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Dokumentenidentifikation DE202004010647U1 18.11.2004
Titel Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß
Anmelder Erwin Müller GmbH, 49808 Lingen, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202004010647
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.11.2004
Registration date 14.10.2004
Application date from patent application 07.07.2004
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
IPC-Nebenklasse F24F 13/10   F24F 13/06   F24F 13/08   F24F 11/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen kombinierten Zu- und Abluftdurchlaß mit einem Anschlußkasten, der in einen Zuluftbereich und einen Abluftbereich unterteilt ist. Raumseitig weist der Anschlußkasten einen Ablufteinlaß und einen Zuluftauslaß auf und anschlußseitig einen Abluftauslaß und einen Zuluftanschluß. Außerdem ist der Anschlußkasten raumseitig zu öffnen. Derartige sogenannte Kombidurchlässe werden meist bei der Klimatisierung von größeren Gebäudeeinheiten eingesetzt und bereits in Wände eingebaut, wenn die Unterteilung in einzelne Räume noch nicht feststeht. Daher sind Zu- und Abluft nahe beieinander anzuordnen, damit beim späteren Setzen der Unterteilungswände jeder Raum mindestens einen Zuluft- und einen Abluftdurchlaß aufweist. Daher werden Kombidurchlässe bevorzugt.

Diese Durchlaßtypen werden entweder zu- und abluftseitig mit einem Kanalsystem verbunden oder nur zuluftseitig an ein Kanalsystem angeschlossen. Das Kanalsystem wird meist oberhalb der Flurdecke verlegt. Bei nur zuluftseitig angeschlossenen Systemen wir die Abluft einfach in der Zwischendecke des Flures geführt und z.B, durch eine erst am Flurende befindliche Absaugung erfaßt und aus dem Gebäude abgeführt. Aus den einzelnen Räumen wird die Abluft allein durch Verdrängung herausgedrückt, so daß an den Einzelpositionen jeweils kein zweiter Ventilator notwendig ist.

Problematisch bei Kombidurchlässen ist, daß über die Zu- oder insbesondere die Abluft Geräusche von einem in einen anderen Raum übertragen werden können oder aus dem Flur in die einzelnen Räume gelangen. Diese akustischen Rückkopplungen sind unerwünscht. Um eine Schallübertragung von Raum zu Raum zu unterbinden und andererseits Anlagengeräusche zusätzlich abzudämpfen werden daher bekannte Kombidurchlässe mit zusätzlichen externen Schalldämpfern ausgerüstet. Außerdem ist es im Normalfall erforderlich, den Volumenstrom für jeden Raum definiert einstellen zu können, weshalb zusätzlich externe Volumenstromregler angebaut werden.

Die Gesamtanlage wird dadurch aufwendig auch hinsichtlich ihrer Montage. Für eine Demontage oder eine Nachregelung der Volumenströme müssen meist Deckenelemente im Flurbereich abgehängt werden, um Zugriff auf die einzelnen Komponenten zu haben.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Kombidurchlaß zu schaffen, der auf kostengünstige Weise den zuvor genannten Anforderungen gerecht wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen kombinierten Zu- und Abluftdurchlaß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Volumensteuerung erfolgt, indem je nach Bedarf an dem Zuluft- oder den Abluftauslaß oder auch beide Volumenstromregler angeschlossen sind, wobei diese in das Gerät integriert sind. Gleichzeitig werden eventuelle Geräuschentwicklungen durch in den Anschlußkasten eingesetzte Schalldämmelemente abgedämmt. Diese sind somit ebenfalls direkt in das Gerät integriert. Um einen Zugriff auf die Volumenstromregler auch zu einem späteren Zeitpunkt zur Ein- oder Nachregelung des Volumenstroms zu ermöglichen, sind weiterhin die Schalldämmelemente erfindungsgemäß am Anschlußkasten beweglich befestigt, so daß sie in eine Position verbracht werden können, die einen freien Zugang zu dem dahinterliegenden Volumenstromregler ermöglicht.

Vorzugsweise sind die Schalldämmelemente als gegeneinander versetzte Schalldämmkulissen ausgebildet und an ihren jeweils entgegengesetzten äußeren Seitenbereichen verschwenkbar angelenkt, so daß sie in eine Position gedreht werden können, in der der Zugriff auf den dahinterliegenden Volumenstromregler frei ist.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen und einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das im folgenden erläutert wird; es zeigen:

1 eine raumseitige Frontansicht eines kombinierten Zu- und Abluftdurchlasses,

2 einen Schnitt durch den Gegenstand aus 1 in Richtung II–II und

3 einen Schnitt durch den Gegenstand aus 1 in Richtung III-III.

Der dargestellte kombinierte Zu- und Abluftdurchlaß hat einen Anschlußkasten 1, der durch eine Trennwand 2 in einen Zuluftbereich 3 und einen Abluftbereich 4 unterteilt ist. Der Anschlußkasten 1 wird in eine Wand eingebaut und schließt raumseitig mit einem Frontblech 5 ab, das geöffnet werden kann. Das Frontblech 5 weist schlitzförmige Öffnungen 6, 7 auf, die teilweise als Zuluftauslaß 6 und teilweise als Ablufteinlaß 7 dienen. Insgesamt sind die Schlitze 6, 7 gleichmäßig über das Frontblech 5 verteilt, so daß ein homogenes Gesamterscheinungsbild entsteht. Da eine Geräuschentwicklung mit wachsender Durchlaßfläche abnimmt und die Ablufteinlässe 7 in der Regel akustisch unproblematischer als Zuluftauslässe 6 sind, ist ein größerer Teil der Austrittsfläche des Frontblechs 5 als Zuluftauslaß 6 ausgelegt. Eine Aufteilung von etwa 2/3 der Fläche als Zuluftauslässe 6 und 1/3 der Fläche als Ablufteinlässe 7 ist vorteilhaft. In den Zuluftauslässen 6 sind zur Luftverteilung Exenterwalzen 8 eingesetzt, während in den Ablufteinlässen 7 nicht dargestellte Düsenwalzen angeordnet sind. Rückseitig bzw. auf der Flurseite hat der Kombidurchlaß einen Zuluftanschluß 9, der bei der dargestellten Ausführungsform als Stutzen angeformt ist, und einen Abluftauslaß 10, der vereinfachend wie dargestellt als Ausschnitt im Anschlußkasten 1 ausgebildet sein kann, wenn keine separate Führung der Abluft vorgesehen ist, sondern diese einfach in die Zwischendecke im Flurbereich eingeleitet wird.

Zu Verhinderung von Schallübertragungen und zur Dämpfung der in und am Durchlaß selbst entstehenden Geräusche sind sowohl im Zuluftbereich 3 als auch im Abluftbereich 4 Schalldämmelemente 12 festgelegt. Diese erstrecken sich zwischen der Oberseite 13 und der Unterseite 15 des Anschlußkastens 1. Die Schalldämmelemente 12 sind wie dargestellt bevorzugt als Schalldämmkulissen ausgebildet, die dadurch in den Größen standardisiert werden können und je nach Breite des Zuluftbereichs 3 bzw. Abluftbereichs 4 gegeneinander versetzt eingebaut werden (siehe 2).

Als Volumenstromregler ist ein an den jeweiligen Anwendungszweck angepaßter Konstantvolumenstromregler 16 mit dem Zuluftanschluß 9 verbunden, indem er wie dargestellt in dem Zuluftanschluß 9 von der Innenseite des Anschlußkastens 1 aus eingesetzt ist. Der Konstantvolumenstromregler 16 kann zur Abdichtung mit Dichtband umwickelt und dann auf einfache Weise in den Zuluftanschluß 9 eingesteckt werden.

Um auch später in montiertem Zustand des Kombidurchlasses Nachregelungen oder einen Austausch des Volumenstromreglers vornehmen zu können, sind die Schalldämmelemente 12, die vor dem Volumenstromregler 16 angebracht sind, d.h. im dargestellten Fall die Schalldämmelemente 12 im Zuluftbereich 3, flexibel mit dem Anschlußkasten 1 verbunden. Bevorzugt sind die Schalldämmelemente 12 teilweise, d.h. bei der dargestellten Ausführungsform auf der Zuluftseite 3, verschwenkbar am Anschlußkasten 1 angelenkt. Besonders einfach kann die Montage erfolgen, indem die Schalldämmelemente 12 um seitliche Schwenkachsen 18 verschwenkbar angelenkt sind. Um die Schalldämmelemente 12 in der Betriebsposition sicher zu halten ist beabstandet von den Schwenkachsen 18 je Schallelement 12 zumindest eine Befestigungseinrichtung 19 angeordnet. Diese weist vorzugsweise Rastelemente auf, so daß sie mit komplementären Rastvorrichtungen des Anschlußkastens einfach und sicher verrastet und wieder gelöst werden kann. Die Schwenkachsen 18 sind bevorzugt an entgegensetzten und möglichst weit von einander beabstandeten Enden der kulissenartig versetzt angeordneten Schalldämmelemente 12 vorgesehen, so daß die Schalldämmelemente 12 nach Entfernen des Frontblechs 5 nach vorne in Richtung der Pfeile 20 geschwenkt werden können und so einen freien Zugriff auf den Volumenstromregler 16 ermöglichen.

Mit dem erfindungsgemäßen kombinierten Zu- und Abluftdurchlaß werden gleichzeitig Anforderungen an geringen Platzbedarf und niedrige Kosten erfüllt, da alle wesentlichen Elemente bereits im Kombidurchlaß untergebracht sind, und es werden eine gute Geräuschdämmung und eine einfache Volumenstromregelung sichergestellt.


Anspruch[de]
  1. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß mit einem in einen Zuluftbereich (3) und einen Abluftbereich (4) unterteilten Anschlusskasten (1), der raumseitig einen Ablufteinlaß (7) und einen Zuluftauslaß (6) sowie anschlußseitig einen Abluftauslaß (10) und einen Zuluftanschluß (9) aufweist und raumseitig zu öffnen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an den Zuluftanschluß (9) und/oder den Abluftauslaß (10) einen Volumenstromregler (16) in dem kombinierten Zu- und Abluftdurchlaß integrierbar angeschlossen und sowohl im Zuluftbereich (3) als auch im Abluftbereich (4) zumindest ein Schalldämmelement (12) angeordnet ist, wobei jedes raumseitig vor einem Volumenstromregler (16) angeordnete Schalldämmelement (12) mit dem Anschlusskasten (1) derart flexibel verbunden ist, dass es in eine Position überführbar ist, in der der Volumenstromregler (16) von der Raumseite her frei zugänglich ist.
  2. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldämmelemente (12) als gegeneinander versetzte Schalldämmkulissen ausgebildet sind.
  3. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldämmelemente (12) zumindest teilweise verschwenkbar am Anschlusskasten (1) angelenkt sind.
  4. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschwenkbaren Schalldämmelemente (12) eine seitliche Schwenkachse (18) und von dieser beabstandet eine Befestigungseinrichtung (19) aufweisen.
  5. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (19) Rastelemente aufweist.
  6. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumenstromregler (16) ein Konstantvolumenstromregler ist.
  7. Kombinierter Zu- und Abluftdurchlaß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Volumenstromregler (16) in den Zuluftanschluß (9) und/oder den Abluftauslaß (10) von der Innenseite des Anschlusskastens (1) aus austauschbar eingesetzt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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