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Dokumentenidentifikation DE202004010938U1 21.10.2004
Titel Anzeigevorrichtung zur schrittweisen Freigabe von Informationen
Anmelder Fritz, Thomas, 41516 Grevenbroich, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 40474 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202004010938
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.10.2004
Registration date 16.09.2004
Application date from patent application 13.07.2004
IPC-Hauptklasse G09F 23/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Neuerung betrifft eine Anzeigevorrichtung zur schrittweisen Freigabe von Informationen.

Es sind Anzeigevorrichtungen mannigfaltiger Art bekannt. Hierzu zählen Bildträger, Plakatständer etc., die ein und dieselbe Information vermitteln. Es gibt jedoch auch Anzeigevorrichtungen, die wechselnde Informationen darbieten, wie sie beispielsweise in der Bandenwerbung, bei Plakatträgern mit Wechselbildern etc. Verwendung finden. Diese Anzeigevorrichtungen sind aufwendig ausgebildet.

Im vorliegenden Fall geht es um manuell handhabbare, tragbare Anzeigevorrichtungen, die insbesondere auf Tischen abstellbar sind und als Informationsträger, Verkaufshilfen etc. eingesetzt werden können.

Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach ausgebildete Anzeigevorrichtung zu schaffen, mit der durch einfache Handhabung verschiedene Informationen übermittelbar sind.

Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß durch eine Anzeigevorrichtung zur schrittweisen Freigabe von Informationen mit einem Innenkörper, dessen Umfang zumindest teilweise mit einer Vielzahl von übereinander oder nebeneinander angeordneten Bild- oder Schriftinformationen versehen ist, und einer den Innenkörper aufnehmenden, die Informationen abdeckenden Außenhülle, in der der Innenkörper derart formschlüssig angeordnet ist, dass er aus der Außenhülle zur schrittweisen Freigabe der übereinander oder nebeneinander angeordneten Informationen herausziehbar ist und reibschlüssig in der gewählten Stellung verbleibt, gelöst.

Bei der neuerungsgemäß ausgebildeten Anzeigevorrichtung wird der Innenkörper relativ zur Außenhülle verschoben, um auf diese Weise verschiedene Informationen, die auf dem Innenkörper angeordnet sind, sukzessive freizugeben oder in umgekehrter Weise sukzessive zu verdecken. Innenkörper und Außenhülle stehen miteinander in Eingriff und können durch manuelles Herausziehen des Innenkörpers aus der Außenhülle oder Hereinschieben desselben in die Außenhülle relativ zueinander bewegt werden, wobei der Innenkörper durch Reibschluss mit der Außenhülle in der jeweils gewählten Stellung verbleibt. Es ist daher möglich, den Innenkörper in einem ersten Schritt so herauszuziehen, dass eine erste, auf dem Innenkörper befindliche Information freigegeben und für den Betrachter sichtbar wird. In einem zweiten Schritt kann der Innenkörper weiter herausgezogen werden, so dass eine zweite Information freigegeben wird. Dies kann so lange geschehen, bis sämtliche Informationen freigegeben worden sind und der Innenkörper ganz aus der Außenhülle herausgezogen ist oder über einen restlichen Abschnitt desselben, der nicht mit Informationen versehen ist, noch in der Außenhülle gehalten wird.

Innenkörper und Außenhülle liegen eng aneinander an, so dass durch eine manuelle Zug- bzw. Schubbewegung ein Herausziehen oder Hineinschieben des Innenkörpers möglich ist. Zwischen beiden Elementen muss ein geeigneter Reibschluss bestehen, um sicherzustellen, dass der Innenkörper in der gewählten Stellung relativ zur Außenhülle verbleibt und nicht in diese hineinfällt bzw. beim Umdrehen aus dieser herausfällt.

Bei den Informationen, mit denen der Umfang des Innenkörpers versehen ist, kann es sich um beliebige Bild- oder Schriftinformationen handeln, die je nach Lage der Anzeigevorrichtung (aufrechte Stellung oder liegende Stellung) übereinander oder nebeneinander auf dem Innenkörper angeordnet sein können. Beispielsweise können die Bild- oder Schriftinformationen in übereinander oder nebeneinander angeordneten Feldern vorgesehen sein, um eine Markierung dafür zu erhalten, wie weit der Innenkörper aus der Außenhülle herausgezogen werden muss, um eine entsprechende Information freizugeben.

Vorzugsweise ist der Innenkörper im nichtherausgezogenen Zustand vollständig von der Außenhülle bedeckt. In diesem Fall bildet die Außenhülle eine Schutzhülle oder Verpackung für den Innenkörper. In diesem Zustand lässt sich die Anzeigevorrichtung in vorteilhafter und raumsparender Weise lagern oder transportieren, wobei der Innenkörper weitgehend geschützt ist.

In Weiterbildung besitzt die Außenhülle eine geschlossene Bodenfläche oder Seitenfläche, die als Anschlagfläche zum Hineinschieben des Innenkörpers dient. Beispielsweise wird der Innenkörper so weit in die Außenhülle hineingeschoben, bis er gegen die Bodenfläche oder Seitenfläche stößt. In diesem Zustand ist der Innenkörper dann vollständig innerhalb der Außenhülle angeordnet.

Wie bereits erwähnt, kann die Anzeigevorrichtung als aufrechtstehende oder liegende Vorrichtung ausgebildet sein. Im erstgenannten Fall wird der Innenkörper nach oben aus der Außenhülle herausgezogen. Im letztgenannten Fall wird der Innenkörper seitlich aus der Außenhülle herausbewegt. Je nach Anwendungsfall sind die Informationen auf dem Umfang des Innenkörpers entsprechend anzuordnen, d.h. im ersten Fall übereinander und im zweiten Fall nebeneinander.

Um ein Ergreifen des vollständigen in der Außenhülle angeordneten Innenkörpers zum Herausziehen desselben zu ermöglichen, weist die Außenhülle vorzugsweise in ihrem Endbereich (offenen Endbereich) zwei gegenüberliegende Ausnehmungen auf, die ein Ergreifen des Innenkörpers beispielsweise mit Daumen und Zeigefinger ermöglichen. Dieser kann dann auf bequeme Weise aus der Außenhülle herausgezogen werden.

Der Innenkörper ist vorzugsweise als Hohlkörper ausgebildet, um Gewicht zu sparen. Ein geeignetes Material für Innenkörper und Außenhülle ist vorzugsweise Karton, der den gewünschten Reibschluss zwischen beiden Elementen sichert. Andere Materialien, vorzugsweise Kunststoff, können ebenfalls verwendet werden.

Der als Hohlkörper ausgebildete Innenkörper hat vorzugsweise zwei geschlossene Enden, um für eine gute Stabilisierung desselben zu sorgen. Darüber hinaus soll auf diese Weise beim Hineinschieben des Innenkörpers ein gewisses Luftpolster in der Außenhülle aufgebaut werden, das einen Dämpfungseffekt besitzt.

Die Form des Innenkörpers ist an sich beliebig. Bevorzugt ist der Innenkörper als Quader oder Zylinder ausgebildet. Die Außenhülle besitzt eine an die Form des Innenkörpers angepasste Form, wobei zwischen beiden Elementen ausreichend Spiel verbleiben muss, um die Verschiebbarkeit des Innenkörpers zu gewährleisten, jedoch ein ausreichender Reibschluss vorhanden sein muss, damit der Innenkörper in der gewählten Stellung verbleibt.

Die Außenhülle kann ebenfalls mit Informationen versehen sein, falls gewünscht.

Die Funktionsweise der neuerungsgemäß ausgebildeten Anzeigevorrichtung sei am Beispiel des Anwendungsfalles einer Verkaufshilfe kurz erläutert:

Der Verkäufer führt die Verkaufshilfe im „verpackten", d.h. vollständig in die Außenhülle eingeschobenen Zustand des Innenkörpers, mit sich und stellt die Anzeigevorrichtung beispielsweise bei einem Kundengespräch auf den Tisch. Er kann dann in einem Verkaufsgespräch dem Kunden eine Situation erläutern, die beispielsweise durch ein Bild auf einem ersten Feld des Innenkörpers dargestellt ist. Durch Herausziehen des Innenkörpers aus der Außenhülle wird dieses Bild für den Kunden sichtbar. Zur bildlichen Darstellung einer dem Kunden erläuterten zweiten Situation wird der Innenkörper weiter herausgezogen, bis das die zweite Situation darstellende Bild sichtbar wird. Auf diese Weise können dem Kunden mehrere Situationen, Abläufe etc. nacheinander übermittelt werden.

Die Neuerung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Die einzige Figur zeigt eine räumliche Darstellung einer Anzeigevorrichtung im teilweise herausgezogenen Zustand des Innenkörpers.

Die Figur zeigt eine quaderförmig ausgebildete Außenhülle 1 mit vier Seitenwänden 2 und einer Bodenwand 3. Das der Bodenwand 3 gegenüberliegende Ende 4 der Außenhülle 1 ist offen.

In der Außenhülle 1 befindet sich ein quaderförmiger Innenkörper 5, der vier Seitenwände 7, eine Bodenwand (nicht gezeigt) und eine Deckwand 6 aufweist. Der Innenkörper 5 besitzt auf einer Seitenwand 7 eine Vielzahl von übereinander (in aufrechter Stellung) angeordneten Bildinformationen 8, die mit Bild 1, Bild 2, Bild 3 etc. bezeichnet sind. Im vorliegenden Fall ist der Innenkörper 5 so weit aus der Außenhülle 1 herausgezogen, dass drei Bildinformationen 8 (Bild 1, Bild 2 und Bild 3) freigegeben sind. Der Innenkörper 5 lässt sich vollständig in die Außenhülle 1 hineinschieben, so dass dessen Deckwand 6 den oberen Abschluss der Außenhülle 1 bildet. Hierbei wirkt die Bodenwand 3 der Außenhülle als Anschlag.

Bei diesem Ausführungsbeispiel bestehen Außenhülle 1 und Innenkörper 5 aus Karton, der in geeigneter Weise zusammengefaltet und verklebt ist.

Die Außenhülle 1 weist in ihrem Endbereich zwei gegenüberliegende Ausnehmungen 9 zum Ergreifen des Innenkörpers 5 auf.


Anspruch[de]
  1. Anzeigvorrichtung zur schrittweisen Freigabe von Informationen mit einem Innenkörper (5), dessen Umfang zumindest teilweise mit einer Vielzahl von übereinander oder nebeneinander angeordneten Bild- oder Schriftinformationen (8) versehen ist, und einer den Innenkörper (5) aufnehmenden, die Informationen (8) abdeckenden Außenhülle (1), in der der Innenkörper (5) derart angeordnet ist, dass er aus der Außenhülle (1) zur schrittweisen Freigabe der übereinander oder nebeneinander angeordneten Informationen (8) herausziehbar und reibschlüssig in der gewählten Stellung verbleibt.
  2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkörper (5) im nichtherausgezogenen Zustand vollständig von der Außenhülle (1) bedeckt ist.
  3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (1) eine geschlossene Bodenfläche (3) oder Seitenfläche aufweist.
  4. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als aufrechtstehende Vorrichtung ausgebildet ist.
  5. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie als liegende Vorrichtung ausgebildet ist.
  6. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (1) in ihrem Endbereich zwei gegenüberliegende Ausnehmungen (9) zum Ergreifen des Innenkörpers (5) aufweist.
  7. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkörper (5) als Hohlkörper ausgebildet ist.
  8. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkörper (5) zwei geschlossene Enden (6) aufweist.
  9. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenkörper (5) als Quader oder Zylinder ausgebildet ist.
  10. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bild- oder Schriftinformationen (8) in übereinander oder nebeneinander angeordneten Feldern vorgesehen sind.
  11. Anzeigevorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülle (1) ebenfalls mit Informationen versehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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