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Dokumentenidentifikation DE202004009910U1 25.11.2004
Titel Traganordnung einer Werbefläche auf einem Boden
Anmelder Pirck, Lars-Hendrik, 22926 Ahrensburg, DE;
Wollny, Nils, 20257 Hamburg, DE
Vertreter Schlutius und Kollegen, 20095 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202004009910
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.11.2004
Registration date 21.10.2004
Application date from patent application 23.06.2004
IPC-Hauptklasse G09F 23/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Traganordnung für eine Werbefläche auf einem Boden. Insbesondere betrifft die Erfindung die Anordnung eines Werbeträgers auf einer Abschlagmatte in Golfübungsplätzen, so genannten Driving Ranges.

Werbeflächen sind an den unterschiedlichsten Orten in verschiedenen Größen angeordnet. Wichtig bei allen zu übermittelnden Werbebotschaften ist es, dass eine möglichst lange Blickkontaktzeit bei guter Wahrnehmung und gutem Blickkontakt erreicht wird. Wegen der Schnelllebigkeit mancher Produkte oder aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen ist es in der Regel erforderlich, die Werbung häufig zu wechseln. Allgemein bekannt ist hier das Aufbringen neuer Werbeplakate an Plakatwänden.

Bei einer Werbung, die sich auf dem Boden befindet, besteht zum einen das Problem darin, dass die Werbefläche resistent gegenüber der starken Beanspruchung sein muss. Zum anderen darf kein Überstand und somit eine Stolpergefahr begründet werden. Hier sind Projektionsapparate bekannt, die die Werbebotschaft auf den Boden optisch abbilden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass der Projektionsstrahl während des Vorbeigehens häufig überdeckt wird, so dass die Werbebotschaft nicht mehr wahrgenommen werden kann. Auch ist diese Art der Werbung im Freien oder bei zu großer Umgebungshelligkeit nicht oder nur mit großem Aufwand möglich.

Das Problem stellt sich insbesondere bei Golfabschlagplätzen, bei denen der Golfspieler sich auf den am Boden liegenden Ball konzentriert. Umliegende Werbebotschaften werden kaum wahrgenommen. Hier wäre eine Werbefläche auf der Abschlagmatte günstig. Allerdings besteht die Oberfläche der Abschlagmatte aus Kunstrasen, so dass eine Projektion nicht möglich ist. Es könnte zwar ein Werbeaufdruck auf der Abschlagmatte vorgesehen werden, jedoch ist ein Wechsel der Werbung dann nicht möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trägeranordnung für Werbeflächen zu schaffen, die im Boden und insbesondere in Abschlagmatten montiert werden kann.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Traganordnung wenigstens ein Befestigungsmittel umfasst, das in einer Ausnehmung des Bodens angeordnet ist und mit wenigstens einem korrespondierenden Befestigungselement eines die Werbefläche aufweisenden Werbeträger zusammenwirkt, um den Werbeträger lösbar in der Ausnehmung im Boden zu halten. Dadurch wird erreicht, dass der Werbeträger mit der Werbung mit einfachen Mitteln auswechselbar ist. Die Werbung auf der Werbefläche kann beliebig und insbesondere unabhängig von Bodenbeschaffenheit ausgebildet und bedruckt sein.

Es ist zweckmäßig, wenn die Werbefläche in der eingebauten Lage bündig mit dem Boden abschließt. Damit wird eine Stolpergefahr vermieden. Selbstverständlich kann eine entsprechende Trägeranordnung auch in einer Wand eingelassen werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Werbeträger mehrschichtig aufgebaut ist, und eine die Werbefläche überdeckende Schutzschicht oder Schutzfolie aufweist. Damit wird der Werbeaufdruck gut gegen das Begehen mit Schuhen geschützt. Insbesondere kann der Werbeaufdruck zunächst unabhängig von der Schutzschicht, beispielsweise im Digitaldruckverfahren, hergestellt und anschließend auf den Werbeträger aufgebracht und mit der Schutzschicht versehen werden.

Der Werbeträger kann eine Stützlage umfassen, die die Werbefläche oder das diese aufweisende Element stützt. Dies ist insbesondere bei nachgiebigen Böden, wie einer Abschlagmatte, zweckmäßig. Insgesamt erhält der Werbeträger somit den Aufbau eines Laminatbodenelements mit einer äußerst widerstandsfähigen Oberfläche. Die Werbung bleibt auch nach längerem Gebrauch noch ansehnlich.

Wie die zusammenwirkenden Befestigungsmittel und Befestigungselemente ausgebildet sind, ist grundsätzlich beliebig. Die Befestigungselemente können als versenkte Schrauben und die Befestigungsmittel als Schraubenlöcher ausgebildet sein. Es ist auch möglich, dass die Befestigungsmittel und die Befestigungselemente als zusammenwirkende Klettverschlüsse ausgebildet sind. Schließlich können die Befestigungsmittel und Befestigungselemente zusammenwirkende Rastelemente, Druckknöpfe, Bajonettverschlüsse, Stecker, Magnete oder Scharniere umfassen.

Bei hinreichend starrem oder festem Boden können die Befestigungsmittel unmittelbar auf dem Grund der Ausnehmung angeordnet und fixiert werden. Bei weichen oder nachgiebigen Untergründen ist es günstig, wenn die Befestigungsmittel auf einem Bodenstück angeordnet sind, das in die Ausnehmung eingelassen ist. Vorzugsweise ist das Bodenstück im Verhältnis zum Untergrund steif ausgebildet. Damit wird erreicht, dass der Werbeträger sicher gehalten und nicht deformiert wird oder bricht. Das Bodenstück kann in der Ausnehmung eingeklebt oder anderweitig befestigt sein.

Der Untergrund kann eine Abschlagmatte in Golfübungsanlagen sein. Derartige Abschlagmatten bestehen in der Regel aus eine nachgiebigen Schicht aus geschäumtem Kunststoff, auf der ein Kunstrasen aufgebracht ist. In der montierten Lage schließt die Oberseite der Werbefläche im Wesentlichen bündig mit dem Kunstrasenboden ab.

Die Erfindung betrifft auch eine Abschlagmatte für Golfübungsplätze mit einer Deckschicht aus Kunstrasen. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen ist, in die eine Traganordnung der vorstehend erläuterten Art passt. Dabei kann die Tiefe der Ausnehmung kleiner sein als die Dicke der Abschlagmatte und der Höhe der Traganordnung im Wesentlichen entsprechen. Alternativ ist es möglich, dass die Ausnehmung als Durchbrechung ausgebildet und die Dicke der Abschlagmatte und/oder die Höhe der Traganordnung derart bemessen sind, dass in der aufliegenden Lage der Abschlagmatte bei eingebauter Traganordnung die Werbefläche bündig mit der Oberfläche der Abschlagmatte abschließt. In beiden Fällen steht der Werbeträger mit der Werbefläche nicht über die Bodenebene hinaus.

Es ist zweckmäßig, wenn die Ausnehmung zwischen dem Standort des Golfspielers und dem Abschlagpunkt liegt. Es kann auch vorgesehen werden, dass die Ausnehmung in Schlagrichtung vor dem Abschlagpunkt liegt. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Anordnung versetzt zwischen dem Standort des Golfspielers und dem Abschlagpunkt in Abschlagrichtung vor demselben anzuordnen. In allen Fällen liegt die Werbefläche im Blickpunkt des Golfspielers und eine hohe Kontaktzeit der Werbebotschaft wird erreicht.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 die perspektivische Darstellung eines Abschlagplatzes für Golfspieler mit einer Abschlagmatte gemäß der Erfindung und

2 einen Querschnitt durch die Abschlagmatte mit einer Traganordnung gemäß der Erfindung.

Die in der Zeichnung dargestellte Abschlagmatte 11 für Golfübungsplätze ist für einen Golfspieler 12 im Wesentlichen rechteckig ausgebildet. Es können auch größere Abschlagmatten für mehrere Abschlagplätze vorgesehen werden. Die Abschlagmatte 11 umfasst eine Tragschicht 13 aus geschäumtem Kunststoff, auf der ein Kunstrasen 14 aufgebracht ist. Es können Markierungen 15 für den Abschlagpunkt 16 zum Positionieren des Golfballs vorgesehen sein. Die Abschlagmatte kann auch rund oder mehreckig ausgebildet sein. Insoweit ist die Abschlagmatte in herkömmlicher Weise aufgebaut und bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Etwa mittig in der Abschlagmatte 11 ist eine Traganordnung 17 für eine Werbefläche eingelassen. Im Einzelnen ist die Anordnung so getroffen, dass ein Bodenstück 18 in einer Ausnehmung 19 der Abschlagmatte verankert ist. Auf der Oberseite sind streifenförmige oder vollflächige oder punktförmige Klettbänder 21 befestigt, deren Gegenstücke 20 auf der Unterseite eines Werbeträgers 22 vorhanden sind. Der Werbeträger umfasst eine Stützplatte, deren Oberseite 23 mit einem Werbeaufdruck und einer Schutzschicht versehen ist. Die Traganordnung mit Werbeträger ist in der Zeichnung rund ausgebildet. Sie kann aber auch eckig oder eine andere Form aufweisen.

Durch diese Traganordnung kann der Werbeträger schnell und unproblematisch ausgetauscht werden. Durch die Bodenplatte 18 wird der Werbeträger gut gegen Verformungen und Verbiegungen gestützt, und ein Brechen desselben beim Betreten wird vermieden.

Die Traganordnung 17 befindet sich im Gebrauch zwischen dem Standort des Golfspielers 12 und dem Abschlagpunkt. somit liegt die Werbefläche gut im Blickfeld 24 des Golfspielers bei langer Kontaktzeit.


Anspruch[de]
  1. Traganordnung für eine Werbefläche auf einem Boden (11) oder einer Wand, dadurch gekennzeichnet, dass die Traganordnung (17) wenigstens ein Befestigungsmittel (20) umfasst, das in einer Ausnehmung (19) des Bodens oder der Wand eingelassen ist und mit wenigstens einem korrespondierenden Befestigungselement (21) eines die Werbefläche aufweisenden Werbeträger (22) zusammenwirkt, um den Werbeträger lösbar in der Ausnehmung im Boden zu halten.
  2. Traganordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werbefläche (23) in der eingebauten Lage bündig mit dem Boden (11) abschließt.
  3. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Werbeträger (22) mehrschichtig aufgebaut ist, und wenigstens eine die Werbefläche überdeckende Schutzschicht oder Schutzfolie aufweist.
  4. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Werbeträger (22) wenigstens eine Stützlage umfasst, die die Werbefläche oder das diese aufweisende Element stützt.
  5. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente als versenkte Schrauben und die Befestigungsmittel als Schraubenlöcher ausgebildet sind.
  6. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel und die Befestigungselemente als zusammenwirkende Klettverschlüsse (20, 21) ausgebildet sind.
  7. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel und Befestigungselemente zusammenwirkende Rastelemente, Druckknöpfe, Bajonettverschlüsse, Stecker, Magnete oder Scharniere umfassen.
  8. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel auf einem Bodenstück (18) angeordnet sind, das in die Ausnehmung (19) eingelassen ist.
  9. Traganordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenstück im Verhältnis zum Grund der Ausnehmung steif ausgebildet ist.
  10. Traganordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenstück in der Ausnehmung eingeklebt ist.
  11. Traganordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden eine Abschlagmatte (11) in Golfübungsanlagen ist.
  12. Abschlagmatte (11) für Golfübungsplätze, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Ausnehmung (19) vorgesehen ist, in die eine Traganordnung (17) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche passt.
  13. Abschlagmatte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Ausnehmung (19) kleiner ist als die Dicke der Abschlagmatte und der Höhe der Traganordnung im Wesentlichen entspricht.
  14. Abschlagmatte nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung als Durchbrechung ausgebildet und die Dicke der Abschlagmatte und/oder die Höhe der Traganordnung derart bemessen sind, dass in der aufliegenden Lage der Abschlagmatte bei eingebauter Traganordnung die Werbefläche bündig mit der Oberfläche der Abschlagmatte abschließt.
  15. Abschlagmatte nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (19) zwischen der Standort des Golfspielers (12) und dem Abschlagpunkt (16) liegt.
  16. Abschlagmatte nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung in Schlagrichtung vor dem Abschlagpunkt liegt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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