PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10245516B4 30.09.2004
Titel Legierung zur Verwendung für Stents
Anmelder W. C. Heraeus GmbH & Co. KG, 63450 Hanau, DE
Erfinder Trötzschel, Jens, 63486 Bruchköbel, DE;
Wachter, Hans-Jürgen, Dr., 63322 Rödermark, DE;
Krüger, Frank, Dr., 63486 Bruchköbel, DE;
Frericks, Matthias, 63456 Hanau, DE
DE-Anmeldedatum 27.09.2002
DE-Aktenzeichen 10245516
Offenlegungstag 15.04.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.2004
IPC-Hauptklasse C22C 27/02
IPC-Nebenklasse A61F 2/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Legierungen für Stents, die im wesentlichen aus Niob (Nb), Tantal (Ta) und Zirkonium (Zr) bestehen, sowie Stents aus solchen Legierungen.

Stents sind an sich bekannt und werden z.B. in US-A-5,628,787, US-A-5,630,840 und EP-A-0 873 734 beschrieben. Es wurden neben Edelstahl, Nickel- und Tantallegierungen auch Niob-Zirkoniumlegierungen für Stents vorgeschlagen, wobei der Nb-Gehalt bei über 90%, vorzugsweise über 95 bzw. 98% liegt (WO 02/43787).

Es stellt sich die Aufgabe, Legierungen bereitzustellen, die den hohen Anforderungen in Bezug aus Biokompatibilät genügen; keine bekannten Allergene enthalten, gute mechanische Eigenschaften aufweisen, und die im Röntgenbild sichtbar und in der Kernspintomographie identifizierbar sind.

Es wurde nun gefunden, dass Stents aus den weiter unten beschriebenen Legierungen von Nb, Ta und Zr überraschenderweise die folgenden Eigenschaften in sich vereinigen: Gute Biokompatibilität bei sehr guten mechanischen Eigenschaften, Röntgenopazität und Identifizierbarkeit im Kernspintomographen auf Grund der magnetischen Eigenschaften. Problematische Bestandteile wie Nickel sind nicht vorhanden, die Röntgenopazität ist nicht zu groß wie bei Legierungen mit sehr hohem Ta-Anteil, und die Identifizierbarkeit mit Kernspinverfahren ist bei der wachsenden Verbreitung dieser Methode ein großer Vorteil.

Der Niobgehalt liegt bei über 50%, bevorzugt über 80%, und der Rest der Legierung besteht im wesentlichen aus Ta und Zr. Dabei sind jeweils weniger als 5% Zr vorhanden, und der Zirkoniumanteil ist im allgemeinen geringer als der Tantalanteil. Bevorzugt ist auch ein Niob-Gehalt von unter 90%.

Bevorzugte Legierungen haben folgende Anteile:

Besonders vorteilhaft sind Legierungen mit einem Niobgehalt zwischen 80 und 90%. Dabei wirken sich die Erhöhung der Röntgensichtbarkeit und die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften aus - mit der Möglichkeit, den Querschnitt der Verbindungsstege des Stents zu reduzieren.

Legierungen, bei denen mehr Tantal als Zirkonium vorhanden ist, sind ebenfalls bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.

Beispiele für besonders bevorzugte Legierungen sind:

Die Erfindung betrifft auch Stents aus den beschriebenen Legierungen, insbesondere Stents, bei denen die Verbindungsstege einen relativ geringen Querschnitt besitzen.

Die Fertigung der Legierungen und der Stents daraus erfolgen nach geläufigen, dem Fachmann bekannten Verfahren.


Anspruch[de]
  1. Verwendung einer Legierung, (bis auf unvermeidbare Verunreinigungen) bestehend aus

    50–98.9% Nb,

    0.5–5% Zr,

    0.6–49,5% Tantal für Stents.
  2. Verwendung nach Anspruch 1 einer Legierung (bis auf unvermeidbare Verunreinigungen) bestehend aus

    90–98.9% Nb,

    0.5–5% Zr,

    0.6–9.5% Ta.
  3. Verwendung nach Anspruch 1 einer Legierung (bis auf unvermeidbare Verunreinigungen) bestehend aus

    80–97% Nb,

    2–5% Zr,

    1–18%Ta.
  4. Verwendung nach Anspruch 1 einer Legierung (bis auf unvermeidbare Verunreinigungen) bestehend aus

    80–90% Nb.

    0.5–5% Zr,

    5–19.5% Ta.
  5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehr Tantal als Zirkonium vorhanden ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com