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Dokumentenidentifikation DE202004004838U1 16.09.2004
Titel Beleuchtungsanlage
Anmelder Zweibrüder Optoelectronics GmbH, 42699 Solingen, DE
Vertreter Vomberg, F., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 42653 Solingen
DE-Aktenzeichen 202004004838
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.09.2004
Registration date 12.08.2004
Application date from patent application 27.03.2004
IPC-Hauptklasse F21S 8/06
IPC-Nebenklasse F21V 23/02   F21V 21/35   
IPC additional class // F21Y 101:02  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsanlage mit einem Transformator, einem zwei elektrische Leiter aufweisenden, mit dem Transformator elektrisch verbundenen Seil- oder Stangensystem, mindestens einer Lampenfassung für eine Niedervoltlampe aufweisenden Leuchte und einer Anschlusseinrichtung zum Anschließen der Leuchte an das Seil- oder Stangensystem.

Bei solchen Beleuchtungsanlagen, die seit längerem bekannt sind, wird mittels eines Transformators die Netzspannung von 220 V oder 110 V Wechselstrom auf eine Niedervoltspannung, zumeist 12 V Gleichstrom transformiert. Sowohl die elektrischen Leiter des Seilsystems als auch andere Anschlussteile können bei den niedrigen Spannungen und Strömen nach außen unisoliert bleiben. Die elektrischen Leiter des Seilsystems bestehen beispielsweise aus verzinkter Kupferlitze. Verwendet man Stangensysteme, so sind dortige Stahlstäbe verchromt oder vernickelt.

Zum Anschluss der Leuchte werden zumeist klemmenartige Verschraubungen gewählt, welche gegenüber lose aufliegenden oder anhängenden Verbindern den Vorteil haben, dass die Leuchten nicht verrutschen oder sogar versehentlich abgehängt werden können. Zumeist führen die verwendeten Stromleiter zu einer Lampenfassung, in der eine Niedervoltlampe befestigt ist. Bei den Niedervoltlampen hat sich zwischenzeitlich der Lampentyp durchgesetzt, der zur Spannungsversorgung zwei Kontaktstifte besitzt, die in eine entsprechende Buchse der Lampenfassung eingeschoben werden. Alternativ hierzu weit verbreitet sind auch noch solche Lampen, bei denen statt der Kontaktstifte rückseitige Kontaktflächen vorhanden sind, die durch Drehung der Lampe in einer bajonettverschlussartigen Aufnahme der Lampenfassung entlang einer Auflauframpe zum Kontakt geführt werden.

Das entsprechende Seil- oder Stangensystem wird entweder parallel zur Decke oder einer Wand geführt und besitzt mehrere Einheiten aus den geschilderten Lampenfassungen mit eingesetzten Lampen. Solche Lampen können beispielsweise Halogen-Spotlights sein.

Prinzipiell bekannt sind auch Beleuchtungssysteme, bei denen die Lampenfassung endseitig eines Hängekörpers angeordnet ist, der an den Seilen oder Stangen befestigt ist. Zumeist sind die Fassungen in sogenannten Strahlern integriert, die an den Seilen oder Stangen aufgehängt sind und von denen zumeist parallel zur Aufhängung die Stromversorgungskabel zu den stromführenden Seilen oder Stangen geführt werden.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung das eingangs genannte Beleuchtungssystem dahingehend zu verbessern, dass ohne größeren Aufwand eine hohe Variabilität erreicht wird.

Diese Aufgabe wird durch die Beleuchtungsanlage nach Anspruch 1 gelöst, bei der erfindungsgemäß zwischen der an dem Seil- oder Stangensystem angeordneten Lampenfassung und der Niedervoltlampe ein Adapter lösbar befestigt ist, dessen erstes Ende einen zwei Pole aufweisenden Stecker und dessen zweites Ende eine Buchse für einen zweipoligen Stecker der Niedervoltlampe aufweist. Die Anordnung der Pole der beiden Stecker sowie deren geometrische Ausgestaltung sind gleich, so dass die Niedervoltlampe entweder unmittelbar in die Lampenfassung – wie nach dem Stand der Technik bekannt – eingeschoben und befestigt werden kann oder alternativ der Adapter zwischengeschaltet wird, womit bei einer Deckenbeleuchtung entsprechend der Adapterlänge die Höhenlage der Niedervoltlampe als Lichtquelle verändert wird. Über Wandhaken lässt sich der Adapter auch anders als hängend ausrichten, so dass nicht nur in der Vertikalen, sondern auch in der Horizontalen der Strahlungsort der Niedervoltlampe veränderbar ist.

Vorzugsweise besteht der Adapter aus einer flexiblen, außen isolierten Leitung, die unter reiner Zugbelastung vertikal ausgerichtet ist, gegebenenfalls über Wandhaken oder andere Leitungen gehängt werden kann oder sogar verknotet werden kann, so dass Längenänderungen möglich sind.

Vorzugsweise sind die Buchse des Adapters und die Buchse der Lampenfassung sowie die entsprechende Stecker über zusätzliche reib- und/oder formschlüssige Elemente verbindbar. Im einfachsten Fall sind hiermit aufgeraute Pol- und Buchsenoberflächen gemeint, die einen höheren Reibschluss aufweisen. Formschlusselemente können als zusätzliche Bügel, Klammern, bajonettartige Verriegelungen oder ähnliches ausgebildet sein, wie dies im Prinzip schon bei nach dem Stand der Technik bekannten Lampen angewandt wird. Wesentlich ist hierbei, dass die Steckkontakte nicht bedingt durch das Eigengewicht der hängenden Last aus der Buchse herausgezogen werden.

Die Niedervoltlampen sind vorzugsweise Leuchtdioden (LED), welche den Vorteil einer wesentlich höheren Lebensdauer sowie eines geringen Stromverbrauches besitzen. Die Bedarfsspannung für LED liegt im Regelfall unterhalb von 12 V, so dass über den verwendeten Transformator eine entsprechende Niedervoltspannung zu erzeugen ist oder, sofern auf bestehende 12 V-Transformatoren zurückgegriffen werden soll, zusätzliche Widerstände im Sinne einer Spannungsteilerschaltung in der Lampenfassung verwendet werden. In diesem Nachrüstfall entstehen zwar elektrische Verluste, jedoch sind diese im Vergleich zu den Kosten eines neuen Transformators verschwindend klein.

Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems liegt darin, dass durch eine einfache Maßnahme nicht nur Horizontalverschiebungen der Lampen entlang der Seil- oder Stangenführungen möglich sind, sondern zusätzliche Höhenänderungen der Lampe sowie auch Kabelführungen der Lampen zu anderen Orten. So können beispielsweise in einem L-, U- oder auch quadratischen Seil- oder Stangenprofil hängende Lampen über die Adapter so ausgerichtet werden, dass alle Lampen oder ein Teil der Lampen zentral über einen Deckenhaken gehängt werden. Durch Verwendung unterschiedlich langer Adapter können „Hängeleuchten" in abgestuften Höhen installiert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die in einer Explosionsdarstellung skizzenartig eine erfindungsgemäße Beleuchtungsanlage zeigt.

Über einen Transformator 1 wird eine adäquate Spannung zwischen den beiden elektrischen Leitern 2 und 3 aufgegeben, die über Verbindungsmittel 4 und 5 auf eine Anschlusseinrichtung 6 übertragen wird, welche eine Buchse aufweist, in die die Pole 7 und 8 der Niedervoltlampe 9 einschiebbar sind. Erfindungsgemäß ist ein Adapter 10 vorgesehen, der am ersten Ende einen Stecker 11 mit Polen 12 und 13 aufweist und am gegenüberliegenden Ende eine Buchse 14 für die beiden Pole 7 und 8 einer Niedervoltlampe 9. Der Adapter kann auch wie mit Bezugszeichen 15 verdeutlicht länger (oder auch kürzer) als Adapter 10 ausgebildet sein. Der Adapter ist – von den Steckern und den Buchsen absehen – jeweils als flexible Leitung ausgestaltet, so dass er auch schnurartig an Haken aufgehängt, über andere Halter bewegt oder zusammen mit weiteren Adaptern über eine Kordel oder ähnliches gebündelt werden kann. Aus der einzelnen Figurendarstellung wird jedenfalls deutlich, dass mit dem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem unterschiedliche Leuchtenhöhen einstellbar sind.


Anspruch[de]
  1. Beleuchtungsanlage mit einem Transformator (1), einem zwei elektrische Leiter (2, 3) aufweisenden, mit dem Transformator (1) elektrisch verbundenen Seil- oder Stangensystem, mindestens einer Lampenfassung (6) für eine eine Niedervoltlampe aufweisende Leuchte (9) und eine Anschlusseinrichtung zum Anschließen der Leuchte an das Seil- oder Stangensystem, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der an dem Seil- oder Stangensystem angeordneten Lampenfassung (6) und der Niedervoltlampe (9) ein Adapter (10, 15) lösbar befestigt ist, dessen erstes Ende einen zwei Pole (12, 13) aufweisenden Stecker und dessen zweites Ende eine Buchse (14) für einen zweipoligen Stecker der Niedervoltlampe (9) aufweist.
  2. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (10, 15) zwischen dem Stecker und der Buchse als flexible Leitung ausgebildet ist.
  3. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (14) des Adapters und die Buchse der Lampenfassung (6) sowie die entsprechenden Stecker (12, 13; 7, 8) über zusätzliche reib- und/oder formschlüssige Elemente verbindbar sind.
  4. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Niedervoltlampen Leuchtdioden sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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