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Dokumentenidentifikation DE69913722T2 07.10.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001123171
Titel ANFASWERKZEUG MIT EINER SCHNEIDKANTE
Anmelder Tri Tool Inc., Rancho Cordova, Calif., US
Erfinder TREMBLAY, Clement, Citrus Heights, US
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69913722
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.09.1999
EP-Aktenzeichen 999546005
WO-Anmeldetag 20.09.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/20872
WO-Veröffentlichungsnummer 0000024537
WO-Veröffentlichungsdatum 04.05.2000
EP-Offenlegungsdatum 16.08.2001
EP date of grant 17.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
IPC-Hauptklasse B23B 5/16
IPC-Nebenklasse B23B 3/24   

Beschreibung[de]
1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein portables Einpunkt-Maschinenwerkzeug zur Bearbeitung abgedrehter Flächen an Rohrenden und Ähnlichem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

2. Erörterung des Standes der Technik

Portable Werkzeuge zur Bearbeitung von Abdrehoberflächen an Rohren und Ähnlichem sind allgemein bekannt und werden in dem Gebiet verwendet, in dem die Verwendung eines fixierten Bearbeitungswerkzeugs nicht angebracht oder nicht möglich ist. Einpunkt-Werkzeuge, welche üblicherweise eingerichtet sind, einen kreisförmigen Weg mit einem sich drehenden Schneidwerkzeug zu verfolgen, während das Schneidwerkzeug radial in einer Ebene bewegt wird, die generell transversal zur Drehachse des Werkzeugs ist, werden allgemein verwendet. Unterschiedliche Handelsprodukte sind bekannt, welche dieser generellen Kategorie von Maschinenwerkzeugen entsprechen. Ein Einpunkt-Abdrehwerkzeug muss beispielsweise auch das Schneidwerkzeug axial bewegen, während es radial geführt wird und drehend angetrieben wird.

Portable Einpunkt-Abdrehwerkzeuge, welche gemäß dem Stand der Technik gebaut sind, wie beispielsweise in US 4,770,074 beschrieben, sind jedoch generell komplexe, schwere Strukturen, welche eine erhebliche Menge an Einrichtungszeit erfordern und ziemlich sperrig sind. Im Stand der Technik fehlt ein einfaches, dennoch effektives System zur Führung eines Einpunkt-Schneidwerkzeugs, um eine gewünschte, abgekantete Oberfläche auf einem Werkstück zu erhalten.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt ein portables Abdrehwerkzeug bereit, das Einpunkt-Schneiden abgekanteter Oberflächen an den Enden von Werkstücken, beispielsweise Rohren, ausführt, wobei es einen einzelnen Schneidwerkzeughalter und eine einzelne Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe verwendet. Das Abdrehwerkzeug ist angepasst, um einen variablen Abdrehwinkel und eine variable Vorschubrate bereitzustellen.

Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug umfasst ein Werkzeuggehäuse, einen angegliederten Werkzeugsantriebsmechanismus und ein Basiselement, welches drehbar auf dem Gehäuse zur Drehbewegung um eine Rotationsachse abgestützt ist und angeordnet ist, um durch den Werkzeugantriebsmechanismus gedreht zu werden. Das Basiselement besitzt ein Teil, welches sich in einer allgemein radialen Richtung in Bezug auf die Rotationsachse erstreckt. Das Basiselement trägt eine Schneidwerkzeughalterbaugruppe, welche einen Schneidwerkzeughalter besitzt. Das Basiselement trägt auch eine Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe, welche angeordnet ist, um gleichzeitig die Schneidwerkzeughalterbaugruppe in einer linear radialen Richtung und den Schneidwerkzeughalter in einer linear axialen Richtung in Bezug auf die Rotationsachse anzutreiben. Drehbewegung des Basiselements steuert die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe an, um die Schneidwerkzeughalterbaugruppe und den Schneidwerkzeughalter anzutreiben.

Gemäß der Erfindung besitzt das Abdrehwerkzeug eine Verfolgerplattenanordnung, welche auch durch das Basiselement getragen wird. Die Verfolgerplattenanordnung besitzt eine Verfolgerplatte mit einem Verfolgerschlitz. Ein Axialschlitz ist auf einer Seite der Schneidwerkzeughalterbaugruppe geformt und der Nockenfolger ist mit dem Schneidwerkzeughalter verbunden. Der Nockenfolger erstreckt sich so durch den Axialschlitz hindurch und in den Verfolgerschlitz hinein, dass Bewegung des Nockenfolgers durch die Axial- und Verfolgerschlitze erzwungen wird.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung umfasst die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe eine Vorschubspindelbaugruppe mit einer Vorschubspindel und eine Vorschubhebelbaugruppe. In diesem Ausführungsbeispiel wirkt die Vorschubhebelbaugruppe wahlweise mit der Vorschubspindelbaugruppe zusammen, um die Vorschubspindel jedesmal ein gewünschtes Stück zu drehen, wenn die Vorschubhebelbaugruppe durch Drehbewegung des Basiselements in Gang gebracht wird. Die Vorschubspindel ist drehbar mit der Schneidwerkzeughalterbaugruppe verbunden, so dass Drehung der Vorschubspindel die Schneidwerkzeughalterbaugruppe in einer linear radialen Richtung antreibt.

Gemäß noch einem anderen Ausführungsbeispiel besitzt das Abdrehwerkzeug mindestens einen Vorschubhebelaktuator, welcher auf dem Werkzeuggehäuse montiert ist. Der Vorschubhebelaktuator ist positioniert, um die Vorschubhebelbaugruppe durch Kontaktierung des Vorschubhebels während einer Drehbewegung des Basiselements zu betätigen und den Vorschubhebel zu veranlassen, einen vorbestimmten Umfang zu drehen.

Andere Ausführungsbeispiele und die Details der Erfindung werden nach Durchsicht der folgenden detaillierten Beschreibung klar werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Um die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung noch genauer zu erklären, werden die folgenden bevorzugten Ausführungsbeispiele eines portablen Einpunkt-Abdrehwerkzeugs nur als Beispiele ohne jeglichen einschränkenden Charakter mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Abdrehwerkzeugs gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;

2 eine Seitenansicht eines Abdrehwerkzeugs gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist, welches montiert an einem Rohrende gezeigt ist;

3 eine Frontansicht eines Abdrehwerkzeugs gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;

4 eine explodierte perspektivische Ansicht des Abdrehwerkzeugs gemäß 1 ohne den Spindel- und Antriebsteilen ist;

5 eine vergrößerte perspektivische Ansicht einer Verfolgerplattenanordnung und eines Schneidwerkzeughalters gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;

6 ein schematisches Diagramm ist, welches die Positionierung und Bewegung der Verfolgerplattenanordnung in Bezug auf die Schneidwerkzeughalterbaugruppe gemäß 5 darstellt;

7 eine perspektivische Ansicht einer Vorschubhebelanordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;

8 eine perspektivische Ansicht eines Teils der Vorschubhebelanordnung gemäß 7 mit einem Antriebszahnrad, einer Vorschubwelle und einem Rückschubzahnrad ist;

9 eine Schnittansicht der Vorschubhebelanordnung gemäß 7 ist, welche auf ein Abdrehwerkzeug gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung montiert ist; und

9a eine Detailansicht des in 9 gezeigten Kugelsperrmechanismus ist.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungbeispiele

1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines portablen Einpunkt-Abdrehwerkzeugs 10 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Abdrehwerkzeug 10 umfasst ein Werkzeuggehäuse 12, welches angeordnet ist, um ein Basiselement 14 zur Drehung um eine Rotationsachse 16 zu stützen. Basiselement 14 ist wie dargestellt radial gestreckt und kann auf dem Werkzeuggehäuse 12 durch jede geeignete Einrichtung montiert werden. Typischerweise ist ein Werkzeugantriebsmechanismus 18 angeordnet, um das Basiselement 14 um die Drehachse 16 relativ zum Werkzeuggehäuse 12 zu drehen. Unterschiedliche Werkzeugantriebsmechanismen sind in der Technik bekannt und es ist keine weitere Beschreibung davon notwendig. Ein Beispiel eines solche Werkzeugantriebsmechanismus ist in U.S. Patent No. 4,665,782 offenbart, welches nachstehend durch Bezugnahme in seiner Gesamtheit einbezogen ist.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Abdrehwerkzeug 10 mit einer mit einem Werkstück zusammenwirkenden Spindel 20 verbunden. Spindel 20 ist von dem gegenüberliegenden Ende des Abdrehwerkzeugs 10 aus durch einen Spindelknopf 22 manuell betriebsfähig, um ein Zusammenwirken der Spindel 20 mit einem hohlen, ringförmigen Werkstück, beispielsweise einem Rohr 24 wie in 2 gezeigt, zu bewirken. Solche Spindeln sind in der Technik bekannt und jede geeignete Spindeleinrichtung kann in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Deshalb ist keine weitere Beschreibung davon vorgesehen. Während das Abdrehwerkzeug 10 mit der Spindel 20 gezeigt ist, wird verstanden werden, dass das Abdrehwerkzeug 10 ohne einer Spindel funktionieren kann, wenn das Werkstück unabhängig in Bezug auf das Werkzeug gestützt wird.

Eine Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 und eine Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe 28 sind mit dem Basiselement 14 verbunden und werden dadurch getragen. Ein Schneidwerkzeug 30 wird durch einen Schneidwerkzeughalter 32 gehalten, welcher einen Teil der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 bildet. Die Schneid- werkzeugvorschubbaugruppe 28 ist wie nachstehend beschrieben werden wird angeordnet, um gleichzeitig die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 in einer linear radialen Richtung und den Schneidwerkezughalter 32 in einer linear axialen Richtung in Bezug auf die Rotationsachse 16 anzutreiben.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besitzt die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe 28 eine Vorschubspindelbaugruppe 34 und eine Vorschubhebelbaugruppe 36. Außerdem besitzt das Abdrehwerkzeug 10 vorzugsweise eine Verfolgerplattenanordnung 38, welche auch durch das Basiselement 14 getragen wird. Eine explodierte perspektivische Ansicht der unterschiedlichen Anordnungen ist in 4 gezeigt.

Mit Bezug auf das in 4 gezeigte bevorzugte Ausführungsbeispiel besitzt das Basiselement 14 eine Frontfläche 40. Frontfläche 40 enthält vorzugsweise einen ersten Radialkanal 42 und einen zweiten Radialkanal 44. Der erste Radialkanal 42 ist angeordnet, um die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 aufzunehmen. Wie gezeigt enthält die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 vorzugsweise ein Gleitschienengegenstück 46, welches gleitbar in einem Paar Gleitschienen 48 montiert ist, die im ersten Radialkanal 42 montiert sind. Die Verfolgerplattenanordnung 38 besitzt vorzugsweise ein Kanalmontageteil 50, welches im zweiten Radialkanal 44 aufgenommen ist und wahlweise darin positionierbar ist.

Basiselement 14 besitzt auch eine innere versetzte Bohrung 52 (siehe 9), welche in den ersten Radialkanal 42 öffnet. Innerhalb der inneren versetzten Bohrung 52 aufgenommen ist Vorschubspindel 54, welche einen Teil der Vorschubspindelbaugruppe 34 bildet. Vorschubspindel 54 erstreckt sich in den ersten Radialkanal 42 und ist drehbar mit der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 verbunden, welche im ersten Radialkanal 42 montiert ist.

Wie in 4 und 9 gezeigt, besitzt die Vorschubspindelbaugruppe 34 die Vorschubspindel 54, ein Vorschubzahnrad 56 und eine Antriebshülse 58 mit Kerben 60, welche auf gegenüberliegenden Seiten geformt sind. Vorschubzahnrad 56 ist auf einem nahen Ende der Vorschubspindel 54 zur Drehung damit montiert, vorzugsweise über eine angeflanschte Buchse 62 oder Ähnliches. Die Antriebshülse 58 ist montiert, um das Vorschubzahnrad 56 zur Drehung damit zu bringen, vorzugsweise über einen Spannstift 64, welcher sich durch das Vorschubzahnrad 56 und die Antriebshülse 58 erstreckt. Ein Distalende 66 der Vorschubspindel 54 ist drehbar an einer Vorschubdruckplatte 68 montiert. Die Vorschubdruckplatte 68 ist am Basiselement 14 an einem geöffneten Ende des ersten Radialkanals 42 zur Aufnahme des Distalendes 66 der Vorschubspindel 54 montiert. Die Vorschubdruckplatte 68 kann am Basiselement 14 durch eine oder mehrere Druckplattenschrauben 70 oder jede andere geeignete Einrichtung montiert werden.

Nun bezugnehmend auf 4 und 5 sind die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 und die Verfolgerplattenanordnung 38 separat bzw. montiert gezeigt. Die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 umfasst einen Hauptmasseteil 72, welcher eine Bohrung 74 zur Aufnahme des Schneidwerkzeughalter 32 definiert. Der Schneidwerkzeughalter 32 ist gleitbar innerhalb der Bohrung 74 angeordnet, wobei sich Schneidwerkzeug 30 davon erstreckt. Ein länglicher Axialschlitz 76 ist auf einer Seite des Hauptmasseteils 72 geformt. Der Axialschlitz 76 ist fluchtend und öffnet in die Bohrung 74. Ein Nockenfolger 78 ist mit dem Schneidwerkzeughalter 32 verbunden und erstreckt sich durch den Axialschlitz 76 hindurch, um davon herauszuragen.

Es wird verstanden werden, dass die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 einige Einrichtungen besitzt, um mit der Vorschubspindel 54 zusammenzuwirken. Beispielsweise kann die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 eine eingezogene Axialbohrung angrenzend an einem Gleitschienengegenstück 46 besitzen oder kann eine mit dem Hauptmasseteil 72 verbundene Vorschubmutter besitzen, von denen keine in den Zeichnungen dargestellt ist. Alles was erforderlich ist, ist natürlich, dass die Schneidwerkzeughalterbaugruppe mit der Vorschubspindel 54 so verbunden ist, dass eine Drehung der Vorschubspindel 54 die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 bewirkt, sich radial im ersten Radialkanal 42 zu bewegen und den Schneidwerkzeughalter 32 bewirkt, sich axial in der Bohrung 74 zu bewegen. Die gezeigte Verfolgerplattenanordnung 38 ist der bevorzugte Weg, die Drehbewegung der Vorschubspindel 54 in Axialbewegung des Schneidwerkzeughalters 32 zu übertragen. Natürlich kann jede andere geeignete Einrichtung, beispielsweise ein einfaches Getriebe, verwendet werden.

Die Bohrung 74 und der längliche Axialschlitz 76 sind im Hauptmasseteil 72 der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 so gebildet, dass wenn die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 am Basiselement 14 montiert wird, die Bohrung 74 und der Axialschlitz 76 in einer Axialrichtung relativ zur Rotationsachse 16 ausgerichtet werden.

Wie in 4 und 5 gezeigt besitzt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Verfolgerplattenanordnung 38 eine Verfolgerplatte 80 und eine Winkelauswahlplatte 82. Vorzugsweise ist die Verfolgerplatte 80 mit der Winkelauswahlplatte 82 durch einen Zapfen 84 verbunden. In dem gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein Winkelauswahlblock 86 an der Verfolgerplatte 80 montiert. Ein Winkelauswahlblock 86 trägt mit sich einen Winkelauswahlstift 88, welcher wahlweise mit einer Vielzahl von Winkelauswahllöchern 90 zusammenwirkt, welche in der Winkelauswahlplatte 82 gebildet sind.

Ein länglicher Verfolgerschlitz 92 ist auf einer Seite der Verfolgerplatte 80 gebildet. Der Verfolgerschlitz 92 ist angeordnet, um einen Teil des Nockenfolger 78 aufzunehmen, welcher aus dem Axialschlitz 76 herausragt, wenn die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 und die Verfolgerplattenanordnung 38 am Basiselement 14 zusammengebaut und montiert sind. Der relative Winkel zwischen Verfolgerschlitz 92 und Axialschlitz 76, und somit der Abkantwinkel, den das Abdrehwerkzeug schneiden wird, kann durch Schwenken der Verfolgerplatte 80 relativ zur Winkelauswahlplatte 82 und Auswählen eines gewünschten Winkels, durch Zusammenwirken eines der Vielzahl von Winkelauswahllöchern 90 mit dem Winkelauswahlstift 88, variiert werden. 6 stellt schematisch die Anpassung des relativen Winkels zwischen dem Verfolgerschlitz 92 und dem Axialschlitz 76 dar. Im gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel kann ein Griffstück 94 an der Verfolgerplatte 80 bereitgestellt werden, um das Schwenken der Verfolgerplatte 80 relativ zur Winkelauswahlplatte 82 zu vereinfachen.

Nun auf 7 bis 9 bezugnehmend ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Vorschubhebelbaugruppe 36 sowohl getrennt von als auch montiert an dem Basiselement 14 gezeigt. Die Vorschubhebelbaugruppe 36 umfasst einen Hauptteil 96 mit einer zentralen Bohrung 98 zur Aufnahme einer Vorschubwelle 100 einer Vorschubwellenbaugruppe 102. Die Vorschubwellenbaugruppe 102 besitzt die Vorschubwelle 100, einen Vorschubknopf 104 und einen Vorschubstift 106. Der Vorschubstift 106 ist an einem nahen Ende der Vorschubwelle 100 gesichert und ragt radial davon heraus. Der Vorschubknopf 104 ist mit einem Distalende der Vorschubwelle 100 verbunden, beispielsweise durch eine Vorschubknopfschraube 108.

Nahe dem Distalende der Vorschubwelle 100 ist ein Rückschubzahnrad 110 montiert, welches mit der Drehung der Vorschubwelle 100 dreht: Wie in 9 gezeigt, sind das Rückschubzahnrad 110 und die Vorschubhebelbaugruppe 36 vorzugsweise tragend am Basiselement 14 montiert. Auch der Hauptteil 96 der Vorschubhebelbaugruppe 36 ist vorzugsweise drehbar innerhalb einer Druckplatte 112 montiert. Die Druckplatte 112 ist vorzugsweise am Basiselement 14 gesichert, beispielsweise durch eine Vielzahl von Verschlussschrauben 114.

Der Hauptteil 96 bildet einen Vorschubhebelkörper und besitzt einen Vorschubhebelarm 116, welcher schwenkbar damit verbunden ist, um einen Vorschubhebel zu bilden. Die Schwenkverbindung zwischen dem Vorschubhebelarm 116 und dem Hauptteil 96 ist durch ein Trenngelenk 118 gebildet: Das Trenngelenk 118 umfasst vorzugsweise eine Drehschraube 120, welche sich durch einen Teil des Vorschubhebelarms 116 erstreckt und ist an einem Teil des Vorschubhebelhauptteils 96 durch einen Trenngelenkstift 122 gesichert. Vorzugsweise sind eine oder mehrere Belleville (konische Druckfeder)-Scheiben 121 zwischen der Drehschraube 120 und dem Vorschubhebelarm 116 montiert. Das innere Ende des Vorschubhebelarms 116 ist mit einer Nut (nicht gezeigt) bereitgestellt, welche einen Teil des Trenngelenkstifts 122 aufnimmt. Somit ist der Vorschubhebelarm 116 mit dem Gelenk 118 durch den Stift 122 so verbunden, dass sich der Hebelarm 116 und das Gelenk 118 zusammen als eine Einheit bewegen, welche vorgesehen ist, dass die Kraft der Belleville-Scheiben 121 nicht durch ein Übermaß an Kraft überwältigt wird, welche auf den Vorschubhebelarm 116 angewandt wird. Wenn der Vorschubhebelarm 116 auf eine der übermäßigen Kraft widerstehende Bewegung trifft, wird er dazu neigen, sich relativ zum Gelenk 118 durch Verformen der Belleville-Scheibe 121 axial entlang der Drehschraube 120 zu bewegen, um den Stift 122 außer Kraft zu setzen und um die Schraube 120 zu schwenken. Das wird den Hebelarm 116 schief relativ zum Gelenk 118 lassen, so dass er nicht mit dem Vorschubhebelaktuator 146 zusammenwirken wird und keine Vorschubbewegung des Schneidwerkzeugs 30 erfolgen wird.

In dem gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel besitzt der Hauptteil 96 einen Weitenanzeiger 124 und die Druckplatte 112 besitzt eine entsprechende Reihe von Weitenstufenanzeigern 126 auf einer ihrer Flächen. Die Druckplatte 112 besitzt vorzugsweise auch einen Anschlagklotz 128, welcher damit gebildet ist. In dem gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel sind eine erste Anschlagschraube 130 und eine zweite Anschlagschraube 132 am Anschlagklotz 128 montiert und erstrecken sich davon in einer einstellbaren Weise. Anschlagklotz 128 ist passend an der Druckplatte 112 relativ zum Vorschubhebelarm 116 und Vorschubhebelkörper 96 angeordnet, so dass erste und zweite Anschlagschrauben 130, 132 als Vorschubrate funktionieren, wobei die Schrauben durch Begrenzen der Drehung des Vorschubhebelkörpers 96 gesperret und angepasst werden.

Wie in 9 gezeigt besitzt die Vorschubhebelbaugruppe 36 vorzugsweise eine Einwärts-Vorschub-Kupplung 134 und eine Auswärts-Vorschub-Kupplung 136. Sowohl die Einwärts-Vorschub-Kupplung 134 als auch die Auswärts-Vorschub-Kupplung 136 sind Einweg-Kupplungen, welche eine nach der anderen mit der Vorschubwelle 100 zusammenwirken, abhängig von der Position der Vorschubwelle 100, wie nachstehend beschrieben werden wird.

Wie in 4 und 9 gezeigt ist eine Antriebszahnradbaugruppe 138 in dem Basiselement 14 montiert. Die Antriebszahnradbaugruppe 138 besitzt ein Antriebszahnrad 140, welches drehbar an einem Passstift 142 montiert ist, welcher mit einem Antriebszahnradstecker 144 verbunden ist. Die Antriebszahnradbaugruppe 138 besitzt vorzugsweise auch eine Flanschbuchse 146, welche zwischen Antriebszahnrad 140 und Antriebszahnradstecker 144 montiert ist. Das Antriebszahnrad 140 wirkt, wenn es im Basiselement 14 eingebaut ist, sowohl mit den Vorschub- als auch mit dem Rückschub-Zahnrädern 56, 110 zusammen. Antriebszahnrad 140 ist andernfalls in beide Richtung frei drehbar.

Nachdem die bevorzugten Ausführungsbeispiele der unterschiedlichen Baugruppen eines portablen Einpunkt-Abdrehwerkzeugs gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben wurden, werden die Merkmale und Vorteile ihres Arbeitens beschrieben werden.

Wie oben erwähnt ist der Werkzeugantriebsmechanismus 18 angeordnet, um das Basiselement 14 um die Rotationsachse 16 zu drehen. Rohr 24, oder ein anderes Werkstück, wirkt mit Spindel 20 zusammen, um das Werkzeug relativ zum Rohr abzustützen. Das Rohr 24 und das Werkzeug sind durch die Spindel 20 verbunden, während das Basiselement 14, welches das Schneidwerkzeug 30 trägt, um die Rotationsachse 16 durch den Antriebsmechanismus 18 gedreht wird.

Wie in 2 gezeigt ist die Verfolgerplattenanordnung 38 innerhalb des zweiten Radialkanals 44 zu einer passenden Position bewegt, abhängig von der Größe des Werkstücks, und dann am Basiselement 14 an dieser Position gesichert. Ein gewünschter Abkantwinkel wird durch Schwenken der Verfolgerplatte 80 relativ zur Winkelauswahlplatte 82 und Eingreifen des Winkelauswahlstifts 88 in einem gewünschten Winkelauswahlloch 90 ausgewählt. Vorzugsweise ist der Winkel zwischen dem Verfolgerschlitz 92 und dem Axialschlitz 76 von 0° bis 45° einstellbar. Natürlich ist jeder gewünschte Einstellbereich möglich.

Die Position der Vorschubwelle 100 ist zwischen einer von drei Positionen eingestellt: Einwärts-Vorschub, Neutral und Auswärts-Vorschub. Bezugnehmend auf 9 ist die Vorschubwelle 100 in der Einwärts-Vorschub-Position gezeigt, in welcher sich die Vorschubwelle 100 im Basiselement 14 am weitesten weg erstreckt, so dass der Vorschubstift 106 mit den Kerben 60 an der Antriebshülse 58 zusammenwirkt. Die Neutral-Position der Vorschubwelle 100 positioniert den Vorschubstift 106 in dem Raum zwischen der Antriebshülse 58 und dem Rückschubzahnrad 110, so dass der Vorschubstift 106 frei innerhalb dieses Raums dreht. Die Auswäns-Vorschub-Position der Vorschubwelle 100 positioniert den Vorschubstift 106, um mit dem Rückschubzahnrad zusammenzuwirken.

Die Vorschubwelle 100 besitzt drei Nuten oder Vertiefungen 148a, 148b und 148c. Diese Vertiefungen 148ac wirken wahlweise mit einer Kugelsperre 150 zusammen, wenn die Vorschubwelle 100 zwischen den drei Positionen eingerichtet ist. Somit wirken die Vertiefungen 148a, 148b und 148c mit der Kugelsperre 150 zusammen, um die Vorschubwelle 100 in den Einwärts-Vorschub, Neutral- und Auswärts-Vorschub-Positionen zu positionieren bzw. zu halten.

Wie in 9A gezeigt besitzt die Kugelsperre 150 eine Kugel 150, welche gegen die Vorschubwelle 100 durch eine Sperrfeder 154 vorgespannt ist. Die Kugelsperre 150 besitzt vorzugsweise auch einen eingezogenen Deckel 156 mit einem Schlitz 158, um mit einem Schraubenzieher (nicht gezeigt) zusammenzuwirken, welcher ein Ende der Sperrfeder 154 gegen die Kugel 150 drückt. Durch Ein- oder Ausschrauben des eingezogenen Deckels 156 kann die durch die Sperrfeder auf die Kugel 152 angewandte Vorspannkraft an einen gewünschten Betrag angepasst werden, um die Vorschubwelle 100 im Betrieb des Werkzeugs in Position zu halten.

Der Betrieb des Abdrehwerkzeugs 10 mit der Vorschubwelle 100, welche durch den Vorschubknopf 104 in die Einwärts-Vorschubposition geschoben wird, wird zuerst beschrieben werden.

Wenn das Basiselement 14 um die Rotationsachse 16 gedreht wird, wird der Vorschubhebelarm 116 mit einem Vorschubhebelaktuator 160 einmal bei jedem Umlauf des Basiselements 14 in Kontakt gebracht. Wie in 1 gezeigt ist der Vorschubhebelaktuator 160 an einem nicht drehenden Teil des Abdrehwerkzeugs 10 in solch einer Position montiert, dass der Vorschubhebelarm 116 damit in Kontakt kommt. Natürlich, obwohl nur ein Vorschubhebelaktuator gezeigt ist, können mehr als einer verwendet werden, wenn es gewünscht ist, den Vorschubhebelarm 116 mehr als einmal pro Drehung des Basiselements 14 auszulösen.

Wenn der Vorschubhebelarm 116 durch den Vorschubhebelaktuator 160 ausgelöst ist, dreht er die Vorschubwelle 100 einen vorbestimmten Wert, beispielsweise bestimmt durch die ersten und die zweiten Anschlagschrauben 130, 132, wobei ein Weitenanzeiger 124 und ein Weitenstufenanzeiger 126 verwendet werden. Die stufenweise Drehung der Vorschubwelle 100 dreht die Vorschubspindel 54 schrittweise über den Vorschubstift 106 und die Antriebshülse 58.

Die schrittweise Drehung der Vorschubspindel 54 treibt die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 radial in Richtung auf die Rotationsachse 16 an. Die schrittweise Bewegung der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 bewegt den Nockenfolger 78 relativ zur Verfolgerplatte 80.

Da die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 und der Nockenfolger 78 schrittweise radial bewegt werden, ist der Nockenfolger 78 somit gezwungen, sich axial zu bewegen, ebenso durch die Verfolgerplatte 80. Das bewirkt den Schneidwerkzeughalter 32 und das Schneidwerkzeug 30 sich sowohl radial wie auch axial eine vorbestimmte Distanz mit jeder schrittweisen Drehung der Vorschubspindel 54 zu bewegen. Diese Axial- und Radialbewegung des Schneidwerkzeugs 30 führt zu einer abgekanteten Oberfläche, welche am Rohr 24 gemäß dem gewünschten, abgekanteten Winkel abgeschnitten wird, der ausgewählt wird. Mit anderen Worten, während das Basiselement 14 um die Rotationsachse 16 gedreht wird, wird das Schneidwerkzeug 30 um die Rotationsachse 16 entlang des Rohrs 24 gedreht und wird schrittweise sowohl axial als auch radial durch die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe 28 bewegt, um die gewünschte, abgekantete Oberfläche am Ende des Rohrs zu formen.

Wenn die Vorschubwelle 100 durch Ziehen des Vorschubknopfs 104 in der Auswärts-Vorschub-Position positioniert ist, damit die Vertiefung 148c mit der Kugelsperre 150 zusammenwirkt, wirkt der Vorschubstift 106 mit dem Rückschubzahnrad 110 zusammen. In diesem Fall, wenn der Vorschubhebelarm 116 den Vorschubhebelaktuator 160 kontaktiert, um die Vorschubwelle 100 schrittweise zu drehen, wird das Rückschubzahnrad 110 durch den Vorschubstift 106 gedreht. Das Rückschubzahnrad 110, welches mit dem Antriebszahnrad 140 zusammenwirkt, dreht das Antriebszahnrad 140. Das Antriebszahnrad 140, welches mit dem Vorschubzahnrad 56 zusammenwirkt, dreht somit das Vorschubzahnrad 56 in einer entgegengesetzten Drehrichtung relativ zur Drehrichtung des Rückschubzahnrads. Somit wird die Vorschubspindel 54 durch das Vorschubzahnrad 56 in entgegengesetzter Drehrichtung gedreht. Das bewirkt die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 schrittweise radial weg von der Rotationsachse 16 gedreht zu werden. Somit kann das Abdrehwerkzeug 10 mit der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 arbeiten, welche sich radial in beide Richtungen bewegt.

Wenn die Vorschubwelle 100 in der Neutral-Position durch den Vorschubknopf 104 positioniert ist, damit die Vertiefung 148b mit der Kugelsperre 150 zusammenwirkt, greift die Vorschubwelle 100 nicht ein und die Vorschubspindel 54 wird überhaupt nicht gedreht. Die Neutral-Position erlaubt somit eine Drehung des Basiselements 14 ohne die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe 28 anzutreiben.

Nachdem somit der Betrieb des Abdrehwerkzeugs 10 beschrieben wurde, wird das Ziel und die Funktion des Trenngelenks 118 klar. Das Trenngelenk 118 ist ausgebildet, um den Vorschubhebelarm 116 am Kontaktieren des Vorschubhebelaktuators 160 zu hindern, um Schaden an der Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 und der Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe 28 zu vermeiden. Wenn beispielsweise die Schneidwerkzeughalterbaugruppe 26 vorgesehen wäre, um die beiden Enden des ersten Radialkanals 42 innerhalb des Basiselements 14 zu erreichen, oder wenn der Nockenfolger 78 vorgesehen wäre, um die beide Enden des Axialschlitzes 76 oder des Verfolgerschlitzes 92 zu erreichen, würde Kontakt des Vorschubhebelarms 116 gegen den Vorschubhebelaktuator 160 den Arm 116 bewirken, den Trenngelenkstift 122 außer Kraft zu setzen, um dem Vorschubhebelarm 116 zu ermöglichen, um seine Drehschraube 120 zu drehen, so dass der Vorschubhebelarm 116 den Vorschubhebelaktuator 160 nicht länger auf Drehung des Basiselements 14 kontaktieren wird. Deshalb, wenn eine übermäßige Kraft auf den Vorschubhebelarm 116 angewandt wird, wird das Trenngelenk 118 die übermäßige Kraft daran hindern, auf die unterschiedlichen Baugruppen des Abdrehwerkzeugs übertragen zu werden.

Es ist auch möglich, Kontakt des Vorschubhebelarms 116 mit dem Vorschubhebelaktuator 160 zu vermeiden, indem der Vorschubhebelaktuator 160 in der Höhe einstellbar gemacht wird. Beispielsweise kann der Vorschubhebelaktuator 160 zwischen zwei Höheneinstellungen einstellbar sein, eine Einstellung, in der der Vorschubhebelarm 116 den Vorschubhebelaktuator 160 kontaktieren wird, und eine andere Einstellung, in der der Vorschubhebelarm 116 den Vorschubhebelaktuator 160 frei machen wird.

Die vorliegende Erfindung ist durch keine Einrichtung auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt, deckt aber im Gegensatz dazu alle Variationen ab, die durch Verwendung äquivalenter Funktionselemente oder Geräte verwirklicht werden könnten, die für einen Fachmann offensichtlich wären.


Anspruch[de]
  1. Ein portables Einpunkt-Abdrehwerkzeug, umfassend:

    ein Werkzeuggehäuse (12);

    ein Werkzeugantriebsmechanismus (18), welcher mit dem Gehäuse (12) verbunden ist;

    ein Basiselement (14), welches drehbar auf dem Gehäuse zur Drehbewegung um eine Rotationsachse (16) abgestützt ist und angeordnet ist, um durch den Werkzeugantriebsmechanismus (18) gedreht zu werden, wobei das Basiselement (14) ein Teil (40, 42, 44) besitzt, welches sich in einer allgemein radialen Richtung in Bezug auf die Rotationsachse (16) erstreckt;

    eine Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26), welche durch das Basiselementteil (40, 42, 44) getragen wird, wobei die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) einen Schneidwerkzeughalter (32) besitzt; und

    eine Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe (28), welche durch das Basiselement (14) getragen wird und welche angeordnet ist, um gleichzeitig die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) in einer linear radialen Richtung und den Schneidwerkzeughalter (32) in einer linear axialen Richtung in Bezug auf die Rotationsachse anzutreiben, wobei die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe (28) durch Drehbewegung des Basiselements (14) angetrieben wird,

    gekennzeichnet durch

    eine Verfolgerplattenanordnung (38), welche durch das Basiselementteil (40, 42, 44) getragen wird, wobei die Verfolgerplattenanordnung (38) eine Verfolgerplatte (80) mit einem Verfolgerschlitz (92) besitzt;

    ein Axialschlitz (76), welcher auf einer Seite der Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) geformt ist;

    ein mit dem Schneidwerkzeughalter (32) verbundener Nockenfolger (78), welcher sich derart durch den Axialschlitz (76) hindurch und in den Verfolgerschlitz (92) hinein erstreckt, dass Bewegung des Nockenfolgers (78) durch die Axial- und Verfolgerschlitze (76, 92) erzwungen wird, wobei der Schneidwerkzeughalter (32) in der linear axialen Richtung durch Bewegung des Nockenfolgers (78) innerhalb der Axial- und Verfolgerschlitze (76, 92) angetrieben wird, wenn die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) in der linear radialen Richtung angetrieben wird.
  2. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidwerkzeugvorschubbaugruppe (28) umfasst: eine Vorschubspindelbaugruppe (34) mit einer Vorschubspindel (54); und Vorschubhebelbaugruppe (36) mit einem Vorschubhebel, welcher durch Rotationsbewegung des Basiselements (14) betrieben wird, wobei die Vorschubhebelbaugruppe (36) wahlweise mit der Vorschubspindelbaugruppe (34) zusammenwirkt, um die Vorschubspindel (54), jedesmal wenn der Vorschubhebel (36) betätigt wird, ein gewünschtes Stück zu drehen; wobei die Vorschubspindel (54) drehbar mit der Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) verbunden ist, so dass Drehung der Vorschubspindel (54) die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) in einer linear radialen Richtung antreibt.
  3. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verfolgerschlitz (92) in einer Vielzahl von Winkeln bezüglich des Axialschlitzes (76) fest positionierbar ist.
  4. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfolgerplattenbaugruppe des weiteren umfasst:

    eine Winkelauswahlplatte (82), an welcher die Verfolgerplatte (80) drehbar befestigt ist, wobei die Verfolgerplatte (80) auf der Winkelauswahlplatte (82) fest positionierbar ist, wodurch der Verfolgerschlitz (92) in einer Vielzahl von Winkeln bezüglich des Axialschlitzes (76) fest positionierbar ist.
  5. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 4, des weiteren gekennzeichnet durch:

    eine Vielzahl von Winkelauswahllöchern (90), welche auf der Winkelauswahlplatte (82) geformt sind; und

    einen Winkelauswahlstift (88), welcher mit der Verfolgerplatte (80) verbunden ist, wobei der Winkelauswahlstift wahlweise mit der Vielzahl von Winkelauswahllöchern (90) zusammenwirken kann
  6. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfolgerplattenbaugruppe (38) verstellbar in einer radialen Richtung auf dem Basiselementteil (40, 42, 44) montierbar ist.
  7. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, des weiteren gekennzeichnet durch:

    einen radial angeordneten Montagekanal (44), welcher in dem Basiselementteil geformt ist; und

    ein Kanalmontageteil (50) auf der Verfolgerplattenbaugruppe, welches verstellbar innerhalb des Montagekanals (44) montierbar ist.
  8. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 1, des weiteren gekennzeichnet durch:

    einen radialen Kanal (42), welcher auf einer Vorderseite des Basiselementteils (40, 42, 44) geformt ist; und

    ein Paar Gleitschienen (48), welche an gegenüberliegenden Seiten des radialen Kanals (42) angeordnet sind;

    wobei die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) Gleitschienengegenstücke (46) besitzt, welche mit den Gleitschienen zusammenwirken, um die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) entlang der Vorderseite (40) des Basiselementteils in einer linearen radialen Richtung zu führen.
  9. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 2, des weiteren gekennzeichnet durch:

    einen radialen Kanal (42), welcher auf einer Vorderseite des Basiselementteils (40, 42, 44) geformt ist;

    ein Paar Gleitschienen (48), welche auf gegenüberliegenden Seiten des radialen Kanals (42) angeordnet sind; und

    eine innere versetzte Radialbohrung (52), welche in dem Basiselementteil geformt ist, wobei sich die Radialbohrung (52) in den radialen Kanal (42) öffnet und mindestens einen Teil der Vorschubspindelbaugruppe (54) auf nimmt;

    wobei die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) Gleitschienengegenstücke (46) besitzt, welche mit den Gleitschienen zusammenwirken, um die Schneidwerkzeughalterbaugruppe (26) entlang der Vorderseite (40) des Basiselementteils in der linearen radialen Richtung zu führen.
  10. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 2, des weiteren gekennzeichnet durch:

    mindestens einen Vorschubhebelaktuator (160), welcher auf dem Werkzeuggehäuse (12) montiert ist und positioniert ist, um die Vorschubhebelbaugruppe (36) durch Kontaktierung des Vorschubhebels (96, 116) während einer Drehbewegung des Basiselementteils (14) zu betätigen und den Vorschubhebel (96, 116) zu veranlassen, einen bestimmten Umfang zu drehen.
  11. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vorschubhebelaktuator (160) zwischen einer Vorschubhebelkontaktierungsposition und einer Vorschubhebel-Nicht-Kontaktierungsposition beweglich ist.
  12. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubhebelbaugruppe (36) des weiteren umfasst:

    mindestens eine Einweg-Kupplung (134), welche auf dem Vorschubhebel montiert ist;

    eine Vorschubwelle (100), welche durch den Vorschubhebel (96, 116) mittels der mindestens eine Einweg-Kupplung (134) angesteuert wird, um nur in einer ersten Richtung zu drehen; und ein Vorschubzahnrad, welches mit der Vorschubspindel der Vorschubspindelbaugruppe (54) verbunden ist, wobei das Vorschubzahnrad (56) mit der Vorschubwelle (100) so zusammenwirken kann, dass die Vorschubspindel (54) das gewünschte Stück dreht, jedesmal wenn der Vorschubhebel betätigt wird.
  13. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubhebelbaugruppe (36) des weiteren umfasst:

    ein Rückschubzahnrad (110), welches um die Vorschubwelle (100) herum montiert ist und dadurch wahlweise einstellbar ist;

    ein Antriebszahnrad (140), welches sowohl mit dem Vorschubzahnrad (56) als auch dem Rückschubzahnrad (100) zusammenwirkt; und

    einen Vorschubknopf (104), welcher mit der Vorschubwelle (100) verbunden ist und angeordnet ist, um die Vorschubwelle zwischen einer Vorschubposition und einer Rückschubposition radial zu bewegen, wobei die Vorschubposition eine Position ist, in welcher die Vorschubwelle (100) mit dem Vorschubzahnrad (56) zusammenwirkt, nur um die Vorschubspindel (54) in der ersten Richtung anzusteuern, wobei die Rückschubposition eine Position ist, in welcher die Vorschubwelle (100) mit dem Rückschubzahnrad (110) zusammenwirkt, nur um die Vorschubspindel (54) in einer zweiten, entgegengesetzten Richtung über das Antriebszahnrad (140) und das Vorschubzahnrad (56) anzusteuern.
  14. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubhebel des weiteren umfasst:

    einen Vorschubhebelkörper (96);

    einen Vorschubhebelarm (116); und

    eine Gelenkanordnung (118, 122), welche den Vorschubhebelarm (116) mit dem Vorschubhebelkörper (96) verbindet, wobei die Gelenkanordnung (118) einen bestimmten Widerstand gegenüber einer Relativbewegung zwischen dem Vorschubhebelarm (116) und dem Vorschubhebelkörper (96) vorsieht, so dass der Vorschubhebelarm (116) relativ zu dem Vorschubhebelkörper (96) in eine Vorschubhebelaktuator (160)-Nicht-Kontaktierungsposition drehen kann, wenn eine übermäßige Kraft auf den Vorschubhebelarm (116) durch den Vorschubhebelaktuator (160) aufgebracht wird.
  15. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkanordnung umfasst:

    eine Drehschraube (120), welche mit dem Vorschubhebelkörper (96) verbunden ist und um welche der Vorschubhebelarm (116) drehbar ist;

    einen Gelenkstift (122), welcher lösbar mit dem Vorschubhebelkörper (96) und dem Vorschubhebelarm (116) verbunden ist, um einen bestimmten Widerstand gegen Bewegung zwischen dem Vorschubhebelarm (116) und dem Vorschubhebelkörper (96) bereit zu stellen; und

    mindestens eine Druckfeder (121), welche zwischen der Drehschraube (120) und dem Vorschubhebelarm (116) gehalten wird, die den Vorschubhebelarm gegen den Gelenkstift (122) spannt;

    wobei die Rückschlagkraft des Vorschubhebelarms (116), welche ausreichend ist, um den Vorschubhebelarm (116) über den Gelenkstift (122) gegen die Vorspannung der Druckfeder (121) anzutreiben, es dem Vorschubhebelarm (116) erlaubt, relativ zu dem Vorschubhebelkörper (96) verschoben zu werden.
  16. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubhebelbaugruppe (36) des weiteren umfasst:

    einen nicht drehenden Anschlagklotz (128);

    eine erste Anschlagschraube (130), welche einstellbar an dem Anschlagklotz (128) montiert ist, um Drehung des Vorschubhebelarms (116) in einer ersten Richtung zu begrenzen; und

    eine zweite Anschlagschraube (132), welche einstellbar an dem Anschlagklotz (128) montiert ist, um Drehung des Vorschubhebelarms (116) in einer zweiten, entgegengesetzten Richtung zu begrenzen, wobei die erste und zweite Anschlagschraube (130, 132) eingestellt sind, um eine Weite des Vorschubhebels auszuwählen und dabei eine Vorschubrate der Vorschubspindel (54) auszuwählen.
  17. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubhebelbaugruppe (36) des weiteren umfasst:

    eine nicht drehende Druckplatte (112), auf welcher der Anschlagklotz (128) montiert ist;

    einen Weitenanzeiger (124), welcher auf dem Vorschubhebel (96) angeordnet ist; und

    eine Reihe entsprechender Weitenstufenanzeiger (126), welche auf der Druckplatte angeordnet sind.
  18. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 13, des weiteren umfassend:

    eine Kugelsperre (150), welche in dem Basiselementteil (14) in Kontakt mit der Vorschubwelle (100) montiert ist; und

    mindestens zwei auf der Vorschubwelle geformte Vertiefungen (148a, b, c), welche wahlweise mit der Kugelsperre (150) zusammenwirken können, um die Vorschubwelle (100) in der Vorschubposition bzw. der Rückschubposition zu positionieren und zu halten.
  19. Das portable Einpunkt-Abdrehwerkzeug gemäß Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelsperre (150) eine Sperrfeder (154) besitzt, deren Vorspannkraft einstellbar ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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