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Dokumentenidentifikation DE202004011359U1 18.11.2004
Titel Beschlag
Anmelder Hoppe AG, St. Martin, IT
Vertreter Olbricht und Kollegen, 35096 Weimar
DE-Aktenzeichen 202004011359
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.11.2004
Registration date 14.10.2004
Application date from patent application 20.07.2004
IPC-Hauptklasse E05B 3/00
IPC-Nebenklasse A47B 95/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Beschlag für Fenster, Türen u.dgl., mit einem insbesondere knopfförmigen Griff, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Derartige Beschläge finden bei Gebäude-Abschlüssen als Handhaben Verwendung, um diese Verschlußteile – also Türen, Fenstern u.dgl. – zu öffnen und zu schließen. Meist bestehen sie aus einem Grundkörper und aus einem mit diesem fest oder drehbar verbundenen Griff oder Knopf. Der Grundkörper wird am Türblatt bzw. am Fensterrahmen generell in einem Bereich befestigt, wo – eventuell auf der anderen Seite des Verschlußteils – ein Riegel- oder Schloßelement zu betätigen ist.

Bereits in GB-A-29 022 (1913) wurde vorgeschlagen, einen drehbaren Knopfbeschlag mit seinem hohlen Schaft durch ein Mittelloch einer gewölbten Sockelplatte zu stecken und ihn daran rückseitig mit einer Haltescheibe zu vernieten; an ebenen Randteilen der Sockelplatte erfolgte dann eine Verschraubung der Einheit auf dem Türblatt. Auch ein als scheibenförmiger Sockel ausgebildeter Grundkörper gemäß DE-C2-42 04 875 wird an der Türfläche angeschlagen, worauf man den Knopf bzw. Griff aufsteckt und am Sockel sichert, z.B. mittels eines daran radial angreifenden Gewindestifts. – In anderen Fällen ist der Knopf einstückig mit einer. Rosette, die den Anschlagkörper darstellt.

Nachteilig ist, daß die Befestigungsmittel im allgemeinen sichtbar und zudem korrosionsanfällig sind. Zwar hat es auch schon verdeckte Befestigungen gegeben, beispielsweise laut DE-A-658 627, wonach eine Lagerplatte für einen Verschlußhebel oder Türgriff von einer gewellten Dichtungs-Blechscheibe so übergriffen wird, daß die Verschraubung darunter verdeckt ist. Mit einem Knopfbeschlag hat das allerdings nichts zu tun.

Ähnlich ist in DE-U-75 40 747 eine elastische Spreizklammer beschrieben, die mit einem davon zentrisch abstehenden Gewindebolzen starr verbunden ist und formschlüssig z.B. in einer Möbel- oder Gebäudetür, eines Fensters o.dgl. verkrallt wird. Diese Technik setzt massives Holz und darin eine verhältnismäßig tiefe Aussparung voraus. Nachdem unter Zwischenlage einer schalenartig gewölbten Abdeckung ein Knopf auf den Gewindebolzen geschraubt wurde, ist zwar feste Abstützung auf dem Türblatt bzw. Rahmen gegeben, aber nur, solange die Verankerung im Holz hält.. Bricht dieses bei langer oder hoher Belastung aus, so löst sich der ganze Griff. Gegen unbeabsichtigtes Losschrauben des Knopfes ist keine Sicherung vorgesehen.

Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, derartige Beschläge auf einfache Weise so zu verbessern, daß bei geringem Fertigungs- und Montageaufwand eine zuverlässige Halterung des Knopfbeschlags gewährleistet ist, ohne daß die Befestigungsmittel sichtbar sind. Während ein ungewolltes Lösen verhindert werden soll, muß eine Demontage im Bedarfsfall möglich sein.

Hauptmerkmale der Erfindung sind in Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 21.

Bei einem für Fenster, Türen u.dgl., mit einem insbesondere knopfförmigen Griff, der einen Hals mit einem zentrischen Axialloch aufweist, und mit einem Grundkörper, welcher zur Befestigung an einer Tür- bzw. Fensterrahmenfläche o.dgl. dieser zugewandt zumindest in äußeren Randbereichen eben ist, wenigstens zwei Schraublöcher hat und mit dem Griffhals verbindbar ist, sieht die Erfindung laut Anspruch 1 vor, daß der Griff unter Überdeckung des Grundkörpers an einem darin unverdrehbar gehaltenen und in Axialrichtung federnd abgestützten Einsatzkörper fixierbar ist.

Diese ganz einfache Konstruktion ist selbst großer Beanspruchung gewachsen. Nach dem Festschrauben ("Anschlagen") des Grundkörpers, in dem der Einsatzkörper drehfest und axialfedernd oder -gefedert sitzt, steht der dann aufgesetzte und fixierte Griffknopf ständig unter Zugspannung, zu welcher der Grundkörper mit eigener Elastizität beitragen kann. Die permanent wirkende Federkraft unterbindet ein selbsttätiges Lösen des Griffs.

Gemäß einer Weiterbildung hat der Grundkörper eine Höhlung zur Aufnahme des Einsatzkörpers, der aus dem Grundkörper mit einem Schaft herausragt und für diesen vorteilhaft einen Träger aufweist, namentlich eine Teller- oder Blattfeder aus Kunststoff wie Polyamid (z.B. PA6) oder Polyoxymethylen (POM). Damit wird der Einsatzkörper ohne besondere Hilfsmittel in dem am Türblatt bzw. Fensterrahmen festgeschraubten Grundkörper sicher gehalten. Die Unverdrehbarkeit des Einsatzkörpers wird sehr einfach dadurch gewährleistet, daß die Form des Trägers entsprechend dem Umriß der Höhlung im Grundkörper profiliert ist. Beispielsweise kann die Höhlung eine rechteckige Aussparung und der Träger ein in sie einfügbares rechteckiges Flach- oder Wölbteil sein. Ist die Höhlung ein Sechskant-Stufenloch, so hat der Träger ein gegengleiches Sechskantprofil.

Konstruktiv günstig ist die Ausbildung, daß der Schaft an dem Träger stehbolzenartig angebracht ist und ein Mittelloch des Grundkörpers durchsetzt. Er kann mit dem Träger des Einsatzkörpers einstückig oder daran unverlierbar befestigt sein, z.B. mit einem an dem Träger vernieteten Zapfen.

Bei einer Variante ist der Einsatzkörper ein starrer Träger, der senkrecht zu seiner Grundfläche einen zentralen Führungsdorn aufweist, auf dem ein federbelasteter Zapfen drehfest und axialverschieblich angeordnet ist. Träger, Führungsdorn, Zapfen, eine Druckfeder und deren Axialsicherung können zu einer Baugruppe fest verbunden, z.B. vernietet sein.

Wichtig ist es, zuverlässige Mittel zur kraft- und formschlüssigen Verbindung des Grifflochs mit dem Einsatzkörper-Schaft bzw. -Zapfen vorzusehen. Dieser hat dazu bevorzugt ein Außengewinde, das mit einem Innengewinde des Grifflochs schraubt. Alternativ trägt der Schaft bzw. Zapfen eine z.B. sägezahnförmige Zahnung, die mit einem Gegenstück im Griffloch verrastet, sobald der Griffknopf aufgesteckt wird.

Der Griff kann einen vom Hals aus verbreiterten Fußteil aufweisen, der den Grundkörper insbesondere formschlüssig übergreift. Bei einer anderen Gestaltung hat der Griff an seinem unteren Ende einen profilierten Fußteil, der in eine gegengleich profilierte Abdeckkappe einpaßbar ist, die ihrerseits den Grundkörper übergreift. Das Profil kann mehrkantig und beispielsweise als Wölbvierkant geformt sein.

Für das Sichern des Griffknopfs gegen Losdrehen ist es vorteilhaft, wenn der Grundkörper ein Rastelement aufweist, das beim Aufsetzen des Griffs mit einem fußseitigen Gegen-Rastelement zusammenwirkt. Dadurch muß man nicht erst nach einer Endposition suchen, die sich vielmehr von alleine einstellt, wenn der Knopf nur bis zur Verrastung weiterbewegt wird. Der Federweg des Trägers oder des Schafts bzw. der Zapfenfeder gleicht die Strecke bis zur Verrastung aus. Als Rastelement des Grundkörpers ist eine radialfedernde Umfangsnase besonders geeignet, die durch eine Ausstanzung einer Ausweichzone oder, wenn der Grundkörper ein Spritzgußteil ist, schon bei dessen Formung herstellbar ist und die vor dem Einrasten in einen Ausweichraum des Grundkörpers zurücktreten kann. Das Gegen-Rastelement ist bevorzugt eine Auszackung oder Kerbe am Umfang des Fußteils bzw. der Abdeckkappe, so daß es durch Eindrücken der Rastnase leicht möglich ist, eine Demontage z.B. zu Wartungszwecken durchzuführen.

Der Griff kann ein massiver Knopf sein, beispielsweise als Spritzgußteil aus Kunststoff oder als Gußteil aus Aluminium, Messing u.dgl. Alternativ ist der Griff ein hohler Knopf, z.B. zweiteilig mit schalenförmigem Unterteil und darauf verrastbarem Wölbdeckel.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Darin zeigen:

1 eine auseinandergezogene Schrägansicht der Bestandteile eines Beschlags,

2 eine Druntersicht eines zusammengesetzten Beschlags von 1,

3 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie II–II in 2 im vormontierten Zustand,

4 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie II–II in 2 im montierten Zustand,

5 , eine auseinandergezogene Schrägansicht der Bestandteile eines Beschlags von abgewandelter Bauform,

6 eine Druntersicht des zusammengesetzten Beschlags von 5,

7 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie VI-VI in 6 im vormontierten Zustand,

8 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie VI-VI in 6 im montierten Zustand,

9 eine auseinandergezogene Schrägansicht der Bestandteile eines Beschlags noch anderer Bauform,

10 eine Druntersicht des zusammengesetzten Beschlags von 9,

11 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie X–X in 10 im vormontierten Zustand und

12 eine Axialschnittansicht entsprechend der Linie X–X in 10 im montierten Zustand.

In einer Schrägansicht von innen bzw. hinten läßt 1 die Bestandteile eines Beschlages 10 erkennen, nämlich einen Griffknopf 12, einen Grundkörper 20 und einen Einsatzkörper 30. Befestigungsschrauben 40 dienen dazu, den Grundkörper 20 an einer (nicht dargestellten) Tür- oder Fensterrahmenfläche festzulegen.

Der Griff 12 ist als vorzugsweise runder Knopf mit einem engeren Hals 14 und einem verbreiterten Fußteil 15 ausgebildet. Ein zentrisches Axialloch 16 ist mit einem Innengewinde 18 versehen und durchsetzt von unten her den Hals 14 als Sackloch. Der Fußteil 15 hat am Umfang eine Art Kragen mit einer Auszackung oder Kerbe 29.

Der Grundkörper 20 hat im gezeichneten Beispiel in Umfangsabständen von 120° drei Schraublöcher 22 und eine rechteckige Höhlung 24 sowie ein Mittelloch 26. Neben einem Ausweichraum 27 ist eine Umfangsnase 28 vorhanden, die über den Durchmesser des kreisrund ausgebildeten Grundkörpers 20 etwas hinaussteht, solange nicht eine Radialkraft sie in den Ausweichraum 27 zurückdrückt.

Der Einsatzkörper 30 hat einen als rechteckige Blattfeder ausgebildeten Träger 32 und einen Schaft 34 mit einem Zapfen 35, den ein Niet 36 mit dem Träger 32 fest verbindet. Der Schaft 34 trägt ein Außengewinde 38.

Den Zusammenbau dieser Bestandteile erkennt man aus 2 bis 4. Dabei zeigt 3 den Beschlag 10 an einer (nicht gezeichneten) Tür- bzw. Fensterrahmenfläche angeschlagen, jedoch in einem vormontierten Zustand bei noch nicht ganz festgezogenem Griff 12. Man erkennt, daß der Einsatzkörper 30 mit seinem Träger 32 in der Höhlung 24 des Grundkörpers 20 sitzt. In dessen Schraublöcher 22 sind die Schrauben 40 eingesetzt, worauf der Griffknopf 12 auf den Schaft 34 aufgeschraubt wurde. In der Position der 3 ist die Blattfeder 32 noch nicht gespannt.

4 zeigt den Beschlag 10 im Zustand der Fertigmontage an der (nicht dargestellten) Tür- bzw. Fensterrahmenfläche. An dieser liegt die Unterseite des Grundkörpers 20 satt an. Er wird von dem Fußteil 15 des Griffknopfs 12 übergriffen, der mit seinem Innengewinde 18 auf dem Außengewinde 38 des Einsatzkörpers 30 so weit aufgeschraubt ist, daß die Blattfeder 32 gespannt ist und den Griffknopf 12 ständig auf den Grundkörper 20 zieht. Die Grenze des Aufschraubens bemerkt man daran, daß die Blattfeder 32 auf der Planfläche der Höhlung 24 anliegt. Nun kann der Fußteil mit der Kerbe 29 bis zur Umfangsnase 28 zurückgedreht werden, ohne daß der Knopf 12 seine Axialposition verändert; er liegt vorgespannt am Grundkörper 20 an.

Im Prinzip gleichartig sind Aufbau und Funktion der Bauform gemäß 5 bis 8. Man sieht in 5, daß der Griffknopf 12 an seinem Hals 14 unten mit einem profilierten Fußteil 25 versehen ist. Diesem ist eine zentrische, gegenprofilierte Aussparung 46 in einer Abdeckkappe 45 zugeordnet, die einen Kragen mit einer Auszackung oder Kerbe 29 aufweist. Das Mittelloch 26 des Grundkörpers 20 setzt sich abgestuft mit einem Profil fort, dessen Umriß der Form des Trägers 32 angepaßt ist. Dieser ist hier als Sechskantfuß des Einsatzkörpers 30 gestaltet und mit ihm einstückig, so daß eine Vernietung entfällt.

Aus den Zusammenbau-Darstellungen der 6 bis 8 ist ersichtlich, daß der in den Grundkörper 20 von unten eingefügte Einsatzkörper 30 daran mit seinem Fußteil 32 anliegt (7). Nach Einsetzen der Schrauben 40 wird der Grundkörper 20 von der Abdeckkappe 45 übergriffen, die mit dem Knopf 12 mittels seines Fußteils 15 auf den Schaft 34 aufgeschraubt wird. Auch hier wird die Drehung mindestens so lange fortgesetzt, bis die Umfangsnase 28 des Grundkörpers 20 in der Kerbe 29 der Abdeckkappe 45 einrastet, die ihrerseits vom Fußteil 25 des Griffs 20 formschlüssig mitgenommen wird. Das Aufschrauben kann fortgesetzt werden, bis der Grundkörper 20 sich dank seiner Eigenelastizität verspannt hat (8), so daß eine ständige Feder-Zugkraft auf den Griff 12 wirkt.

Im Beispiel der 5 bis 8 ist der Griff 12 ein zweiteiliger Knopf, der aus einem Unterteil 42 und einem aufgeklipsten, insbesondere gewölbten Deckel 44 besteht. Im übrigen unterscheidet sich diese Bauform dadurch, daß mit der Abdeckkappe 45 ein zusätzliches Element vorhanden ist, dessen Entsprechung bei der Bauform von 1 bis 4 der verbreiterte, mit dem Griff 12 einstückige Fußteil 15 ist. Die Abdeckkappe 45 erweist sich überall dort als zweckmäßig, wo die Unterstruktur von Grundkörper 20 und Einsatzkörper 30 Bestandteil eines Baukastensystems ist, das auch zur Befestigung anderer Handhaben dienen soll. Vorteilhaft ist die einfachere, nämlich einstückige Gestaltung des Einsatzkörpers 30 mit seinem Träger 32 in Form des Sechskantfußes.

Eine weitere Ausführungsform geht aus 9 bis 12 mit einteiligem Hohlknopf 12 und damit einstückigem Fußteil 15 hervor. Hierbei zeigt 9 die Bestandteile des Einsatzkörpers 30, dessen formsteifer, ebener Träger 32 einen senkrecht dazu stehenden Führungsdorn 47 mit einem Vierkant 48 formschlüssig aufnimmt. Auf letzterem ist ein mit einem korrespondierenden Vierkantloch 49 versehener Zapfen 50 drehfest geführt, der ein mit dem Griffloch 16 schraubendes Außengewinde hat und von einer Druckfeder 51 unter einer Verschraubung 52 belastet wird. Im Unterschied zu der im übrigen ähnlichen Bauform von 1 bis 4 wird die axiale Vorspannung des Zapfens 50 durch die Schraubendruckfeder 51 mit großem Federweg und hoher Spannkraft erzielt. Dadurch wird beim Aufschrauben des Knopfs 12 dessen dauerelastisches, spielfreies Anliegen am Grundkörper 20 gewährleistet.

Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar. Wichtig ist, daß der Beschlag 10 aus nur wenigen Bauteilen besteht und kostengünstig aus Material wie Aluminium, Messing oder Kunststoff gefertigt werden kann. Im Beispiel der 1 bis 4 bzw. 9 bis 12 genügen drei Elemente oder Baugruppen; bei der Variante von 5 bis 8 sind vier Elemente bzw. Baugruppen vorgesehen. Bevorzugt wird bei einem für Fenster, Türen u.dgl. vorgesehenen knopfförmigen Griff 12, der einen Hals 14 mit einer zentrischen Gewindebohrung 16 aufweist, ein Grundkörper 20 verwendet, welcher zur Befestigung an einer Tür- bzw. Fensterrahmenfläche dieser zugewandt zumindest in äußeren Randbereichen eben ist, wenigstens zwei Schraublöcher 22 hat und mit dem Griffhals 14 verbindbar ist. Unter Überdeckung des Grundkörpers 20 ist der Griff 12 an einem darin unverdrehbar gehaltenen und axialfedernd oder -gefedert abgestützten Einsatzkörper 30 so fixierbar, daß der aufgesetzte Griffknopf 12 ständig unter Zugspannung steht. Der Grundkörper 20 hat eine Höhlung 24 zur Aufnahme des Einsatzkörpers 30, der mit einem Schaft 34 herausragt und als Träger 32 für diesen eine Blattfeder aus Kunststoff wie Polyamid (z.B. PA6) oder Polyoxymethylen (POM) aufweisen kann. Zur Sicherung gegen Verdrehung ist der Träger 32 entsprechend dem Umriß der Grundkörperhöhlung profiliert, z.B. bei rechteckiger Höhlung 24 (1 bis 4; 9 bis 12) als einfügbares rechteckiges Flach- oder Wölbteil, oder er hat bei einem Sechskant-Stufenloch (5 bis 8) ein gegengleiches Sechskantprofil. Der Schaft 34 ist an dem Träger 32 stehbolzenartig angeordnet, z.B. mit einem an dem Träger 32 vernieteten oder mit ihm einstückigen Zapfen 35, und er durchsetzt ein Mittelloch 26 des Grundkörpers 20. Am Träger 32 kann auch ein Gewindezapfen 50 drehfest, aber axialverschieblich auf einem Führungsdorn 47 sitzen, der von einer Druckfeder 51 belastet ist. Zur kraft- und formschlüssigen Verbindung des Grifflochs 16 mit dem Schaft 34 bzw. dem Zapfen 50 hat dieser bevorzugt ein Außengewinde 38, das mit einem Innengewinde 18 des Grifflochs 16 schraubt. Alternativ ist sind die Bauteile 34 oder 50z.B. sägezahnförmig gezahnt zur Steckverrastung des Griffknopfs 12 mit einem Gegenraststück im Griffloch 16. Ein vom Hals 14 aus verbreiterter Griff-Fußteil 15 oder eine Abdeckkappe 45 übergreift den Grundkörper 20 insbesondere formschlüssig, wobei der Griffknopf 12 beim Aufschrauben mit dem Grundkörper 20 verrastet. Der Griff 12 kann als massiver oder hohler Knopf und ein- oder mehrteilig ausgebildet sein.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.

10Beschlag 12Griffknopf) 14Hals 15(verbreiterter) Fußteil 16(zentrisches) Axialloch 18Innengewinde 20Grundkörper 22Schraublöcher 24Höhlung 25(profilierter) Fußteil 26Mittelloch 27Ausweichraum 28Umfangsnase 29Kerbe / Auszackung 30Einsatzkörper 32Träger / Blattfeder 34Schaft 35Zapfen 36Niet 38(Außen-)Gewinde 40Schrauben . 42Unterteil 44Deckel 45Abdeckkappe 46Aussparung 47Führungsdorn 48Vierkant 49Vierkantloch 50(Gewinde-)Zapfen 51Druckfeder 52Verschraubung / Axialsicherung

Anspruch[de]
  1. Beschlag (10) für Fenster, Türen u.dgl., mit einem insbesondere knopfförmigen Griff (12) , der einen Hals (14) mit einem zentrischen Axialloch (16) aufweist, ferner mit einem Grundkörper (20), welcher zur Befestigung an einer Tür- bzw. Fensterrahmenfläche o.dgl. dieser zugewandt zumindest in äußeren Randbereichen eben ist, wenigstens zwei Schraublöcher (22) hat und mit dem Griffhals (14) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) unter Überdeckung des Grundkörpers (20) an einem darin unverdrehbar gehaltenen und in Axialrichtung federnd abgestützten Einsatzkörper (30) fixierbar ist.
  2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (20) eine Höhlung (24) zur Aufnahme des Einsatzkörpers (30) hat, der mit einem Schaft (34) aus dem Grundkörper (20) herausragt.
  3. Beschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (30) einen Träger (32) für den Schaft (34) aufweist.
  4. Beschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (32) eine Blattfeder ist, vorzugsweise aus Kunststoff wie Polyamid (z.B. PA6) oder Polyoxymethylen (POM).
  5. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Form des Trägers (32) entsprechend dem Umriß der Höhlung (24) im Grundkörper (20) profiliert ist.
  6. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhlung (24) eine rechteckige Aussparung und der Träger (32) ein ihr angepaßtes rechteckiges Flach- oder Wölbteil ist.
  7. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhlung (24) ein Sechskant-Stufenloch aufweist und der Träger (32) ein Fußteil des Einsatzkörpers (30) mit gegengleichem Sechskantprofil ist.
  8. Beschlag nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (34) am Einsatzkörper (30), insbesondere an dessen Träger (32), stehbolzenartig angeordnet ist und ein Mittelloch (26) des Grundkörpers (20) durchsetzt.
  9. Beschlag nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (34) am Träger (32) des Einsatzkörpers (30) unverlierbar befestigt oder mit ihm einstöckig ist.
  10. Beschlag nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (34) mit einem Zapfen (35) an dem Träger (32) starr befestigt ist, z.B. durch einen Niet (36).
  11. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (30) einen starren Träger (32) hat, der senkrecht zu seiner Grundfläche einen zentralen Führungsdorn (47) aufweist, auf dem ein federbelasteter Zapfen (50) drehfest und axialverschieblich angeordnet ist.
  12. Beschlag nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (32), der Führungsdorn (47), der Zapfen (50), eine Druckfeder (51) und deren Axialsicherung (52) zu einer Baugruppe fest verbunden, beispielsweise vernietet sind.
  13. Beschlag nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur kraft- und formschlüssigen Verbindung des Grifflochs (16) mit dem Schaft (34) oder dem Zapfen (50) des Einsatzkörpers (30) vorhanden sind.
  14. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (34) bzw. der Zapfen (50) des Einsatzkörpers (30) ein Gewinde (38) hat, das mit einem Innengewinde (18) des Grifflochs (16) schraubt. 15, Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (34) bzw. der Zapfen (50) des Einsatzkörpers (30) eine Zahnung hat, die mit einem Gegenstück im Griffloch (16) verrastbar ist.
  15. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) einen vom Hals (14) aus verbreiterten Fußteil (15) hat, der den Grundkörper (20) insbesondere formschlüssig übergreift.
  16. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) an seinem Ende einen profilierten Fußteil (25) hat, der in eine gegengleich profilierte Abdeckkappe (45) einpaßbar ist, die den Grundkörper (20) übergreift.
  17. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (20) ein Rastelement (28) aufweist, das beim Aufsetzen des Griffs (12) mit einem fußseitigen Gegen-Rastelement (29) zusammenwirkt.
  18. Beschlag nach Anspruch 18 und nach Anspruch 16 oder 17,dadurch gekennzeichnet, daß das Rastelement des Grundkörpers (20) eine radialfedernde Umfangsnase (28) und das Gegen-Rastelement eine Auszackung oder Kerbe (29) am Umfang des Fußteils (15) oder der Abdeckkappe (45) ist.
  19. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) als massiver Knopf ausgebildet ist, beispielsweise aus Kunststoff, Aluminium, Messing o.dgl.
  20. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) als hohler Knopf ausgebildet ist, vorzugsweise mit einem schalenförmigen Unterteil (42) und einem darauf verrastbaren Deckel (44).
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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