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Dokumentenidentifikation DE69916565T2 19.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001013462
Titel Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Relief-Streifens durch Ätzen
Anmelder Veneta Decalcogomme S.r.l., Bastia di Rovolon, (Padova), IT
Erfinder Ferro, Mario, 35030 San Biagio di Teolo (PADOVA), IT
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 86199 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69916565
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.12.1999
EP-Aktenzeichen 991252008
EP-Offenlegungsdatum 28.06.2000
EP date of grant 21.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.08.2004
IPC-Hauptklasse B41M 1/28
IPC-Nebenklasse B41M 3/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Reliefstreifens.

Ein Verfahren des Standes der Technik zur Herstellung gefärbter Reliefstreifen enthält insbesondere die folgenden Arbeitsschritte.

Zuerst wird auf einem Polypropylenträger mit einer Größe von 9,5 Millimeter und einer Dicke von 400 &mgr;m (Mikrometer) oder auf einem Polyamid-Träger mit der gleichen Größe ein Ätzschritt unter Verwendung einer 20/30-Tonnen-Exzenterpresse ausgeführt.

Die Exzenterpresse ist mit einem Formhalter versehen, der eine Form trägt, die eine Vielzahl von inneren modularen buchstabenförmigen Ausnehmungen aufweist, die je eine Länge von 4,5 Millimeter und ein spitz zulaufendes Ende aufweisen.

Die Zusammensetzung einer Buchstabenanordnung definiert einen durch die Maschine zu reproduzierenden Text.

Dann wird der Ätzdruck eingestellt und die Ätzdicke wird gesteuert, vorzugsweise auf 80/90 Mikrometer.

Das geätzte Material wird zur einer Färbestrecke oder einem System gefördert, das üblicherweise als "Färbemaschine" bezeichnet wird.

Man lässt den Streifen unter einer Zufuhrvorrichtung für flüssiges gefärbtes Harz durchlaufen, unter Verwendung eines gefärbten chlorsulfonierten Polyethylens als Basis, und bringt ihn in eine Lösung mit einem Verhältnis von 20% Trockenextrakt in einem aromatischen Lösungsmittel.

Geeignete Reibeklingen entfernen die überschüssige Tinte auf dem ebenen Teil des Streifens, und dann lässt man den Streifen durch einen Infrarotofen laufen und bringt ihn in einen trockenen Zustand.

Eine Rotationsbürstenanordnung am Ausgang des Ofens reinigt den Streifen vollständig von Rückstandsmaterialien, insbesondere den ebenen Teil des Streifens.

Dann erhält man als Endergebnis einen gefärbten Teil in den Buchstabenausnehmungen und einen restlichen perfekt sauberen Teil.

Die gefärbte Masse setzt sich zusammen aus: Chlorsulfonierter Polyethylenbasis 618 Teile CaCO3 163.5 Teile Titandioxid 94 Teile Pigment 63 Teile Katalysator 1,5 Teile aromatisches Lösungsmittel 60 Teile insgesamt 1000 Teile

Zu 1 kg des obigen Basismaterials werden 500 g eines aromatischen Lösungsmittels hinzugefügt.

Die gefärbte Pastenbasis enthält: Chlorsulfoniertes Polyethylen 251 Teile 200 Magnesiumoxid 37 Teile PE 200 7,7 Teile PolAC 616 4,9 Teile Tinuvin 0,6 Teile aromatisches Lösungsmittel 698,8 Teile insgesamt 1000 Teile

Das oben offenbarte Verfahren hat jedoch den nachteiligen Effekt, dass die Tinte auch an unerwünschten Teilen des zu verarbeitenden Streifens haftet.

Zusammenfassung der Erfindung

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Reliefstreifens zu schaffen, bei dem das Tintenmaterial daran gehindert wird, an unerwünschten Teilen des Streifens zu haften, indem eine Art Freigabeverfahren angewendet wird.

Im Rahmen des Umfangs des oben genannten Ziels ist es ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung, eine speziell entwickelte Tinte zu schaffen, die eine sehr hohe Anti-Abriebsstärke aufweist, sowie eine sehr hohe Anti-Alterungsstärke gegenüber atmosphärischen Agenzien und ultravioletter Strahlung.

Die oben genannte Absicht und die Ziele, sowie noch andere Ziele, werden durch die vorliegende Erfindung erreicht, die insbesondere ein Verfahren betrifft zur Herstellung eines gefärbten Reliefstreifens, das einen ersten Ätzschritt aufweist, bei dem der Streifen geätzt wird, wobei das Verfahren ferner die Schritte aufweist, den geätzten Streifen durch eine Färbestrecke und eine Freigabelösungs-Dosiereinheit, die vorgesehen ist, um die Lösung auf dem geätzten Teil des Streifens zu dosieren, laufen zu lassen, Einführen des Streifens in eine Form, die mit einer Vielzahl von Hohlräumen mit verschiedenen Querschnitten und Abständen versehen ist, und Bewirken, dass die Tinte unter Vakuum und in einem genau dosierten Zustand aus den Hohlräumen austritt, um es der Tinte zu erlauben, dass sie in die Materialausnehmung eintritt, Fördern des Streifens durch einen Infrarotofen und Bürsten des Streifens.

Weitere Details und Vorteile sowie wichtige Merkmale der vorliegenden Erfindung werden im folgenden offensichtlicher aus der folgenden detaillierten beispielhaften Offenbarung einer bevorzugten Ausführungsform des erfinderischen Verfahrens, das nur mittels eines bezeichnenden Beispiels zur Darstellung mehrerer möglicher Variationen der Erfindung gegeben wurde.

Genauer gesagt enthält das erfinderische Verfahren einen Streifen-Ätzschritt, bei dem der Streifen unter Verwendung einer 20-30-Tonnen-Presse auf einen Polypropylenträger, der eine Größe von 9,5 Millimeter und eine Dicke von 400 &mgr;m (Mikrometer) aufweist, oder unter Verwendung eines Polyamidträgers mit der gleichen Größe geätzt wird.

Die Exzenterpresse enthält einen Formhalter, auf den eine Form gesetzt ist, wobei die Form in ihrem Innern eine Vielzahl von modularen Buchstaben aufweist, die eine Länge von 4,5 Millimeter und eine scharfe Spitze haben.

Die Zusammensetzung einer Buchstabenanordnung definiert einen durch die Maschine zu reproduzierenden Text.

So wird der Ätzdruck eingestellt und die Ätzdicke gesteuert, vorzugweise auf 80/90 &mgr;m (Mikrometer).

Nach dem Ätzen des Streifens durch das oben offenbarte System lässt man den Streifen durch eine Färbestrecke laufen, in welcher eine Freigabelösung auf den geätzten Teil des Streifens dosiert wird.

Dieser Vorgang ist so angepasst, dass er auf den Streifen eine primäre Menge, die einer Dicke von einem &mgr;m (Mikrometer) entspricht, über den gesamten ebenen Bereich des Polypropylen- oder Polyamid-Materials dosiert.

Dieser Verfahrensschritt wird durchgeführt, um zu verhindern, dass die Tintenmasse an der ebenen Oberfläche haftet.

Dann wird der Streifen in eine Form eingeführt, die mit einer Vielzahl von Hohlräumen mit verschiedenen Querschnitten und Abständen versehen ist, woraus man die Tinte unter Vakuum austreten und passend dosiert in die Materialausnehmung eintreten lässt.

Die Form enthält ferner eine Tintenrückgewinnungsdüse zur Rückgewinnung der überschüssigen Tinte und um zu bewirken, dass sie wieder in den Unterdruckbehälter zurückgeschickt wird.

Daher wird bei solch einem Betrieb in einem geschlossenen Kreislauf die Viskosität der Tinte unverändert aufrechterhalten.

Dann wird der Streifen zu einem Infrarot-Strahlungs-Ofen gefördert, wobei am Ausgang des Ofens der Streifen durch dessen zwei Seiten durch ein Bürstsystem bearbeitet wird.

Die gefärbte Masse enthält: 1. Chlorsulfonierte Polyethylen-Basis 523 Teile 2. WN3 43,8 Teile 3. Gem-Harz (Gem resin) 17,7 Teile 4. Titandioxid 100 Teile 5. 828-Harz 17,7 Teile 6. Pigment 77 Teile 7. aromatisches Lösungsmittel 220,8 Teile insgesamt 1000 Teile

Zu einem kg des obigen Basismaterials wird 1/2 kg aromatischen Lösungsmittels hinzugefügt.

Die gefärbte Pasten-Basis enthält 1. Chlorsulfoniertes Polyethylen 848 Teile 2. Ci8-Harz 50,5 Teile 3. PolAC 616 27 Teile 4. Titan 70,3 Teile 5. Irganox 2,1 Teile 6. Tinovin P 2,1 Teile Insgesamt 1000 Teile

Zu 285 g der Basis wurden 715 g eines aromatischen Lösungsmittels hinzugefügt.

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass ein erster wichtiger Vorteil der vorliegenden Erfindung im Freigabeverfahren besteht, das durchgeführt wird, um zu verhindern, dass Tintenmaterial an unerwünschten Teilen der Streifen haftet.

Ein weiterer Vorteil leitet sich von der Konstruktion des automatischen Dosierkopfes des kontinuierlichen Vakuumstrahltyps mit einer Rückführung und des Reinigungssystems, das den Reinigungsbetrieb auf beiden Seiten durchführt, ab.

Schließlich sollte darauf hingewiesen werden, dass die chemische Zusammensetzung der Tinte einen größeren Widerstand gegenüber Abrieb, Alterung, atmosphärische Agenzien und UV-Strahlung liefert.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Reliefstreifens, aufweisend:

    a) einen ersten Ätzschritt, bei dem der Streifen unter Verwendung einer Presse geätzt wird, um Ausnehmungen im Streifen zu bilden,

    b) einen Schritt , bei dem der Durchgang des geätzten Streifens durch eine Färbestrecke bewirkt wird, in der eine Freigabelösung durch eine Freigabelösungs-Dosiereinheit auf den geätzten Streifen dosiert wird, um zu verhindern, dass Tinte an der ebenen Oberfläche des geätzten Streifens haftet,

    c) Einführen des Streifens in eine Form, die mit einer Vielzahl von Kavitäten versehen ist, die verschiedene Querschnitte und Abstände aufweisen,

    d) Bewirken, dass die Tinte unter Vakuumbedingungen und in einem genau dosierten Zustand aus den Kavitäten austritt, so dass die Tinte in die Ausnehmungen eintritt,

    e) Fördern des Streifens durch einen Infrarotofen, und

    f) Bürsten des Streifens.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form mit einer Rückgewinnungsdüse für die überschüssige Tinte versehen ist zur Rückgewinnung der überschüssigen Tinte und zum Fördern der zurück gewonnenen Tinte zu einem Unterdruckbehälter.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabelösung auf den gesamten ebenen Teil des Streifens mit einer primären Menge aufgetragen wird, die einer Dicke von einem &mgr;m (Mikrometer) entspricht.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bürstschritt auf den beiden Seiten des Streifens durchgeführt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gefärbte Masse enthält: 523 Teile einer chlorsulfonierten Polyethylen-Basis; 43,8 Teile WN3; 17,7 Teile Gem-Harz (Gem resin); 100 Teile Titandioxid; 17,7 Teile 828-Harz; 77 Teile Pigment; 220,8 Teile aromatisches Lösungsmittel, zu einer Gesamtheit von 1000 Teilen.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zu je einem kg der Basis 1/2 kg eines aromatischen Lösungsmittels hinzugefügt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gefärbte Pastenbasis enthält: 848 Teile chlorsulfoniertes Polyethylen; 50,5 Teile Ci8-Harz; 27 Teile Pol AC 616; 70,3 Teile Titan; 2,1 Teile Irganox; 2,1 Teile Tinovin P, zu einer Gesamtheit von 1000 Teilen.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zu je 285 g der Basis 715 g eines aromatischen Lösungsmittels hinzugefügt werden.
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