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Dokumentenidentifikation DE69725701T2 05.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000875624
Titel Strassendeckenfräsgerät
Anmelder Tetlaw, Michael, Winchester, Hampshire, GB
Erfinder Tetlaw, Michael, Winchester, Hampshire, SO22 4PZ, GB
Vertreter Kreutz, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80805 München
DE-Aktenzeichen 69725701
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.11.1997
EP-Aktenzeichen 973091812
EP-Offenlegungsdatum 04.11.1998
EP date of grant 22.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.08.2004
IPC-Hauptklasse E01C 23/088
IPC-Nebenklasse E01C 23/06   E01C 23/09   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Verbesserungen in Straßendeckenfräsmaschinen, die alternativ als Kaltfräsmaschinen bezeichnet werden.

Straßendeckenfräsmaschinen werden verwendet, um den Oberflächenbereich von Straßen bei der Vorbereitung für das Aufbringen einer neuen Oberfläche zu entfernen. Sie arbeiten durch Berühren einer rotierenden Trommel, die mit einer Anordnung von Fräselementen ausgerüstet ist, mit der Oberfläche, welche in Stücke zerkleinert und entfernt wird. Die Konfiguration der Anordnung von Fräselementen ist im Allgemeinen spiralförmig, so dass, wenn sich die Trommel dreht, das in Stücke zerkleinerte Oberflächenmaterial oder die "Späne", entweder zu einem Ende der Trommel zum Entfernen transportiert oder in einem Mittelbereich zum Auswerfen auf einen Austragsförderer konzentriert werden.

Die Frästrommel befindet sich innerhalb des Fahrwerks der Maschine und wird außermittig montiert, so dass sich ein Ende der Trommel fast bis zur Seite der Maschine erstreckt; die Trommel wird durch Veränderung der Höhe der hinteren Straßenräder hinsichtlich des Fahrwerks angehoben und abgesenkt. Das hintere Straßenrad auf der Seite der "Trommel" der Maschine wird auf einem Drehzapfen so montiert, dass es vor der Trommel, wenn die Maschine zum Fräsen benachbart und bis zu einem Randstein oder einer anderen Grenzlinie verwendet wird, oder neben und außerhalb der Trommel, wenn die Maschine zum Fräsen vom Randstein weg verwendet wird, positioniert werden kann. Straßendeckenfräsmaschinen können ebenfalls mit einem seitlichen Schneidrad ausgerüstet sein, das auf der Trommelseite und außerhalb des Fahrwerks über die Frästrommel hinaus montiert wird, für den Zweck des Schneidens einer Rille oder Grabens auf der Seite der Straße oder Fahrbahn oder zum Entfernen der Randsteine. In der Regel sind derartige Räder entweder 80 mm oder 300 mm breit und schneiden bis in eine Tiefe von bis zu 400 mm. Die Oberfläche des Rads wird mit einer Anordnung von Fräselementen mit Hartmetallschneiden bereitgestellt, welche nach vorn in Fahrrichtung des unteren Teils der Wirkung des Schneidrads beim Aufwärtshub geneigt sind. Folglich rotiert das Fräsrad in der umgekehrten Richtung, wenn sich die Maschine vorwärts bewegt, so dass sich der untere Teil des Rads in der Vorwärtsrichtung bewegt und die Fräselemente das Material schneiden und auf eine schaufelnde Weise entfernen. Jedoch besonders mit Schneidrädern von 300 mm Breite erzeugt das Schneidrad eine erhebliche Widerstandskraft auf der Trommelseite der Maschine, welche dazu neigt, die Maschine zu veranlassen, eine "Glättungsstellung" anzunehmen, wenn sie sich vorwärts bewegt. Dies führt nicht nur zum beschleunigten Verschleiß der Hartmetallschneiden, sondern auch zum Verschleiß auf der Innenkante und – seite des Schneidrads selbst, da es die Seite des Grabens beim Abwärtshub berührt; bis zu einem gewissen Grade weist dies ebenfalls die unerwünschte Folge auf, dass die Integrität der Seite des Grabens gefährdet wird.

WO-A-95/11346 beschreibt eine Straßenfräsvorrichtung, die auf drei Rädern in den Spitzen eines Dreiecks steht, welches asymmetrisch hinsichtlich der Arbeitsrichtung der Vorrichtung ist, wobei sich die Frästrommel außerhalb des Dreiecks befindet. DE-A-3620120 beschreibt eine Straßendeckenfräsmaschine, die ein Schneidrad aufweist, das auf einer Seite der Frästrommel montiert wird. DE-A-19504495 beschreibt eine Deckenfräsmaschine, die eine Brecherleiste aufweist, um die großen herausgebrochenen Stücke von Bitumendecken zu zerkleinern, die benachbart zu der Frästrommel montiert wird. US 4221434 beschreibt eine Trommelfräsmaschine, die Brecherplatten aufweist, um eine entgegenwirkende Scherkraft auf dem oberen Abschnitt der Fahrbahn in einem vorbestimmten Abstand von der Frästrommel bereitzustellen, um die entfernten Fahrbahnspäne auf eine gleichmäßige Größe zu reduzieren.

In einem Gesichtspunkt stellt die vorliegende Erfindung eine Straßendeckenfräsmaschine bereit, einschließlich einer Frästrommel, wobei die Maschine ein Fahrwerk mit vorderen Straßenrädern zum Bereitstellen der Lenkfähigkeit und Antriebsstraßenräder zum Unterstützen der Frästrommel aufweist, in welcher das Antriebsstraßenrad auf der Trommelseite der Maschine hinter der Trommel positioniert wird, wobei die Befestigung für das hintere Straßenrad selektiv Mittel umfasst, um dessen Winkel auf beiden Seiten einer vertikalen Ebene parallel mit der Längsachse der Maschine zu verändern, gekennzeichnet dadurch, dass ein Schneidrad koaxial mit und zu einer Seite der Frästrommel montiert wird und ein Randsteinrückhalteelement vor dem Schneidrad für die Bewegung zwischen der angehobenen und der abgesenkten Position montiert wird, wodurch in Gebrauch in der abgesenkten Position das Element wirkt, um die Randsteine gegen die anhebende Wirkung des Schneidrads zurückzuhalten.

Wenn die Maschine in Gebrauch ist, ermöglicht die Fähigkeit, selektiv den Winkel des Straßenrads auf beiden Seiten einer vertikalen Ebene parallel mit der Längsachse der Maschine zu ändern, dem Fahrer, die Rückseite der Maschine zu "lenken", um einen zusätzlichen Widerstand oder Gegenwirkung zu der Glättungsneigung bereitzustellen, verglichen mit dem Widerstand, der bereits durch das Positionieren des Antriebsstraßenrads auf der Trommelseite der Maschine hinter der Trommel bereitgestellt wird.

Bei Verwendung der Maschine gemäß der Erfindung, um eine Rille oder Graben mit dem seitlichen Schneidrad zu schneiden, wird die Trommel ohne die Fräselemente verwendet und die Mindesthöhe des Fahrwerks wird ausgewählt, so dass die Oberfläche der Trommel gerade die Straßenoberfläche berührt und das Schneidrad bis zu der maximalen Tiefe entsprechend seinem Durchmesser arbeiten kann. Das hintere Straßenrad kann vertikal verstellbar bezüglich des Fahrwerks der Maschine sein, um die Höheneinstellung des Fahrwerks und folglich die Einstellung auf die Schneidtiefe des Schneidrads bereitzustellen. Das Antriebsstraßenrad vor der Frästrommel kann ganz und gar entfernt oder vertikal von der Berührung mit dem Boden zurückgezogen werden, wenn das Schneidrad in Gebrauch ist.

Wenn das Schneidrad auf entfernte Randsteine verwendet wird, so ist der Zweck des Randsteinrückhalteelements, der Neigung der Randsteine oder mindestens wesentlicher Abschnitte davon, die körperlich durch die Fräselemente angehoben zu werden, zu widerstehen. Folglich würde in der Regel das hintere Ende eines Randsteins auf Bruchstücke durch das Schneidrad reduziert werden, aber ein wesentlicher Teil des vorderen Endes würde oft von seinem Sitz durch die anhebende Wirkung der Fräselemente angehoben werden, worauf anschließend der Teil des Randsteins entweder in die Maschine, wo er die Frästrommel beschädigen kann, wenn sich die Maschine vorwärts bewegt, oder aus der Maschine, wo er eine Gefahr für Arbeiter oder Passanten darstellen kann, befördert würde. Gemäß der Erfindung wird jedoch das Randsteinrückhalteelement, welches vorzugsweise einen anhebbaren und absenkbaren Schenkel umfasst, einschließlich einer Bodenplatte oder Bodenunterlage, gegen die ein sich anhebender Randstein oder Teil davon angreifen wird und gegen die anhebende Wirkung der Fräselemente des Schneidrads gehalten oder zurückgehalten wird, bewirken, dass der Abschnitt des Randsteins zwischen seinem hinteren Ende und dem Rückhaltelement in Bruchstücke reduziert wird, wenn sich die Maschine vorwärts bewegt.

Eine Straßendeckenfräsmaschine gemäß der Erfindung wird nun nur beispielhaft mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, welche zeigen:

1 – einen Seitenriss einer Maschine in der angehobenen Position vor dem Fräsen des Grabens;

2 – eine Draufsicht der Maschine von 1; und

3 – einen Aufriss der Frästrommel und der Schneidradanordnung der Maschine von 1.

Am Anfang auf 1 zurückkommend, umfasst die bei 10 gezeigte Maschine im Allgemeinen eine Motorabdeckung 11, einen Fahrersitz 12 und vordere lenkbare Straßenräder 13. Am hinteren Ende, wie in der Position von 1 gezeigt ist, wird die Maschine durch Straßenräder 14, 15 (siehe ebenfalls 2) gestützt, die auf vertikal verschiebbaren Schenkeln getragen werden, um die Höhe der Rückseite der Maschine über dem Boden einzustellen. Es ist nur Schenkel 16 gezeigt, der das Rad 15 trägt. Die Räder werden einzeln durch Hydraulikmotoren angetrieben, die von einer gemeinsamen hydraulischen Verstellpumpe gespeist werden; eine zuschaltbare Differentialsperre stellt die gleiche Zugkraft an allen Rädern bereit. Eine Frästrommel 17 wird außermittig zur Rotation um eine Querachse montiert und ein seitliches Schneidrad 18 wird demontierbar koaxial mit der Trommel 17 getragen, auf der Trommelseite der Maschine. Das Schneidrad trägt Fräser 19 mit Hartmetallschneiden. Ein weiteres Straßenrad 20 wird auf einem vertikal herausziehbaren Schenkel 21 getragen, der auf einer Halterung 22 montiert wird, die drehbar um eine vertikale Achse befestigt ist. Das Straßenrad 15, wie in 1 und 2 gezeigt ist, wird hinter der Frästrommel angeordnet und der vertikal verschiebbare Schenkel 16 wird mit Drehzapfen an der Rückseite des Fahrwerks befestigt, um einen Lenkeffekt bereitzustellen, der durch den hydraulischen Kolben 23 gesteuert wird.

Das Schneidrad 19 wird mit Schutzführungen 24, 25 bereitgestellt (siehe auch 3), die entsprechend an der Außenseite des und über dem Rad und durch eine nach unten vorgespannte Platte 26 zwischen dem Rad 18 und der Frästrommel 17 montiert werden. Die Platte 26 berührt die Oberfläche des Bodens ohne Rücksicht auf die Position der Maschine in einer vertikalen Ebene, wie durch die vertikal verschiebbaren Schenkel bestimmt wird, und die untere Kante davon ist in 1 als gestrichelte Kontur gezeigt. Die Frästrommel wird durch ein Abdeckblech 27 abgeschirmt. Die Trommel 16 und das Schneidrad 17 werden durch einen Riemen (nicht gezeigt) angetrieben, welcher in einen Flaschenzug 28 eingreift, der antreibend mit der Trommel über ein Reduziergetriebe (nicht gezeigt) verbunden wird.

Ein Schenkel 29, bei dem sein unteres Ende wie ein Fuß 30 ausgebildet ist, wird getragen, um mit dem Fuß 30 vor dem Schneidrad 18, das durch den hydraulischen Kolben 31 gesteuert wird, angehoben oder abgesenkt zu werden. Der Fuß 30 ist in der angehobenen Position gezeigt; 30A gibt die abgesenkte Position an.

In Gebrauch nur zum Straßenfräsen wird das Schneidrad 18 entfernt, wird der Schenkel 21 abgesenkt, bis das Rad 20 den Boden berührt, und wird der Schenkel 16 angehoben, um das Rad 15 vom Boden fernzuhalten. Zum Fräsen der Kante der Fahrbahn wird die Halterung 22 angeordnet, wie in 1 und 2 gezeigt ist, wodurch das Rad 20 innerhalb des Fahrwerks der Maschine ist. Zum Fräsen weg von der Kante der Fahrbahn wird die Halterung 22 rückwärts um ihre Drehzapfenachse geschwenkt, so dass sie neben dem Ende der Trommel und außerhalb des Fahrwerks angeordnet wird, wie durch Strichlinien 20A in 2 angegeben ist. Die Schenkel für die Räder 14, 20 werden in der Höhe eingestellt, um die Frästrommel in die gewünschte Arbeitsposition hinsichtlich der Straßenoberfläche zu bringen.

In Gebrauch zum Aushub eines Grabens oder Entfernen von Randsteinen wird der Schenkel 16 abgesenkt, um das hintere Ende der Maschine anzuheben, wird der Schenkel 21 auf die in 1 gezeigte Position angehoben und wird das Schneidrad 18 befestigt. Der Schenkel 16 (und ebenfalls der Schenkel, der das Rad 14 unterstützt) wird dann angehoben, um die Rückseite der Maschine abzusenken, während das Schneidrad rotiert, sich in den Boden gräbt, bis die gewünschte Schneidtiefe erreicht ist; die Schenkel werden dann in dieser Position gehalten und die Maschine bewegt sich vorwärts. Wenn Randsteine entfernt werden, wird der Schenkel 29 abgesenkt, bis die Basis des Fußes 30 auf oder geringfügig über der oberen Fläche der Randsteine ist, wodurch alle Randsteine oder Teile davon, die durch das Schneidrad herausgenommen und nach oben bewegt werden, durch den Fuß zurückgehalten werden und das freiliegende Ende des Randsteins zwischen dem Fuß und dem Schneidrad in kleine Bruchstücke reduziert wird, wenn sich die Maschine vorwärts bewegt.


Anspruch[de]
  1. Straßendeckenfräsgerät (10), das eine Frästrommel (17) umfaßt, wobei die Maschine ein Fahrwerk mit vorderen Straßenrädern (13) zum Bereitstellen der Lenkfähigkeit und Antriebsstraßenräder (14, 15) für das Unterstützen der Frästrommel, in welcher das Antriebsrad (15) auf der Trommelseite der Maschine hinter der Trommel bezüglich der Fahrrichtung der Maschine positioniert ist, aufweist, wobei eine Vorrichtung für eines der hinteren Antriebsräder (15) selektiv Mittel (23) umfaßt, um deren Winkel auf beiden Seiten einer Ebene parallel mit der Längsachse der Maschine zu verändern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schneidrad (18) koaxial mit und zu einer Seite der Frästrommel montiert ist und ein Randsteinrückhalteelement (29) vor dem Schneidrad für die Bewegung zwischen der angehobenen und der abgesenkten Position montiert ist, wodurch das Element in Gebrauch in der abgesenkten Position wirkt, um die Randsteine gegen die anhebende Wirkung des Schneidrads zurückzuhalten.
  2. Straßendeckenfräsgerät nach Anspruch 1, in welchem das Randsteinrückhalteelement einen anhebbaren und absenkbaren Schenkel umfaßt, welcher eine Bodenplatte oder Bodenunterlage (30) für das Berühren des Randsteins umfaßt, wenn der Randstein durch das Schneidrad nach oben bewegt wird.
  3. Straßendeckenfräsgerät nach Anspruch 1 oder 2, in welchem das hintere Straßenrad (15) vertikal bezüglich des Fahrwerks der Maschine verstellbar ist.
  4. Verfahren des Entfernens der Randsteine, wobei das Verfahren das Vorwärtsbewegen eines Straßendeckenfräsgeräts (10) nach Anspruch 1 längs einer Straße mit Randstein mit dem Schneidrad (18) und schneidender Wechselbeziehung mit den Randsteinen umfaßt und das Randsteinrückhalteelement (29) über den Randsteinen und vor dem Schneidrad (18) anwendet, wodurch die Randsteine oder Teile davon, die durch das Schneidrad (18) herausgenommen und nach oben bewegt wurden, durch das Rückhalteelement (29) zurückgehalten und in Bruchstücke zerkleinert werden, so wie sich die Maschine vorwärts bewegt, und wodurch eines der hinteren Straßenräder (15) so gelenkt wird, daß die Maschine gesteuert wird, um einer Neigung zum Glätten zu widerstehen und/oder entgegenzuwirken, wenn sich die Maschine vorwärts bewegt.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Randsteinrückhalteelement (29) einen anhebbaren und absenkbaren Schenkel umfaßt, der eine Bodenplatte oder Bodenunterlage (30) enthält.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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