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Dokumentenidentifikation DE10162256B4 09.09.2004
Titel Strahlenblende für ein Röntgengerät
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Seufert, Matthias, 91097 Oberreichenbach, DE
DE-Anmeldedatum 18.12.2001
DE-Aktenzeichen 10162256
Offenlegungstag 10.07.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.2004
IPC-Hauptklasse G21K 1/04
IPC-Nebenklasse A61B 6/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Strahlenblende für ein Röntgengerät mit einem schwenkbaren Absorberelement zur variablen Begrenzung eines Strahlenbündels, wobei eine Schwenkachse, um die das Absorberelement schwenkbar ist, quer zum Strahlenbündel orientiert ist.

Strahlenblenden für Röntgengeräte sind beispielsweise bekannt aus DE 42 42 835 C2, DE 42 29 321 C2 und EP 0 103 794 B1. Die Strahlenblenden gemäß DE 42 29 321 C2 und EP 0 103 794 B1 umfassen als Absorberelemente oder Blendenbacken wenigstens zwei paarweise gegeneinander linear verstellbare Blendenplatten, mit Hilfe derer ein Strahlenbündel rechteckigen Querschnitts und unterschiedlicher Größe einblendbar ist. In EP 0 103 794 B1 sind zusätzlich schwenkbare dreieckförmige Blendenplatten beschrieben, die auch die Einblendung eines Strahlenbündels annähernd kreisförmigen Querschnitts erlauben. Die zusätzlichen Blendenplatten werden hierzu jeweils um eine Achse geschwenkt, die parallel zur Mittenachse des Strahlenbündels verläuft.

Ein Computertomograph mit einer Strahlenblende ist beispielsweise in DE 44 37 969 A1 beschrieben. Dabei wird durch die als Schlitzblende ausgebildete Primärstrahlenblende ein Röntgenstrahlungsfächer erzeugt. Dieser Fächer bestimmt das Dosisprofil im Patienten und damit die Schichtdicke bei der Aufnahme. Er beeinflusst damit auch die Dosisbelastung des Patienten und die Intensität des Detektorsignals, aus welchem die Bilddaten gewonnen werden. Zur Einstellung verschiedener Schichtdicken ist es notwendig, verschiedene Öffnungen der Primärstrahlenblende einzustellen.

Des weiteren sind aus DE 34 39 355 C2 und DE 34 36 866 C2 Blenden für Röntgengeräte bekannt, welche schwenkbare Absorberelemente aufweisen, deren Schwenkachse quer zum Röntgenstrahlenbündel orientiert ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strahlenblende für ein Röntgengerät anzugeben, welche bei einfachem und robustem Aufbau eine gute Dosisbegrenzung für den Patienten erlaubt.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch eine Strahlenblende mit einem schwenkbaren Absorberelement zur variablen Begrenzung des Strahlenbündels, welche einen drehbar gelagerten Exzenter zur Erzeugung einer Schwenkbewegung des Absorberelements aufweist.

Die Strahlenblende nach der Erfindung hat den Vorteil, dass das von ihr in der Patientenebene erzeugte Intensitätsprofil besonders scharf ist, d.h. besonders gut einem rechteckförmigen Profil entspricht. Mit anderen Worten: Strahlen im Strahlenbündel, welche im Vergleich zu anderen Strahlen des Strahlenbündels nur einen geringeren Weg durch das Absorberelement zurücklegen aber dieses dennoch durchdringen, treten nur zu einem geringen Grade auf. Bei der Strahlenblende nach der Erfindung gibt es fast nur Strahlen, die die Strahlenblende entweder völlig ungeschwächt passieren, weil sie das Absorberelement überhaupt nicht durchdringen, oder Strahlen, die den maximalen Weg durch das Absorberelement zurücklegen und vollständig abgeschwächt werden. Durch ein Schwenken des Absorberelements ist nämlich ein Winkel zwischen Randstrahlen des Strahlenbündels und einer Vorder- oder Stirnseite des Absorberelements für viele Strahlen nahezu 0°, und zwar insbesondere auch bei einer sehr großen Blendenöffnung. Dies ergibt sich daraus, dass durch die Schwenkbarkeit des Absorberelements, die eine Rotationsbewegung darstellt, die Lage des Absorberelements bezüglich des Fokus einer Röntgenröhre des Röntgengeräts optimal ausrichtbar ist. Ein „Ausschmieren" des von der Strahlenblende erzeugten Intensitätsprofils durch Randstrahlen, welche bezüglich des Absorberelements eine starke Neigung aufweisen und wie sie bei einem linearen Zustellen von Absorberplatten auftreten würden, ist bei der Strahlenblende nach der Erfindung in vorteilhafter Weise auf ein nicht störendes Maß reduziert oder ganz vermieden.

Die Strahlenblende nach der Erfindung ist in vorteilhafter Weise dahingehend optimierbar, dass möglichst viele Randstrahlen des Strahlenbündels eine gedachte Verlängerung einer Oberfläche des Absorberelements möglichst senkrecht passieren. Mit anderen Worten: Alle Strahlen des Strahlenbündels, welche zumindest teilweise von dem Absorberelement beeinflusst werden, sollen möglichst senkrecht auf das Absorberelement auftreffen, so dass ein möglichst hoher Anteil dieser Strahlen die gleiche, insbesondere maximale, Weglänge durch das Absorberelement zurücklegen muss und somit in gleicher Weise, insbesondere maximal, geschwächt wird.

Vorzugsweise ist die Schwenkachse senkrecht bezüglich eines Mittelstrahls des Strahlenbündels orientiert, insbesondere senkrecht bezüglich einer Verbindungsachse zwischen einem Röhrenfokus und dem Patienten oder senkrecht bezüglich einem Lot vom Fokus auf den Patienten.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die Schwenkachse röntgenröhrenseitig durch ein Blendengehäuse. Die Schwenkachse ist insbesondere unmittelbar oder möglichst nahe an der röntgenröhrenseitigen Wand des Blendengehäuses angebracht. Durch diese Maßnahmen ist erreichbar, dass eine Schwenkarmlänge des Absorberelements nicht sehr viel kleiner als der Abstand des Fokus der Röntgenröhre des Röntgengeräts zur Ebene des Absorberelements ist. Dadurch ist zu einem besonders hohen Grad der genannte optimale Verlauf der Randstrahlen des Strahlenbündels durch das Absorberelement erreichbar.

Die Verwendung eines Exzenters zur Erzeugung einer Schwenkbewegung des Absorberelements hat den Vorteil, dass auf diese Weise eine mechanisch robuste und auch für besonders hohe Rotationsgeschwindigkeiten in einem Computertomographie-Gerät – bis hin zu zwei oder drei Umdrehungen pro Sekunde – geeignete Strahlenblende realisierbar ist.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung eines Exzenters besteht darin, dass Vibrationen weitgehend vermieden oder zumindest gegenüber einem gestängebasierten Antrieb des Absorberelements reduziert sind.

Zur Realisierung der Schwenkbewegung weist die Strahlenblende insbesondere einen um die Schwenkachse schwenkbaren Schwenkarm auf, an dem das Absorberelement, beispielsweise endseitig, befestigt ist. Der Schwenkarm kann auch als Hebel oder Anlenkung ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist der Exzenter als eine exzentrisch gelagerte Welle ausgebildet. Der Exzenter ist insbesondere von einem Antriebsmittel, vorzugsweise schrittweise und/oder um beliebige gewünschte Winkel, antreibbar.

Beispielsweise wirkt der Exzenter auf den Schwenkarm ein.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Strahlenblende nach der Erfindung weist das Absorberelement eine gekrümmte Form auf. Das Absorberelement ist entweder nur entlang einer Achse gekrümmt, insbesondere in Längsrichtung der Schlitzblende eines Computertomographen, oder entlang zweier verschiedener Raumrichtungen, insbesondere zusätzlich auch senkrecht zur Längsrichtung der genannten Schlitzblende.

Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass für eine noch größere Anzahl von Randstrahlen des Strahlenbündels im Hinblick auf die oben genannte Optimierung ein senkrechtes Passieren des Absorberelements bzw. seiner gedachten Verlängerung erzielbar ist. Das von der Strahlenblende in der Patientenebene eingeblendete Strahlenbündel weist somit im Randbereich einen noch schärferen Intensitätsverlauf auf, so dass die für den Patienten notwendige Dosisbelastung in vorteilhafter Weise weiter verringerbar ist.

Insbesondere ist die Krümmung röntgenröhrenseitig konkav.

Der Krümmungsradius der Krümmung ist bevorzugt gleich dem Abstand des Röhrenfokus vom Absorberelement, oder zumindest gleich einer Schwenkarmlänge des Absorberelements.

Das Absorberelement ist insbesondere schalenartig ausgebildet.

Ein Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende und eines Röntgengeräts nach der Erfindung wird nachfolgend anhand der 1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen:

1 ein Röntgengerät nach der Erfindung in einer schematischen Gesamtansicht,

2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende des Röntgengeräts der 1 in einer Querschnittsdarstellung,

3 die Strahlenblende der 2 in einer weiter geöffneten Einstellung,

4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende des Röntgengeräts der 1 in einer Querschnittsdarstellung,

5 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende des Röntgengeräts der 1 in einer Querschnittsdarstellung, und

6 einen Vergleich des Intensitätsverlaufs des Röntgenstrahlenbündels am Rand des eingeblendeten Objektbereichs bei einer Strahlenblende mit linear zustellbaren Absorberelementen mit dem korrespondierenden Intensitätsverlauf bei einer Strahlenblende nach der Erfindung mit schwenkbar zustellbaren Absorberelementen.

1 zeigt ein als Computertomographie-Gerät ausgebildetes Röntgengerät 1, von dem nur der rotierende Teil mit einem Röntgenstrahler 3, welcher einen Fokus 5 aufweist, und mit einem Detektor 7 dargestellt ist. Der Röntgenstrahler 3 und der Detektor 7 rotieren um eine Achse 9. Eine als Primärstrahlenblende ausgebildete Strahlenblende 11 erzeugt ein fächerförmiges Röntgenstrahlenbündel 13, das einen nicht dargestellten, von der Achse 9 durchsetzten Patienten durchstrahlt. Ein Mittenstrahl des Röntgenstrahlenbündel 13 ist mit 14 bezeichnet.

Die Strahlenblende 11 rotiert zusammen mit dem Röntgenstrahler 3 und dem Detektor 7 um die Achse 9. Eine zur mechanischen Realisierung der Rotationsbewegung vorhandene Gantry ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht explizit dargestellt. Bei der Rotation der Komponenten 3, 7, 11 wird der Patient aus verschiedenen Richtungen durchstrahlt und ein Rechner berechnet aus den Ausgangssignalen des Detektors 7 ein Bild des durchstrahlten Teils des Patienten. Die Fächerebene verläuft dabei senkrecht zur Zeichenebene und der Detektor 7 besteht aus einer Reihe von Einzeldetektoren, die sich ebenfalls senkrecht zur Zeichenebene erstreckt. Der Detektor 7 ist hierzu außerdem um den Fokus 5 gekrümmt.

Die Strahlenblende 11 ist mit ihren als Absorberelemente 15, 16 bzw. 61, 62 fungierenden Blendenbacken oder Blendenplatten in 1 nur vereinfacht dargestellt und wird im Folgenden anhand der 2, 3 und 4 näher erläutert.

2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende 11 des Röntgengeräts der 1 in einer Querschnittsdarstellung. Die Strahlenblende 11 umfasst ein Blendengehäuse 21 mit einer fokusseitigen Eintrittsöffnung 23 und mit einer größeren Austrittsöffnung 25 auf der gegenüberliegenden Seite des Blendengehäuses 21. Vom Fokus 5 des Röntgenstrahlers 3 (siehe 1) ausgehende Röntgenstrahlen passieren zunächst eine in der Nähe der Eintrittsöffnung 13 angeordnete Spektralfiltereinheit 27 und passieren dann die austrittsseitig angeordneten planen Absorberelemente 15, 16, soweit sie von diesen nicht absorbiert und somit ausgeblendet werden. Die den Spalt zwischen den zwei platten- oder scheibenartigen Absorberelementen 15, 16 passierenden Strahlen bilden einen Röntgenstrahlungsfächer, der zur Durchstrahlung des Patienten in dem Computertomographie-Gerät 1 erforderlich ist. Die Spaltbreite b legt – unter Berücksichtigung des Abbildungsverhältnisses – die Breite des gewünschten Röntgenstrahlungsfächers (in Richtung x) fest. Die Länge des Röntgenstrahlungsfächers ist durch die Ausdehnung der Absorberelemente 15, 16 senkrecht zur Zeichenebene, also in Längsrichtung y der Schlitzblende, beeinflusst. Diese Ausdehnung beträgt etwa 20 cm.

Die Absorberelemente 15, 16 sind beispielsweise aus Blei, Wolfram oder Tantal gefertigt.

Je eines der Absorberelemente 15, 16 ist endseitig an je einem Schwenkarm 33, 34 befestigt, der jeweils um eine Schwenkachse 29, 30 schwenkbar ist. Die zueinander parallelen Schwenkachsen 29, 30 verlaufen senkrecht zur Zeichenebene, das heißt senkrecht zu einer gedachten Verbindungslinie zwischen dem Fokus 5 und dem Patienten. Die Schwenkachsen 29, 30 sind somit quer zum Strahlenbündel 13, und zwar senkrecht bezüglich des Mittelstrahls 14, orientiert. Die Schwenkarme 33, 34 sind unterschiedlich lang, so dass – bei gegebenenfalls längerer Ausführung der Absorberelemente 15, 16 als in 2 dargestellt – die Strahlenblende 11 auch spaltfrei ("strahlendicht") schließen kann.

Zwischen dem Blendengehäuse 21 und jeweils einem der Schwenkarme 33, 34 ist je ein Federelement 37, 38 angeordnet, welches die Absorberelemente 15, 16 zum Mittenstrahl 14 hin drückt. Ohne weitere Vorkehrung würde die Strahlenblende 11 durch diese Federelemente 37, 38 im geschlossenen Zustand verharren.

Zum Öffnen der Strahlenblende 11 und zur Variation der von ihr erzeugten Spaltbreite b sind zwei an jeweils einer Welle 41, 42 gelagerte Exzenter 45, 46 vorhanden, die als exzentrisch gelagerte Rollen ausgebildet sind. Die Exzenter 45, 46 greifen in entsprechende runde, krümmungsangepasste Ausnehmungen in den Schwenkarmen 33, 34 ein, die in der Querschnittsdarstellung der 2 eine weitestgehend halbkreisförmige Form haben. Die Exzenter 45, 46 sind von einem nicht explizit dargestellten Schrittmotor angetrieben. Mit gegenüber der in 2 dargestellten Position zunehmender Verdrehung der Exzenter 45, 46 werden die Schwenkarme 33, 34 in zunehmendem Maße hin zur Wand des Blendengehäuses 21 gedrückt, wobei die Absorberelemente 15, 16 die mit Pfeilen 47, 48 angedeutete Bewegung ausführen und die Spaltbreite b immer mehr vergrößern. Die Spaltbreite b ist von 0 bis 15 mm variierbar.

3 zeigt die Strahlenblende 11 der 2 in einem weit geöffneten Zustand, in welchem die Absorberelemente 15, 16 maximal ausgelenkt sind, das heißt, in dem die Federelemente 37, 38 maximal gestaucht sind.

Dadurch, dass die Schwenkachsen 29, 30 möglichst nahe am Fokus 5 angeordnet sind, ist ein Winkel &dgr; zwischen den Stirnflächen oder inneren Seitenflächen 49, 51 der rechteckförmigen Absorberelemente 15, 16 und einem letzten ungeschwächten Randstrahl 53, 54 sehr klein, insbesondere kleiner als 5 °. Noch weiter vom Mittenstrahl 14 entfernt liegende Randstrahlen werden vom Absorberelement 15 vollständig oder teilweise ausgeblendet. Dabei ist derjenige Anteil an diesen Randstrahlen, der nur teilweise abgeschwächt oder ausgeblendet wird, sehr gering. Um dies zu verdeutlichen, sind auch Randstrahlen 55, 56 eingezeichnet, welche durch die äußere Stirnkante der Absorberelemente 15, 16 in der in 3 dargestellten geöffneten Position verlaufen. Noch weiter als diese Randstrahlen 55, 56 vom Mittenstrahl 14 entfernt liegende Randstrahlen durchlaufen eine Wegstrecke im Absorberelement 15, 16, die dessen Dicke entspricht, und werden somit vollständig oder maximal ausgeblendet. Nur die zwischen den Randstrahlen 53 und 55 bzw. 54 und 56 verlaufenden Randstrahlen, also ein vernachlässigbarer Anteil, werden vom Absorberelement 15, 16 nur teilweise bzw. weniger als maximal ausgeblendet.

Das in 4 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende 11 nach der Erfindung ist weitestgehend mit dem in den 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel identisch. Die Strahlenblende 11 der 4 unterscheidet sich aber dadurch, dass die Absorberelemente 58, 59 eine in Längsrichtung y gekrümmte Form aufweisen, wobei die Krümmung zum Fokus 5 hin konkav ist. Der Krümmungsradius ist gleich dem Abstand vom Fokus 5 zu den Absorberelementen 58, 59, von denen in 4 nur eines sichtbar ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind alle dem Antrieb der Absorberelemente 58, 59 dienenden Teile in 4 nicht dargestellt.

Beispielsweise sind die Absorberelemente 58, 59 aus gebogenen Bleiblechen oder Bleiplatten gefertigt. Die Absorberelemente 58, 59 sind nur in Längsrichtung y gekrümmt. Ihre Form ist die einer Zylinderschale.

Das in 5 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel einer Strahlenblende 11 nach der Erfindung ist ebenfalls weitestgehend mit dem in den 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel identisch. Die Strahlenblende 11 der 5 unterscheidet sich jedoch darin, dass die Absorberelemente 61, 62 eine gekrümmte Form aufweisen. Die Krümmung der Absorberelemente 61, 62 ist zum Fokus 5 hin konkav. Ein Krümmungsradius R der Krümmung ist im Wesentlichen so groß wie eine Schwenkarmlänge L, welche die für die Absorberelemente 61, 62 wirksame Hebellänge der Schwenkarme 33, 34 darstellt, das heißt, im Wesentlichen so groß wie der Abstand zwischen den Schwenkachsen 29, 30 und den Absorberelementen 61, 62.

Die Absorberelemente 61, 62 stellen bezüglich ihrer Form einen Ausschnitt aus einer Kugelschale dar, die im Querschnitt in 4 sichtbar ist.

Die Verwendung eines kugelschalenartig geformten Absorberelementes 61, 62 hat folgenden Vorteil: Bei dem in 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist – infolge der annähernden Punktförmigkeit des Fokus 5 – der eingezeichnete Winkel &dgr; für außerhalb der Zeichenebene liegende Randstrahlen größer als in 3 ersichtlich. Diesem Effekt ist durch die Krümmung der Absorberelemente 61, 62 entgegengewirkt, so dass eine größere Anzahl von Randstrahlen die Absorberelemente 61, 62 optimal passiert.

In 6 ist der Verlauf der Intensität I in Abhängigkeit von einem Mittenabstand xm (siehe 1) dargestellt, und zwar im oberen Teilbild „A" für eine bislang verwendete Strahlenblende mit linear zustellbaren Blendenbacken oder Blendenplatten, und im unteren Teilbild „B" für eine Strahlenblende 11 nach der Erfindung mit schwenkbaren planen Absorberbacken. Die Intensität ist jeweils auf 1,0 normiert.

Bei linear zustellbaren Absorberbacken wird die Röntgenstrahlung, die strahlenförmig vom Fokus der Röntgenröhre ausgeht, entsprechend ihres Weges durch die Blendenbacken geschwächt oder ausgeblendet. Bei Öffnung der Backen ergibt sich durch die rechteckige Kontur und die lineare Zustellung ein nicht senkrechter Durchgang von Röntgenstrahlen am Rande der Blendenbacken. Bei großen Spaltöffnungen resultiert dies in einem ungewünschten Strahlungsgradienten auf dem Röntgendetektor. Dies ist im Teilbild „A" ersichtlich, insbesondere durch die unerwünschte Strahlungsleistung im Bereich von 2,7 mm bis 2,9 mm.

Bei den schwenkbaren Blendenbacken gemäß der Strahlenblende 11 nach der Erfindung ist der Winkel &dgr; zwischen der Backenkontur und der Röntgenstrahlung immer nahezu Null Grad, so dass der Gradienteneffekt minimiert ist. Im Teilfeld „B" ist dies daran ersichtlich, dass im Bereich von 2,7 mm bis 2,9 mm keine Röntgenintensität I mehr vorhanden ist.

Im Rahmen der Erfindung liegt auch noch die Erkenntnis, dass Absorberelemente 58, 59, 61, 62, welche eine gekrümmte Form aufweisen, auch unabhängig davon, ob die Absorberelemente 58, 59, 61, 62 schwenkbar gelagert sind, zu einer Minimierung der Dosisbelastung für den Patienten führen. In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, falls das Absorberelement nicht – wie bei einer kugelschalenartigen Krümmung – entlang von zwei Raumrichtungen x, y gekrümmt ist, sondern nur entlang einer Raumrichtung y. Bei einem linear zustellbaren Absorberelement mit gekrümmter Form verläuft die Raumrichtung, entlang derer die Absorberelemente gekrümmt sind, beispielsweise senkrecht zur Zeichenebene der 2 bis 4, wobei vorausgesetzt wurde, dass die lineare Zustellbewegung in gleicher Richtung wie die Schwenkbewegung gemäß der 2 bis 4 verläuft. Eine solche Krümmung des Absorberelements als durchgebogenes Blech oder als durchgebogene Platte ist beispielsweise in 4 ersichtlich. Die Krümmung verläuft entlang der Längsrichtung y des eingeblendeten rechteckförmigen Strahlenfächers.


Anspruch[de]
  1. Strahlenblende (11) für ein Röntgengerät (1) mit einem schwenkbaren Absorberelement (15, 16; 61, 62) zur variablen Begrenzung eines Strahlenbündels (13), wobei eine Schwenkachse (29, 30), um die das Absorberelement (15, 16; 61, 62) schwenkbar ist, quer zum Strahlenbündel (13) orientiert ist, gekennzeichnet durch einen drehbar gelagerten Exzenter (45, 46) zur Erzeugung einer Schwenkbewegung des Absorberelements (15, 16; 61, 62).
  2. Strahlenblende (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (29, 30) senkrecht bezüglich einem Mittenstrahl (14) des Strahlenbündels (13) orientiert ist.
  3. Strahlenblende (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (29, 30) röntgenröhrenseitig durch ein Blendengehäuse (21) verläuft.
  4. Strahlenblende (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen um die Schwenkachse (29, 30) schwenkbaren Schwenkarm (33, 34), an dem das Absorberelement (15, 16; 61, 62) befestigt ist.
  5. Strahlenblende (11) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (45, 46) auf den Schwenkarm (33, 34) einwirkt.
  6. Strahlenblende (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorberelement (58, 59; 61, 62) eine gekrümmte Form aufweist.
  7. Strahlenblende (11) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass röntgenröhrenseitig die Krümmung konkav ist.
  8. Strahhenblende (11) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Krümmungsradius (R) der Krümmung gleich dem Abstand des Röhrenfokus (5) von dem Absorberelement (58, 59; 61, 62) ist.
  9. Strahlenblende (11) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorberelement (58, 59; 61, 62) schalenartig ausgebildet ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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