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Dokumentenidentifikation DE69819483T2 26.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000975941
Titel SYSTEM UND VERFAHREN ZUM ANHALTEN EINES FAHRZEUGS
Anmelder Mourer, Hubert, Paris, FR
Erfinder Mourer, Hubert, 75015 Paris, FR
Vertreter T. Wilcken und Kollegen, 23554 Lübeck
DE-Aktenzeichen 69819483
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 16.04.1998
EP-Aktenzeichen 989228473
WO-Anmeldetag 16.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/FR98/00770
WO-Veröffentlichungsnummer 0098048255
WO-Veröffentlichungsdatum 29.10.1998
EP-Offenlegungsdatum 02.02.2000
EP date of grant 05.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.08.2004
IPC-Hauptklasse G01L 5/28
IPC-Nebenklasse B64F 1/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zum Anhalten eines Fahrzeugs. Sie betrifft auch ein Verfahren, das in diesem System eingesetzt wird.

Im aktuellen Stand der Technik gibt es außer den in RU-C-2014249 und SU-A-1818279 erwähnten Versuchen kein Mittel, um ein Fahrzeug, das mit einer gewissen Geschwindigkeit in Gang gesetzt wird, anzuhalten, ohne es oder seine Fahrgäste einem Stoß oder Ruck auszusetzen, die für letztgenannte umso stärker sind, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeugs höher ist.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, diesen Nachteil zu beseitigen, indem ein System vorgeschlagen wird, das es ermöglicht, ein Fahrzeug ohne plötzlichen Stoß wirksam anzuhalten.

Das System zum Anhalten umfasst mindestens ein bewegliches Band, das in eine Fahrbahn für das Fahrzeug eingebaut ist. Erfindungsgemäß wird das Band entweder in zu der Fahrtrichtung des Fahrzeugs entgegengesetzter Richtung mit einer Geschwindigkeit mindestens gleich jener des Fahrzeugs oder seiner Räder oder in dieselbe Richtung wie die Fahrtrichtung des Fahrzeugs, aber mit einer höheren Geschwindigkeit als dieses oder jener seiner Räder angetrieben.

Das erfindungsgemäße System ermöglicht es somit, jedes Fahrzeug auf einer sehr kurzen Distanz anzuhalten. Es reicht aus, das Anhalteband mindestens mit derselben Geschwindigkeit wie das Fahrzeug umlaufen zu lassen, bis dieses nicht mehr die geringste kinetische Energie besitzt. Für die Straße kann das erfindungsgemäße System vorzugsweise die Geschwindigkeitsbremsen oder Straßensperren ersetzen, indem somit die Nachteile und Gefahren, die durch die Schwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung, Hindernisse und Barrieren verursacht werden, beseitigt werden. Dies gilt für jedes Fahrzeug: vom Fahrrad bis zum Panzer über das Motorrad, den PKW, den LKW oder den Traktor, sofern das Anhalteband eine ausreichende Motorisierung aufweist, um es mit einer Geschwindigkeit mindestens gleich jener dieser Fahrzeuge anzutreiben. Bei höherer Geschwindigkeit lässt das Anhalteband das Fahrzeug nach hinten bis zum festen Boden fahren.

Das erfindungsgemäße System findet Anwendung bei jedem erforderlichen Anhalten auf einem Verkehrsweg, insbesondere Maut, Polizei, Zoll, Flughafenpisten.

Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen auch aus der nachstehenden Beschreibung hervor. In den als nicht einschränkende Beispiele angeführten Zeichnungen:

stellt 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, bei dem ein bewegliches Band, das von mehreren Förderbändern, die quer zum Verkehrsweg und in kontinuierlicher Aufeinanderfolge angeordnet sind, gebildet ist, durch eine gemeinsame Motorisierung angetrieben wird;

stellt 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, bei dem jedes Förderband durch eine getrennte Motorisierung angetrieben wird und nur ein Rad des Fahrzeugs trägt;

stellt 3 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, das zwei bewegliche Bänder umfasst, die auf jedem Radlauf angeordnet und von oben gesehen dargestellt sind;

stellt 4 eine erste besondere Art der Motorisierung des Systems von zwei parallelen beweglichen Bändern dar, die den beiden Radläufen eines Fahrzeugs entsprechen;

stellt 5 eine zweite besondere Art der Motorisierung des Systems dar, bei der ein Förderband für jedes der vier Räder eines Fahrzeugs vorhanden ist;

stellt 6 eine erste Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, das auf einem Flughafen eingesetzt wird, wo die beweglichen Bänder parallel zur Piste verlaufen und den parallelen Fahrwerken eines Flugzeugs entsprechen; diese Bänder sind jeweils aus nur einem Förderband oder von mehreren parallel angeordneten Förderbändern, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, gebildet;

stellt 7 eine zweite Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, das auf einem Flughafen eingesetzt wird, wo die beweglichen Bänder quer angeordnet sind und den Fahrwerken entsprechen, die sich auf derselben Querlinie eines Flugzeugs befinden; diese Bänder sind jeweils aus einem Förderband oder von mehreren Förderbändern, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, gebildet;

stellt 8 eine dritte Ausführungsart eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, das auf einem Flughafen eingesetzt wird, wo für jedes Fahrwerk ein bewegliches Band vorhanden ist, das auch aus mehreren Förderbändern (in der Zeichnung nicht dargestellt) gebildet sein kann;

stellt 9 die innere Struktur eines besonderen Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, bei dem die beweglichen Bänder getrennt, aber durch einen einzigen gemeinsamen Motor verbunden sind und angetrieben werden, und bei dem das Förderband von Rollen getragen wird, die sich selbst auf Lagerrollen, wie beispielsweise Kugeln, Kugelrollen, Minirollen, Stangen, drehen;

stellt 10 ein Beispiel für eine Motorisierung eines Förderbandes dar, das in einem erfindungsgemäßen System zum Anhalten eingesetzt wird;

stellt 11 ein Ausführungsdetail eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten dar, bei dem die Rollen von den seitlichen Enden ihrer Drehachse gehalten werden;

stellt 12 eine Ausführungsart einer Stützvorrichtung für Förderbänder dar, die in einem erfindungsgemäßen System zum Anhalten eingesetzt werden, bei der die Zwischenrollen zwischen den großen Rollen einen Ausgleich der Hohlräume zwischen diesen ermöglichen.

Es sind nun mehrere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten unter Bezugnahme auf die vorgenannten Figuren beschrieben. Diese schließen nicht aus, dass die Proportionen der Elemente der Vorrichtung in Bezug auf die Räder eines Fahrzeugs unterschiedlich sein können. Beispielsweise können die Rollen, die das Förderband tragen, nur einige Zentimeter Durchmesser haben und sich auf Lagerrollen mit einem geringeren Durchmesser drehen; die Antriebstrommel, die sich auf dem Bogen befindet, kann auch einen kleinen Durchmesser oder einen großen Durchmesser aufweisen; so dass die Höhe einer Förderbandvorrichtung kleiner als 50 cm oder größer als 1 m sein kann.

Ein erfindungsgemäßes System 1 zum Anhalten kann beispielsweise unter Bezugnahme auf 1 eine Gesamtheit von quer verlaufenden beweglichen Bändern 10 bis 14 umfassen, die jeweils von einem Antriebsmechanismus 100, 110, 120, 130, 140 angetrieben werden. Jeder Antriebsmechanismus umfasst eine Einheit von Rollen 15 über einem Förderband von Stützkugeln 18, die auf einem Bogen 17 angeordnet sind. Die beweglichen Bänder werden jeweils von Antriebstrommeln 16 angetrieben, die selbst mechanisch mit einem einzigen Antriebsmotor 150 verbunden sind. Dies stellt eine besondere Ausführungsart dar, wobei eine getrennte Motorisierung für jedes bewegliche Band im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch vorgesehen werden kann.

Im Falle einer Straße können zwei parallele Bänder zum Anhalten vorgesehen werden, die den Radspuren, die von den Fahrzeugen gebildet werden, entsprechen, wie die 2 bis 5 zeigen. Jedes Band zum Anhalten kann selbst aus mehreren Förderbändern gebildet sein, die hintereinander entlang der Erstreckung des Fahrweges angeordnet sind, wobei diese verschiedenen Förderbänder beispielsweise synchron angetrieben werden.

So kann ein erfindungsgemäßes System 2 zum Anhalten verwirklicht werden, das für jede Seite einer Fahrbahn 25 eine Gesamtheit von Förderbändern 21; 22, 32, 42 umfasst, die dazu vorgesehen sind, jeweils ein Rad eines Fahrzeugs aufzunehmen, wie in 2 dargestellt. Beispielsweise befindet sich im Falle eines Lkw's 23, der drei Achsen umfasst, in der aktiven Situation des erfindungsgemäßen Systems 2 zum Anhalten jedes Rad 231; 232, 233, 234 dieses LKW's auf einem Förderband. In diesem nicht einschränkenden Beispiel werden die Förderbänder über Antriebsvorrichtungen 220, 320, 420 mit Hilfe zweier Antriebsmotoren 250, 260 angetrieben.

Es können bei einem in den 3 und 4 dargestellten erfindungsgemäßen System 3 zum Anhalten auch nur zwei bewegliche Bänder 31, 33 vorgesehen werden, die ausreichend lang sind, um die Fahrzeugtypen 30, die angehalten werden sollen, aufzunehmen. Diese beweglichen Bänder 31, 33 sind längs auf einer Fahrbahn 32 angeordnet und werden von Antriebsmechanismen 34, 35 angetrieben, die mit Antriebstrommeln 340, 350 versehen sind, die von Antriebsmotoren 36, 37 bewegt werden.

Es kann auch der Fall eines Systems 5 zum Anhalten in Betracht gezogen werden, das beispielsweise vier Förderbänder 51, 52, 53, 54 unter Bezugnahme auf 5 umfasst, wobei jedes Förderband dazu vorgesehen ist, ein Rad eines Fahrzeugs 55 aufzunehmen. In diesem Ausführungsbeispiel werden die beiden Bänder, die jeweils aus zwei Förderbändern 51, 53; 52, 54 auf einer selben Seite gebildet sind, von Motoren 510, 530; 520, 540 angetrieben, die durch eine mechanische Verbindung 511, 521 synchron geschaltet sind.

Es sind nun mehrere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Systems zum Anhalten beschrieben, das dazu vorgesehen ist, Flugzeuge anzuhalten, und zwar unter Bezugnahme auf die 6 bis 8.

Beispielsweise kann unter Bezugnahme auf 6 ein erfindungsgemäßes System 6 zum Anhalten verwirklicht werden, das drei bewegliche Bänder 61, 62, 63 in der Erstreckung einer Piste 63 umfasst.

Diese drei Bänder 61, 62, 63 sind derart angeordnet, dass sie die Räder 640, 641, 642, 643 der Fahrwerke eines Flugzeugs 64 aufnehmen. Sie können jeweils aus nur einem Förderband oder einer Aufeinanderfolge von Förderbändern, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, gebildet sein.

Es kann allerdings unter Bezugnahme auf 7 auch ein erfindungsgemäßes System 7 zum Anhalten vorgesehen werden, bei dem die beweglichen Bänder 71, 72, 73 quer zur Längserstreckung der Piste und derart angeordnet sind, dass sie die Räder 640, 641, 642, 643 der Fahrwerke eines Flugzeugs 64 aufnehmen können. Die Bänder sind entweder aus nur einem Förderband oder mehreren, in der Zeichnung nicht dargestellten Förderbändern gebildet.

Bewegliche Bänder 810, 811; 820, 821, 822, 823; 830, 831 können auch innerhalb eines Systems 8 zum Anhalten angeordnet sein, mit dem eine Piste 80 ausgestattet ist, so dass jedes Rad 641; 640; 642 des Fahrwerks eines Flugzeugs 64 auf einem getrennten Band zum Anhalten liegt, so dass jedes Band zum Anhalten nur das Gewicht lediglich eines Teils dieses Flugzeugs trägt, wobei sich alle Bänder zum Anhalten mit derselben Geschwindigkeit drehen.

Die Bänder zum Anhalten können entweder quer zur Längserstreckung der Piste unter Bezugnahme auf 7 oder parallel zu ihrer Längserstreckung unter Bezugnahme auf 6 angeordnet sein.

Als besondere Ausführungsart wird das Band zum Anhalten von Rädern der seitlichen Enden der Trommel angetrieben, die sich unterhalb befindet und unter der das Bandtrum verläuft, wie in den 1, 9 und 10 dargestellt. Ein Band zum Anhalten kann durch eine eigene Motorisierung angetrieben werden oder auch mit anderen Bändern zum Anhalten unter Bezugnahme auf die 1 und 10 verbunden sein, wobei die Gesamtheit der verbundenen Bänder durch einen einzigen Motor 95, 150 angetrieben wird. Die Bänder zum Anhalten können derart angeordnet sein, dass sie gemeinsam oder auch gleichzeitig, aber getrennt in unterschiedlichen Parzellen bewegt werden; sie werden somit jeweils von einer getrennten Motorisierung oder auch von einer gemeinsamen Motorisierung, von der sie nach Belieben abhängig oder losgelöst sind, bewegt.

In dem Ausführungsbeispiel eines in 9 dargestellten Systems 9 zum Anhalten wird jedes bewegliche Band 91, 92, 93, 94 von einer Antriebstrommel 910, 920, 930, 940 angetrieben und von einer Gesamtheit von Stützrollen 912, 922, 932, 942 getragen. Die Antriebstrommeln 910, 920, 930, 940 werden von einem einzigen Motor 95 über Verbindungsmechanismen 911, 921, 931, 96 bewegt.

Bei einer Ausführungsart des Antriebs des in 10 dargestellten beweglichen Bandes umgibt das bewegliche Band Endrollen 945, 946 der seitlichen Rollen 943, 944, die in der Nähe des Trums 947 angeordnet sind, und die Antriebstrommel 940 wird von dem Motor 95 über eine mechanische Verbindungsvorrichtung 96 bewegt.

Nach einer besonderen Ausführungsart des Antriebs eines beweglichen Bandes, die in 11 dargestellt ist, werden die Rollen 101 bis 106 von den seitlichen Enden ihrer drehenden Achsen 108 mit Hilfe von Haltevorrichtungen 107 gehalten.

Wie 12 zeigt, kann eine besondere Anordnung 200 der beweglichen Bänder vorgesehen werden, die es ermöglicht, besonders schwere Lasten, wie beispielsweise ein Flugzeug, zu tragen. Zwischen den Rollen 221 bis 223 ist, wenn ihr Durchmesser dazu führt, dass zwischen ihren oberen halben Umfängen ein Raum frei bleibt, der einen Hohlraum darstellt, in den die Räder des Flugzeugs geraten könnten, eine weitere Rolle 231, 232 mit einem Durchmesser befestigt, der es ermöglicht, diesen Hohlraum zu füllen, ohne mit den Flächen der Rollen 221, 222, 223, die ihn umgeben, in Kontakt zu kommen, so dass sie sich frei um ihre Achse drehen kann, wenn sie für das Umlaufen des Förderbandes 240, das sie trägt, angetrieben wird. Die Hauptrollen 221, 222, 223 sind vorzugsweise über einem Lagerrollenband 210 angeordnet, das von Kugeln, Rollen, kleinen Rollen oder Stangen gebildet ist, die auf einer einen Bogen 211, eine Brücke oder eine Decke der darunter liegenden Trommel bildenden Platte liegen.

Tatsächlich ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dazu ausgeführt, ein bewegliches Band, das das Gewicht von Flugzeugen mit großer Tonnage tragen kann, mit hoher Geschwindigkeit zum Drehen zu bringen.

Wie oben beschrieben, kann die Vorrichtung nur eine einzige Rollfläche oder auch mehrere bilden, die selbst in aufeinander folgenden oder parallelen Bandabschnitten nebeneinander liegen und/oder nahe genug sind, um den Übergang von einem Band zum anderen zu ermöglichen, oder hingegen voneinander entfernt und durch feste Bodenabschnitte getrennt sind. Die Förderbänder können auch derart angeordnet sein, dass jedes nur ein einziges Fahrwerk pro Flugzeug oder auch nur ein Rad eines Fahrwerks zu tragen hat.

Zu diesem Zweck sind die Förderbänder vorzugsweise quer zur Piste und in einer Breite angeordnet, die dem zu tragenden Rad oder Fahrwerk entspricht.

Es kann eine Aufwickelbogenbrücke 17, 211, 47 für das bewegliche Band befestigt sein, die die gesamte Breite einer Flughafenpiste einnimmt, sowohl über 30 m als auch über 60 m Breite, ohne dass ihre Festigkeit oder das Aufwickeln des beweglichen Bandes beeinträchtigt wären.

In diesem Fall wird sie durch so viele Pfeiler wie erforderlich unterstützt, die in dem Abstand zwischen zwei parallelen Förderbändern angeordnet sind, ohne dass dieser Abstand die Breite überschreitet, in der die Räder des Flugzeugs mit großer Geschwindigkeit in ihn eindringen könnten.

Die Länge der Bogenbrücke quer zur Piste würde auch nicht das Aufwickeln des Endlosbandes verhindern, da dieses in mehrere Abschnitte unterteilt werden kann, die nur durch den Abstand der Stützbeine der Bogenbrücke getrennt sind. Dieser Abstand zwischen zwei Abschnitten ist selbst ausreichend eng, damit kein Rad eines Flugzeugs in ihn eindringen kann, wenn es von einem Bandabschnitt zum anderen übergeht.

Die Länge der Bogenbrücke von einem Rand der Piste zum anderen, auch wenn sie sehr breit ist, führt nur zur Unterteilung des Aufwickelbandes in parallele Abschnitte.

Die Rollen, auf denen dieses gleitet, können, wie die Lagerrollen 18 oder 211, auf denen sie liegen, von einem Ende der Bogenbrücke zum anderen durchgehend sein; die Pfeiler der Bogenbrücke sind nämlich unterhalb der Platte 18 oder 211, die Rollen und ihre Lagerrollen trägt.

Ebenso kann die Antriebstrommel, die sich unter der Bogenbrücke und somit zwischen ihren Rändern befindet, auch durchgehen und von derselben Länge wie die Bogenbrücke sein. Die Trommel, die eventuell aus einem Stück ist, kann immer durch die Verbindung angetrieben werden, die mit dem oder den Motoren hergestellt ist, die sich auf oder unter dem festen Boden befinden, da diese Verbindung in Abständen zwischen den Förderbändern befestigt ist und nur einige Zentimeter Breite einnimmt (Riemen, Bänder, Kette oder feste Übertragungsstange).

Es zeigt sich somit, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung, die aus einer Platte der Bogenbrücke gebildet sein kann, um die sich das Förderband wickelt, indem es unter die darunter befindliche Antriebstrommel schiebt, auf einer Piste aus einem Stück sein kann oder auch so viele Abschnitte wie erforderlich bilden kann, die durch einen festen Boden getrennt sind oder hingegen parallel oder aufeinander folgend eng aneinander liegen, wobei vermieden wird, dass in die Trennung die Räder des Fahrwerks eindringen können. Eventuell und zu diesem Zweck kann zwischen zwei nebeneinander liegenden oder parallelen Förderbändern, eine Vorrichtung, die sich auf Höhe des Förderbandes fluchtend befindet und auf der somit direkt die Luftbereifung des Flugzeugs rollt, vorgesehen sein, die aus einer oder mehreren Rollen, die nicht nebeneinander liegend und passiv sind und sich frei um sich selbst drehen, gebildet ist, deren Durchmesser es ermöglicht, den Trennabstand auszufüllen, ohne ihn wahrnehmbar zu machen, und die von einer besonderen Stütze getragen wird, die zwischen den beiden beweglichen Bändern eingesetzt ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann aus großen oder kleinen Einheiten gebildet sein, die industriell in Serie hergestellt werden und eine variable Länge und Breite je nach der Motorleistung aufweisen, über die verfügt werden kann, um die Förderbänder zum Laufen zu bringen. Je enger die Einheit des Förderbandes ist, desto geringer ist die Drehkraft.

Nach einer so genannten „seriellen" oder aufeinander folgend gestalteten Variante können die Antriebstrommeln miteinander verbunden sein oder individuell durch einen oder mehrere Motoren auf festem Boden betätigt werden.

Nach einer so genannten „parallelen" Variante können sich die Antriebstrommeln jedes Bandes mit der Trommel des angrenzenden Bandes ineinander schieben, während der Übertragungsriemen mit dem Motor auf festem Boden zwischen den Pfeilern oder Bögen, die die Bogenbrücke tragen, durchlaufen kann.

Die Vorrichtung kann somit eine Gesamtheit von mehreren Abschnitten oder Einheiten bilden, die als Quader mit einer Höhe, die, falls erforderlich, geringer als 50 Zentimeter sein kann, mit variabler Breite und Länge vorhanden und industriell hergestellt sind, und die nur vor Ort in Reihe oder parallel nebeneinander aufgestellt werden müssen. So wird ein abnehmbares System von Förderbändern gebildet, die an vorbereiteten Stellen angebracht werden können und leicht zu verschieben, ersetzen oder abzunehmen sind.

Wie oben erwähnt, ist die Vorrichtung, auf der das Endlosband gleitet, aus einer Stufe von getrennten Rollen 15, 101 bis 106, 221 bis 223 gebildet, deren Trennzwischenräume, falls erforderlich, d. h. falls sie für die Räder eines Flugzeugs wahrnehmbar sind, durch Zwischenrollen 231, 232 ausgefüllt werden, die ebenfalls nicht nebeneinander liegend sind und einen geringeren Durchmesser aufweisen, der der erforderlichen Größe entspricht, um den Wellblecheffekt zu vermeiden.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Stufe der Gleitrollen 15, 101 bis 106, 221 bis 223 selbst von einem Lagerrollenbett 18 oder 211 getragen, das aus Kugeln, Rollen, kleinen Rollen oder Stangen gebildet ist, die auf der Oberfläche der Bogenbrücke 17, 211, 47 in Hohlräumen oder Lagerungen liegen, die sie an ihrer Stelle halten, ohne sie daran zu hindern, sich frei um sich selbst zu drehen.

Die Funktion dieses Lagerrollenbetts besteht darin, es den Rollen, die es trägt, zu ermöglichen, leicht durch das Umlaufen des Förderbandes angetrieben zu werden und sich rasch um sich selbst zu drehen, und zwar trotz des manchmal großen Gewichts der Fahrzeuge inklusive der auf dem Förderband umlaufenden Flugzeuge.

Das Lagerrollenbett kann auf variable Weise ausgeführt sein, d. h. lose oder mit Abteilungen oder derart, dass die beiden Seiten einer Rolle von identischer Stärke umrahmt werden, oder auch dadurch, dass Lagerrollen mit größerem Durchmesser auf den beiden Seiten der Rolle beiderseits ihrer Längsachse und unter dieser Achse verwendet werden, und die Lagerrollen befinden sich in Lagerungen oder werden durch die Enden ihrer Mittelachse, die in seitliche Gitter eingreifen, gehalten.

Nach einer besonderen Anordnung können die Stützrollen des Förderbandes derart befestigt sein, dass sie an eine Lagerrolle, die zwischen ihnen angeordnet ist, angrenzend oder anliegend an ihrer Basis oder auf halber Höhe, aber derart angeordnet sind, dass diese Zwischenlagerrolle keinesfalls von dem auf den Rollen umlaufenden Band berührt werden kann. Diese Anordnung ermöglicht es, die Drehung von einer Rolle zu einer anderen weiterzugeben, indem sie alle in dieselbe Richtung zum Drehen gebracht werden. So wird die Laufgeschwindigkeit der auf den Rollen gleitenden Bänder nicht beeinträchtigt, und es werden Lagerrollen gespart, wenn diese gleichzeitig die sie umgebenden Rollen tragen.

Die Rollen, die sich um sich selbst und auf ihrem Lagerrollenbett drehen, werden gehalten, indem das Ende ihrer Achsen in Felder oder Maschen eines Gitters eingreifen, das an der Bogenbrücke befestigt ist und seitlich das Endlosband begrenzt.

Die Zwischenrollen 231, 232 auf einer besonderen Stütze zwischen zwei Gleitrollen sind mit dem Endlosband in Kontakt und grenzen somit nicht an die Gleitrollen an, die sie umrahmen, um sich in dieselbe Richtung wie sie zu drehen. Sie werden von einer beliebigen Stütze oder einer Oberflächenerhebung der Bogenbrücke, die einen Hohlraum bildet, getragen, oder sie sind auf ihrer Stütze durch die Enden ihrer Mittelachsen gelagert und gehalten, die in eine Schleife oder seitliche Kerbe ihrer Stütze eingreifen.

Das Förderband ist vorzugsweise aus einem weichen und widerstandsfähigen Material gebildet, um den Zug der Räder von manchmal schweren Flugzeugen mit großer Geschwindigkeit zu gestatten. Zu diesem Zweck können synthetische Materialien, wie beispielsweise jene verwendet werden, die für das Segelwerk moderner Boote verwendet werden.

Das Förderband kann auch einen Kern aus Netz, Gitter oder Maschendrahtumfassen, der mit einem weichen Material ummantelt ist.

Das Förderband kann auch aus einem weichen Material gebildet sein, das in seiner Dicke ummantelte Leisten aus einem halbstarren Material eventuell mit Zonen geringerer Dicke, um das Falten zu erleichtern, umfasst.

Es kann auf seiner inneren Aufwickelfläche Rillen umfassen, die es den entsprechenden Rillen der Antriebstrommel ermöglichen, in sie einzugreifen, um das Förderband besser anzutreiben.

Das Förderband kann auch auf seiner Außenseite gerillt sein. In diesem Fall verläuft es über die Antriebstrommel, die entsprechende Rillen umfasst.


Anspruch[de]
  1. System (1 bis 9) zum Anhalten eines Fahrzeugs (23, 30, 64), das auf einer Bahn (25, 32, 63) fährt, umfassend mindestens ein bewegliches Band, das aus einem oder mehreren Förderbändern (1014; 21, 22, 32, 42; 31, 33, 34, 240) gebildet ist, die in einem Abschnitt dieser Bahn (25, 32, 63) eingebaut sind, und Mittel (100, 110, 120, 130, 140, 150; 220, 320, 420) zum Antreiben dieses beweglichen Bandes (10 bis 14, 21, 22, 32, 42; 31, 33, 34), dadurch gekennzeichnet, dass das Antreiben entweder in die der Fahrtrichtung des Fahrzeugs (23, 30, 64) entgegengesetzte Richtung mit einer Geschwindigkeit mindestens gleich jener des Fahrzeugs (23, 30, 64) oder seiner Räder oder in dieselbe Richtung wie die Fahrtrichtung des Fahrzeugs, aber mit einer höheren Geschwindigkeit als dieses oder jener seiner Räder erfolgt.
  2. System (2 bis 8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Einheiten aus beweglichen Bändern (21, 22, 32, 42; 31, 33, 34; 51 bis 54; 60 bis 62) umfasst, die parallel zur Fahrtrichtung der Fahrzeuge angeordnet sind.
  3. System (7) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Einheit beweglicher Bänder umfasst, die quer zur Fahrtrichtung der Fahrzeuge angeordnet sind.
  4. System nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einheit aus beweglichen Bändern in Fahrtrichtung der Fahrzeuge eine Anzahl beweglicher Bänder umfasst, die zumindest gleich der maximalen Achszahl der Fahrzeuge, die durch dieses System angehalten werden können, ist.
  5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form eines abnehmbaren Systems vorhanden ist, das auf jedem Landweg installiert werden kann.
  6. System (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Bänder (10 bis 14) alle mit derselben Geschwindigkeit durch gemeinsame Antriebsmittel (150) angetrieben werden.
  7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes bewegliche Band (10) mit einer Rollenvorrichtung (100) versehen ist, umfassend eine Stützrolleneinheit (15) und mindestens eine Antriebstrommel (16), um die das bewegliche Band (10) gewickelt ist.
  8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollen (221 bis 223) auf einem Gleitbett (18, 210) liegen, das auf einer Stützebene (211) angeordnet und aus Lagerrollen gebildet ist, die unter den Rollen oder zwischen ihnen vorgesehen sind.
  9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerrollengleitbett (18, 210) aus Kugeln, Rollen, kleinen Rollen oder Stangen gebildet ist, die auf der Bogenbrücke (17, 21 1, 47) mit Hilfe entsprechender Lagerungen ruhen, die sie halten können, ohne sie daran zu hindern, sich frei um sich selbst zu drehen.
  10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Stützrollen (221 bis 223) ein weitere Zwischenrolle (231, 232) mit einem solchen Durchmesser angeordnet ist, der es erlaubt ist, einen Raum zwischen den halben Umfängen der Rollen, die einen Hohlraum bilden, der für die Räder eines Flugzeugs gefährlich sein könnte, auszufüllen, wobei diese Zwischenrollen (231, 232) nicht mit den Flächen der Stützrollen (221 bis 223), die sie umgeben, in Kontakt sind, so dass sie sich frei um ihre Achse drehen, wenn sie durch den Umlauf des Bandes (240), das sie tragen, angetrieben werden.
  11. Verfahren zum Anhalten eines Fahrzeugs, das auf einer Bahn fährt, zur Anwendung in dem System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Steuerung der Antriebsmittel der beweglichen Bänder umfasst, die derart angeordnet sind, dass sie die beweglichen Bänder in zur Fahrtrichtung des anzuhaltenden Fahrzeugs entgegengesetzte Richtung mit einer variablen Geschwindigkeit antreiben, die zumindest gleich der momentanen Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist, bis die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, bezogen auf einen festen Bezugswert, auf Null reduziert ist.
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