PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004007929U1 26.08.2004
Titel Chirurgisches Sägeblatt
Anmelder Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG, 32657 Lemgo, DE
Vertreter Hoefer & Partner, 81545 München
DE-Aktenzeichen 202004007929
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.08.2004
Registration date 22.07.2004
Application date from patent application 17.05.2004
IPC-Hauptklasse A61B 17/14
IPC-Nebenklasse B23D 61/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein chirurgisches Sägeblatt gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Im Einzelnen bezieht sich die Erfindung auf ein chirurgisches Sägeblatt mit einem flachen, plattenförmigen Körper, welcher an zumindest einem Kantenbereich mit einer Verzahnung bzw. Schneidzähnen versehen ist.

Chirurgische Sägeblätter der beschriebenen Art sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen Ausgestaltungsformen bekannt. Sie werden an einer Antriebseinheit montiert, durch welche sie in eine oszillierende, hin und her schwingende Bewegung versetzbar sind. Hierdurch ist es möglich, präzise Knochenschnitte durchzuführen. Die Sägeblätter können entweder manuell geführt werden oder mit Schablonen verwendet werden.

Beispiele für derartige chirurgische Sägeblätter zeigen beispielsweise die DE 101 31 023 C1 oder die DE 101 30 007 C1.

In Abhängigkeit von den jeweiligen Anwendungsbedingungen können die aus dem Stand der Technik bekannten, aus nichtrostendem gehärtetem oder vergütetem Edelstahl bestehenden chirurgischen Sägeblätter keine ausreichende Verschleißbeständigkeit aufweisen. Dies gilt auch für Sägeblätter mit Hartbeschichtungen, wie beispielsweise Titannitrid. Insbesondere bei sklerosierten Knochen, die sehr hart und spröde sind, können sich Probleme hinsichtlich der Verschleißbeständigkeit ergeben. Ein Sägeblatt kann sehr schnell stumpf werden, wodurch Reibungshitze entsteht, welche den Knochen thermisch schädigt.

Weiterhin kann sich durch die Führung von chirurgischen Sägeblättern in Schablonen, welche ebenfalls aus nichtrostendem Edelstahl oder anderen metallischen Werkstoffen gefertigt sind, unerwünschter Verschleiß ergeben, der zu schädigendem Abrieb führen kann. Dies insbesondere, da bei chirurgischen Sägeblättern keine Kühlung möglich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein chirurgisches Sägeblatt der eingangs genannten Art zu schaffen, welches bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und sich durch ein hohes Maß an Verschleißfestigkeit auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Hauptanspruchs gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Im Rahmen der Erfindung ist somit vorgesehen, dass zumindest die Schneidzähne aus Hartmetall bestehen.

Das erfindungsgemäße Sägeblatt zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Durch die Fertigung zumindest der Schneidzähne oder des mit der Verzahnung versehenen Kantenbereichs ist es möglich, ein hohes Maß an Verschleißfestigkeit zu erzielen, ohne dass sich hierdurch die Geometrie der Zähne oder die Schneidbedingungen ändern. Auch besteht, im Gegensatz zu Hartmetallbeschichtungen, nicht die Gefahr, dass dünne Oberflächenschichten abgetragen werden und ein weicheres Grundmaterial zutage tritt.

Erfindungsgemäß kann das Sägeblatt einstückig aus Hartmetall hergestellt werden. Es ist jedoch auch möglich, die Schneidzähne bzw. einen Kantenbereich aus einem Hartmetallelement zu fertigen, welches mit dem Körper des Sägeblatts verbunden ist. Das Verbinden kann durch verschiedene Fügeverfahren erfolgen, beispielsweise durch Hartlöten, Schweißen oder Kleben. Der Körper des Sägeblatts kann bei dieser Variante beispielsweise aus Edelstahl, Titan, Keramik oder Kunststoff gefertigt sein.

Erfindungsgemäß kann als Hartmetall Wolframcarbid-Cobalt, Wolframcarbid-Cobalt-Tantal-Niob, Wolframcarbid-Cobalt-Tantal-Niob-Kohlenstoff, Wolframcarbid-Nickel oder Wolframcarbid-Nickel-Chrom zum Einsatz gelangen. Es sind jedoch auch Legierungen einsetzbar, die einzelne der oben genannten Elemente, auch in Kombination mit weiteren Elementen, umfassen.

Besonders bevorzugt ist es, wenn ein Hartmetall verwendet wird, dessen Biegebruch-Festigkeit größer 2.000 Nmm–2 beträgt.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Sägeblätter kann beispielsweise aus Hartmetallplatten erfolgen, wobei das Hartmetall in bekannter Weise vorgeformt, gesintert, gehipt und nachfolgend mittels eines Schleifprozesses in die endgültige Ausführungsqualität gebracht werden kann. Gleiches gilt auch für die Ausgestaltung der Verzahnung der Sägeblätter. Hierbei ergeben sich unterschiedlichste Varianten hinsichtlich der Geometrie, so wie diese beispielsweise in den beiden oben genannten Anmeldungen beschrieben sind.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:

1 eine schematische Ansicht eines einstückig ausgebildeten erfindungsgemäßen Sägeblatts, und

2 eine Ansicht, analog 1, eines aus zwei Komponenten zusammengesetzten Sägeblatts.

Wie aus 1 ersichtlich ist, weist das erfindungsgemäße Sägeblatt einen im Wesentlichen kreisförmigen Einspannbereich 4 auf, welcher mit mehreren Montageöffnungen 5, 6 versehen ist. Sowohl die Montageöffnungen als auch die Dimensionierung und Ausgestaltung des Einspannbereiches 4 sind aus dem Stand der Technik bekannt, sodass auf eine detaillierte Beschreibung an dieser Stelle verzichtet werden kann.

An den Eingangsbereich schließt sich der eigentliche Körper 1 des Sägeblatts an, welcher an seinem Randbereich mit einer Verzahnung 2 (Schneidzähne) versehen ist. Der Körper 1 kann mit mehreren Ausnehmungen 3 versehen sein.

Dimensionierung und Ausgestaltung des flachen, plattenförmigen Körpers 1 sowie des ebenfalls flachen, plattenförmigen Einspannbereichs 4 sind aus dem Stand der Technik bekannt und können den jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Die Schneidzähne 2 (Verzahnung) sind bevorzugter Weise bogenförmig ausgebildet, um bei einer Schwingung um die Mittelachse der Montageöffnung 6 eine gleichmäßige Schnittbewegung zu erzielen.

Die 1 zeigt eine einstückige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sägeblatts, bei welcher die Schneidzähne 2 einstückig mit dem Körper 1 ausgebildet sind. Bei der Ausgestaltungsform der 2 sind die Schneidzähne 2 an einem Hartmetallelement 7 ausgebildet, welches wiederum mittels eines Fügeverfahrens mit dem Körper 1 verbunden ist.


Anspruch[de]
  1. Chirurgisches Sägeblatt mit einem flachen, plattenförmigen Körper (1), welcher an zumindest einem Kantenbereich mit einer Vielzahl von Schneidzähnen (2) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Schneidzähne (2) aus Hartmetall bestehen.
  2. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses einstückig aus Hartmetall ausgebildet ist.
  3. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidzähne (2) an einem Hartmetallelement (7) ausgebildet sind, welches mit dem Körper (1) verbunden ist.
  4. Sägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall Wolframcarbid-Cobalt umfasst.
  5. Sägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall Wolframcarbid-Cobalt-Tantal-Niob umfasst.
  6. Sägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall Wolframcarbid-Cobalt-Tantal-Niob-Kohlenstoff umfasst.
  7. Sägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall Wolframcarbid-Nickel umfasst.
  8. Sägeblatt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall Wolframcarbid-Nickel-Chrom umfasst.
  9. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartmetall eine Biegebruch-Festigkeit größer 2.000 Nmm–2 aufweist.
  10. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) aus Edelstahl gefertigt ist.
  11. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) aus Titan gefertigt ist.
  12. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) aus Keramik gefertigt ist.
  13. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) aus Kunststoff gefertigt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com