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Trockenestrichfußboden sowie Bausatz für seine Erstellung - Dokument DE202004006449U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004006449U1 28.10.2004
Titel Trockenestrichfußboden sowie Bausatz für seine Erstellung
Anmelder Glunz AG, 49716 Meppen, DE
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37073 Göttingen
DE-Aktenzeichen 202004006449
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.10.2004
Registration date 23.09.2004
Application date from patent application 23.04.2004
IPC-Hauptklasse E04F 15/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Trockenestrichfußboden nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 sowie einen Bausatz für seine Erstellung nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 12.

STAND DER TECHNIK

Eine mehrgeschossige Bauweise führt zwangsläufig zur Notwendigkeit der Ausbildung von die Geschosse trennenden Deckenkonstruktionen. Dabei ist neben der Erfüllung von statischen Funktionen zur ausreichenden Abtragung der Lasten aus dem jeweiligen Obergeschoss auch eine schaltechnische Entkopplung von Ober- und Untergeschoss zu leisten. Herkömmlich wird hierzu ein so genannter Nassestrichfußboden auf einer Tragschicht ausgebildet. Im Massivbau ist die Tragschicht zumeist eine Decke aus Stahlbeton. Im Holzbau wird auf eine tragende Balkenlage eine ebene Tragschicht aus lastabtragenden Holzwerkstoffplatten geschraubt, eine vorgefertigte Deckentafel aufgelegt, die verschiedene Materialien einschließlich einer Wärme- und Schalldämmung kombiniert, oder direkt eine Massivholzdecke ausgebildet. Bei einer Decke mit von unten sichtbarer Balkenlage oder bei Rohdecken des Massivbaus wird auf die ebene Tragschicht eine sogenannte Trittschalldämmschicht verlegt, in die häufig auch Zu- und Ableitungen einer Warmwasserheizung eingebettet werden. Auf diese Trittschalldämmschicht wird in schwimmender Verlegung, akustisch entkoppelt von den angrenzenden Wänden, der eigentliche Nassestrichbelag aufgebracht. Nach dem Aushärten bildet der Estrichbelag als durchgehende Scheibe den druckbelastbaren Träger für die dekorativen Elemente des Fußbodens, die direkt auf den Estrichbelag aufgebracht werden können. Hierbei kann es sich beispielsweise um Bodenfliesen, Laminatböden, Teppichböden und Parkett handeln. Bei der Ausbildung eines Fußbodens auf einer Balkenlage mit einer relativ dünnen, massearmen Holzwerkstoffplatte als unten liegende Tragschicht kommt dem Estrichbelag noch eine weitere Funktion zu. Durch ihn wird die notwendige Masse eingebracht, um ein schalltechnisch effizientes Masse-Feder-Masse-System auszubilden, wobei die Feder durch die Trittschall-Dämmschicht realisiert ist.

Nassestrichfußböden sind sehr kostengünstig herstellbar, weisen aber zwei gravierende Nachteile auf. Einer dieser Nachteile ist die lange Zeitspanne, die zwischen der Fertigstellung des Nassestrichbelags und seiner Weiterverarbeitung einzuplanen ist. Es vergehen mehrere Tage, bis der Zement in dem im Wesentlichen aus Sand und Zement bestehenden Estrich so weit abgebunden hat, dass der Estrichbelag begehbar ist. Danach ist je nach den klimatischen Bedingungen noch ein Zeitraum von mehreren Wochen abzuwarten, bis der Estrichbelag so weit ausgetrocknet ist, dass darauf beispielsweise dekorative Holzwerkstoffbeläge verlegt werden können. Der zweite Nachteil steht hiermit in engem Zusammenhang. Insbesondere im Holzbau wird durch Nassestrich eine erhebliche Menge an Feuchtigkeit in den Bau eingebracht, die über die Raumluft wieder zu entfernen ist. Im Sommer ist dies relativ unproblematisch. Während der anderen Jahreszeiten tritt aber oft der Fall ein, dass ein Großteil der Feuchte wegen eines geringen Trocknungsgradienten in Teile der Holzkonstruktion gelangt. Wenn diese gleichzeitig außenseitig sehr niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, kann es schnell zu Tauwasserausfall und damit zusammenhängenden Problemen kommen.

Aus diesen Gründen kommen insbesondere im Holzbau auch sogenannte Trockenestrichsysteme zur Anwendung, die mit einem Bausatz nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 12 erstellt werden und zu einem Trockenestrichfußboden nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 führen. Hier sind Lagen aus Holzwerkstoffplatten, beispielsweise Spanplatten, als lastabtragender Werkstoff, mit dämmendem Werkstoff, beispielsweise in der Form einer Trockenschüttung, miteinander kombiniert. Die unter den harten Holzwerkstoffplatten angeordnete weiche Trockenschüttung dient auch zum Niveauausgleich bei nicht ebenen Tragschichten. Auf die harten Holzwerkstoffplatten kann entweder direkt oder unter Zwischenordnung weiterer Lagen ein dekorativer Oberbelag aufgebracht werden.

Auch die bekannten Trockenestrichsysteme sind nicht frei von Nachteilen. Zum einen sind sie bei gleicher schalltechnischer Wirksamkeit vergleichsweise kostenintensiv. Zum anderen weisen sie in der Regel keinen relevanten Sicherheitspuffer auf, der bei kurzzeitig erhöhter Feuchtebelastung wirksam wird, wie sie durch das Auslaufen einer Geschirrspül- oder Waschmaschine, ein nicht geschlossenes Fenster bei Gewitterregen oder dergleichen auftreten kann.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Trockenestrichfußboden mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1 und einen Bausatz zu seiner Erstellung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 13 aufzuzeigen, mit denen ein Sicherheitspuffer gegenüber kurzzeitig erhöhter Feuchtebelastung realisiert wird und die gleichzeitig kosteneffizienter als bekannte Trockenestrichsysteme sind.

LÖSUNG

Die Aufgabe der Erfindung wird durch einen Trockenestrichfußboden mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 und einen Bausatz zu seiner Erstellung mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen des Fußbodens und des Bausatzes sind in den Unteransprüchen 2 bis 11 und 13 bis 20 beschrieben.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Der neue Trockenestrichfußboden und der Bausatz zu seiner Erstellung weisen zwei wesentliche Bestandteile auf. Hierbei handelt es sich um eine Sand-Zement-Mischung einerseits und druckfeste Holzfaserdämmplatten andererseits. Die Sand-Zement-Mischung wird für die Erstellung des neuen Trockenestrichfußbodens als Trockenestrich auf eine Tragschicht aufgebracht und glatt gezogen. Auf diese glatt gezogene Schicht werden die Holzfaserdämmplatten aufgebracht. Durch die Sand-Zement-Mischung weist der neue Fußboden die notwendige Masse auf, um auch im Holzbau eine Schalldämmung sicherzustellen. Die Holzfaserdämmplatten sind sowohl für die Schalldämpfung als auch die Wärmedämmung relevant. Auch im Fall einer kurzzeitig erhöhten Feuchtebelastung sind Holzfaserdämmplatten günstig. Die Holzfasern handelsüblicher druckfester Holzfaserdämmplatten sind so hydrophob ausgerüstet, so dass im Normalfall kein Wasser in die Holzfaserdämmplatten selbst eindringen kann. Sollte dies dennoch erfolgen, wird hierdurch die Bindung der Fasern aneinander nicht beeinträchtigt. Durch die vielen Hohlräume im Fasergefüge kann das eingedrungene Wasser auch problemlos wieder ausdampfen. Gelangt es dabei in die Schicht aus der Sand-Zement-Mischung unterhalb der Holzfaserdämmplatten, wird es durch Hydratisierung des Zements, der bei der Erstellung des neuen Trockenestrichfußbodens noch nicht hydratisiert wurde, chemisch gebunden. Im Gegensatz zu einem Nassestrichfußboden ist die Sand-Zement-Mischung daher keine Quelle für Feuchtigkeit, die vor einer Belegung des Fußbodens entfernt werden muss, sondern sie stellt sogar einen Puffer zur Absorption nicht unbeträchtlicher Wassermengen dar, die im Rahmen kurzzeitig erhöhter Feuchtebelastung auftreten können.

Dabei kann die Trockenschüttung bei dem neuen Trockenestrichfußboden eine handelsübliche Estrichmischung für Nassestriche sein.

Zur schalltechnischen Entkopplung des neuen Fußbodens von den Wänden ist die Schicht aus der Trockenschüttung zu den Wänden eines Raums hin vorzugsweise durch vertikal ausgerichtete Streifen aus Dämmmaterial begrenzt. Dabei können Streifen aus dem Material der Holzfaserdämmplatten zur Anwendung kommen, die später auf die Schicht aus der Trockenschüttung aufgelegt werden. Die Streifen können auch dazu dienen, das ebene Abziehen der Schicht aus der Trockenschüttung zu erleichtern. Wenn der seitliche Abstand der Streifen schmaler ist als ein Abziehwerkzeug, kann dieses Abziehwerkzeug von dem Streifen in der Höhe geführt werden. Hierzu ist es in aller Regel sinnvoll, die Schicht aus der Trockenschüttung auch innerhalb des jeweiligen Raums durch vertikal ausgerichtete Streifen zu unterteilen.

Zusätzlich können derartige Streifen verwendet werden, um Warmwasserleitungen, beispielsweise einer Warmwasserheizung, oder dergleichen innerhalb der Schicht aus der Trockenschüttung seitlich zu isolieren.

Ein dekorativer Oberbelag des neuen Fußbodens kann direkt auf den Holzfaserdämmplatten verlegt sein. Beispielsweise können Holzdielen mit Schrauben direkt auf die Holzfaserdämmplatten aufgeschraubt werden, um eine kraftschlüssige Verbindung zu bewirken. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, dass mit den Schrauben keine spezielle Unterkonstruktion getroffen werden muss, weil die Holzfaserdämmplatten den Oberbelag ganzflächig abstützen.

Es ist weiterhin möglich, einen dekorativen Oberbelag auf die Holzfaserdämmplatten aufzukleben. Dies gilt auch für Bodenfliesen. Hierbei macht sich vorteilhaft die besonders geringe Feuchteausdehnung von Holzfaserdämmplatten bemerkbar, die weit geringer ist als beispielsweise diejenige von über die Dichte von gewachsenem Holz hinaus verdichteten Span- oder OSB-Platten. Das geringe Arbeiten von Holzfaserdämmplatten in der Ebene erlaubt es auch, die Holzfaserdämmplatten selbst relativ dicht an die Wände eines Raums heran zu verlegen, ohne dass die Gefahr besteht, dass ein zur schalltechnischen Entkopplung gewollter Spalt zwischen den Holzfaserdämmplatten und den Wänden aufgrund einer Ausdehnung durch Feuchtigkeitsaufnahme verloren geht.

Statt des direkten Befestigens eines dekorativen Oberbelags auf den Holzfaserdämmplatten können diese zunächst auch mit Gipsfaserplatten abgedeckt werden, auf die dann auch druckweiche Oberbeläge, wie beispielsweise Teppichböden, aufgebracht werden können. Bei druckweichen Oberbelägen sind die druckfesten Holzfaserdämmplatten zur lokalen Lastabtragung allein häufig unzureichend. Eine zusätzliche Lage aus Gipsfaserplatten sorgt aber für eine ausreichende Kraftverteilung. Auch bei einer starren Verbindung der Holzfaserdämmplatten mit den Gipsfaserplatten, wie sie durch eine Verklebung erreicht werden kann, macht sich die besonders geringe Neigung der Holzfaserplatten zur Ausdehnung unter Aufnahme von Feuchtigkeit positiv bemerkbar. Es kommt nicht zur Riss- oder Spaltbildung aufgrund stark unterschiedlicher Ausdehnungen.

Wenn eine elektrische Flächenheizung über den Holzfaserplatten und unter dem jeweiligen Oberbelag verlegt ist, verhindern die wärmedämmenden Eigenschaften der Holzfaserdämmplatten, dass der Wärmeeintrag nach unten verloren geht, so dass die Heizleistung mit hohem Wirkungsgrad wie gewünscht an den dekorativen Oberbelag bzw. den darüber befindlichen Raum abgegeben wird.

Eine Holzfaserdämmplatte weist regelmäßig eine Dichte unterhalb derjenigen des entsprechenden gewachsenen Holzes auf. Holzfaserdämmplatten mit extrem niedriger Dichte sind für den neuen Fußboden aber weniger geeignet, da auch das Kriterium der Druckfestigkeit erfüllt sein muss. Geeignete Dicken der Holzfaserdämmplatten für eine gute Dämmwirkung beginnen ab 30 mm. Wenn eine Dicke von 100 mm überschritten wird, macht sich zunehmend eine starke Beschneidung der verbleibenden Raumhöhe durch den Fußboden bemerkbar.

Die Schicht aus der Sand-Zement-Mischung weist typischerweise eine Höhe im Bereich von 20 bis 75 mm auf, um die ihr zugeordneten Funktionen bei dem neuen Fußboden zu erfüllen.

Bei dem Bausatz zur Erstellung des neuen Trockenestrichfußbodens können, soweit Bodenfliesen entweder direkt auf die Holzfaserdämmplatten oder zusätzliche Gipsfaserplatten aufgeklebt werden sollen, übliche Fliesenkleber Verwendung finden.

Zum Verschrauben von Oberbelägen mit den Dämmfaserplatten sind Holzschrauben mit selbstschneidender Spitze geeignet, welche im Stand der Technik bekannt sind.

Zum Verkleben von Gipsfaserplatten mit den Holzfaserplatten kann PUR-Montageschaum eingesetzt werden, der in einer dünnen Klebeschnur an den Kanten der Gipsfaserplatten angebracht wird. Wenn die Gipsfaserplatten dann stumpf zusammengestoßen werden, ergibt sich eine feste Verklebung der Gipsfaserplatten untereinander und auch zu den darunter liegenden Holzfaserdämmplatten. Nach der Aushärtung können oben überstehende Reste des PUR-Montageschaums mit einem Spachtel leicht entfernt werden.

KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von zwei in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter erläutert und beschrieben.

1 zeigt einen Horizontalschnitt durch einen neuen Trockenestrichfußboden auf Höhe einer Schicht aus einer trockenen Sand-Zement-Mischung.

2 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Fußboden gemäß 1 mit einer ersten Ausführungsform seines Oberbelags; und

3 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Fußboden gemäß 1 mit einer zweiten Ausführungsform seines Oberbelags.

FIGURENBESCHREIBUNG

1 zeigt einen horizontalen Schnitt durch einen Fußboden 1 eines Raums 2, der durch die ihn begrenzenden Wände 3 definiert ist. In der in der Figur unten dargestellten Wand 3 befindet sich eine Türöffnung 4. Eine untere Tragschicht 5 für den Fußboden 1 ist in 1 nicht sichtbar, weil sie von einer Schicht 6 aus einer Trockenschüttung 7, bei der es sich um eine Sand-Zement-Mischung 8 handelt, abgedeckt ist. Seitlich zu den Wänden 3 hin ist die Schicht 6 durch Streifen 9 begrenzt. D. h., die Streifen 9 sind zwischen der Schicht 6 und den Wänden 3 angeordnet. Weitere Streifen 9 verlaufen als Wärmedämmung zwischen und neben Warmwasserleitungen 10, bei denen es sich um Heizungszu- und -ableitungen handelt. Zusätzlich ist ein Streifen 9 zur Unterteilung der Schicht 6 so vorgesehen, dass mit einem durch Aufsetzen seiner beiderseitigen Enden auf die Streifen 9 höhengeführten Abziehwerkzeug die Schicht 6 aus der Trockenmischung 7 glatt gezogen werden kann, damit sie eine flächige Abstützung für bei dem Fußboden 1 darauf liegende Holzfaserdämmplatten bereitstellt. Die Streifen 9 bestehen vorzugsweise aus dem Material dieser Holzfaserdämmplatten, wobei die Streifen 9 bezüglich des Plattenmaterials, aus dem sie geschnitten sind, vertikal ausgerichtet sind, so dass die Dämmrichtung der Streifen 9 horizontal verläuft. Die zwischen der Schicht 6 und den Wänden 3 angeordneten Streifen 9 sorgen damit für eine möglichst weitgehende Entkopplung der Schicht 6 von den Wänden 3 in schalltechnischer Hinsicht. Im Bereich um die Warmwasserleitung 10 steht die Wärmedämmung durch die Streifen 9 im Vordergrund.

2 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Fußboden 1 gemäß 1 mit einer ersten Ausführungsform eines Oberbelags 11. Auf die Tragschicht 5, bei der es sich hier um eine Stahlbetondecke 12 handelt, die auf Wänden 13 eines Untergeschosses ruht, sind die Wände 3 des Raums 2 aufgemauert, die Streifen 9 aufgelegt und die Schicht 6 aus der Trockenschüttung 7 aus der Sand-Zement-Mischung 8 aufgeschüttet. Die Schicht 6 stützt mit Abstand 14 zu den Wänden 3 verlegte Holzfaserdämmplatten 15 von unten flächig ab. Auf die Holzfaserdämmplatten 15 sind Massivholzhobeldielen 16 mit Holzschrauben 17 mit selbstschneidender Spitze aufgeschraubt, welche durch die Federn des Nut- und Federprofils der einzelnen Massivholzhobeldielen geschraubt sind.

Die Ausführungsform des Oberbelags 11 des Fußbodens 1 gemäß 3 unterscheidet sich von derjenigen gemäß 2 dadurch, dass als Oberbelag 11 hier Bodenfliesen 18 vorgesehen sind, die aber nicht direkt auf die Holzfaserdämmplatten 15 aufgeklebt sind, sondern auf Gipsfaserplatten 19, die die Holzfaserdämmplatten 15 vollflächig abdecken.

Die Vorgehensweise zur Ausbildung des Fußbodens 1 gemäß den 1 bis 3 kann im Detail wie folgt aussehen:

Die Tragschicht 5 weist zur Unterseite des Oberbelags 11 eine Höhe von minus 11 cm auf. Zuerst werden aus den druckfesten Holzfaserdämmplatten 15 die Streifen 9 geschnitten, die in ihrer Breite der gewünschten Dicke der massereichen Schicht 6 aus der Sand-Zement-Mischung 8 entsprechen. Im vorliegenden Beispiel beträgt die Breite 4 cm. Mit diesen hochkant ausgerichteten Streifen, die entsprechend der Dicke der Holzfaserdämmplatte 6 cm breit sind, wird eine akustische Trennung zu den angrenzenden Wänden 3 gebildet. Weitere Streifen 9 werden parallel zu den Warmwasserleitungen 10 verlegt und zumindest ein Streifen 9 mittig im Raum, der zusammen mit den Streifen am Rand als Auflager für ein einfaches Abziehwerkzeug dient. Dann wird die Sand-Zement-Mischung 8 in Form einer üblichen Mischung, wie sie sonst für einen Nassestrichfußboden verwendet wird, auf die Tragschicht 5 aufgebracht. Entscheidend ist hierbei, dass sie nicht vorher mit Wasser angemischt wird, sondern trocken bleibt. Die Schicht 6 dient dazu, auf möglichst kostengünstige Weise Masse und Höhe in den Fußboden 1 einzubringen, ohne damit Feuchte einzutragen. Gleichzeitig ist die Schicht 6 aber in der Lage, Wasser aufzunehmen und mit ihrem Zementanteil chemisch zu binden. Bei unplanmäßigem Feuchteeintrag steht dadurch ein Wasserpuffer zur Verfügung. Nachdem die Schicht 6 plan abgezogen ist, beträgt die Höhendifferenz zur Oberkante zur Unterseite des Oberbelags 11 noch minus 7 cm. Hierauf wird vollflächig und im Verband eine Lage der dämmenden und druckfesten Holzfaserplatten 15 aufgelegt, die im Beispiel 6 cm dick sind. Eine Verbindung der Lage der Holzfaserdämmplatten 15 zu ihrem Untergrund ist nicht notwendig, kann aber durchaus beispielsweise über Klebepunkte aus PUR-Montageschaum erfolgen, die ein Verschieben der Platten beim Begehen verhindern. Zur Einhaltung der schalltechnischen Entkopplung der Lage der Holzfaserdämmplatten 15 zu den angrenzenden Wänden 3 werden die Holzfaserdämmplatten 15 in dem Abstand 14 zu den Wänden 3 von wenigen Millimetern verlegt. Sowohl die Schalllängsübertragung als auch eine mögliche feuchtebedingte Dimensionsänderung der Holzfaserdämmplatten 15 ist wesentlich unkritischer als bei über die Dichte des gewachsenen Holzes verdichteten Holzwerkstoffen, wie beispielsweise Holzspanplatten oder OSB-Platten. Nach Aufbringen der Holzfaserdämmplatten ergibt sich im Beispiel noch eine Höhendifferenz von minus 1 cm bis unter den Oberbelag 11. Diese Höhendifferenz wird im Beispiel dadurch ausgeglichen, dass eine Gipsfaserplatte dicht gestoßen und im Verband verlegt aufgebracht wird. Vorzugsweise werden die Gipsfaserplatten auf die Holzfaserdämmplatten aufgeklebt. Dies ist sehr effizient dadurch möglich, dass mit einem PUR-Montageschaum eine dünne Klebeschnur an den Kanten der Gipsfaserplatten angebracht wird. Wenn die Gipsfaserplatten stumpf aneinander gestoßen werden, ergibt sich so eine feste Verklebung zwischen den Gipsfaserplatten einerseits und zwischen den Gipsfaserplatten und den darunter liegenden Holzfaserdämmplatten andererseits. Nach Aushärtung überstehende Reste des Montageschaums können sehr leicht mit einem Spachtel entfernt werden. Durch die Gipsfaserplatten 19 ist ein oberer Abschluss geschaffen, der besenrein dem nachfolgenden Gewerk übergeben werden kann, oder beispielsweise bei wenig genutzten Dachräumen auch so belassen werden kann. Die Holzfaserdämmplatten 15 sind auch ihrerseits ausreichend fest, um beispielsweise das direkte Aufbringen von Laminatböden oder Bodenfliesen 18 zu ermöglichen. Dies sollte dann aber relativ zeitnah erfolgen, um Beschädigungen der Oberfläche der Dämmplatte zu vermeiden. Bedingt durch die poröse Oberfläche der Holzfaserdämmplatten 15 ergibt sich eine ausreichend feste Haftung zu handelsüblichen Fliesenklebern. Die geringe Neigung der Holzfaserdämmplatten 15 zu feuchtebedingten Längenänderungen in der Fläche verhindert ein nachträgliches Reißen der Fliesen-Mörtel-Fuge. Bei direktem Verschrauben von Massivholzhobeldielen 16 an den Holzfaserdämmplatten 15 reichten bereits vier Schrauben 17 auf eine Dielenlänge von 180 cm zur ausreichenden Fixierung der Massivholzhobeldielen. Dabei erwies es sich als besonders vorteilhaft, dass keine spezielle hölzerne Unterkonstruktion mit den Schrauben 17 getroffen werden muss. Die Verschraubung greift an jeder Stelle der als Scheibe unter den Massivholzhobeldielen 16 liegenden Holzfaserdämmplatten 15.

1Fußboden 2Raum 3Wand 4Türöffnung 5Tragschicht 6Schicht 7Trockenschüttung 8Sand-Zement-Mischung 9Streifen 10Warmwasserleitung 11Oberbelag 12Stahlbetondecke 13Wand 14Abstand 15Holzfaserdämmplatte 16Massivholzbohlendiele 17Schraube 18Bodenfliese 19Gipsfaserplatte

Anspruch[de]
  1. Trockenestrichfußboden mit einer Lage aus horizontal ausgerichteten Holzwerkstoffplatten, die auf einer Schicht aus einer Trockenschüttung aufliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzwerkstoffplatten druckfeste Holzfaserdämmplatten (15) sind und dass die Trockenschüttung (7) eine Sand-Zement-Mischung (8) aufweist.
  2. Fußboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockenschüttung (7) eine handelsübliche Estrichmischung für Nassestriche ist.
  3. Fußboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus der Trockenschüttung (7) zu den Wänden (3) eines Raums (2) hin durch vertikal ausgerichtete Streifen (9) aus dem Material der Holzfaserdämmplatten (15) begrenzt ist.
  4. Fußboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus der Trockenschüttung (7) innerhalb des Raums (2) durch vertikal ausgerichtete Streifen (9) aus dem Material der Holzfaserdämmplatten (15) unterteilt ist.
  5. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (6) aus der Trockenschüttung (7) zu unterhalb der Holzfaserdämmplatte (15) verlegten Warmwasserleitungen (10) hin durch vertikal ausgerichtete Streifen (9) aus dem Material der Holzfaserdämmplatten (15) begrenzt ist.
  6. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein dekorativer Oberbelag (11) über den Holzfaserdämmplatten (15) verlegt ist.
  7. Fußboden nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberbelag (11) durch Schrauben (17) oder eine Verklebung kraftschlüssig mit den Holzfaserdämmplatten (15) verbunden ist.
  8. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage aus Gipsfaserplatten (19) über den Holzfaserplatten (15) verlegt ist.
  9. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gipsfaserplatten (19) mit den Holzfaserplatten (15) verklebt sind.
  10. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Flächenheizung über den Holzfaserplatten (15) verlegt ist.
  11. Fußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzfaserdämmplatten (15) eine Dichte unterhalb derjenigen des gewachsenen Holzes aufweisen und 30 bis 100 mm dick sind und dass die Schicht (6) aus der Sand-Zement-Mischung (8) 20 bis 75 mm hoch ist.
  12. Bausatz für einen Trockenestrichfußboden nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass druckfeste Holzfaserdämmplatten (15) mit einer Dichte unterhalb derjenigen des gewachsenen Holzes und mit einer Dicke von 30 bis 100 mm sowie eine trockene Sand-Zement-Mischung (8) vorgesehen sind.
  13. Bausatz nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sand-Zement-Mischung (8) eine handelsübliche Estrichmischung für Nassestriche ist.
  14. Bausatz nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Streifen (9) aus dem Material der Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen sind, die eine Breite von 20 bis 75 mm aufweisen.
  15. Bausatz nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein dekorativer Oberbelag (11) zur Verlegung über den Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen ist.
  16. Bausatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass Schrauben (17) zum Anschrauben des Oberbelags (11) an die Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen ist.
  17. Bausatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kleber zum Verkleben des Oberbelags (11) mit den Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen ist.
  18. Bausatz nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Gipsfaserplatten (19) zur Verlegung über den Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen sind.
  19. Bausatz nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass PUR-Montageschaum zum Verkleben der Gipsfaserplatten (19) mit den Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen ist.
  20. Bausatz nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Flächenheizung zur Verlegung über den Holzfaserdämmplatten (15) vorgesehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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