PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20317040U1 05.08.2004
Titel Einrichtung zum Positionieren von Untermessern in Längsschneidemaschinen
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 20317040
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.08.2004
Registration date 01.07.2004
Application date from patent application 05.11.2003
IPC-Hauptklasse B26D 7/26
IPC-Nebenklasse B26D 5/02   B26D 1/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Positionieren von Untermessern, die büchsenartig, ein- oder mehrschneidig ausgebildet sind und auf einer Untermesserwelle in Längsschneidemaschinen verschiebbar gehalten sind. Hierbei wird die Positioniereinrichtung durch eine Lok gebildet, die auf einer Linearachse parallel zur Untermesserwelle über einen steuerbaren Fahrantrieb verschoben wird und ein Aukopplungselement an die Untermesser aufweist, um den Abstand der einzelnen Messerschneiden einzustellen.

Es sind mehrschneidige Untermesser, sogenannte Nutmesserbüchsen bekannt, die eine spezielle Nut aufweisen, in die ein beweglicher Arm als Ankopplungselement formschlüssig eingreift, um diese auf der Welle zu verschieben. Dies ist mit dem Nachteil verbunden, dass spezielle Nutmesserbüchsen erforderlich sind, die eine mit hohem Aufwand hergestellte Positioniernut aufweisen.

Weiter sind als Ankopplungselemente Nocken bekannt, die zwischen die Nut, d.h. zwischen Schneide und Rücken bei einseitig schneidenden und zwischen die Schneiden bei beidseitig schneidenden Nutmesserbüchsen geschoben werden, um diese zu positioniern. Dies ist mit dein Nachteil verbunden, dass zum einen die Messerschneiden beschädigt werden können und zum anderen sich diese Nocken, da sie relativ weich sind, abnutzen und die Genauigkeit der Positionierung beeinträchtigen.

Weiter sind als Ankopplungselemente Greifer bekannt, die das Nutmesser zwischen Schneide und Rücken kraftschlüssig erfassen. Dies ist mit dein Nachteil verbunden, dass auch hierbei ist die Schneiden beschädigt werden können.

Weiter sind als Ankopplungselemente Greifer bekannt, die das Nutmesser oder die Nutmesserbüchse am Aussendurchmesser kraftschlüssig erfassen. Dies ist mit dem Nachteil eines hohen baulichen Aufwandes verbunden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, standardmässige Nutmesserbüchsen für die Positionierung einzusetzen und die Positionierlok mit einem einfachen Ankopplungselement zu versehen, sodass die obigen Nachteile vermieden werden.

Die Lösung dieser Aufgabe wird dadurch erreicht, dass zwischen jedem Untermesser ein Abstandsring eingefügt ist, sodass nur ein Schiebeelement an der Bundfläche bei Nutmesserbüchsen, bzw. an der Rückenfläche bei Nutmessern, die ohnehin in enger Toleranz zu den Messerschneiden gefertigt ist, zur Anlage gebracht wird, um die Untermesser zu verschieben und damit zu positionieren.

Die Erfindung wird im folgenden anhand zweier Ausführungsbeispiele näher eräutert und zwar zeigt:

1 die Schnittzeichnug einer Anordnung von Nutmesserbüchsen mit Abstandsringen und einer Positionierlok mit Schieber,

2 die Schnittzeichnug einer Anordnung von Nutmessern mit Abstandsringen und einer Positionierlok mit Schieber,

3 die schematische Anordnung von Untermessern in beliebiger Schnittposition mit Abstandsringen und einer Positionierlok mit Schieber in Parkposition,

4 die schematische Anordnung von Untermessern in Stapelposition mit Abstandsringen und einer Positionierlok mit Schieber zu Beginn der Positionierung.

In 1 sind auf einer Welle 1 zwei Nutmesserbüchsen 2.1 und 2.2 aufgeschoben, die durch einen Abstandsring 3.2 voneinander getrennt sind. Der klingen- und kreissegmentförmige Schieber 5 an einer Positionierlok 6 ist auf Positioniertiefe vorgeschoben, um z.B. die Nutmesserbüchse 2.1 gegen seinen Bund 4 in Pfeilrichtung zu verschieben, bis die vom Schnittprogramm ausgewählte z.B. Schneide 7 in die gewünschte Position gelangt. Ein Abstandsring befindet sich sowohl jeweils zwischen den Nutmesserbüchsen, als auch an den jeweiligen Enden 3.1 und 3.3. Die Abstandsringe 3 sind um einen geringen Betrag breiter als der Schieber 5, um ein sicheres Eintauchen zu gewährleisten und können in grober Toleranz aus Aluminium oder Kunststoff gefertigt sein.

In 2 sind auf einer ausschnittweise dargestellten Welle 1 drei Nutmesser 2.1, 2.2 und 2.3 aufgeschoben, die durch Abstandsringe 4.1 und 4.2 voneinander getrennt sind. Am Ende der Rückenfläche 7 des letzten Nutmessers 2.3 befindet sich ein breiterer Abstandsring 6, während sich am Anfang der Schneidkante des ersten Nutmessers 2.1 ein Schiebering 5 befindet. Der Schieber 8 an einer Positionierlok 9 ist auf Positioniertiefe vorgeschoben, um das erste Nutmesser 2.1 mittels Schieberring 5 in Pfeilrichtung zu verschieben, um alle Nutmesser zu einem Stapel zusammen zu schieben. Die Positionierung des letzten Nutmessers 2.3 erfolgt in entgegengesezter Richtung gegen seine Rückenfläche 7, wie mit gestricheltem Schieber dargestellt.

In 3 sind schematisch auf einer Untermesserwelle 1 Nutmesser 2 verschieb- und feststellbar aufgebracht mit jeweils einem Abstandsring 5 dazwischen, sowie einem Schiebering 4 und einem Endring 6. Den Nutmessern ist eine Positionierlok 7 mit Schieber 8 zugeordnet, die mittels eines hier nicht näher dargestellten Fahrantriebes über eine Linearachse 9 verfahrbar und über einen PC verbunden ist, sodass jede Position gemäss einem Schnittprogramm angefahren werden kann. Die Linearachse kann mit einem Massstab versehen sein und die Positionierlok mit einem Laser-Kantensensor und einem Positionsgeber. Im Schnittprogramm sind u.a. alle geometrischen Daten der Untermesser gespeichert, insbesondere auch die Abnutzungszustände der einzelnen Schnittkanten. Das Schnittprogramm wählt je nach Abnutzungsgrad die Schnittkanten aus und gibt die Fahrbefehle an den Fahrantrieb der Positionierlok.

In 4 sind die Nutmesser 2 und Abstandsringe 5 sowie der Schiebering 4 und Endring 6 zu einem Stapel zusammengeschoben. Der weitere Aufbau entspricht dem der 3.

Die Positionierung der Nutmesser erfolgt in zwei Überläufen. Davon ausgehend, dass sich die Untermesser in Schnittposition befinden und die Positionierlok mit zurückgezogenem Schieber in Parkposition steht, sind dies:

  • 1. Überlauf gemäss 3 in Pfeilrichtung nach rechts:
  • 1.1 Der Schieber 8 wird vorgeschoben.
  • 1.2 Die Positionierlok 7 fährt in Pfeilrichtung gegen den Schiebering 4 (bei Nutmesserbüchsen gegen die Bundfläche) alle Nutmesser 2 und Abstandsringe 5 zu einem Stapel zusammen.
  • 1.3 Der Schieber 8 wird zurückgezogen.
  • 1.4 Die Positionierlok 7 überfährt in Pfeilrichtung den Stapel bis der zurückgegene Schieber 8 mit geringem Abstand zum Nutmesserrücken 10.4 über dein Endring 6 steht.
  • 2. Überlauf gemäss 4 in Pfeilrichtung nach links.
  • 2.1 Der Schieber 8 wird vorgeschoben.
  • 2.2 Die Positionierlok 7 fährt in Pfeilrichtung gegen die Nutmesserrückenfläche 10.4 (bei Nutmesserbüchsen gegen die Bundfläche) das Nutmesser 2.4 mit seiner Schneide 3.4 in Schnittposition, wobei der Reststapel mit verschoben wird.
  • 2.3 Der Schieber 8 wird zurückgezogen.
  • 2.4 Die Positionierlok 7 überfährt in Pfeilrichtung das zuletzt positionierte Nutmesser 2.4 bis in geringem Schieberabstand zum Nutmesserrücken des nächsten Nutmessers 2.3 über dem Abstandsring 5.3.
  • 2.6 Zyklische Wiederholung von 2.1 und 2.4 bis alle Nutmesser positioniert sind.
  • 2.6 Der Schieber 8 wird zurückgezogen und die Positionierlok fährt in Parkposition.

Anspruch[de]
  1. Einrichtung zur Positionierung von ein- oder mehrschneidigen Untermessern, die auf einer Untermesserwelle einer Längsschneidemaschine verschieb- und feststellbar angeordnet sind, wobei die Positioniereinrichtung durch eine Positionierlok mit Schieber und einer Linerachse mit Fahrantrieb gebildet ist, der mit einem PC verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Untermessern jeweils ein Abstandsring eingefügt ist und die Positionierlok einen klingen- und kreissegmentförmigen Schieber aufweist, der geringfügig schmaler als die Abstandsringe ausgebildet ist und zwischen die Untermesser zum Verschieben vorgeschoben wird.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber bei Nutmesserbüchsen am Bund und bei Nutmessern an der Rückenfläche anliegt, um diese in Schnittposition zu verschieben.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber bei Nutmessbüchsen am Bund und bei Nutmessern an einen Schiebering anliegt und zu einem Stapel zusammengeschoben wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com