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Dokumentenidentifikation DE202004009253U1 11.11.2004
Titel Drückergarnitur für Türen, Fenster o.dgl.
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Vertreter Ginzel, L., Dipl.-Ing., 58256 Ennepetal
DE-Aktenzeichen 202004009253
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.11.2004
Registration date 07.10.2004
Application date from patent application 09.06.2004
IPC-Hauptklasse E05B 3/00

Beschreibung[de]

Derartige Drückergarnituren sind hinlänglich bekannt. Sie dienen zum Öffnen bzw. Schließen einer Tür, eines Fensters oder dergleichen und weisen ein Achselement und ein Griffelement auf. Das Achselement erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht von der Tür, dem Fenster oder dergleichen und steht z. B. über einen Vierkant mit einer Falle oder dergleichen in Verbindung. Senkrecht zu dem Achselement steht ein Griffelement ab, welches als Handgriff dient und eine Betätigung der Drückerarmatur derart erlaubt, dass beim Herunterdrücken des Griffelementes das Achselement gedreht wird, wodurch die Falle oder dergleichen zurückgezogen oder verschwenkt wird, so dass die Tür, das Fenster oder dergleichen geöffnet bzw. geschlossen werden kann.

Drückerarmaturen sind in vielen Formen und Ausführungen auf dem Markt. Sie haben in aller Regel gemeinsam, dass das Achselement und das Griffelement einstückig miteinander verbunden sind. Dies erfordert üblicherweise eine aufwendige Herstellung und Bearbeitung und macht daher die bekannten Drückergarnituren teuer. Infolge der einteiligen und sperrigen Ausgestaltung ist auch ein gewisses Packungsvolumen zum Aufbewahren der Drückergarnituren erforderlich. Wenn aufgrund optischer Gesichtspunkte Drückergarnituren aus verschiedenen Materialien und/-oder mit unterschiedlichen Farbgestaltungen gefordert werden, ist gerade bei den bekannten einteiligen Drückergarnituren ein erhöhter Fertigungsaufwand erforderlich.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Drückergarnitur zu schaffen, die in ihrer Herstellung vereinfacht ist, die platzsparend gelagert werden kann und die schnell und einfach an optische oder ästhetische Erfordernisse angepasst werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale.

Dadurch, dass das Griffelement in eine Bohrung des Achselementes eingesteckt ist, wird eine zweiteilige Fertigung ermöglicht, so dass Achselement und Griffelement getrennt gefertigt werden können. Dies vereinfacht und verbilligt die Herstellung. Da die beiden Teile der erfindungsgemäßen Drückergarnitur als Einzelteile getrennt nebeneinander gelagert werden können, ergibt sich eine platzsparende Aufbewahrung und Lagerung in einem relativ kleinen Behältnis. Durch die Herstellung der Einzelteile aus unterschiedlichen Materialien und/oder verschiedenen Farben wird auch den optischen oder ästhetischen Gesichtspunkten Rechnung getragen, da das Achselement und das Griffelement beliebig und entsprechend den Nutzerwünschen zusammengesteckt werden können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Drückergarnitur ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weisen das Achselement und das Griffelement zumindest in ihrem sich gegenseitig durchdringenden Bereich einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass sie leicht und einfach herzustellen ist und auch in optischer Hinsicht ansprechend aussieht.

Vorzugsweise ist die Bohrung im Achselement als Durchgangsbohrung ausgebildet und das Griffelement durchgreift die Durchgangsbohrung vollständig, so dass es auf beiden Seiten über das Achselement übersteht.

Um eine einfache und schnelle Festlegung des Griffelementes an dem Achselement zu ermöglichen, ist nach einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass das Griffelement in dem Achselement über eine Feststellschraube festlegbar ist. Somit kann vor Ort mit einfachen Mitteln das Achselement und das Griffelement zu einer Drückergarnitur zusammengefügt werden. Außerdem kann aufgrund dieser Ausgestaltung das Griffelement auch leicht und schnell ausgetauscht werden, wenn dazu ein Bedarf besteht.

Besonders einfach gestaltet sich die Anordnung der Feststellschraube, wenn nach einer vorteilhaften Ausgestaltung die Feststellschraube von einer Stirnseite her in das Achselement eingesetzt ist, so dass die Feststellschraube von außen leicht zugänglich ist.

Aus Symmetriegründen fallen vorteilhafterweise die Achse der Feststellschraube und die Achse des Achselementes zusammen. Infolge dieser Anordnung ergibt sich auch eine gute Festlegung des Griffelementes, da dieses in seiner Symmetrieebene geklemmt wird.

Damit die Feststellschraube nicht störend ins Auge fällt, ist die Feststellschraube nach einer bevorzugten Anordnung hinter einer Abdeckung verborgen. Dies begünstigt auch die ästhetische Gesamtwirkung der erfindungsgemäßen Drückergarnitur.

Die Abdeckung ist vorzugsweise in einer an der Stirnseite des Achselementes angeordneten Kappe aufgenommen. Dadurch ergibt sich nicht nur eine einfache und unauffällige Befestigung des Abdeckelementes, sondern auch eine gute Zugänglichkeit des Abdeckelementes.

Vorzugsweise ist die Abdeckung als ein kreisscheibenförmiges Element ausgebildet. Eine solche Form ist leicht und einfach herzustellen; sie lässt sich außerdem gut in das Abdeckelement integrieren.

Um dem gesamten Griffelement eine ansprechende ergonomische Form zu verleihen, ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass das Griffelement einen ersten, rechtwinkelig zum Achselement verlaufenden Bereich und einen zweiten, sich an den ersten Bereich anschließenden, bogenförmigen Bereich aufweist. Eine solche Ausgestaltung erfüllt auch optische und architektonische Gesichtspunkte.

Wenn nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der erste, rechtwinkelig zum Achselement verlaufende Bereich des Griffelementes die Durchgangsbohrung im Achselement durchdringt, ergibt sich eine besonders gute und ansprechende Verbindung zwischen dem Achselement und dem Griffelement, da beide Elemente zumindest in diesem Bereich kreisförmig ausgestaltet sind und somit insbesondere in ästhetischer Hinsicht ein ansprechender Gesamteindruck entsteht.

Dieser ansprechende Gesamteindruck wird noch dadurch verstärkt, wenn in vorteilhafter Weiterbildung der zweite, bogenförmige Bereich in Richtung auf die Tür, das Fenster oder dergleichen gekrümmt ist. Dadurch ist auch das freie Ende des Griffelementes in Richtung Tür gerichtet, so dass keine Verletzungsgefahr von dem freien Ende des Griffelementes ausgehen kann.

Um den optischen Eindruck der gesamten Drückergarnitur weiter zu verbessern, ist weiterhin vorgesehen, dass eine am freien Ende des zweiten, bogenförmigen Bereiches liegende Stirnfläche parallel zu der Tür, dem Fenster oder dergleichen ausgerichtet ist.

Eine am freien Ende des ersten Bereiches liegende Stirnfläche ist vorzugsweise senkrecht zu der Tür, dem Fenster oder dergleichen ausgerichtet.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen.

Es zeigen:

1: Eine perspektivische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Drückergarnitur,

2: eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Drückergarnitur und

3: eine Ansicht der erfindungsgemäßen Drückergarnitur.

Die in den Figuren dargestellte erfindungsgemäße Drückergarnitur eignet sich besonders zur Anbringung an Türen, sie kann aber auch im Zusammenhang mit Fenstern oder dergleichen Verwendung finden.

Die Drückergarnitur weist ein Achselement 1 und ein Griffelement 2 auf. Das Achselement 1 erstreckt sich in einer senkrechten Richtung von einer Tür nach außen und kann eine nicht dargestellte Vierkantwelle aufnehmen, die mit einer Falle oder einem Riegel verbunden ist.

An dem Achselement 1 ist das Griffelement 2 festgelegt, welches zusammen mit dem Achselement 1 die Drückergarnitur bildet. Bei einem Druck auf das Griffelement 2 wird das Achselement 1 um seine Längsachse verschwenkt und betätigt über die Vierkantwelle die Falle oder den Riegel, so dass die Tür geöffnet bzw. geschlossen werden kann.

Das Achselement 1 hat einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. Es ist in der Nähe seines von der Tür wegweisenden Endes mit einer kreisförmigen Durchgangsbohrung 3 versehen, welche zur Aufnahme des Griffelementes 2 dient.

Das Griffelement 2 weist einen ersten, rechtwinkelig zum Achselement 1 verlaufenden Bereich 2a und einen zweiten, sich an den ersten Bereich 2a anschließenden, bogenförmigen Bereich 2b auf. Zumindest der erste Bereich 2a des Griffelementes 2 ist wie das Achselement 1 im Wesentlichen kreisförmig ausgebildet, so dass der erste Bereich 2a gut in die Durchgangsbohrung 3 eingesteckt werden kann.

Der erste Bereich 2a des Griffelementes 2 durchdringt die Durchgangsbohrung 3 im Achselement 1 vollständig, so dass er mit seinem vom zweiten Bereich 2b abgewandten Ende aus dem Achselement 1 hervorragt.

Der sich an den ersten Bereich 2a anschließende zweite Bereich 2b des Griffelementes 2 ist – wie aus 2 zu ersehen ist – in Richtung auf die Tür gekrümmt. Weiterhin ist eine am freien Ende des zweiten, bogenförmigen Bereiches 2b liegende Stirnfläche 2c parallel zu der Tür ausgerichtet, während eine am freien Ende des ersten Bereiches 2a liegende Stirnfläche 2d senkrecht zu der Tür ausgerichtet ist.

Um das in das Achselement 1 eingesteckte Griffelement 2 an dem Achselement 1 festzulegen, ist eine Feststellschraube 4 vorgesehen, welche an der von der Tür abgewandten Stirnseite 1a des Achselementes 1 angeordnet ist und in der Achse des Achselementes 1 liegt, so dass die Achsen von Achselement 1 und Feststellschraube 4 zusammenfallen.

Die Feststellschraube 4, bei der es sich z. B. um eine Madenschraube oder dergleichen handeln kann, ist hinter einer kreisscheibenförmigen Abdeckung 5 verborgen, die in einer an der Stirnseite 1a des Achselementes 1 angeordneten Kappe 6 aufgenommen ist.

Anders als in den Figuren dargestellt, kann die Bohrung in dem Achselement 1 auch als Sackbohrung ausgebildet sein, mit der Folge, dass das Griffelement 2 auf der einen Seite nicht über das Achselement 1 vorsteht.

Die beschriebene Anordnung der Feststellschraube 4 kann jedoch auch bei dieser Ausgestaltungsvariante verwendet werden.

Durch die getrennte Herstellung von Achselement 1 und Griffelement 2 können für beide Bauteile nicht nur unterschiedliche Materialien, sondern auch unterschiedliche Farbgebungen verwendet werden, so dass dem individuellen Geschmack Rechnung getragen wird. Auch ist es möglich, die Griffelemente 2 zu einem beliebigen Zeitpunkt auszutauschen, sei es infolge von Beschädigungen oder infolge eines geänderten Geschmacks.

1Achselement 1aStirnseite 2Griffelement 2aerster Bereich 2bzweiter Bereich 2cStirnfläche 2dStirnfläche 3Durchgangsbohrung 4Feststellschraube 5Abdeckung 6Kappe

Anspruch[de]
  1. Drückergarnitur für Türen, Fenster oder dergleichen mit einem Achselement und einem Griffelement, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (2) in eine Bohrung des Achselementes (1) eingesteckt ist.
  2. Drückergarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Achselement (1) und das Griffelement (2) zumindest in ihrem sich gegenseitig durchdringenden Bereich einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
  3. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung im Achselement (1) als Durchgangsbohrung (3) ausgebildet ist und dass das Griffelement (2) die Durchgangsbohrung (3) vollständig durchgreift, so dass es auf beiden Seiten über das Achselement (1) übersteht.
  4. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (2) in dem Achselement (2) über eine Feststellschraube (4) festlegbar ist.
  5. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellschraube (4) von einer Stirnseite (1a) her in das Achselement (1) eingesetzt ist.
  6. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Feststellschraube (4) und die Achse des Achselementes (1) zusammenfallen.
  7. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellschraube (4) hinter einer Abdeckung (5) verborgen ist.
  8. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5) in einer an der Stirnseite (1a) des Achselementes (1) angeordneten Kappe (6) aufgenommen ist.
  9. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5) als ein kreisscheibenförmiges Element ausgebildet ist.
  10. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffelement (2) einen ersten, rechtwinkelig zum Achselement (1) verlaufenden Bereich (2a) und einen zweiten, sich an den ersten Bereich (1a) anschließenden, bogenförmigen Bereich (2b) aufweist.
  11. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste, rechtwinkelig zum Achselement (1) verlaufende Bereich (2a) des Griffelementes (2) die Durchgangsbohrung (3) im Achselement (1) durchdringt.
  12. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite, bogenförmige Bereich (2b) in Richtung auf die Tür, das Fenster oder dergleichen gekrümmt ist.
  13. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine am freien Ende des zweiten, bogenförmigen Bereiches (2b) liegende Stirnfläche (2c) parallel zu der Tür, dem Fenster oder dergleichen ausgerichtet ist.
  14. Drückergarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine am freien Ende des ersten Bereiches (2a) liegende Stirnfläche (2d) senkrecht zu der Tür, dem Fenster oder dergleichen ausgerichtet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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