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Dokumentenidentifikation DE20304033U1 26.08.2004
Titel Lüfterabdeckung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
DE-Aktenzeichen 20304033
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.08.2004
Registration date 22.07.2004
Application date from patent application 13.03.2003
IPC-Hauptklasse F04D 29/40

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Lüfterabdeckung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 2.

Handelsübliche Axiallüfter sind so ausgebildet, dass Antrieb und Luftschaufelrad in einem als Trägerelement dienenden quadratisch geformten Lüfterrahmen gehalten sind, an dessen Ecken Laschen vorgesehen sind, die Bohrungen für die Befestigungselemente aufweisen. Diese Bohrungen können bedarfweise als Durchgangsbohrungen oder als Gewindebohrungen gestaltet sein. Über Schrauben lassen sich dann die Axiallüfter an den zu kühlenden Geräten befestigen.

Aus dem Deutschen Gebrauchsmuster 88 03 717 ist eine Lüftereinheit bekannt, bei der ein Lüfter formschlüssig mit einer Wandung verbindbar ist, wobei als Verbindungselement zwischen Lüfter und Wandung eine mit Öffnungen für den Luftstrom versehene Trägerplatte vorgesehen ist. Diese Trägerplatte weist an ihrem Rand laschenartige Vorsprünge auf, die in korrespondierende Rücksprünge einer Öffnung der Wandung eingreifen, wobei nach einem derartigen Eingreifen durch ein Bewegen der Trägerplatte diese mit der Wandung verrastet ist. Die Öffnung für den Luftstrom ist mit konzentrischen ringförmigen und radialen Stegen versehen. Dadurch ist diese Öffnung fingersicher abgedeckt.

Eine gattungsgemäße Lüfterabdeckung ist aus der nationalen älteren Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzeichen 102 30 391.6 (2002P09060DE) bekannt. Diese gattungsgemäße Lüfterabdeckung wird nicht nur als Berührschutz verwendet, sondern auch als Befestigungsmittel für einen im Innern einer rahmenförmig ausgebildeten Halterung angeordneten Axiallüfter. Diese Lüfterabdeckung ist plattenförmig und rastbar ausgestaltet, wobei der Lufteintrittsbereich als Lüfterschutzgitter, bestehend aus konzentrischen ringförmigen und radialen Stegen, ausgebildet ist.

Bei Lüftern treten bei hohen Nenndrehzahlen des Lüfters eine Erhöhung der Geräuschemission auf. Eine Erhöhung der Geräuschemission wird vom Lüfterschutzgitter, insbesondere von den radialen Stegen, verursacht. Durch diese geraden, fadenkreuzartig angeordneten Stegen verlaufen die Anströmkanten der Lüfterflügel des Lüfterrades des Axiallüfters kurzzeitig parallel zu diesen radialen Stegen, wodurch die Luftströmung über die gesamte Länge der Flügel kurzzeitig unterbrochen wird. Dieser Strömungsabriss in Verbindung mit einer hohen Drehzahl des Lüfters verursacht die Erhöhung der Geräuschemission.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Lüfterabdeckung für einen Axiallüfter derart weiterzubilden, dass die Geräuschemission verringert wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß jeweils mit den kennzeichnenden Merkmalen der beiden unabhängigen Ansprüchen 1 und 2 gelöst.

Dadurch, dass die radialen Stegen jeweils zwischen einem inneren und einem äußeren ringförmigen Steg angeordnet sind und diese Stege derart ausgebildet sind, dass der Strömungsabriss möglichst nur einen kleinen Teil eines jeden Flügels des Lüfters betrifft, verringert sich die Geräuschemission erheblich.

In einer ersten Ausführungsform gemäß Anspruch 1 sind die radialen Stege bogenförmig ausgebildet. Dadurch werden nur kleine Bereich der Anströmkante eines jeden Lüfterflügels abgedeckt. Durch diese bogenförmige Ausgestaltung der radialen Stege beginnt die Abdeckung jeder Anströmkante am Flügelgrund und am Flügelende, wobei diese Abdeckungen mit der Drehbewegung der Flügel aufeinander zulaufen.

In einer zweiten Ausführungsform gemäß Anspruch 2 sind die radialen Stege tangential zum inneren ringförmigen Steg angeordnet. Dadurch wird ebenfalls nur ein kleiner Bereich einer Anströmkante eines jeden Flügels des Lüfters abgedeckt, wobei diese Abdeckung mit der Drehbewegung vom Flügelgrund zum Flügelende wandert.

In beiden Ausführungen wird erreicht, dass die Anströmkanten jedes Flügels eines Lüfters nur zu einem geringen Teil von einem radialen Steg abgedeckt wird. Je kleiner dieser Abdeckbereich, der auch als Überlappungsbereich bezeichnet werden kann, ist, um so geringer ist die Geräuschemission.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lüfterabdeckung sind die Profile der konzentrisch und radialen Stege gleich. Dadurch gehen diese beiden Stegarten in deren Schnittpunkten ohne Störung der Luftströmung zusammen. Ebenfalls ergeben sich Vorteile bei der Herstellung der Lüfterabdeckung.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lüfterabdeckung sind den Unteransprüchen 4 bis 9 zu entnehmen.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der mehrere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lüfterabdeckung schematisch veranschaulicht sind.

1 zeigt eine Draufsicht einer ersten Lüfterabdeckung nach der Erfindung,

2 zeigt eine Rückansicht der Lüfterabdeckung nach 1, in der

3 ist eine Seitenansicht der Lüfterabdeckung nach 1 dargestellt, die

4 zeigt eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der ersten Lüfterabdeckung und in der

5 ist die Draufsicht einer zweiten Lüfterabdeckung nach der Erfindung dargestellt.

In der 1 ist die Draufsicht einer ersten Lüfterabdeckung 2 nach der Erfindung veranschaulicht. Diese Lüfterabdeckung 2 weist einen Lufteintrittsbereich 4 auf, der mit konzentrischen ringförmigen und radialen Stegen 6 und 8 abgedeckt ist. Diese Stegen 6 und 8 bilden einen sogenannten Berührschutz, wodurch dieser mit Stegen abgedeckter Lufteintrittsbereich 4 auch als Lüftergitter bezeichnet wird, der hier mit einer Tragplatte 10 formschlüssig die Lüfterabdeckung 2 bildet. Diese Lüfterabdeckung 2 weist in zwei Eckbereichen jeweils einen betätigbaren, verrastbaren Schnappverschluss 12 auf. In Abhängigkeit der Abmessungen der Lüfterabdeckung 2 kann es ausreichend sein, wenn nur ein betätigbarer, verrastbarer Schnappverschluss 12 verwendet wird. Als betätigbarer, verrastbarer Schnappverschluss 12 ist eine V-förmige Feder 14 vorgesehen, deren betätigbarer Schenkel 16 mit einer Rastnase 18 versehen ist. Der Teil dieses betätigbaren Schenkels 16 oberhalb der Rastnase 18 ist als Betätigungszunge 20 ausgebildet.

Ruf der dieser Seite 22 mit den betätigbaren, verrastbaren Schnappverschlüssen 12 gegenüberliegenden Seite 24 sind wenigsten zwei L-förmige Einstecklaschen 26 angeordnet. Diese L-förmigen Einstecklaschen 26 sind auf einer einem Axiallüfter zugewandten Seite 30 (2) angeordnet und werden bei der Montage dieser Lüfterabdeckung in Ausnehmungen einer Halterung eines Axiallüfters gesteckt. Anschließend wird die Lüfterabdeckung 2 auf eine rahmenförmige ausgebildete Halterung eines Axiallüfters abgesenkt bis diese auf diese Halterung aufliegt. In dieser Position greifen die Rastnasen 18 der beiden betätigbaren Schnappverschlüsse 12 jeweils in einer Ausnehmung einer Frontwand der rahmenförmig ausgebildeten Halterung ein.

In der 2 ist von dieser Lüfterabdeckung 2 eine Rückansicht näher dargestellt. Dieser Rückansicht ist entnehmbar, dass um den Lufteintrittsbereich 4 mehrere Distanzstücke 28 angeordnet sind. Diese mehreren Distanzstücke 28 werden zur flächenmäßigen Befestigung eines Axiallüfters in einer korrespondierenden Halterung benötigt. Dabei sind diese Distanzstücke 28 auf der einem Axiallüfter zugewandten Seite 30 der plattenförmigen Abdeckung derart angeordnet, dass sie sich auf Eckbereiche eines Lüfterrahmens abstützen können. Als Distanzstücke 28 werden Zylinderstifte verwendet. Es können auch Stifte anderer Querschnittsfläche als Distanzstücke 28 verwendet werden. Diese Distanzstücke 28 sind derart in ihrer Länge bemessen, dass eine vorbestimmte Anpresskraft erreicht wird.

In der 3 ist eine Seitenansicht von rechts der Lüfterabdeckung 2 nach 1 näher dargestellt. Diese Darstellung veranschaulicht die räumlichen Lage des betätigbaren, verrastbaren Schnappverschluss 12, der L-förmige Einstecklasche 26 und der Distanzstücke 28 zueinander. Außerdem ist in dieser Darstellung der betätigbare, verrastbare Schnappverschluss 12 in seinen Einzelheiten besser erkennbar.

In der 4 ist die Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der Lüfterabdeckung 2 nach 1 näher dargestellt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der nach 1 nur dadurch, dass zwei Lufteintrittsbereiche 4 vorgesehen sind. Somit werden mit einer Lüfterabdeckung 2 gleichzeitig zwei in Halterungen eingebrachte Axiallüfter verrastet. Ein weiterer Unterschied zur Ausführungsform der Lüfterabdeckung 2 besteht darin, dass die beiden verrastbaren Schnappverschlüsse 12 außerhalb der Tragplatte 10 angeordnet sind, was an derer Funktion nichts ändert. Ansonsten ist diese Ausführungsform identisch mit der Ausführungsform der Lüfterabdeckung nach 1.

Diesen beiden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lüfterabdeckung 2 gemeinsam ist die bogenförmige Ausgestaltung der radialen Stege 8. Diese radialen Stege 8 sind nicht mehr fadenkreuzartig angeordnet, sondern verbinden nun einen inneren konzentrischen ringförmigen Steg 6 mit einem äußeren ringförmigen Steg 6. Durch diese bogenförmige Ausgestaltung der radialen Stege 8 werden die Anströmkanten der Lüfterflügel eines Axiallüfters nicht mehr über deren gesamte Länge zeitgleich abgedeckt, sondern nun bereichsweise. Durch die bogenförmige Ausgestaltung der radialen Stege 8 werden gleichzeitig zwei Bereiche einer jeden Anströmkante abgedeckt, die mit der Drehbewegung des Lüfterflügels aufeinander zulaufen. Durch den Krümmungsradius der bogenförmigen Ausgestaltung kann der Abdeckbereich der Anströmkante bestimmt werden. Je größer dieser Radius ist, desto mehr nähert sich diese bogenförmige Ausgestaltung der radialen Stege 8 einem geraden Steg einer bekannten Lüfterabdeckung 2 an, wodurch auch der Überlappungsbereich zwischen einem Steg 6 und einer Rnströmkante eines Lüfterflügels wieder ansteigt. Je kleiner der Überlappungsbereich ist, desto geringer ist die Geräuschemission.

Die 5 zeigt eine zweite Lüfterabdeckung 2 nach der Erfindung. Bei dieser Lüfterabdeckung 2 ist im Vergleich zu einer eingangs beschriebenen Lüfterabdeckung als einziger Unterschied die Anordnung der radialen Stege 8 an einem inneren konzentrischen ringförmigen Steg 6. Diese radialen nicht gebogenen Stege 8 sind am inneren ringförmigen Steg 6 tangential angeordnet. Um von der eingangs beschriebenen Lüfterabdeckung zu dieser erfindungsgemäßen Lüfterabdeckung 2 zu kommen, muss jeweils nur der Fußpunkt eines jeden radialen Steges 8 derart verschoben werden, bis die Stege jeweils tangential zum inneren konzentrischen Steg 6 verlaufen. Dadurch wird auch erreicht, dass der Überlappungsbereich zwischen Steg und Anströmkante eines jeden Lüfterflügels möglichst klein ist. Somit wird mit der Verringerung der Überlappungsbereiche auch die Geräuschemission verringert.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Lüfterabdeckung 2 nach 1 oder 5 sind die radialen und konzentrischen ringförmigen Stege 6 und 8, die bestätigbaren Schnappverschlüsse 12 und die L-förmige Einstecklaschen 26 integraler Bestandteil der als Kunststoffteil ausgebildeten plattenförmigen Lüfterabdeckung 2. Neben der Ausführungsform in Kunststoff, kann die Lüfterabdeckung 2 auch aus Metall oder Metall-Druckguss gefertigt sein.


Anspruch[de]
  1. Lüfterabdeckung (2) für einen Axiallüfter mit einem Lufteintrittsbereich(4), der mit konzentrischen ringförmigen und radialen Stegen (6, 8) abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die radialen Stege (8) jeweils zwischen einem inneren und einem äußeren ringförmigen Steg (6) angeordnet sind, und dass diese radialen Steg (8) bogenförmig ausgebildet sind.
  2. Lüfterabdeckung (2) für einen Axiallüfter mit einem Lufteintrittsbereich(4), der mit konzentrischen ringförmigen und radialen Stegen (6, 8) abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die radialen Stege (8) jeweils zwischen einem inneren und einem äußeren ringförmigen Steg (6) angeordnet sind, und dass diese radialen Steg (8) tangential zum inneren Steg (6) angeordnet sind.
  3. Lüfterabdeckung (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile der ringförmigen und radialen Stege (6, 8) gleich sind.
  4. Lüfterabdeckung (2) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer einem Axiallüfter zugewandten Seite (30) mehrere Distanzstücke (28) angeordnet sind.
  5. Lüfterabdeckung (2) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer einem Axiallüfter zugewandten Seite (30) wenigstens zwei L-förmige Einstecklaschen (26) angeordnet sind.
  6. Lüfterabdeckung (2) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein betätigbarer, verrastbarer Schnappverschluss (12) vorgesehen ist.
  7. Lüfterabdeckung (2) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zylinderstift als Distanzstück (28) vorgesehen ist.
  8. Lüfterabdeckung (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine V-förmige Feder (14) mit Rastnase (18) als betätigbarer Schnappverschluss (12) vorgesehen ist.
  9. Lüfterabdeckung (2) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die konzentrischen ringförmigen und radialen Stege (6, 8), der betätigbare Schnappverschluss (12) und die L-förmigen Einstecklaschen (26) und die Distanzstücke (28) integraler Bestandteil der als Kunststoffteil ausgebildeten plattenförmigen Lüfterabdeckung (2) sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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