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Dokumentenidentifikation DE3845014B4 09.09.2004
Titel Sensorgebläse zur Klimatisierung eines KFZ-Innenraumes
Anmelder Papst Licensing GmbH & Co. KG, 78112 St. Georgen, DE
Erfinder Schmider, Fritz, 78132 Hornberg, DE
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 81675 München
DE-Anmeldedatum 13.02.1988
DE-Aktenzeichen 3845014
File number of basic patent P3804549.4
Offenlegungstag 25.08.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.2004
IPC-Hauptklasse F04D 25/06
IPC-Nebenklasse H02K 29/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sensorgebläse mit einem kollektorlosen Gleichstrommotor zur Steuerung von Funktionen einer Klimaanlage in einem KFZ gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Kollektorlose Gleichstrommotoren sind bekannt und zwar aus den deutschen Patenten DE 22 25 442 C3 oder DE 22 60 069 C2.

Bei diesen Motoren werden als Drehstellungsdetektoren häufig Hallgeneratoren (oder auch sogenannte Hall-ICs) verwendet. Um die Rotorstellung zu signalisieren und dementsprechend die Wicklung pulsweise zu bestromen. Aus diesem Stande der Technik ist es such bekannt, nur eine einzige Spule als Statorwicklung vorzusehen.

Für manche Anwendungen, insbesondere bei sehr unterschiedlicher Umgebungstemperatur, beispielsweise in Kraftfahrzeugen, die sowohl am Nordpol als auch in der Sahara funktionieren müssen, ist es von besonderer Bedeutung, daß der Motor sicher funktioniert. Der Rotorstellungssensor unterliegt dabei jedoch starken Schwankungen und arbeitet unter Umständen nicht mehr zuverlässig bzw. gibt sehr unterschiedliche Spannungswerte ab. Neben diesem Bedürfnis geht es auch darum, solche sehr einfach gebauten Motoren entsprechend leise im Betrieb zu haben, denn die ständige Forderung nach Geräuscharmut wird insbesondere bei Dauerbetrieb erhoben und in vielen Anwendungsfällen wird Dauerbetrieb gefordert. Für Dauerbetrieb ist ein kollektorlosen Gleichstrommotor ohnehin schon vorteilhaft.

Aus dem DE 84 31 241 U1 ist bereits eine sehr einfache Lösung für einen kollektorlosen Gleichstrommotor mit Hall-IC und relativ aufwendiger zugehöriger Schaltung bekannt. Jene Lösung zeigt eine uns unsymetrische Spule, wie sie aus der 1 der DE 22 60 069 C2 bekannt ist, während 8 der DE 22 60 069 C2 eine zur Rotationsachse konzentrische symmetrische Spule im ebenen Luftspalt (wie hier in 4) zeigt.

Eine einfache Gesamtlösung, d.h. einfachster Motor und möglichst wenig Schaltungselemente für die zugehörige Kommutierungsschaltung, ist deshalb zu erstreben. Obwohl die Schaltung gemäß 5 mit ihrer geringen Komponentenzahl für den bekannten einfachen Motor insgesamt zu einer hervorragenden technischen Lösung für den Markt der Luftsensortechnik, insbesondere wenn man den Herstellpreis einbezieht, führt, kann diese Schaltung möglicherweise auch unabhängig von der Art des speziellen Motors oder einer besonderen Anwendung, wie eingangs erwähnt von Bedeutung sein, also z.B. auch in Verbindung mit Hallgeneratoren als Rotorstellungssensoren. Die Schaltung nach 5 trägt auch zu ruhigem Lauf bei.

Aus der DE 8431241 U1 ist ein Sensorgebläse mit einem bürstenlosen Gleichstrommotor zur Klimatisierung eines KFZ-Innenraumes mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 bekannt. Ferner beschreibt die DE 3504842 A1 eine Anordnung zum Erfassen der Raumtemperatur in einem Fahrzeug, bei der ein Temperaturfühler relativ weit von einem ihn anblasenden Lüfter entfernt im Bereich des Fahrzeuginnenraums angeordnet ist. Schließlich beschreibt die JP 59-032698 A eine selbstrückkoppelnde Steuerung für einen Raumventilator, bei dem der Motor des Ventilators über ein im Luftstrom stromab einer Heizeinrichtung angeordnetes Thermoelement gesteuert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sensorgebläse mit einem kollektorlosen Gleichstrommotor zur Steuerung von Funktionen einer Klimaanlage in einem KFZ in Vorschlag zu bringen, das möglichst kompakt ist und sicher funktioniert, insbesondere auch hinsichtlich der Temperatursteuerung, und einen geräuscharmen Betrieb ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Sensorgebläse mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Weiterbildungen des Sensorgebläses sind in den Unteransprüchen angegeben.

Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen (1 bis 3 in doppelter natürlicher Größe):

1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sensorgebläses im Schnitt,

2 eine Draufsicht auf das in 1 dargestellte Sensorgebläse,

3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sensorgebläses in zu 1 variierter Konstruktion,

4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in 1 und 3,

5 ein Steuerschaltbild des erfindungsgemäß verwendeten Motors und

6 ein Kurvendiagramm des Drehmomentverlaufs.

Der in 1 und 2 dargestellte Ventilator bzw. das Sensorgebläse besteht aus einem kleinen Elektromotor 1, einem Gehäuseoberteil 2, einem Gehäuseunterteil 3, einem Radialventilatorrad 4 und einer Steckereinheit 5.

Eine Welle 11 des Motors 1 läuft an einem axialen Ende 13 gegen eine Anlauffläche 12 des Gehäuseunterteiles 3 an. Dieses axiale Wellenende 13 hat vorzugsweise eine halbrunde Kuppe. Eine Doppelgleitlagerbuchse 14 ist im Gehäuseunterteil 3 eingesetzt und weist zwei axial möglichst weit voneinander entfernte Laufflächen auf, in denen die Welle 11 läuft. Am anderen axialen Ende 15 ist das Ventilatorrad 4, eine Weicheisenscheibe 16 und ein permanentmagnetischer Scheibenmagnet 17 konzentrisch und drehfest angebracht. Zwischen dem Gehäuseoberteil 2 und dem Gehäuseunterteil 3 ist eine Leiterplatte 18 angeordnet. Auf der Leiterplatte 18 ist symmetrisch zur Welle 11 eine Statorwicklung 19 angeordnet, die die Arbeitsspule 40 und die Tachospule 41 enthält. Die Arbeitsspule 40 und die Tachospule 41 sind bifilar oder geteilt gewickelt. Für die Tachospule 41 werden nicht so viele Windungen benötigt, d.h. die Windungen der Tachospule 41 werden erst nach einer bestimmten Anzahl der Windungen der Arbeitsspule 40 mit dieser gleichphasig gewickelt (im Ausführungsbeispiel 1100 bzw. 700 Windungen). Eine durch die Rotorbewegung erzeugte Hilfsspannung wird zur Steuerung der pulsweisen Bestromung der Arbeitsspule 40 verwendet. Die Luft wird über einen rohrförmigen Domschacht 20 angesaugt. Im Domschacht 20, d.h. im Luftstrom 21, ist ein Heißleiterwiderstand (PTC) 27, der über Mäanderdrähte 28, 29 und Leitungen 30 mit der Leiterplatte 18 verbunden ist, angeordnet.

Die Mäanderdrähte 28, 29 liegen im Luftstrom 21 und werden laufend von der angesaugten Luft gekühlt und haben dadurch einen vernachlässigbar kleinen Temperatureinfluß auf den PTC 27. Die Leitungen 30 liegen in Schlitzen 22 und damit im Austrittsbereich des Luftstromes 21, d.h. auch dieser Bereich wird laufend gekühlt und beeinflußt deshalb nicht den für Steuerzwecke eingebauten PTC 27.

Der PTC 27 steuert beispielsweise Funktionen einer Klimaanlage in einem PKW. Der Luftstrom wird durch das Ventilatorrad 4 erzeugt, wobei er über den Domschacht 20 angesaugt wird und über das Ventilatorrad 4 durch einen oder mehrere Schlitze 22, die im Gehäuseoberteil 2 parallel den Außenkanten der radial gerichteten Flügel des Ventilatorrades 4 gegenüberliegend angeordnet sind, herausgeführt wird. Die Leiterplatte 18 ist zwischen dem Gehäuseoberteil 2 und dem Gehäuseunterteil 3 festgeklemmt und ragt seitlich mit einem Überstand 23 heraus. Die Steckereinheit 5 kann einteilig an das Gehäuseoberteil 2 angespritzt oder an diesem befestigt sein. Die Stecker 24 sind an ihrem einen Ende 25 direkt mit den Leiterbahnen bzw. Kontakten auf dem Überstand 23 der Leiterplatte 18 verbunden. Zur Sicherung des Anlaufs des Motors ist ein weichmagnetisches Eisenplättchen 26 neben der Statorwicklung 19 auf der Leiterplatte 18 den Rotormagneten (vorzugsweise 4 Pole) 17 axial gegenüberliegend angeordnet.

Günstiger ist es, wenn mindestens zwei Eisenplättchen 26, 26' gegenüberliegend, d.h. 180° umfangsmäßig versetzt, angeordnet werden, wie 4 zeigt. Aus Platzgründen wurde in 1 nur ein Eisenplättchen 26 auf der Leiterplatte 18 angebracht. Wegen größtmöglichen Leichtlaufes wurde auch auf einen magnetischen Rückschluß (z.B. weichmagnetische Scheibe) unter der Statorwicklung 19 verzichtet. Der Wellendurchmesser wurde auch wegen des Leichtlaufes möglichst klein, hier 1 mm, gewählt.

Grundsätzlich werden die weichmagnetischen Elemente 26, 26', 26'' nicht nur für eine bestimmte Startposition sondern auch für guten Lauf angeordnet bzw. gestaltet. Hierzu wird ausdrücklich auf die DE 22 25 442 C3 und ihre Zusatzanmeldungen verwiesen.

Ein permanentmagnetischer Hilfsmagnet statt des weichmagnetischen Eisenplättchens 26 würde zwar einerseits eine Verbesserung des Anlaufes des Motors bringen aber eventuell das Laufgeräusch (axiales Rattern) erhöhen. Deshalb ist auf die in Anspruch 6 angegebene Anleitung hierfür zu achten.

In 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ventilators bzw. Sensorgebläses gemäß der Erfindung gezeigt. Das Ventilatorrad 4 wird von einem Motor 31, der im wesentlichen dem oben beschriebenen Motor 1 entspricht, ebenfalls direkt angetrieben. Der Motor 31 und das Ventilatorrad 4 werden von einem Gehäuseoberteil 32 und einem Gehäuseunterteil 33 eingeschlossen. Zwischen beiden Teilen 32 und 33 ist eine Leiterplatte 38 befestigt. Stecker 34 ragen durch das Gehäuseunterteil 33 zum Einstecken in entsprechende nicht gezeigte Buchsen. Am anderen Ende sind die Stecker 34 an die Leiterplatte 38 kontaktierend angebracht. Ein PTC 37 ist auf der Leiterplatte 38 verlötet und liegt im ausblasenden Bereich des Luftstromes 21. Die Welle 11 des Motors 31 ist in zwei Gleitlagern 35 gelagert. Ein Wellenende 13 läuft mit einer Kuppe gegen eine Anlauffläche im Gehäuseunterteil 33 axial an, während am anderen Wellenende 15 eine Buchse 36 zentrisch auf der Welle festgemacht ist. An der Buchse 36 ist konzentrisch die Haltescheibe 16 befestigt und auf der einen Stirnseite der weichmagnetischen Rückschlußscheibe 16 das Ventilatorrad 4 und auf der anderen Stirnseite der Scheibenmagnet 17 angeordnet. Als Anlaufhilfe ist hier ein permanentmagnetisches, zur Welle symmetrisches Plättchen 39 konzentrisch zur Welle auf einem lagerrohrartigen Ansatz 50 befestigt. Ein konzentrisches weichmagnetisches Plättchen mit z.B. quadratischer Außenkontur könnte das z.B. 2polige Permanentmagnetplättchen 39 ersetzen.

4 zeigt eine Draufsicht auf die Statorwicklung 19, die in den Ausführungsbeispielen gemäß 1 und 3 zur Anwendung kommt. Die Wicklung 19 ist symmetrisch um die Welle 11 angeordnet und bildet im wesentlichen ein längliches Rechteck. Zur Verbesserung des Wirkungsgrades des Motors sind die Längsseiten des Rechtecks in der Mitte nach Art einer liegende Acht (∞) eingezogen bei einem Motor mit vier Rotorpolen. Die Form einer solchen Wicklung ist mit strichpunktierten Linien 59 eingezeichnet.

Die Arbeitswicklung 40 und die Tachowicklung 41 bilden zusammen eine einzige Statorspule 19, welche durchgehend eindrähtig gewickelt ist und eine herausgeführte Anzapfung die in Serie gehaltenen Wicklungen (Arbeitswicklung 40) und Tachowicklung 41 verbindet. Die einzige Spule ist so gestaltet, daß ihre motorisch wirkenden, im Bereich des Rotormagneten liegenden Abschnitte bei zylindrischem Luftspalt parallel zur Rotationsachse, bzw. parallel zu den Pollücken des Rotormagneten, und bei ebenem Luftspalt senkrecht zur Rotationsachse möglichst radial, bzw. parallel zu den Pollücken des Rotormagneten verlaufen. Die motorisch wirksamen Abschnitte der Wicklung 19 sollen nämlich möglichst radial verlaufen. Die Spule bildet bei ungerader Polpaarzahl (2p = 2, 6, 10, ...) vorzugsweise eine Durchmesserwicklung.

In 4 ist ein weiteres Weicheisenteil 26'' eingezeichnet. Zu diesem um 180° diametral versetzt könnte ein nicht gezeichnetes weiteres Teil 26''' für bessere Symmetrie dieses ergänzen. Alle Teile 26 insgesamt sind im Sinne de Lehre der DE 22 25 442 C3 und DE 22 43 923 C2 u. a. optimal gestaltet.

Sie können als weichmagnetische Teile allein oder mit permanentmagnetischen Elementen kombiniert verwendet werden, wie z.B in der DE 22 60 069 C2 angegeben. 1 zeigt hier nur weichmagnetische, 4 nur permanentmagnetische statorseitige Teile zur Erzeugung eines Reluktanzhilfsmoments. Aber es könnte auch 26, 26' permanentmagnetisch, 26'' und 26''' weichmagnetisch sein. Die lappenartigen rechteckförmigen Ansätze können auch abgewinkelte Teile eines Weicheisenblechs sein, das unter der Spule 19 für den magnetischen Rückschluß vorgesehen ist, welches, wie angedeutet, zwar die Reibung erhöht (da es mit dem Rotormagneten nicht rotiert) aber auch das Drehmoment erhöht.

Die Steuerschaltung (5) des im erfindungsgemäßen Sensorgebläse zu verwendeten Motors 1, 31 besteht aus wenigen Bauteilen, und zwar aus einem Operationsverstärker (OP) 42, einem Startkondensator 43 und einem Rückkopplungskondensator 45. Im Ausführungsbeispiel wurde ein Operationsverstärker mit offenem Kollektor verwendet, der als IC ausgeführt ist.

Zum Anlaufen benötigt der Motor einen Einschaltspannungsimpuls, der durch Schließen eines Schalters 46 (beispielsweise ein Zündschloß beim PKW) über den Kondensator 43 an den invertierenden Eingang 44 des Operationsverstärkers 42 gelangt. Dadurch wird der OP 42 leitend, die Spule 40 ist eingeschaltet.

Die Impulsbreite ist so ausgelegt, daß der Rotor einen ausreichend großen Drehmomentstoß erfährt. Schon bei geringer Bewegung des Rotors wird in der Tachospule 41 eine Spannung induziert, die die weitere phasenrichtige Steuerung des Motorstroms übernimmt.

Die Arbeitsspule 40 wird dabei jeweils nur eine Halbwelle lang, d.h. über eine Polteilung hinweg, eingeschaltet. Die kinetische Energie des sich drehenden Rotors reicht aus, um sicher über die antriebslosen Winkelbereiche hinwegzukommen.

Anstelle des durch Weicheisenteile 26 erzeugten Reluktanzmoments könnte auch ein magnetisch erzeugtes Hilfsmoment verwendet werden. Zum Schalten größerer Leistungen kann dem OP 42 natürlich ein entsprechender Leistungs-Transistor nachgeschaltet werden.

Durch diese Schaltung wird auch eine Bedämpfung der Kommutierungs-Schaltimpulse des Motors 1, 31 bewirkt. Die Schaltimpulsspitzen werden vom negativen Ausgang der Arbeitsspule 40 über eine Leitung 47 und den Rückkopplungskondensator 45 wieder an den invertierenden Eingang 44 des OP 42 geführt (Rückkoppelung). Durch diesen negativen Impuls am Eingang 44 wird der Impuls am Ausgang 48 des OP 42 bedämpft, d.h. der invertierende Eingang bewirkt eine Umkehrung dieses Impulses am Ausgang 48 und damit eine Bedämpfung des von der Arbeitsspule 40 ausgehenden negativen Impulses. Auch der Kondensator 43 wirkt entsprechend dämpfend. Durch die vorbeschriebene Rückkopplung wird das Laufgeräusch des Motors 1, 31 wesentlich kleiner.

6 zeigt die Wirkungsweise des Motors 1, 31 anhand des Drehmomentverlaufs. Das Reluktanzmoment gibt dem Rotor Ruhelagen vor, aus denen heraus ein Anlauf möglich ist. Bei 4-poliger Magnetisierung sind je Rotorumdrehung vier stabile Ruhelagen S1 bis S4 und vier labile Ruhelagen L1 bis L4 vorhanden. Nach dem Einschalten der Wicklung läuft der Rotor aus S1/S3 nach der einen Richtung, aus S2/S4 nach der anderen Richtung an. Entsprechendes gilt theoretisch auch für die labilen Ruhelagen. Sie kommen in der Praxis jedoch kaum zum Tragen.

Werden weichmagnetische Teile 26 (1) verwendet erzeugen diese mit dem Rotormagneten zusammen ein Reluktanzmoment doppelter Frequenz mit vier Ruhelagen S1 bis S4. Im Falle permanentmagnetischer statorseitiger Elemente (39 in 3) ist das dann erzeugte Hilfsmoment von gleicher Frequenz wie das elektrische Moment Mee und im optimalen Fall gegenphasig zu diesem (vgl. DE 22 60 069 C2). Das ergibt ein besseres Anlaufverhalten für den Motor.


Anspruch[de]
  1. Sensorgebläse zur Steuerung von Funktionen einer Klimaanlage in einem KFZ, mit

    einem Gehäuse (2, 3; 32, 33);

    einem von dem Gehäuse eingeschlossenen kollektorlosen Gleichstrommotor (1; 31) mit permanentmagnetischem Rotor und mit einer motorisch wirkenden Arbeitswicklung (40),

    einem von dem Gehäuse eingeschlossenen Radiallüfterrad (4), das von dem Gleichstrommotor (1; 31) angetrieben wird,

    einer in dem Gehäuse angeordneten Leiterplatte (18; 38) mit zur Steuerung des Gleichstrommotors (1; 31) dienenden Schaltungskomponenten und zur Außenseite des Gehäuses herausgeführten Anschlüssen (24; 34), und

    einem über das Radiallüfterrad (4) durch das Gehäuse verlaufenden Luftstromweg,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    ein Temperaturfühler (27; 37) in dem Gehäuse in dem durch das Gehäuse verlaufenden Luftstromweg angeordnet ist.
  2. Sensorgebläse nach Anspruch 1, wobei Abschnitte von Zuleitungen (28, 29, 30) des Temperaturfühlers (27) so in dem Luftstromweg angeordnet sind, daß diese durch den Luftstrom im Betrieb gekühlt werden.
  3. Sensorgebläse nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Luftstromweg so angeordnet ist, dass ein durch das Radiallüfterrad (4) im Betrieb angesaugter Luftstrom (21) durch einen ersten Öffnungsbereich im Gehäuse axial auf das Radiallüfterrad (4) auftrifft und aus dem Gehäuse radial zu dem Radiallüfterrad (4) durch einen zweiten Öffnungsbereich (22) herausgeführt wird.
  4. Sensorgebläse nach Anspruch 3, wobei im Bereich des ersten Öffnungsbereichs ein domartiger Schacht (20) vorgesehen ist, durch den der Luftstrom (21) angesaugt wird, der Temperaturfühler (27) in dem domartigen Schacht (20) angeordnet ist, und die in dem domartigen Schacht (20) verlaufenden Zuleitungsdrähte mäanderförmig angeordnete Drähte (28, 29) umfassen.
  5. Sensorgebläse nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Arbeitswicklung des kollektorlosen Gleichstrommotors (1; 31) ein- oder zweipulsig zur Erzeugung eines erregenden statorseitigen veränderlichen Magnetfeldes gespeist wird, und der Gleichstrommotor weichmagnetische und/oder permanentmagnetische statorseitige Teile aufweist, die definierte Startstellungen des Rotormagneten und Reluktanzhilfsmomente erzeugen.
  6. Sensorgebläse nach Anspruch 5, wobei die weichmagnetischen und/oder permanentmagnetischen statorseitigen Teile (26; 39) so angeordnet sind, daß eine möglichst geringe Kräfteunsymmetrie im Falle des zylindrischen Luftspaltes oder eine minimale axiale Wechselkraft bei ebenem Luftspalt bei Lauf auftritt.
  7. Sensorgebläse nach Anspruch 5 oder 6, wobei eine durch die Rotorbewegung des Gleichstrommotors (1; 31) erzeugte induzierte Hilfsspannung zur Steuerung der pulsweisen Bestromung der Arbeitswicklung (40) verwendet wird, wobei die Arbeitswicklung eine einzige Spule (19) aufweist.
  8. Sensorgebläse nach Anspruch 7, wobei die einzige Spule (19) symmetrisch um die Rotationsachse angeordnet ist.
  9. Sensorgebläse nach Anspruch 6 oder 8, wobei die einzige Spule (19) bei ebenem Luftspalt ein längliches Rechteck bildet welches in der Mitte der Längsseiten nach Art einer liegenden Acht eingezogen ist und der Rotor 4-polig ist.
  10. Sensorgebläse nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die einzige Spule (19) eine Arbeitswicklung (40) und eine Tachowicklung (41) zur Erzeugung der induzierten Hilfsspannung im Lauf mit geringerer Windungszahl als die Arbeitswicklung (40) aufweist.
  11. Sensorgebläse nach Anspruch 10, wobei die Tachowicklung (41) in die Arbeitswicklung (40) bifilar eingewickelt ist.
  12. Sensorgebläse nach Anspruch 10, wobei die Arbeitswicklung (40) und die Tachowicklung (41) zusammen eine einzige Statorspule (19) bilden, welche durchgehend eindrähtig gewickelt ist und eine herausgeführte Anzapfung die Arbeitswicklung (40) und Tachowicklung (41) verbindet.
  13. Sensorgebläse nach Anspruch 10, wobei die Tachowicklung (41) mit dem invertierenden Eingang (44) eines Operationsverstärkers (42) verbunden ist dessen Ausgang mit dem Eingang der Arbeitswicklung (40) verbunden ist.
  14. Sensorgebläse nach Anspruch 13, wobei der negative Ausgang der Arbeitswicklung (40) über einen Rückkopplungskondensator (45) mit dem invertierenden Eingang (44) des Operationsverstärkers (42) verbunden ist.
  15. Sensorgebläse nach einem der Ansprüche 7 bis 14, wobei die einzige Spule (19) so gestaltet ist, dass ihre motorisch wirkenden, im Bereich des Rotormagneten liegenden Abschnitte bei zylindrischem Luftspalt parallel zur Rotationsachse oder parallel zu den Pollücken des Rotormagneten und bei ebenem Luftspalt senkrecht zur Rotationsachse radial oder parallel zu den Pollücken des Rotormagneten verlaufen.
  16. Sensorgebläse nach einem der Ansprüche 7 bis 15, wobei die einzige Spule (19) bei ungerader Polpaarzahl (2p = 2, 6, 10, ...) eine Durchmesserwicklung bildet.
  17. Sensorgebläse nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Temperaturfühler (27; 37) in dem Luftstromweg stromauf oder stromab des Radiallüfterrads (4) angeordnet ist.
  18. Sensorgebläse nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Temperaturfühler ein Heißleiterwiderstand (PTC) (27; 37) ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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