PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20313047U1 04.11.2004
Titel Lerntablett
Anmelder Geiring, Heinrich, 88316 Isny, DE
DE-Aktenzeichen 20313047
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.11.2004
Registration date 30.09.2004
Application date from patent application 23.08.2003
IPC-Hauptklasse G09B 3/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lernhilfe gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Insbesondere betrifft die Erfindung ein universelles Lerntablett (1, 2, 4) zum leichteren Auswendiglernen von Vokabeln, Fachbegriffen, Gedichten, Theaterrollen, Frage-Antwort-Texten, Begriff-Bild-Paaren, usw.

Zwischen einem gewöhnlichen Vokabelbuch und einem teuren Computer (Handheld, Tablet-PC, Laptop, Tisch-PC) gibt es praktisch kein robustes, billiges und universelles Lernmittel, obwohl das Auswendiglernen in unserer Gesellschaft, die das lebenslange Lernen propagiert, doch täglich mehr Bedeutung gewinnt.

Bekannte mechanische Lernhilfen beziehen sich auf spezielle Lerninhalte oder auf Karteikarten, die für große Lernmengen wie 5000 Wortgleichungen bzw. Frage-Antwort-Paaren je Fremdsprache in den üblichen Lernumgebungen unhandlich sind, sowohl in der Lagerung, im Transport wie auch in der Benutzung. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Auswendiglernen von allen horizontal schreibbaren Lerninhalten.

Die vorliegende Erfindung Lerntablett, die das Lernen gewichtsmäßig, optisch und psychologisch erleichtern soll, besteht aus zwei getrennten Teilen, dem eigentlichen Lerntablett (1), kaum größer als DIN A 4, mit aufgeklebter Klarsichthülle (2) und dem Lernschieber (4).

Der Erfindungsgegenstand, der für mehrere Standard-Papierformate geeignet Ist, wird im Text in Format DIN A 4 beschrieben und in den Zeichnungen perspektivisch und nicht maßgetreu dargestellt.

1 Der Lernschieber (4) vorzugsweise aus Kunststoff, 0,8 mm bis 3 mm stark, in U-Form hergestellt, ist etwas breiter, als DIN A 4 breit ist, und ca. 10 cm hoch.

2 Das rechteckige Lerntablett (1) mit aufgeklebter Klarsichthülle (2) und leicht angehobener Oberseite der Klarsichthülle Ist ca. 3 mm dick und etwas größer als DIN A 4 und besteht vorzugsweise aus leichtem Kunststoff.

3 Ein mit Fragen und Antworten beschriebenes Lernblatt (3) in der Größe DIN A 4 unmittelbar vor dem Einlegen in die Klarsichthülle (2) des Lerntabletts (1).

4 Das Lerntablett (1) mit Klarsichthülle (2), eingelegtem Lernblatt (3) und aufgelegtem Lernschieber (4), bereit zum Auswendiglernen oder Kontrollieren des Lernerfolgs.

Um mit dem Lerntablett arbeiten zu können, werden die Vokabeln (Wortgleichungen) einer Lektion untereinander auf das Lernblatt (3) geschrieben (nicht nebeneinander, wie in den Lehrbüchern üblich):

  • petrol

    Benzin
  • breakdown

    (Auto-)Panne
  • change a tyre

    einen Reifen wechseln
  • Drive straight on.

    Fahren Sie geradeaus.

Es ist sinnvoll, mehrere solcher Spalten mit Vokabeln bzw. Fragen und Antworten nebeneinander zu drucken, jedoch immer die Antwort unter der Frage und nie die Antwort rechts neben der Frage.

Die herkömmliche Darstellung der Vokabeln (horizontal) in Lehrbüchern verhindert die Benutzung des Lerntabletts. Ein zusätzliches Verlagsangebot eines Abreißblocks in DIN A 4 mit den Vokabeln eines Lehrbuchs (vertikal, wie oben dargestellt) zum Lernen mit dem Lerntablett vermeidet die hohen Kosten einer Lehrbuchänderung.

Das Blatt (3) mit den Vokabeln wird in das Klarsichthülle (2) des Lerntabletts (1) eingelegt, der Lernschieber (4) wird mit den Wangen nach unten so auf das Lerntablett (1) gelegt, dass er sich am Lerntablett entlang bewegen kann. Der Lernschieber aus undurchsichtigem Kunststoff ist so leicht, dass er sich mit dem Daumen einer Hand präzise steuern und bewegen lässt, während die gleiche Hand das leichte Lerntablett hält.

Das Auge wird durch die Oberkante des Lernschiebers geführt und mechanisch auf eine Zeile konzentriert. Die Hand und der Daumen führen durch Bewegung des Lernschiebers die Bewegung des Auges. Eine freie Abdeckkarte, auf ein Vokabelbuch gelegt, kann nicht ohne Anstrengung parallel in vertikaler Richtung verschoben werden, weil sie zwei Freiheitsgrade der Bewegung hat. Wegen der Anatomie des Armes und der Hand ist eine freie Abdeckkarte nach wenigen Zeilenbewegungen schräg zur Druckzeile, was den Lerner ärgert. Jeder Lerner verzichtet sehr schnell auf die freie Abdeckkarte. Sie lenkt mehr vom Lernen ab, als sie beim Lernen hilft.

Typischerweise lernen Jugendliche nicht über ein auf dem Tisch liegendes Vokabelbuch gebeugt, sondern sie suchen eine bequeme Sitzposition oder Liegeposition und halten das aufgeschlagene Buch links und rechts mit beiden Händen. Das Lerntablett ist im Liegen mit einer Hand von der Horizontalen bis zur Vertikalen mit wenig Kraft haltbar. Wegen des Gewichtes des Lehrbuchs (340 g und mehr) ist die mechanische Gesamtsituation unangenehm und der Körper tendiert dazu, das Lehrbuch wegzulegen, somit der Lernsituation zu entfliehen. Das Lerntablett mit einem oder wenigen Lernblättern (ca. 185 g) hat ein erheblich geringeres Gewicht.

Das Lerntablett kann der Lerner mit einer Hand hatten, ohne die aktuelle Zelle zu verlieren, während er mit dar anderen Hand viele andere Dinge (Tür öffnen, Fernsehsender wechseln, trinken, telefonieren, ...) machen kann. Die Lernsituation muss nicht oder nicht vollständig verlassen werden, wenn aus der Sicht des Lerners Anderes getan werden muss.

Mit dem Lerntablett wird Lernen lebensbegleitend, während es ohne Lerntablett häufig als lebensverhindernd empfunden wird.


Anspruch[de]
  1. Lernhilfe, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Lerntablett (1) aus Karton, Kunststoff oder Holz zur Aufnahme von Frage- und Antwort-Lernblättern (3), mit dem losen, rechteckigen Lernschieber (4) mit Einhand-Bedienung mehrere untereinander stehende Fragen und/oder Antworten nacheinander präzise und gezielt abgedeckt und aufgedeckt werden können, durch Gleiten des Lernschiebers in einer einzigen linearen Richtung an der linken und/oder rechten Kante des Lerntabletts entlang, vom Daumen gesteuert, und das Lerntablett von der gleichen Hand gehalten.
  2. Lerntablett nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lerntablett aus einer rechteckigen Platte (1) von ca. 3 mm Dicke besteht, mit der oberen Fläche etwas größer als ein Standard-Papierformat ist und auf der oberen Fläche eine Klarsichthülle (2), fast so groß wie die rechteckige Platte, aufgeklebt ist, die von zwei Seiten an einer Ecke offen ist und in die die Lernblätter eingelegt werden, wobei die Klarsichthülle die Lernblätter gegen Abrieb durch den Lernschieber (4) und gegen Umwelteinflüsse schützt.
  3. Lerntablett nach Schutzanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Lernschieber (4) aus dünnem, undurchsichtigem Kunststoff im U-Profil auf das Lerntablett aufgelegt durch seine beiden ca. 3 mm hohen parallelen Wangen geführt sich nur in einer Richtung verschieben lässt.
  4. Lerntablett nach Schutzanspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lerntablett ein Lernblatt (3) oder bis zu fünf Lernblätter eines Standard-Papierformats aufnehmen kann und sich die eingelegten Lernblätter durch Adhäsion oder durch elektrostatische Anziehung In der Klarsichthülle im Lernbetrieb nicht gegenüber dem Lerntablett bewegen können, jedoch leicht gewechselt oder gewendet werden können.
  5. Lerntablett nach Schutzanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch ein leicht schräg bedrucktes Lernblatt (3) genügend Platz in der Klarsichthülle (2) hat, um darin so ausgerichtet zu werden, dass die Schriftlinie parallel zur oberen Kante des Lernschiebers Ist.
  6. Lerntablett nach Schutzanspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verschiebung des Lernschiebers (4) auf einem auf dem Tisch liegenden Lerntablett die beiden Wangen des Lernschiebers den Tisch nicht berühren.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com