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Dokumentenidentifikation DE10311529B3 16.09.2004
Titel Vorrichtung zur Einflussnahme auf den Anströmbereich einer Rohrträgerplatte eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers
Anmelder Tuchenhagen Dairy Systems GmbH, 31157 Sarstedt, DE
Erfinder Pieprzak, Peter, 21521 Dassendorf, DE;
Günther, Marcus, 23879 Mölln, DE
DE-Anmeldedatum 17.03.2003
DE-Aktenzeichen 10311529
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.09.2004
IPC-Hauptklasse F28F 19/00
IPC-Nebenklasse F28F 13/08   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einflussnahme auf den Anströmbereich einer Rohrträgerplatte eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers, insbesondere für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, mit der Ablagerungen aus feststoffhaltigen Produkten in den kritischen Bereichen der Rohrträgerplatte verhindert werden, ohne dass hygienisch, reinigungstechnisch und strömungsphysikalisch problematische Lösungen in Kauf zu nehmen sind. Dies wird dadurch erreicht, dass der Anströmbereich der Rohrträgerplatte (7, 8) außenseits einen ersten bzw. zweiten erweiterten Durchtrittsquerschnitt (5c, 8c) innerhalb des Austauscherflansches (5) bzw. des Anschlussstutzens (8d) aufweist, dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) axialsymmetrisch und konzentrisch zur Rohrträgerplatte (7, 8) angeordnet ist, dass dieser die Strömung zum Innenkanal (3*) axialsymmetrisch teilt, nach außen umlenkt und dabei die Strömung in einem zwischen dem Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) und einer Innenkontur des festlagerseitigen Austauscherflansches (5) bzw. loslagerseitigen Anschlusstutzens (8d) düsenartig verengten Ringspaltquerschnitt (AS) beschleunigt und dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) in dem erweiterten Durchtrittsquerschnitt (5c, 8c) eine Strömungsabrissstelle (12d; 12.1d, 12.2d, 12.3d, 12.4d) aufweist (Figur 2).

Beschreibung[de]

Vorrichtung zur Einflussnahme auf den Anströmbereich einer Rohrträgerplatte eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers, insbesondere für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, mit einem von einem Außenmantel umgebenen Außenkanal, der von einem Wärmeträgermedium durchflossen ist, mit einer Anzahl von Innenrohren, die sich achsparallel und axialsymmetrisch zum Außenmantel durch den Außenkanal erstrecken, gemeinsam einen Innenkanal bilden und endseitig jeweils in einer der beiden Rohrträgerplatten abstützen, mit einem endseitig für alle Innenrohre gemeinsamen, in einem festlagerseitigen Austauscherflansch ausgebildeten Eintritt und einem gemeinsamen, in einem loslagerseitigen Anschlussstutzen ausgebildeten Austritt für ein Produkt, und mit in den Außenkanal nahe der Enden des Außenmantels und der Rohrträgerplatten radial ein- bzw. ausmündenden Anschlussstutzen mit je einem Querkanal für das Wärmeträgermedium, und mit wenigstens einem die Strömung im Anströmbereich der Rohrträgerplatte beeinflussenden Verdrängerkörper.

Eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art ist aus der DE 94 03 913 U1 bekannt. Ein jüngerer diesbezüglicher Stand der Technik, der sich prinzipiell jedoch nicht gegenüber dem älteren Stand der Technik unterscheidet, beschreibt die Firmendruckschrift „Röhrenwärmetauscher VARITUBE®", GEA Tuchenhagen, Liquid Processing Division, 632d-00, aus dem Jahre 2000.

Derartige Rohrbündel-Wärmeaustauscher sind aufgrund ihrer Querschnittsgeometrie generell besser als andere Wärmeaustauscher-Bauarten, wie beispielsweise Platten-Wärmeaustauscher, geeignet zur thermischen Behandlung von Produkten mit hohen und niedrigen Viskositäten, von feststoffhaltigen Produkten mit ganzen Stücken, Pulpe oder Fasern. Gleichwohl ist auch hier zu beobachten, dass sich bei faserigen Medien, beispielsweise Säften mit Fruchtfleisch, Ablagerungen an den Eintrittsöffnungen der Innenrohre der Rohrträgerplatten bilden. Die Behandlung bei relativ hohen Temperaturen begünstigt die Agglomeration von Fasern und die Bildung von Pulpe. Diese lagern sich bevorzugt an den Stegen zwischen den mehrfach angeordneten Innenrohren und an den quer zur Strömungsrichtung orientierten Flächen der Rohrträgerplatte ab und können dort zu Verstopfungen führen (9). Temporäre Ablagerungen lösen sich von Zeit zu Zeit und die Klumpen gelangen dann ggf. in die für den Endverbraucher bestimmte Verpackung des jeweiligen Produkts, wo sie unerwünscht sind.

Das vorstehend geschilderte Problem ist seit langem bekannt und es wurde beispielsweise bereits vorgeschlagen, die angeströmten Rohrträgerplatten eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers jeweils mit mechanischen Mitteln von Ablagerungen frei zu halten. Ein diesbezüglicher, druckschriftlich nicht zu belegender Stand der Technik sieht vor, den in Frage kommenden Bereich der jeweiligen Rohrträgerplatte mit einer rotierenden Bürste zu bestreichen, die durch die Energie des strömenden Produktes angetrieben wird. Derartige Lösungen sind jedoch hygienisch bedenklich und konnten sich in der Praxis nicht durchsetzen.

In der EP 0 246 111 A1 werden bereits Leitvorrichtungen beschrieben, die eine mit Festkörpern beladene Gasströmung im Anströmbereich einer Rohrträgerplatte eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers beeinflussen. Zu diesem Zweck trägt jedes vom Gas durchströmte Innenrohr des Rohrbündel-Wärmeaustauschers ein in Richtung der ankommenden Gasströmung konisch erweitertes Einlaufrohr. Jeweils vier in quadratischer Anordnung benachbarte Einlaufrohre sind dabei vorzugsweise so bemessen, dass sie sich gegenseitig punktförmig berühren und dass die Fläche, die zwischen den sich berührenden vier kreisförmigen Rohrquerschnitten gebildet wird, jeweils mit der vorgenannten Leitvorrichtung bestückt ist. Die Leitvorrichtung füllt dabei mit ihrem Fußquerschnitt die Fläche gänzlich aus und sie ist, ausgehend von den vier Berandungskreisbogen des Fußquerschnitts und in Richtung der ankommenden Gasströmung gesehen, jeweils konisch verjüngt. Durch die jeweilige Leitvorrichtung auf jeder der besagten Flächen der durch eine Vielzahl von Innenrohren gebildeten Rohrmatrix wird verhindert, dass sich die Feststoffbestandteile des anströmenden Gases zwischen den konisch erweiterten Rohrstutzen auf der Rohrträgerplatte ablagern. Statt dessen werden durch die jeweilige Leitvorrichtung die Gasströmung und damit die in ihr enthaltenen Feststoffbestandteile in das jeweils nächstliegende konische Einlaufrohr eingeleitet.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass Ablagerungen aus feststoffhaltigen Produkten in den kritischen Bereichen der Rohrträgerplatte verhindert werden, ohne dass hygienisch, reinigungstechnisch und strömungsphysikalisch problematische Lösungen in Kauf zu nehmen sind.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Anordnung eines an sich bekannten Verdrängerkörpers im Anströmbereich der Rohrträgerplatte hält diese nachweislich und nicht vorhersehbar nachhaltig frei von faserigen Ablagerungen und Pulpe. Der Verdrängerkörper selbst, wenn er, wie vorgeschlagen, strömungsgünstig ausgebildet ist, verursacht nur einen geringen und hinnehmbaren Druckverlust, seine Anordnung ist hygienisch und reinigungstechnisch völlig unbedenklich.

Die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahme erklärt sich aus zwei strömungsmechanischen Mechanismen. Dies ist zum einen die axialsymmetrische Aufteilung der Strömung, ihre Umlenkung und gleichzeitige Beschleunigung in einer düsenartigen Anordnung. Beschleunigte Strömungen sind nicht ablösungsgefährdet, so dass eine orientierungslose Querbewegung und Querlage der längeren und problematischen faserigen Bestandteile zur Hauptströmungsrichtung eher ausgeschlossen werden kann. Die faserigen Bestandteile müssen sich vielmehr unter dem Einfluss der Strömungskräfte in Richtung der Stromlinien orientieren. Im Bereich hinter dem Verdrängungskörper verbleibt den faserigen Bestandteilen keine Zeit, sich quer zur Hauptströmungsrichtung neu zu orientieren; sie werden überwiegend in die Innenrohre „eingefädelt".

Der zweite Wirkmechanismus ist darin zu sehen, dass die Strömung hinter dem Verdrängerkörper von außen nach innen umgelenkt wird. Gleichzeitig erweitert sich der Durchtrittsquerschnitt. Insgesamt ergibt sich dadurch eine gekrümmte, verzögerte Bewegung. Eine derartige Strömungsbewegung löst erfahrungsgemäß ab und erzeugt eine Sekundärströmung. Die Ablösung wird durch eine definierte Strömungsabrissstelle, die an einigen Ausführungsformen des Verdrängerkörpers in Form einer Strömungsabrisskante planmäßig ausgeführt ist, begünstigt. Die Sekundärströmung bewirkt offensichtlich ein Freispülen der kritischen Bereiche der Rohrträgerplatte.

Die strömungspysikalische Funktion des vorgeschlagenen Verdrängerkörpers kommt besonders vorteilhaft zum Tragen, wenn, wie dies eine vorteilhafte Ausgestaltung vorsieht, die Strömungsabrissstelle, in Strömungsrichtung gesehen, hinter einer engsten Stelle (minimaler Rinspaltquerschnitt ASmin) des Ringspaltquerschnittes (AS) positioniert ist. Hinsichtlich der Bemessung des minimalen Ringspaltquerschnittes ASmin hat es sich gezeigt, dass beste Ergebnisse erzielt werden, wenn das Verhältnis des Nenndurchtrittsquerschnitts Ao eines Verbindungsbogens zum minimalen Ringspaltquerschnitt (ASmin) mit

insbesondere mit
ausgeführt ist. Bei diesen Querschnittsverhältnissen wird die mittlere maximale Strömungsgeschwindigkeit vmax im minimalen Ringspaltquerschnitt ASmin im entsprechenden Verhältnis gegenüber der mittleren Strömungsgeschwindigkeit v im Innenrohr bzw. im Verbindungsbogen erhöht.

Ausführungsformen des Verdrängerkörpers, die mit einer definierten Strömungsabrissstelle ausgeführt sind, sind gemäß einem weiteren Vorschlag mit der Rohrträgerplatte fest verbunden. Eine derartige Ausführung ist immer dann möglich, wenn die angeströmte Rohrträgerplatte frei zugänglich ist. Beim Neubau eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers ist dies stets der Fall. Bei Nachrüstung bestehender Aggregate ist die Zugänglichkeit zum loslagerseitigen Austauscherflansch immer möglich, wenn der Rohrbündel-Wärmeaustauscher gemäß DE 94 03 913 U1 oder der vorgenannten Firmendruckschrift 632d-00 ausgeführt ist.

Zur Nachrüstung der festlagerseitigen Rohrträgerplatte mit einem Verdrängerkörper gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, diesen als Kugel auszubilden, die im erweiterten Durchtrittsquerschnitt frei beweglich positioniert ist. Geeignete Materialien für diese Kugel sind vorzugsweise Kunststoffe wie PEEK oder PPSU, die hinreichend mechanisch widerstandsfähig, hygienisch unbedenklich und chemisch insbesondere gegen Reinigungsmittel beständig sind.

Zur Sicherstellung einer hinreichenden Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahme wird, gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung, der Außendurchmesser des Verdrängerkörpers derart bemessen, dass der durch den Rohrinnendurchmesser gebildete Durchtrittsquerschnitt der am äußeren Rand der Rohrträgerplatte gelegenen Innenrohre etwa zur Hälfte durch die in Richtung der Rohrträgerplatte projizierte Anströmfläche des Verdrängerkörpers abgedeckt ist.

Damit die mit der Rohrträgerplatte fest verbundenen verschiedenen Ausführungsformen des Verdrängerkörpers in strömungstechnisch günstiger Weise dort befestigt werden können, wird weiterhin vorgesehen, dass im Zentrum des Außenmantels, unabhängig von der Anzahl der Innenrohre, kein Innenrohr angeordnet ist.

Die Anforderungen, die an den erfindungsgemäßen Verdrängerkörper gestellt werden, bestehen nicht nur darin, dass er eine besonders wirksame Einflussnahme auf den Anströmbereich der Rohrträgerplatte ausübt, sondern er ist auch dahingehend auszugestalten, dass er möglichst geringe Druckverluste bewirkt und nicht selbst zu einem Problem für Ablagerungen wird. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der Verdrängerkörper aus einem axialsymmetrischen vorderen Teil und einem axialsymmetrischen hinteren Teil gebildet wird, die an ihrem Verbindungsquerschnitt einen größten gemeinsamen Außendurchmesser dmax in Form einer definierten Strömungsabrissstelle ausbilden. Dabei wird er hinsichtlich seiner axialen längenmäßigen Bemessung zweckmäßig derart ausgelegt, dass eine zweite axiale Länge I2 des hinteren Teils im Vergleich zu einer ersten axialen Länge I1 des vorderen Teils kleiner, vorzugsweise mit I2 ≤ 0,5 I1, ausgeführt ist.

Es ist in diesem Zusammenhang von Vorteil, wenn der hintere Teil durch eine konvexe Außenkontur mit einem zweiten Krümmungsradius berandet ist. Zur Befestigung des Verdrängerkörpers an der Rohrträgerplatte dient ein am hinteren Teil angeordneter Schaft mit einer dritten axialen Länge und einem gegenüber dem Außendurchmesser des Verdrängerkörpers deutlich reduzierten Schaftdurchmesser, der eine Abrundung zum zweiten Krümmungsradius R2 mit einer Schaftausrundung r4 aufweist und über den eine stoff-, form und/oder kraftschlüssige Verbindung erfolgen kann. Der Schaft wird vorzugsweise zylindrisch ausgeführt und in einer bevorzugten Ausführungsform mit dem von einem Innenrohr freien Zentrum der Rohrträgerplatte verschweißt.

Hinsichtlich der konkreten geometrischen Ausgestaltung des vorderen Teils des erfindungsgemäßen, mit der Rohrträgerplatte fest verbundenen Verdrängerkörpers werden drei Ausführungsformen vorgeschlagen, die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in Bezug auf die Verhinderung von Ablagerungen auf der Rohrträgerplatte annähernd gleichwertig sind. Hinsichtlich ihrer Neigung, an der exponiertesten Stelle, nämlich der vordersten Anströmfläche, selbst Ort für Ablagerungen zu werden, unterscheiden sie sich jedoch.

Beste Ergebnisse, das heißt völliges Freibleiben von Ablagerungen auf der Verdrängeroberfläche auch nach längerer Betriebszeit werden in nicht erwarteter Weise mit einer ersten Ausführungsform des Verdrängerkörpers gemäß der Erfindung erreicht, dessen vorderer Teil pilzförmig konvex gekrümmt ausgebildet ist, wobei zwei erste Krümmungsradien am vorderen Ende mit einer ersten Spitzenabrundung verbunden sind.

Eine zweite Ausführungsform des Verdrängerkörpers, dessen vorderer Teil als gerader Kreiskegel mit einer zweiten Spitzenabrundung ausgeführt ist, zeigt geringfügige Ablagerungserscheinungen im Bereich der Kegelspitze, wobei sich geometriebedingt nur geringe Mengen Ablagerungen bilden können, die sich dann von Zeit zu Zeit ablösen und bei der Umströmung des Verdrängerkörpers höchstwahrscheinlich vereinzelt werden.

Mit den Ergebnissen der zweiten Ausführungsform sind die Ergebnisse einer dritten Ausführungsform des Verdrängerkörpers vergleichbar, dessen vorderer Teil konisch und mit einer konkav gekrümmten Mantelfläche ausgebildet ist, wobei zwei dritte Krümmungsradien am vorderen Ende mit einer dritten Spitzenabrundung verbunden sind.

Ausführungsbeispiele der vorgeschlagenen Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen

1 einen Mittelschnitt durch ein sog. Rohrbündel als modularer Teil eines in den eingangs genannten Druckschriften beschriebenen Rohrbündel-Wärmeaustauschers, auf dessen Rohrträgerplatten die erfindungsgemäßen Merkmale Anwendung finden;

2 einen Mittelschnitt durch das Rohrbündel gemäß 1 im Bereich der festlagerseitigen Rohrträgerplatte, wobei im Anströmbereich dieser Rohrträgerplatte eine mit dieser fest verbundene erste favorisierte Ausführungsform eines Verdrängerkörpers angeordnet ist, der sich durch einen pilzförmig konvex gekrümmten vorderen Teil auszeichnet;

3 gleichfalls einen Mittelschnitt durch das Rohrbündel gemäß 1 im Bereich der festlagerseitigen Rohrträgerplatte, wobei im Anströmbereich dieser Rohrträgerplatte eine mit dieser fest verbundene zweite favorisierte Ausführungsform eines Verdrängerkörpers angeordnet ist, dessen vorderer Teil als gerader Kreiskegel mit einer Spitzenabrundung ausgeführt ist;

4 gleichfalls einen Mittelschnitt durch das Rohrbündel gemäß 1 im Bereich der festlagerseitigen Rohrträgerplatte, wobei im Anströmbereich dieser Rohrträgerplatte eine mit dieser fest verbundene dritte favorisierte Ausführungsform eines Verdrängerkörpers angeordnet ist, dessen vorderer Teil konisch und mit einer konkav gekrümmten Mantelfläche ausgebildet ist;

5 einen Mittelschnitt durch das Rohrbündel gemäß 1 im Bereich der loslagerseitigen Rohrträgerplatte, wobei im Anströmbereich dieser Rohrträgerplatte eine vierte Ausführungsform eines Verdrängerkörpers, nämlich eine Kugel, angeordnet ist, die im erweiterten Durchtrittsquerschnitt frei beweglich positioniert ist;

6, 7, 8 die Verdrängerkörper gemäß den 2, 3 und 4 in ihrer jeweiligen Einbaulage, wobei jeweils geometrische Einzelheiten dargestellt sind und

9 eine Ansicht einer Rohrträgerplatte nach dem Stand der Technik von ihrer Anströmseite her gesehen, wobei die bevorzugten Bereiche, an denen Anlagerung von Fasern und Pulpe festgestellt wird, gekennzeichnet sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Ein Rohrbündel 1 (1; siehe auch DE 94 03 913 U1 besteht in seinem mittleren Teil aus einem einen Außenkanal 2* begrenzenden Außenmantel 2 mit einem, bezogen auf die Darstellungslage, linksseitig angeordneten festlagerseitigen Außenmantelflansch 2a und einem rechtsseitig angeordneten loslagerseitigen Außenmantelflansch 2b. An dem letzteren schließt sich ein von einem ersten Gehäuse 4.1 begrenzter erster Querkanal 4a* mit einem ersten Anschlussstutzen 4a und an den festlagerseitigen Außenmantelflansch 2a schließt sich ein von einem zweiten Gehäuse 4.2 begrenzter zweiter Querkanal 4b* mit einem zweiten Anschlussstutzen 4b an. Eine Anzahl von sich achsparallel zum Außenmantel 2 durch einen Außenkanal 2* erstreckenden, gemeinsam einen Innenkanal 3* bildenden Innenrohre 3, beginnend mit vier und danach auch bis neunzehn ansteigend und ggf. auch mehr an der Zahl, sind endseitig jeweils in einer festlagerseitigen Rohrträgerplatte 7 bzw. einer loslagerseitigen Rohrträgerplatte 8 (beide auch als Rohrspiegelplatte bezeichnet) abgestützt und in dieser verschweißt, wobei diese Gesamtanordnung über eine nicht näher bezeichnete Öffnung am zweiten Gehäuse 4.2 in den Außenmantel 2 eingeführt und über einen festlagerseitigen Austauscherflansch 5 mit dem zweiten Gehäuse 4.2 unter Zwischenschaltung von jeweils einer Flachdichtung 9 zusammengespannt ist (Festlager 5, 7, 4.2). Die beiden Gehäuse 4.1, 4.2 sind gegenüber dem jeweils benachbarten Außenmantelflansch 2b, 2a ebenfalls mit einer Flachdichtung 9 abgedichtet, wobei das rechtsseitig angeordnete erste Gehäuse 4.1 in Verbindung mit dem Außenmantel 2 über einen loslagerseitigen Austauscherflansch 6 unter Zwischenschaltung eines O-Ringes 10 gegen das linksseitig angeordnete Festlager 5, 7, 4.2 gepresst wird. Die loslagerseitige Rohrträgerplatte 8 greift durch eine nicht näher bezeichnete Bohrung im loslagerseitigen Austauscherflansch 6 hindurch und findet gegenüber letzterem ihre Abdichtung mittels des dynamisch beanspruchten O-Ringes 10, der darüber hinaus das erste Gehäuse 4.1 statisch gegen den loslagerseitigen Austauscherflansch 6 abdichtet. Letzterer und die loslagerseitige Rohrträgerplatte 8 bilden ein sog. Loslager 6, 8, welches die Längenänderungen der in der loslagerseitigen Rohrträgerplatte 8 eingeschweißten Innenrohre 3 infolge Temperaturänderung in beiden axialen Richtungen zulässt.

Abhängig von der Anordnung des jeweiligen Rohrbündels 1 im Rohrbündel-Wärmeaustauscher und seiner jeweiligen Beschaltung können die Innenrohre 3, bezogen auf die Darstellungslage, entweder von links nach rechts oder umgekehrt von einem Produkt P durchströmt werden, wobei die mittlere Strömungsgeschwindigkeit im Innenrohr 3 und damit im Innenkanal 2* mit v gekennzeichnet ist. Die querschnittsmäßige Auslegung erfolgt in der Regel derart, dass diese mittlere Strömungsgeschwindigkeit v auch in einem Verbindungsbogen 11 vorliegt, der einerseits mit dem festlagerseitigen Austauscherflansch 5 und andererseits mittelbar mit einem mit der loslagerseitigen Rohrträgerplatte 8 fest verbundenen loslagerseitigen Anschlussstutzen 8d verbunden ist. Mit den beiden Verbindungsbogen 11 wird das in Rede stehende Rohrbündel 1 mit dem jeweils benachbarten Rohrbündel in Reihe geschaltet. Daher bildet einmal der festlagerseitige Austauscherflansch 5 einen Eintritt E für das Produkt P und der loslagerseitige Anschlussstutzen 8d beherbergt einen dazugehörenden Austritt A, beim jeweils benachbarten Rohrbündel kehren sich diese Ein- und Austrittsverhältnisse jeweils entsprechend um. Der festlagerseitige Austauscherflansch 5 weist eine erste Anschlussöffnung 5a auf, die einerseits einem Nenndurchmesser DN und damit einem Nenndurchtrittsquerschnitt Ao des dort angeschlossenen Verbindungsbogens 11 entspricht und die andererseits so bemessen ist, dass dort die der mittleren Strömungsgeschwindigkeit v im Innenrohr 3 bzw. Innenkanal 3* entsprechende Strömungsgeschwindigkeit vorliegt. In gleicher Weise ist auch eine zweite Anschlussöffnung 8a in dem loslagerseitigen Anschlussstutzen 8d bemessen, wobei sich die jeweilige Anschlussöffnung 5a bzw. 8a auf einen jeweils erweiterten Durchtrittsquerschnitt 5c bzw. 8c im Bereich zur benachbarten Rohrträgerplatte 7 bzw. 8 durch einen konischen Übergang 5b bzw. 5b erweitert.

In Abhängigkeit von der Richtung der Strömungsgeschwindigkeit v im Innenrohr 3 strömt das zu behandelnde Produkt P entweder über die erste Anschlussöffnung 5a oder die zweite Anschlussöffnung 8a dem Rohrbündel 1 zu, so dass entweder die festlagerseitige Rohrträgerplatte 7 oder die loslagerseitige Rohrträgerplatte 8 angeströmt wird. Da in jedem Falle ein Wärmeaustausch zwischen Produkt P in den Innenrohren 3 und einem Wärmeträgermedium W im Außenmantel 2 im Gegenstrom zu erfolgen hat, strömt dieses Wärmeträgermedium W entweder dem ersten Anschlussstutzen 4a oder aber dem zweiten Anschlussstutzen 4b mit einer Strömungsgeschwindigkeit c zu. Für den Fall, dass das Produkt P dem Rohrbündel 1 über die erste Anschlussöffnung 5a zuströmt, so würde hier die Eintrittstemperatur des Produktes ϑE vorliegen. Dementsprechend würde das Wärmeträgermedium W den Außenmantel 2 im Gegenstrom über den zweiten Anschlussstutzen 4b mit einer Austrittstemperatur des Wärmeträgermediums ϑA verlassen. Die im Bereich des zweiten Anschlussstutzens 4b vorliegende Temperaturdifferenz am Produkteintritt &Dgr;ϑ = ϑA – ϑE stellt in der Praxis einen zuverlässigen Indikator für die Güte des Wärmeaustauschs in Rohrbündel 1 dar.

Bei Rohrbündel-Wärmeaustauschern nach dem Stand der Technik finden sich Ablagerungen von Fasern und Pulpe F vor altem an den jeweils angeströmten Rohrträgerplatten 7, 8 im Bereich der Stege S (9) zwischen benachbarten Innenrohren 3 mit ihrem durchströmten Rohrinnendurchmesser Di. Die Darstellung zeigt den gesamten angeströmten Bereich der Rohrträgerplatte 7, 8 mit einem angeströmten äußeren Durchmesser D7, der auch einem größten Durchmesser D5 des ersten erweiterten Durchtrittsquerschnitts 5c im festlagerseitigen Austauscherflansch 5 (s. 2) bzw. einem größten Durchmesser D8 des zweiten erweiterten Durchtrittsquerschnitts 8c im loslagerseitigen Anschlussstutzen 8d (s. 5) entspricht.

Ein Verdrängerkörper 12 (2 und 6), der in einer bevorzugten ersten Ausführungsform 12.1 in einem axialsymmetrischen vorderen Teil 12a bzw. 12.1a pilzförmig konvex gekrümmt ausgebildet ist, ist über einen an einem axialsymmetrischen hinteren Teil 12b bzw. 12.1b angeordneten Schaft 12c bzw. 12.1c konzentrisch mit dem Zentrum der festlagerseitigen Rohrträgerplatte 7 stoffschlüssig verbunden. Der vordere und der hintere Teil 12.a bzw. 12.1a und 12b bzw. 12.1b bilden an ihrem Verbindungsquerschnitt einen größten gemeinsamen Außendurchmesser dmax in Form einer definierten Strömungsabrissstelle 12d bzw. 12.1d aus.

Der Verdrängerkörper 12 bzw. 12.1 ist im Anströmbereich der festlagerseitigen Rohrträgerplatte 7 angeordnet, der außenseits von dem ersten erweiterten Durchtrittsquerschnitt 5c begrenzt ist, und er teilt ein über den Verbindungsbogen 11 mit der mittleren Strömungsgeschwindigkeit v zum Innenkanal 3* strömendes Produkt P axialsymmetrisch über den gesamten Umfang auf und lenkt es nach außen um. Dabei wird die Strömung in einem zwischen dem Verdrängerkörper 12 bzw. 12.1 und einer Innenkontur des festlagerseitigen Austauscherflansches 5 düsenartig verengten Ringspaltquerschnitt AS beschleunigt und erreicht an dessen engster Stelle, einem minimalen Ringspaltquerschnitt ASmin, eine mittlere maximale Strömungsgeschwindigkeit vmax. Die Strömungsabrissstelle 12d bzw. 12.1d ist dabei, in Strömungsrichtung gesehen, hinter der Stelle des minimalen Ringspaltquerschnittes ASmin positioniert.

Der Außendurchmesser dmax des Verdrängerkörpers 12 bzw. 12.1 ist derart bemessen, dass der durch den Rohrinnendurchmesser Di gebildete Durchtrittsquerschnitt der am äußeren Rand der Rohrträgerplatte 7 gelegenen Innenrohre 3 etwa zur Hälfte durch eine in Richtung der Rohrträgerplatte 7 projizierte Anströmfläche amax des Verdrängerkörpers 12 bzw. 12.1 abgedeckt ist. Im vorliegenden Falle handelt es sich um ein sog. 4er-Bündel von Innenrohren 3, wie es in 9 eindeutiger dargestellt ist. Zur Verdeutlichung der projizierten Anströmfläche amax des Verdrängerkörpers 12 wird auf 3 verwiesen. Bei Rohrbündeln mit mehr als vier Innenrohren 3 gilt die vorstehende Bemessungsvorschrift hinsichtlich des abgedeckten Bereiches uneingeschränkt; sie bezieht sich jeweils auf die am äußeren Rand der Rohrträgerplatte 7 gelegenen, einen Rohrkranz bildenden Innenrohre 3.

Aus den vorstehenden Ausführungen wird deutlich, dass die Strömung hinter dem Verdrängerkörper 12 bzw. 12.1 zum Zentrum der Rohrträgerplatte 7 hin umgelenkt wird, damit eine gleichmäßige Durchströmung aller Innenrohre 3 erfolgen kann. Gleichzeitig erweitert sich hinter der Strömungsabrissstelle 12d bzw. 12.1d der Durchtrittsquerschnitt für die Strömung. Die derart gekrümmte und verzögerte Strömung muss zwangsläufig in diesem Bereich ablösen. Durch die Strömungsabrissstelle 12d bzw. 12.1d erfolgt die Ablösung planmäßig an dieser eindeutig definierten Stelle; ansonsten würde die Strömung in Abhängigkeit von der jeweiligen Turbulenz erst im Bereich des hinteren Teils 12b bzw. 12.1b, und zwar an einer nicht vorhersehbaren Stelle, ablösen. Die geschilderte Strömungsbewegung hinter dem Verdrängerkörper 12 bzw. 12.1 führt dort nach den strömungsmechanischen Gesetzmäßigkeiten zu einer Sekundärströmung, auf der die gewünschte Wirkung, nämlich die Verhinderung von Ablagerungen auf der angeströmten Rohrträgerplatte 7, 8, zum Teil beruht.

Zum anderen Teil beruht die positiver Wirkung des Verdrängerkörpers 12 bzw. 12.1 auf der Beschleunigung der Strömung im Ringspaltquerschnitt AS, da dadurch offensichtlich eine Ausrichtung der Fasern und Pulpe F in Richtung der Stromlinien erfolgt und somit ein „Einfädeln" dieser Produktbestandteile in den Rohrinnendurchmesser Di der Innenrohre 3 erleichtert wird.

Die 6 bis 8 verdeutlichen, dass sowohl beim ersten Verdrängerkörper 12.1 als auch bei den beiden anderen vorgeschlagenen Ausführungsformen, einem zweiten Verdrängerkörper 12.2 (7) und einem dritten Verdrängerkörper 12.3 (8), der hintere Teil 12 .2b bzw. 12.3b in Verbindung mit dem jeweiligen Schaft 12.2c bzw. 12.3c kongruent zum hinteren Teil 12.1 b mit dem Schaft 12.1 c des ersten Verdrängerkörpers 12.1 ausgeführt sind. Dabei ist eine zweite axiale Länge I2 des hinteren Teils 12.1 b, 12.2b, 12.3b im Vergleich zu einer ersten axialen Länge I1 des vorderen Teils 12.1a, 12.2a, 12.3a kleiner, vorzugsweise mit I2 ≤ 0,5 I1, ausgeführt. Weiterhin wird deutlich, dass der hintere Teil 12.1 b, 12.2b, 12.3b durch eine konvexe Außenkontur mit einem zweiten Krümmungsradius R2 berandet ist. Der hintere Teil 12.1 b, 12.2b, 12.3b besitzt einen Schaft 12.1 c, 12.2c, 12.3c mit einer dritten axialen Länge I3 und einem gegenüber dem Außendurchmesser dmax des Verdrängerkörpers 12.1 bis 12.3 deutlich reduzierten Schaftdurchmesser d3, der zum zweiten Krümmungsradius R2 hin mit eine Schaftausrundung r4 versehen ist und über den eine stoff-, form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit der Rohrträgerplatte 7, 8 erfolgt. Hinsichtlich der stoffschlüssigen Verbindung kommt in erster Linie das Schweißen in Frage. Eine Alternative hierzu stellt eine Verschraubung des Verdrängerkörpers 12 mit der Rohrträgerplatte 7, 8 dar. Dabei wird der Schaft 12c mit einem Außengewinde versehen und in ein Gewindegrundloch innerhalb der Rohrträgerplatte 7, 8 eingeschraubt. Aus hygienischen Gründen ist in diesem Falle ein aus der Rohrträgerplatte 7, 8 herausragender Teil des Schaftes 12c gegenüber letzterer mittels einer Dichtung, vorzugsweise einem O-Ring, abzudichten.

Der jeweilige vordere Teil 12.1 a, 12.2a, 12.3a der drei Verdrängerkörper 12.1, 12.2, 12.3 ist signifikant unterschiedlich ausgebildet (6 bis 8). Während der erste Verdrängerkörper 12.1 an seiner Anströmfläche pilzförmig konvex gekrümmt ausgeführt ist, wobei zwei erste Krümmungsradien R, am vorderen Ende mit einer ersten Spitzenabrundung r1 verbunden sind (6), besitzt der zweite Verdrängerkörper 12.2 in seinem vorderen Teil 12.2a die Form eines geraden Kreiskegels mit einer zweiten Spitzenabrundung r2 (7). Beim dritten Verdrängerkörper 12.3 ist dessen vorderer Teil 12.3a konisch und mit einer konkav gekrümmten Mantelfläche ausgebildet, wobei zwei dritte Krümmungsradien R3 am vorderen Ende mit einer dritten Spitzenabrundung r3 verbunden sind (8).

Die 3 und 4 zeigen den zweiten Verdrängerkörper 12.2 bzw. den dritten Verdrängerkörper 12.3 in ihrem jeweiligen angedeuteten Strömungsumfeld. Die Ausführungen im Zusammenhang mit dem ersten Verdrängerkörper 12.1 in Verbindung mit 2 gelten sinngemäß.

Bei bereits ausgeführten und im Betrieb befindlichen Rohrbündel-Wärmeaustauschern ist die Zugänglichkeit zur loslagerseitigen Rohrträgerplatte 8 zum Zwecke der nachträglichen Montage des Verdrängerkörpers 12 zumindest erheblich erschwert. Für diesen Fall ist vorgesehen, dass der Verdrängerkörper 12 als Kugel 12.4 ausgebildet ist (5), die im erweiterten Durchtrittsquerschnitt 8c mit dem Durchmesser D8 frei beweglich positioniert ist. Eine umströmte Kugel 12.4 besitzt bekanntlich keine definierte Strömungsabrisskante, sondern, abhängig von der Turbulenz der wandnahen Grenzschicht, eine undefinierte Strömungsabrissstelle 12.4d, die jedenfalls, in Strömungsrichtung gesehen, hinter der engsten Stelle des Ringspaltquerschnittes, den die Kugel 12.4 mit dem zweiten konischen Übergang 8b bildet, positioniert ist. Bei der Anströmung der loslagerseitigen Rohrträgerplatte 8 wird die Kugel 12.4 in deren Zentrum durch die Strömung fixiert.

Grundsätzlich ist es möglich, den als Kugel 12.4 ausgebildeten Verdrängerkörper auch im Anströmbereich der festlagerseitigen Rohrträgerplatte 7 anzuordnen. Diese Möglichkeit wird man allenfalls dann nutzen, wenn der Montageaufwand zur Befestigung der Verdrängungskörper 12.1 bis 12.3 an der Rohrträgerplatte 7, 8 nicht betrieben werden soll oder kann.

Als Materialien für die Kugel 12.4 haben sich neben Polytetrafluorethylen (PTFE) vor allem teilkristalline Hochleistungskunststoffe, wie beispielsweise Polyetheretherketon (PEEK), oder amorphe Thermoplaste, wie beispielsweise Polyphenylsulfon (PPSU), bewährt.

1 Rohrbündel 2 Außenmantel 2* Außenkanal 2a festlagerseitiger Außenmantelflansch 2b loslagerseitiger Außenmantelflansch 3 Innenrohr 3* Innenkanal 4.1 erstes Gehäuse 4a erster Anschlussstutzen 4a* erster Querkanal 4.2 zweites Gehäuse 4b zweiter Anschlussstutzen 4b* zweiter Querkanal 5 festlagerseitiger Austauscherflansch 5a erste Anschlussöffnung 5b erster konischer Übergang 5c erster erweiterter Durchtrittsquerschnitt 6 loslagerseitiger Austauscherflansch 7 festlagerseitige Rohrträgerplatte (Rohrspiegelplatte) 8 loslagerseitige Rohrträgerplatte (Rohrspiegelplatte) 8a zweite Anschlussöffnung 8b zweiter konischer Übergang 8c zweiter erweiterter Durchtrittsquerschnitt 8d loslagerseitiger Anschlussstutzen 9 Flachdichtung 10 O-Ring 11 Verbindungsbogen 12 Verdrängerkörper 12a vorderer Teil 12b hinterer Teil 12c Schaft 12d Strömungsabrissstelle i = 1 bis 3 Ausführungsformen 12.ia vorderer Teil des Verdrängerkörpers 12.i 12.ib hinterer Teil des Verdrängerkörpers 12.i 12.ic Schaft des Verdrängerkörpers 12.i 12.id definierte Strömungsabrissstelle des Verdrängerkörpers 12.i 12.1 erster Verdrängerkörper 12.2 zweiter Verdrängerkörper 12.3 dritter Verdrängerkörper 12.4 Kugel 12.4d undefinierte Strömungsabrissstelle amax projizierte Anströmfläche des Verdrängerkörpers c Strömungsgeschwindigkeit im Außenmantel dmax Außendurchmesser des Verdrängerkörpers d3 Schaftdurchmesser I1 erste axiale Länge des vorderen Teils des Verdrängerkörpers I2 zweite axiale Länge des hinteren Teils des Verdrängerkörpers I3 dritte axiale Länge des Schaftes des Verdrängerkörpers r1 erste Spitzenabrundung r2 zweite Spitzenabrundung r3 dritte Spitzenabrundung r4 Schaftausrundung v mittlere Strömungsgeschwindigkeit im Innenrohr vmax mittlere maximale Strömungsgeschwindigkeit im minimalen Ringspaltquerschnitt ASmin A Austritt Ao Nenndurchtrittsquerschnitt des Verbindungsbogens AS Ringspaltquerschnitt ASmin minimaler Ringspaltquerschnitt (engste Stelle des Ringspaltquerschnittes AS Di Rohrinnendurchmesser DN Nenndurchmesser des Verbindungsbogens (Ao = DN2TT/4) D5 größter Durchmesser des ersten erweiterten Durchtritts querschnitts 5c im festlagerseitigen Austauscherflansch 5 D7 angeströmter äußerer Durchmesser der festlagerseitigen Rohrträgerplatte 7 (D7 = D5) D8 größter Durchmesser des zweiten erweiterten Durchtrittsquer schnitts 8c im loslagerseitigen Anschlussstutzen 8d E Eintritt F abgelagerte Fasern, Pulpe P Produkt (temperaturbehandelte Seite R1 erster Krümmungsradius des vorderen Teils des Verdrängerkörpers R2 zweiter Krümmungsradius des hinteren Teils des Verdrängerkörpers R3 dritter Krümmungsradius des vorderen Teils des Verdrängerkörpers S Steg W Wärmeträgermedium ϑA Austrittstemperatur des Wärmeträgermedium ϑE Eintrittstemperatur des Produktes &Dgr;ϑ = ϑA –ϑE Temperaturdifferenz am Produkteintritt

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Einflussnahme auf den Anströmbereich einer Rohrträgerplatte eines Rohrbündel-Wärmeaustauschers, insbesondere für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, mit einem von einem Außenmantel (2) umgebenen Außenkanal (2*), der von einem Wärmeträgermedium (W) durchflossen ist, mit einer Anzahl von Innenrohren (3), die sich achsparallel und axialsymmetrisch zum Außenmantel (2) durch den Außenkanal (2*) erstrecken, gemeinsam einen Innenkanal (3*) bilden und endseitig jeweils in einer der beiden Rohrträgerplatten (7, 8) abstützen, mit einem endseitig für alle Innenrohre (3) gemeinsamen, in einem festlagerseitigen Austauscherflansch (5) ausgebildeten Eintritt (E) und einem gemeinsamen, in einem loslagerseitigen Anschlussstutzen (8d) ausgebildeten Austritt (A) für ein Produkt (P), und mit in den Außenkanal (2*) nahe der Enden des Außenmantels (2) und der Rohrträgerplatten (7, 8) radial ein- bzw. ausmündenden Anschlussstutzen (4a, 4b) mit je einem Querkanal (4a*, 4b*) für das Wärmeträgermedium (W), und mit wenigstens einem die Strömung im Anströmbereich der Rohrträgerplatte (7, 8) beeinflussenden Verdrängerkörper (12), dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Anströmbereich der Rohrträgerplatte (7, 8) außenseits einen ersten bzw. zweiten erweiterten Durchtrittsquerschnitt (5c, 8c) innerhalb des Austauscherflansches (5) bzw. des Anschlussstutzens (8d) aufweist,

    – dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) axialsymmetrisch und konzentrisch zur Rohrträgerplatte (7, 8) angeordnet ist,

    – dass dieser die Strömung zum Innenkanal (3*) axialsymmetrisch teilt, nach außen umlenkt und dabei die Strömung in einem zwischen dem Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) und einer Innenkontur des festlagerseitigen Austauscherflansches (5) bzw. loslagerseitigen Anschlussstutzens (8d) düsenartig verengten Ringspaltquerschnitt (AS) beschleunigt und

    – dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3, 12.4) in dem erweiterten Durchtrittsquerschnitt (5c, 8c) eine Strömungsabrissstelle (12d; 12.1d, 12.2d, 12.3d, 12.4d) aufweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsabrissstelle (12d; 12.1d, 12.2d, 12.3d, 12.4d), in Strömungsrichtung gesehen, hinter einer engsten Stelle (minimaler Rinspaltquerschnitt ASmin) des Ringspaltquerschnittes (AS) positioniert ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3) mit der Rohrträgerplatte (7, 8) fest verbunden ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser (dmax) des Verdrängerkörpers (12; 12.1, 12.2, 12.3) derart bemessen ist, dass der durch den Rohrinnendurchmesser (Di) gebildete Durchtrittsquerschnitt der am äußeren Rand der Rohrträgerplatte (7, 8) gelegenen Innenrohre (3) etwa zur Hälfte durch die in Richtung der Rohrträgerplatte (7, 8) projizierte Anströmfläche (amax) des Verdrängerkörpers (12; 12.1, 12.2, 12.3) abgedeckt ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkörper (12; 12.1, 12.2, 12.3) aus einem axialsymmetrischen vorderen Teil (12a; 12.1 a, 12.2a, 12.3a) und einem axialsymmetrischen hinteren Teil (12b; 12.1 b, 12.2b, 12.3b) gebildet wird, die an ihrem Verbindungsquerschnitt einen größten gemeinsamen Außendurchmesser (dmax) in Form einer definierten Strömungsabrissstelle (12d; 12.1d, 12.2d, 12.3d) ausbilden.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite axiale Länge (I2) des hinteren Teils (12b; 12.1 b, 12.2b, 12.3b) im Vergleich zu einer ersten axialen Länge (I1) des vorderen Teils (12a; 12.1a, 12.2a, 12.3a) kleiner, vorzugsweise mit I2 ≤ 0,5 I1, ausgeführt ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teil (12b; 12.1 b, 12.2b, 12.3b) durch eine konvexe Außenkontur mit einem zweiten Krümmungsradius (R2) berandet ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teil (12b; 12.1 b, 12.2b, 12.3b) einen Schaft (12c; 12.1c, 12.2c, 12.3c) mit einer dritten axialen Länge (I3) und einem gegenüber dem Außendurchmesser (dmax) des Verdrängerkörpers (12; 12.1, 12.2, 12.3) deutlich reduzierten Schaftdurchmesser (d3) besitzt, der eine Abrundung zum zweiten Krümmungsradius (R2) mit einer Schaftausrundung (r4) aufweist und über den eine stoff-, form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit der Rohrträgerplatte (7, 8) erfolgt.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Verdrängerkörper (12.1) vorgesehen ist, dessen vorderer Teil (12.1 a) pilzförmig konvex gekrümmt ausgebildet ist, wobei zwei erste Krümmungsradien (R1) am vorderen Ende mit einer ersten Spitzenabrundung (r1) verbunden sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Verdrängerkörper (12.2) vorgesehen ist, dessen vorderer Teil (12.2a) als gerader Kreiskegel mit einer zweiten Spitzenabrundung (r2) ausgeführt ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Verdrängerkörper (12.3) vorgesehen ist, dessen vorderer Teil (12.3a) konisch und mit einer konkav gekrümmten Mantelfläche ausgebildet ist, wobei zwei dritte Krümmungsradien (R3) am vorderen Ende mit einer dritten Spitzenabrundung (r3) verbunden sind.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkörper (12) als Kugel (12.4) ausgebildet ist, die im erweiterten Durchtrittsquerschnitt (5c, 8c) frei beweglich positioniert ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugel (12.4) aus Polytretrafluorethylen (PTFE) oder aus einem teilkristallinen Hochleistungskunststoff, wie beispielsweise Polyetheretherketon (PEEK), oder einer amorphen Thermoplaste, wie beispielsweise Polyphenylsulfon (PPSU), hergestellt ist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Zentrum des Außenmantels (2), unabhängig von der Anzahl der Innenrohre (3), kein Innenrohr (3) angeordnet ist.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis eines Nenndurchtrittsquerschnitts Ao eines Verbindungsbogens (11) zum minimalen Ringspaltquerschnitt (ASmin) mit
    insbesondere mit
    ausgeführt ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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