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Dokumentenidentifikation DE20306322U1 07.10.2004
Titel Bleistiftanspitzer
Anmelder wolfcraft GmbH, 56746 Kempenich, DE
Vertreter H.-J. Rieder und Partner, 42329 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 20306322
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.10.2004
Registration date 02.09.2004
Application date from patent application 23.04.2003
IPC-Hauptklasse B43L 23/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Bleistiftanspitzer mit einem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse, dessen Umfangsfläche eine in Radialrichtung sich erstreckende Einstecköffnung für einen anzuspitzenden Bleistift aufweist, hinter welcher Einstecköffnung sich ein hohlkegelförmiger Spitzabschnitt mit einer unter Ausbildung eines Spanabführschlitzes in den Spitzabschnitt ragenden Klinge, wobei das Gehäuse einen topfförmigen Spansammler ausbildet.

Derartige Bleistiftanspitzer sind im Stand der Technik bekannt. So zeigt bspw. die DE 70 40 342 einen Bleistiftanspitzer, der auf dem Grund eines topfförmigen Gehäuses aufgeklebt ist. Die Wandung des topfförmigen Gehäuses bildet eine von einem Deckel des topfförmigen Gehäuses verschließbare Einstecköffnung für den Bleistift.

Auch die DE 8519 537.6 beschreibt einen flachzylindrischen Bleistiftanspitzer. Die EP 0 422 671 A1 befasst sich mit einem Bleistiftanspitzer mit einem geschlossenen Gehäuse, welches einen Spansammler ausbildet. Der Spitzer befindet sich unterhalb des Deckels. Die Einstecköffnung für den Bleistift verläuft in Axialrichtung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Bleistiftanspitzer gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden. Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.

Der Anspruch 1 sieht zunächst und im Wesentlichen vor, dass die Klinge einem Schacht einer, eine Umfangskehle ausbildenden Zentralwölbung des Bodens des Spansammlers zugeordnet ist. Der erfindungsgemäße Bleistiftanspitzer besitzt einen Spansammler, der die Form eines Topfes hat, wobei sich zufolge der Umfangskehle die Späne im Randbereich des Topfes sammeln. Der Bleistiftanspitzer kann im stationären Zustand betrieben werden. Eine alternative Lösung, die auch in Kombination mit der Lösung der Ansprüche 1, 2 oder 3 verwirklicht werden kann, nennt der Anspruch 4. Der Bleistiftanspitzer kann demnach auch im stationären Zustand betrieben werden. Er kann hierzu bspw. mit einer Werkbank kombiniert werden. Hierzu besitzt der Bleistiftanspitzer an seiner Unterseite einen senkrecht abragenden Sockel, der hohl ausgebildet sein kann. Dieser Sockel kann in eine angepasste, kreisrunde Öffnung einer Werkplatte oder Werkbank eingesteckt werden. Dann liegt der Bleistiftanspitzer mit seiner Unterseite flächig auf der Oberseite der Werkbank auf. Wird jetzt ein Bleistift in die Einstecköffnung hineingesteckt und gedreht, so wird mittels der Klinge ein Span in bekannter Weise von der Spitze des Bleistiftes abgetragen. Dieser Span tritt nach oben durch den Schacht hinaus und wandert über die Wölbungsfläche der zentralen Wölbung bis in den kehlenförmigen Ringraum. Der Bleistiftanspitzer besitzt bevorzugt keinen Deckel. Der Spansammler kann dadurch entleert werden, dass der Bleistiftanspitzer aus seiner temporären Verankerung in der Öffnung der Werkplatte herausgehoben wird und umgestülpt wird. Der Bleistiftanspitzer ist vorzugsweise als Spritzgussteil gefertigt. Die Unterseite des Bleistiftanspitzers ist bevorzugt die Öffnung einer Höhlung. Aus dieser Höhlung entspringt der rohrförmige Sockel. Zwischen rohrförmigem Sockel und Umfangswandung erstrecken sich mehrere Radialrippen. Die Umfangskehle kann im Bereich der Einstecköffnung unterbrochen sein. Hier ist eine Radialwölbung vorgesehen, die die Außenwandung eines zylindrischen Lagerabschnittes für den Bleistift ausbildet. Der zylindrische Lagerabschnitt befindet sich zwischen der Einstecköffnung und dem hohlkegelförmigen Spitzabschnitt. In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Bleistiftanspitzer mit einem Verlängerungsrohr kombiniert wird. Dieses Verlängerungsrohr besitzt eine Einstecköffnung, in welche der Sockel hineingesteckt werden kann. Anderseitig besitzt das Verlängerungsrohr einen Einsteckrohrabschnitt, der in die besagte Öffnung einer Werkplatte eingesteckt werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung das Ausführungsbeispiel,

2 in perspektivischer Darstellung eine Unteransicht,

3 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels,

4 einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in 3,

5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in 4,

6 eine Draufsicht auf den Bleistiftanspitzer,

7 eine Unteransicht des Bleistiftanspitzers und

8 in geschnittener Darstellung den Bleistiftanspitzer in Kombination mit einem Verlängerungsrohr.

Der Bleistiftanspitzer besitzt im Wesentlichen die Form eines flachen, kreisförmigen Zylinders. Die Umfangsfläche 1 dieses zylindrischen Körpers besitzt in Achsrichtung verlaufende Rippen. Etwa in der axialen Mitte der Umfangsfläche 1 befindet sich eine kreisrunde Einstecköffnung 2. In Radialrichtung verlängert sich diese Einstecköffnung 2 in einen Lagerabschnitt 10 und in einen Spitzabschnitt 3. Der Lagerabschnitt 10 besitzt eine kreiszylindrische Umfangskontur. Der Spitzabschnitt 3 besitzt eine Hohlkegelgestalt. Der Spitzabschnitt 3 liegt etwa in der Mitte des Gehäuses. Nach oben bildet der Spitzabschnitt 3 einen Spanabführschlitz 4 aus. Dieser Spanabführschlitz 4 wird von der Schneidkante einer Klinge 5 begrenzt.

Die Klinge 5 befindet sich auf dem schräg verlaufenden Boden eines Schachtes 7. Der Schacht 7 befindet sich in einer zentralen Wölbung einer zur Breitseite des Gehäuses hin offenen Höhlung. Diese Höhlung bildet eine die zentrale Wölbung 9 umgebende Umfangskehle 8 aus. Ein Ende des Schachtes 7 ragt bis nahe an den Grund der Umfangskehle 8. Im Wesentlichen erstreckt sich der Schacht 7 diametral durch die Zentralwölbung 9.

Im Bereich des Lagerabschnittes 11 ist die Umfangskehle 8 von einer radialen Wölbung unterbrochen, die die Außenwandung 11 des Lagerabschnittes 10 bildet. Die der Außenwandung 11 gegenüberliegende Außenwandung 20 ragt in eine Höhlung der Unterseite 12 des Anspitzers hinein. Innerhalb der Höhlung 14 verlaufen insgesamt vier radiale Versteifungsrippen 15 von der Außenwandung des Körpers hin zu einem zentralen rohrförmigen Sockel 13. Die Rippen 15, die mit dem Spitzabschnitt 3 bzw. dem Lagerabschnitt 10 zusammenfallen, sind nur teilweise vorhanden bzw. angedeutet.

Der rohrförmige Sockel 13 verläuft zum freien Ende hin geringfügig spitz zu, um in eine Öffnung, bspw. einer Werkplatte, eingesteckt zu werden und sich dort zu verklemmen. Der Sockel 13 befindet sich im Zentrum des Spitzergehäuses unmittelbar unterhalb des Spitzabschnittes 3.

Aus der 4 geht hervor, dass die Klinge 5 im Wesentlichen unterhalb des Grundes der Umfangskehle 8 angeordnet ist. Die von der Spitze des Bleistiftes von der Klinge 5 abgetragenen Späne müssen somit nach oben befördert werden, um in die Umfangskehle 8 zu gelangen. Dabei müssen sie zumindest teilweise die Höhe der Zentralwölbung 9 überwinden.

Zu dem Bleistiftanspitzer gehört vorzugsweise das mit der Bezugsziffer 18 bezeichnete Verlängerungsrohr. Dieses besitzt eine Einstecköffnung 22 für den Sockel 13. Der Einstecköffnung 22 gegenüberliegend besitzt das Verlängerungsrohr 18 einen Einsteckrohrabschnitt 19. Der Einsteckrohrabschnitt 19 entspricht in seiner Gestalt dem Sockel 13 und kann eine formangepasste Öffnung einer Werkbank eingesteckt werden.

Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. Bleistiftanspitzer mit einem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse, dessen Umfangsfläche (1) eine in Radialrichtung sich erstreckende Einstecköffnung (2) für einen anzuspitzenden Bleistift aufweist, hinter welcher Einstecköffnung (2) sich ein hohlkegelförmiger Spitzabschnitt (3) mit einer unter Ausbildung eines Spanabführschlitzes (4) in den Spitzabschnitt (3) ragenden Klinge (5), wobei das Gehäuse einen topfförmigen Spansammler (6) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (5) einem Schacht (7) einer, eine Umfangskehle (8) ausbildenden Zentralwölbung (9) des Bodens des Spansammlers (6) zugeordnet ist.
  2. Bleistiftanspitzer nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine in der Umfangskehle (8) angeordnete Wölbung, die die Außenwandung (11) eines zylindrischen Lagerabschnittes (10) für den Bleistift bildet.
  3. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spitzabschnitt (3) etwa im Zentrum der Zentralwölbung (9) befindet.
  4. Bleistiftanspitzer mit einem im Wesentlichen zylindrischen Gehäuse, dessen Umfangsfläche (1) eine in Radialrichtung sich erstreckende Einstecköffnung (2) für einen anzuspitzenden Bleistift aufweist, hinter welcher Einstecköffnung (2) sich ein hohlkegelförmiger Spitzabschnitt (3) mit einer unter Ausbildung eines Spanabführschlitzes (4) in den Spitzabschnitt (3) ragenden Klinge (5), wobei das Gehäuse einen topfförmigen Spansammler (6) ausbildet, insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen von der Unterseite (12) abragenden Sockel (13) zur Steckbefestigung des Anspitzers in einer angepassten Öffnung, bspw. einer Werkbank.
  5. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (13) hohl ist.
  6. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (12) die Öffnung einer Höhlung (14) ausbildet.
  7. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch in der Höhlung (14) angeordnete Versteifungsrippen (15).
  8. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch ein auf den Sockel (14) aufsteckbares Verlängerungsrohr (18) mit einem Einsteckrohrabschnitt (19) zum Einstecken in eine angepasste Öffnung, bspw. einer Werkbank.
  9. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Bleistiftspitzer ein Kunststoff-Spritzgussteil ist.
  10. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung sich etwa in der axialen Mitte der Umfangsfläche (1) befindet.
  11. Bleistiftanspitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das in Bleistift-Einsteckrichtung liegende Ende des Schachtes (7) zum Grund der Umfangskehle (8) benachbart angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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