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Dokumentenidentifikation DE202004004635U1 29.07.2004
Titel Untermesser für Längsschneidemaschinen mit Positioniereinrichtung
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202004004635
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.07.2004
Registration date 24.06.2004
Application date from patent application 25.03.2004
IPC-Hauptklasse B26D 5/02
IPC-Nebenklasse B26D 7/26   B26D 1/24   B23D 15/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Untermesser, das büchsenartig, ein- oder mehrschneidig ausgebildet ist und auf einer Untermesserwelle in Längsschneidemaschinen verschiebbar gehalten ist. Hierbei wird die Positioniereinrichtung durch einen Schlitten gebildet, der auf einer Linearachse parallel zur Untermesserwelle über einen steuerbaren Fahrantrieb verschoben wird und einen Ankopplungsgreifer aufweist, um die Untermesser auf der Welle zu verschieben und damit den Abstand der einzelnen Messerschneiden einzustellen. Der Schlitten mit dem Ankopplungsgreifer bildet die sogenannte Positionierlok.

Es sind einschneidige Untermesser, sogenannte Nutmesser und mehrschneidige Untermesser, sogenannte Nutmesserbüchsen bekannt, wobei ein Ankopplungsgreifer das Untermesser zwischen Rückenfläche und Messerschneidkante kraftschlüssig erfasst. Dies ist mit dem Nachteil verbunden, dass bei starker Verschmutzung der Messerschneidkante z.B. durch Kleber diese nicht sauber erfasst wird, wodurch ein Positionierfehler auftritt, da die Schneidkante als Referenzkante benutzt wird. Der Verschmuzungsgrad hat damit direkten Einfluss auf die Positioniertoleranz.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diesen Nachteil zu vermeiden.

Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf dem Grundgedanken, dass der Ankopplungsgreifer nicht die Messerschneidkante erfasst, sondern eine spezielle zusätzliche Greiffläche oder eine Greifkkante bzw. Pseudomesserschneidkannte, die zwar als Schneidkante ausgebildet ist aber nicht zum Schneiden benutzt und dadurch nicht verschmutzt wird.

Die Positionierlok kann hierbei mit einem Sensor versehen werden, der alle Kanten detektiert, wie dies im einzelnen ausführlich in der DE PS 100 23 210 beschrieben ist. Hierbei sind die besonderen Anordnungen der Schneidkanten, Rückenkanten und Greifkanten im Rechnerprogramm eines PC hinterlegt. Die erforderliche "Intelligenz" ist insgesamt im Schnittprogramm des PC programmiert, sodass die zu greifenden Kanten bzw. Flächen einwandfrei erkannt und das Untermesser über die Steuerung des Fahrantriebes der Positionierlok genau positioniert werden kann.

Die Erfindung wird im folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert und zwar zeigt:

1 eine einseitig schneidende Nutmesserbüchse mit rechtwinkligen Rückenkanten und einer zusätzlichen Greifkante/-fläche , sowie den Ankopplungsgreifer,

2 eine zweiseitig schneidende Nutmesserbüchse mit zwei zusätzlichen Greifkanten/-Flächen, sowie den Ankopplungsgreifer,

3 eine einseitig schneidende Nutmesserbüchse mit abgerundeten Rückenkanten und einer Pseudoschneidkante, sowie den Ankopplungsgreifer,

4 ein Nutmesser mit rechtwinkliger Rückenkante und einer Greifkante/-fläche sowie den Ankopplungsgreifer.

In 1 ist eine einseitig schneidende Nutmesserbüchse 1 in geschnittener Seitenansicht ausschnittweise dargestellt. Die Stege 2.1, 2.2 und 2.3 haben je eine Schneidkante 3.1 bis 3.3 und eine Rückenkante/-fläche 4.1 bis 4.3. Der letzte Steg 5 hat schneidseitig ebenfalls eine Rückenkante/-fläche 6.1 und aussenseitig eine Greifkante 6.2 bzw. Greiffläche 6. Die Positionierlok 7 hat mit seinem in Pfeilrichtung nach unten vorgeschobenen Ankopplungsteil 8 und dem daran befestigten Zangenglied 9.1 und dem in Pfeilrichtung nach links vorgeschobenen Zangenglied 9.2 dass Untermesser kraftschlüssig zwischen der Rückenfläche 4 und der Greiffläche 6 gegriffen, um es so zu verschieben und neu zu positionieren.

In 2 ist entsprechend 1 eine zweiseitig schneidende Nutmesserbüchse 1 dargestellt. Die Stege 2.1, 2.2 und 2.3 haben je zwei Schneidkanten. Die Greifstege 5 und 6 zeigen innenseitig je eine Schneidkante und aussenseitig die Greifflächen 9 bzw. 10. Die Zangenglieder 8.1 und 8.2 des vorgeschobenen Ankopplungsteiles 7 haben die Nutmesserbüchse 1 an den Greifflächen 9 und 10 kraftschlüssig gegriffen, um sie so zu verschieben und neu zu positionieren.

In 3 ist entsprechend 1 eine einseitig schneidende Nutinesserbüchse 1 dargestellt. Die Stege 2.1, 2.2 und 2.3 haben je eine Schneidkante 3.1 bis 3.3, während die Rückenkanten abgerundet sind. Der Steg 4 entspricht äusserlich den Schneidstegen 2.1, 2.2 und 2.3. Die Pseudoschneidkante 5 dient hierbei jedoch nur als Greifkante und wird zum Schneiden nicht eingesetzt. Die Zangenglieder 7 und 8 des vorgeschobenen Ankopplungsteiles 9 haben die Nutmesserbüchse 1 an der Greiffläche 6 und der Pseudoschneidkante 5 kraftschlüssig gegriffen, um sie so zu verschieben und neu zu positionieren.

In 4 ist entprechend 1 ein Nutmesser 1 dargestellt mit dem Schneidsteg 2, der eine Rückenkante 3.1 bzw. Rückenfläche 4 und eine Schneidkante 3.2 aufweist sowie einem Greifsteg 3. Die Zangenglieder 5 und 6 des vorgeschobenen Ankopplungsteiles 8 haben das Nutmesser 1 an der Rückenfläche 4 und der Greifffläche 7 kraftschlüssig gegriffen, um es so zu verschieben und neu zu positionieren.

In einer ersten Variante können bei gleichem Nachschliff aller Schneidkanten auch die Greiffläche bzw. Pseudoschneidkante um das gleiche Mass mit zurückgeschliffen werden, sodass ein Korrekturwert im Schneidprogramm nicht eingegeben zu werden braucht.

In einer zweiten Variante brauchen bei gleichem Nachschliff aller Schneidkanten die Greiffläche bzw. Pseudoschneidkante nicht mit zurückgeschliffen werden. In diesem Fall genügt es, das einheitliche Nachschleifmass im Schnittprogramm zu hinterlegen.

In einer dritten Variante brauchen bei ungleichem Nachschliff aller Schneidkanten die Greiffläche bzw. Pseudoschneidkante ebenfalls nicht mit zurückgeschliffen werden, wenn nämlich wie in der DE-PS 100 23 210 beschrieben, die Schneidkanten von einem Sensor detektiert werden, und dies von der intelligenten Programmsteuerung berücksichtigt wird.

Die Pseudoschneidkante hat lediglich aus fertigungtechnischen Gründen das gleiche Aussehen wie eine Schneidkante. In diesem Fall hat dieses Kante eine andere Funktion und der Ankopplungsmechanismus ist daher als ein Verfahren definiert.


Anspruch[de]
  1. Ein- oder mehrschneidige büchsenartige Untermesser, die auf einer Untermesserwelle einer Längsschneidemaschine verschieb- und feststellbar angeordnet sind mit einer Positioniereinrichtung bestehend aus einem auf einer mit Abstand parallel zur Untermesserwelle ausgerichteten Linearführung an einer Linearantriebsachse verfahrbaren Schlitten mit einem Ankopplungsgreifer für die Untermesser und einer Steuereinrichtung für die Einstellung des Messerschneidenabstandes der Untermesser, dadurch gekennzeichnet, dass das Untermesser mit einer zusätzlichen Greifkante bzw. -fläche versehen ist.
  2. Untermesser nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Greifkante rechtwinklig ausgeführt ist und so eine Greifffläche gebildet wird.
  3. Untermesser nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Greifkante als Pseudomesserkante ausgebildet ist und nicht als Schneidkante eingesetzt wird, sodass der Greifmechanismus als ein Verfahren anzusehen ist.
  4. Untermesser nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung mit nur einem Sensor zu Detektierug aller Kanten versehen ist und die Kantengeometrie im Schnittprogramm eines Rechners hinterlegt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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