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Dokumentenidentifikation DE202004000718U1 07.10.2004
Titel Einsatzset für zahnmedizinische Abformlöffel
Anmelder Kiefer, Inge H., 66763 Dillingen, DE
DE-Aktenzeichen 202004000718
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.10.2004
Registration date 02.09.2004
Application date from patent application 18.01.2004
IPC-Hauptklasse A61C 9/00

Beschreibung[de]

Stand der technik sind zahlreiche Varianten von zahnmedizinischen Abformlöffeln in die ein weiches Abformmaterial eingebracht wird und über die Zahnreihen eines Patienten gedrückst werden.

Nach dem Aushärten des Abformmaterials kann die Abformung dann aus dem Munde des Patienten entnommen werden. Da die modernen Abformmaterialien eine gewisse Restelastizität aufweisen können untersich gehende Gebiete – z.B, bauchige Zähne dennoch abgeformt werden.

Aus der Patentschrift DE 199 56 103 C2 ist eine neue Variante eines Abformlöffels bekannt deren einzige Neuerung allerdings lediglich darin besteht dass durch eine konkave Formgebung an der inneren Abformungswandung die Fließeigenschaften der verwendeten Materialien so verändert werden sollen dass nach Möglichkeit Hohlräume nach der Abformung verhindert werden sollen.

Hierzu ist nach Meinung und Erfahrung der Anmelderin dieser Gebrauchsmusteranmeldung aber eine konkave Formgebung nicht die einzige Möglichkeit die Fließeigenschaften der verwendeten

Materialien zu beeinflussen. Zum Beispiel würde eine runde in den Abformlöffel hineinragende Wölbung mit Sicherheit dieselbe Wirkung erzielen. Seit vielen Jahren sind auch Abformlöffel aus Kunststoff bekannt die größtenteils nur einmalig verwendet werden. Sinn der vorliegenden Erfindung ist ein Set von Einsätzen für bereits vorhandene Abformlöffel oder auch speziell zu der Form der Einsätze passende Löffel vornehmlich aus rostfreiem Edelstahl anzubieten.

Moderne Produktionsmethoden ermöglichen heute ja auch eine Kombination von relativ stabilen und weichen thermoplastischen Kunststoffen. So erscheint es sinnvoll den Teil des Einsatzes der in den Basislöffel aus Metall eingesetzt wird aus relativ stabilem Kunststoff anzufertigen und den Bereich der am oberen Rand des Einsatzes bzw, Löffels angebrachten Retentionswülste aus weichem Thermoplast herzustellen.

Eine Kombination solcher Materialien würde die Abformung für den Patienten wesentlich angenehmer gestalten. Der Basislöffel könnte natürlich auch aus Kunststoff mit zu den verwendeten Einsätzen passenden Führungselementen bestehen und sterilisierbar sein.

Vorstellbar ist ebenso ein Löffel vornehmlich aus Kunststoff der gleich beide Funktionen – die eines Basislöffels kombiniert mit den beschriebenen weichen Retentionswülsten bietet. Hier stellt sich allerdings die Frage der Sterilisierbarkeit.

Die Verwendung eines Einsatzes wie beschrieben hätte viele gravierende Vorteile.

Wenn der Einsatz z.B, seitliche Bohrungen mit kleinen Hinterschnitten ausweist, dann kann das Abformmaterial zwischen die Wandung des Basislöffels und der Wandung des Einsatzes fließen und sich so festkrallen was von großer Bedeutung für die Präzision der Abformung ist.

Nach erfolgter Abformung wird dann das zahntechnische Modell erstellt. Nach Aushärten des Modellmaterials – meistens kommt hochwertiger Gips zum Einsatz – kann der Basislöffel von dem mit dem Abformmaterial mit dem Gipsmodell fest verbundenen Einsatz abgehoben werden.

Nun befindet sich über dem Modell nur noch der Einsatz mit seinen dünnen Wandungen und dem Abformmaterial über dem Gipsmodell und so kann nun die Abformung problemlos und ohne die ansonsten gegebene Bruchgefahr für grazile Zahnstümpfe abgehoben werden.

Gleichzeitig bietet die Verwendung eines solchen Einsatzes eine sehr preiswerte Möglichkeit der Archivierung und des Schutzes des zahntechnischen Modells.

Die Reinigung des Basislöffels ist vollkommen problemlos da auf Haftkleber u.ä. verzichtet werden kann.

Fig. 1 1. vorhandener Abformlöffel 2. vertikale Führungen 3. Führungsschlitze am Löffelrand 4. Querverbindung 5. Löffelboden Fig. 2 1. Löffelrahmen 2. vertikale Führungen 3. Führungsschlitze am Löffelrand 4. Querverbindung zu den Löffelwandungen 5. Wandungsverlängerung für den Gegenkiefer 6. Querverbindung Mittelteil 7. Bodenteil dieser Variante offen Fig. 3 1. Löffeleinsatz 2. Retentionswülste 3. Überhang zur Fixierung an vorhandenem Basislöffel 4. Führungselement zur Fixierung an Basislöffel 5. Retentionen für Abformmaterial Fig. 4 1. halber Löffeleinsatz 2. Retentionswülste 3. weiche Kunststoffwulst 4. Innenwulst 5. Bodenfläche Fig. 5 1. Äußerer Einsatzrahmen 2. Innerer Einsatzrahmen 3. Obere Retentionswulst – Außen 4. Untere Wulst – Außen 5. Untere Wulst – Innen 6. Obere Wulst – Innen Fig. 6 1. Teileinsatz für nur einseitige Zahnreihe 2. Retentionswulst 3. Endwulst Fig. 7 1. Enwulstkorpus 2. weiche Wulstoberfläche 3. Dem Basislöffel entsprechende Führung Fig. 8 1. Abformlöffel mit eingesetztem Einsatz 2. Bodenfläche des Einsatzes 3. seitlichje Retentionen für Abformmaterial 4. Retentionswulst Außen 5. Retentionswulst Innen 6. Führungsnut zum Aufsetzen des Einsatzes 7. Umfassung des Löffelrandes durch die Retentionswulst Fig. 9 1. konkave Wölbung 2. Aufnahmeschlitzung zur Fixierung an Löffel 3. weiche obere Wölbung – Richtung Zahnfleisch

Anspruch[de]
  1. Einsatzset für zahnmedizinische Abformlöffel dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Einsätze des Sets in ihren Innenflächen dem zu verwendenden Abdrucklöffel angepasst sind

    – die Einsätze an ihrer Oberkante Innen und / oder Außen eine nach dem Innenbereich der geplanten Abformung von Zahnreihen eine Wulst darstellen

    – diese Wulst aus starrem Material besteht

    – diese Wulst aus weichem Material besteht

    – diese Wulst befüllbar ist

    – diese Wulst aufblasbar ist

    – die Wandungen und / oder die Bodenfläche des Einsatzes Bohrungen und / oder Hinterschnitte haben

    – die Wandungen Führungsnuten oder Halterungen zur Verbindung mit dem Basislöffel haben

    – die Wandungen separat voneinander zur Verwendung in Basislöffeln von Ober – und Unterkieferabformung gleichzeitig vorhanden sind

    – die Einsätze auch für halbe oder nur Frontzahnlöffel vorhanden sind

    – Einsätze als Endstop über Führungselemente auf den Basislöffel aufschiebbar sind

    – die Einsätze insgesamt so stabil sind, dass sie sogar als vollwertige Abformlöffel zum Einsatz kommen können

    – die Einsätze hierzu auch einen Löffelgriff besitzen

    – dieser Löffelgriff aber auch im Inneren des Patientenmundes als Querverbindung der beiden Abformschenkel gestaltet ist

    – der Querschnitt der Retentionswülste veränderbar ist

    – die Oberfläche der Retentionswülste glatt ist

    – die Oberfläche der Retentionswülste Rillen aufweist

    – die Oberfläche der Retentionswülste Retentionen zum Festkrallen des Abformmaterials aufweist

    – die Oberfläche der Retentionswülste mindestens eine vertikal zur Einsatzbodenfläche verlaufende Retentionsrille ausweist

    – die Oberfläche der Retentionswülste mindestens eine horizontal zur Einsatzbodenfläche verlaufende Retentionsrille aufweist

    – oberhalb der Retentionsrille eine weitere dünnwandigere weiche bleitote Schicht zur noch feineren Adaptierung an die Zahnfleischverhältnisse vorhanden ist

    – auf die Mitte des Einsatzes für den Oberkiefer ein der Gaumenwölbung entsprechender Einsatz mit ebenfalls weicher Oberfläche aufschiebbar ist

    – die Wulst in Form einer elastischen schnurähnlichen Form mit der gewünschten Funktion entsprechenden Formgebung und gleichzeitiger Gestaltung einer Schlitzung zum Aufschieben an vorhandene Abformlöffel vorliegt
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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