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Dokumentenidentifikation DE69818589T2 05.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000896157
Titel Positionierantriebsvorrichtung mit Spieleinstellung für variablen rohrförmigen Diffusor
Anmelder Carrier Corp., Syracuse, N.Y., US
Erfinder Sishtla, Vishnu M., Cicero, New York 13039, US;
Wright, Kenneth A., Syracuse, New York 13207, US;
Godlewski, Frank H., Kirkville, New York 13082, US;
Gallagher, Edward G., Pulaski, New York 13142, US
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69818589
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.07.1998
EP-Aktenzeichen 986300408
EP-Offenlegungsdatum 10.02.1999
EP date of grant 01.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.08.2004
IPC-Hauptklasse F04D 29/46

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Zentrifugalkompressoren bzw. -verdichter im Allgemeinen und betrifft im Spezielleren einen Antriebspositioniermechanismus für einen variablen Rohr-Diffusor für einen Zentrifugalkompressor.

Eines der Hauptprobleme, das bei der Verwendung von Zentrifugal-Dampfkompressoren bei Anwendungen entsteht, in denen die Kompressorlast über einen großen Bereich variiert, ist die Strömungsstabilisierung durch den Kompressor. Der Kompressoreinlass, das Laufrad und die Diffusorpassagen müssen derart dimensioniert sein, dass die gewünschte maximale Volumenströmungsrate erzielt wird. Wenn eine geringe Volumenströmungsrate durch einen derartigen Kompressor vorhanden ist, wird die Strömung instabil. Wenn die Volumenströmungsrate von einem stabilen Bereich vermindert wird, tritt man in einen Bereich einer leicht instabilen Strömung ein. In diesem Bereich scheint eine partielle Umkehr der Strömung in der Diffusorpassage aufzutreten, wodurch Geräusche hervorgerufen werden und die Kompressoreffizienz vermindert wird. Unterhalb dieses Bereichs tritt der Kompressor in einen Bereich ein, der als Pumpen bekannt ist, wobei es zu periodischen vollständigen Strömungsumkehreffekten in der Diffusorpassage kommt, wodurch die Effizienz der Maschine zerstört wird und die Integrität der Maschinenelemente gefährdet wird. Da bei vielen Kompressoranwendungen ein großer Bereich von Volumenströmungsraten erwünscht ist, sind zahlreiche Modifikationen vorgeschlagen worden, um die Strömungsstabilität bei niedrigen Volumenströmungsraten zu verbessern. Zum Beispiel beschreibt die DE-C1-3529281 eine Vorrichtung zum Ändern der Strömungsrichtung eines Luftstroms, der in die ansaugseitige Öffnung eines Kompressors eines Abgas-Turboladers eines Verbrennungsmotors eintritt. Der Luftstrom wird mittels einer Führungsvorrichtung, die sich in dem Induktionskanal stromaufwärts von der Einlassöffnung befindet, in Rotationsrichtung des Kompressorlaufrads umgelenkt.

Es sind viele Vorgehensweisen entwickelt worden, um hohe Maschineneffizienzen über einen großen Betriebsbereich aufrecht zu erhalten. Bei dem US-Patent Nr. 4 070 123 wird die gesamte Laufradkonfiguration in einer Bestrebung zum Anpassen der Maschinenleistung an die sich ändernden Lasterfordernisse ansprechend auf Laständerungen variiert. Einstellbare Diffusor-Strömungsbegrenzungseinrichtungen sind auch in dem US-Patent Nr. 3 362 625 beschrieben, wobei diese dazu dienen, die Strömung innerhalb des Diffusors in der Bestrebung zum Verbessern der Stabilität bei niedrigen Volumenströmungsraten zu regulieren.

Eine übliche Technik zum Aufrechterhalten einer hohen Betriebseffizienz über einen großen Strömungsbereich in einer Zentrifugalmaschine besteht in der Verwendung des Diffusors mit variabler Weite in Verbindung mit feststehenden Diffusor-Leitschaufeln.

Die US-Patente 2 996 996 und 4 378 194, die für einen gemeinsamen Begünstigten erteilt wurden, beschreiben Schaufeldiffusoren mit variabler Weite, bei denen die Diffusorschaufeln fest angebracht sind, beispielsweise durch Festschrauben derselben an einer der Diffusorwände. Die Schaufeln sind dazu ausgebildet, durch Öffnungen hindurchzutreten, die in der anderen Wand ausgebildet sind, so dass sich die Geometrie des Diffusors ansprechend auf sich ändernde Lastbedingungen ändern lässt.

Eine feste Anbringung der Diffusorschaufeln an einer der Diffusorwände führt zu einer Reihe von Problemen insbesondere hinsichtlich der Herstellung, Unterhaltung sowie des Betriebs der Maschine. Es ist wenig Platz vorhanden, um die Schaufeln in der Anordnung zu befestigen. Jegliche Fehlausrichtung der Schaufeln führt dazu, dass eine Schaufel bei einer Neupositionierung gegen die gegenüberliegende Wand stößt oder reibt. Wenn eine oder mehrere der Schaufeln in der Serie in der Anordnung ausgetauscht werden muss, muss in in ähnlicher Weise die gesamte Maschine im allgemeinen auseinander genommen werden, um den Austausch vorzunehmen.

Die Effizienz eines Kompressors konnte durch Variieren der Auslassgeometrie des Diffusors stark verbessert werden. In dem auf den gleichen Begünstigten übertragenen US-Patent Nr. 5 807 071 ist ein Rohrdiffusor mit variabler Geometrie offenbart. Ein Rohrdiffusor mit variabler Geometrie (der auch als Spaltring-Rohrdiffusor bezeichnet werden kann) spaltet den Diffusor in einen ersten, inneren Ring sowie einen zweiten, äußeren Ring. Der Innenring und der Außenring besitzen darin ausgebildete, komplementäre Einlassströmungs-Kanalabschnitte. Das heißt, jeder Einlassströmungs-Kanalabschnitt des Innenrings weist einen komplementären, in dem Außenring ausgebildeten Einlassströmungs-Kanalabschnitt auf. Der Innenring und der Außenring sind relativ zueinander drehbar. Die Ringe werden zur Verbesserung der Effizienz rotationsmäßig bewegt, um Druckniveaus zwischen einer vollständig geöffneten Stellung und einer teilweise geschlossenen Stellung zu variieren. In der teilweise geschlossenen Stellung führt die Fehlausrichtung der Austrittsrohre des Diffusors zu einer Erhöhung von Geräuschen. Eine Rotation der Ringe über eine optimale Konstruktionsstelle hinaus, führt zu übermäßigem Rauschen sowie Beeinträchtigung der Effizienz.

Die geometrischen Toleranzen innerhalb eines Zentrifugalkompressors sind gering. Gleichzeitig sind die Belastungen innerhalb des Kompressors groß sowie von dynamischer Art. Bei einem Spaltring-Rohrdiffusor wird das Problem der Einhaltung der Toleranzen in Anbetracht der dynamischen Belastung recht groß. Es müssen sowohl axiale Belastungen (Längsbelastungen) als auch Umfangsbelastungen an dem Ringpaar bewältigt werden. Die Diffusorringe müssen in der Lage sein, sich relativ zueinander zu drehen, und gleichzeitig muss eine enge Kontrolle hinsichtlich ihrer Relativposition aufrecht erhalten werden, um eine korrekte Ausfluchtung der Strömungskanäle sowie die letztendliche Effizienz des Kompressors zu gewährleisten. Die Kosten für die Einhaltung der erforderlichen Toleranzen bei einem Spaltring-Diffusor sind im Allgemeinen sehr hoch.

Ein weiteres Problem bei Spaltring-Diffusoren besteht in einem vorzeitigen Verschleiß der Teile. In den Gasströmungsbereichen von Zentrifugalkompressoren werden im Allgemeinen keine Schmiermittel verwendet, um eine Verunreinigung der Gase auszuschließen. Die dynamischen Belastungen, die durch den das Laufrad verlassenen Gasstrom auf den Spaltring-Diffusor ausgeübt werden, verursachen aufgrund des Nicht-Vorhandenseins von Schmieröl beschleunigten Verschleiß bei den Komponenten des Diffusors.

Das Antriebssystem zum exakten Positionieren der Ringe relativ zueinander muss unter anderem starr sein, um jegliches Fressen von Komponenten zu vermeiden. Aufgrund der umfangsmäßigen Belastung der Ringe besteht eine Tendenz des Innenrings zum Ausführen von Schwingungen relativ zu dem Außenring, wobei dies Kompressor-Instabilität und Teileverschleiß verursachen könnte und die Effizienz nachteilig beeinflussen könnte. Dies führt zu mehreren Problemen, die überwunden werden müssen. Es besteht ein Bedarf für ein Antriebssystem, das in der Lage ist, die relative Bewegung zwischen dem Innenring und dem Außenring zu verhindern. Auch ist ein Lagerkonzept erforderlich, das die relative Rotation der beiden Ringe ermöglicht und ferner in der Lage ist, den Umfangs- und Axialbelastungen standzuhalten, während enge geometrische Toleranzen zwischen den Ringen aufrechterhalten werden. Es besteht auch ein Bedarf für die Schaffung eines Positioniersystems, das positive Minimal- und Maximal-Anschläge beinhaltet, um unnötige Geräusche sowie eine Beeinträchtigung der Effizienz zu vermeiden, wobei ferner eine einfache Nachrüstung vor Ort möglich ist. Ferner besteht die Notwendigkeit, dass die Antriebs- und Lagersysteme eine lange Betriebslebensdauer aufweisen und sich einfach montieren und korrekt einstellen lassen.

Gemäß der Erfindung wird ein Zentrifugalkompressor geschaffen, wie er in Anspruch 1 beansprucht ist. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Zahnstangeneinrichtung an dem Innenring eines variablen Rohrdiffusors angebracht. Eine Ritzeleinrichtung ist an einer Rotationsantriebseinrichtung angebracht, die an dem Gehäuse eines Zentrifugalkompressors in kämmendem Eingriff mit der Zahnstangeneinrichtung angebracht ist. Die Rotationsantriebseinrichtung wird zum Drehen des Innenrings relativ zu dem Außenring zwischen einer Stellung, in der die Diffusorrohre vollständig geöffnet sind, sowie einer Stellung, in der die Diffusorrohre teilweise geschlossen sind, betätigt. Ferner ist die Antriebseinrichtung in der Lage, die Rohre des Diffusors in eine Mehrzahl von Stellungen zwischen der vollständig geöffneten Stellung und der teilweise geschlossenen Stellung auszurichten. Eine Bewegungsbegrenzungseinrichtung ist ferner zum positiven Begrenzen der Bewegung des Innenrings an der vollständig geöffneten Stellung und der teilweise geschlossenen Stellung vorgesehen. Ein Spiel-Einstellmechanismus ist ebenfalls vorhanden, der eine um eine erste Mittenlinie konzentrische Gehäuseeinrichtung sowie eine sich durch diesen hindurch erstreckende, um eine zweite Mittenlinie konzentrische Bohrung aufweist. Die Ritzeleinrichtung ist an einer Antriebswelle angebracht, die durch die Bohrung hindurch geführt ist. Die Gehäuseeinrichtung ist an dem Gehäuse drehbar angebracht. Die Gehäuseeinrichtung lässt sich um die zweite Mittenlinie rotationsmäßig bewegen, um das Spiel zwischen der Zahnstangeneinrichtung und der Ritzeleinrichtung einzustellen.

In den Zeichnungen, in denen in allen Ansichten gleiche Bezugszeichen die gleichen Elemente bezeichnen, zeigen:

1 eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht des erfindungsgemäßen Kompressors, der einen variablen Rohrdiffusor gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist;

2 eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen variablen Rohrdiffusors;

3 und 4 im Schnitt dargestellte Frontansichten eines variablen Rohrdiffusors gemäß der Erfindung in einer ersten, vollständig geöffneten Stellung bzw. einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung;

5 eine Draufsicht auf einen Kompressor mit einem variablen Diffusor gemäß der vorliegenden Erfindung;

6 eine Schnittdarstellung eines Ringabstützmechanismus der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen entlang der Linie 6-6 der 5;

7 eine Schnittdarstellung eines Ringabstützmechanismus der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen entlang der Linie 7-7 der 6;

8 eine Schnittdarstellung einer Rollenanordnung der vorliegenden Erfindung;

9 eine Schnittdarstellung einer Achse der vorliegenden Erfindung;

10 eine Schnittdarstellung eines Positionierantriebsmechanismus der vorliegenden Erfindung aus einem Detailbereich 10 in 1;

11 eine Draufsicht auf einen Positionierantriebsmechanismus der vorliegenden Erfindung;

12 eine Perspektivansicht einer Zahnstangeneinrichtung der vorliegenden Erfindung;

13 ein Leistungsdiagramm für einen variablen Rohrdiffusor gemäß der vorliegenden Erfindung;

14 ein Leistungsdiagramm für einen Kompressor, der nur Einlassleitschaufeln aufweist;

15 ein Leistungsdiagramm für einen Kompressor gemäß der vorliegenden Erfindung, der einen variablen Rohrdiffusor und Einlassleitschaufeln aufweist; und

16 eine Schnittdarstellung eines Kompressors mit einem axialen Rückhaltemechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung.

Unter Bezugnahme auf 1 ist die Erfindung in einem Zentrifugalkompressor 10 als Teil eines HVAC-Systems (nicht gezeigt) montiert dargestellt, das ein Laufrad 12 zum Beschleunigen von Kühlmitteldampf auf eine hohe Geschwindigkeit, einen Diffusor 14 zum Verzögern des Kühlmittels auf eine niedrige Geschwindigkeit unter Umwandlung von kinetischer Energie in Druckenergie sowie eine Austrittskammer in Form eines Sammlers 16 zum Sammeln des Austrittsdampfes für die anschließende Strömung zu einem Kondensator aufweist. Energie wird dem Laufrad 12 durch einen Elektromotor (nicht gezeigt) zugeführt, der in dem anderen Ende des Kompressors hermetisch abgedichtet ist und betriebsmäßig dazu ausgebildet ist, eine Welle 19 mit hoher Drehzahl zu drehen.

Unter Bezugnahme auf die Art und Weise, in der der Kühlmittelstrom in dem Kompressor 10 stattfindet, so tritt das Kühlmittel in die Einlassöffnung 29 des Ansauggehäuses 31 ein, durchläuft die Schaufelringanordnung 32 und die Leitschaufeln 33 und tritt dann in den Kompressions-Ansaugbereich 23 ein, der zu dem Kompressionsbereich führt, der auf seiner Außenseite durch das Laufrad 12 und auf seiner Innenseite durch die Gehäuseeinrichtung 34 gebildet ist. Nach der Kompression strömt das Kühlmittel dann in den Diffusor 14, den Sammler 16 sowie die Austrittsleitung (nicht gezeigt).

Ein Rohrdiffusor 14 mit variabler Geometrie gemäß der vorliegenden Erfindung beinhaltet einen ersten, inneren Ring 40 und einen zweiten, äußeren Ring 42, einen Ringabstützmechanismus 35 sowie einen Positionierantriebsmechanismus 121. Unter Bezugnahme auf die 3 und 4 sind in dem Innenring und dem Außenring komplementäre Strömungskanalabschnitte 44 und 46 ausgebildet. Das heißt, jeder Strömungskanalabschnitt 44 des Innenrings 40 weist einen in dem Außenring 42 ausgebildeten, komplementären Kanalabschnitt 46 auf. Der Innenring 40 und der Außenring 42 sind relativ zueinander drehbar. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dreht sich der Innenring 40 in Umfangsrichtung innerhalb eines stationären Außenrings 42.

Wenn der eine Ring relativ zu dem anderen rotationsmäßig bewegt wird, verändert sich die Ausfluchtung zwischen jedem Paar von komplementären Einlassströmungskanälen des Innenrings und des Außenrings, wie dies unter Bezugnahme auf die 3 und 4 erkennbar ist. Die Ringe 40 und 42 sind zwischen einer ersten, vollständig geöffneten Stellung, wie sie in 3 dargestellt ist und in der komplementäre Kanalabschnitte ausgefluchtet sind und eine maximale Fluidmenge durch den Innen- und den Außenring 40 und 42 hindurchgeführt wird, sowie einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung verstellbar, wie sie in 4 dargestellt ist und in der komplementäre Kanäle in Fehlausrichtung zueinander stehen und die Strömung durch die Kanalabschnitte 44 und 46 eingeschränkt ist.

In 5 ist ein Ringabstützmechanismus 35 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das dargestellte Ausführungsbeispiel veranschaulicht die Verwendung von drei derartigen Mechanismen, die in Umfangsrichtung in gleichen Abständen um den Diffusor herum vorgesehen sind. Wie in den 6 und 7 dargestellt ist, beinhaltet der Ringabstützmechanismus der vorliegenden Erfindung einen inneren Lagerschlitz 41 und einen Ausschnitt 43, die in dem Innenring 40 angeordnet sind, eine Rollenanordnung 54, eine Rollenachsenanordnung 36 und einen äußeren Lagerschlitz 45, die in dem Außenring angeordnet sind. Die Rollenanordnung, wie sie in 8 gezeigt ist, beinhaltet eine Rolle 55 mit einer äußeren Lagerfläche 56 sowie ein Paar Axiallagerflächen 57. Die Achsenanordnung, wie sie in den 6 und 7 gezeigt ist, beinhaltet eine Achse 37 und einen Achsenbolzen 39. Wie in 9 zu sehen ist, weist die Achse 37 einen Sechskantkopf 38 und einen Achsenkörper 47 sowie eine Achsenkörper-Mittenlinie 48, eine Achsenbohrung 49 und eine Achsenbohrungs-Mittenlinie 50 auf. Ferner weist die Achse 39 ein Paar Schultern 73, 74 auf, die mit der Achsenbohrungs-Mittenlinie 50 konzentrisch sind.

Ein weiteres Problem bei Spaltring-Diffusoren besteht in dem vorzeitigen Verschleiß von Teilen. In den Gasströmungsbereichen von Zentrifugalkompressoren werden im Allgemeinen keine Schmiermittel verwendet, um eine Verunreinigung der Gase auszuschließen. Die dynamischen Belastungen, die durch den das Laufrad verlassenden Gasstrom auf den Spaltring-Diffusor ausgeübt werden, führen aufgrund des Nicht-Vorhandenseins von Schmieröl zu beschleunigtem Verschleiß der Komponenten des Diffusors. Aufgrund des Nicht-Vorhandenseins von Schmierölen ist es bei den meisten Kompressoren normalerweise notwendig, Schritte zum Minimieren von Reibung und Fressverschleiß zu ergreifen. Bei bestimmten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung und wie dies im Folgenden beschrieben wird, weisen Grenzflächen von Komponenten eine harte Beschichtung auf, Teile sind aus Kunststoffmaterialien mit ultrahohem Molekulargewicht hergestellt, die Ringanordnungen sind vorgespannt, und ferner ist Spiel aus den Verzahnungseinrichtungen des Positionierantriebssystems eliminiert.

Es wird nun auf die Art und Weise Bezug genommen, in der der Innenring montiert wird und dessen Bewegung erfolgt. Der Außenring 42 ist in Bezug auf die Ansauggehäuseeinrichtung stationär, und es werden drei Sätze von Ringabstützmechanismen 35 in dem Außenring montiert, indem die Rollenanordnung 54 in dem Lagerschlitz 45 des Außenrings angeordnet wird, die Achse durch die Montageöffnung 58 und die Rollenanordnung hindurchgeführt wird und dann der Achsenbolzen 39 durch die Achse montiert wird und der Achsenbolzen 39 in Gewindeöffnungen 59 in dem Außenring lose eingeschraubt wird. Der Innenring 40 wird innerhalb des Außenrings montiert, wobei die Ausschnitte 43 des Innenrings mit dem Lagerschlitz 45 und den Rollenanordnungen 35 umfangsmäßig ausgerichtet werden und dann der Innenring in Bezug auf 7 im Uhrzeigersinn rotationsmäßig bewegt wird, um die Rollenanordnungen in dem Lagerschlitz 41 zu positionieren. Nach der Montage des Innenrings in dem Außenring werden die Ringabstützmechanismen dazu verwendet, den Innenring korrekt zu zentrieren und zu positionieren, indem die Achse unter Verwendung eines an dem Sechskantkopf 38 angesetzten Schraubenschlüssels rotationsmäßig bewegt wird. Die Achsenkörper-Mittenlinie 48, entlang der die Rolle 55 angebracht ist, ist von der Achsenkörper-Mittenlinie 50, die mit den Schultern 73, 74 konzentrisch ist, um 0,021 Inch versetzt. Die Drehung des Sechskantkopfes 38 veranlasst die Rollenanordnung zur Ausführung einer Rotationsbewegung um die Schultern in dem Außenring und verursacht eine radiale Verlagerung der Rollenanordnung relativ zu dem Außenring. Sobald der Innenring in dem Außenring korrekt zentriert ist, wird der Sechskantkopf weiter gedreht, um die äußere Lagerfläche 56 der Rollenanordnungen gegen den Innenring vorzuspannen. Der Achsenbolzen 39 wird dann festgezogen. Der Vorspannzustand ist bevorzugt, da dadurch der Innenring an einer Bewegung aufgrund tangentialer und umfangsmäßiger Belastungen gehindert ist. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind die Rolle 55 und der Innenring 40 aus Aluminium gebildet, und sowohl die äußere Lagerfläche 56 als auch der innere Lagerschlitz 41 sind gehärtet, um Verschleiß zu verhindern. Die Rollenanordnungen unterbinden die Bewegung der Ringe in Axialrichtung aufgrund von Axialbelastungen, indem die Axiallagerflächen 57 innerhalb des gehärteten inneren Lagerschlitzes 41 und des relativ weichen äußeren Lagerschlitzes positioniert werden. Die Axiallagerfläche 57 der Rollenanordnung muss die Rotationsbewegung des Innenrings und des Außenrings ermöglichen und gleichzeitig den von dem Kompressor erzeugten Axialbelastungen standhalten. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Axiallagerfläche 57 aus einem Kunststoff mit ultrahohem Molekulargewicht hergestellt, der einen niedrigen Reibungskoeffizienten von 0,16 sowie eine Härte von 64 auf der Shore-D-Skala aufweist. Die Axiallagerflächen aus Kunststoff verhindern eine Berührung zwischen der gehärteten Rolle und dem weichen äußeren Lagerschlitz und werden dazu verwendet, die Axialbelastungen des Kompressors zu tragen sowie axiale Toleranzen des Innenrings zu justieren. Ein weiteres Merkmal der Ringabstützmechanismen besteht darin, dass bei Montage der Ringe in der vorstehend beschriebenen Weise die Möglichkeit besteht, den Innenring und den Außenring vorzumontieren und diese für die abschließende Montage zu dem Kompressor zu transportieren.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zum Begrenzen und Ausschließen von axialer Bewegung des Innenrings relativ zu dem Außenring ist in 16 dargestellt. Dort ist ein axiales Rückhaltesystem 90 gezeigt, das eine Gewindestange 91, eine mit Gewinde versehene Montageöffnung 92, einen Lagerblock 93, eine Verriegelungsmutter 94, einen Sechskantkopf 95 und eine Aussparung 96 aufweist. Während der Montage des Diffusors wird der axiale Rückhaltemechanismus 90 derart angebracht, dass der Lagerblock 93 in der Aussparung 96 positioniert ist. Der in der Aussparung positionierte Lagerblock ermöglicht Freiraum für eine Montage der Abdeckung 34 an dem Außenring 42 ohne dass es zu einer unbeabsichtigten Berührung der Lagerblöcke mit dem Innenring kommt. Sobald das Gehäuse 34 montiert ist, wird die Gewindestange 91 gedreht, um den Lagerblock mit dem Innenring in Berührung zu bringen. Wenn der Lagerblock korrekt positioniert ist, wird der Verriegelungsmechanismus durch Festziehen der Verriegelungsmutter 94 lösbar angebracht. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Lagerblock aus einem Kunststoffmaterial mit ultrahohem Molekulargewicht hergestellt. Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sieht sechs solche axiale Rückhaltemechanismen vor, die in gleichmäßiger Beabstandung voneinander in Umfangsrichtung um den Innenring positioniert sind.

Ein Positionierantriebsmechanismus 121 zum rotationsmäßigen Bewegen des Innenrings 40 in Umfangsrichtung in dem Außenring 42 wird unter Bezugnahme auf 10 beschrieben. An dem Innenring 40 ist eine Zahnstangeneinrichtung 123 fest angebracht, die sich von dem Innenring 40 radial nach außen erstreckt. Im Kämmeingriff mit der Zahnstangeneinrichtung 123 befindet sich eine Ritzeleinrichtung 124, die über eine Ritzelachse 126 durch einen Aktuator 128 angetrieben wird. Der Aktuator 128 wird derart ausgewählt und gesteuert, dass er eine Bewegung des Innenrings 40 in Relation zu dem Außenring 42 zwischen einer ersten, vollständig geöffneten Stellung und einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung sowie einer beliebigen Anzahl von Stellungen dazwischen bewerkstelligt. Die Achse 126 ist in einer Umschließungsgehäuseeinrichtung 130 untergebracht, die die Achse 126 gegenüber dem Kompressor-Inneren 132 hermetisch abdichtet und die eine Fluidleckage durch die Umschließungsgehäuseeinrichtung 130 hindurch aus dem Kompressor 10 heraus verhindert. Die durch den Kühlmittelstrom in dem Diffusor auf die Ringe wirkende tangentiale und umfangsmäßige Belastung führt dazu, dass der Innenring eine Neigung zum Klappern vor und zurück in dem Außenring hat. Eine übermäßige Bewegung oder ein Klappern des Innenrings würde Reibungsverschleiß der Zahnstangeneinrichtung 123 und der Ritzeleinrichtung 124 hervorrufen und auch Verschleiß bei anderen Teilen verursachen. Ein Vorspannen des Innenrings über die Rollenanordnungen, wie es vorstehend erläutert worden ist, verhindert eine Bewegung des Innenrings sowie ein Klappern unter normalen Betriebsbedingungen. In Fällen mit anormalen Bedingungen, wie z. B. einem Betrieb im Pumpen, ist ein zusätzlicher Mechanismus zum Verhindern von Bewegung des Innenrings erforderlich. Es ist ein Antriebsbefestigungssystem vorgesehen, um nachteilige Bewegung und Klappern des Innenrings zu verhindern, indem das Spiel zwischen der Segmentverzahnungseinrichtung und der Ritzeleinrichtung über eine Einstellung der relativen zentralen Positionen der Ritzeleinrichtung und Zahnstangeneinrichtung unter Verwendung der Achsenumschließungsgehäuseeinrichtung 130 verhindert wird. Die äußere Oberfläche 125 der Achsengehäuseeinrichtung ist um die Gehäuseeinrichtungs-Mittenlinie 127 konzentrisch, und die Gehäuseeinrichtungs-Bohrung 129 ist um die Gehäuseeinrichtungsbohrungs-Mittenlinie 131 konzentrisch. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind die Gehäuseeinrichtungs-Mittenlinie 127 und die Gehäuseeinrichtungsbohrungs-Mittenlinie 129 um 1,5 mm (0,060 Inch) voneinander versetzt. Unter Bezugnahme auf 11 sind Schraubenschlüssel-Abflachungen 135 und Einstellschlitze 134 des Positionierantriebsmechanismus dargestellt. Nach Montage des Positionierantriebsmechanismus in dem Ansauggehäuse 31 wird Spiel zwischen der Zahnstangeneinrichtung 123 und der Ritzeleinrichtung 124 eliminiert, indem der Antriebspositioniermechanismus unter Platzierung eines Schraubenschlüssels (nicht gezeigt) über den Schraubenschlüssel-Abflachungen 135 rotationsmäßig bewegt wird. Sobald minimales Spiel erreicht ist, wird der Positionierantriebsmechanismus durch Festziehen der Kopfschrauben 133 in seiner Position fixiert. Sobald das Spiel eliminiert ist, wird die Tendenz des Innenrings zur Ausführung einer Bewegung durch den Aktuator direkt über das Verzahnungssystem abgeführt.

Der Fluidstrom durch den Diffusor 14 in einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung in Relation zu der Strömungsrate in der vollständig geöffneten Stellung wird bestimmt durch Verhältnis der minimalen Querschnittsfläche eines Strömungskanals eines Diffusors in einer teilweise geschlossenen Position zu der minimalen Querschnittsfläche eines Strömungskanals (gebildet durch die komplementären Kanalabschnitte 44 und 46) in einer vollständig geöffneten Stellung. Diese minimale Strömungskanalfläche, die als "Verengungsfläche" bekannt ist, wird im Allgemeinen durch den kleinsten Durchmesser der Strömungspassage 52 des Innenringskanals 44 bestimmt, wenn sich der Diffusor 14 in einer vollständig geöffneten Stellung befindet, und wird gesteuert durch die Breite 53 an der Grenzfläche zwischen dem Innen- und dem Außenring 40 und 42, wenn sich der Diffusor 14 in einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung befindet. Wenn z. B. ein Diffusorkanal eine minimale Fläche (Verengungsfläche) von 1/8 Quadratinch in einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung aufweist und eine minimale Fläche (Verengungsfläche) von 1/4 Quadratinch in einer vollständig geöffneten Stellung aufweist, dann beträgt die volumenmäßige Strömungsrate des Fluids durch einen Diffusor in einer teilweise geschlossenen Stellung etwa 50% der Strömungsrate in der vollständig geöffneten Stellung. Die Strömungsrate des Fluids durch den Kompressor 10, wenn sich der Diffusor 14 in einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung befindet, liegt im Allgemeinen zwischen 10% und 100% der Fluidströmungsrate durch den Kompressor 10, wenn sich der Diffusor in der ersten, vollständig geöffneten Stellung befindet.

In einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung (4) sollten mindestens 10% des Volumenstroms wie bei der vollständig geöffneten Stellung durch den Diffusor 14 hindurchströmen, um übermäßige thermodynamische Erwärmung, übermäßiges Geräusch sowie eine Beeinträchtigung der Effizienz des Kompressors zu verhindern. Zu diesem Zweck sollte das Ausmaß der relativen Rotation zwischen den beiden Ringabschnitten auf ein Rotationsausmaß begrenzt werden, das zum Bewerkstelligen einer zweiten teilweise geschlossenen Stellung erforderlich ist. Mit anderen Worten sollten die Ringe nicht derart einstellbar sein, dass sie einen Fluidstrom dazwischen vollständig absperren. Das Ausmaß der zulässigen Rotation zwischen den beiden Ringen wird bestimmt durch die gewünschte Strömung zwischen den Ringen in einer vollständig geschlossenen Stellung, und die Anzahl und das Volumen der Einlassströmungs-Kanalabschnitte 44, 46 in den Ringabschnitten 40 und 42 wird in Relation zu dem Volumen der Ringabschnitte 40 und 42 bestimmt.

Unter weiterer Bezugnahme auf 4 bezeichnet R2 den Radius der Laufradspitze, R3 bezeichnet den Außenradius des Innenrings 40 und R4 bezeichnet den Außenradius des Außenrings. Indem die durch die Menge T = R3 – R2 definierte Dicke des Innenrings 40 nicht größer ausgebildet ist, als dies zum Blockieren eines gewünschten Strömungsanteils (z. B. 50% der Strömung) durch die Außenringkanäle 46 erforderlich ist, lässt sich die Fluidströmung durch den Diffusor 14 in effizienter Weise steuern. Eine Rotation des Innenrings in Bezug auf den Außenring vermindert die Diffusor-Verengungsfläche bevor jegliche Diffusion stattgefunden hat, wodurch eine Strömungsbeschleunigung nach der Diffusion verhindert ist. Je geringer die Innenringdicke T ist, desto kleiner sind auch die Umlenkwinkel der Strömung durch den Diffusor in der teilweise geschlossenen Stellung. Beide der vorstehend beschriebenen Effekte schaffen tendenziell eine Verbesserung der Kompressoreffizienz unter Teillast-Betriebsbedingungen.

Unter Bezugnahme nunmehr auf die 5 und 12 ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt, das einen Mechanismus zum Schaffen einer positiven bzw. formschlüssigen Positionierung des Innenrings entsprechend einer ersten, vollständig geöffneten Stellung und einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung aufweist. Ein Hohlraum 137 ist zum Aufnehmen der Zahnstangeneinrichtung 123 zerspanend in dem Außenring 42 ausgebildet. Die Zahnstangeneinrichtung 123 wird an dem Innenring 40 nach Art einer Nut- und Feder-Verbindung akkurat angebracht, wobei die Zahnstangeneinrichtung mit einer umfangsmäßig ausgebildeten Nut 143 versehen ist, die zum Aufnehmen des Feder- bzw. Zungenabschnitts 139 des Innenrings 40 ausgebildet ist. Zum Festlegen der vollständig geöffneten Stellung wird der Innenring in dem Außenring positioniert, und die Ringe werden relativ zueinander gedreht, bis die Strömungspassagen 52 mit den äußeren Strömungskanälen 46 vollständig ausgefluchtet sind. Wenn sich die Ringe in dieser Position befinden und der Ringabstützmechanismus in der vorstehend beschriebenen Weise eingestellt ist, ist die Zahnstangeneinrichtung an dem Innenring angebracht, wobei sich die Zahnstangeneinrichtungs-Fläche 145 in Berührung mit dem vollständig offenen Anschlag 140 des Hohlraums 137 befindet. Bolzen (nicht gezeigt) werden dann durch Zahnstangeneinrichtungs-Befestigungsöffnungen 142 hindurchgeführt und in Gewindeöffnungen 138 in dem Innenring fest angezogen. Die Zahnstangeneinrichtung der Hohlraum sind derart positioniert, dass sie für ein vorbestimmtes Schließausmaß des Rohrdiffusors sorgen. Zum Beispiel ist bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der Hohlraum 137 derart dimensioniert, dass die Differenz zwischen der winkelmäßigen Breite der Zahnstangeneinrichtung und dem Hohlraum zu einer geöffneten Stellung von 10% führt. Bei diesem Beispiel beträgt die erforderliche Bewegungsstrecke der Zahnstangeneinrichtung 10°, die winkelmäßige Breite der Zahnstangeneinrichtung beträgt 35°, und die entsprechende winkelmäßige Breite des Hohlraums beträgt 45°. Wenn die Zahnstangeneinrichtung derart positioniert ist, wird ein positiver Anschlag zwischen der Zahnstangeneinrichtung und dem Hohlraum gebildet, so dass die Ringe akkurat und wiederholt an Stellen positioniert werden können, die einer vollständig geöffneten Stellung und einer teilweise geschlossenen Stellung entsprechen. Die positiven Anschläge ermöglichen auch ein an Ort und Stelle erfolgendes Nachrüsten des Aktuators 128, ohne dass eine Notwendigkeit zum Justieren der Position des Innen- und des Außenrings besteht.

Die Arbeitsweise und die Verwendung der vorliegenden Erfindung sind am besten unter Bezugnahme auf 5 zu verstehen, die ein Leistungsdiagramm für einen Kompressor mit einem darin integrierten variablen Rohrdiffusor gemäß der Erfindung aufweist. Das Leistungsdiagramm der 5 beinhaltet eine Mehrzahl von Leistungskurven 60, 62, 64, 66 und 68, von denen jede einer bestimmten Positionierung zwischen den Innen- und Außenringabschnitten 40 und 42 entspricht. Jede Leistungskurve, z. B. 60, ist gekennzeichnet durch einen Pumppunkt, z. B. 70, wobei es sich um den Punkt des maximal verfügbaren Druckes handelt. Ein Betreiben eines Kompressors mit einer Strömungsrate bei oder unter dem Pumppunkt führt wahrscheinlich zu einem Pumpzustand, wie dies vorstehend in dem Abschnitt Hintergrund der Erfindung erläutert worden ist.

Zur Erläuterung der Erfindung kann die Kurve 60 z. B. einer ersten, vollständig geöffneten Stellung entsprechen, die Kurve 62 kann einer mittleren, um 2° teilweise geschlossenen Stellung entsprechen, die Kurve 64 kann einer mittleren, um 4° teilweise geschlossenen Stellung entsprechen, und die Kurve 68 kann einer maximalen, um 8° teilweise geschlossenen Stellung entsprechen.

Es ist zu erkennen, dass ein Einstellen der Ringabschnitte 40 und 42 in Richtung auf eine geschlossene Stellung den Effekt hat, dass der Pumppunkt, z. B. 70, 72, in einer Leistungskurve für einen Kompressor in Richtung auf eine niedrigere Strömungsrate eingestellt wird. Während Perioden eines geringen Strömungsbedarfs kann somit ein Pumpzustand durch Verstellen der Diffusorringe 40 und 42 in Richtung auf eine geschlossene Stellung vermieden werden.

Für das Verständnis der Erfindung ist es hilfreich, das Leistungsdiagramm der 5, das für einen Kompressor mit variablem Diffusor gilt, mit dem in 6 gezeigten Leistungsdiagramm zu vergleichen, das einem Kompressor entspricht, der nur einstellbare Einlass-Leitschaufeln aufweist. In 6 entsprechen die Kurven 80, 82, 84 sowie 86 und 88 der separaten Positionierung der Leitschaufeln 33 in zunehmend weiter geschlossenen Stellungen. Es ist zu erkennen, dass das Schließen der Leitschaufeln 33, wie auch das Schließen der Diffusor-Ringabschnitte 40 und 42, den Effekt eines Absenkens der Pumppunkt-Strömungsrate hat. Ein Pumpzustand kann somit durch Verstellen der Einlass-Leitschaufeln 33 in Richtung auf eine geschlossene Stellung häufig vermieden werden.

Aus dem Leistungsdiagramm der 6 ist jedoch erkennbar, dass ein Verstellen der Leitschaufeln 33 in Richtung auf eine geschlossene Position den weiteren Effekt hat, dass der von dem Kompressor 10 verfügbar Kopfdruck an dem Pumppunkt vermindert wird. Ein Betriebszustand mit niedriger Strömungsrate, der einen relativ hohen Druck erforderlich macht, lässt sich somit nicht durch Verstellen der Leitschaufeln 33 alleine in zufriedenstellender Weise erzielen.

Im Gegensatz dazu ist aus dem Leistungsdiagramm der 5 ersichtlich, dass der von dem Kompressor 10 verfügbare Druck an dem Pumppunkt im Wesentlichen stabil bleibt, wenn die Diffusor-Ringe 40 und 42 in Richtung auf eine geschlossene Stellung verstellt werden. Ein Betriebszustand, der eine niedrige Strömungsrate sowie einen hohen Kompressordruck erforderlich macht, lässt sich somit durch Verstellen der Diffusor-Ringe 40 und 42 in Richtung auf eine geschlossene Stellung in zufriedenstellender Weise erzielen.

Ein Betriebszustand, der eine niedrige Strömungsrate und ein hohes Druckverhältnis relativ zu dem Volllastbetriebs-Druckverhältnis (zum Beispiel 90% der Volllast) erforderlich macht, ist in dem Fall üblich, in dem eine große Differenz (zum Beispiel ca. 50°F oder mehr) zwischen der Umgebungslufttemperatur und der Innentemperatur vorhanden ist, wobei jedoch eine gelegentliche leichte Belastung in einem Gebäude gekühlt wird. In einer derartigen Situation ist ein relativ hohes Kompressordruckverhältnis (zum Beispiel über ca. 2,5) aufgrund der dem Kondensator entsprechenden Kühlmittelsättigungsdruckwerte und der Verdampfungstemperaturen erforderlich, wobei jedoch nur eine reduzierte Strömungsrate von z. B. 25% der Volllast zum Abführen der in dem Gebäude erzeugten Wärme erforderlich ist.

15 zeigt ein Leistungsdiagramm für einen Kompressor, der sowohl einstellbare Leitschaufeln als auch einen variablen Rohrdiffusor gemäß der Erfindung aufweist. Es ist zu erkennen, dass die Effizienz eines Kompressors häufig optimiert werden kann, indem die Verstellung der Leitschaufeln 33 zusammen mit einer Verstellung der Diffusor-Ringe 40 und 42 erfolgt. Unter Bezugnahme auf 15 zeigen die gestrichelten Kurven 111, 112, 113, 114, 115 und 116 Leistungskurven für einen Kompressor mit einem variablen Diffusor in einer vollständig geöffneten Stellung für verschiedenartige Positionierungen der Einlassleitschaufeln 33, während die durchgezogenen Kurven 101, 102, 103, 104 und 105 Leistungskurven für einen Kompressor mit teilweise geschlossenen (hierbei existiert in der geschlossenen Stellung ca. 40% der ursprünglichen Strömungsrate) Diffusor-Ringen bei verschiedenen Leitschaufelpositionierungen zeigen. Wie dem Fachmann allgemein bekannt ist, arbeitet ein Kompressor bei optimaler Effizienz, wenn er an dem "Knie" (z. B. 81 in 14) der die Leistung des Kompressors charakterisierenden Leistungskurve arbeitet. Unter Bezugnahme auf das Diagramm der 15 ließe sich ein Betriebszustand, der z. B. einen Druck von ca. 0,7 maximal sowie eine Strömungsrate von 0,3 maximal benötigt, in effizientester Weise durch einen Kompressor erfüllen, der nach Maßgabe der Kurve 104 arbeitet, wobei dies durch Einstellen der Diffusor-Ringe 40 und 42 in eine geschlossene Stellung sowie durch Einstellen der Leitschaufeln 33 in eine Stellung von 10° realisiert wird.

Die vorliegende Erfindung ist zwar unter Bezugnahme auf eine Anzahl von speziellen Ausführungsbeispielen erläutert worden, jedoch versteht es sich, dass der Umfang der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Ansprüche zu bestimmen ist.


Anspruch[de]
  1. Zentrifugalkompressor (10) mit einem Gehäuse und einem darin drehbar angebrachten Laufrad (12) zum Befördern eines Arbeitsfluids von einem Einlass (29) zu dem Eingang eines ringförmigen, radial angeordneten Spaltring-Diffusors (14), wobei der Diffusor einen Innenring (40), der eine Mehrzahl von darin ausgebildeten ersten Strömungsführungs-Kanalabschnitten (44) aufweist, und einen Außenring (42) besitzt, der eine Mehrzahl von darin ausgebildeten zweiten Strömungsführungs-Kanälen (46) aufweist, wobei jeder zweite Strömungsführungs-Kanalabschnitt (46) einen komplementären ersten Strömungsführungs-Kanalabschnitt (44) aufweist; wobei der Kompressor einen Antriebspositioniermechanismus (121) zum rotationsmäßigen Bewegen des Innenrings (40) in Umfangsrichtung in dem Außenring (42) zwischen einer ersten, vollständig geöffneten Stellung, in der die komplementären ersten (44) und zweiten (46) Strömungskanalabschnitte ausgefluchtet sind, um einen maximalen Fluidstrom durch die komplementären Kanalabschnitte (44, 46) zu ermöglichen, sowie einer zweiten, teilweise geschlossenen Stellung, in der die komplementären ersten (44) und zweiten (46) Strömungsführungskanäle fehlausgerichtet sind, um den Fluidstrom durch die komplementären Kanalabschnitte (44, 46) zu begrenzen,

    dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebspositioniermechanismus (121) Folgendes aufweist:

    eine Rotationsantriebseinrichtung, die an dem Gehäuse fest angebracht ist und ein Antriebsende sowie eine daran angebrachte Ritzeleinrichtung (124) aufweist;

    eine Zahnstangeneinrichtung (123), die an dem Innenring (40) fest angebracht ist und sich von dem Innenring (40) radial nach außen erstreckt sowie dazu ausgebildet ist, in kämmenden Eingriff mit der Ritzeleinrichtung (124) zu treten; und

    eine Bewegungsbegrenzungseinrichtung zum Begrenzen der Bewegung des Innenrings (40) zwischen einer ersten Position, die der vollständig geöffneten Stellung entspricht, und einer zweiten Position, die der teilweise geschlossenen Stellung entspricht, wobei die Bewegungsbegrenzungseinrichtung ein Paar Anschläge (140, 141) aufweist, die an dem Außenring (42) angeordnet sind, um in einer ersten Position, die der vollständig geöffneten Stellung entspricht, starr an der Zahnstangeneinrichtung (123) anzugreifen sowie in einer zweiten Position, die der teilweise geschlossenen Stellung entspricht, starr an der Zahnstangeneinrichtung (123) anzugreifen.
  2. Zentrifugalkompressor (10) nach Anspruch 1, wobei die Rotationsantriebseinrichtung ein Elektromotor ist.
  3. Zentrifugalkompressor (10) nach Anspruch 1, wobei die Rotationsantriebseinrichtung ein Aktuator (128) ist.
  4. Zentrifugalkompressor (10) nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Innenring (40) in Umfangsrichtung in eine Mehrzahl von Stellungen zwischen der vollständig geöffneten und der teilweise geschlossenen Stellung drehverstellbar ist.
  5. Zentrifugalkompressor (10) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Bewegungsbegrenzungseinrichtung ferner einen Hohlraum (137) aufweist, der in dem Außenring (42) vorgesehen ist und zum Aufnehmen der Zahnstangeneinrichtung (123) ausgebildet ist, wobei der Hohlraum (137) Folgendes aufweist:

    ein erstes Ende, das den an dem Außenring (42) angeordneten ersten Anschlag (140) bildet; und

    ein zweites Ende, das den an dem Außenring (42) angeordneten zweiten Anschlag (141) bildet.
  6. Zentrifugalkompressor (10) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Zahnstangeneinrichtung (123) eine untere Fläche aufweist, die eine in der unteren Fläche angeordnete umfangsmäßig ausgebildete Nut (143) aufweist, und wobei der Innenring (40) einen umfangsmäßig erhabenen Bereich (139) aufweist, der konzentrisch zu dem Innenring (40) ist und dazu ausgebildet ist, mit der Nut (143) der Zahnstangeneinrichtung (123) in Eingriff zu treten und die Zahnstangeneinrichtung (123) in umfangsmäßiger Ausrichtung mit dem Innenring (40) zu positionieren.
  7. Zentrifugalkompressor (10) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Ritzeleinrichtung (124) an dem einen Ende einer Antriebswelle (126) angebracht ist und ferner einen Spiel-Einstellmechanismus aufweist, wobei der Spiel-Einstellmechanismus Folgendes aufweist:

    das Gehäuse, in dem eine Montageöffnung angeordnet ist;

    eine Gehäuseeinrichtung (130) mit einem zylindrischen Körper, der konzentrisch um eine erste Mittenlinie (127) angeordnet ist und eine Bohrung (129) aufweist, die sich axial durch den Körper hindurch erstreckt und um eine zweite Mittenlinie (131) in der Bohrung (129) positioniert ist;

    wobei die Antriebswelle (126) konzentrisch mit der zweiten Mittenlinie (131) in der Bohrung (129) der Gehäuseeinrichtung (130) drehbar angeordnet ist;

    wobei die Gehäuseeinrichtung (130) in der Montageöffnung angebracht ist und drehbar betätigbar ist, um eine Einstellung des Spiels zwischen der Ritzeleinrichtung (124) und der Zahnstangeneinrichtung (123) zu bewerkstelligen.
  8. Zentrifugalkompressor (10) nach Anspruch 7, wobei die Gehäuseeinrichtung (130) einen Bereich (135) aufweist, in dem ein Schraubenschlüssel angesetzt werden kann.
  9. Zentrifugalkompressor (10) nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Gehäuseeinrichtung (130) eine Befestigungseinrichtung zum lösbaren Befestigen der Gehäuseeinrichtung in einer ausgewählten Einstellposition aufweist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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