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Dokumentenidentifikation DE202004003919U1 16.09.2004
Titel Winkelmesser
Anmelder Kritzmüller, Rene, 04924 Bad Liebenwerda, DE
Vertreter Patentanwälte Ilberg und Weißfloh, 01309 Dresden
DE-Aktenzeichen 202004003919
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.09.2004
Registration date 12.08.2004
Application date from patent application 13.03.2004
IPC-Hauptklasse G01B 3/56

Beschreibung[de]

Winkelmesser insbesondere zur Ermittlung der Gehrungswinkel an Bauwerkselementen, wie Fußboden- und Deckenleisten, Stuckelementen, Abdeckungen usw. und des Winkels an Bauwerkskörpern, mit zwei um eine gemeinsame Achse drehbaren Schenkeln und einer Feststelleinrichtung in der gemeinsamen Achse.

Der Stand der Technik wird durch eine Vielzahl der unterschiedlichsten Winkelmesser gekennzeichnet. Hierbei sind auch schon Winkelmesser mit zwei um eine gemeinsame Achse drehbaren Schenkeln bekannt. Der Aufbau der Winkelmesser ist dabei sehr stark vom jeweiligen Einsatzgebiet geprägt. In der DE 42 31 282 wird ein solcher Winkelmesser für den orthopädischen Bereich beschrieben, der den Winkel zwischen den beiden Schenkeln misst. Hierzu werden Detektoren auf den Schenkeln benutzt. Die Detektoren sind wiederum mit einem auf einem Schenkel aufgebrachten Minirechner verbunden.

In der DE 197 35 712 wird ein Winkelmesser zum Messen und Anreißen von Teilungen an Scheiben und Ringen beschrieben, der ebenfalls zwei um eine gemeinsame Achse bewegliche Schenkel besitzt. Die Schenkel sind in der Länge verstellbar.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Winkelmesser zu schaffen, auf dem neben der Winkelgröße gleichzeitig auch noch der Gehrungswinkel für zuzuschneidende Bauwerkselemente wie Leisten, Stuckelemente, Abdeckungen, Steine usw. ablesbar ist.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass neben der schnellen und leichten Ermittlung eines notwenigen Gehrungswinkels für z. B. das Zuschneiden von Leisten oder Stuckelementen der Winkel auch noch als Lineal verwendbar ist. Bei vorhandenen sehr starken Rundungen der auszumessenden Ecken kann durch ein auf einem Schenkel parallel zur länglichen Außenkante verschiebbares Lineal die Rundung überbrückt werden und somit auch noch eine exakte Winkelmessung der Ecke vorgenommen werden. Durch das Aufbringen eines Hinweises „Anlegekante der Innenecke" oder „Anlegekante der Außenecke" auf den Schenkeln des Winkelmessers wird für den Bediener die exakte Bedienung des Winkelmessers unterstützend vorgegeben. Durch die Anbringung von Löchern auf der Symmetrieachse mindestens eines Schenkels können diese Löcher zum Anzeichnen von Kreisbögen auf zu markierenden Flächen benutzt werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 8 aufgeführt. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 2 ist auf mindestens einem Schenkel ein Lineal befestigt, welches sich parallel zur länglichen Außenkante nach Außen verschieben lässt. Dadurch können auch Ecken ausgemessen werden, die in den Ecken eine starke Rundung besitzen. Um die beim Bau unvermeidlichen Rundungen in den Ecken beim Ausmessen des Winkels zu umgehen, sind die Schenkel sehr breit gestaltet. Nach Anspruch 3 besitzt ein Schenkel oder beide Schenkel quer zur Symmetrieachse Langlöcher, in die angepasste Formköper des Lineals eingreifen und somit ein paralleles Verschieben des Lineals zum Schenkel auf dem Schenkel ermöglichen. Nach Anspruch 4 besitzen die Schenkel an einer oder beiden länglichen Außenkanten eine Längenmaßeinteilung. Hierdurch kann der Winkelmesser gleichzeitig als Längenmaßstab benutzt werden. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 5 ist an den länglichen Außenkanten der Schenkel der Hinweis „Anlegekante der Innenecke" und gegenüber „Anlegekante der Außenecke" angebracht. Bei Anspruch 6 sind weitere freie Flächen der Schenkel mit Werbeaufdrucken versehen. Nach Anspruch 7 bestehen die Schenkel zumindest im Bereich der Vollkreiseinteilung aus einem glasklaren Kunststoff. Bei der Weiterbildung nach Anspruch 8 besitzen die Schenkel in bestimmten Abständen auf der Symmetrieachse Löcher. Damit kann der Winkelmesser auch zum Aufzeichnen von Kreisbögen benutzt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 die Draufsicht auf den oberen Schenkel des Winkelmessers,

2 die Draufsicht auf den unteren Schenkel des Winkelmessers und

3 ein auf einem Schenkel verschiebbares Lineal.

Der Winkelmesser besteht aus zwei um eine gemeinsame Achse 1 drehbaren Schenkeln 2, 3 und einer Feststelleinrichtung in der gemeinsamen Achse. Diese Feststelleinrichtung kann wie allgemein üblich aus einer Rändelschraube mit einer Festestellmutter bestehen. Die beiden Schenkel 2, 3 enden um die gemeinsame Achse 1 mit einem Halbkreis und sind verhältnismäßig breit gestaltet, um somit besser auch runde Ecken ausmessen zu können. Bei Ecken mit einem sehr großen Radius kann zusätzlich noch ein auf mindestens einem Schenkel 2, 3 aufgebrachtes Lineal 7 genutzt werden. Das Lineal 7 besitzt zwei Formkörper 9, die an zwei Langlöcher 8 im Schenkeln 2, 3 angepasst sind und in diese Langlöcher 8 eingreifen.

Somit lässt sich das Lineal 7 parallel zu einer Längskante eines Schenkels 2, 3 über diese Längskante nach Außen verschieben und damit können auch Ecken mit einem großen Radius ausgemessen werden. Um die gemeinsame Achse 1 ist am äußeren Rand auf dem oberen Schenkel 2 eine gleichmäßige Vollkreiseinteilung 4 aufgetragen. Auf der Symmetrieachse dieses Schenkels 2 befinden sich die Gradeinteilungen 0 ° und 180 °. Der untere Halbkreisbogen besitzt weitere Gradangaben in 10er-Schritten zwischen 0 ° und 180 ° und innerhalb des oberen Halbkreisbogens sind beginnend bei 180 ° und endend bei 0 ° Gradangaben zwischen 0 ° und 90 ° in Ser-Schritten aufgetragen. Auf der Symmetrieachse des unteren Schenkels 3 ist im Bereich der Vollkreiseinteilung 4 eine durchgehende Linie 5 mit einem Pfeil 6, der in Höhe des Außenumfangs der Vollkreiseinteilung 4 angeordnet ist, aufgetragen. Die Schenkel 2, 3 sind an der Außenkante mit einem Hinweis versehen, welche Anlegekante als Anlegekante für eine Innenecke oder Außenecke zu verwenden ist.

Beim Anlegen der Schenkel 2, 3 an die Wand einer Außenecke kann an den Gradangaben mit den Ser-Schritten gleich am Pfeil 6 der Gehrungswinkel abgelesen werden. Mit einer entsprechenden Gehrungslade kann dann der gewünschte Gehrungsschnitt für Leisten, Stuckelemente usw. vollzogen werden.

An einer länglichen Außenkante der Schenkel 2, 3 ist eine Längenmaßeinteilung 10 aufgetragen. Somit kann der Winkelmesser zusätzlich als Lineal benutzt werden.

Auf der Symmetrieachse der Schenkel 2, 3 sind kleine Löcher in bestimmten Abständen vorgesehen. Hiermit lassen sich Kreisbögen auf gewünschten Flächen herstellen.

Weitere freie Flächen des Winkelmessers sind mit Werbeaufdrucken versehen.

1 Achse 2 Schenkel 3 Schenkel 4 Vollkreiseinteilung 5 durchgehende Linie 6 Pfeil 7 Lineal 8 Langlöcher 9 Formkörper 10 Längenmaßeinteilung

Anspruch[de]
  1. Winkelmesser insbesondere zur Ermittlung der Gehrungswinkel an Bauwerkselementen wie Fußboden- und Deckenleisten, Stuckelementen, Abdeckungen usw. und des Winkels an Bauwerkskörpern, mit zwei um eine gemeinsame Achse (1) drehbaren Schenkeln (2, 3) und einer Feststelleinrichtung in der gemeinsamen Achse (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2, 3) um die Achse (1) mit einem Halbkreis enden und einer der Schenkel (2) um die Achse (1) an seinem äußeren Rand und weiter um die gesamte Achse eine gleichmäßige Vollkreiseinteilung (4) besitzt, wobei auf der Symmetrieachse dieses Schenkels (2) die Gradeinteilungen 0 ° und 180 ° liegen, auf der unteren Seite weitere Gradangaben in 10er-Schritten zwischen 0 ° und 180 ° und auf der oberen Seite beginnend bei 180 ° und endend bei 0 ° innerhalb der Vollkreiseinteilung (4) Gradangaben zwischen 0 ° und 90 ° in Ser-Schritten und auf der Symmetrieachse des anderen Schenkels (3) im Bereich der Vollkreiseinteilung (4) eine durchgehende Linie (5) mit einem Pfeil (6), der in Höhe des Außenumfangs der Vollkreiseinteilung (4) angeordnet ist, besitzt.
  2. Winkelmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem der Schenkel (2, 3) ein parallel mit der Innen- oder Außenkante nach Außen über den Rand des Schenkels (2, 3) verschiebbares Lineal (7) angebracht ist.
  3. Winkelmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder beide Schenkel (2, 3) quer zur Symmetrieachse zwei Langlöcher (8) besitzen, in die angepasste Formköper (9) des Lineals (7) eingreifen.
  4. Winkelmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2, 3) an einer oder beiden länglichen Außenkanten eine Längenmaßeinteilung (10) besitzen.
  5. Winkelmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den länglichen Außenkanten der Schenkel (2, 3) der Hinweis „Anlegekante der Innenecke" und gegenüber „Anlegekante der Außenecke" angebracht ist.
  6. Winkelmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere freie Flächen der Schenkel (2, 3) mit Werbeaufdrucken versehen sind.
  7. Winkelmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2, 3) zumindest im Bereich der Vollkreiseinteilung (7) aus einem glasklaren Kunststoff bestehen.
  8. Winkelmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (2, 3) in bestimmten Abständen auf der Symmetrieachse Löcher besitzen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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