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Dokumentenidentifikation DE69433266T2 26.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000731882
Titel HOCHBEANSPRUCHBARER ELEKTRONISCHER BREMSHUBANZEIGER
Anmelder Indian Head Industries, Inc., Charlotte, N.C., US
Erfinder MARTENS, F., Timothy, Westland, US;
SCHULTZ, O., Thomas, Madison Heights, US;
HICKS, J., Robert, Davisburg, US;
HILDING, J., Robert, West Bloomfield, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69433266
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.11.1994
EP-Aktenzeichen 959052994
WO-Anmeldetag 29.11.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/US94/13616
WO-Veröffentlichungsnummer 0095016149
WO-Veröffentlichungsdatum 15.06.1995
EP-Offenlegungsdatum 18.09.1996
EP date of grant 22.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.08.2004
IPC-Hauptklasse F16D 66/00
IPC-Nebenklasse F16D 66/02   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Anmeldung betrifft allgemein einen elektronischen Hubanzeiger, der in das Zylindergehäuse einer Bremsenbetätigungs- bzw. Bremszylindervorrichtung derartig einbezogen ist, daß er vor Beschädigung durch andere Komponenten in der Bremsenbetätigungsvorrichtung geschützt ist.

Nach routinemäßigem Verschleiß tritt es normalerweise ein, daß Bremsenbetätigungsvorrichtungen eingestellt werden müssen und haben möglicherweise einen übermäßigen Hub haben. In einem solchen Zustand hat die Bremse eine sogenannte Hubüberschreitung. Bisher hat man versucht, den Führer des Fahrzeugs zu warnen, wenn die Bremsen eingestellt werden müssen. Die Anzeiger, die in Produktionseinheiten einbezogen worden sind, sind bisher normalerweise Sichtanzeiger gewesen. Ein Anzeiger, zum Beispiel ein Farbstreifen, der normalerweise nur dann wahrgenommen werden sollte, wenn die Bremse eine Hubüberschreitung aufweist, ist an der Kolbenstange angeordnet.

Ein Fahrzeugführer würde die Bremse periodisch prüfen, und wenn der Farbstreifen sichtbar wäre, bekäme der Fahrzeugführer ein Signal, daß die Bremse eingestellt werden muß. Solche Anzeiger könnten, obwohl sie ziemlich nützlich sind, dennoch verbessert werden. Zunächst einmal ist ein Anzeiger, der eine optische Wahrnehmung erfordert, die in der Nähe der Bremse positioniert ist, häufig Schmutz und Dreck ausgesetzt. Der optische Anzeiger kann also nicht ohne weiteres gesehen werden. Außerdem sind sichtbare Anzeiger normalerweise hinter dem Fahrzeug positioniert. Ein Fahrzeugführer muß das Fahrzeug periodisch verlassen, um die Bremsen zu prüfen. Dies erfordert, daß der Fahrzeugführer periodische Prüfungen durchführt, um sicherzustellen, daß die Bremse keine zu hohe Hubüberschreitung aufweist.

Mehrere elektronische Hubanzeiger sind bisher vorgeschlagen worden, obwohl diese bei Produktionsbrems- oder Bremsenbetätigungsvorrichtungen nicht in großem Maß genutzt worden sind. Normalerweise sind diese Einheiten an einem Kolben angebracht und überwachen den Hub des Kolbens oder der Kolbenstange. Wenn ein übermäßiger Hub erfaßt wird, wird ein Signal an den Fahrzeugführer im Führerhaus gesendet. Während diese vorgeschlagenen Systeme sich den Mängeln bei optischen Anzeigern zuwenden, sind bisher keine Systeme vorgeschlagen worden, die praktisch nutzbar wären. Das Innere der Bremskammer weist eine Anzahl von Komponenten auf, die sich relativ zueinander bewegen. Bei den vorgeschlagenen Systemen sind Sensoren normalerweise in der Kammer angeordnet, und zwar an einer Stelle, wo die Wahrscheinlichkeit besteht, daß sie durch andere Komponenten beschädigt werden. Zum Beispiel sind die Sensoren in einem vorgeschlagenen System in der Betriebsbremskammer angeordnet, an der Stelle, wo im allgemeinen die Feder ist. Es ist nicht versucht worden, den empfindlichen Sensor und die dazugehörigen Drähte davor zu schützen, daß sie von der Feder berührt und zerstört werden. Eine notwendige Komponente, die von einem elektronischen Hubanzeiger anhängig ist, ist ein Hubanzeigersystem, das für eine relativ lange Zeitperiode zuverlässig und betriebsfähig ist. Die bekannten Systeme, die den Sensor und die dazugehörigen Drähte nicht hinreichend geschützt haben, sind möglicherweise nicht so zuverlässig, wie es erwünscht wäre.

Weitere vorgeschlagene Sensoren sind unter anderem Anzeiger, die an der Kolbenstange außerhalb der Kammer abseits der Feder angeordnet sind. Bei den vorgeschlagenen Einheiten, die Anzeiger haben, die an der Kolbenstange außerhalb der Kammer angeordnet sind, ist der Anzeiger oder der Sensor nicht unbedingt an einer festen Stelle fest mit der Struktur verbunden. Als Beispiel ist in einem vorgeschlagenen System der Sensor an einer Stange nahe der Kolbenstange angeordnet. Ein Anzeiger ist an der Kolbenstange angeordnet. Wenn die Sensor- oder die Anzeigereinheit an der Kolbenstange nicht an festen Stellen sind, ist die Zuverlässigkeit der Hubüberschreitungsanzeige des Sensors in Frage gestellt. Dieses Problem ist um so ernster, als sich der Außenbereich der Bremskammer in einer aggressiven Umgebung befindet, die dem Schmutz, Steinen und andere Abfall ausgesetzt ist. Solcher Abfall könnte den Sensor berühren, wobei der Sensor zerstört wird oder die Positionen der verschiedenen Teile fehlausgerichtet werden. Wie bereits erwähnt, ist die Umgebung, in der sich die Bremse befindet, aggressiv, und der Sensor, der außerhalb der Bremskammer angeordnet ist, funktioniert möglicherweise nicht immer einwandfrei.

Das US-Patent 4 642 603 (übertragen auf Atel Corporation) offenbart einen Bremsstangenbewegungsstreckenanzeiger. Der Anzeiger weist eine Sensoreinrichtung auf, die in einen Bremsanzeiger einbezogen ist, um anzuzeigen, wenn sich die Bremsstange zu weit erstreckt, um mitzuteilen, daß es notwendig ist, die Bremse einzustellen, den Belag zu ersetzen, oder vor dem Ausfall von Teilen Bremssystem zu warnen. Ein Gehäuse der Bremsenbetätigungsvorrichtung weist eine Gehäusebohrung auf, die die gleiche Größe hat wie die Bremsstange.

Bekannte Systeme sind bisher nicht in der Lage gewesen, ein Sensorsystem bereitzustellen, das vor den betriebsfähigen Elementen der Bremse schützt und bei dem man sich darauf verlassen kann, daß es für eine relativ lange Zeitperiode funktioniert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Bremsenbetätigungsvorrichtung nach Anspruch 1 bereitgestellt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Überwachung des Hubs einer Bremsenbetätigungsvorrichtung nach Anspruch 6 bereitgestellt.

Die Erfindung schließt einen Sensor ein, der in eine Druckplatte bzw. Abschirmungsscheibe im Bremskammergehäuse einbezogen ist. Die Druckplatte schützt den Sensor davor, andere betriebsfähige Komponenten der Bremsenbetätigungsvorrichtung zu berühren. Zum Beispiel schützt die Druckplatte den Sensor vor Berührung durch die Feder.

In einer offenbarten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Druckplatte im Bremskammergehäuse um die Kolbenstange herum positioniert. Die Druckplatte nimmt einen Teil einer Sensoreinheit der Bremsenbetätigungsvorrichtung zur Bestimmung eines Hubüberschreitungszustands auf. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat die Druckplatte eine Bohrung an einer Innenumfangsfläche, die sich von der Innenumfangsfläche einer Bohrung in dem nominellen Bremsgehäuse radial nach innen erstreckt. Die Druckplatte hat die Funktion, die Kolbenstange zu umgeben und die Abfallmenge zu begrenzen, die möglicherweise aus der Bohrung im Bremsgehäuse in das Bremskammergehäuse eintritt.

In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist ein Draht in die Druckplatte einbezogen, der vom Sensor zur Außenseite des Gehäuses führt. Der Draht ist durch die Druckplatte vor der Feder geschützt, die sich normalerweise im Zylindergehäuse befindet.

In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Sensor in die Druckplatte eingebettet, wie das bei elektrischen Kontaktringen der Fall ist. Ein Halteelement zum Halten der Druckplatte im Gehäuse hat Kontakte, die mit den Kontaktringen in der Druckplatte zusammenpassen. Drähte führen von diesen Kontakten zu einem Ort außerhalb des Gehäuses.

In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform wird ein Halleffekt-Sensor in die Druckplatte eingebettet, wenn die Druckplatte geformt wird. Eine Lippe an der äußeren Umfangsfläche der Druckplatte nimmt die Bremskammerfeder auf, so daß die Feder in einer Position gehalten wird, wo es unwahrscheinlich ist, daß die Feder irgendeinen der Drähte des Sensorsystems berührt.

In einer dritten bevorzugten Ausführungsform weist die Druckplatte ein Paar Kontaktschalter auf, wobei ein erster Innenkontaktschalter einen ersten Warnanzeiger betätigt, wenn sich die Bremse einem Hubüberschreitungszustand nähert. Wenn ein zweiter Kontaktschalter die Struktur am Kolben berührt, wird normalerweise eine zweite Anzeigelampe ausgelöst, die eine Warnung ausgibt, daß die Bremse den Hub vollständig überschritten hat.

In dieser dritten bevorzugten Ausführungsform ist vorzugsweise ein Kontaktteil an der Kolbenstange angeordnet und hat einen Kontaktabschnitt, der sich radial von der Außenfläche der Kolbenstange nach außen erstreckt. Die Kontaktschalter sind in um den Umfang herum beabstandeten Positionen an der Druckplatte ausgebildet und erstrecken sich in verschiedene Höhen, um zwei Hubanzeigestufen bereitzustellen.

In einer vierten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Druckmeßdosensensor in die Druckplatte einbezogen, um die Kompression der Feder zu überwachen. Wenn sich die Feder einem Hubüberschreitungszustand nähert, bewegt sich der Kolben über seine normale Position hinaus, wobei die Feder über ihre normale Kompression hinaus zusammengedrückt wird. Dies wird von der Druckmeßdose erfaßt, die dann ein Signal an den Fahrzeugführer weitergibt, nämlich daß sich die Bremse einem Hubüberschreitungszustand nähert.

Diese und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind am besten aus der nachstehenden Beschreibung und den Zeichnungen verständlich, wobei nachstehend eine kurze Beschreibung folgt.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Schnittansicht eines Hubanzeigers in einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2A ist eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts des Hubanzeigers, der in 1 dargestellt ist.

2B ist eine perspektivische Ansicht eines zweiten Abschnitts des Hubanzeigers, der in 1 dargestellt ist.

3 ist eine Schnittansicht eines Hubanzeigers in einer zweiten Ausführungsform.

4 ist eine Schnittansicht eines Hubanzeigers in einer dritten Ausführungsform.

5 ist eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts der Ausführungsform, die in 4 gezeigt ist.

6 ist eine Schnittansicht eines Hubanzeigers in einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

1 zeigt eine Federspeicher-Bremsenbetätigungsvorrichtung 20 mit einem betätigungsseitigen Gehäuse 22. Wie gezeigt, bewegt sich ein Kolben 24 mit einer Kolbenstange 26 durch eine Öffnung 28 im Gehäuse 22. Wie ebenfalls gezeigt, hat eine Druckplatte 30 eine Innenumfangsbohrung 32, die sich von der innersten Ausdehnung der Bohrung 28 radial nach innen erstreckt. Die Druckplatte 30 hat die Funktion, die Schmutz- oder Abfallmenge zu begrenzen, die möglicherweise in die Kammer des Gehäuses 22 eindringt.

Ein Sensor 34 ist in die Druckplatte 28 eingebettet und überwacht die Position eines Magnetstreifens 36, der an der Kolbenstange 26 durch Formung angebracht ist. Durch Überwachung der Position des Magnetstreifens 36 kann der Sensor 34 bestimmen, ob ein übermäßiger Hub vorliegt, wobei angezeigt wird, daß die Bremse nachgestellt werden muß. Eine Feder 38 liegt an einem Ende am Kolben 24 an und liegt am entgegengesetzten Ende an dem Halteelement 40 der Druckplatte an. Eine äußere radiale Fläche 42 des Halteelements 40 nimmt die Feder 38 auf. Das Halteelement 40 weist einen radial innenliegenden Abschnitt 44 auf, der sich vom Außenabschnitt 40 axial und dann radial nach innen erstreckt. Kontakte im inneren Abschnitt 44 verbinden die Kontaktringe 46 und 48 in der Druckplatte 30. Die Kontaktringe 46 und 48, die über die Kontakte verbunden sind, stellen einen elektrischen Stromkreis vom Sensor 34 bis zu einem Draht 50 her, der sich zur Außenseite des Gehäuses erstreckt. Der Draht 50 ist mit einer entsprechenden Steuerung 51 verbunden, um einem Fahrzeugführer im Führerhaus ein Signal zu übergeben, wenn ein Hubüberschreitungszustand erfaßt wird. Eine solche Anzeige kann eine Lampe, eine akustische Warnung oder irgendein bekanntes oder normales Warnsignal sein.

Wie in 2A gezeigt, bezieht eine Druckplatte 30 einen Sensor 34 ein, der über einen Abschnitt seiner Umfangsausdehnung in die geformte Druckplatte eingebettet ist. Die Kontaktringe 46 und 48 erstrecken sich vorzugsweise um den gesamten Umfang der Druckplatte 30.

2B zeigt ein Detail des Halteelements 40. Ein Kontaktstreifen 52 ist radial mit der Lage eines Kontaktsrings 46 ausgerichtet, und ein zweiter Kontaktstreifen 54 ist radial mit dem Kontaktring 48 ausgerichtet. Die Kontaktstreifen 52 und 54 sind jeweils mit elektrischen Anschlüssen 56 verbunden, die mit dem Draht 50 verbunden werden. Da sich die Kontaktringe 46 und 48 um den gesamten Umfang der Druckplatte 30 erstrecken, muß die relative Umfangsbeziehung zwischen dem Halteelement 40 und der Druckplatte 30 nicht sorgfältig überwacht werden. Vielmehr berühren die Kontaktstreifen 52 und 54 unabhängig von der Umfangsbeziehung die Ringe 46 bzw. 48, wobei eine elektrische Verbindung vom Sensor 34 zum Draht 50 und somit zur Steuerung 51 hergestellt wird.

3 zeigt einen elektronischen Hubanzeiger 60 in einer zweiten Ausführungsform. In dem elektronischen Hubanzeiger 60 weist eine einzelne Druckplatte 62 eine sich radial nach außen erstreckende Lippe 63 auf, die ein Ende einer Feder 64 hält. Ein Halleffekt-Schalter 66 ist in die geformte Druckplatte 62 eingebettet und überwacht den Hub einer Kolbenstange 67. Wie dargestellt, weist die Kolbenstange 67 einen Magnetstreifenabschnitt 68 und einen nichtmagnetischen Teil 70 auf. Der Halleffekt-Schalter kann erkennen, wenn sich der Abschnitt 68 nähert, und kann ein Signal eines Hubüberschreitungszustands liefern. Der Schalter 66 ist über einen eingebetteten Draht 65 mit dem Draht 69 verbunden, der von der Druckplatte 62 durch eine Öffnung 70 im Bremsgehäuse 61 nach außen führt. Die Lippe 63 stellt sicher, daß die Feder 64 in einer Position gehalten wird, wo es unwahrscheinlich ist, daß sie den Draht 69 berührt. Somit ist der Draht 69 vor Beschädigung durch die Feder 64 geschützt.

Wie in 4 gezeigt, bezieht ein Anzeiger 80 in der dritten Ausführungsform eine Druckplatte 82 ebenfalls mit einer sich radial nach außen erstreckenden Lippe 83 ein, die eine Feder 84 aufnimmt. Ein radial innenliegendes Ende 86 der Feder 84 liegt am Kolbenkontaktteil 88 mit einer Endfläche 90 an, die am Kolben 92 anliegt. Ein äußerer Kontaktabschnitt 94 erstreckt sich von umgebenden Abschnitten des Kontaktsteils 88 radial nach außen. Eine erste Gruppe von Kontaktschaltern 96 ist an der Druckplatte 82 an einer axial innenliegenden Stelle positioniert, und eine zweite Gruppe von Kontaktschaltern 98 ist am Druckschalter 82 an einer relativ axial außenliegenden Stelle positioniert. Eine Innenumfangsfläche 100 an den Kontaktschaltern 96 und 98 ist zackenförmig ausgebildet, um eine gute Verbindung zwischen den Kontaktschaltern 96 und 98 und dem Kontaktabschnitt 94 sicherzustellen, wenn er an einer Stelle ist, wie beispielsweise gestrichelt bei 102 dargestellt. Kontaktlaschen 104 sind mit jedem Kontaktschalter 96 und 98 über einen eingebetteten Verbinder verbunden und erstrecken sich aus der Druckplatte 82 hinaus. Die Kontaktlaschen 104 sind über einen Draht 106 verbunden, der sich über ein Steckerteil 108 aus dem Gehäuse 81 hinaus erstreckt. Die Basis der Druckplatte 82 ist vorzugsweise aus nichtleitendem Kunststoff. Die Kontaktschalter sind vorzugsweise aus Stahl oder aus einem anderen leitenden Material. Wie bereits erwähnt, stellt die Lippe 83 sicher, daß es unwahrscheinlich ist, daß die Feder 84 einen der Kontakteile 104 oder den Draht 106 berührt.

Wenn sich der Kolben in Betrieb einem Hubüberschreitungszustand nähert, berührt der Kontaktabschnitt 94 zunächst die erste Gruppe von Kontaktschaltern 96. Das kann bei 80% des Hubs sein. Ein Signal würde dann dem Fahrzeugführer im Fahrzeug übergeben werden, wie oben beschrieben. Wenn die Bremse den Hub weiter überschreitet, nähert sich der Abschnitt 94 schließlich der zweiten Gruppe von Kontaktschaltern 98. Dabei wird vorzugsweise ein zweites dringenderes Signal weitergegeben. Zum Beispiel kann der Schalter 96 eine gelbe Lampe betätigen, während der Schalter 98 eine rote Lampe und eine akustische Warnung betätigen kann. Wenn die beidem Anzeiger verwendet werden, gibt der eine einem Fahrzeugführer eine Vorankündigung, nämlich daß sich die Bremsenbetätigungsvorrichtung einem Zustand nähert, der eine Einstellung erfordert.

Wie in 5 gezeigt, weist die Druckplatte 82 eine Lippe 83 und Kontaktlaschen 104 auf, die durch eingebettete Abschnitte 105 jeweils mit einem Kontaktschalter 96 und 98 verbunden sind. Die Kontakte 96 und 98 sind vorzugsweise um den Umfang beabstandet.

6 zeigt einen elektronischen Hubanzeiger 110 in einer vierten Ausführungsform, die in das Gehäuse 111 einer Bremsenbetätigungsvorrichtung aufgenommen ist. Wie bereits ausgeführt, berührt eine Feder 112 einen Kolben 113 mit einer Kolbenstange 114, die sich durch eine Druckplatte 116 erstreckt. In dem vorliegenden Fall ist die Druckplatte in die Bohrung 118 des Gehäuses 111 einbezogen. Eingebettet in die Druckplatte 116 ist eine Druckmeßdose 119, die schematisch dargestellt ist. Die Druckmeßdose überwacht den Kompressionsgrad der Feder 112. Wenn sich der Kolben 113 einem Hubüberschreitungszustand nähert, nimmt die Kompression der Feder 112 zu. Die Druckmeßdose 119 erkennt eine solche übermäßige Kompression und ist über einen eingebetteten Draht so verbunden, daß ein Signal über den Draht 120 weitergegeben wird. Wenn eine Kompression über eine vorher eingestellte Grenze hinweg erkannt wird, wird eine Warnung gesendet. Der Draht 120 ist in eine Endfläche 121 des Gehäuses 111 eingegossen und erstreckt sich durch einen Verschluß 122 in der Außenwand der Endwand 121 nach außen. Wenn die Druckmeßdose 119 eine übermäßige Spannung der Feder 112 erkennt, wird also ein Signal an den Fahrzeugführer gesendet.

Die Druckplatten können aus jedem Material hergestellt sein, das für die Funktion der Druckplatte geeignet ist. Vorzugweise ein nichtleitendes Material, das so geformt sein kann, daß die eingebetteten Sensoren und die elektrischen Verbindungen verwendet werden können. Feste Kunststoffe wären geeignete Materialien. Die Sensorelemente selbst und die andere Elektronik sind bekannte elektronische Bauelemente.

Die verschiedenen Ausführungsformen haben alle gemeinsam, daß die Sensoreinheiten in ein Druckplattenteil einbezogen sind, um die empfindlichen Sensorelemente vor den anderen Komponenten in der Bremse und insbesondere vor der Feder zu schützen. Durch die Einbeziehung der Elektronik in die Druckplatte wird die Sensoreinheit normalerweise mit einer langen Lebensdauer ausgestattet. Außerdem sind die Einheiten auch betriebsfähig, die Stufen des Hubüberschreitungszustands anzuzeigen sowie die Last der Feder zu überwachen, die eine gute Anzeige eines Hubüberschreitungszustands ermöglicht.

Obwohl bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung offenbart worden sind, wird der Fachmann erkennen, daß bestimmte Modifikationen innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung möglich sind. Aus diesem Grund sollten die beigefügten Ansprüche herangezogen werden, um den tatsächlichen Schutzbereich und Umfang der vorliegenden Erfindung zu bestimmen.


Anspruch[de]
  1. Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) mit einem Sensorsystem, um eine übermäßige Bewegung einer Kolbenstange (26) zu erfassen, um eine zugeordnete Bremse zu betätigen, mit:

    einem Gehäuse (22) mit einer Gehäusebohrung (28);

    einem Kolben (24), der in das Gehäuse (22) aufgenommen ist und eine Kolbenstange (26) aufweist, die sich durch die Bohrung (24) erstreckt, wobei die Stange (26) ein Hubanzeigeteil (36) aufweist, das mit der Stange (26) beweglich ist;

    einer Druckplatte (30) mit einer Druckplattenbohrung (32), die die Kolbenstange (26) umgibt, wobei sich die Kolbenstange (26) durch die Druckplattenbohrung (32) erstreckt, wobei die Druckplattenbohrung (32) einen kleineren Innendurchmesser aufweist als die Gehäusebohrung (28), wodurch ein Eindringen von Fremdkörpern in das Gehäuse (22) verhindert wird; und

    die Druckplatte (30) einen Sensor (34) aufweist, wobei der Sensor (34) den Hub der Kolbenstange (26) überwacht, indem die Bewegung des Hubanzeigeteils (36) an der Kolbenstange (26) überwacht wird und der Sensor (34) die Bewegung des Anzeigeteils (36) an der Kolbenstange (26) erfaßt, wobei die Bewegung des Anzeigeteils an der Kolbenstange (26) die Bewegung des Kolbens (24) und somit eine übermäßige Bewegung des Kolbens (24) anzeigt, die von dem Sensor (34) erfaßt wird.
  2. Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, wobei sich die Druckplatte (30) in dem Gehäuse (22) befindet und aus Kunststoff besteht, wobei der Sensor (34) in die Druckplatte (30) eingebettet ist.
  3. Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, wobei der Sensor (34) von der Druckplattenbohrung (32) beabstandet ist.
  4. Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, wobei der Sensor (34) einen Halleffekt-Sensor umfaßt und das Hubanzeigeteil (36) einen Magneten umfaßt.
  5. Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) nach Anspruch 1, wobei der Sensor (34) einen Reed-Schalter umfaßt und das Hubanzeigeelement (36) einen Magneten umfaßt.
  6. Verfahren zur Überwachung des Hubs einer Bremsenbetätigungsvorrichtung (20) mit den Schritten:

    Bereitstellen eines Bremsenbetätigungsvorrichtungsgehäuses (22) mit einer Gehäusebohrung (28);

    Anordnen eines Bremsenbetätigungsvorrichtungskolbens (24) in dem Gehäuse (22), wobei sich die Kolbenstange (26) des Kolbens (24) durch die Bohrung (28) erstreckt;

    Bereitstellen der Stange (26) mit einem Hubanzeigeteil (36), das mit der Stange (26) beweglich ist;

    Verhindern des Eindringens von Fremdkörpern in das Gehäuse (22), indem eine Bremsenbetätigungsvorrichtungsdruckplatte (30) mit einer Druckplattenbohrung (32), die die Kolbenstange (26) umgibt, bereitgestellt wird, wobei sich die Kolbenstange (26) durch die Druckplattenbohrung (32) erstreckt, und indem die Druckplattenbohrung (32) mit einem kleineren Innendurchmesser als die Gehäusebohrung (28) bereitgestellt wird;

    Bereitstellen der Druckplatte (30) mit einem Sensor (34);

    Definieren eines ersten Zustands der Bremsenbetätigungsvorrichtung auf der Grundlage des Hubs der Kolbenstange;

    Definieren eines zweiten Zustands der Bremsenbetätigungsvorrichtung auf der Grundlage der Bewegung der Kolbenstange;

    Überwachen der Stellung der Kolbenstange (26) während des Betriebs einer Bremse, indem die Bewegung des Anzeigeteils (36) an der Kolbenstange (26) unter Verwendung des Sensors (34) erfaßt wird; und

    Bereitstellen eines ersten Signals, wenn der Hub der Kolbenstange (26) als der erste Zustand erfaßt wird; und Bereitstellen eines zweiten Signals, das sich von dem ersten Signal unterscheidet, wenn die Bewegung der Kolbenstange (26) als der zweite Zustand erfaßt wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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