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Dokumentenidentifikation DE202004008374U1 14.10.2004
Titel Isolierplatte
Anmelder Hammer, Werner, 76889 Gleiszellen-Gleishorbach, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Aktenzeichen 202004008374
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.10.2004
Registration date 09.09.2004
Application date from patent application 26.05.2004
IPC-Hauptklasse E04B 1/80

Beschreibung[de]

Zur Außenisolierung von Gebäudewänden werden in großem Umfang aus ausgeschäumtem Kunststoff, insbesondere Polystyrol, bestehende Isolierplatten verwendet. Diese werden ganz- oder teilflächig mit einem geeigneten Kleber beschichtet und an die Gebäudewand gedrückt. Gegebenenfalls werden die Isolierplatten zusätzlich noch mit Schlagdübeln befestigt, insbesondere wenn schon ein Verputz aufgebracht war.

Der Vorteil dieser aufgeschäumten Kunststoffplatten ist ihre hohe Isolierfähigkeit und ihr geringes Gewicht. Nachteilig ist jedoch, dass sie undurchlässig für Wasser und Dampf sind. Dadurch verhindern sie, dass vom Gebäudeinneren in die Gebäudewand eindringende Feuchtigkeit abgeführt werden kann. Bei dieser Art der Isolierung werden daher häufig Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung beobachtet. Das ist äußerst unbefriedigend.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Isolierplatte anzugeben, die derartige Schäden zu vermeiden hilft.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Isolierplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Isolierplatte ist, dass sie mit ihren Abstandsfüßen sozusagen nur Punktkontakt mit der Gebäudewand hat. Die Berührungsfläche wird lediglich so groß gewählt, dass der Kleber eine ausreichende Haftkraft entwickeln kann bzw. die Platte dem Winddruck standhalten kann. Zwischen den Abstandsfüßen besteht ein ausreichender Abstand zur Gebäudewand, so dass diese hinterlüftet wird. Dank der Hinterlüftung kann Feuchtigkeit aus der Gebäudewand abgeführt werden, die Gebäudewand bleibt trocken, Feuchteschäden und Schimmelbildung bleiben aus.

Im einfachsten Fall sind die Abstandsfüße mit der Isolierplatte einstückig hergestellt. In diesem Fall haben die Füße alle die gleiche Höhe.

Soll die erfindungsgemäße Isolierplatte bei der nachträglichen Isolierung von Gebäudewänden eingesetzt werden, so empfiehlt sich, auf die Abstandsfüße auf der Baustelle Distanzscheiben aufzukleben und dazu Distanzscheiben unterschiedlicher Höhe zu verwenden. Dadurch können Unregelmäßigkeiten der Gebäudewände ausgeglichen werden.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind auf der den Abstandsfüßen gegenüberliegenden Oberfläche der Isolierplatte Markierungen, beispielsweise in Form von Vertiefungen vorgesehen, die die Lage der Abstandsfüße sowie deren Mittelpunkt kennzeichnen. Auch Farbmarken sind gut geeignet. Mit Hilfe dieser Markierungen kann der Handwerker die zur Befestigung der Isolierplatten verwendeten Schlagdübel genau durch die Abstandsfüße vortreiben.

Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form eines Ausführungsbeispiels erläutert werden.

Die 1 und 2 zeigen die Unterseite bzw. Oberseite einer aus aufgeschäumtem Kunststoff, beispielsweise Polystyrol oder Polyurethan, bestehenden Isolierplatte 1 für die Außenisolierung von Gebäudewänden. Auf der in 1 dargestellten, der Gebäudewand zugewandten Oberfläche der Isolierplatte 1 sind Abstandsfüße 2 angebracht. Deren Zahl ist von der Größe bzw. Stärke der Isolierplatte 1, aber auch vom Querschnitt der Abstandsfüße 2 abhängig. Auf jeden Fall muss die Fläche der Abstandsfüße so groß sein, dass die Isolierplatte 1 ausreichend fest an der Gebäudewand haftet und dem Winddruck gegen Durchbiegung standhält.

Der Querschnitt der Abstandsfüße 2 kann wie in der Zeichnung dargestellt viereckig sein. Andere Querschnittsformen, beispielsweise rund, sind ebenfalls möglich.

2 zeigt die Oberseite der Isolierplatte 1. Hier sind über den Abstandsfüßen 2 Markierungen 3 in Form von farbigen Markierungen angebracht. An diesen Markierungen 3 kann der Handwerker die Schlagdübel ansetzen, mit denen er die Isolierplatte 1 an der Gebäudewand andübelt.


Anspruch[de]
  1. Aus aufgeschäumtem Kunststoff bestehende Isolierplatte (1) für die Außenisolierung von Gebäudewänden, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Gebäudewand zugewandten Oberfläche Abstandsfüße (2) vorgesehen sind.
  2. Isolierplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der den Abstandsfüßen (2) gegenüberliegenden Oberfläche Vertiefungen oder Markierungen (3) angebracht sind.
  3. Isolierplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Abstandsfüße (2) Distanzstücke, die unterschiedliche Höhen besitzen, aufklebbar sind.
  4. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsfüße (2) einen viereckigen Querschnitt besitzen.
  5. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsfüße (2) einen runden Querschnitt besitzen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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