PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004020595A1 18.11.2004
Titel Pferdezügel
Anmelder Brockmann, Sandra, 21256 Handeloh, DE;
Knuth, Arne, 21256 Handeloh, DE
Erfinder Brockmann, Sandra, 21256 Handeloh, DE;
Knuth, Arne, 21256 Handeloh, DE
Vertreter Jaeschke, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 22851 Norderstedt
DE-Anmeldedatum 27.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020595
Offenlegungstag 18.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.2004
IPC-Hauptklasse B68B 1/04
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Pferdezügel, der mit seinen freien Enden am Zaumzeug für ein Pferd befestigbar ist. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Zügel ein zugfestes Gurtband aufweist, das mit einem dünnen Lederstreifen im Wesentlichen vollständig ummantelt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Pferdezügel, der mit seinen freien Enden am Zaumzeug für ein Pferd befestigbar ist.

Pferdezügel sind teilweise sehr hohen Zugbelastungen ausgesetzt. Dennoch dürfen die Zügel auch unter extremen Beanspruchungen nicht reißen, da ansonsten ein Sturz des Reiters fast unvermeidbar ist. Es ist daher bekannt, die Zügel aus einem Volllederband entsprechender Dicke herzustellen. Ein solcher Zügel ist jedoch wenig biegsam und kann nicht gut gehalten werden. Auch ist es bekannt, Zügel aus einem weichen Gurtband zu fertigen. Diese Zügel ist zwar flexibel, kann aber ebenfalls relativ schlecht ergriffen werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Zügel der eingangs geschilderten Art so auszubilden, dass er zum einen reißfest und zum anderen flexibel und gut handhabbar ist.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass der Zügel ein zugfestes Gurtband aufweist, das mit einem dünnen Lederstreifen im wesentlichen vollständig ummantelt ist. Durch diese Ausbildung eines Zügels wird die hohe Reißfestigkeit und Flexibilität eines Gurtbandes mit der Geschmeidigkeit und guten Griffigkeit eines Lederbands kombiniert.

Es kann vorgesehen werden, dass das Gurtband aus einem textilen Material besteht. Alternativ kann es zweckmäßig sein, wenn das Gurtband aus einem Kunststoffmaterial und insbesondere aus Polypropylen besteht. Mit einem solchen Gewebeband können hohe bis höchste Zugkräfte übertragen werden. Dennoch bleibt das Gurtband und somit der gesamte Zügel äußerst flexibel.

In allen Fällen kann es günstig sein, wenn im Gurtband Zugträger eingelagert oder eingewoben sind. Ein solcher Zugträger kann beispielsweise aus Aramid-Fasern (Kevlar®) bestehen.

Es ist zweckmäßig, wenn das Leder das Gurtband um mehr als 360° umschließt. Damit wird erreicht, dass keine freien Kanten des Gurtbandes hervorstehen, die härter sind als das Leder und somit eine Verletzungsgefahr bedeuten könnten.

Der Lederstreifen ist vorzugsweise mit dem Gurtband mit einer Naht entlang der Längserstreckung vernäht. Damit wird ein fester Halt des Lederstreifens auf dem Gurtband bewirkt. Eine Relativbewegung zwischen Gurtband und Leder wird zuverlässig vermieden, so dass ein Durchscheuern nicht zu befürchten ist.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Lederstreifen das Gurtband mit wenigstens einer Flachseite überlappend umgibt. Damit wird mit Sicherheit eine vollständige Umhüllung des Gurtbandes bewirkt. Zudem ist es dann möglich, dass der Lederstreifen mit zwei im wesentlichen parallelen Nähten im Randbereich des Gurtbands mit diesem vernäht ist. Damit wird ein besonders fester Verbund zwischen Gurtband und Leder erreicht. Dennoch bleibt der Zügel flexibel.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur zeigt in vergrößerter Darstellungsform einen Querschnitt durch den Zügel gemäß der Erfindung.

Der in Zeichnung dargestellte Zügel 11 weist ein Gurtband 12 auf, das von einem Streifen 13 aus dünnen und flexiblen Leder umhüllt wird. Der Lederstreifen erstreckt sich dabei im wesentlichen über die gesamte Länge des Gurtbandes.

Die Breite des Lederstreifens 13 ist so bemessen, dass er das Gurtband mit einer Flachseite 14 überlappend umgibt. Im Einzelnen ist die Anordnung so getroffen, dass der Lederstreifen 13 am in der Zeichnung rechten oberen Randbereich des Gurtbandes beginnend dieses zunächst um die obere Flachseite, dann um die linke Kante und die untere Flachseite und schließlich um die rechte Kante bis hin zum linken oberen Rand umgibt. Demnach ist die obere Flachseite des Gurtbandes zweilagig mit dem Lederstreifen umgeben. Der Ledersteifen 13 ist mit zwei Nähten 15 mit dem Gurtband verbunden, die im wesentlichen parallel zueinander entlang der Längserstreckung des Gurtbandes verlaufen. Die Nähte 15 erfassen dabei auch die seitlichen Randbereiche des Gurtbandes 12, das somit fest mit dem Lederstreifen verbunden ist.


Anspruch[de]
  1. Pferdezügel, der mit seinen freien Enden am Gebissstück eines Zaumzeugs für ein Pferd befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zügel ein zugfestes Gurtband (12) aufweist, das mit einem dünnen Lederstreifen (13) im wesentlichen vollständig ummantelt ist.
  2. Pferdezügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband ein Gewebeband ist.
  3. Pferdezügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband (12) aus einem textilen Material besteht.
  4. Pferdezügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gurtband (12) aus einem Kunststoffmaterial und insbesondere aus Polypropylen besteht.
  5. Pferdezügel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Gurtband Zugträger eingelagert oder eingewoben sind.
  6. Pferdezügel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lederstreifen (13) das Gurtband im Querschnitt gesehen um mehr als 360° umschließt.
  7. Pferdezügel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lederstreifen (13) das Gurtband (12) im Querschnitt gesehen mit wenigstens einer Flachseite (14) zweifach überlappend umgibt.
  8. Pferdezügel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lederstreifen mit dem Gurtband mit wenigstens einer Naht (14) entlang der Längserstreckung vernäht ist.
  9. Pferdezügel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lederstreifen (13) mit zwei im wesentlichen parallelen Nähten (15) im Randbereich des Gurtbands (12) mit diesem vernäht ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com