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Dokumentenidentifikation DE202004008860U1 16.09.2004
Titel Schutzhelm für Fahrzeugnutzer
Anmelder Voit, Stefan, Dipl.-Wirtsch.-Ing., 66386 St Ingbert, DE
Vertreter Patentanwaltskanzlei Vièl & Wieske, 66119 Saarbrücken
DE-Aktenzeichen 202004008860
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.09.2004
Registration date 12.08.2004
Application date from patent application 03.06.2004
IPC-Hauptklasse A42B 3/30

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm für Fahrzeugnutzer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Schutzhelme für Fahrzeugnutzer sind dem Anmelder als Motorradhelme bekannt. In der Innenpolsterung der Helme sind entsprechende Aussparungen vorgesehen, um Ohrhörer und Mikrophon eines Headset unterzubringen, wobei die Innenpolsterung im übrigen weiterhin dicht am Kopf anliegt. Es sind auch Schutzhelme bekannt, bei denen Kopfhörer und Mikrophon bereits integriert sind.

Es ist ein Schutzhelm bekannt, bei dem neben dem Kopfhörer und dem Mikrophon auch die Einheit zur drahtlosen Signalübertragung mit einer fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit oder mit einer Einheit, die einem Mitfahrer oder einem Fahrer eines anderen Fahrzeugs zugeordnet ist, bei der Herstellung ab Werk in die Innenpolsterung des Schutzhelmes integriert ist.

Sofern die Einheit nicht in den Schutzhelm integriert ist, werden die Kabel der Headsets am unteren Ende aus dem Schutzhelm heraus geführt. Diese Headsets werden dann mit den entsprechenden Einheiten. kontaktiert, die dann beispielsweise mittels eines Clip an der Kleidung wie beispielsweise einer Jackentasche oder einem Gürtel befestigt werden oder in einer Tasche der Bekleidung untergebracht werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Nutzbarkeit für Kommunikationsmittel insbesondere bei der Anwendung bei Motorrädern zu verbessern.

Diese Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung gelöst, indem die Einheit zur drahtlosen Signalübertragung mit einer fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit oder mit einer Einheit, die einem Mitfahrer oder einem Fahrer eines anderen Fahrzeugs zugeordnet ist, auf der Außenfläche des Schutzhelms mit einer Klebverbindung oder einer Klammerverbindung befestigt ist.

Indem weiterhin die Lautsprecher und das Mikrophon entweder bereits ab Werk in den Schutzhelm integriert sind oder nachträglich in die vorgesehenen Ausnehmungen der Innenpolsterung montiert sind, kann in einfacher Weise das Kabel des Lautsprechers und des Mikrophons nach unten aus dem Helm heraus geführt werden. Wenn weiterhin die Einheit auf der Außenfläche des Helmes im unteren Bereich aufgeklebt oder angeklammert ist, ergibt sich, dass das Kabel nur einen sehr kurzen Weg geführt werden muss.

Dadurch kann vorteilhaft erreicht werden, dass weder das Headset noch die Einheit zur drahtlosen Signalübermittlung an der Bekleidung separat untergebracht oder befestigt werden muss. Vielmehr wird die Verbindung in einfacher Weise bereits durch das Aufsetzen des Helmes realisiert, ohne dass separate Teile untergebracht werden müssen.

Dennoch ist mit der vorliegenden Erfindung der Helm mit der entsprechenden Einheit nachrüstbar. Es ist also nicht notwendig, die funktechnische Vorrüstung des Helmes nur durch den Hersteller des Helmes realisieren zu lassen.

Indem die Einheit geklebt oder angeklammert wird, bleibt die Struktur und Oberfläche des Schutzhelmes unangetastet, so dass die Sicherheit und Stabilität des Schutzhelmes nicht beeinträchtigt wird.

Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 2 ist zumindest die an dem Schutzhelm anliegende Seite der Einheit so vorgeformt, dass diese Seite flächig an dem Schutzhelm anliegt.

Vorteilhaft wird dadurch die Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Klebeverbindung verbessert, wenn die Klebeverbindung über eine größere Auflagefläche realisiert wird, als dies bei einer lediglich punktuellen Auflage der Einheit auf der Oberfläche des Schutzhelmes der Fall wäre.

Bei einer Klammerverbindung erweist sich als vorteilhaft, das durch das Anliegen der Einheit ein Abreißen vermieden werden kann.

Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 3 ist zumindest die an dem Schutzhelm anliegende Seite der Einheit zumindest in gewissen Grenzen verformbar.

Speziell in Verbindung mit der vorgeformten Fläche gemäß Anspruch 2 ergibt sich hierbei, dass die äußere Form der Einheit zur Herstellung der Klebverbindung noch besser den Rundungen des Schutzhelmes angepasst sein kann. Durch die Vorformung ergibt sich bereits eine entsprechende Krümmung der an dem Schutzhelm anliegenden Seite der Einheit. Da die einzelnen Schutzhelme verschiedener Hersteller oder auch verschiedener Serien eines Herstellers unterschiedliche Krümmungen aufweisen, kann durch die Verformbarkeit eine Anpassung an die Krümmung eines bestimmten Helmes erfolgen, auf den die Einheit aufgeklebt werden soll.

Die Verformbarkeit kann beispielsweise auch realisiert werden, indem die Seite in den Randbereich vergrößert wird, wobei lediglich in diesen Überlappungen ein verformbares Material aufgebracht ist. Der Kern der Einheit 2 ist dann von einem stabilen Material umgeben.

Bei der Klammerverbindung ergibt sich ebenfalls als Vorteil, dass die Einheit besser an dem Schutzhelm anliegt.

Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 4 weist die Einheit ein Gehäuse aus einem festen Material auf, auf dem wiederum zumindest an der an dem Schutzhelm anliegenden Seite ein verformbares Material aufgebracht ist.

Das verformbare Material kann in der Fläche auf der Seite aufgebracht sein oder diese Seite im Randbereich vergrößern und damit über die Einheit 2 überstehen.

Vorteilhaft erweist sich bei dieser Ausgestaltung, dass die Einheit durch das feste Material des Gehäuses optimal geschützt ist.

Die Einheit kann mit einem Intercom-Gerät kommunizieren, das fahrzeugseitig an dem Motorrad angebracht sein kann. Über dieses Intercom-Gerät können dann Daten an eine andere Einheit weiter gegeben werden, so dass auf dem Motorrad eine Kommunikation ermöglicht wird zwischen dem Fahrer und einem Sozius. Bei einer entsprechenden Auslegung der Intercom-Geräte kann auch eine Kommunikation zwischen mehreren Motorrädern realisiert werden.

Neben der reinen Übertragung von Sprachinformationen ist es beispielsweise auch möglich, weitere Daten wie Audio-Signale eines Radiogerätes oder eines Gerätes zur Abspielung von Tonträgern wie beispielsweise CD oder MC von einer fahrzeuggebundenen Einheit zu der an der Außenseite des Schutzhelmes angeklebten Einheit zu übertragen. Es wird dann besonders vorteilhaft möglich, beim Motorradfahren auch Radio oder Musik zu hören.

Die Signalübertragung kann beispielsweise entsprechend dem bluetooth-Standard erfolgen.

In dem Innengehäuse der Einheit kann die Elektronik sowie auch ein Akkumulator zur Energieversorgung untergebracht werden.

Die Außenkontur der Einheit wird in aerodynamischer Hinsicht vorteilhaft so gestaltet, dass sich im Fahrbetrieb möglichst geringe Windkräfte auf die Einheit ergeben.

Die Klebung kann beispielsweise mit einem entsprechenden Doppelklebeband erfolgen. Ebenso ist es möglich, einen Kleber aufzubringen. Dabei ist dieser Kleber so zusammengesetzt, dass dieser die Oberfläche des Helmes nicht beeinträchtigt sondern allenfalls die Oberfläche der Seite der Einheit, die an dem Schutzhelm anliegt.

Die Klammerverbindung kann mit einer Klammer realisiert werden, die den Schutzhelm in dessen Randbereich umgreift und dadurch die Einheit an dem Schutzhelm befestigt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.

1 zeigt eine Draufsicht auf einen Schutzhelm 1 von hinten mit einer aufgeklebten Einheit 2.

2 zeigt den Schutzhelm 1 in einer Seitenansicht. Es ist das Visier 4 zu sehen. Ebenso ist wieder die Einheit 2 zu sehen, die auf der Rückseite des Helmes aufgeklebt ist.

Bei den Ausgestaltungen nach den 1 und 2 ist zu sehen, dass die an dem Schutzhelm 1 anliegende Seite der Einheit 2 in der Fläche vergrößert ist. Das bedeutet, dass die Einheit 2 ein bestimmtes Volumen aufweist, das durch Seitenwände begrenzt ist. Zum einen kann das Volumen so gestaltet werden, dass die an dem Schutzhelm 1 anliegende Seite der Einheit 2 möglichst groß wird. Weiterhin kann wie in den 1 und 2 dargestellt diese Seite nach zumindest einer Seite oder in mehreren Richtungen größer ausgestaltet werden als dies zur reinen Begrenzung des Volumens der Einheit 2 notwendig wäre. Dieser sich ergebende Rand 3 der Einheit 2 kann ebenfalls mit dem Schutzhelm 1 verklebt werden. Durch die größere Klebfläche durch den Rand 3 wird vorteilhaft die Dauerhaftigkeit, Stabilität und Sicherheit der Klebverbindung verbessert.


Anspruch[de]
  1. Schutzhelm (1) für Fahrzeugnutzer mit integrierter bzw. integrierbarer Lautsprechereinheit, wobei die Lautsprechereinheit Bestandteil einer Einheit (2) ist zur drahtlosen Signalübertragung mit einer fahrzeugseitigen Kommunikationseinheit oder mit einer Einheit (2), die einem Mitfahrer oder einem Fahrer eines anderen Fahrzeugs zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (2) auf der Außenfläche des Schutzhelms (1) mit einer Klebverbindung oder einer Klammerverbindung befestigt ist.
  2. Schutzhelm für Fahrzeugnutzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die an dem Schutzhelm (1) anliegende Seite der Einheit (2) so vorgeformt ist, dass diese Seite flächig an dem Schutzhelm (1) anliegt.
  3. Schutzhelm für Fahrzeugnutzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die an dem Schutzhelm (1) anliegende Seite der Einheit (2) zumindest in gewissen Grenzen verformbar ist.
  4. Schutzhelm für Fahrzeugnutzer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (2) ein Gehäuse aus einem festen Material aufweist, auf dem wiederum zumindest an der an dem Schutzhelm (1) anliegenden Seite ein verformbares Material aufgebracht ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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