriebsseilscheibe 20 und eine Ablenkseilscheibe 21, welche beide in dem Aufzugschacht nahe der Aufzugschachtdecke 23 angebracht sind. Die gegenüber liegenden Enden der Hebeseile sind an einer Gegengewichtsanordnung 25 befestigt, welche wie der Aufzugheberahmen derart angeordnet ist, entlang vertikal angeordneter, innerhalb des Aufzugschachts befindlicher Führungsschienen (nicht gezeigt) zu laufen. Der Begriff Hebeseil, wie er hierin benutzt wird, bezieht sich auf jedes geeignete, flexible Kabel oder jeden Gurt, wie er in der Technik bekannt ist und genutzt wird, der geeignet ist zum Heben eines Aufzugs innerhalb eines Aufzugschachts.

Die Bewegung der Kabine wird durch Reibung zwischen den Hebeseilen und der Traktions-Antriebsseilscheibe 20 erreicht. Die Hebeseile verlaufen über die Antriebsseilscheibe, und ein Ende jedes Seils ist an der Gegengewichtsanordnung befestigt. Dementsprechend sind die Seile an beiden Seiten der Antriebsseilscheibe unter Zug gesetzt, um die nötige Antriebsreibung zu entwickeln, um die Aufzugkabine zu heben. Wie zu sehen ist, gewährleistet die Gegengewichtsanordnung, dass ausreichend Zug an einer Seite der Seilscheibe entwickelt wird. Das Gewicht der Kabine sorgt für den nötigen, entgegengesetzten Zug. Ein inhärentes Sicherheitsmerkmal ist, dass Traktion in dem Fall, dass das Zug-Differenzial an dem Seil ein vorgegebenes Limit überschreitet, verloren geht.

Eine Inspektionsbox 30 ist auf dem Querträger 17 des Heberahmens angebracht. Die Box ist zu der Kabinensteuerung verbunden und ermöglicht einem auf dem Dach der Kabine befindlichen Mechaniker 32, den Betrieb der Kabine von dem Dach aus zu steuern. Die Inspektionsbox ermöglicht dem Mechaniker, den Aufzug bei sehr geringer Geschwindigkeit zu bewegen, während er oder sie den Betrieb verschiedener Aufzugsystemkomponenten prüft. Dementsprechend existiert gegenwärtig die Möglichkeit, dass im Falle eines Versagens der Inspektionsbox oder eines Sicherheitsvorrichtungsausfalls die Kabine an dem obersten Stockwerkflur vorbeiläuft und sich einer Struktur im oberen Bereich des Aufzugschachts nähert oder diesen kontaktiert, während ein Arbeiter sich auf dem Kabinendach befindet. Es soll ferner angemerkt werden, dass sich immer mehr Ausrüstung in dem oberen Teil des Aufzugschachts befindet, um Raum zu sparen, was den über der Kabine zur Verfügung stehenden Raum weiter reduziert.

Unter weiterer Bezugnahme auf 2 ist die vorliegende Erfindung mit einer quadratisch geformten, hohlen Hülse 40 vorgesehen, welche an dem Querträger 17 in einer vertikalen oder aufrechten Position geschweißt oder anderweitig verbunden ist. Die Hülse weist ein Paar gegenüberliegender Seitenwände 41 und ein Paar gegenüberliegender Endwände 42 auf. Wie in 1 gezeigt, erstrecken sich die Seitenwände bis zu einer höheren Höhe als die zwei Endwände, um einen Ausschnitt in dem oberen Teil der Hülse zu bilden. Ein horizontal angeordneter Schwenkzapfen 44 erstreckt sich über den Ausschnittbereich und ist im oberen Bereich jeder Seitenwand befestigt.

Eine längliche, quadratisch geformte, hohle Säule 47 ist drehbar an dem Schwenkzapfen angebracht. In dieser Anordnung ist der Zapfen derart angeordnet, dass er durch gegenüberliegende, längliche, geschlitzte Löcher 50 verläuft, welche in den Seitenwänden 48 der Säule so ausgebildet sind, dass die Säule zwischen einer abgesenkten Position, wie diese mit gestrichelter Linie in 2 veranschaulicht ist, und einer aufrechten Position in axialer Ausrichtung mit der Hülse rotiert werden kann. Die Säule kann, wenn sie in eine vertikale, aufrechte Position angeordnet ist, verschiebbar in der Hülse aufgenommen werden. Die Säule und die Hülse sind größenmäßig derart ausgelegt, dass sich eine enge, gleitende Passung zwischen Wänden der Säule in der Hülse ergibt. Die axiale Länge der geschlitzten Löcher 50 ist ausreichend lang, um der Säule zu ermöglichen, den Boden in der Hülse zu erreichen. Vorzugsweise ist die axiale Länge der Säule, wenn sie aufgestellt ist, so ausreichend, dass sie sich nach oben bis zu einer Höhe erstreckt, die wenigstens geringfügig höher als die Schulterhöhe eines durchschnittlichen Arbeiters ist, wenn er auf dem Dach der Kabine steht (etwa 5 Fuß (etwa 1,5 m) oder mehr) und ist vorzugsweise geringfügig höher als die Höhe der meisten Arbeiter, die auf dem Dach der Kabine stehen werden. Wenn keine Wartung an der Kabine durchgeführt wird, wird die Säule aus dem Weg in die abgesenkte Position bewegt.

Die Säule und die Hülse sind derart ausgelegt, dass die aufgestellte Säule einer Druckbelastung ohne Verziehen widerstehen kann, die wesentlich größer ist als die Schlupfbelastung des Aufzugsystems, d.h. die Belastung, bei der das Seil an der Antriebsseilscheibe durchrutscht. Wenn die Kabine sich der Deckenstruktur des Aufzugschachts mit einem sich auf dem Dach der Kabine befindlichen Wartungsarbeiter nähert, wird die aufgestellte Säule in diesem Fall auf die Aufzugschacht-Deckenstruktur auftreffen und die Aufwärtsbewegung der Kabine stoppen. Die Belastung an dem Aufzugseil an der Kabinenseite wird schnell einen Punkt übersteigen, an dem das Seil bezüglich der Antriebsseilscheibe durchrutscht und schützt demnach das Seil oder die Antriebsmaschine (nicht gezeigt) davor, eine übermäßige Belastung zu ertragen.

Die Säule 47 und die Hülse 40 sind vorzugsweise aus kohlenstoffarmem Baustahl gebildet. Andere Eisenlegierungen, wie andere Typen von Stahl, und andere Materialien wie leichte Legierungen, Polymere und Verbundmaterialien, welche ausreichende Druckfestigkeitseigenschaften aufweisen, können eingesetzt werden. Ferner können, obwohl die Säule 47 und die Hülse 40 als mit quadratischem Querschnitt gezeigt wurden, alle geeigneten Formen eingesetzt werden, solange die Hülse 40 die Säule 47 aufrecht halten kann und die Säule 47 einer ausreichenden Druckbelastung ohne Verziehen standhalten kann. Beispielsweise kann die Säule 47 ein Strukturrohr oder ein I-Holm sein, ohne die Form der Hülse 40 wesentlich zu ändern.

Ein Sensorschalter 57 kann an der Basis der Hülse angebracht sein, wo er durch die Säule betätigt wird, wenn diese in der Hülse zum Boden geführt wird. Der Schalter kann in die Inspektionsbox-Schaltungsanordnung verkabelt sein und derart angeordnet sein, dass ein Inspektionsbetrieb in einer Richtung nach oben (oder in beiden Richtungen, falls erwünscht) bis zu einem Zeitpunkt verhindert wird, zu dem die Säule vollständig in die Hülse eingesetzt ist. Der Schalter kann auch verwendet werden, um einen normalen Aufzugbetrieb zu deaktivieren, wenn die Säule aufrecht ist, insbesondere wenn die Säule ansonsten in Überkopfstrukturen während des normalen Betriebs der Kabine gehoben werden könnte.

Mit Bezug auf 3 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Hier ist die Säule ein I-Holm 60, der mit einer nachgiebigen Basisplatte 61 verbunden ist, die an dem Querträger 17 durch Schweißungen, Bolzen, Schrauben oder anderen geeigneten Befestigern befestigt ist. Der I-Holm ist vorzugsweise zu der Basisplatte durch ein Gelenk 62 verbunden, welches dem Holm ermöglicht, zwischen einer vertikalen Position, wie veranschaulicht, und einer gelagerten, horizontalen Position gedreht zu werden. Ein Verriegelmechanismus 65 kann eingesetzt werden, um den Holm in einer aufrechten Position zu sichern. Der Verriegelmechanismus kann einen Überwurf 66 aufweisen, welcher derart ausgelegt ist, dass er über eine U-förmige Krampe 67, die an der Basisplatte befestigt ist, verläuft, wenn der Holm in eine aufrechte Position gebracht ist. Ein Zapfen 68 wird durch die Krampe 67 hindurchgeführt, um den Holm in einer aufrechten Position zu arretieren.

In dieser Ausführungsform ist es bevorzugt, dass die Säule ein I-Holm 60 ist, der aus Stahl gebildet ist. Wie in der vorangehenden Ausführungsform können andere geeignete Formen und Materialien eingesetzt werden.

Ein Schalter 70, der wahrnimmt, wenn der Holm in einer gelagerten Position ist, kann auf dem Querträger 17 angebracht sein. Der Schalter kann zu der Inspektionsbox-Steuerungsschaltungsanordnung verkabelt sein und dient dazu, die Auf- (oder Auf-und-Ab-) Funktionskontrolle jedes Mal, wenn der Holm in einer gelagerten Position ist, zu deaktivieren und/oder einen normalen Betrieb zu deaktivieren, wenn der Holm nicht gelagert ist.

Wiederum 2 betrachtend ist die Säule in einer vertikalen oder aufrechten Position in die Hülse gesetzt veranschaulicht. Ein Geschirr 70 des Typs, welcher durch einen an hohen Orten arbeitenden Arbeiter getragen wird, kann an einem erhöhten Bereich der Säule durch eine Leine 73 angebracht werden. Ein Augbolzen 74 ist an der gewünschten Höhe vorgesehen und ist durch eine Mutter 75 sicher an der Säule gehalten. Das distale Ende der Leine kann an den Augbolzen 74 gekoppelt werden. Obwohl in dieser Ausführungsform der Erfindung ein einzelner Augbolzen veranschaulicht ist, kann jede aus dem Stand der Technik bekannte und eingesetzte Verbindungsvorrichtung (wie z.B. eine Öse nahe einer Kante der Säule oder ein U-Bolzen, Schäkel oder U-förmiger Zughaken) verwendet werden, um die Leine an dem oberen Teil der Säule zu befestigen. Ferner können mehrere Befestigungspunkte vorgesehen sein, um sich an verschieden große Arbeiter anzupassen. Es sollte ferner dem mit dem Stand der Technik vertrauten Fachmann ersichtlich sein, dass ein Ganzkörpergeschirr ebenfalls eingesetzt werden kann, ohne von der Lehre der Erfindung abzuweichen.

Praktisch wird eine Säule mit einer Länge von etwa 5 bis etwa 6 Fuß (etwa 1,5 bis etwa 1,8 m) vorzugsweise in der Praxis der vorliegenden Erfindung eingesetzt. Wenn sie in der Hülse aufgestellt ist, wird das distale Ende der Leine in einer Höhe angebracht, die geringfügig oberhalb der durchschnittlichen Schulter eines Arbeiters ist. Die Länge der Leine ist derart, dass die Leine in der Höhe gehalten ist, was dem Arbeiter ermöglicht, sich frei auf der Dachoberseite der Kabine zu bewegen, während sie wenig Durchhang bereitstellt in dem Fall, dass der Arbeiter von dem Dach in den Aufzugschacht fällt.

Es soll angemerkt werden, dass die Säule entweder als Strebe dienen kann, um ein Überfahren der Kabine nach oben in die Aufzugschachtdecke zu verhindern oder um einen erhöhten Befestigungspunkt für ein Sicherheitsgeschirr vorzusehen oder beides. Wenn die Säule nur dahingehend wirkt, einen erhöhten Befestigungspunkt vorzusehen, dann muss die Säulen- und Hülsenanordnung nicht notwendigerweise stark genug sein, um die Aufwärtsbewegung der Kabine zu stoppen, sollte aber der erwarteten Belastung eines fallenden Arbeiters widerstehen und sollte vorzugsweise derart ausgelegt sein, dass sie mit Vorschriftsanforderungen hinsichtlich der Konstruktionsfestigkeit von Fallschutzverankerungen übereinstimmt (z.B. fordern derzeit OSHA-Vorschriften ein Halten von 5000 lb. (1866,2 kg) statischer Belastung).

Während die vorliegende Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf die bevorzugte Ausführungsform wie in der Zeichnung veranschaulicht, gezeigt und beschrieben wurde, versteht der mit dem Stand der Technik vertraute Fachmann, dass verschiedene Änderungen in Einzelheiten daran ausgeführt werden können, ohne vom Umfang der Erfindung, welcher durch die Ansprüche definiert ist, abzuweichen. Zum Beispiel können, wie angemerkt, Designvariationen an der Säule die Querschnittsform einschließen (Konstruktionsröhre, Holme mit offenem Querschnitt, etc.). Ferner können alternierende Querträgerbefestigungsverfahren eingesetzt werden. Alternativ kann die Säule an einer anderen Stelle an dem Heberahmen angebracht sein. Es kann auch eine Kontaktplatte (nicht gezeigt) im oberen Bereich des Aufzugschachts an einer Stelle vorgesehen sein, an der die Säule auftreffen würde, oder ein elastischer Aufbau oder eine Vorrichtung könnten eingesetzt werden, um die anfängliche Schockbelastung der die Aufzugschacht-Überkopfstruktur kontaktierenden Säule zu absorbieren. Da die Inspektionsgeschwindigkeit auf 0,75 m/s oder weniger nach A17-Code in den USA begrenzt ist, müsste ein Hub einer Energieaufnahmevorrichtung, wenn sie in den USA eingesetzt würde, nur etwa 65 mm betragen. Ferner können andere aufrechte Strebenstrukturen wie ein A-Rahmen oder dergleichen statt einer vertikalen Säule eingesetzt werden.

Die vorliegende Erfindung wurde im Zusammenhang mit Traktionsaufzugsystemen diskutiert, bei denen eine Wartung und/oder Inspektion von der Kabinenoberseite üblich sind. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung in anderen Systemen eingesetzt werden kann, wie z.B. einem hydraulischen Aufzugsystem mit einem Druckablassventil an dem Haupthebekolben. Bei einem solchen System würde ein Strebenmechanismus einer ausreichenden Druckbelastung widerstehen, um das Druckablassventil auszulösen und die Aufwärtsbewegung der Kabine zu stoppen. Obwohl sie am nützlichsten ist mit einem Aufzugsystem mit geringem Überkopfraum, braucht die Säule, wenn ausreichend Überkopfraum in dem Aufzugsystem zur Verfügung steht, nicht in eine abgesenkte Position bewegbar sein.

Zusammenfassung

Vorrichtung zum Schützen eines Arbeiters, welche auf dem Dach einer Traktionsaufzugkabine angebracht ist. Eine vertikale Säule ist am Dachoberseitenbereich der Kabine befestigt. In einer Ausführungsform ist die Säule in der Lage, einer Druckbelastung zu widerstehen, die größer ist als die Entkopplungsbelastung des Antriebsmechanismus der Kabine. In einer anderen Ausführungsform ist ein Geschirr nahe dem oberen Bereich der Säule durch eine Leine befestigt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Schützen eines Arbeiters, der Wartungsarbeiten von einem Dach einer Aufzugkabine in einem Aufzugschacht aus durchführt, aufweisend: eine aufrechte, an der Aufzugkabine angebrachte Strebe, welche sich oberhalb des Dachs der Aufzugkabine erstreckt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner aufweisend einen Kabinenantriebsmechanismus, der sich bei einer vorbestimmten Belastung entkoppelt, wobei die Strebe in der Lage ist, einer Druckbelastung, die größer als die vorbestimmte Belastung ist, zu widerstehen, wodurch die Strebe, wenn eine Aufwärtsbewegung der Aufzugkabine die Strebe in Kontakt mit einer darüber angeordneten Struktur in dem Aufzugschacht bewegt, eine weitere Aufwärtsbewegung der Aufzugkabine verhindert und bewirkt, dass sich der Antriebsmechanismus entkoppelt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei der Antriebsmechanismus ein Hebeseil, durch welches die Aufzugkabine aufgehängt ist, und eine Traktionsseilscheibe zum Zusammenwirken mit dem Seil und zum Antreiben des Seils aufweist, wobei das Seil an der Seilscheibe bei der vorbestimmten Belastung durchrutscht.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Strebe eine Struktursäule ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Strebe zwischen einer aufrechten Position und einer abgesenkten Position bewegbar ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Vorrichtung ferner eine vertikal angeordnete, oben an der Kabine angebrachte Hülse zum verschiebbaren Halten der Säule in einer aufrechten Position aufweist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Kabine innerhalb eines bewegbaren Heberahmens angebracht ist, wobei der Heberahmen einen Querträger hat, der oberhalb des Dachs der Kabine angeordnet ist, und wobei die Hülse an dem Querträger befestigt ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Hülse und die Säule rechteckige Röhren mit gegenüber liegenden Seitenwänden und Endwänden sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die gegenüber liegenden Seitenwände der Hülse sich nach oben oberhalb der gegenüber liegenden Endwände erstrecken, um zwei gegenüber liegende Ausschnitte in dem oberen Bereich der Säule zu bilden.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, ferner aufweisend einen horizontal angeordneten Schwenkzapfen, der sich zwischen den nach oben ragenden Bereichen der Hülsenseitenwände erstreckt, wobei der Zapfen durch längliche, geschlitzte Öffnungen, die in den Säulenseitenwänden ausgebildet sind, hindurchgeht, wobei die geschlitzten Öffnungen sich axial entlang dem unteren Bereich der Säule erstrecken, wobei die Säule vertikal innerhalb der Hülse angehoben und in eine horizontale Lagerposition gedreht werden kann.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 5, welche ferner aufweist:

    eine Inspektionsbox, welche oberhalb des Dachs der Aufzugkabine angebracht ist und eine Schaltungseinrichtung zum Steuern der Aufzugkabine während einer Inspektion enthält; und

    einen Schalter, der betätigt wird, wenn die Strebe in der aufrechten Position ist, welcher die Schaltungseinrichtung nur dann, wenn die Strebe in der aufrechten Position ist, befähigt, eine Aufwärtsbewegung der Aufzugkabine während der Inspektion zuzulassen.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Schalter einen normalen Aufzugbetrieb deaktiviert, wenn die Strebe in der aufrechten Position ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Vorrichtung ferner eine Gelenkeinrichtung zum Erlauben eines Drehens der Strebe zwischen der aufrechten Position und der abgesenkten Position aufweist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Vorrichtung ferner einen Verriegelmechanismus zum Verriegeln der Strebe in der aufrechten Position aufweist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 1, welche ferner ein an der Strebe vorgesehenes Kupplungselement zum entfernbaren Anbringen der Leine an der Strebe aufweist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei das Kupplungselement entfernbar an einem obersten Bereich der Strebe befestigt ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei das Kupplungselement wenigstens etwa 5 Fuß (etwa 1,5 m) oberhalb der Oberseite des Dachs der Kabine angeordnet ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei die Strebe zwischen einer aufrechten Position und einer abgesenkten Position bewegbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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