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Dokumentenidentifikation DE60009702T2 12.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001192850
Titel Verbesserung der Fördermittel einer Fruchterntemaschine
Anmelder New Holland Braud S.A., Coex, FR
Erfinder Merant, Jean Camille, 85220 La Chapelle-Hermier, FR
Vertreter G. Koch und Kollegen, 80339 München
DE-Aktenzeichen 60009702
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.10.2000
EP-Aktenzeichen 004027025
EP-Offenlegungsdatum 03.04.2002
EP date of grant 07.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.08.2004
IPC-Hauptklasse A01D 46/28

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und insbesondere auf Maschinen zum Ernten von Früchten, die auf Bäumen oder Büschen wachsen, wie zum Beispiel Weinbeeren, Beeren, Kaffeebohnen, Oliven und dergleichen. Insbesondere bezieht sie sich auf eine Vorrichtung zum Fördern des Erntematerials, das von der Ernteeinheit von den Bäumen oder Büschen abgelöst wurde, zu einem Behälter.

Fruchterntemaschinen, wie zum Beispiel Trauben- oder Weinbeeren-Erntemaschinen, sind üblicherweise mit einer Schüttler-Baugruppe ausgerüstet, die rittlings über eine Reihe von Büschen oder Weinreben läuft. Die Schüttler-Baugruppe umfasst Sätze von Schüttler-Stangen, die in Schwingungen versetzt werden, um die Weinreben heftig zu schlagen oder zu schütteln, um die Weinbeeren oder Weintrauben von den Weinreben zu trennen. Die abgetrennten Früchte werden zu Förderern auf beiden Seiten der Weinreben geführt und von diesen Förderern zu Behältern oder Containern auf der Oberseite der Traubenerntemaschinen gefördert. Wenn die Maschine das Ende einer Reihe von Weinreben erreicht, können die Behälter in einen geschleppten Anhänger zum Weitertransport an das Weingut entladen werden.

Die Wirkung der Schüttlerstangen auf die Weinreben löst auch einige der Blätter von diesen. Diese Blätter werden ebenfalls in den Förderern aufgenommen und können mit den Weinbeeren in den Behältern gemischt werden. Üblicherweise ist die Erntemaschine mit Reinigungseinrichtungen zum Trennen der Blätter und anderer Fremdkörper, wie zum Beispiel abgetrenntem Holz, von den Früchten, ausgerüstet. Beispielsweise hat die Braud Traubenerntemaschine Modell SB64 der Firma New Holland Braud unterhalb des oberen Stranges jedes Förderers einen zwischenliegenden Bandförderer zum Empfang der abgelösten Früchte und zum Kippen dieser Früchte in die Behälter auf jeder Seite der Erntemaschine. Über dem Auslassende jedes Bandförderers ist ein Reinigungsgebläse eingebaut, um die Blätter von dem Erntematerial auf dem Bandförderer zu trennen. Die Reinigungswirkung wird durch den Luftstrom verbessert, der auf das fallende Erntegut wirkt.

Es wurde beobachtet, dass das Gebläse nicht nur die Blätter absaugt, sondern auch Tropfen von wertvollem Fruchtsaft. Der Fruchtsaft ergibt sich aus Weintrauben, die unter dem Aufprall der Schüttlerstangen geplatzt sind. Am Auslassende des zwischenliegenden Förderers saugt die Luftströmung die Safttropfen ab und lagert sie zusammen mit den Blättern an der Seite der Maschine ab. Diese Verluste können durch Verringern der Gebläsedrehzahl zur Verringerung der Luftgeschwindigkeiten verringert werden, doch verringert eine derartige Maßnahme unvermeidbar die Menge an Fremdmaterial, das von dem Erntegut entfernt wird.

Die EP-A-0 893 049 versucht beispielsweise das Problem des Verlustes an Fruchtsaft zu vermeiden.

Die FR-A-2 686 530 schlägt vor, die Fruchterntemaschine mit einem Reinigungssystem zu versehen, das nach innen gerichtete Stangen, die die Blätter festhalten, einen Siebtrichter, der unterhalb der die Trauben und die Weinbeeren festhaltenden Stangen installiert ist, und einen eine vollflächige Platte aufweisenden Trichter umfasst, der den Fruchtsaft empfängt, der zwischen den Stäben und durch den Maschentrichter wandert. Ein derartiges System weist eine sehr große Größe auf und neigt zu Verunreinigungen durch Erntematerial, das an den inneren oder äußeren Trichtern klebt. Weiterhin ergibt sich hierbei kein einfacher Zugang zur Reinigung der verunreinigten Bauteile.

Die FR-A-2 298 266 offenbart ein Förder- und Reinigungssystem, das Förderwannen oder Förderbecher einschließt, die mit sich in Querrichtung erstreckenden Rippen versehen sind, um auf diesen die Blätter festzuhalten. Lose Weinbeeren und Saft werden in den Wannenabschnitten unter oder zwischen den Rippen aufgenommen. Die Wannen sind mit Lufteinlässen auf ihren Seiten versehen, um einen effektiven, nach oben gerichteten Luftstrom zu ermöglichen, der die Blätter von den Rippen entfernt. Eine derartige Anordnung verringert drastisch die Förderkapazität der Wannen. Weiterhin ist der untere Abschnitt der Wannen teilweise geschlossen, so dass sich Erntegut und anderes Material hier sehr leicht ansammeln kann, während der Zugang zu Reinigungszwecken in schwerwiegender Weise behindert ist.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die vorstehend angegebenen Probleme zu beseitigen und eine verbesserte Förder- und Reinigungsanordnung zu schaffen, die in der Lage ist, die Verluste an Fruchtsaft zu verringern und gleichzeitig weniger zur Ansammlung von Material auf dieser neigt.

Dies Ziel wird durch die vorliegende Erfindung gemäß Anspruch 1 erzielt. Weitere vorteilhafte Anordnungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Fruchterntemaschine geschaffen, die folgendes umfasst:

einen Rahmen, der mit Einrichtungen zur Bewegung des Rahmens über ein Feld ausgerüstet ist;

eine Erntebaugruppe zum Lösen von Erntematerial, das Früchte und Blattwerk umfaßt, von Bäumen, Büschen und dergleichen, die auf dem Feld stehen;

eine Fördereinrichtung zum Empfang der abgelösten Früchte und Blätter, zusammen mit Saft von den Früchten, und zu deren bzw. dessen Transport direkt oder indirekt zu einem Behälter;

eine Siebeinrichtung, auf der feste Fruchtteile festgehalten werden, und durch die der Saft hindurchgelangen kann; und

eine Reinigungseinrichtung, die oberhalb der Fördereinrichtung eingebaut ist, um das Blattwerk von den gelösten Früchten zu trennen;

dadurch gekennzeichnet, daß:

die Siebeinrichtung an einer festen Stelle oberhalb der Fördereinrichtung und unterhalb der Reinigungseinrichtung angeordnet ist, und

die Fördereinrichtung mit Zinkeneinrichtungen versehen ist, die sich durch die Siebeinrichtungen erstrecken, um mit den festen Fruchtteilen in Eingriff zu kommen und diese zu dem Behälter zu bewegen.

Diese Zinkeneinrichtungen stellen einen eindeutigen Transport des Erntematerials entlang des Siebes sicher. Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Fördereinrichtungen ein Förderband, an dem eine Gruppe von sich nach außen erstreckenden Fingern befestigt ist. Auf diese Weise müssen keine getrennten Einrichtungen zur Vorwärtsbewegung der Finger durch das Sieb vorgesehen sein. Saft und kleine Erntegutteile, wie zum Beispiel lose Beeren, werden von der Bandoberfläche unterhalb des Siebes aufgenommen. Sie können von dem massiven Basisteil der sich in Querrichtung erstreckenden Wülste zurückgehalten werden, von denen die Finger nach oben vorspringen. Der obere, das Erntegut aufnehmende Strang kann nach oben, beispielsweise unter 15°, in seiner normalen Förderrichtung geneigt sein, um die Bewegungsbahn des Erntematerials am in Bewegungsrichtung hinteren Ende dieses Förderers zu optimieren. Die Wülste können gekrümmt sein, um Erntegut und Saft in der Nähe des Förderbandes zu konzentrieren.

Vorzugsweise erstreckt sich das Sieb im wesentlichen parallel zu den Fördereinrichtungen. In vorteilhafter Weise umfasst es eine Anordnung von parallelen Stangen, die sich in der Transportrichtung des Förderers erstrecken. Die Finger können so bemessen werden, dass sie als Abstreifer entlang der Stäbe wirken, um die Ansammlung von Erntematerial unter diesen und auf den Seiten des Stabes zu verhindern. Die Höhe des massiven Basisteils des Wulstes kann so gewählt werden, dass sich eine zusätzliche Abstützung für die Stäbe ergibt.

Um einen ausreichenden freien Raum für das Erntegut auf dem Bandförderer zu schaffen, um von dem Förderer abgeworfen zu werden, können die Stäbe in einer freitragenden Weise, mit ihren freien Enden benachbart zum in Bewegungsrichtung hinteren Ende des Förderers, befestigt werden. Jeder Stab kann auf einer getrennten Stabbefestigung befestigt sein, so dass sich zwischen diesen ein Raum für den Durchgang der Finger ergibt. Die Stabbefestigungen können lösbar auf einer gemeinsamen Tragplatte befestigt sein, um einen leichten Ersatz von abgenutzten oder beschädigten Stäben zu ermöglichen.

Vorzugsweise sind die Stäbe aus korrosionsbeständigem Material, beispielsweise aus Edelstahl, oder einem zusammengesetzten Material hergestellt.

Eine Fruchterntemaschine gemäß der vorliegenden Erfindung wird nunmehr ausführlicher in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

1 eine Seitenansicht einer Erntemaschine ist, die mit einem Becherförderer, einem zwischenliegenden Bandförderer und einem Reinigungsgebläse ausgerüstet ist, das über dem zwischenliegenden Förderer angeordnet ist;

2 eine perspektivische Ansicht ist, die die relativen Positionen des Bandförderers und einer Führungsplatte zum Führen des Erntematerials zu diesem zeigt;

3 eine längsgerichtete Querschnittsansicht des Bandförderers und des Siebes ist, das über dem oberen Bandförderer-Strang angeordnet ist;

4 eine quergerichtete Querschnittsansicht des Bandförderers entlang der Linie IV-IV in 3 ist; und

5 eine perspektivische Ansicht des Förderers und des Siebes der 3 und 4 ist.

In der folgenden Beschreibung werden Bezugnahmen auf „rechts" und „links" bestimmt, während man auf der Rückseite der Erntemaschine steht und in Richtung der normalen Vorwärtsbewegung blickt. Es ist weiterhin verständlich, dass in dieser Beschreibung Ausdrücke wie „vorwärts", „rückwärts", „aufwärts", „abwärts", usw. aus Bequemlichkeitsgründen gewählte Worte sind und nicht als beschränkend aufgefaßt werden sollten.

Die in 1 gezeigte Fruchterntemaschine ist eine Traubenerntemaschine, die allgemein mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist und ein Fahrgestell oder einen Hauptrahmen 2 aufweist, der mit vorderen lenkbaren Rädern 3 und Hinterrädern 4 versehen ist. Sowohl die Vorderräder 3 als auch die Hinterräder 4 werden für eine Bewegung des Rahmens 2 über den Boden angetrieben. Es ist weiterhin vorstellbar, die Räder durch andere mit dem Boden in Eingriff kommende Teile, wie zum Beispiel Gleisketten, zu ersetzen. Der Rahmen 2 weist die Form eines Portals auf, um in der Lage zu sein, eine Reihe von Pflanzen oder Büschen rittlings zu überqueren, wie zum Beispiel Weinreben. In bekannter Weise trägt der Rahmen 2 eine Erntebaugruppe 5, die eine (nicht gezeigte) Schüttlerbaugruppe zum Ablösen der Weinbeeren von den Weinreben und zwei Höhenförderer 8 zum Sammeln der abgelösten Weinbeeren und zum Fördern dieser Weinbeeren zu zwei Speichertanks oder -behältern 9 auf beiden Seiten der Erntemaschine 1 umfasst. Der Rahmen 2 trägt weiterhin einen Motor 11, der die Drehantriebskraft liefert, die erforderlich ist, um die verschiedenen aktiven Bauteile der Erntebaugruppe 5 und der Förderer anzutreiben, und um weiterhin eine Antriebskraft an die Räder 3, 4 zu liefern, weil das Fahrzeug 1 vom selbstfahrenden Typ ist.

Die Erntebaugruppe 5 kann in dauerhafter Weise an dem Hauptrahmen 2 der Maschine befestigt sein, oder sie kann in Form einer lösbaren Baugruppe ausgebildet sein, die lösbar an dem Hauptrahmen 2 befestigt ist, so dass sie durch andere Ausrüstungen oder Zubehörteile ersetzt werden kann, wie zum Beispiel Sprühgeräte, Schneide-Ausrüstungen, Ausrüstungen zur Bodenbearbeitung usw.

Die Antriebs- und Erntefunktionen des Fahrzeugs werden durch den Fahrer von einer Fahrerplattform 13 aus gesteuert, die an dem vorderen Teil des Rahmens 2 über dem linken lenkbaren Rad 3 angeordnet ist. Um die Annehmlichkeit des Fahrers zu vergrößern, ist eine gegen die Umgebung isolierte Fahrerkabine 14 vorgesehen, die die Position des Fahrers auf der Plattform 13 umgibt.

Die Höhenförderer 8 bilden jeweils eine geschlossene Schleife um die Schüttlerbaugruppe 5 und umfassen jeweils eine geschlossene Kette, die mit einer Serie von miteinander verbundenen Schalen oder Bechern 16 versehen ist. Vorzugsweise sind die zwei unteren Stränge 8a der beiden Förderer 8 benachbart zueinander, und sie werden auf jeder Seite einer Weinreben-Reihe geführt, so dass sie den Fuß der Weinreben einklemmen und das von der Schüttler-Baugruppe gelöste Erntematerial auffangen. Die vertikalen hinteren Stränge 8b und vorderen Stränge 8d der Höhenförderer 8 divergieren nach oben und nach außen von den Längsachsen der unteren Stränge 8a aus, um den Durchgang des oberen Teils der Pflanzen in die Erntebaugruppe 5 und aus dieser heraus freizumachen. Die Geschwindigkeit der unteren Stränge 8a bezüglich des Rahmens 2 ist gleich und entgegengesetzt zu der Geschwindigkeit der Maschine entlang der Weinreben-Reihe, so daß sich keine Relativbewegung der unteren Stränge 8a gegenüber den Stämmen der Pflanzen ergibt, die sie umschließen. Eine derartige Anordnung schließt eine vorzeitige Abnutzung der Becher 16 und Schäden an den Weinreben aus.

Wenn die Förderer 8 in ihren oberen Strang 8c eintreten, werden die Becher 16 umgekippt, um ihren Inhalt auf Führungsplatten 18 abzugeben, die auf beiden Seiten des Rahmens 2 eingebaut sind. Jede Führungsplatte 18 (2) ist geneigt angeordnet, um das abgegebene Erntematerial nach vorn zum unteren Teil eines zwischenliegenden Bandförderers 20 abzugeben. Die Bandförderer 20 transportieren das Erntematerial nach außen und geringfügig nach oben zu den Behältern 9. Eine in Längsrichtung angeordnete (nicht gezeigte) Unterteilungs-Förderschnecke, die unterhalb des Abgabeendes jedes Bandförderers 20 angeordnet ist, stellt die richtige Verteilung der Trauben in den Behältern 9 sicher.

Oberhalb der Abgabeenden der Förderer 20 wurden Reinigungseinrichtungen 27 für die Entfernung der Blätter von dem Erntematerial angeordnet (1). Die Reinigungseinrichtungen 27 umfassen eine Haube 29, die auf den Abgabebereich des Förderers 20 gerichtet ist sowie ein Absauggebläse 30, das mit der Oberseite der Haube 29 ausgerichtet ist. Der Gebläserotor 32 kann mit verschiedenen Geschwindigkeiten, beispielsweise durch einen Hydraulikmotor, angetrieben werden, um eine nach oben gerichtete Luftströmung zu schaffen, die mit dem Erntematerial in Berührung kommt, während dies auf der Oberseite des Bandförderers 20 gefördert und in die Behälter 9 geworfen wird. Die Bewegungsbahn der schwereren Ernteelemente, wie zum Beispiel loser Weinbeeren oder vollständiger Trauben, wird im wesentlichen durch die Luftströmung nicht beeinflusst, doch werden die Blätter, die ein größeres Oberflächen-/Gewichtsverhältnis haben, abgehoben und in das Gebläse 30 gesaugt. Die abgesaugten Blätter werden von dem Gebläse 30 durch einen Auslasskanal 34 ausgestoßen, der über der Vorderseite des Behälters 9 und über diesem befestigt ist, und sie werden auf dem Feld hinter der Traubenerntemaschine 1 abgelegt. Durch Einstellen der Drehgeschwindigkeit der Gebläserotoren 32, beispielsweise durch Steuern der Hydraulikpumpe, die den Hydraulikmotor des Gebläses speist, kann eine mehr oder weniger aggressive Wirkung des Gebläses auf das Erntematerial, das in die Behälter 9 abgeworfen wird, erzielt werden. Wenn die Blätter trocken und leicht entfernbar sind, so kann die Rotordrehzahl verringert werden. Wenn die Menge an Blättern in dem Erntematerial zunimmt, oder wenn sie stärker klebrig werden, kann es erforderlich sein, die Rotordrehzahl für eine wirkungsvolle Reinigung des Erntematerials zu vergrößern.

Wie dies in den 2 und 4 dargestellt ist, umfasst jeder Bandförderer 20 zwei Walzen 50, 51, die sich in Längsrichtung der Erntemaschine 1 erstrecken, sowie ein Förderband 53, das um das Walzenpaar gelegt ist. Eine der Walzen 50, 51 wird durch geeignete (nicht gezeigte) Motoreinrichtungen, wie zum Beispiel einen hydraulischen oder elektrischen Motor, angetrieben. Die lineare Geschwindigkeit des Förderbandes kann geändert werden, um eine Anpassung an unterschiedliche Ernte- und/oder Erntegut-Bedingungen zu erzielen. Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Förderband 53 mit einer maximalen linearen Geschwindigkeit von ungefähr 80 m/min angetrieben. Die äußere Walze 51 ist etwas höher als die innere Walze 50 eingebaut, so dass der obere Strang 53a des Förderbands 53 eine Neigung &agr; von angenähert 15° zur Horizontalen aufweist. Die Führungsplatte 18 lenkt die Strömung des Erntematerials, das von dem Höhenförderer 8 abgegeben wird, nach vorn und etwas nach innen, wie dies durch den Pfeil 56 in 2 gezeigt ist, so dass die Hauptmasse des Materials von dem Förderband 53 unter einem Winkel von ungefähr 30° zur Transportrichtung des Bandförderers 20 aufgenommen wird.

Das von den Bechern 16 mitgeführte Erntematerial enthält nicht nur lose Weinbeeren, Trauben und Blätter, sondern auch Fruchtsaft, der aus den Weinbeeren austritt, die unter der Wirkung der Schüttler-Baugruppe oder ihr Herunterfallen auf den Höhenförderer 8 aufgeplatzt oder beschädigt sind. Wenn er in den Behältern 9 gesammelt wird, kann dieser Saft zur weiteren Weinherstellung verwendet werden. Der Saft wird in Form von Tropfen auf den Bandförderer 20 geschleudert. Wenn das Erntematerial das Ende des Bandförderers 20 erreicht hat, wurde festgestellt, dass wenn keine speziellen Vorkehrungen getroffen werden, ein erheblicher Teil dieser Tropfen von dem Gebläse 30 abgesaugt und durch den Auslaßkanal 34, zusammen mit den Blättern, ausgestoßen wird. Entsprechend ist es vorteilhaft, diese Verluste zu beseitigen und die Einwirkung des Gebläses 30 auf den Saft zu verringern.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Bandförderer 20 mit einem Sieb 60 ausgerüstet, das oberhalb des oberen Stranges 53a des Förderbandes 53 angeordnet ist, wie dies in den 3 bis 5 gezeigt ist. Das Sieb 60 ist durch einen Satz von parallelen Stangen 62 gebildet, die sich im wesentlichen parallel zu diesem oberen Strang erstrecken. Der Durchmesser der Stangen 62 und der Abstand zwischen diesen ist so gewählt, dass er das Hlndurchgelangen einzelner Weinbeeren und Saft ermöglicht, während er Materialien mit einer größeren Oberfläche zurückhält, wie zum Beispiel Trauben und Blätter. Beispielsweise können die Stangen einen Durchmesser von ungefähr 10 mm haben, und sie können unter einem gegenseitigen Abstand von 30 bis 40 mm und in einer Entfernung von 30 bis 40 mm oberhalb der Oberfläche des Förderbandes angeordnet sein. Die Stangen 62 erstrecken sich in der Bewegungsrichtung des Förderers 20. Stromaufwärts und stromabwärts wird bezüglich der Förderrichtung des Förderbands 53 definiert. Jede Stange 62 ist, beispielsweise durch Schweißen, an ihrem stromaufwärts gelegenen Ende mit einer halbmondförmigen Stangenbefestigung 64 verbunden, die vor und unterhalb der Förderwalze 50 befestigt ist. Die Stangenbefestigungen 64 sind mit einer Vielzahl von Laschen 65 zu Einbau der Befestigungen 64 parallel zueinander in Öffnungen einer gekrümmten vorderen Platte 67 des Förderers 20 versehen. Die Stangen 62 sollten aus starrem und abnutzungsbeständigen Material hergestellt sein, wie Edelstahl oder einem zusammengesetzten Material, beispielsweise einem glasfaserverstärkten Kunstharzmaterial.

Die strömungsabwärts gelegenen Enden der Stangen 62 enden kurz vor dem strömungsabwärts gelegenen Ende des Förderers 20. Die Stangen sind derart freitragend angeordnet, dass das Material, das oberhalb und unterhalb der Stangen 62 gefördert wird, nach außen in einen der Behälter 9 abgegeben werden kann.

Das Förderband 53 ist um die Walzen 50, 51 herumgelegt und dann an ihrem Platz dadurch festgelegt, dass die Endteile des Förderbandes mit Hilfe geeigneter Einrichtungen miteinander verbunden werden, wie zum Beispiel (nicht gezeigte) Nieten oder Schrauben. Das Förderband 53 kann aus Polyvinylchlorid, Polyurethan oder aus irgendeinem anderen geeigneten flexiblen Material hergestellt werden. Sich in Querrichtung erstreckende Wülste 70 wurden, beispielsweise durch Kleben, Vulkanisieren oder durch einen thermischen Prozess, an der Oberfläche des Förderbandes 53 angebracht. Die Wülste 70 sind gekrümmt, um die Früchte in der Nähe der Mitte des Förderbands 53 zu sammeln, während dies nach oben hin zu dem Behälter 9 gefördert wird. Sie haben einen oberen Kranz, der eine Serie von Einprägungen 72 und Fingern 74 bildet (4). Die Einprägungen 72 nehmen die Siebstangen 62 auf. Die Finger 74 erstrecken sich oberhalb der Stangen in einer ausreichend hohen Höhenlage, um mit den Trauben und Blättern in Eingriff zu kommen, die auf der Oberseite des Siebes 60 abgelegt werden. Während sich das Förderband 53 um die Walzen 50, 51 bewegt, laufen die Finger 74 zwischen den sichelförmigen Teilen der Stabbefestigungen 64 hindurch.

Während der Erntevorgänge wird das abgelöste Erntematerial von dem Höhenförderer 8 auf dem Sieb 60 abgelegt. Lose Weinbeeren und Saft wandert zwischen den Stangen 62 auf die Oberfläche des Förderbandes 53. Die Beeren und der Saft neigen dazu, den geneigten Förderer herunterzulaufen, doch werden sie durch die massiven unteren Teile der Wülste 70 festgehalten. Die Krümmung der Wülste konzentriert sie in der Nähe des mittleren Abschnitts des Förderbands. An dem Ende des Förderers 20 werden sie entlang der Bewegungsbahn 6a (2) unter die Gebläsehaube 29 in den Behälter 9 bewegt.

Die Blätter und die Trauben werden durch das Sieb 60 festgehalten. Die Wulstfinger 74 kommen mit diesem Teil des Ernteguts in Eingriff und fördern es stromabwärts zu der Abgabezone unterhalb des Gebläses 30. An dem Auslassende des Bandförderers 20 werden Blätter und Trauben entlang einer zweiten Bewegungsbahn 6b oberhalb der Bewegungsbahn 64 der losen Weinbeeren und des Safts bewegt. Sie gelangen näher an das Gebläse 30, so dass die Blätter einfacherer die Haube 29 hinaufgezogen werden. Andererseits hat der stärkere Luftstrom kaum irgendeine Wirkung auf die Trauben, die nach unten in den Behälter 9 fallen. Weil der größte Teil des Saftes unterhalb der Trauben und der Blätter gesammelt wurde, wird er von diesen gegenüber der direkten Einwirkung des Gebläses 30 abgeschirmt. Weiterhin werden die Safttropfen in einer größeren Entfernung von dem Gebläse bewegt, so dass beträchtlich weniger Safttropfen in das Gebläse eingesaugt und durch den Auslasskanal 34 auf den Boden benachbart zur Erntemaschine 1 abgegeben werden.

Obwohl die Stangen 62 in einer freitragenden Weise befestigt sind, sind sie immer noch in der Lage, eine erhebliche Materialmenge ohne eine Auslenkung zu tragen, weil sie durch die Böden der Einprägungen 72 in den Förderband-Wülsten 70 abgestützt sind. Durch Anpassen der Abmessungen der Einprägungen an den Querschnitt der Stäbe 62 kann ein enger Sitz erzielt werden, so dass jeder Wulst 70 als ein Abstreifer wirkt, wodurch jedes Material beseitigt wird, das an den Stangen anhaftet. Damit ist ein derartiges System selbstreinigend.

Es ist verständlich, dass auf diese Weise eine einfache und dennoch wirkungsvolle Einrichtung zum Trennen des Saftes von den abgetrennten Früchten und zur Schaffung einer deutlich verschiedenen Bewegungsbahn für die Flüssigkeit und das feste Erntematerial an dem Austrittsende eines Förderers geschaffen wird.

Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine bestimmte Art von Frucht-Erntemaschine und Förderbaugruppe beschrieben wurde, ist es verständlich, dass andere Ausführungsformen denkbar sind, ohne von dem ursprünglichen Gedanken der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann das Sieb durch längsgerichtete Elemente mit einem rechtwinkligen oder dreieckigen Querschnitt gebildet werden. Die Siebelemente können sowohl an ihren stromaufwärts gelegenen als auch ihren stromabwärts gelegenen Enden an der Fördererstruktur befestigt werden, um ein starreres Sieb zu schaffen. Die sich von dem Förderband 53 aus erstreckenden Finger müssen nicht ausgerichtet sein, sondern sie können über die gesamte Förderband-Oberfläche verteilt sein. Es ist weiterhin vorstellbar, den Bandförderer durch eine andere Art von Förderer zu ersetzen, beispielsweise durch einen Becher-Förderer, und die Förderelemente, wie zum Beispiel die Becher, mit Elementen zu versehen, die sich durch das Sieb erstrecken, um das Erntematerial, das auf das Sieb abgelegt wird, zu transportieren, während der Saft auf oder in den Förderelementen unterhalb des Siebes aufgenommen wird.


Anspruch[de]
  1. Fruchterntemaschine (1) mit:

    einem Rahmen (2), der mit Einrichtungen (3, 4) zum Bewegen des Rahmens über ein Feld ausgerüstet ist;

    einer Erntebaugruppe (5) zum Ablösen von Erntematerial, das Früchte und Blattwerk umfasst, von Bäumen, Büschen und dergleichen, die auf dem Feld stehen;

    einer Fördereinrichtung (20) zum Empfang der abgetrennten Früchte und Blätter, zusammen mit Saft von den Früchten, und zu deren bzw. dessen Transport entweder direkt oder indirekt zu einem Behälter (9);

    einer Siebeinrichtung (60) zum Festhalten fester Fruchtteile auf dieser und zur Ermöglichung eines Durchgangs des Saftes durch diese; und

    einer Reinigungseinrichtung (27), die oberhalb der Fördereinrichtung (20) eingebaut ist, um die Blätter von den abgetrennten Früchten zu trennen;

    dadurch gekennzeichnet, dass:

    die Siebeinrichtung (60) an einer festen Position oberhalb der Fördereinrichtung (20) und unterhalb der Reinigungseinrichtung (27) angeordnet ist, und

    die Fördereinrichtung (20) mit Zinkeneinrichtungen (74) versehen ist, die sich durch die Siebeinrichtungen (60) erstrecken, um mit den festen Fruchtteilen in Eingriff zu kommen und diese zu dem Behälter (9) zu bewegen.
  2. Fruchterntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (20) einen Bandförderer (53) umfasst, und dass die Zinkeneinrichtungen eine Anordnung von sich nach außen erstreckenden Fingern (74) umfassen, die an dem Förderband (53) befestigt sind, und sich durch die Siebeinrichtungen (20) nach außen erstrecken.
  3. Fruchterntemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Finger (74) von im wesentlichen in Querrichtung erstreckenden Wülsten (70) erstrecken, die einen massiven Basisteil aufweisen, der zum Festhalten des Saftes betreibbar ist.
  4. Fruchterntemaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der obere, das Erntematerial empfangende Strang (53a) des Förderbands (53) in seiner normalen Förderrichtung nach oben geneigt ist.
  5. Fruchterntemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Strang (53a) unter einem Winkel von im wesentlichen 15° zur Horizontalen geneigt ist.
  6. Fruchterntemaschine nach Anspruch 4 oder 5, unter Rückbeziehung auf Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wülste (70) in ihrer Form gekrümmt sind und einen niedrigsten Punkt in der Nähe der Mitte des Förderbands (53) aufweisen.
  7. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Siebeinrichtung (60) im wesentlichen parallel zu der Fördereinrichtung (20) erstreckt.
  8. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebeinrichtung (20) eine Anordnung von Stangen (62) umfasst, die sich oberhalb der Fördereinrichtung (20) erstrecken.
  9. Fruchterntemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stangen (62) parallel zueinander in der normalen Transportrichtung der Fördereinrichtung (20) erstrecken.
  10. Fruchterntemaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkeneinrichtungen (74) mit den Stangen (62) in Eingriff kommen, um Material von den Stangen abzustreifen, während die Fördereinrichtung (20) Erntematerial zu dem Behälter (9) transportiert.
  11. Fruchterntemaschine nach Anspruch 9 oder 10, unter Rückbeziehung auf Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der massive Basisteil der Wülste (70) zum Abstützen der Stangen (62) betreibbar ist.
  12. Fruchterntemaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (62) in einer freitragenden Weise befestigt sind, wobei ihre freien Enden benachbart zum stromabwärts gelegenen Ende der Fördereinrichtung (20) angeordnet sind.
  13. Fruchterntemaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede Stange (62) mit einer getrennten Stangenbefestigung (64) benachbart zum stromaufwärts gelegenen Ende der Fördereinrichtung (20) verbunden ist, wobei die Zinkeneinrichtungen (74) so betreibbar sind, dass sie zwischen den Stangenbefestigungen (64) hindurchlaufen.
  14. Fruchterntemaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangenbefestigungen (64) an einer gemeinsamen, sich in Querrichtung erstreckenden Platte (67) befestigt sind.
  15. Fruchterntemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangenbefestigungen (64) lösbar an der Befestigungsplatte (67) befestigt sind.
  16. Fruchterntemaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangen (62) aus einem korrosionsbeständigen Material hergestellt sind.
  17. Fruchterntemaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das korrosionsbeständige Material aus Edelstahl oder einem zusammengesetzten Material ausgewählt ist.
  18. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (27) benachbart zu einem Abgabeende der Fördereinrichtung (20) angeordnet ist.
  19. Fruchterntemaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (27) eine Haube (29) mit einem Einlass, der über dem Abgabeende angeordnet ist, und einem Auslass aufweist, der mit einem Gebläse (30) zum Absaugen der Blätter in den Einlass ausgerichtet ist.
  20. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsgeschwindigkeit der Fördereinrichtung (20) und/oder der Reinigungseinrichtung (27) einstellbar ist.
  21. Fruchterntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass:

    die Siebeinrichtung (60) eine Anordnung von Halteelementen (62) umfasst, die unter einem gegenseitigen Abstand angeordnet sind, der ausreicht, um den Durchgang von losen Beeren zu ermöglichen; und

    die Fördereinrichtung (20) Einrichtungen (53) zum Empfang der losen Beeren und zu deren Transport unterhalb der Siebeinrichtungen (60) zu dem Behälter (9) umfasst.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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