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Dokumentenidentifikation DE10320423A1 25.11.2004
Titel Linearführung
Anmelder INA-Schaeffler KG, 91074 Herzogenaurach, DE
Erfinder Senger, Bruno, Dipl.-Ing., Munchhausen, FR
DE-Anmeldedatum 08.05.2003
DE-Aktenzeichen 10320423
Offenlegungstag 25.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.11.2004
IPC-Hauptklasse H02K 41/02
IPC-Nebenklasse F16C 29/04   B23Q 5/027   
Zusammenfassung Linearführung, mit an einem Gehäuse (2) parallel zueinander angeordneten Führungsschienen (1) und mit einem Schlitten (3), der an den Führungsschienen (1) mittels Linearwälzlager (4) linearbeweglich gelagert ist, und mit einem zwischen den Führungsschienen (1) angeordneten Linearmotor (5), der ein Primärteil (6) und ein Sekundärteil (7) aufweist, wobei das Primärteil (6) mit zwei an gegenüberliegenden Seiten des Primärteiles (6) angeordneten Sekundärteilen (7) zusammenwirkt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Linearführung, die mit einem Linearmotor versehen ist. Derartige Linearführungen, die auch als Linearantriebseinheiten oder Lineartische bezeichnet werden können, finden zunehmend Anwendung beispielsweise im Werkzeugmaschinenbau und in der Handhabungstechnik.

Aus DE 198 42 384 A1 beispielsweise ist eine Linearführung bekannt geworden, bei der an einem Gehäuse Führungsschienen parallel zueinander angeordnet sind. Auf diesen Führungsschienen ist ein Schlitten linearbeweglich gelagert. Zwischen den Führungsschienen ist ein Linearmotor angeordnet. Der Linearmotor umfasst ein Primärteil und ein Sekundärteil. Das Primärteil ist an dem Schlitten angeordnet. Das Sekundärteil ist an dem Gehäuse angeordnet. In bekannter Weise wirken zwischen den Primärteil und dem Sekundärteil elektromagnetische Kräfte, die den Schlitten gegenüber dem Gehäuse beschleunigen. Diese elektromagnetische Kraft weist eine Komponente parallel zur Führungsschiene auf, die den Wagen beschleunigt. Eine zweite Kraftkomponente wirkt quer dazu. Diese Querkraftkomponente wirkt als Normalkraft und muss von den Linearwälzlagern aufgefangen werden. Wenn der Betrag der wirksamen Querkraftkomponente sehr groß ist, sind die Linearwälzlager entsprechend größer zu dimensionieren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Linearführung nach den Merkmalen des Oberbegriffs Anspruchs 1 anzugeben, bei der dieser Nachteil behoben ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, das das Primärteil mit zwei an gegenüberliegenden Seiten des Primärteiles angeordneten Sekundärteilen zusammenwirkt. Durch diese symmetrische Anordnung der Sekundärteile zu beiden Seiten des Primärteiles heben sich die Querkraftkomponenten weitgehend auf. Eine besondere Dimensionierung die Linearwälzlager mit Rücksicht auf diese Querkraftkomponente kann daher entfallen.

Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die zwischen dem Primärteil und dem jeweiligen Sekundärteil wirksame Kraft in einer Ebene wirksam ist, die parallel zu einer Ebene angeordnet ist, in der die Führungsschiene liegen. In diesem Fall sind vorzugsweise die beiden quer zur Bewegungsrichtung wirksamen Querkraftkomponenten entgegengerichtet und gleich groß.

Vorzugsweise ist das Primärteil dem Schlitten zugeordnet, wobei zwischen der einen Führungsschiene und dem Primärteil das eine Sekundärteil und zwischen der anderen Führungsschiene und dem Primärteil das andere Sekundärteil angeordnet ist, wobei beide Sekundärteile dem Gehäuse zugeordnet sind.

Das Sekundärteil ist vorzugsweise durch eine Vielzahl hintereinander und parallel zu den Führungsschienen angeordneter Permanentmagnete gebildet.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in zwei Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine erfindungsgemäße Linearführung in perspektivischer Darstellung und

2 einen Schnitt durch die Linearführung aus 1.

Bei der in 1 in perspektivischer Darstellung abgebildeten Linearführung sind zwei Führungsschienen 1 mit parallelem Abstand zueinander auf ein Gehäuse 2 aufgeschraubt. Ein Schlitten 3 ist auf diesen Führungsschienen 1 mittels Linearwälzlager 4 linearbeweglich gelagert.

Zwischen den beiden Führungsschienen 1 ist ein Linearmotor 5 angeordnet.

2 zeigt den Aufbau des Linearmotors 5. Ein Primärteil 6 ist an dem Schlitten 3 angeordnet. An zwei gegenüberliegenden Seiten des Primärteils 6 sind jeweils Sekundärteile 7 an dem Gehäuse 2 angeordnet. Die Sekundärteile 7 sind vorliegend durch eine Vielzahl hintereinander und zu den Führungsschienen 1 parallel angeordneter Permanentmagnete 8 gebildet. Zwischen dem Primärteil 6 und den Sekundärteilen 7 wirkt jeweils eine Kraft, die in einer Ebene wirksam ist die parallel zu einer Ebene liegt, in der die Führungsschienen 1 liegen. Eine Querkraftkomponente Fq dieser Kraft wirkt quer zu den Führungsschienen 1. Die beiden Querkraftkomponenten Fq, die jeweils zwischen dem Primärteil und dem jeweiligen Sekundärteil 7 wirken, sind entgegengerichtet und gleich groß. Diese Querkraftkomponente Fq heben sich gegenseitig auf und belasten nicht die Linearwälzlager 4.

1Führungsschiene 2Gehäuse 3Schlitten 4Linearwälzlager 5Linearmotor 6Primärteil 7Sekundärteil 8Permanentmagnet

Anspruch[de]
  1. Linearführung, mit an einem Gehäuse (2) parallel zueinander angeordneten Führungsschienen (1) , und mit einem Schlitten (3), der an den Führungsschienen (1) mittels Linearwälzlager (4) linearbeweglich gelagert ist, und mit einem zwischen den Führungsschienen (1) angeordneten Linearmotor (5), der ein Primärteil (6) und ein Sekundärteil (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Primärteil (6) mit zwei an gegenüberliegenden Seiten des Primärteiles (6) angeordneten Sekundärteilen (7) zusammenwirkt.
  2. Linearführung nach Anspruch 1, bei dem die zwischen dem Primärteil (6) und dem jeweiligen Sekundärteil (7) wirksame Kraft in einer Ebene wirksam ist, die parallel zu einer Ebene angeordnet ist, in der die Führungsschienen (1) liegen.
  3. Linearführung nach Anspruch 1, bei der Querkraftkomponenten FQ der Anziehungskräfte in dieser Ebene und quer zu den Führungsschienen (1) wirksam sind, wobei die Querkraftkomponenten zu beiden Seiten des Primärteils (6) gleich groß und einander entgegengerichtet sind.
  4. Linearführung nach Anspruch 1, bei der das Primärteil (6) dem Schlitten (3) zugeordnet ist, wobei zwischen der einen Führungsschiene (1) und dem Primärteil (6) das eine Sekundärteil (7) und zwischen der anderen Führungsschiene (1) und dem Primärteil (6) das andere Sekundärteil (7) angeordnet ist, wobei beide Sekundärteile (7) dem Gehäuse (2) zugeordnet sind.
  5. Linearführung nach Anspruch 1, bei dem das Sekundärteil (7) durch eine Vielzahl hintereinander und parallel zu den Führungsschienen (1) angeordneter Permanentmagnete (8) gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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