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Dokumentenidentifikation DE102004006236A1 16.09.2004
Titel Bogentransportzylinder
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Stephan, Günter, 69168 Wiesloch, DE
DE-Anmeldedatum 09.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004006236
Offenlegungstag 16.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.09.2004
IPC-Hauptklasse B41F 22/00
IPC-Nebenklasse B41F 21/10   B41F 30/04   B41F 13/08   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Bogentransportzylinder (2) einer Bedruckstoffbogen verarbeitenden Maschine, mit einem Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16), welcher in einer mit einer Drehachse des Bogentransportzylinders (2) im Wesentlichen parallelen Spannrichtung (18) gespannt ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bogentransportzylinder einer Bedruckstoffbogen verarbeitenden Maschine, mit einem Anti-Schmier-Zylinderaufzug, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es gibt verschiedene Anforderungen, die an Bogentransportzylinder von Druckmaschinen gerichtet werden.

Eine davon ist der Schutz des Bogentransportzylinders gegen ein Abschmieren noch nasser Druckfarbe vom Bedruckstoffbogen auf den Bogentransportzylinder. Um dieser Anforderung zu entsprechen, sind Bogentransportzylinder mit Anti-Schmier-Zylinderaufzügen entwickelt worden (vgl. DE 41 10 309 C2, DE 200 21 340 U1, EP 0 059 944 B1, EP 0 687 561 B1).

Gemäß einer anderen Anforderung sollen die Bogentransportzylinder für den Transport labiler Papierbogen und stabiler Kartonbogen gleichermaßen gut geeignet sein. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, sind Bogentransportzylinder mit variierbarem Profil – sogenannte Vario-Trommeln – entwickelt worden (vgl. DE 44 42 301 C2, DE 199 12 709 C2, EP 1 010 526 A1). Bei den bekannten Vario-Trommeln wird durch das Einklappen von Mantelsegmenten das Profil schmal eingestellt und damit ein Freiraum für die Bewegung der Hinterkante des Kartonbogens geschaffen.

Bogentransportzylinder, die beiden genannten Anforderungen in optimaler Weise gerecht werden, d. h. die einerseits gegen das Abschmieren geschützt sind und andererseits für Kartonbogen und Papierbogen gleichermaßen gut geeignet sind, und die außerdem noch wartungsfreundlich sind, sind bislang nicht bekannt geworden.

Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen weiteren Bogentransportzylinder zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch einen Bogentransportzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Der erfindungsgemäße Bogentransportzylinder einer Bedruckstoffbogen verarbeitenden Maschine umfasst einen Anti-Schmier-Zylinderaufzug, der in einer relativ zu einer Drehachse des Bogentransportzylinders im Wesentlichen parallelen Spannrichtung unter Spannung gehalten ist.

Der erfindungsgemäße Bogentransportzylinder ist einerseits gegen das Abschmieren gut geschützt und andererseits für Papierbogen und Kartonbogen gleichermaßen gut geeignet und außerdem noch wartungsfreundlich.

Der Anti-Schmier-Zylinderaufzug hat, solange er unter dieser zur Drehachse parallelen Querspannung steht, eine hohe Formstabilität. Außerdem kann der Anti-Schmier-Zylinderaufzug aus einem Material bestehen, welches in seinem ungespannten Zustand wesentlich leichter verformbar als ein Blech oder eine Folie ist. Die im gespannten Zustand hohe und im ungespannten Zustand niedrige Formstabilität des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs ist bezüglich einiger der nachfolgend im Einzelnen erläuterten Weiterbildungen sehr vorteilhaft.

Bei einer hinsichtlich der Ausbildung des Bogentransportzylinders als eine sogenannte Vario-Trommel vorteilhaften Weiterbildung ist der Anti-Schmier-Zylinderaufzug relativ zu der Drehachse und dabei wahlweise nach innen und außen verstellbar gelagert.

Bei einer hinsichtlich der Leichtbauweise vorteilhaften Weiterbildung ist der Anti-Schmier-Zylinderaufzug in der Spannrichtung von einem ersten Aufzugshalter bis zu einem zweiten Aufzugshalter freitragend gespannt. Im zwischen den beiden Aufzugshaltern liegenden Bereich ist der Anti-Schmier-Zylinderaufzug also unabgestützt.

Bei einer hinsichtlich des Auswechselns des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs vorteilhaften Weiterbildung ist der erste Aufzugshalter relativ zum zweiten Aufzugshalter wahlweise in die Spannrichtung und entgegen dieser verstellbar gelagert. Durch die Verstellung des ersten zum zweiten Aufzugshalter hin wird der Anti-Schmier-Zylinderaufzug entspannt und wird dadurch seine Deinstallation erleichtert.

Bei einer hinsichtlich der Variation des Profils des Bogentransportzylinders vorteilhaften Weiterbildung sind der erste Aufzugshalter und der zweite Aufzugshalter wahlweise zu und von der Drehachse hin und weg verstellbar gelagert. Durch diese Verstellungen kann das Profil wahlweise schmal und kreisförmig eingestellt werden.

Bei einer hinsichtlich der Ausbildung des Bogentransportzylinders als sogenannter doppelgroßer Zylinder vorteilhaften Weiterbildung bilden der erste Aufzugshalter und der zweite Aufzugshalter zusammen ein erstes Aufzugshalter-Paar und hält ein ebensolches, zweites Aufzugshalter-Paar einen weiteren Anti-Schmier-Zylinderaufzug in einer mit der Drehachse im Wesentlichen parallelen Spannrichtung gespannt. Wenn beide Aufzugshalter-Paare, d. h. alle vier Aufzugshalter, von der Drehachse weg verstellt sind und auf diese Weise das kreisförmige Profil eingestellt ist, bildet jeder der beiden Anti-Schmier-Zylinderaufzüge eine andere Bogenauflagefläche.

Bei einer hinsichtlich der möglichen Imprägnierung des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs mit einer die Druckfarbe abweisenden Substanz vorteilhaften Weiterbildung besteht der Anti-Schmier-Zylinderaufzug oder bestehen beide Anti-Schmier-Zylinderaufzüge aus einem textilen Material.

Die den Bogentransportzylinder umfassende Maschine ist vorzugsweise eine Bogendruckmaschine in sogenannter Reihenbauweise (unit construction principle).

Weitere konstruktiv und funktionell vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles und der dazugehörigen Zeichnung.

In dieser zeigt:

1 einen Bogentransportzylinder in dreidimensionaler Darstellung,

2 eine der Blickrichtung II in 1 entsprechende Seitenansicht des ^ Bogentransportzylinders,

3 eine der Schnittlinie III-III in 2 entsprechende Querschnittsdarstellung

4 eine der Schnittlinie IV-IV in 3 entsprechende Querschnittsdarstellung,

5 eine im Wesentlichen mit 2 übereinstimmende Darstellung, welche verschiedene Positionen von Aufzugshaltern des Bogentransportzylinders illustriert,

6 eine der Schnittlinie VI-VI in 5 entsprechende Querschnittsdarstellung, und

7 eine Detaildarstellung des Ausschnitts VII in 5.

In den 1 bis 7 ist ausschnittsweise eine Maschine 1 dargestellt, die Bedruckstoffbogen verarbeitet. Die Maschine 1 ist eine Bogendruckmaschine und umfasst einen Bogentransportzylinder 2, der zwischen den Gegendruckzylindern zweier Druckwerke der Maschine 1 oder in deren Bogenausleger angeordnet sein kann.

Der Bogentransportzylinder 2 hat einen Zylindergrundkörper 3 und dreht sich um eine Drehachse 4, welche von Zylinderzapfen 5 bestimmt ist. Der Zylindergrundkörper 3 hat ein längliches Profil und trägt an dessen Profilenden diametral angeordnete Greifersysteme 6, die dazu dienen, die Bedruckstoffbogen per Klemmkraft zu halten. Der Bogentransportzylinder 2 weist ein erstes Aufzugshalter-Paar 7 und ein zweites Aufzugshalter-Paar 8 auf. Die Aufzugshalter-Paare 7, 8 sind miteinander identisch ausgebildet und diametral angeordnet.

Das erste Aufzugshalter-Paar 7 umfasst einen ersten Aufzugshalter 9 und einen zweiten Aufzugshalter 10, die an im Wesentlichen zueinander entgegengesetzten Zylinderenden des Bogentransportzylinders 2 schwenkbar gelagert sind. Die Aufzugshalter 9, 10 sind zueinander spiegelsymmetrisch ausgebildet und im Wesentlichen kreisringsegment-förmig, d. h. sie sind Haltebügel. Der erste Aufzugshalter 9 ist mittels eines Drehgelenks 11 gelagert, welches unmittelbar neben einem der Greifersysteme 6 angeordnet ist. Der erste Aufzugshalter 9 ist durch eine Feder 12 belastet, welche eine schraubenförmige Druckfeder ist und auf einem Gelenkzapfen 13 des Drehgelenks 11 aufgesteckt ist. Der Gelenkzapfen 13 ist achsparallel zu der Drehachse 4 ausgerichtet und durch einen am Zylindergrundkörper 3 angebrachten Träger 14 hindurchgesteckt. Die Feder 12 ist mit ihrem einen Federende über einen in dem Gelenkzapfen 13 sitzenden Sicherungsring 15 auf dem Gelenkzapfen 13 abgestützt und mit ihrem entgegengesetzten Federende auf dem Träger 14 abgestützt. Also steht die Feder 12 zwischen dem Träger 14 und dem Gelenkzapfen 13 unter Vorspannung und ist sie bestrebt, den ersten Aufzugshalter 9 vom zweiten Aufzugshalter 10 weg zu verstellen.

Mit einer ebensolchen Spanneinrichtung, die jedoch relativ zur zuvor erläuterten von spiegelsymmetrischem Aufbau ist, ist der zweite Aufzugshalter 10 ausgestattet. Die beiden Aufzugshalter 9, 10 des ersten Aufzugshalter-Paares 7 sind also in zueinander entgegengesetzten und relativ zur Drehachse 4 parallelen Richtungen federbelastet.

Das Profil des Zylindergrundkörpers 3 und auch das Profil des Bogentransportzylinders 2 bzw. dessen bei eingeklappten Aufzugshaltern 9, 10 gegebene Außenkontur sind im Wesentlichen oval oder rhombisch.

Ein rechteckig konfektionierter Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 (anti-smearing/markings cylinder-covering) hat an seinen beiden Seitenkanten je eine schlauchförmige Öse bzw.

Schlaufe 17, welche über den jeweiligen Aufzugshalter 7 oder 8 gestülpt wird, um den Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 an den Aufzugshaltern 7, 8 zu befestigen. Das Einstecken der Aufzugshalter 7, 8 in die Schlaufen 17 wird dadurch erleichtert, dass der Bediener die Aufzugshalter 7, 8 unter Überwindung der Federkraft der Spanneinrichtungen aufeinander zu und in eine axiale Innenposition mit einem geringen Axial-Abstand a zueinander verschieben kann. Diese axiale Innenposition ist in 5 mit Phantomlinien angedeutet. Der Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 besteht aus einem textilen Material, wie z. B. Gewebe, Netz, Gaze, Vliesstoff und vorzugsweise aus der Decklage des unter der Handelsmarke SuperBlue® erhältlichen Anti-Schmier-Mehrlagensystems. Der Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 ist deshalb schlaff und in einer relativ zu der Drehachse 4 parallelen Spannrichtung 18 noch entspannt, während er auf dem Bogenführungszylinder 2 befestigt wird. Nachdem der Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 aufgesteckt ist, wird er mit seiner Aufzugs-Hinterkante in Umfangsrichtung des Bogentransportzylinders 2 auf das Drehgelenk 11 zu nur so geringfügig glatt- bzw. faltenfrei gezogen, dass der Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 in der Umfangsrichtung unter im Wesentlichen keiner oder nur einer vernachlässigbar kleinen Eigenspannung steht.

Um die durch dieses in Umfangsrichtung erfolgende Glattziehen des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs 16 erreichte Glättung des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs 16 zu erhalten, wird dessen dem Drehgelenk 11 zu gelegenes Aufzugsende mittels einer Festhalteeinrichtung 19 gesichert. Die Festhalteeinrichtung 19 ist ein Klettverschluss, der sich in achsparalleler Richtung bandförmig erstreckt. Die eine Hälfte des Klettverschlusses bildet eine Randarmierung der Aufzugs-Hinterkante des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs 16. Die andere Hälfte kann auf einer Traverse 24 des Greifersystems 6 befestigt sein.

Erst nach diesem Sichern des Anti-Schmier-Zylinderaufzugs 16 mittels der Festhalteeinrichtung 19 wird der Anti-Schmier-Zylinderaufzug 16 in die Spannrichtung 18 mittels der Feder 12 des ersten Aufzugshalters 9 und ihrem dem zweiten Aufzugshalter 10 zugeordneten Gegenstück federbelastet und dadurch unter eine relativ zu der Drehachse 18 achsparallele bzw. zur Umfangsrichtung senkrechte Querspannung gesetzt. Dies geschieht durch eine Freigabe bzw. Entsicherung der Aufzugshalter 9, 10, welche durch die Federn 12 wieder auseinander und in ihre in 5 mit Volllinie dargestellte axiale Außenposition mit einem großen Axialabstand A voneinander verschoben werden. In dieser axialen Außenposition befinden sich die Aufzugshalter 9, 10 außerhalb des maximalen Bogenformats, d. h. die größtmögliche in der Maschine 1 zu verarbeitende Bogenbreite ist kleiner als der große Axialabstand A.

Wenn die Aufzugshalter-Paare 7, 8 in ihre in 3 mit Volllinie verdeutlichte, zylinderdrehachsenferne Schwenkposition ausgeklappt sind und somit auf ein und derselben imaginären Kreislinie liegen, ist der Bogentransportzylinder 2 für den Transport aus Papier bestehender Bedruckstoffbogen gerüstet, welche während ihres Transportes vollflächig auf den Anti-Schmier-Zylinderaufzügen ohne darauf abzuschmieren aufliegen. Im anderen Anwendungsfall, nämlich, wenn die Aufzugshalter-Paare 7, 8 in ihre in 3 mit Phantomlinie verdeutlichte, zylinderdrehachsennahe Schwenkposition eingeklappt sind und das Zylinderprofil infolgedessen schmal (im Wesentlichen oval oder rhombisch) eingestellt ist, ist der Bogentransportzylinder 2 für den Transport aus Karton bestehender Bedruckstoffbogen gerüstet, welche während ihres Transports gar nicht mit den Aufzugshaltern 9, 10 und auch nicht mit den Anti-Schmier-Zylinderaufzügen in Kontakt kommen.

Um die Aufzugshalter 9, 10 wahlweise in einer jeden ihrer beiden genannten Schwenkpositionen verriegeln zu können, ist jedem Aufzugshalter-Paar 7, 8 und vorzugsweise jedem Aufzugshalter 9, 10 eine Festhalteeinrichtung zugeordnet, wie dies in 4 am Beispiel des ersten Aufzugshalters 9 gezeigt ist.

Dessen Festhalteeinrichtung umfasst eine erste Indexbohrung und eine zweite Indexbohrung (Letztere ist zeichnerisch nicht dargestellt.). Die Indexbohrungen liegen auf einem und demselben, mit dem Gelenkzapfen 13 konzentrischen Kreisbogen und sind mit relativ zu dem Gelenkzapfen 13 achsparalleler Ausrichtung in den Träger 14 eingebracht. Über den Gelenkzapfen 13 und einen drehfest daran angebrachten Arm 21 ist ein in dem Arm 21 festsitzender Indexstift 22 mit dem ersten Aufzugshalter 9 drehfest verbunden. Der Indexstift 22 und die Feder 12 befinden sich auf einander entgegengesetzten Seiten des Trägers 14, so dass die Feder 12 bestrebt ist, den Indexstift 22 in der jeweiligen Indexbohrung zu halten, in die der Indexstift 22 in Abhängigkeit von der jeweils erforderlichen Schwenkposition eingesteckt ist. Der Indexstift 22 fungiert quasi als Federbolzen und lässt sich entgegen der Wirkungsrichtung seiner Federbelastung zum Zwecke des Wechselns der Schwenkposition des ersten Aufzugshalters 9 aus der jeweiligen Indexbohrung herausziehen. Ist der erste Aufzugshalter 9 in die zylinderdrehachsenferne Schwenkposition verstellt, dann steckt der Indexstift 22 in der gezeigten Indexbohrung 20. Ist der erste Aufzugshalter 9 dagegen in die zylinderdrehachsennahe Schwenkposition verstellt, dann steckt der Indexstift 22 in der anderen, nicht gezeigten Indexbohrung.

Wenn sich die Aufzugshalter 9, 10 in der zuletzt genannten, zylinderdrehachsennahen Schwenkposition befinden, dann liegen sie zumindest fast an dem Zylinderzapfen 23 an, wie dies anhand der Phantom-Darstellung in 3 ersichtlich ist. Damit sich die jeweils dem gleichen Zylinderende zugeordneten und miteinander in imaginären Schnittpunkten 5 schneidenden Aufzugshalter der beiden Aufzugshalter-Paare 7, 8 in deren innerer Schwenkposition nicht gegenseitig behindern, ist jeder der Aufzugshalter mit einer Kröpfung 23 (vgl. 7) nah an seinem dem Drehgelenk 11 zu gelegenen Halterende versehen. Durch diese Kröpfung 23 ergibt sich der erforderliche Spielraum für das freie Halterende des jeweils anderen der beiden sich schneidenden Aufzugshalter bzw. ist die Überlappung der Halterenden möglich.

Die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge werden eigentlich nur für den Transport der aus Papier bestehenden Bedruckstoffbogen und nicht für den Transport der aus Karton bestehenden Bedruckstoffbogen, also nicht bei in die zylinderdrehachsennahe Schwenkposition verstellten Aufzugshaltern 9, 10, benötigt. Deshalb ist es möglich, die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge entweder gemäß einer der 3 zugrundeliegenden Variante vor dem Einklappen der Aufzugshalter 9, 10 von letzteren wieder abzunehmen oder gemäß einer anderen Variante auf den Aufzugshaltern 9, 10 zu belassen. Da sich im letztgenannten Fall bei eingeklappten Aufzugshalter-Paaren 7, 8 die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge elastisch verformen und eng an den Zylindergrundkörper 3 anschmiegen, unter dessen Druckwirkung sich die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge ausbeulen bzw. zwischen den Aufzugshaltern des jeweiligen Aufzugshalter-Paares aufwölben, stören die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge den Transport des Kartonbogens in keiner Weise, wenn die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge dabei am Bogentransportzylinder 2 verbleiben. In der für den Kartonbogentransport vorgesehenen Zylindereinstellung würden sich die Anti-Schmier-Zylinderaufzüge quasi der Kontur des Zylindergrundkörpers 3 folgend verformen.

1 Maschine 2 Bogentransportzylinder 3 Zylindergrundkörper 4 Drehachse 5 Zylinderzapfen 6 Greifersystem 7 erstes Aufzugshalter-Paar 8 zweites Aufzugshalter-Paar 9 erster Aufzugshalter 10 zweiter Aufzugshalter 11 Drehgelenk 12 Feder 13 Gelenkzapfen 14 Träger 15 Sicherungsring 16 Anti-Schmier-Zylinderaufzug 17 Schlaufe 18 Spannrichtung 19 Festhalteeinrichtung 20 Indexbohrung 21 Arm 22 Indexstift 23 Kröpfung 24 Traverse a geringer Axial-Abstand A großer Axial-Abstand S Schnittpunkt

Anspruch[de]
  1. Bogentransportzylinder (2) einer Bedruckstoffbogen verarbeitenden Maschine (1), mit einem Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16), dadurch gekennzeichnet, dass der Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16) in einer mit einer Drehachse (4) des Bogentransportzylinders (2) im Wesentlichen parallelen Spannrichtung (18) gespannt ist.
  2. Bogentransportzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16) relativ zu der Drehachse (4) und dabei wahlweise nach innen und außen verstellbar gelagert ist.
  3. Bogentransportzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16) in der Spannrichtung (18) von einem ersten Aufzugshalter (9) bis zu einem zweiten Aufzugshalter (10) freitragend gespannt ist.
  4. Bogentransportzylinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufzugshalter (9) relativ zum zweiten Aufzugshalter (10) wahlweise in die Spannrichtung (18) und entgegen dieser verstellbar gelagert ist.
  5. Bogentransportzylinder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufzugshalter (9) und der zweite Aufzugshalter (10) wahlweise zu und von der Drehachse (4) hin und weg verstellbar gelagert sind.
  6. Bogentransportzylinder nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufzugshalter (9) und der zweite Aufzugshalter (10) zusammen ein erstes Aufzugshalter-Paar (7) bilden und ein ebensolches, zweites Aufzugshalter-Paar (8) einen weiteren Anti-Schmier-Zylinderaufzug in einer mit der Drehachse (4) im Wesentlichen parallelen Spannrichtung gespannt hält.
  7. Bogentransportzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder genannte Anti-Schmier-Zylinderaufzug (16) aus einem textilen Material besteht.
  8. Maschine, insbesondere Bogendruckmaschine, zur Verarbeitung von Bedruckstoffbogen, mit einem nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildeten Bogentransportzylinder (2).
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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