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Dokumentenidentifikation DE102004008119A1 02.09.2004
Titel Entriegelungsgriff für den Kofferraum von Kraftfahrzeugen
Anmelder Ford Global Technologies, LLC (n.d.Ges.d. Staates Delaware), Dearborn, Mich., US
Erfinder Tibbenham, Patricia C., West Bloomfield, Mich., US;
Dean, David, Commerce Twp., Mich., US;
Zaydel, Wieslaw S., Rochester, Mich., US
Vertreter Patentanwälte Effert, Bressel und Kollegen, 12489 Berlin
DE-Anmeldedatum 18.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004008119
Offenlegungstag 02.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.2004
IPC-Hauptklasse E05B 5/00
IPC-Nebenklasse E05B 17/10   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft zunächst einen Griff zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug zum Erzielen einer gewünschten Funktion, mit einem Schaft aus einem Licht ausstrahlenden Material, einem Griffteil aus diesem Licht ausstrahlenden Material, der an dem Schaft befestigt ist, um ein Ergreifen des Griffs zwecks Benutzung zu ermöglichen und einem ersten durch eine Öffnung gebildeten informativen Bild, das so in dem Schaft ausgebildet ist, dass sich in der das erste informative Bild darstellenden Öffnung kein Material befindet.
Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen eines Griffs aus einem phosphoreszierenden Kunststoffmaterial zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug zum Zweck der Betätigung eines Verriegelungsmechanismus des Fahrzeugs, das die folgenden Schritte umfasst, Bereitstellen einer Form, die eine Gestalt hat, die der gewünschten Form des Griffs entspricht; Anordnen von Einlegeteilen in Gestalt der informativen grafischen Darstellungen in der Form; Einspritzen des phosphoreszierenden Kunststoffmaterials in die Form, so dass das Kunststoffmaterial den Griff in der gewünschten Gestalt bildet, wobei sich kein phosphoreszierendes Material in den Bereichen des Griffs befindet, die den informativen grafischen Darstellungen entsprechen, und Entnehmen des geformten Griffs aus der Form.

Beschreibung[de]

Kofferräume von Kraftfahrzeugen benötigen einen Notentriegelungsmechanismus, um es einer versehentlich im Inneren eines Kofferraums mit geschlossener und verriegelter Kofferraumklappe eingeschlossenen Person zu ermöglichen, die verriegelte Kofferraumklappe zu entriegeln, so dass diese Person den Innenraum des Kofferraums des Kraftfahrzeugs verlassen kann. Der Entriegelungsmechanismus wird durch Ziehen an einem Notentriegelungsgriff des Kofferraums betätigt. Konventionelle Notentriegelungsgriffe für Kofferräume bestehen aus einem phosphoreszierendem Kunststoffmaterial, d.h. einem Material, das im Dunkeln leuchtet.

Ein Etikett mit gedrucktem Material, das die Verwendung des Entriegelungsgriffs zum Betätigen des Notentriegelungsmechanismus grafisch erklärt, wird erst nach einem die Haftung verbessernden Behandlungsschritt, d.h. durch Verwenden von die Haftung verbesserndem Material, Einbrennen oder Plasmabehandlung auf die Oberfläche des Kunststoffmaterials aufgebracht. Die grafischen Darstellungen und/oder die Anweisungen für die Verwendung des Handgriffs sind im Dunkeln schwer zu erkennen, wenn die Benutzung des Handgriffs erforderlich sein sollte. Es wäre wünschenswert, einen in der Dunkelheit leuchtenden Kunststoffgriff herzustellen, bei dem es nicht erforderlich ist, die Oberfläche des Materials mit einem die Haftung verbesserndem Verfahren zu behandeln und kein Bedarf besteht, irgendwelche grafischen Darstellungen oder Anweisungen auf das Material aufzudrucken oder aufzumalen.

Notentriegelungsgriffe für Kofferräume sind gemäß dem zu der vorliegenden Erfindung nächstliegenden Stand der Technik bekannt aus der US-A 6,394,511. Der spezielle Notentriegelungsgriff ist als T-förmiger Handgriff aus phosphoreszierendem Material hergestellt oder besteht aus dunklem Kunststoff, auf dem die Abbildungen mit einem phosphoreszierenden Material aufgedruckt sind, so dass die Abbildungen im Dunkeln leuchten.

In der US-Patentschrift 6,369,395 wird ebenfalls ein phosphoreszierender Entriegelungsgriff für den Kofferraum eines Fahrzeugs beschrieben. Licht zur Verbesserung der Leuchtkraft des phosphoreszierenden Materials wird in der Nähe des Notentriegelungsgriffs in den Kofferraum geleitet, damit der Griff im Dunkeln leuchten kann, ohne dass die Notwendigkeit besteht, die Kofferraumklappe zu öffnen oder Elektrizität zu verwenden.

Die Verwendung von Elektrizität zum Erleuchten einer Lichtquelle, durch die ein fluoreszierendes Material Buchstaben und Nummern auf einem Schild erscheinen lässt, wird von der US-Patentschrift 4,744,012 gelehrt.

Die Verwendung eines leuchtenden Materials, das durch transparentes Material hindurch leuchtet, während undurchsichtiges Material die Abgabe von Licht blockiert, um ein Zeichen zu erleuchten, wird in der US-Patentschrift 2,654,971 offenbart, während die US-Patentschrift 2,125,780 ein selbstleuchtendes Material für das Zeichen verwendet, um eine Beleuchtung zu bewirken.

Aufwändig ist bei konventionellen Herstellungsverfahren das erforderliche zusätzliche Pressen oder Prägen des Schildes bzw. Drucken der grafischen Darstellungen auf eine Platte oder ein Schild zum Befestigen an dem Notentriegelungsgriff, nachdem der Kunststoffgriff durch ein formgebendes Verfahren, wie beispielsweise Spritzgießen, hergestellt wurde.

Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, einen verbesserten Notentriegelungsgriff zu schalten, der sich durch hervorragende Sichtbarkeit der grafischen Darstellungen mit den Hinweisen für die Verwendung und die Betätigung des Entriegelungsgriffs auszeichnet.

Das Problem wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 2. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die ausgeschnittenen Bereiche des Kunststoffnotentriegelungsgriffs für einen Kofferraum als dunkle Bereiche erscheinen, die einen guten Kontrast zu dem leuchtenden phosphoreszierenden Griff bilden, so dass die grafischen Darstellungen im Dunkeln gesehen werden können.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die grafischen Darstellungen auf einem Notentriegelungsgriff für einen Kofferraum im Dunkeln leicht zu erkennen sind.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Kosten für die Herstellung eines Notentriegelungsgriffs für einen Kofferraum reduziert werden.

Es ist weiterhin ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass eine erhöhte Zuverlässigkeit des Herstellungsverfahrens sowie eine Reduzierung von Ausfällen während der Herstellung des Notentriegelungsgriffs für den Kofferraum eines Kraftfahrzeugs ermöglicht werden.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die aus dem Kunststoff ausgeschnittenen grafischen Darstellungen eines Notentriegelungsgriffs für einen Kofferraum während des formgebenden Herstellungsverfahrens hergestellt werden können, ohne dass zusätzliche Arbeiten für das Anbringen von Etiketten oder Schildern notwendig sind.

Es ist weiterhin ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass das Verfahren zum Verbessern der Haftfähigkeit und das Aufmalen und/oder Drucken der grafischen Darstellungen oder Anweisungen auf die Oberfläche des Griffs entfällt.

Es ist ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass der Benutzer des Griffs, insbesondere, wenn er im dunklen Innenraum des Kofferraums eines Kraftfahrzeugs eingesperrt ist, die Position des Griffs sowie die Handhabung des Griffs besser erkennen kann, so dass es ihm ermöglicht wird, den Kofferraum des Kraftfahrzeugs zu verlassen.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Ausbildung der grafischen Darstellungen in dem Material, aus dem der Notentriegelungsgriff für einen Kofferraum hergestellt wird, durch Einbringen eines Einlegeteils in die Form, in der der Griff hergestellt wird, erfolgen kann.

Der erfindungsgemäße Notentriegelungsgriff für den Kofferraum eines Kraftfahrzeugs ist zuverlässiger als ein Griff mit Aufdruck oder Bemalung, weist eine Bauweise mit langer Lebensdauer auf, ist preiswert bei der Herstellung, wartungsfrei, leicht zu montieren und einfach und dabei wirksam bei der Benutzung.

Diese und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch einen Notentriegelungsgriff für den Kofferraum eines Kraftfahrzeugs verwirklicht, bei dem die grafischen Darstellungen, die die Verwendung und Funktion des Griffs erklären, durch Ausschneiden von Material aus dem Griff erzeugt werden. Der Notentriegelungsgriff wird aus einem phosphoreszierenden Kunststoff hergestellt, der durch einen formgebenden Prozess, wie Spritzgießen, geformt werden kann, wobei die ausgeschnittenen grafischen Darstellungen als dunkle Bereiche erscheinen, wenn sie im dunklen Innenraum des Kofferraums eines Kraftfahrzeugs betrachtet werden, so dass die Darstellungen eine ausgezeichnete Erkennbarkeit haben. Das Erzeugen der grafischen Darstellungen erfolgt durch Einbringen von Einlegeteilen in Gestalt der gewünschten Darstellungen in die Form und durch Gießen des Kunststoffes in die Form um die Einlegeteile herum. Die sich dadurch ergebende Griffform wird in kostengünstiger Weise hergestellt, da die Fehlerwahrscheinlichkeit während des Herstellungsverfahrens des Griffs reduziert wird.

Die vorliegende Erfindung wird durch eine Beschreibung, insbesondere im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnung, näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Fahrzeugkofferraums, bei dem die vorliegende Erfindung angewendet werden kann, wobei die Kofferraumklappe in der geöffneten Stellung dargestellt ist;

2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Schlossbereichs des Fahrzeugkofferraums gemäß 1;

3 eine vergrößerte Innenansicht des in 2 dargestellten Fahrzeugkofferraums, um die Verwendung der vorliegenden Erfindung zu verdeutlichen;

4 eine vergrößerte Draufsicht des Notentriegelungsgriffs für einen Kofferraum, der nach dem Prinzip der vorliegenden Erfindung gestaltet ist, und

5 eine vergrößerte Querschnittsansicht des Kofferraumentriegelungsgriffs mit Schnittlage 5-5 gemäß 4.

Unter Bezugnahme auf die 13 ist ein Kofferraum eines Kraftfahrzeugs dargestellt, der mit einem Notentriegelungsgriffs gemäß dem Prinzip der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist. Das Kraftfahrzeug 10 besitzt in seinem hinteren Bereich einen Kofferraum 12 mit einer Kofferraumklappe 15, die gegen die Karosserie 13 des Fahrzeugs 10 geklappt werden kann, um die Kofferraumöffnung 17, durch die der Innenraum des Kofferraums 12 zugänglich ist, zu schließen. Die Kofferraumklappe 15 ist zwischen einer geöffneten, in den 13 dargestellten Stellung und einer geschlossenen Stellung, in der die Öffnung 17 verschlossen und kein Zugriff in den oder aus dem Innenraum des Kofferraums 12 möglich ist, verschwenkbar.

Im hinteren Bereich der Kofferraumklappe 15 ist ein Verriegelungsmechanismus 20 vorgesehen, um die Kofferraumklappe 15 in der geschlossenen Stellung zu verriegeln. Der Verriegelungsmechanismus 20 kann in ein Schließelement 22 eingreifen, das in entsprechender Position an der Karosserie 13 befestigt ist, um mit dem Verriegelungsmechanismus 20 so zusammenzuarbeiten, dass die Kofferraumklappe 15 an der Karosserie 13 festgehalten wird. Der Verriegelungsmechanismus 20 kann zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung entsprechend der geschlossenen oder geöffneten Stellung der Kofferraumklappe 15 wechseln. Typischerweise wird der Verriegelungsmechanismus 20 durch einen Schlüssel (nicht dargestellt), der in ein Schlüsselloch 19 eingeführt wird oder durch einen eingebauten Kofferraumentriegelungsmechanismus (nicht dargestellt), der in einem vor dem Innenraum des Kofferraums 12 liegenden Fahrgastraum (nicht dargestellt) vorgesehen ist, betätigt, um die verriegelte und geschlossene Kofferraumklappe 15 mit Hilfe des Verriegelungsmechanismus 20 zu öffnen.

Im Fall einer Notsituation kann der Verriegelungsmechanismus 20 auch durch die entsprechende Betätigung eines Notentriegelungsgriffs 25, der innerhalb des Innenraums des Kofferraums 12 vorgesehen ist, gelöst werden, um somit die Betätigung des Verriegelungsmechanismus 20 vom Inneren des Kofferraums 12 aus zu ermöglichen, wenn die Kofferraumklappe 15 in der geschlossenen und verriegelten Stellung ist. Der Notentriegelungsgriff 25 ist mit dem Verriegelungsmechanismus 20 durch ein Kabel 27 verbunden, das den Verriegelungsmechanismus 20 betätigt, wenn der Griff 25 ergriffen und, im Allgemeinen, nach unten gezogen wird.

Eine allgemeine Beschreibung der Betätigung des Verriegelungsmechanismus 20 kann der US-Patentschrift 6,394,511, entnommen werden, wobei der Inhalt dieser Patentschrift durch Bezugnahme darauf hierin übernommen wird.

Vorzugsweise ist der Notentriegelungsgriff 25 im Innenraum des Kofferraums 12 so angeordnet, dass er von der Kofferraumklappe 15 im wesentlichen senkrecht nach unten hängt, um von der Unterseite der Kofferraumklappe 15 leicht sichtbar und zugänglich zu sein, wenn diese sich in der geschlossenen Stellung befindet. Sogar wenn die Kofferraumklappe 15 sich in der geöffneten Stellung befindet, wie in den 13 dargestellt ist, hängt der Notentriegelungsgriff 15 senkrecht, um so einen Griff zu schaffen, durch den die Kofferraumklappe 15 aus der geöffneten Stellung wieder zugeklappt werden kann. Für einen Fachmann ist es jedoch klar ersichtlich, dass solange, wie der Notentriegelungsgriff 25 dem Verriegelungsmechanismus 20 entgegen wirkend gezogen wird, der Verriegelungsmechanismus 20 nicht in das Schließelement 22 einhaken kann, so dass die Kofferraumklappe 15 gegenüber der Karosserie 13 erst verriegelt wird, wenn der Notentriegelungsgriff 25 losgelassen wird.

Unter Bezugnahme auf die 4 und 5 ist der Notentriegelungsgriff 25 vorzugsweise aus einem phosphoreszierenden Material, wie phosphoreszierenden Kunststoff, beispielsweise Polypropylen, gefertigt, das durch die kurzzeitige Einwirkung von Licht aktiviert wird und dann über einen längeren Zeitraum nach Entfernen der Lichtquelle Licht abgibt, d.h. ein Material, das im Dunkeln leuchtet. Wie in der zuvor genannten US-Patentschrift 6,394,511 beschrieben ist, können die Kofferraumklappe 15 oder die Karosserie 13 mit lichtdurchlässigen Durchgängen (nicht dargestellt) versehen sein, die die Funktion haben, das phosphoreszierende Material zu aktivieren, um den Zeitraum zu verlängern, über den das Material Licht abgibt, jedoch reicht die Lichteinwirkung beim Öffnen der Kofferraumklappe 15 für eine gewisse Zeitspanne, während der das phosphoreszierende Material im dunklen Innenraum des Kofferraums 12 leuchtet, nachdem die Kofferraumklappe 15 gegenüber der Karosserie 13 geschlossen wurde.

Der Notentriegelungsgriff 25 ist vorzugsweise in T-Form gefertigt und hat einen Griffteil 30 und einen Schaft 35, die im allgemeinen senkrecht zueinander ausgerichtet sind. Der Schaft 35 ist vorzugsweise mit einem vergrößerten Kopfteil 36 und einem zwischen dem Kopfteil 36 und dem Griffteil 30 angeordneten schmaleren Halsteil 37 versehen, um das Ergreifen des Griffteils 30 zu vereinfachen. Der Schaft 35 des Notentriegelungsgriffs 25 ist mit einem verformbaren Klemmelement 38 versehen, das mit einer am oberen Ende des Kopfteils 36 vorgesehenen Nut 39 zusammenarbeitet, um eine Befestigung für das Kabel 27 zu schaffen. Beispielsweise kann das Kabel 27 mit einer Wulst (nicht dargestellt) versehen oder an einem passenden Rastelement 29 befestigt sein, das in das Klemmelement 38 eingreift, um das Kabel 27 am Notentriegelungsgriff 25 zu befestigen.

Der Griffteil 30 ist vorzugsweise mit hochstehenden Ecken 32 versehen, die sich über eine erste Fläche 33, an der der Halsteil 37 am Griffteil 30 befestigt ist, hinaus erstrecken. Der Abstand zwischen der ersten Fläche 33 und einer zweiten Fläche 34, die sich im allgemeinen parallel zu der ersten Fläche 33 erstreckt und mit Abstand von dieser angeordnet ist, definiert die Breitenausdehnung des Griffteils 30. Diese besondere Ausbildung des einen T-förmigen Griff bildenden Griffteils 30 bewirkt eine Form des Griffs, die das Ergreifen des Notentriegelungsgriffs 25 durch eine innerhalb des Innenraums des Kofferraums 12 befindliche Person, egal ob jung oder alt, wahrscheinlich vereinfacht.

Um die Verwendung des Notentriegelungsgriffs 25 weiter zu vereinfachen, sind grafische Darstellungen 40 am Notentriegelungsgriff 25 angebracht. Wie in der zuvor genannten US-Patentschrift 6,394,511 erwähnt wird, sind die grafischen Darstellungen 40 vorzugsweise in einer Form, die bildliche Informationen liefert, um den Zweck des Notentriegelungsgriffs 25 zu vermitteln. Beispielsweise kann ein Bild 42 eines Fahrzeugs mit offenem Kofferraum und eine Karikatur 43 einer aus dem Fahrzeug springenden Person auf dem Griffteil 30 des Notentriegelungsgriffs 25 angebracht sein, während ein Pfeil 44 oder ein anderes Bild, das die Abwärtsbewegung des Notentriegelungsgriffs 25 darstellt, um den Effekt der auf dem Griffteil 30 angebrachten Bilder 42, 43 zu erzielen, auf dem Schaft 35 angebracht sein kann.

Wie weiterhin in der zuvor genannten US-Patentschrift 6,394,511 erwähnt wird, werden diese Bilder typischerweise auf die vorder- und rückseitigen Flächen 26 in Schwarz aufgedruckt, um das phosphoreszierende Material abzudecken, so dass jegliches von dem phosphoreszierenden Material ausgestrahltes Licht nicht durch die aufgedruckten grafischen Darstellungen hindurch scheint. Vorzugsweise hat das phosphoreszierende Material, aus dem der Notentriegelungsgriff 25 hergestellt ist, eine helle Farbe, wie gelb, hellgrün, grüngelb oder weiß, so dass die schwarzen aufgedruckten Bilder einen guten Kontrast zu dem umgebenden Material haben, wodurch dem Benutzer ein gut sichtbares Bild gezeigt wird.

Das Drucken dieser grafischen Darstellungen auf die Flächen 26 des Notentriegelungsgriffs hat Verarbeitungsprobleme mit sich gebracht, da ein zu schwacher Druck oder mangelnde Schärfe im Druck des Bildes zu einem Verwischen der grafischen Darstellung führen können. Die Zurückgabe von derartigen mangelhaft hergestellten Notentriegelungsgriffen 25 führt zu höheren Produktionskosten, genau wie das der Druckvorgang an sich schon tut, weil er bei der Fertigung der Notentriegelungsgriffe 25 weitere Arbeitsschritte erforderlich macht.

Der bisher bekannte Druckvorgang erfordert ein Verfahren zur Verbesserung der Haftfähigkeit, das während der Herstellung des Griffs 25 schwer zu steuern und zu überwachen ist. Die grafischen Darstellungen können auf die Oberfläche des Materials aufgedruckt oder aufgemalt werden, jedoch können sich gedruckte Zeichnungen abschaben und aufgemalte Zeichnungen können abblättern und können schließlich nicht mehr entziffert werden.

Gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung werden die grafischen Darstellungen 40, wie in den 4 und 5 gezeigt ist, aus dem Material, aus dem der Notentriegelungsgriff 25 hergestellt wird, herausgeschnitten, so dass die grafischen Darstellungen nicht auf die Flächen 26 des Notentriegelungsgriffs 25 aufgedruckt werden. Im dunklen Innenraum des Kofferraums 12 mit gegenüber der Karosserie 13 geschlossener Kofferraumklappe 15 geben die herausgeschnittenen grafischen Darstellungen kein Licht ab und zeigen sich als scharfe dunkle Bereiche gegenüber dem hellen phosphoreszierenden Material, aus dem der Körper des Notentriegelungsgriffs 25 geformt ist. Da auf die Flächen 26 des Notentriegelungsgriffs 25 keine grafischen Darstellungen aufgedruckt sind, muss man sich keine Gedanken über die Qualität oder die Quantität des Druckmaterials machen. Weiterhin macht die kontrastierende Farbe des normalerweise im Kofferraum 12 ausgelegten Teppichs die grafischen Darstellungen ebenfalls sichtbar, ohne dass sie sich im dunklen Innenraum des Kofferraums 12 befinden.

Zum Herstellen der ausgeschnittenen grafischen Darstellungen wird die Form (nicht dargestellt), mit der der Notentriegelungsgriff 25 hergestellt wird, mit Einlegeteilen versehen, die die Gestalt der erwünschten grafischen Darstellungen aufweisen und an geeigneter Stelle in die Form eingelegt werden, um die Bereiche mit den grafischen Darstellungen von Material freizuhalten. Ein Fachmann wird erkennen, dass ein drittes Einlegeteil (nicht dargestellt) am oberen Ende des Schafts angeordnet wird, um das Klemmelement 38 in konventioneller Weise auszubilden. Als Ergebnis lässt sich sagen, dass ein Fachmann erkennen wird, dass das Herstellungsverfahren wesentlich vereinfacht wird und somit die Kosten reduziert werden, da keine anschließenden Herstellungsschritte erforderlich sind, um die grafischen Darstellungen auf die Flächen 26 des Notentriegelungsgriffs 25 aufzudrucken. Weiterhin hat ein solches Herstellungsverfahren eine wesentlich geringere Schwundrate beim Herstellen der fertigen Notentriegelungsgriffe 25. Die Sichtbarkeit der informativen grafischen Darstellungen 40 wird ebenfalls verbessert, da die ausgeschnittenen Bilder 4244 von Natur aus scharf umrissen sind, weil es innerhalb der Bilder 4244 kein phosphoreszierendes Material gibt, das Licht ausstrahlen könnte.

Als Alternative können die Bilder 4244 aus dem Notentriegelungsgriff 25 ausgeschnitten werden, nachdem der Notentriegelungsgriff 25 geformt und aus der Form (nicht dargestellt) herausgenommen wurde. Die Schneidtechnologie erlaubt das scharfe Herausschneiden der Bilder 42-44, jedoch würde ein derartiges Verfahren die Herstellungskosten für den Notentriegelungsgriff 25 erheblich erhöhen, da nachträgliche Bearbeitungsschritte erforderlich sind, um das fertige Produkt, nämlich den Notentriegelungsgriff 25, herzustellen, obwohl als Endergebnis im Vergleich zum Aufmalen oder Aufdrucken der grafischen Darstellungen 40 schärfere informative grafische Darstellungen 40 erzielt werden können.


Anspruch[de]
  1. Griff zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug zum Erzielen einer gewünschten Funktion, mit:

    einem Schaft aus einem Licht ausstrahlenden Material:

    einem Griffteil aus diesem Licht ausstrahlenden Material, der an dem Schaft befestigt ist, um ein Ergreifen des Griffs zwecks Benutzung zu ermöglichen; und

    einem ersten durch eine Öffnung gebildeten informativen Bild, das so in dem Schaft ausgebildet ist, dass sich in der das erste informative Bild darstellenden Öffnung kein Material befindet.
  2. Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft und der Griffteil eine T-förmige Anordnung bilden.
  3. Griff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites durch eine Öffnung gebildetes informatives Bild ebenfalls so in dem Schaft ausgebildet ist, dass sich in der das erste informative Bild darstellenden Öffnung kein Material befindet.
  4. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste informative Bild ein Fahrzeug mit einem offenen Kofferraum sowie die Karikatur einer aus dem offenen Kofferraum herausspringenden Person darstellt, wobei es sich bei dem Griff um einen Notentriegelungsgriff für einen Kofferraum handelt.
  5. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Licht ausstrahlende Material ein phosphoreszierender Kunststoff ist.
  6. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft ein verformbares Klemmelement aufweist.
  7. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft einen vergrößerten Kopfteil und einen den Kopfteil und den Griffteil verbindenden schmaleren Halsteil aufweist, wobei das zweite durch eine Öffnung gebildete informative Bild in dem Kopfteil angeordnet ist.
  8. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das durch eine Öffnung gebildete zweite informative Bild einen Pfeil darstellt, der in Richtung auf den Griffteil zeigt.
  9. Griff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Griff um einen Notentriegelungsgriff für einen Kofferraum handelt, der mit einem die Kofferraumklappe gegenüber der Karosserie des Kraftfahrzeugs verschließenden Kofferraumklappen-Verriegelungsmechanismus verbunden ist.
  10. Verfahren zum Herstellen eines Griffs, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aus einem phosphoreszierenden Kunststoffmaterial zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug zum Zweck der Betätigung eines Verriegelungsmechanismus des Fahrzeugs, das die folgenden Schritte umfasst:

    Bereitstellen einer Form, die eine Gestalt hat, die der gewünschten Form des Griffs entspricht;

    Anordnen von Einlegeteilen in Gestalt der informativen grafischen Darstellungen in der Form;

    Einspritzen des phosphoreszierenden Kunststoffmaterials in die Form, so dass das Kunststoffmaterial den Griff in der gewünschten Gestalt bildet, wobei sich kein phosphoreszierendes Material in den Bereichen des Griffs befindet, die den informativen grafischen Darstellungen entsprechen, und

    Entnehmen des geformten Griffs aus der Form.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gewünschte Gestalt T-förmig mit einem Schaft und einem an dem Schaft befestigten Griffteil ausgebildet wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Anordnens die folgenden Schritte umfasst:

    Einsetzen eines ersten Einlegeteils in den Griffteil des Griffs, um ein erstes informatives Bild im Griffteil zu erzeugen, und

    Einsetzen eines zweiten Einlegeteils in den Schaft, um ein zweites informatives Bild im Griffteil zu erzeugen.
  13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Einsetzens eines ersten Einlegeteils das erste informative Bild in Form eines Fahrzeugs mit geöffnetem Kofferraum und die Karikatur einer aus dem offenen Kofferraum herausspringen Person erzeugt.
  14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Einsetzens eines zweiten Einlegeteils das zweite informative Bild in Form eines in Richtung auf den Griffteil zeigenden Pfeils erzeugt.
  15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Einsetzens den Schritt des Einsetzens eines dritten Einlegeteils in den Schaft umfasst, um ein verformbares Klemmelement für die Befestigung des Griffs an einer Fernbedienung auszubilden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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