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Dokumentenidentifikation DE202004013100U1 25.11.2004
Titel Schrankelement
Anmelder Ludewig GmbH, 32257 Bünde, DE
Vertreter Thielking und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202004013100
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.11.2004
Registration date 21.10.2004
Application date from patent application 21.08.2004
IPC-Hauptklasse A47B 96/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schrankelement, welches als Schiebetürschrank zum Einsatz kommt.

Derartige Schränke weisen Schiebetüren auf, die gewöhnlich an der Schrankoberseite eingehängt werden. Zur Führung der Schiebetür werden zumeist auf Arbeitsplatten Schienen vorgesehen. Solche Schienen müssen auf der Arbeitsplatte oder auf dem Schrankboden fest montiert werden, so daß die Arbeitsplatte bei Entfernen des Schranks Rückstände wie Löcher, Verunreinigungen oder dergleichen aufweist.

Aufgabe der Erfindung ist daher, eine verbesserte Schrankkonstruktion anzugeben, bei der insbesondere die auf einer Arbeitsplatte oder Stellfläche verwendeten Führungsschienen nicht erforderlich sind.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß ist die Schranktür am Oberboden eingehängt. Hierzu dient bevorzugt ein Längsprofil, welches sich über nahezu die gesamte Breite des Schrankelements erstreckt. An dem wenigstens einen Zwischenboden findet sich eine Führung oder Hinterschneidung, z. B. in Form einer Nut oder einer anderen Aussparung oder einer Verlängerung der Kante des Zwischenbodens. In diese greift ein Kopplungselement ein, welches mit der Schiebetür des Schrankelements verbunden ist. Die Verbindung von Kopplungselement und Tür erfolgt dabei vorzugsweise im Bereich des Türgriffs. Durch die erfindungsgemäße Anordnung erfolgt die Führung der Schranktür nicht auf der Bodenseite. So kann die Tür an der Unterseite frei aufgehängt werden. Eine Montage von Führungsschienen im Bereich des Schrankbodens oder einer Arbeitsplatte ist daher nicht erforderlich.

Die Erfindung wird anschließend anhand der Figuren schematisch näher erläutert:

1 – zeigt ein erfindungsgemäßes Schrankelement in seitlicher Schnittansicht,

2 – zeigt das Schrankelement aus 1 in Frontansicht,

3a – zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Verbindungsstelle zwischen Schrankelement und Schiebetür in Schnittansicht,

3b – zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Verbindungsstelle zwischen Schiebetür und Zwischenboden,

3c – zeigt einen weiteren vergrößerten Ausschnitt der Verbindungsstelle zwischen Schiebetür und Zwischenboden.

Das in den 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Schrankelement 1 weist einen Oberboden 2 und wenigstens einen Zwischenboden 3 auf, die mit der hinteren Schrankwand bzw. dem Korpus verbunden sind. Die Schiebetür 4 ist an der Unterseite des Oberbodens 2 eingehängt. Dies geschieht vorzugsweise (vgl. 3a) über ein oder mehrere Halteprofile 7, welche mit der Tür 4 verbunden sind und bevorzugt eine Hakenform aufweisen, die dazu geeignet ist in ein, vorzugsweise aus Kunststoff gebildetes, Längsprofil 8 eingesetzt zu werden. Das Längsprofil 8 ist in eine Nut in der Unterseite des Oberbodens 2 eingelassen, wobei es sich im gezeigten Beispiel um ein Profil 8 mit als Widerhaken wirkenden Rippen handelt. Alternativ oder ergänzend kann das Profil 8 auf den Schrankoberboden 2 aufgeklebt oder anderweitig befestigt sein. Im Profil 8, welches sich als Laufschiene bzw. Mehrfachlaufschiene vorzugsweise über die gesamte Breite des Oberbodens 2 des Schrankelements 1 erstreckt, ist eine Hinterschneidung vorgesehen, in welche das Halteprofil 7 eingreift. Das Halteprofil 7 kann durchgängig oder mehrteilig aufgebaut sein, das bevorzugte Material ist Aluminium.

Die Schiebetür 4 ist weiter an wenigstens einem Zwischenboden 3 eingehängt, wie es in den 3b und 3c zu sehen ist. Am Zwischenboden 3 ist eine Führung 6 vorgesehen, die Teil des Zwischenbodens 3 sein kann. Alternativ kann als Führung durch Aufsetzen einer Schiene auf den Zwischenboden 3 oder durch Anbringen einer Leiste an der der Schiebetür 4 zugewandten Kante des Zwischenbodens 3 realisiert werden.

Die Kopplung von Zwischenboden 3 und Tür 4 erfolgt durch ein Kopplungselement 5, das vorzugsweise in etwa einen G-förmigen Querschnitt aufweist. Das Kopplungselement 5 greift in die Hinterschneidung 6 ein. Ein Teil des Kopplungselements 5 ist mit der Tür 4 verbunden. Die Verbindung zwischen Tür 4 und Kopplungselement 5 ist vorzugsweise im Bereich des Türgriffs 9 vorgesehen, wobei diese Verbindung bevorzugt lösbar ist, um ein einfacheres Zusammensetzen des Schrankelements 1 zu ermöglichen. Insbesondere können der Türgriff 9 und das Kopplungselement 5 miteinander verbunden, vorzugsweise verschraubt sein.

Das erfindungsgemäße Schrankelement kann sowohl für eine als auch für mehr als eine Schiebetür 4 ausgelegt sein. Je nach Anzahl der Schiebetüren 4 müssen im Längsprofil 8 eine entsprechende Anzahl von hinterschnittenen Führungsrillen vorgesehen werden. Zudem ist das Kopplungselement 5 hinsichtlich seiner Erstreckung (Länge) zwischen Tür 4 und Zwischenboden 3 entsprechend anzupassen bzw. mit einem Abstandshalter zu versehen, wie ein Vergleich zwischen dem Kopplungselementen 5 in den 3b (Kopplungselement für die weiter innen liegende Tür 4) und 3c (Kopplungselement für die weiter außen liegende Tür 4) zeigt.


Anspruch[de]
  1. Schrankelement (1) mit einem Oberboden (2), wenigstens einem Zwischenboden (3) und einer Schiebetür (4), wobei die Schiebetür (4) am Oberboden (2) aufgehängt ist und über ein mit der Schiebetür (4) verbundenes Kopplungselement (5) am Zwischenboden (3) geführt wird, wobei die Kopplungselement (5) in eine am Zwischenboden (3) vorgesehene Führung (6) greift.
  2. Schrankelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schiebetür (4) wenigstens ein Halteprofilelement (7) vorgesehen ist, welches in ein am Oberboden (2) befindliches Längsprofil (8) eingreift.
  3. Schrankelement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Längsprofil (8) aus Kunststoff besteht.
  4. Schrankelement (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Längsprofil (81 zur Aufnahme von zwei Halteprofilelementen (7) ausgebildet ist.
  5. Schrankelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem das Halteprofilelement (7) aus Aluminium besteht.
  6. Schrankelement (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungselement (5) im Bereich des Griffs (9) der Schiebetür (4) vorgesehen ist.
  7. Schrankelement (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopplungselement (5) mit dem Griff (9) verbunden, insbesondere verschraubt ist.
  8. Schrankelement (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebetür (4) eine Glastür ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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