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Dokumentenidentifikation DE102004020597A1 18.11.2004
Titel Zaumzeug für Pferde
Anmelder Brockmann, Sandra, 21256 Handeloh, DE
Erfinder Brockmann, Sandra, 21256 Handeloh, DE
Vertreter Jaeschke, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 22851 Norderstedt
DE-Anmeldedatum 27.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004020597
Offenlegungstag 18.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.2004
IPC-Hauptklasse B68B 1/04
IPC-Nebenklasse B68B 1/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und das zumindest einen Kehlriemen und/oder wenigstens einen Gebissriemen hält. Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Genickstück auf seiner den Ohren des Pferdes zugewandten Seite wenigstens eine den Ohren zugeordnete Aussparung aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und das zumindest einen Kehlriemen und/oder wenigstens einen Gebissriemen hält.

Derartige Zaumzeuge oder Trensen sind in unterschiedlichen Ausführungen und für unterschiedliche Verwendungszwecke bekannt. Allen Zaumzeugen gemeinsam ist das sogenannte Genickstück, an dem ein oder mehrere Riemen befestigt sind, um das Pferd mittels Zügel oder Longierleinen zu reiten oder zu führen.

Bei einer Reittrense werden zum Beispiel drei Riemen benötigt. Der Reithalfterriemen ist mit einem Nasenriemen verbunden, der unter dem Unterkopf des Pferdes verschlossen wird. Der Gebissriemen trägt das Gebissstück, an dem auch die Zügel befestigt sind. Der um die Kehle des Pferdes geführte Kehlriemen hält die Trense sicher am Kopf des Pferdes. Der Reithalfterriemen ist dabei als separater schmaler Riemen ausgebildet, der lose unterhalb des Genickstücks verläuft. Dies ist für das Pferd unbequem zu tragen.

Das Genickstück ist als gerader Riemen ausgebildet, dessen vordere Stirnkante gegen die empfindlichen Ohrhöcker drückt. Auch dies ist für das Pferd äußerst unangenehm und kann zudem bei einer zu fest angelegten Trense Schmerzen verursachen. Weiterhin wird die Bewegungsfreiheit der Ohren eingeschränkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zaumzeug der eingangs geschilderten Art so auszubilden, dass ein bequemeres Tragen desselben durch das Pferd ermöglicht wird.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass das Genickstück auf seiner den Ohren des Pferdes zugewandten Seite Aussparungen aufweist. Dadurch wird erreicht, dass das Genickstück nicht mehr scharfkantig an die Ohren oder Ohrhöckern anstößt, sondern großflächig auf den Bereich hinter den Höckern aufliegt. Das Tragen des Zaumzeugs wird somit für das Pferd wesentlich angenehmer.

Wie die Aussparungen ausgebildet sind, ist grundsätzlich beliebig. Es kann vorgesehen werden, dass eine Aussparung für beide Ohren vorhanden ist, und dass sich das Genickstück seitlich neben den Ohren wieder erweitert. Zweckmäßig ist es aber insbesondere, wenn jedem Ohr eine separate Aussparung zugeordnet ist. Dann kann sich das Genickstück sicher zwischen den Ohren abstützen, ohne an die Ohrhöcker anzustoßen. Dabei ist es günstig, wenn die Aussparungen jeweils bogenförmig und in Richtung auf das Ohr konkav ausgebildet sind. Das Genickstück liegt dann besonders gut und ohne scharfe Kanten an.

Aufgrund der Aussparungen im Bereich der Ohren kann das Genickstück breiter als herkömmliche Genickstücke ausgebildet sein. Es ist daher gemäß einer weitergehenden Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass das Genickstück relativ breit ausgebildet ist und dass sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen. Dies hat den Vorteil, dass auf den separaten Riemen für den sonst üblichen Reithalfterriemen unterhalb des Genickstücks verzichtet werden kann. Am Hinterkopf des Pferdes liegt daher nur ein breiteres Genickstück vollflächig an. Der Tragekomfort für dass Pferd wird somit erhöht.

Wie das Zaumzeug ausgebildet ist oder für welche Zwecke es benutzt wird, ist grundsätzlich beliebig. Es kann vorgesehen werden, dass das Zaumzeug als Kappzaum mit Kehlriemen und Nasenriemen ausgebildet ist. Hier schließen sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Nasenriemen einstückig nebeneinander an.

Das Zaumzeug kann aber auch als Reittrense mit Kehlriemen, Reithalfterriemen und Gebissriemen ausgebildet sein. Bei einer Reittrense schließen sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Reithalfterriemen und der Gebissriemen einstückig nebeneinander an.

Bei einem Kandarenzaum umfasst das Zaumzeug Kehlriemen, Reithalfterriemen und zwei Gebissriemen. Hier werden sich an das Genickstück der Kehlriemen, der Reithalfterriemen und wenigstens ein oder beide Gebissriemen einstückig nebeneinander anschließen.

Alle sich an das Genickstück anschließende Riemen können in der Länge über herkömmliche Schnallenverschlüsse verändert werden. Ein Anpassen an unterschiedliche Pferdegrößen und/oder Kopfformen ist daher ohne weiteres möglich. Die Riemen und das Genickstück des Zaumzeugs bestehen vorzugsweise aus Leder.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 die Seitenansicht auf eine herkömmliche Reittrense,

2 die Einzelheit X in 1, jedoch gemäß der Erfindung und

3 die Einzelheit Y in 1, jedoch gemäß der Erfindung.

Das in der Zeichnung dargestellte Zaumzeug weist ein Genickstück 11 auf, das hinter den Ohren 12 des Pferdes verläuft. An den seitlichen Anlenkungsbereichen 13 teilt sich das Genickstück in einen Kehlriemen 14 und einen Gebissriemen 15 auf. An dem Gebissriemen sind über Gebissringe die Zügel befestigt. Weiterhin umfasst die Reittrense einen Reithalfterriemen 16, dessen vorderer Bereich mit dem Nasenriemen 17 verbunden ist, der unter dem Unterkopf des Pferdes verschließbar ist. An dem Nasenriemen 17 kann auch ein Sperrriemen 23 vorhanden sein. Der hintere Bereich 18 des Reithalfterriemens verläuft lose unter dem Genickstück 11. Weiterhin ist ein quer verlaufender Stirnriemen 19 angenäht, der über die Stirn des Pferdes verläuft. Insoweit entspricht das in 1 dargestellte Zaumzeug einer herkömmlichen Reittrense und bedarf keiner weiteren Erläuterung.

2 zeigt den seitlichen Anlenkungsbereich 13 in einer vergrößerten Darstellungsform und in einer anderen Ausführung. Hier ist das Genickstück 11 breiter als herkömmliche Genickstücke ausgebildet. Die Breite ist so gewählt, dass sich wenigstens drei Riemen 24, 25, 26 nebeneinander einstückig an das Genickstück anschließen. Der Riemen 24 ist dem Kehlriemen 14, der Riemen 25 dem Gebissriemen 15 und der Riemen 26 dem Reithalfterriemen 16 zugeordnet. Ein separater Riemen unterhalb des Genickstücks für das Reithalfter ist nicht mehr erforderlich.

Im Bereich des Anschlusses der Riemen 24, 25, 26 an das Genickstück können Verstärkungsnähte vorgesehen werden, die ein Einreißen verhindern. Alternativ oder zusätzlich können zwischen den einzelnen Riemen 24, 25, 26 im Bereich des Anschlusses an das Genickstück 11 runde Ausstanzungen 27 vorgesehen werden. Auch hierdurch wird ein Einreißen verhindert.

3 zeigt den oberen Bereich des Genickstücks 11 im Bereich der Ohren 12, jedoch in einer anderen Ausführungsform. Das Genickstück 11 weist auf seiner den Ohren zugekehrten Stirnkante 20 im Bereich der Ohren 12 jeweils eine konkave Aussparung 21 auf, die jeweils teilweise um einen Ohrhöcker 22 herum verläuft. Das Genickstück stößt daher nicht mehr an die empfindlichen Ohren oder Ohrhöcker an. Vielmehr kann sich das Genickstück großflächig am Hinterkopf abstützen. Die für die Orientierung des Pferdes zwingend erforderliche Bewegungsfreiheit der Ohren 12 bleibt erhalten.


Anspruch[de]
  1. Zaumzeug für ein Pferd mit einem Genickstück, das hinter den Ohren am Kopf des Pferdes anliegt und das zumindest einen Kehlriemen (14) und/oder wenigstens einen Gebissriemen (15) hält, dadurch gekennzeichnet, dass das Genickstück (11) auf seiner den Ohren (12) des Pferdes zugewandten Seite wenigstens eine den Ohren zugeordnete Aussparung (12) aufweist.
  2. Zaumzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Ohr (12) eine Aussparung (12) vorgesehen ist.
  3. Zaumzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (21) bogenförmig an dem Ohrhöcker anliegen.
  4. Zaumzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Genickstück (11) relativ breit ausgebildet ist und dass sich im Bereich der Riemenverbindung wenigstens drei Riemen (24, 25, 26) einstückig nebeneinander liegend an das Genickstück anschließen.
  5. Zaumzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es als Kappzaum mit Kehlriemen und Nasenriemen ausgebildet ist.
  6. Zaumzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Nasenriemen einstückig nebeneinander anschließen.
  7. Zaumzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es als Reittrense mit Kehlriemen (14), Reithalfterriemen (16) und Gebissriemen (15) ausgebildet ist.
  8. Zaumzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich an das Genickstück der Kehlriemen und der Reithalfterriemen und der Gebissriemen einstückig nebeneinander anschließen.
  9. Zaumzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es als Kandarenzaum Kehlriemen, Reithalfterriemen und zwei Gebissriemen ausgebildet ist.
  10. Zaumzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich an das Genickstück der Kehlriemen, der Reithalfterriemen und wenigstens ein oder beide Gebissriemen einstückig nebeneinander anschließen.
  11. Zaumzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im Bereich der Anschlusses der Riemen (24, 25, 26) an das Genickstück (11) Verstärkungsnähte vorhanden sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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