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Vorrichtung zur Wärmedämmung eines Balkons - Dokument DE202004010693U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004010693U1 14.10.2004
Titel Vorrichtung zur Wärmedämmung eines Balkons
Anmelder Wendlandt Balkonbau GmbH, 33106 Paderborn, DE
Vertreter Fiedler, Ostermann & Schneider Patentanwälte, 33106 Paderborn
DE-Aktenzeichen 202004010693
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.10.2004
Registration date 09.09.2004
Application date from patent application 07.07.2004
IPC-Hauptklasse E04B 1/00
IPC-Nebenklasse E04B 1/76   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Wärmedämmung eines nachträglich an ein Gebäude anbringbaren Balkons, wobei ein Boden des Balkons über eine Befestigungseinrichtung mit mehreren Befestigungselementen an einer Betondecke und/oder an einer Außenwand des Gebäudes befestigt ist.

Aus der DE 198 07 678 A1 ist eine Vorrichtung zur Befestigung eines nachträglich an ein Gebäude anbringbaren Balkons bekannt, wobei der Balkonboden mittels einer ein Winkeleisen aufweisenden Befestigungseinrichtung mit einer Betondecke des Gebäudes verbunden ist. Das Winkeleisen weist zwei Schenkel auf, wobei ein waagerechter Schenkel durch Verschraubung mit dem Balkonboden und ein senkrechter Schenkel mittels eines klebend in eine Bohrung der Betondecke eingefassten Ankers befestigt ist. Hierdurch ist eine stabile Befestigung des Balkons gewährleistet. Jedoch beschränken sich die Maßnahmen zur Vermeidung von unerwünschten Kältebrücken darin, dass die Außenwand des Gebäudes vertikale Dämmplatten aufweist. An den von der Außenwand nach außen hin freiliegenden Abschnitten der Befestigungseinrichtung sind keine Dämmmaßnahmen vorgesehen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Wärmedämmung eines nachträglich an einem Gebäude anbringbaren Balkons weiterzubilden, dass die Wärmeverluste weiter verringert werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente derart von einer Dämmung umgeben sind, dass die Befestigungseinrichtung nach außen hin im Wesentlichen durch die Dämmung abgedeckt ist.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass nicht nur die sich innerhalb der Außenwand erstreckenden Abschnitte der Befestigungseinrichtung, beispielsweise Anker, Schrauben etc., sondern auch die nach außen von der Außenwand abstehenden Abschnitte der Befestigungseinrichtung wärmegedämmt ausgebildet sind. Erfindungsgemäß sind insbesondere die nach außen hin abragenden Befestigungselemente mit einer Dämmung vollständig umgeben, so dass insbesondere eine ansonsten entstehenden Kältebrücke im Bereich der Befestigungseinrichtung weitgehend vermieden wird.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Befestigungseinrichtung als Befestigungselemente eine winkelförmige Konsole und eine Mehrzahl von Verschraubungen auf, wobei ein waagerechter Schenkel der Konsole durch Verschraubung mit einem Rahmenprofil aus einem Metallmaterial des Balkons verbunden ist. Ein vertikaler Schenkel der Konsole ist über Verschraubung mit einer Betondecke des Gebäudes kraftschlüssig verbunden. Hierdurch ist eine feste und sichere Verbindung des Balkons an dem Gebäude gewährleistet. Eine Unterseite des Rahmenprofils dient als Anlagefläche für einen druckfesten Dämmabschnitt eines Dämmelementes. Ein weiterer dauerhaft wasserabweisender Dämmabschnitt ist im Wesentlichen unterhalb des waagerechten Schenkels der Konsole angeordnet, so dass der waagerechte Schenkel der Konsole und die demselben zugeordnete Verschraubung vollständig von dem Dämmelement umgeben bzw. nach außen hin abgedeckt ist. Der druckfeste Dämmabschnitt ist aus einem Polyamid-Material hergestellt, während der dauerhaft wasserabweisende Dämmabschnitt aus einem Styropor-Material besteht. Hierdurch kann eine an die mechanischen Anforderungen des waagerechten Schenkels der Konsole angepasste Wärmedämmung gewährleistet werden.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf einen nachträglich an einem Gebäude angebrachten Balkon und

2 einen teilweisen Vertikalschnitt des Balkons im Befestigungsbereich desselben an der Außenwand.

Ein Balkon 1 besteht im Wesentlichen aus einem rechteckförmigen Rahmenprofil 2 aus einem Metallmaterial und einem von dem Rahmenprofil 2 umgebenen Balkonboden 3. Der Balkonboden 3 kann beispielsweise als Belag eine Betonwerksteinplatte mit Edelstahlbewährung aufweisen. Wie aus 1 zu ersehen ist, kann sich zwischen dem Rahmenprofil 2 und einer Schwelle 4 eines Türrahmens 5 ein Gitterrost 6 erstrecken zum Ablauf von Regenwasser entlang eines in das Rahmenprofil 2 integrierten Wasserableitungskanals 7. Bei entsprechender Neigung des Wasserableitungskanals 7 kann das Regenwasser dann über in pfeilerförmigen Balkonstützen 8 integrierte Rohre zu einem Kiesbett am Boden weitergeleitet werden. Die Balkonstützen 8 sind auf einer einer Außenwand 9 des Gebäudes abgewandten Längsseite des Rahmenprofils 2 mit denselben verschweißt und in vertikaler Richtung angeordnet. Sie ermöglichen zusammen mit einer im Bereich der Außenwand 9 angeordneten Befestigungseinrichtung 10 das nachträgliche Anbringen des Balkons 1 an das Gebäude.

Die Befestigungseinrichtung 10 weist eine Mehrzahl von Befestigungselementen auf, wobei entlang der der Außenwand 9 zugewandten Längsseite des Rahmenprofils 2 zwei beabstandet zueinander angeordnete winkelförmige Konsolen 11 vorgesehen sind. Wie besser aus 2 zu ersehen ist, weist die winkelförmige Konsole einen waagerechten Schenkel 12 auf, der mit einem äußeren Abschnitt 13 aus der Außenwand 9 abragt.

Die Außenwand 9 besteht zum einen aus einem Mauerwerk 14, an das sich nach außen hin eine Mehrzahl von Dämmplatten 15 (Dämmung) aus einem Styropor-Material als wärmebrückenfreie Dämmschicht anschließt. Die Dämmplatten 15 können stufig und dicht anstoßend vollständig in vertikaler Richtung verlaufen. Außenseitig kann sich an die Dämmplatten 15 eine nicht dargestellte Putzschicht anschließen.

Der äußere Abschnitt 13 des waagerechten Schenkels 12 weist eine Bohrung auf, in die eine Rohrhülse 16 aus einem Kunststoffmaterial eingesetzt ist. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem waagerechten Schenkel 12 und dem Rahmenprofil 2 erfolgt durch eine Verschraubung 17, wobei die Schraube 17 mit ihrem Schaft in die Rohrhülse 16 sowie eine Bohrung einer Unterseite 18 des Rahmenprofils 2 eingreift. Ein Kopf der Schraube 17 liegt über einer Unterlegscheibe 19 aus einem Kunststoffmaterial an einer Unterseite des waagerechten Schenkels 12 an.

Zur Wärmedämmung ist sowohl der äußere Abschnitt 13 des waagerechten Schenkels 12 als auch die Schraube 17 von einem Dämmelement 20 umgeben. Das Dämmelement 20 besteht zum einen aus einem druckfesten Dämmabschnitt 21, der sich als Platte in einem Bereich zwischen der Unterseite 18 des Rahmenprofils 2 und des freien Abschnitt 13 des waagerechten Schenkels 12 erstreckt. Der druckfeste Dämmabschnitt 21 wird durch die Verschraubung 17 in vertikaler Richtung verpresst, so dass ein dichter Abschluss des waagerechten Schenkels 12 gewährleistet ist. Der plattenförmige Dämmabschnitt 21 erstreckt sich vollständig oberhalb des waagerechten Schenkels 12 unter Anlage einer Stirnseite an einer Außenseite der Außenwand 9. Der Dämmabschnitt 21 ist aus einem Reaktionsharz oder Polymer hergestellt. Vorzugsweise ist der Dämmabschnitt 21 aus einem Polyamid-Material hergestellt. Der Dämmabschnitt 21 weist eine zu der Bohrung des waagerechten Schenkels 12 und der Bohrung der Unterseite des Rahmenprofils 2 fluchtende Bohrung für das Eingreifen der Schraube 17 auf.

Der druckfeste Dämmabschnitt 21 ragt in horizontaler Richtung weiter von der Außenwand 9 ab als der waagerechte Schenkel 12 und bietet die Möglichkeit, dass ein zweiter Dämmabschnitt 22 mit einem kurzen Schenkel 23 unmittelbar an einer Unterseite des druckfesten Dämmabschnitts 21 zur Anlage kommen kann. Der zweite Dämmabschnitt 22 ist als ein dauerhaft wasserabweisender Dämmabschnitt aus einem Styropor-Material hergestellt und deckt den äußeren Abschnitt 13 des waagerechten Schenkels 12 sowie die Schraube 17 im Wesentlichen nach unten hin ab. Ein Endabschnitt des kurzen Schenkels 23 des zweiten Dämmabschnitts 22 deckt den waagerechten Schenkel 12 in seiner Erstreckungsrichtung ab. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine der Außenwand 9 zugewandte Stirnseite des zweiten Dämmabschnitts 22 in einer Ausnehmung der Dämmplatte 15 eingefasst und wird an den druckfesten Dämmabschnitt 21 durch Verklebung mit demselben verbunden. Der zweite Dämmabschnitt 21 ermöglicht eine hermetische Abdeckung des waagerechten Schenkels 12 der Konsole 11, wobei er zur optischen Verschönerung mit einem Farbauftrag versehen werden kann.

Die aus einem Edelstahlmaterial gefertigte Konsole 11 weist weiterhin einen vertikalen Schenkel 24 auf, der sich im Wesentlichen auf einer Außenseite des Mauerwerks 14 erstreckt. Der vertikale Schenkel 24 wird durch die Dämmplatten 15 vollständig abgedeckt. Der vertikale Schenkel 24 wird durch eine Verschraubung 25 kraftschlüssig an einer Betondecke 26 des Gebäudes befestigt.

Als einstellbarer Abstandshalter 27 dient eine Stellschraube, die sich zwischen einem oberen Bereich des Rahmenprofils 2 und dem vertikalen Schenkel 24 erstreckt. Zu diesem Zweck weist die Dämmplatte 15 eine Bohrung 28 auf. Die Stellschraube 27 ermöglicht eine Ausrichtung des Rahmenprofils 2 zu dem tragenden Mauerwerk 14 bzw. zu dem vertikalen Schenkel 24 der Konsole 11 bei der Montage des Balkons.

An einer Oberseite des vertikalen Schenkels 24 schließt sich ein horizontaler Fortsatz 29 der Konsole 11 an, der über einen toleranzausgleichenden Verguss im Beton 30 auf einer Oberseite der Betondecke 26 zur Anlage kommt. Hierdurch wird eine eindeutige Lage der Konsole 11 im Verhältnis zu der Betondecke 26 eingestellt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine thermisch getrennte Balkonverankerung, wobei bei der Verankerung von Anbaubalkonen Kältebrücken reduziert werden. Der Anbaubalkon wird über eine Befestigungseinrichtung mit mehreren Befestigungselementen an einer Betondecke und/oder an einer Außenwand des Gebäudes befestigt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Wärmedämmung eines nachträglich an ein Gebäude anbringbaren Balkons, wobei ein Boden des Balkons über eine Befestigungseinrichtung mit mehreren Befestigungselementen an einer Betondecke und/oder an einer Außenwand des Gebäudes befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente derart von einer Dämmung (15, 20, 21, 22) umgeben sind, dass die Befestigungseinrichtung (10) nach außen hin im Wesentlichen durch die Dämmung (15, 20, 21, 22) abgedeckt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (10) als Befestigungselemente eine winkelförmige Konsole (11) und Verschraubungen (17, 25) aufweist, wobei mittels der Verschraubung (17) zum einen ein waagerechter Schenkel (12) der Konsole (11) mit einem Rahmenprofil (2) des Balkons (1) und zum anderen ein vertikaler Schenkel (24) der Konsole (11) mit der Betondecke (26? des Gebäudes verbunden ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Außenwand (9) abragender äußerer Abschnitt (13) der Konsole (11) vollständig von einem Dämmelement (20, 21, 22) der Dämmung umgeben ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämmelement (20) einen druckfesten Dämmabschnitt (21) aufweist, der sich im Wesentlichen zwischen dem waagerechten Schenkel (12) der Konsole (11) und einer Unterseite (18) des Rahmenprofils (2) erstreckt.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der druckfeste Dämmabschnitt (21) eine Bohrung aufweist zum Durchtritt der dem waagerechten Schenkel (12) der Konsole (11) zugeordneten Verschraubung (17).
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämmelement (20) einen dauerhaft wasserabweisenden Dämmabschnitt (22) aufweist, der den waagerechten Schenkel (12) der Konsole (11) auf einer dem Rahmenprofil (2) abgewandten Seite abdeckt.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein innerer Abschnitt (24) der Konsole (11), insbesondere ein innerer Abschnitt des waagerechten Schenkels (12) der Konsole (11) und ein vertikaler Schenkel (24) der Konsole (11), von ein vertikalen Dämmplatte (15) umgeben bzw, abgedeckt ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (15) einen Teil der Außenwand (9) bildet.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatte (15) und der dauerhaft wasserabweisende Dämmabschnitt (22) aus einem Styropor-Material bestehen.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der druckfeste Dämmabschnitt (21) aus einem Polyamid-Material besteht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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