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Dokumentenidentifikation DE10313842A1 21.10.2004
Titel Schranktür
Anmelder Hager Electro GmbH, 66131 Saarbrücken, DE
Erfinder Hein, Peter, 66386 St. Ingbert, DE;
Neufing, Andreas, 66352 Großrosseln, DE;
Müller, Werner, 66787 Wadgassen, DE
Vertreter Dr.-Ing. W. Bernhardt u. Dipl.-Phys. Dr. R. Bernhardt, 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 24.03.2003
DE-Aktenzeichen 10313842
Offenlegungstag 21.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.10.2004
IPC-Hauptklasse H02B 1/38
IPC-Nebenklasse H05K 5/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Schranktür, insbesondere für einen Zähler- und/oder Verteilerschrank, mit an einer oberen und unteren Türecke angeordneten Scharnierteilen, die ein Gehäuse (1) und einen von dem Gehäuse (1) vorstehenden Drehachsenstift (2) aufweisen und gegen zueinander senkrechte Randabwinklungen (32, 32') eines das Türblatt (31) bildenden Blechteils anliegen. Gemäß der Erfindung füllt ein den Drehachsenstift (2) aufweisender Vorsprung (39) des Gehäuses (1) eine Aussparung in dem Blechteil weitgehend aus, so dass die Schnittflächen der Aussparung nicht sichtbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schranktür, insbesondere für einen Zähler- und/oder Verteilerschrank, mit an einer oberen und unteren Türecke angeordneten Scharnierfeilen, die ein Gehäuse und einen von dem Gehäuse vorstehenden Drehachsenstift aufweisen und gegen zueinander senkrechte Randabwinklungen eines das Türblatt bildenden Blechteils anliegen.

In durch Benutzung bekannten Zähler- und Verteilerschränken solcher Art ist das Gehäuse der Scharnierteile mit dem Blechteil verschraubt. Entsprechend weisen die Abwinklungen neben einer Öffnung für den Drehachsenstift weitere Öffnungen für eine Schraubverbindung auf, wobei Langlöcher zur Justierung der Scharnierposition gebildet sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Schranktür der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die sich gegenüber den bekannten derartigen Schranktüren mit geringerem Aufwand herstellen lässt.

Die diese Aufgabe lösende Schranktür nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein den Drehachsenstift aufweisender Vorsprung des Gehäuses eine Aussparung im Blechteil ausfüllt.

Durch den Vorsprung am Gehäuse, der in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wenigstens teilweise, insbesondere im Sichtbereich bei geschlossener Schranktür, bündig zur Oberfläche des Blechteils ist, können Schnittflächen der Aussparung vorteilhaft abgedeckt und nicht sichtbar sein. Das Blechteil lässt sich dann rationell ohne nachträgliche Lackierung durch Ausstanzen und Abkanten vorbeschichteten Blechmaterials herstellen.

Vorzugsweise ist das Gehäuse an dem Blechteil formschlüssig gehalten, wobei es vorzugsweise mit zueinander senkrechten Randseiten in durch die Randabwinklungen, und ggf. weitere Randabwinklungen, gebildete Kehlen bzw. Taschen eingreift.

In diesen Kehlen bzw. Taschen lässt sich das Gehäuse durch von den Randabwinklungen abbiegbare, einen Anschlag bildende Zungen formschlüssig halten. Öffnungen an den Abwinklungen wie nach dem Stand der Technik bedarf es nicht.

Zur vertikalen Justierung der Schranktür kann ein Mechanismus vorgesehen sein, durch welchen die Drehachse des Drehachsenstifts relativ zum Gehäuse senkrecht zur Drehachse verstellbar ist. In einer bevorzugten Ausführungsform dient hierzu eine gegen das Gehäuse in Richtung ihrer Gewindeachse festgelegte Mutter, welche mit einem Gewindestift in Eingriff steht, der mit einem den Drehachsenstift tragenden, innerhalb des Gehäuses verschiebbaren Block verbunden ist. Der durch ein Langloch in der Wand des Gehäuses geführte Drehachsenstift kann ferner in dem Block in Richtung seiner Längsachse verschiebbar geführt und vorzugsweise gegen die Kraft einer Feder zum Einsetzen oder Demontieren der Tür in das Langloch hinein zurückziehbar sein.

Während es denkbar ist, die Aussparung lediglich in einer zur Türblattwand senkrechten Abwinklung des Blechteils vorzusehen, kann durch die Aussparung die Stoßecke der zueinander senkrechten Abwinklungen und vorzugsweise vollständig eine Ecke des das Türblatt bildenden Blechteils unter Einbeziehung der Türblattwand weggeschnitten sein.

An den Scharnierteilen horizontal gegenüberliegenden Ecken der Schranktür können Verschlussteile angeordnet sein, deren Gehäuse in gleicher Weise wie das Gehäuse der Scharnierteile mit einem Vorsprung versehen ist und mit einem Vorsprung eine Aussparung im Blechteil ausfüllt. An einem solchen Verschlussteil lässt sich z.B. ein Ösen- oder Hakenelement anbringen, in welches ein Verschlussgestänge eingreifen kann.

Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels und der beiliegenden, sich auf dieses Ausführungsbeispiel beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 ein in einer Tür nach der Erfindung verwendbares Scharnierteil in einer perspektivischen Ansicht,

2 das Scharnierteil von 1 in einer gegenüber der Ansicht von 1 gedrehten perspektivischen Ansicht,

3 bis 6 verschiedene Schnittansichten des Scharnierelements von 1,

7 eine Schranktür nach der Erfindung mit einem Scharnierelement gemäß 1 bis 6 in einer Rückansicht schräg von oben,

8 die Schranktür von 7 in einer Rückansicht schräg von unten, und

9 die Schranktür von 7 und 8 in einer Vorderansicht schräg von oben.

Es wird zunächst auf die 1 bis 6 Bezug genommen, die ein Scharnierteil mit einem Gehäuse 1 aus Kunststoff zeigen, von welchem sich ein Drehachsenstift 2 erstreckt.

Der Drehachsenstift 2 ragt durch ein Langloch 3 in der Wand des Gehäuses 1. Wie insbesondere aus 6 hervorgeht, ist der Drehachsenstift 2 in einem Block 4 axial verschiebbar gelagert.

Der in ein einseitig offenes Fach 5 des Gehäuses 1 eingesetzte Block 4 lässt sich seinerseits in dem Gehäusefach 5 senkrecht zur Achse des Drehachsenstifts 2 verschieben. Zur Verschiebung des Blocks 4 dient eine auf ihrer Umfangsfläche gerändelte Mutter 6, welche in einer seitlichen, im Querschnitt U-förmigen Ausnehmung 7 des Blocks 4 angeordnet und auf einen vom Boden 8 der Ausnehmung 7 vorstehenden Gewindebolzen 9 aufgeschraubt ist.

Mit seinem dem Boden 8 abgewandten Ende greift der Gewindebolzen 9 in eine Bohrung 10 im Gehäuse 1 ein. Entlang einer Führung 11 in der Wand des Gehäuses 1 lässt sich der Gewindebolzen 9 beim Einsetzen des Blocks 4 in das Gehäuse 1 in eine zu der Bohrung 10 ausgerichtete Position bringen.

Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, ragt die Mutter 6 in eine Öffnung 12 hinein, welche in einer Seitenwand 13 des Gehäuses 1 gebildet ist. Die zylindrische Mutter 6 liegt mit ihren Stirnseiten gegen Randflächen der Öffnung 12 an. Die axiale Position der Mutter 6 relativ zum Gehäuse 1 liegt dadurch fest.

Wie insbesondere aus 6 hervorgeht, steht der Drehachsenstift 2 mit seinem dem Langloch 3 abgewandten Ende in ein weiteres Gehäusefach 14 hinein vor. In eine an diesem Ende des Drehachsenstifts 2 gebildete Ringnut 15 ragt mit einem Ende eine Blattfeder 16 hinein, welche sich durch eine Schlitzöffnung 17 hindurch in das weitere Gehäusefach 14 einschieben lässt.

An der Blattfeder 16 greift eine Klammer 18 an, welche mit einem gerändelten Schieber 19 verbunden ist. Der Schieber 19 lässt sich entlang einer in der Seitenwand 13 gebildeten Führung 20 unter Verbiegung der Blattfeder 16 und Mitbewegung des Drehachsenstifts 2 bewegen. Eine nahe der Schlitzöffnung 17 gelegene Anschlagnase 21 hält die Blattfeder 16 dabei in Anlage gegen eine die Gehäusefächer 5 und 14 begrenzende Zwischenwand 22.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Gehäuse andeutungsweise die Form eines Winkels auf, wobei an den der Winkelecke abgewandten freien Schenkelenden jeweils eine Verlängerung 23 bzw. 24 gebildet ist.

Im Eckenbereich des Gehäuses 1 weist die Gehäusewand einen Vorsprung 39 auf, innerhalb welchem das Langloch 3 gebildet ist und welcher sich in dem gezeigten Ausführungsbeispiel sowohl auf beiden zueinander senkrechten Randseiten des Gehäuses 1 als auch auf der Seitenwand 3 sowie der dieser gegenüberliegenden, weitgehend offenen Seite des Gehäuses 1 erstreckt. Der Vorsprung 39 weist eine zum übrigen Gehäuse senkrechte Randfläche 27 auf.

Einem die weitgehend offene Seite des Gehäuses 1 teilweise abdeckenden Abschnitt 28 des Vorsprungs 39 entspricht eine an dem Block 4 gebildete Ausnehmung, die es erlaubt, den Block 4 an dem Abschnitt 28 vorbei in das Gehäusefach 5 seitlich einzuschieben.

Ausnehmungen 25, 26 und 30 dienen der Vermeidung von Materialhäufungen.

Es wird nun auf die 7 bis 9 Bezug genommen, in welchen das Bezugszeichen 31 auf einen Abschnitt aus einem Türblatt hinweist, das im wesentlichen durch ein an seinen Rändern mehrfach abgewinkeltes Blechteil gebildet ist. Zueinander senkrechte Abwinklungen 32 und 33 bzw. 32' und 33' bilden mit der Blattwand 34 Kehlen, in welche das Gehäuse 1 mit zueinander rechtwinkligen Randseiten eingeschoben ist.

Im Eckenbereich sind die Randabwinklungen 32, 33 bzw. 32' und 33', sowie die Blattwand 34 ausgeschnitten und der Vorsprung 39 füllt diesen Ausschnitt aus. Die Tiefe der Randfläche 27 des Vorsprungs 39 ist im Bereich der Randabwinklungen 32, 32' sowie der Blattwand 34 gleich der Blechstärke des das Türblatt bildenden Blechteils. Damit schließt die Oberfläche des Vorsprungs 39 bündig an die betreffenden Oberflächen der Abwinklungen und der Blattwand an. Randschnittflächen des Blechteils sind nicht sichtbar und Nachbehandlungen der Schnittflächen dementsprechend nicht erforderlich, wenn das Blechteil durch Ausstanzen und Abkanten vorbeschichteten Blechmaterials hergestellt wird.

An den Abwinklungen 33 und 33' ist jeweils eine Zunge 35 bzw. 35' gebildet, welche sich um die Verlängerung 23 bzw. 24 herumbiegen lässt. Durch die gerundeten Zungen 35, 35' lässt sich das Gehäuse 1 formschlüssig in den durch die Abwinklungen gebildeten, zueinander senkrechten Kehlen an der Ecke des Türblatts 31 halten.

Wie 7 und 8 erkennen lassen, sind an den Abwinklungen 33, 33' durch einen Einschnitt 40 bzw. 40' weitere Zungen 41 und 41' gebildet. Die Zungen 41 und 41' können derart vorgebogen sein, dass sich das Gehäuse bei der Montage in der Ecke des Blechteils verklemmen lässt. Eine Formschlussverbindung lässt sich dann durch Abbiegen der Zungen 35, 35' herstellen.

Weitere Ausnehmungen 36 und 37 erlauben die Einführung eines Werkzeugs zum Aufbiegen der Zungen 41, 41' bei der Montage oder Demontage des Gehäuses.

Außerhalb des Eckenbereichs weist das das Türblatt 31 bildende Blechteil eine dritte Abwinklung 38 bzw. 38' zur Vermeidung scharfer Kanten und Stabilisierung des Türblatts auf.

Der Drehachsenstift 2 greift in eine entsprechende Drehlagerung am Schrank ein. Durch Drehung der Mutter 6 lässt sich die Längsachse des Drehachsenstifts 2 horizontal verstellen und das Türblatt dadurch vertikal justieren.

Zum Einsetzen oder Demontieren des Türblatts kann der Drehachsenstift 2 durch Betätigung des Schiebers 19 gegen die Kraft der Blattfeder 16 in das Langloch 3 hinein zurückgezogen werden.

An den horizontal den Scharnierfeilen gegenüberliegenden Ecken des Türblatts können Verschlussteile mit einem Gehäuse angeordnet sein, das wie das Gehäuse 1 einen Vorsprung 39 aufweist, der eine entsprechende Aussparung im Blechteil in der beschriebenen Weise ausfüllt. Als Verschlussteil kann das beschriebene Gehäuse der Scharnierteile in spiegelbildlicher Ausführung ohne die Einbauten dienen, wobei die Führungsbohrung für den Drehachsenstift 2 als Eingriffsöffnung für das Schlussgestänge genutzt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Schranktür, insbesondere für einen Zähler- und/oder Verteilerschrank, mit an einer oberen und unteren Türecke angeordneten Scharnierteilen, die ein Gehäuse (1) und einen von dem Gehäuse (1) vorstehenden Drehachsenstift (2) aufweisen und gegen zueinander senkrechte Randabwinklungen (32, 32') eines das Türblatt (31) bildenden Blechteils anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorsprung (39) des Gehäuses (1), von welchem der Drehachsenstift (2) vorsteht, eine Aussparung in dem Blechteil ausfüllt.
  2. Schranktür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Vorsprungs (24) wenigstens teilweise bündig zur angrenzenden Oberfläche des Blechteils angeordnet ist.
  3. Schranktür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Aussparung die Stoßecke der zueinander senkrechten Abwinklungen (32, 32') weggeschnitten ist.
  4. Schranktür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Aussparung eine Ecke des das Türblatt (31) bildenden Blechteils vollständig weggeschnitten ist.
  5. Schranktür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Randabwinklungen (32, 32') und ggf. weitere Randabwinklungen (33, 33') zueinander senkrechte Kehlen gebildet sind, in welche das Gehäuse (1) mit zueinander senkrechten Randseiten eingreift.
  6. Schranktür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) in den Kehlen formschlüssig gehalten ist.
  7. Schranktür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) durch von den Abwinklungen (33, 33') abbiegbare, einen Anschlag bildende Zungen (35, 35') in den Kehlen formschlüssig gehalten ist.
  8. Schranktür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehachsenstift (2) von dem Gehäuse (1) aus einem in der Gehäusewand gebildeten Langloch (3) heraus vorsteht.
  9. Schranktür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage des Drehachsenstifts (3) relativ zum Gehäuse (1) senkrecht zur Drehachse des Drehachsenstifts (2) verstellbar ist.
  10. Schranktür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehachsenstift (2) in Richtung seiner Drehachse, vorzugsweise gegen die Kraft einer Feder (16), verschiebbar ist.
  11. Schranktür nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den Scharnierfeilen horizontal gegenüberliegenden Schranktürecken Verschlussteile mit einem analog zu dem Gehäuse der Scharnierteile ausgebildeten und in bezug auf das Blechteil angeordneten Gehäuse vorgesehen sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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