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Dokumentenidentifikation DE202004009298U1 16.09.2004
Titel Steigbügeleinlage
Anmelder Laurich, Joachim, 12621 Berlin, DE
Vertreter Becker und Kollegen, 40878 Ratingen
DE-Aktenzeichen 202004009298
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 16.09.2004
Registration date 12.08.2004
Application date from patent application 11.06.2004
IPC-Hauptklasse B68C 3/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Steigbügeleinlage zum formschlüssigen Einlegen in die durch einen rechteckigen umlaufenden Rahmen mit einer Aufnahmeöffnung gebildete Fußstütze eines Steigbügels, wobei die aus einem gummielastischen Werkstoff bestehende Steigbügeleinlage mit einem an ihr ausgebildeten Sockel in die Aufnahmeöffnung des Steigbügels einklippsbar ist und an den Längsseiten des freien Endes des Sockels seitlich vorspringende und den unteren Rand des Rahmens übergreifende Haltelippen vorgesehen sind, und wobei die Steigbügeleinlage auf der den Haltelippen gegenüberliegenden Seite des Sockels einen die Oberseite des Rahmens überdeckenden Randbereich aufweist und mit diesem und der oberen Sockelfläche gemeinsam eine Trittfläche für den in den Steigbügel einzustellenden Fuß ausbildet.

Eine Steigbügeleinlage mit den vorgenannten Merkmalen ist durch Benutzung bekannt. Derartige Steigbügeleinlagen dienen dazu, dem in den Steigbügel einzustellenden Fuß des Reiters einen sicheren Halt zu geben. Da die Steigbügeleinlagen bei ihrem Gebrauch einem Verschleiß unterliegen, müssen die Steigbügeleinlagen regelmäßig ausgewechselt werden; daher ist die Befestigung der Steigbügeleinlage in dem Steigbügel dadurch verwirklicht, dass ein an seinem freien Ende mit vorstehenden Haltelippen versehener Sockel in die Aufnahmeöffnung des Steigbügelrahmens einsetzbar ist, wobei die nach Außen vorspringenden Haltelippen den unteren Rand des Rahmens übergreifen, so dass die Steigbügeleinlage mit dem Steigbügelrahmen verklippst ist.

Soweit ein handelsüblicher Steigbügel mit seinem den Fuß des Reiters abstützenden Rahmen eine in Einstellrichtung des Fußes definierte Breite von etwa 5 cm aufweist, ist auch die Breite der Steigbügeleinlage auf dieses Maß ausgelegt, indem die Steigbügeleinlage auf der den Haltelippen gegenüberliegenden Seite des Sockels einen die Oberseite des Rahmens überdeckenden Randbereich aufweist und mit diesem Randbereich und der oberen Sockelfläche gemeinsam eine Trittfläche ausbildet, die demzufolge gleichbreit wie der Rahmen des Steigbügels ist. Die damit verbundene relativ schmale Trittfläche der Steigbügeleinlage von ebenfalls nur 5 cm Breite bietet relativ wenig Komfort für die Standfestigkeit des Fußes im Bügel, insbesondere beim Leichttraben, so dass insbesondere Anfänger oder wenig geübte Reiter Probleme haben, die richtige Position für den Fuß im Bügel zu finden beziehungsweise während des Reitens beizubehalten. Aber auch bei erfahrenen Reitern kann man insbesondere beim Springreiten beobachten, dass aufgrund der schmalen Trittfläche der Steigbügel am Fuß des Reiters verrutscht.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine bei einem handelsüblichen Steigbügel einsetzbare Steigbügeleinlage derart zu verbessern und auszubilden, dass die Trittfläche der Steigbügeleinlage vergrößert ist und mehr Raum für das Einstellen des Fußes im Steigbügel bietet.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Schutzansprüche, welcher dieser Beschreibung nachgestellt sind.

Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass wenigstens einer der an den Längsseiten der Steigbügeleinlage verlaufenden Randbereiche nach Außen über den Rahmen des Steigbügels vorsteht und mit einem abgewinkelten Steg die Außenseite des Rahmens übergreift. Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, dass die Trittfläche der Steigbügeleinlage mindestens einseitig über den äußeren Rahmen des Steigbügels hinaus verbreitert ist, wobei sich der verbreiterte und nach Außen über den Steigbügelrahmen überstehende Randbereich mittels eines Steges an der Außenseite des Steigbügelrahmens abstützt und dadurch stabilisiert ist. Bei dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der Steigbügeleinlage ist deren Befestigung über den Haltelippen aufweisenden Sockel in der Aufnahmeöffnung des Steigbügelrahmens beibehalten, so dass die Steigbügeleinlage bei handelsüblichen Steigbügeln ohne eine Änderung des Steigbügels weiterhin einsetzbar ist.

Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es zweckmäßig, wenn die Verbreiterung der Trittfläche durch eine symmetrische Ausbildung der Steigbügeleinlage erreicht ist, indem die an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten der Steigbügeleinlage befindlichen Randbereiche nach Außen vorstehen und mit jeweils abgewinkelten Stegen die Außenseiten des Rahmens übergreifen.

Zur Verbesserung der Befestigung der in ihrer Trittfläche verbreiterten Steigbügeleinlage ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass die beiderseits des Rahmens verlaufenden Stege mit Vorspannung an der Außenseite des Rahmens anliegen.

Die Festlegung der Steigbügeleinlage in dem Steigbügel wird nach einem Ausführungsbeispiel weiterhin dadurch verbessert, dass am freien Ende der Stege eine zum Rahmen einspringende und die Unterseite des Rahmens übergreifende Haltelippe ausgebildet ist.

Die Verbreiterung der Trittfläche der Steigbügeleinlage gibt auch Raum, die Materialstärke des auf der Oberseite des Rahmens aufliegenden Randbereichs und damit die Höhe der Steigbügeleinlage insgesamt zu vergrößern und mit einer größeren Materialstärke im Bereich des Steigbügelrahmens als 0,5 cm auszulegen, wie dies bei handelsüblichen Steigbügeleinlagen die Regel ist. So ist eine Vergrößerung der Materialstärke auf 1 cm zweckmäßig, wodurch ein höherer Dämpfungskomfort beim Reiten erreicht wird, der positive Auswirkungen hinsichtlich der Schonung von Sehnen und Bändern des Reiters hat.

Nach Ausführungsbeispielen der Erfindung kann die verbreiterte Trittfläche ein Maß von 6 oder 7 cm haben, womit eine Verbreiterung der Trittfläche um 20 bzw. 40 % verbunden ist.

Die Anbringung der an den Außenseiten des Steigbügelrahmens anliegenden Stege gibt in vorteilhafter Weise noch die Möglichkeit, beispielsweise Herkunftskennzeichen oder Qualitätssiegel hinsichtlich der Steigbügeleinlage anzubringen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, welches nachstehend beschrieben ist. Es zeigen:

1: einen Steigbügel ohne Steigbügeleinlage in einer perspektivischen Teilansicht,

2: die Fußstütze des Steigbügels mit darin eingelegter Steigbügeleinlage ein einer Schnittansicht,

3: eine Steigbügeleinlage in einer Vorderansicht,

4: die Steigbügeleinlage gemäß 3 in einer Unteransicht.

Der aus 1 ersichtliche Steigbügel 10 besteht aus einem Haltebügel 11 und einer durch einen umlaufenden Rahmen 14 mit einer darin angeordneten Aufnahmeöffnung 15 gebildeten Fußstütze 13, wobei in dem Haltebügel 11 eine Öse 12 zur Hindurchführung eines an einem nicht dargestellten Sattel festzulegenden Steigbügelriemens ausgebildet ist.

Die aus 2 ersichtliche Steigbügeleinlage 16 besteht aus einem gummielastischen Material; zu ihrer Befestigung durchgreift die Steigbügeleinlage 16 die Aufnahmeöffnung 15 des Rahmens 14 mit einem Sockel 17, wobei am freien Ende des Sockels 17 an den Längsseiten der Steigbügeleinlage 16 verlaufende Haltelippen 18 nach Außen vorspringen und die Unterseite des Rahmens 14 untergreifen. Überlicherweise sind die Querseiten der Steigbügeleinlage 16 im Bereich des Ansatzes des Haltebügels 11 an dem Rahmen 14 nicht mit entsprechenden Haltelippen 18 versehen. Zur Zentrierung des Sockels 17 der Steigbügeleinlage 16 in der Aufnahmeöffnung 15 des Rahmens 14 sind die oberen Eckbereiche des Rahmens 14 nach Innen in die Aufnahmeöffnung 15 abgeschrägt, wobei der Sockel 17 mit einem entsprechenden Radius ausgeführt ist. Auf ihrer Oberfläche bildet die Steigbügeleinlage 16 eine Trittfläche 20 aus, die durch die obere Fläche des Sockels 17 und die auf dem umlaufenden Rahmen 14 aufliegenden Randbereiche 19 gebildet ist. Bei der erfindungsgemäßen Steigbügeleinlage 16 sind diese beiderseitigen Randbereiche 19 nun nach Außen über den Rahmen 14 hinaus verlängert und weisen einen davon abstehenden, an den Außenseiten des Rahmens 14 des Steigbügels 10 anliegenden Steg 21 auf, wobei bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an den unteren freien Enden der Stege 21 noch zum Rahmen 14 hin vorspringende und dem Rahmen 14 auf dessen Unterseite untergreifende Haltelippen 22 angeordnet sind.

Auf diese Weise ist der Rahmen 14 des Steigbügels 10 von der erfindungsgemäßen Steigbügeleinlage gemäß 2 vollständig umschlossen, so dass über den Sockel 17 mit daran angeformten Haltelippen 18 und die äußeren Stege 21 mit daran angeformten Haltelippen 22 jeweils eine formschlüssige Verbindung der Steigbügeleinlage 16 mit dem Steigbügel 10 verwirklicht ist.

Aufgrund der gummielastischen Ausbildung der Steigbügeleinlage ist leicht einsehbar, dass die Steigbügeleinlage 16 in den Steigbügel 10 einsetzbar beziehungsweise von diesem lösbar ist, indem die äußeren Stege 21 mit Haltelippen 22 nach Außen weggebogen werden, so dass die Haltelippen 22 den Rahmen 14 freigeben; in dieser weggebogenen Stellung kann der Sockel 17 der Steigbügeleinlage 16 unter Überwindung des von den Haltelippen 18 ausgehenden Widerstandes aus der Aufnahmeöffnung 15 des Rahmens 14 herausgedrückt werden, wie dies bei handelsüblichen Steigbügeln mit Steigbügeleinlagen üblich ist.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Schutzansprüchen und der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. Steigbügeleinlage zum formschlüssigen Einlegen in die durch einen rechteckigen umlaufenden Rahmen mit einer Aufnahmeöffnung gebildete Fußstütze eines Steigbügels, wobei die aus einem gummielastischen Werkstoff bestehende Steigbügeleinlage mit einem an ihr ausgebildeten Sockel in die Aufnahmeöffnung des Steigbügels einklippsbar ist und an den Längsseiten des freien Endes des Sockels seitlich vorspringende und den unteren Rand des Rahmens übergreifende Haltelippen vorgesehen sind, und wobei die Steigbügeleinlage auf der den Haltelippen gegenüberliegenden Seite des Sockels einen die Oberseite des Rahmens überdeckenden Randbereich aufweist und mit diesem und der oberen Sockelfläche gemeinsam eine Trittfläche für den in den Steigbügel einzustellenden Fuß ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der an den Längsseiten der Steigbügeleinlage (16) verlaufenden Randbereiche (19) nach Außen über den Rahmen (14) des Steigbügels (10) vorsteht und mit einem abgewinkelten Steg (21) die Außenseite des Rahmens (14) übergreift.
  2. Steigbügeleinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten der Steigbügeleinlage (16) befindlichen Randbereiche (19) nach Außen vorstehen und mit jeweils abgewinkelten Stegen (21) die Außenseiten des Rahmens (14) übergreifen.
  3. Steigbügeleinlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiderseits des Rahmens (14) verlaufenden Stege (21) mit Vorspannung an der Außenseite des Rahmens (14) anliegen.
  4. Steigbügeleinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende der Stege (21) eine zum Rahmen (14) einspringende und die Unterseite des Rahmens (14) übergreifende Haltelippe (22) ausgebildet ist.
  5. Steigbügeleinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke des auf der Oberseite des Rahmens (14) aufliegenden Randbereichs (19) mehr als 0,5 cm beträgt.
  6. Steigbügeleinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unter Einschluss der beiderseitigen Randbereiche (19) gebildete Trittfläche (20) der Steigbügeleinlage (16) eine Breite von 6 cm aufweist.
  7. Steigbügeleinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die unter Einschluss der beiderseitigen Randbereiche (19) gebildete Trittfläche (20) der Steigbügeleinlage (16) eine Breite von 7 cm aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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