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Dokumentenidentifikation DE202004010853U1 14.10.2004
Titel Beleuchtungseinrichtung für den Innenraum eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Hella KG Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Vertreter Huwer, A., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 79098 Freiburg
DE-Aktenzeichen 202004010853
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.10.2004
Registration date 09.09.2004
Application date from patent application 09.07.2004
IPC-Hauptklasse F21S 8/10
IPC-Nebenklasse F21V 8/00   
IPC additional class // F21Y 101:02,F21W 101:08  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung des Innenraumes eines Kraftfahrzeugs, mit mindestens zwei Innenleuchten, die jeweils mindestens ein, wenigstens eine Leuchtdiode aufweisendes LED-Modul und zumindest einen damit verbundenen Lichtleiter haben, wobei die Lichtleiter der Innenleuchten unterschiedlich ausgebildet sind und jeweils mindestens eine im Abstrahlbereich der Leuchtdiode angeordnete Lichteintrütsfläche und wenigstens ein davon beabstandetes Auskoppelelement aufweisen, an dem das in dem Lichtleiter geführte Licht derart abgelenkt wird, dass es an einer Lichtaustrittsfläche aus dem Lichtleiter in Richtung auf eine jeweils zu beleuchtende Fläche der Inneneinrichtung des Kraftfahrzeugs austritt.

Eine derartige Beleuchtungseinrichtung zur ambienten Beleuchtung des Innenraums eines Kraftfahrzeugs ist aus der Praxis bekannt. Sie weist mehrere Innenleuchten auf, die zur ambienten Beleuchtung unterschiedlicher Bereiche des Fahrzeug-Innenraums an voneinander beabstandeten Stellen des Innenraums angeordnet sind, nämlich an den Türen und an der Mittelkonsole und/oder am Armaturenbrett. Die einzelnen Innenleuchten haben jeweils ein LED-Modul, das ein Trägerteil aufweist, an dem eine Leuchtdiode und ein Vorwiderstand angeordnet sind, über den die Leuchtdiode mit der elektrischen Stromversorgung des Kraftfahrzeugs verbunden ist. Die Leuchtdioden sind über die Vorwiderstände parallel zum Fahrlicht geschaltet, d.h. sie sind bei Dunkelheit auch während der Fahrt eingeschaltet, Mit dem LED-Modul ist jeweils ein Lichtleiter verbunden, der mit einer Lichteintriltsfläche der Leuchtdiode und mit seiner Lichtaustrittsfläche einer zu beleuchtenden Fläche eines Inneneinrichtungsteils des Kraftfahrzeugs zugewandt ist. Die Lichtleiter sind unterschiedlich ausgebildet und hinsichtlich ihrer Geometrie an die jeweiligen Platzverhältnisse und die Kontur der Inneneinrichtung am Einbauort angepasst. Die Lichtaustrittsflächen sind bei den einzelnen Lichtleitern in unterschiedlichen Abständen zu dem ihnen jeweils zugeordneten LED-Modul angeordnet. Um dennoch eine weitgehend homogene ambiente Beleuchtung der unterschiedlichen Bereiche des Innenraums zu ermöglichen, weisen die Vorwiderstände für die Leuchtdioden bei den einzelnen LED-Modulen unterschiedliche Widerstandswerte auf. Die Beleuchtungseinrichtung hat den Nachteil, dass sie noch einen relativ großen Fertigungsaufwand erfordert und daher entsprechend teuer ist.

Aus Decker, D., „CELIS – Ein Konzept für die Innenraumbeleuchtung mit Lichtleittechnik"; ATZ-Automobiltechnische Zeitschritt 97, 1995, Heft 7/8, Seite 480-483 ist auch bereits eine gattungsfremde Beleuchtungseinrichtung bekannt, die mehrere Leuchtenmodule hat, die jeweils eine Glühlampe als Leuchtmittel und einen verspiegelten Ellipsoidreflektor zum Bündeln des von dem Leuchtmittel abgestrahlten Lichts aufweisen. Mit den Leuchtenmodulen sind jeweils mehrere, zu einem Faserbündel angeordnete flexible Lichtleiter verbunden, die jeweils an einer ihrer Stirnseiten eine dem Leuchtmittel zugewandte Lichteintrittsfläche aufweisen. An ihrem von dem Leuchtenmodul entfernten Endbereich weisen die Lichtleiter jeweils seitlich reflektierende Prismen als Auskoppelelemente auf, an denen das in dem Lichtleiter geführte Licht zu einer an der gegenüberliegenden Umfangsseite des Lichtleiters vorgesehenen Lichtaustrittsfläche abgelenkt wird, um dort in Richtung auf eine zu beleuchtende Oberfläche eines Inneneinrichtungsteils des Kraftfahrzeugs aus dem Lichtleiter auszutreten. Für eine Orientierungsbeleuchtung sind insgesamt drei Leuchtenmodule in der Nähe der A-Säulen und in der Mittelkonsole angebracht. Zum Einsatz kommen 6-W-Xenon-Quetschsockellampen, die bis zu 24 Beleuchtungsfunktionen versorgen. Die Beleuchtungseinrichtung hat jedoch den Nachteil, dass die unterschiedlichen, zu beleuchtenden Flächen der Inneneinrichtung nur relativ ungleichmäßig ausleuchtet. Außerdem sind die Leuchtenmodule relativ teuer.

Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die kostengünstig herstellbar ist und eine weitgehend homogene Beleuchtung unterschiedlicher Flächen der Inneneinrichtung ermöglicht.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die LED-Module der einzelnen Innenleuchten baugleich sind, und dass die Auskoppelelemente der Lichtleiter derart ausgebildet und/oder relativ zu der Lichteintrittsfläche, der Lichtaustrittsfläche und/oder der zu beleuchtenden Fläche angeordnet sind, dass die einzelnen Flächen der Inneneinrichtung homogen ausgeleuchtet werden.

In vorteilhafter Weise können somit bei der Herstellung der Beleuchtungseinrichtung für sämtliche Innenleuchten der Beleuchtungseinrichtung die gleichen LED-Module verwendet werden, wodurch sich der Fertigungsprozess vereinfacht und die Herstellungskosten für die Beleuchtungseinrichtung entsprechend reduzieren. Darüber hinaus reduzieren sich aber auch die Kosten für die Fertigung und Lagerung von Ersatzteilen entsprechend, da für die unterschiedlichen Innenleuchten nur noch eine Art von LED-Modulen bevorratet und verwaltet werden muss. Dennoch ermöglicht die Beleuchtungseinrichtung aufgrund der jeweils entsprechend angepassten Geometrie ihrer Lichtleiter trotz der baugleichen LED-Module eine weitgehend gleich helle Beleuchtung der unterschiedlichen Bereiche des Fahrzeuginnenraums.

Vorteilhaft ist, wenn mindestens ein Lichtleiter mehrere, in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters zueinander versetzte Auskoppelelemente hat, die jeweils mindestens eine Reflexionsfläche aufweisen, an der das in dem Lichtleiter geführte Licht zu einer an der gegenüberliegenden Seite des Lichtleiters angeordneten Lichtaustrittsfläche abgelenkt wird, und dass die einzelnen Reflexionsflächen derart unterschiedlich schräg zur Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters angeordnet sind, dass mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente von der Lichteintrittsfläche der Winkel abnimmt, unter dem die in dem Lichtleiter auf die Reflexionsflächen auftreffenden Lichtstrahlen gegenüber der Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters mindestens geneigt sein müssen, damit sie an der Lichtaustrütsfläche aus dem Lichtleiter austreten. In dem zu der Lichteintrittsfläche benachbarten Anfangsbereich des Lichtleiters werden dadurch vorwiegend Lichtstrahlen aus dem Lichtleiter ausgekoppelt, die einen relativ großen Winkel zu Längsachse des Lichtleiters haben. Bei Einkopplung des von der Leuchtdiode abgestrahlten Lichtbündels mit einem großem Öffnungswinkel sind am Beginn der Lichtleiters relativ viele derartige Lichtstrahlen vorhanden. Bei einem Lichtleiter, der einen von einer geraden Linie abweichenden, gekrümmten und/oder abgewinkelten Verlauf aufweist, wird dadurch vermieden, dass diese Lichtstrahlen bei einer Richtungsänderung des Lichtleiters aus dem Lichtleiter austreten und verloren gehen. Somit kann praktisch das gesamte in den Lichtleiter eingekoppelte Licht der Leuchtdiode zu der (den) zu beleuchtenden Fläche(n) geleitet werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Auskoppelelemente in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters voneinander beabstandet, wobei die Abstände zwischen zueinander benachbarten Auskoppelelementen mit zunehmender Entfernung der Auskoppelelemente von der Lichteintrittsfläche abnehmen. Dadurch wird trotz des mit zunehmendem Abstand von der Lichteintrittsfläche in den Lichtleitern abnehmenden Lichtstroms entlang der Lichtleiter eine gleichmäßige, homogene Beleuchtung ermöglicht. Die Abstände zwischen den Auskoppelelementen können bei den einzelnen Lichtleitern unterschiedlich sein, insbesondere, wenn die Lichtleiter unterschiedlich lang sind und/oder einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen.

Die Auskoppelelemente sind vorzugsweise als gerundete Einformungen in der Oberfläche des Lichtleiters ausgebildet, wobei die Tiefe der Einformungen mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente von der Lichteintrittsfläche zunimmt. Auch durch diese Maßnahme kann erreicht werden, dass alle Lichtleiter der Beleuchtungseinrichtung die Ihnen zugeordneten Bereiche des Fahrzeuginnenraums gleichmäßig hell beleuchten.

Vorteilhatf ist, wenn die Auskoppelelemente an einer Auskoppelschulter des Lichtleiters angeordnet sind, und wnn in einem von dem der Leuchtdiode zugewandten Endbereich der Auskoppelschulter beabstandeten Abschnitt des Lichtleiters seitlich neben der Auskoppelschulter wenigstens ein zusätzliches Auskoppelelement angeordnet ist, an dem das darauf auftreffende, in dem Lichtleiter geführte Licht in Richtung derart abgelenkt wird, dass es an der Lichtaustrittsfläche aus dem Lichtleiter austritt. Durch diese Maßnahme wird trotz des zum Ende des Lichtleiters hin abnehmenden Lichtstroms in dem Lichtleiter entlang des Lichtleiters eine gleichmäßige Lichtauskopplung ermöglicht. Die zusätzlichen Auskoppelelemente können beidseits der Auskoppelschulter angeordnet sein, um quer zum Lichtleiter eine symmetrische Lichtauskopplung zu erreichen. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die zusätzlichen Auskoppelelemente nur an einer Seite der Auskoppelschulter vorzusehen.

Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist mindestens eine zu beleuchtende Fläche der Inneneinrichtung in einer normal zur Längserstreckungsrichtung des der Fläche zugeordneten Lichtleiters quer zur Lichtaustrittsfläche des Lichtleiters angeordnet, wobei mindestens ein der zu beleuchtenden Fläche zugeordnetes Auskoppelelement des Lichtleiters derart gegenüber der Lichtaustrütsfläche des Lichtleiters geneigt ist, dass die in dem Lichtleiter auf das Auskoppelelement auftreffenden Lichtstrahlen an diesem in Richtung auf die zu beleuchtenden Fläche abgelenkt werden. Dadurch ist es insbesondere möglich, Oberflächenbereiche der Fahrzeuginneneinrichtung, die unter unterschiedlichen Winkeln gegenüber der Lichtaustrittsfläche geneigt sind, gleichmäßig hell auszuleuchten.

Vorteilhaft ist, wenn die Lichteintrittsflächen an den Stirnseiten der Lichtleiter angeordnet sind. Die Innenleuchten können dann eine kompakte und schmale Bauform aufweisen. Außerdem kann das von den Leuchtdioden abgestrahlte Licht an den Lichteintrittsflächen verlustarm in die Lichtleiter eingekoppelt werden.

Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind die LED-Module über Steckkupplungen lösbar mit den Lichtleitern verbindbar, wobei die LED-Module vorzugsweise eine Aufnahmevertiefung aufweisen, in welche die Lichtleiter mit einem Endbereich einsetzbar sind. Die Innenleuchten ermöglichen dann eine einfache und kostengünstige Montage. Außerdem lassen sich sowohl die Lichtleiter als auch die LED-Module im Servicefall leicht auswechseln.

Die LED-Module weisen bevorzugt ein etwa hülsenförmiges Gehäuseteil auf, in dessen Innenhöhlung die Leuchtdiode angeordnet ist, wobei die Aufnahmevertiefung an einer Stirnseite des Gehäuseteils angeordnet sind. Dadurch ergibt sich ein einfacher, kompakter und kostengünstiger Aufbau der Innenleuchten, Die Stromzuführung zu den Leuchtdioden erfolgt vorzugsweise an dem von der Aufnahme entfernten Ende des Gehäuseteils.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Teildarstellung einer Beleuchtungseinrichtung, die mehrere unterschiedliche Innenleuchten zum Beleuchten von Türen und einer Konsole eines Kraftfahrzeugs aufweist,

2 einen Längsschnitt durch ein LED-Modul der Beleuchtungseinrichtung,

3 einen Abschnitt eines Lichtleiters, der eine Auskoppelschulter mit voneinander beabstandeten Auskoppelelementen aufweist,

4 eine Darstellung ähnlich 3, wobei jedoch die Auskoppelelemente größere Abmessungen aufweisen,

5 eine vergrößerte Darstellung eines Auskoppelelements des in 3 gezeigten Lichtleiters, wobei ein in dem Lichtleiter geführter Lichtstrahl durch einen Pfeil dargestellt ist,

6 eine vergrößerte Darstellung eines Auskoppelelements des in 4 gezeigten Lichtleiters,

7 einen Abschnitt eines Lichtleiters, der bereichsweise seitlich neben der Auskoppelschulter zusätzliche Auskoppelelemente aufweist und

8 und 9 einen Querschnitt durch einen in einem Kraftfahrzeug angeordneten Lichtleiter, bei dem die zu beleuchtende Fläche schräg zur Lichtaustrittsfläche des Lichtleiters angeordnet ist.

Eine in 1 gezeigte Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung des Innenraumes eines Kraftfahrzeugs hat mehrere Innenleuchten 1a, 1b, 1c, 1d, von denen die Innenleuchten 1a und 1b zur ambienten Beleuchtung einer Konsole und die die Innenleuchten 1c und 1d zur ambienten Beleuchtung der Türspiegel von Fahrzeugtüren vorgesehen sind. Die einzelnen Innenleuchten 1a, 1b, 1c, 1d weisen jeweils ein LED-Modul 2 und einen damit verbundenen Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d auf. Die LED-Module 2 der Beleuchtungseinrichtung sind baugleich ausgebildet. Die Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d der Innenleuchten 1a, 1b, 1c, 1d sind unterschiedlich ausgebildet und weisen – wie in 1 erkennbar ist – eine unterschiedliche Länge und einen unterschiedlichen, an die Inneneinrichtung des Kratftfahrzeugs angepassten Verlauf auf.

In 2 ist erkennbar, dass die LED-Module 2 jeweils eine Leuchtdiode 4 als Lichtquelle haben, die in der Innenhöhlung eines etwa hülsen- oder becherförmigen Gehäuseteils 5 angeordnet ist, In dem Gehäuseteil 5 sind ferner zwei Vorwiderstände 6 vorgesehen, die elektrische Anschlusskontakte der Leuchtdiode 4 mit Kontaktfahnen 6 verbinden. Die Vorwiderstände 6 sind bei den einzelnen LED-Modulen 2 identisch, d.h. die Leuchtdioden 4 werden mit dem gleichen Betriebsstrom betrieben. Die Kontaktfahnen 7 durchsetzen eine Stirnwand des Gehäuseteils 5 und sind mit ihren freien Enden außenseitig an dem Gehäuseteil 5 zugänglich. Die Kontaktfahnen 7 sind über in der Zeichnung nicht näher dargestellte Stromversorgungsleitungen derart mit der Batterie bzw. der Lichtmaschine des Kraftfahrzeugs verbunden, dass sie parallel zum Fahrlicht geschaltet sind.

Die LED-Module 2 sind jeweils über eine Steckkupplung 9 lösbar mit einem der Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d verbindbar. In 2 ist erkennbar, dass die Steckkupplungen 9 jeweils an einer Stirnseite des Gehäuseteils 5 eine Aufnahmevertiefung aufweisen, in welche ein Endbereich des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d formschlüssig eingreift. Die Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d haben jeweils an ihrer der Leuchtdiode 4 zugewandten Stirnseite eine Lichteintrittsfläche 8 für ein von der Leuchtdiode 4 abgestrahltes Lichtbündel. In dem Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d wird das Licht jeweils unter Ausnutzung der Totalreflexion an der Grenzfläche des Lichtleiters geführt.

Wie in 3 und 4 besonders gut erkennbar ist, weisen die Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d optische Auskoppelelemente 10 auf, die in einer Reihe nebeneinander angeordnet und durch Zwischenräume 11 voneinander beabstandet sind. Die Auskoppelelemente 10 sind als gerundete Einformungen ausgebildet und an einer Auskoppelschulter 12 vorgesehen, die in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d verläuft. Die Auskoppelschulter 12 ist etwa stegförmig ausgebildet und an einen gerundeten Zentralbereich des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d angeformt. Die Auskoppelelemente 10 haben Reflexionsflächen, an denen das in dem Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d geführte Licht jeweils derart abgelenkt wird, dass es an einer, an der den Auskoppelelementen 10 gegenüberliegenden Seite des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d befindlichen Lichtaustrittsfläche 14 aus dem Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d in Richtung auf eine jeweils zu beleuchtende Fläche 15 der Inneneinrichtung des Kraftfahrzeugs austritt. Die Auskoppelelemente 10 sind derart ausgestaltet und relativ zu der Lichteintrittsfläche 8, der Lichtaustrittsfläche 14 und der zu beleuchtenden Fläche 15 angeordnet sind, dass die einzelnen Flächen 15 homogen ausgeleuchtet werden. Die Lichtaustrittsfläche 14 ist im Wesentlichen eben ausgebildet und an einer Lichtaustrittsschulter 17 angeordnet.

Durch einen Vergleich von 3 mit 4 wird deutlich, dass die Tiefe der Auskoppelelemente 10 mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente 10 von der Lichteintrittsfläche 8 zunimmt. In 5 und 6 ist erkennbar, dass durch die Zunahme der Tiefe der Auskoppelelemente 10 auch der Anstellwinkel &bgr; zunimmt, unter dem die Tangenten 16 an die Reflexionsflächen der Auskoppelelemente 10 gegenüber der Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d geneigt sind. Dadurch werden im Anfangsbereich des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d vorwiegend Lichtstrahlen aus dem Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d ausgekoppelt, die einen relativ großen Winkel zur Längsachse des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d haben.

Durch einen Vergleich von 3 und 4 ist außerdem erkennbar, dass die Abstände zwischen zueinander benachbarten Auskoppelelementen 10 in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d mit zunehmender Entfernung der Auskoppelelemente 10 von der Lichteintrittsfläche abnehmen. In dem von der Leuchtdiode 4 entfernten Endbereich des in 7 abgebildeten Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d ist außerdem seitlich neben der Auskoppelschulter 12 beidseits der Auskoppelschulter 12 jeweils eine Reihe zusätzlicher Auskoppelelemente 18 angeordnet, die als Einformungen in der Mantelfläche des Zentralbereichs 13 ausgebildet sind. In der Seitenansicht auf den Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d haben die zusätzliche Auskoppelelemente 18 einen gerundeten Konturverlauf. In 7 ist außerdem erkennbar, dass die Abmessungen der zusätzlichen Auskoppelelemente 18 mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente 18 von der Lichteintrittsfläche 8 größer werden.

In 8 und 9 ist erkennbar, dass einige der zu beleuchtenden Flächen 15 der Inneneinrichtung in einer normal zur Längsachse des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d verlaufenden, der Zeichenebene entsprechenden Ebene, quer zu der Lichtaustrütsfläche 14 des Lichtleiters 3a, 3b, 3c, 3d angeordnet sind. Dabei ist die zu beleuchtende Fläche 15 in 9 unter einem steileren Winkel zur Lichtaustrütsfläche 14 geneigt als in 8. Um dennoch eine homogene Ausleuchtung der unterschiedlichen Flächen 15 zu ermöglichen, sind bei dem in 9 gezeigten Lichtleiter 3a, 3b, 3c, 3d die Auskoppelelemente 10 gegenüber der Lichtaustrittsfläche 14 derart geneigt, dass die Lichtstrahlen unter einem steileren Winkel auf die zu beleuchtende Fläche 15 auftreffen.


Anspruch[de]
  1. Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung des Innenraumes eines Kraüfahrzeugs, mit mindestens zwei Innenleuchten (1a, 1b, 1c, 1d), die jeweils mindestens ein, wenigstens eine Leuchtdiode (4) als Lichtquelle aufweisendes LED-Modul (2) und zumindest einen damit verbundenen Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) haben, wobei die Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) der Innenleuchten (1a, 1b, 1c, 1d) unterschiedlich ausgebildet sind und jeweils mindestens eine im Abstrahlbereich der Leuchtdiode (4) angeordnete Lichteintrittsfläche (8) und wenigstens ein davon beabstandetes Auskoppelelement (10) aufweisen, an dem das in dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) geführte Licht derart abgelenkt wird, dass es an einer Lichtaustrittsfläche (14) aus dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) in Richtung auf eine jeweils zu beleuchtende Fläche (15) der Inneneinrichtung des Kraftfahrzeugs austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Module (2) der einzelnen Innenleuchten (1a, 1b, 1c, 1d) baugleich sind, und dass die Auskoppelelemente (10) der Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) derart ausgebildet und/oder relativ zu der Lichteintrittsfläche (8), der Lichtaustrittsfläche (14) und/oder der zu beleuchtenden Fläche (15) angeordnet sind, dass die einzelnen Flächen (15) der Inneneinrichtung homogen ausgeleuchtet werden.
  2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) mehrere, in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) zueinander versetzte Auskoppelelemente (10) hat, die jeweils mindestens eine Reflexionsfläche aufweisen, an der das in dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) geführte Licht zu einer an der gegenüberliegenden Seite des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) angeordneten Lichtaustrittsfläche (14) abgelenkt wird, und dass die einzelnen Reflexionsflächen derart unterschiedlich schräg zur Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) angeordnet sind, dass mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente (10) von der Lichteintrittsfläche (8) der Winkel abnimmt, unter dem die in dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) auf die Reflexionsflächen auftreffenden Lichtstrahlen gegenüber der Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) mindestens geneigt sein müssen, damit sie an der Lichtaustrittsfläche (14) aus dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) austreten.
  3. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (10) in Längserstreckungsrichtung des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) voneinander beabstandet sind und dass die Abstände zwischen zueinander benachbarten Auskoppelelementen (10) mit zunehmender Entfernung der Auskoppelelemente (10) von der Lichteintrittsfläche (8) abnehmen.
  4. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (10) als vorzugsweise gerundete Einformungen in der Oberfläche des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) ausgebildet sind, und dass die Tiefe der Einformungen mit zunehmendem Abstand der Auskoppelelemente (10) von der Lichteintrittsfläche (8) zunimmt.
  5. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (10) an einer Auskoppelschulter (12) des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) angeordnet sind, und dass in einem von dem der Leuchtdiode (4) zugewandten Endbereich der Auskoppelschulter (12) beabstandeten Abschnitt des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) seitlich neben der Auskoppelschulter (12) wenigstens ein zusätzliches Auskoppelelement (18) angeordnet ist, an dem das darauf auftreffende, in dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) geführte Licht in Richtung derart abgelenkt wird, dass es an der Lichtaustrittsfläche (14) aus dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) austritt.
  6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zu beleuchtende Fläche (15) der Inneneinrichtung in einer normal zur Längserstreckungsrichtung des ihr zugeordneten Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) quer zur Lichtaustrittsfläche (14) des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) angeordnet ist, und dass mindestens ein der zu beleuchtenden Fläche (15) zugeordnetes Auskoppelelement (10) des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) derart gegenüber der Lichtaustrütsfläche (14) des Lichtleiters (3a, 3b, 3c, 3d) geneigt ist, dass die in dem Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) auf das Auskoppelelement (10) auftreffenden Lichtstrahlen an diesem in Richtung auf die zu beleuchtenden Fläche (15) abgelenkt werden.
  7. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichteintrittsflächen (8) an den Stirnseiten der Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) angeordnet sind.
  8. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Module (2) über Steckkupplungen (9) lösbar mit den Lichtleitern (3a, 3b, 3c, 3d) verbindbar sind, und dass die LED-Module (2) dazu vorzugsweise eine Aufnahmevertiefung aufweisen, in welche die Lichtleiter (3a, 3b, 3c, 3d) mit einem Endbereich einsetzbar sind.
  9. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die LED-Module (2) ein etwa hülsenförmiges Gehäuseteil (5) aufweisen, in dessen Innenhöhlung die Leuchtdiode (4) angeordnet ist, und dass die Aufnahmevertiefung an einer Stirnseite des Gehäuseteils (5) angeordnet sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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