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Dokumentenidentifikation DE202004007721U1 26.08.2004
Titel Mast mit Beleuchtungsvorrichtung
Anmelder Julius Cronenberg offene Handelsgesellschaft, 59757 Arnsberg, DE
Vertreter FRITZ Patent- und Rechtsanwälte, 59757 Arnsberg
DE-Aktenzeichen 202004007721
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.08.2004
Registration date 22.07.2004
Application date from patent application 11.05.2004
IPC-Hauptklasse F21S 8/08
IPC-Nebenklasse F21S 6/00   F21V 33/00   F21V 31/00   F21V 21/116   
IPC additional class // F21Y 103:00  

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Masten, insbesondere Fahnenmasten, umfassend einen etwa rohrförmigen Mastkörper und mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung, vorzugsweise im oberen Bereich des Mastkörpers.

Aus dem Stand der Technik sind Fahnenmaste bekannt geworden, bei denen beispielsweise im oberen Bereich ein separater Strahler auf den Fahnenmast aufsetzbar ist. Auch gibt es sogenannte Licht-Fahnenmaste, die eine auf das obere Ende des Mastkörpers aufgesetzte beleuchtbare Spitze aufweisen. Andere Fahnenmaste sind bekannt, bei denen auf den Mastkörper eine beleuchtbare Kugel oder ein anderweitig geformter dekorativer beleuchtbarer Kopf aufgesetzt wird, der beispielsweise aus einem Acrylglas besteht, welches lichtdurchlässig ist. Im übrigen sind die typischen Mastansatzleuchten bekannt. Aus dem Stand der Technik nicht bekannt sind jedoch Fahnenmaste, bei denen die Beleuchtungsvorrichtung quasi in den Mastkörper integriert ist.

Ausgehend von dem genannten Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen Mast, insbesondere Fahnenmast mit Beleuchtungsvorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, der in funktioneller und gestalterischer Hinsicht verbessert ist.

Die Lösung der Aufgabe liefert ein erfindungsgemäßer Mast, insbesondere Fahnenmast der eingangs genannten Gattung, mit den kennzeichnenden Merkmalen des Schutzanspruchs 1. Erfindungsgemäß ist die Beleuchtungsvorrichtung quasi in den Mastkörper integriert und damit optisch ansprechend. Der Mastkörper weist mindestens eine Öffnung, Durchbrechung oder dergleichen auf und mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung, die im Inneren des Mastkörpers in Höhe der Öffnungen oder Durchbrechungen angeordnet ist, so dass das Licht durch diese austritt. Anders als in dem eingangs zitierten Stand der Technik ist also keine Mastansatzleuchte oder ein separater auf dem Mastkörper oben aufgesetzter Beleuchtungskörper vorhanden, sondern bei der erfindungsgemäßen Lösung nimmt der Betrachter bei ausgeschalteter Beleuchtungsvorrichtung lediglich den herkömmlichen Mastkörper wahr, dessen äußere Dimensionen nicht verändert werden müssen. Es sind lediglich dort, wo sich im Inneren des Mastkörpers die Beleuchtungsvorrichtung befindet, in der Wandung des Mastkörpers Durchbrechungen, Öffnungen, beispielsweise Schlitze vorhanden. Diese Öffnungen oder Durchbrechungen können über den Umfang des Mastkörpers angeordnet sein, vorzugsweise sind diese über einen überwiegenden Teil des Umfangs angeordnet, beispielsweise über wenigstens 180° am Umfang oder auch ringsum, das heißt über 360° am Umfang des Mastkörpers. In der Regel werden die Öffnungen oder Durchbrechungen aber mindestens an der Seite sein, an der die Fahne gehisst wird, wenn es sich um einen Fahnenmasten handelt. Es ergibt sich dann bei eingeschalteter Beleuchtungsvorrichtung ein gewisser dekorativer Effekt, da Licht auf die Fahne abgestrahlt wird.

Eine beispielhafte konstruktive Lösung, die bevorzugt ist, sieht vor, dass in Längsrichtung des Mastkörpers verlaufende Schlitze vorgesehen sind, die jeweils mit Abstand zueinander angeordnet und durch Materialstege unterbrochen sind, so dass über diese Schlitze das Licht nach außen abgegeben wird. Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung kann für Fahnenmasten mit innenliegender oder außenliegender Hissvorrichtung verwendet werden.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Aufgabenlösung sieht vor, dass als Beleuchtungsvorrichtung ein in den Mastkörper axial einschiebbares Leuchtmodul dient. Dieses Leuchtmodul wird vorzugsweise an der Innenseite des Mastkörpers befestigt.

Um bei der Montage das Einbringen der Beleuchtungsvorrichtung in den Mastkörper zu erleichtern, kann letzterer einen abnehmbaren Mastkopf aufweisen, so dass man dann ein Leuchtenmodul in den rohrartigen Mastkörper einschieben kann. Um die Montage weiter zu vereinfachen kann man eine Handhabe vorsehen, die am Leuchtenmodul angebracht sein kann und die der offenen oberen Endseite des Mastkörpers zugewandt ist, so dass man bei der Erstmontage das Leuchtenmodul von der offenen Seite des Mastkörpers her in axialer Richtung bis an die vorgesehene Montagestelle vorschieben kann. Die Handhabe dient dann auch bei Wartungszwecken für die Herausnahme des Leuchtenmoduls, insbesondere auch, wenn das Leuchtmittel ausgetauscht werden muss.

Es ist vorteilhaft, ein Leuchtenmodul zu verwenden, welches verschiedene funktionswesentliche Bauteile der Beleuchtungsvorrichtung umfasst, beispielsweise das Leuchtmittel, insbesondere eine Leuchtstofflampe, und/oder ein Vorschaltgerät und/oder eine Kabelzuleitung. Weiterhin ist es vorteilhaft, ein Leuchtenmodul mit einer Umhüllung zu verwenden, die einen Spritzwasserschutz gemäß der Norm gewährleistet. Dies kann beispielsweise ein lichtdurchlässiges Gehäuse sein. Dieses befindet sich aber anders als im eingangs erwähnten Stand der Technik im Inneren des hohlen rohrförmigen Mastkörpers.

Die genannten bevorzugten Ausführungsvarianten der Erfindung stellen einen beleuchtbaren Fahnenmast zur Verfügung, der eine Reihe von Vorteilen aufweist. Das optische Erscheinungsbild ist ansprechend und die Beleuchtungsvorrichtung ermöglicht eine Kombination von Effektbeleuchtung, Fahnentuchbeleuchtung und Raumbeleuchtung. Bei Verteilung der Lichtaustrittsöffnungen über den gesamten Umfang kann man eine rotationssymmetrische Lichtverteilungskurve erzielen. Der Leuchtmittelwechsel wird über die gegebenenfalls vorhandene Handhabe erleichtert. Es kann ein integrierter Kabelübergangskasten mit einem Sicherungselement vorhanden sein, ebenso wie eine zugentlastete Zuleitungskabeleinführung. Man kann eine Leuchtstofflampe als Leuchtmittel verwenden mit einem elektronischen Vorschaltgerät, welches einen flackerfreien Dauerbetrieb sichert. Das Leuchtenmodul kann spritzwassergeschützt sein gemäß Schutzart IP55, Schutzklasse I oder II. Der Mast selbst, der als Gehäuse für das Leuchtenmodul dient, kann aus den verschiedensten Materialien bestehen, beispielsweise aus korrosionsbeständigem Aluminium, wobei der Fahnenmast unter anderem durch Strangpressen herstellbar ist. Die Befestigung des Leuchtmoduls kann an einer gegenüber der Außenbegrenzung des Mastkörpers nach innen versetzt liegenden Wandung erfolgen, beispielsweise durch Anschrauben, so dass von außen praktisch keine Schraublöcher in Erscheinung treten.

Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen

1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Fahnenmasten mit Beleuchtungsvorrichtung;

2 einen schematisch vereinfachten Längsschnitt durch den Mastkörper,

3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III von 2.

Zunächst wird auf 1 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt einen beleuchtbaren Fahnenmast gemäß der Erfindung, welcher einen Mastkörper 10 umfasst, bei dem es sich im Prinzip um einen hohlen, außen weitgehend zylindrischen Rohrkörper handelt. Wie man sieht ist im Bereich einer über eine hier nicht sichtbare Hissvorrichtung zu hissenden Fahne 14 der Mastkörper 10 mit Längsschlitzen 11 versehen, von denen eine Anzahl vorgesehen ist, die über den Umfang verteilt angeordnet ist, wobei jeweils zwischen zwei Längsschlitzen 11 Materialstege 13 stehen bleiben. Im Inneren des Mastkörpers 10 befindet sich eine Beleuchtungsvorrichtung mit einem Leuchtenmodul 12, welches später noch unter Bezugnahme auf die weiteren Zeichnungen näher erläutert wird. Bei eingeschalteter Beleuchtungsvorrichtung tritt das Licht durch die Schlitze 11 aus und beleuchtet zum einen die Fahne 14 als auch den umliegenden Raum und/oder dient als Effektbeleuchtung. Der Mastkörper 10 weist einen Mastkopf 15 am oberen Ende auf, der abnehmbar ist, so dass man in das dann offene Ende das Leuchtenmodul 12 einschieben kann.

Der Aufbau des Leuchtenmoduls 12 wird nun nachfolgend unter Bezugnahme auf die 2 und 3 näher erläutert. 2 zeigt einen schematisch vereinfachten Längsschnitt durch den Mastkörper 10, wobei man am oberen Ende den Mastkopf 15 erkennen kann und darunter liegend eine Handhabe 17 im Inneren des Mastkörpers. Diese Handhabe 17 ist an dem Leuchtenmodul 12 befestigt. Das Leuchtenmodul 12 umfasst alle für die Beleuchtungsvorrichtung wesentlichen Bauelemente. Es enthält ein Leuchtmittel, beispielsweise eine Leuchtstofflampe und hat eine lichtdurchlässige Wandung, so dass das Licht hauptsächlich radial nach außen abgegeben ist und durch die Schlitze 11 aus dem Mastkörper 10 rotationssymmetrisch nach außen austritt. Das Leuchtenmodul 12 umfasst weiterhin ein Vorschaltgerät 24 für den Betrieb der Leuchtstofflampe und eine Kabelzuleitung 18. Das Leuchtenmodul 12 umfasst weiter eine Befestigungsvorrichtung für dessen Anbringung an der Innenwand des rohrförmigen Mastkörpers. Hierzu kann man beispielsweise etwa winkelförmige Befestigungslaschen 19 verwenden, die über Befestigungsmittel, insbesondere Schrauben 20 an einer Wandung 16 des Mastkörpers angeschraubt werden. Diese Wandung 16 kann man beispielsweise auch in 3 erkennen. Wie man sieht ist ein Hisskanal 21 vorhanden, der Teil einer Hissvorrichtung ist mit einer in Längsrichtung verlaufenden innen liegenden Wandung 16, die den Hisskanal 21 von dem Innenraum 22 des Mastkörpers trennt, welcher das Leuchtenmodul 12 aufnimmt. An dieser Wandung 16 können die in 2 gezeigten Befestigungslaschen 19 angeschraubt werden. Eine der beiden Befestigungslaschen kann mit der Handhabe 17 verbunden sein, so dass man nach Lösen der Schrauben an der Handhabe 17 angreifen kann, wenn man den Mastkopf 15 abgenommen hat und somit das ganze Leuchtenmodul 12 zu Wartungszwecken aus dem Mastkörper 10 herausgezogen werden kann.


Anspruch[de]
  1. Mast, insbesondere Fahnenmast, umfassend einen etwa rohrförmigen Mastkörper und mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung, vorzugsweise im oberen Bereich des Mastkörpers, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastkörper (10) mindestens eine Öffnung, Durchbrechung (1 1) oder dergleichen aufweist und mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung (12) im Inneren des Mastkörpers (10) in Höhe der Öffnungen oder Durchbrechungen (11) angeordnet ist.
  2. Mast nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Öffnungen oder Durchbrechungen (11) über den Umfang des Mastkörpers (10) angeordnet sind.
  3. Mast nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Öffnungen oder Durchbrechungen (11) über mehr als °, bevorzugt zwischen 180° am Umfang und 360° am Umfang des Mastkörpers (10) verteilt angeordnet sind.
  4. Mast nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Öffnungen oder Durchbrechungen Schlitze (11) im Mastkörper vorgesehen sind.
  5. Mast nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung des Mastkörpers (10) verlaufende Schlitze (11) jeweils mit Abstand zueinander, durch Materialstege (13) unterbrochen angeordnet sind.
  6. Mast nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ein Fahnenmast ist, der eine innenliegende oder außenliegende Hissvorrichtung aufweist.
  7. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Beleuchtungsvorrichtung ein in den Mastkörper (10) axial einschiebbares Leuchtenmodul (12) dient, welches am Mastkörper (10) befestigbar ist.
  8. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastkörper (10) einen zwecks Montage der Beleuchtungsvorrichtung (12) abnehmbaren Mastkopf (15) aufweist.
  9. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leuchtenmodul (12) an einer gegenüber der Außenbegrenzung des Mastkörpers (10) nach innen versetzt liegenden Wandung (16) des Mastkörpers befestigbar, insbesondere anschraubbar ist.
  10. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der offenen oberen Endseite zugewandt an dem Leuchtenmodul (12) eine Handhabe (17) angebracht ist, um das Leuchtenmodul (12) aus dem rohrförmigen Mastkörper herauszuziehen.
  11. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtenmodul (12) ein Leuchtmittel, insbesondere eine Leuchtstofflampe und/oder ein Vorschaltgerät und/oder eine Kabelzuleitung umfasst.
  12. Mast, insbesondere Fahnenmast nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtenmodul (12) eine spritzwassergeschützte Umhüllung, insbesondere ein lichtdurchlässiges Gehäuse aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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