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Kommunikationssystem für ein Gebäude und Verwendung des Kommunikationssystems - Dokument EP1460596
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1460596 28.10.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001460596
Titel Kommunikationssystem für ein Gebäude und Verwendung des Kommunikationssystems
Anmelder Siemens Building Technologies AG, Zürich, CH
Erfinder Vollenweider, Walter, 8712 Stäfa, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 20.03.2003
EP-Aktenzeichen 030063259
EP-Offenlegungsdatum 22.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.2004
IPC-Hauptklasse G08B 25/01
IPC-Nebenklasse G08B 25/06   H01Q 1/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem für ein Gebäude, welches ein verdrahtetes Gefahrenbekämpfungssystem mit einer Zentrale und an diese über mindestens eine Linie angeschlossenen Peripheriegeräten aufweist.

Ein derartiges Gefahrenbekämpfungssystem kann beispielsweise eine Brandmeldeanlage mit im Gebäude verteilt angeordneten Brandmeldern sein, die über einen Bus an die Zentrale angeschlossen sind, oder ein elektroakustisches Notfallwarnsystem mit im Gebäude verteilten Lautsprechern zur Durchsage von Evakuierungsinformationen. Selbstverständlich ist auch eine Kombination einer Brandmeldeanlage mit einem elektroakustischen Notfallwarnsystem möglich.

Neben einem elektroakustischen Notfallwarnsystem kann von diesem getrennt ein "Feuerwehrtelefon" vorgesehen sein, über welches die Feuerwehrleute vor Ort mit dem Einsatzleiter in der Zentrale kommunizieren können. Ein solches Feuerwehrtelefon ist fest verdrahtet und weist fest installierte Telefonapparate auf und erfordert daher zusätzliche Investitionen.

Ein Funksystem, oder allgemein ein drahtloses Kommunikationssystem, anstatt des Feuerwehrtelefons ist weniger aufwändig, die Funkgeräte sind aber in der Reichweite begrenzt, besonders in grossen Stahlbetongebäuden. So haben beispielsweise beim Terroranschlag am 11.09.2001 in New York mehr als hundert Feuerwehrleute ihr Leben verloren, weil es nicht gelungen ist, sie rechtzeitig zurück zu rufen. Der Grund dafür waren in erster Linie Schwierigkeiten, mit dem zur Verfügung stehenden Sprechfunk die Struktur der Gebäude zu durchdringen. Es ist auch bekannt, bei einem Funksystem im Gebäude ein Koaxialkabel als Antenne zu verlegen, so dass die Funkgeräte nur noch die Distanz zum Koaxialkabel überbrücken müssen. Aber auch das Koaxialkabel ist eine zusätzliche und kostspielige Investition.

Durch die Erfindung soll nun ein Kommunikationssystem der eingangs genannten Art angegeben werden, welches alle Vorteile eines Funksystems, also insbesondere geringe zusätzliche Installationskosten, aufweist, und welches die Struktur von Gebäuden mit Sicherheit durchdringt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die mindestens eine Linie des Gefahrenbekämpfungssystems als Antenne für induktive Übertragung verwendet wird, und dass tragbare induktive Empfänger für die übertragenen Kommunikationssignale vorgesehen sind.

Vorzugsweise erfolgt die induktive Übertragung im Frequenzbereich unterhalb von 135 kHz. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Kommunikationssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gefahrenbekämpfungssystem durch eine Brandmeldeanlage mit peripher im Gebäude verteilten und mit der Zentrale über mindestens eine Melderlinie verbundenen Brandmeldern gebildet ist, und dass mindestens ein Anschluss vorgesehen ist, mit dem die mindestens eine Melderlinie für die Einspeisung eines Kommunikationssignals auftrennbar ist.

Beim erfindungsgemässen Kommunikationssystem werden also die ohnehin vorhandenen Linien eines Gefahrenbekämpfungssystems, vorzugsweise die Melderlinien einer Brandmeldeanlage, für die Kommunikation mit im Gebäude verteilten und/oder in diesem zirkulierenden Personen verwendet. Wenn diese Personen beispielsweise Feuerwehrleute sind, dann tragen diese die Empfänger mit sich und sind an jedem Ort des Gebäudes mit Sicherheit erreichbar. Denn in dem genannten Frequenzbereich von unter 135 kHz sind verhältnismässig hohe Signalstärken zulässig. Empfangsstörungen der Kommunikationssignale könnten am ehesten durch Bildschirme verursacht werden. Da aber im Brandfall das Gebäude ohnehin stromlos gemacht werden sollte und sich die Feuerwehrleute eher in Gängen und Treppenhäusern aufhalten, ist diese Störungsquelle eher von untergeordneter Bedeutung.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Kommunikationssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einspeisung der Kommunikationssignale durch mindestens einen fest installierten Sender oder ein transportables Gerät erfolgt. Das transportable Gerät ist vorzugsweise durch einen Personal Computer gebildet und der mindestens eine Anschluss ist vorzugsweise in der Zentrale oder auf der mindestens einen Melderlinie vorgesehen.

Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind mehrere Anschlüsse vorgesehen, von denen sich einer in der Zentrale und mindestens einer auf der mindestens einen Melderlinie befindet. Vorzugsweise erfolgt eine redundante induktive Übertragung auf verschiedenen Frequenzen.

Die Erfindung betrifft weiter eine Verwendung des genannten Kommunikationssystems für die Kommunikation mit Einsatzkräften, insbesondere Feuerwehrleuten, wobei die tragbaren Empfänger von den Feuerwehrleuten mitgeführt werden.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der einzigen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung einer in einem Gebäude installierten Brandmeldeanlage, wobei anstatt der Brandmeldeanlage auch ein anderes Gefahrenbekämpfungssystem wie beispielsweise ein elektroakustisches Notfallwarnsystem vorgesehen sein kann. Wesentlich ist, dass die Brandmeldeanlage beziehungsweise das Gefahrenbekämpfungssystem über eine Zentrale und an diese über mindestens eine in Form einer Schleife verlegte Linie angeschlossene Peripheriegeräte verfügt.

Die mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete Brandmeldeanlage besteht im wesentlichen aus einer Zentrale 2 und aus in dem zu schützenden Gebäude installierten Brandmeldern 3, die an eine in Form einer Schleife verlegte Melderlinie 4 angeschlossen sind, über welche die Stromversorgung der Brandmelder 3 und deren Kommunikation mit der Brandmeldezentrale 2 erfolgt. Die letztere befindet sich in einem Kommandoraum, in welchem im Brandfall der Einsatzleiter der Feuerwehr stationiert ist. Je nach Grösse des Gebäudes sind an die Zentrale 2 mehrere Melderlinien 4 angeschlossen. Die Feuerwehrleute führen Empfänger 5 für den Empfang induktiv übertragener Kommunikationssignale im Frequenzbereich unter 135 kHz mit sich. Dieser Frequenzbereich ist unter anderem aufgrund von gesetzlichen Vorschriften gewählt.

Mit dem Bezugszeichen 6 ist ein Gerät bezeichnet, mit welchem Kommunikationssignale in die Melderlinie 4 eingespeist werden können. Das Gerät 6 ist ein transportabler oder fest eingebauter Sender, der im letzteren Fall vorzugsweise an die Zentrale 2 angeschlossen ist. Im Fall eines transportablen Senders weist die Zentrale 2 und/oder die Melderlinie 4 an geeigneten Stellen Anschlüsse 7 auf, mit denen die Melderlinie 4 aufgetrennt werden kann. Die Verbindung des beispielsweise durch einen PC gebildeten Geräts 6 mit den Anschlüssen 7 ist durch eine gestrichelte Linie 8 angedeutet. Da die Melder 3 so gebaut sind, dass sie auch bei Anwesenheit von starken Störsignalen zuverlässig funktionieren, werden sie bei der Einspeisung und Übertragung von Kommunikationssignalen in Betrieb bleiben können.

Gegenüber Funkübertragung im VHF- und UHF-Bereich hat die in induktive Übertragung eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Empfänger 5 sind wesentlich kleiner.
  • Die Empfänger 5 können mit einer Primärbatterie betrieben werden, deren Lebensdauer mindestens 1 Jahr beträgt.
  • Niederfrequente Signale durchdringen des Gebäude wesentlich besser, so dass die Abdeckung mit Ausnahme der unmittelbaren Umgebung von Bildschirmen sehr gut ist. Da die Bildschirme im Brandfall wegen Stromabschaltung nicht in Betrieb sind, und die Feuerwehrleute sich nicht an den Bildschirmen aufhalten, ist die Nichtabdeckung in der Umgebung der Bildschirme eher sekundär.
  • Bei Übertragung in dem für induktive Anwendungen vorgesehenen Frequenzband von 125 bis 135 kHz sind relativ hohe Signalstärken zulässig.

Im einfachsten Fall werden an die Empfänger 5 nur alphanumerische Meldungen übermittelt, wobei aber die Übertragung von Sprache oder anderen Signalen nicht ausgeschlossen ist. Bei Verbindung des Geräts mit einem Anschluss 7 auf der Melderlinie 4 ist es auch möglich, Signale an die Zentrale 2 zu übertragen.


Anspruch[de]
  1. Kommunikationssystem für ein Gebäude, welches ein verdrahtetes Gefahrenbekämpfungssystem mit einer Zentrale (2) und an diese über mindestens eine Linie angeschlossenen Peripheriegeräten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Linie des Gefahrenbekämpfungssystems als Antenne für induktive Übertragung verwendet wird, und dass tragbare induktive Empfänger (5) für die übertragenen Kommunikationssignale vorgesehen sind.
  2. Kommunikationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die induktive Übertragung im Frequenzbereich unterhalb von 135 kHz erfolgt.
  3. Kommunikationssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefahrenbekämpfungssystem durch eine Brandmeldeanlage (1) mit peripher im Gebäude verteilten und mit der Zentrale (2) über mindestens eine Melderlinie (4) verbundenen Brandmeldern (3) gebildet ist, und dass mindestens ein Anschluss (7) vorgesehen ist, mit dem die mindestens eine Melderlinie (4) für die Einspeisung eines Kommunikationssignals auftrennbar ist.
  4. Kommunikationssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspeisung der Kommunikationssignale durch mindestens einen fest installierten Sender oder ein transportables Gerät (6) erfolgt.
  5. Kommunikationssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das transportable Gerät (6) durch einen Personal Computer gebildet ist.
  6. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschluss (7) in der Zentrale (2) vorgesehen ist.
  7. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Anschluss (7) auf der mindestens einen Melderlinie (4) vorgesehen ist.
  8. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Anschlüsse (7) vorgesehen sind, von denen sich einer in der Zentrale (2) und mindestens einer auf der mindestens einen Melderlinie (4) befindet.
  9. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine redundante induktive Übertragung auf verschiedenen Frequenzen erfolgt.
  10. Verwendung des Kommunikationssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 9 für die Kommunikation mit Einsatzkräften, insbesondere Feuerwehrleuten, wobei die tragbaren Empfänger (5) von den Feuerwehrleuten mitgeführt werden.






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