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Dokumentenidentifikation DE10322664A1 02.12.2004
Titel Hilfsanstellvorrichtung für Walzgerüste
Anmelder SMS Demag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Denker, Wolfgang, 57258 Freudenberg, DE;
Klein, Bernhard, Dr., 57271 Hilchenbach, DE
Vertreter Hemmerich und Kollegen, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 16.05.2003
DE-Aktenzeichen 10322664
Offenlegungstag 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse B21B 31/18
Zusammenfassung Eine Hilfsanstellung für Walzgerüste mit einem, auf das Querhaupt (QH) der Walzenständer aufgesetzten Antriebsmotor (AM) und einer darunter angeordneten Traghülse (TH) mit einem Planetengetriebe, dessen Sonnenrad (SR) mit dem Anstellmotor (AM) verbunden und dessen Träger der Planetenräder (PR) mit einer gewindegeführten Anstellspindel drehgekoppelt ist. Innerhalb des Querhaupts (QH) ist eine, fest mit diesem verbundene Traghülse (TH) mit Innengewinde (IWR) angeordnet. In dieser ist ein, die Anstellspindel bildender Zylinderkörper (ZK) mit einem Außengewindeabschnitt (WAR) gewindegeführt, der eine zylinderische Mittenausnehmung mit Längsverzahnung (LZ) aufweist. In diese Mittenausnehmung kragt ein von unten an das Querhaupt (QH) angesetzter, mittig die Anstellwelle aufnehmender zylindrischer Träger (ZT). An dessen Stirnseite sind mit einer Längsverzahnung (LZ) der zylindrischen Mittenausnehmung (MA) des Zylinderkörpers (ZK) kämmende Zahnräder (PR) gelagert. Diese bilden mit einem auf dem Ende der Antriebswelle (AW) gelagerten Zahnrad (SR) als Sonnenrad ein Planetengetriebe. Der die Anstellspindel bildende Zylinderkörper (ZK) weist unterhalb der Gewindeführung in der Traghülse (TH) einen weiteren Gewindeabschnitt (AWL) mit gegenläufigem Gewinde auf, auf den eine ein Innengewinde (IWL) aufweisende, gegen die Traghülse (TH) drehgesicherte Anstellhülse (ADH) aufschraubbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Hilfsanstellvorrichtung für Walzgerüste, mit der die in beiden Walzenständern eines Walzgerüstes eingestellten Anstellwerte in einem oder in beiden Ständern korrigierend veränderbar sind.

Neben bekannten Mitteln für solche Anstellkorrekturen, wie Stufenkeilen, Zusatzspindeln, Beilageplatten, die einen erheblichen manuellen Aufwand und Bedienungserfahrung erfordern, sind bereits Vorschläge bekannt geworden, den Anstellgetrieben für die Anstellspindeln der einzelnen Walzgerüste jeweils als Planetengetriebe ausgebildete Überlagerungsgetriebe (DE 31 19 407 A1 und US 48 19 507) zuzuordnen. Die Ausbildung dieser Hilfsantriebe erforderte einen erheblichen Zusatzaufwand und besondere Konstruktionen der Walzgerüste selbst, verbunden mit einem hohen Wartungsaufwand.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hilfsanstellvorrichtung der genannten Art zu schaffen, die ohne besondere bauliche konstruktive Anpassungen der Walzgerüste in diese einbaubar ist und aus wenigen Bauteilen besteht.

Ausgehend von einer bekannten Hilfsanstellvorrichtung dieser Art (DE-AS 1 427 867), die einen auf oder in das Querhaupt des Walzenständers eingesetzten Anstellmotor mit einem, darunter angeordneten Planetengetriebe aufweist, dessen Sonnenrad mit der Antriebswelle des Anstellmotors verbunden ist, und dessen Träger der Planetenräder mit einer, in dem Querhaupt gewindegeführten Anstellspindel drehgekuppelt ist, wobei das Planetengetriebe zusammen mit dem Motor in einem Tragrahmen sitzt, der vertikal verschwenkbar und drehgesichert, von einem, nach oben offenen Gehäuse aufgenommen wird, das in dem Querhaupt des Walzenständers sitzt, mit diesem verriegelbar ist und eine Durchtrittsöffnung für die Anstellspindel aufweist, schlägt die Erfindung vor, eine, unterhalb des Querhaupts angeordnete, fest mit diesem Verbundene Traghülse mit Innengewinde vorzusehen in der ein, die Anstellspindel bildender Zylinderkörper mit einem Außengewindeabschnitt gewindegeführt ist, der eine zylindrische Mittenaußnehmung aufweist, in die ein, von unten an das Querhaupt angesetzter, die durch dieses geführte Anstellwelle aufnehmender zylindrischer Träger kragt, an dessen Stirnseite, mit der Längsverzahnung der zylindrischen Mittenausnehmung des Zylinderkörpers kämmende Stirnzahnräder lagern, die als Planetenräder mit einem auf dem Ende der Anstellwelle sitzenden Stirnrad als Sonnenrad ein Planetengetriebe bilden, wobei der die Anstellspindel bildende Zylinderkörper unterhalb der Gewindeführung in der Traghülse einen weiteren Gewindeabschnitt mit gegenläufigem Gewinde aufweist, auf den eine, ein Innengewinde aufweisende, gegen die Traghülse drehgesicherte Anstelldruckhülse aufschraubbar ist. Wie die Erfindung weiter vorsieht können in die, der Traghülse zugewandte Ringstirnseite der Anstelldruckhülse eingesetzte, in der Traghülse gleitgeführte Drehsicherungsstäbe vorgesehen werden.

Die beiden, für das Walzenständer-Paar benötigten Anstellmotoren können verhältnismäßig klein und mit geringem Gewicht ausgelegt sein, weil die Anstellung über die Planetengetriebe mit hohen Drehzahlen und niedrigen Drehmomenten erfolgt und dabei positionssteuerbar ist. Mit den gegenläufigen Gewindeabschnitten des die Anstellspindel darstellenden Zylinderkörpers, die diesen einerseits über die Traghülse mit den Querhaupt des Walzenständers und andererseits mit der Anstelldruckhülse verbinden wird die Walzkraft übertragen. Die Anordnung eines Axiallagers in der Anstelldruckhülse erübrigt sich, weil diese gegenüber dem, von ihr beaufschlagten Lagereinbaustück der Walze keine Drehbewegung ausführt.

Die Vorrichtung kann im Ständerfenster des Walzgerüstes oder in einer Ausnehmung oben oder unten im Querhaupt der Ständer angeordnet werden. Alle Teile der Vorrichtung stellen einfach zu bearbeitende Werkstücke dar.

Die Erfindung wird nachstehend, anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt die Ansicht eines Vertikalschnitts durch die Vorrichtung.

Auf dem Querhaupt UH ist der Anstellmotor AM mit einem Winkelgetriebe WG fest angeordnet, und die, mit dem Walzgerüst gekuppelte Anstellwelle AW durch das Querhaupt QH hindurchgeführt. An dessen Unterseite sind eine zylindrische Traghülse TH mit Innengewinde IWR und, mittig in dieser angeordnet ein zylindrischer Träger ZT geschraubt. In dem Innengewinde IWR ist mit einem Außengewindeabschnitt AWR ein, die Anstellspindel bildender Zylinderkörper ZK gewindegeführt, der eine, nach oben offene zylindrische Mittenausnehmung MA mit Längsverzahnung LZ aufweist. In diese kragt von oben her der zylindrische Träger ZT der eine Mittenbohrung MB aufweist, durch die von oben her die Anstellwelle AW geführt ist, an deren Ende ein Zahnrad SR sitzt, das mit, an der Stirnseite des zylindrischen Trägers ZT gelagerten Zahnrädern PR kämmt und mit diesen ein Planetenradgetriebe bildet, dessen Planetenräder PR mit der Längsverzahnung der zylindrischen Mittenausnehmung MA des Zylinderkörpers ZK kämmen.

Der die Anstellspindel bildende Zylinderkörper ZK weist unterhalb seines, in der Traghülse TH gewindegeführten Außengewindeabschnitts AWR einen weiteren Außengewindeabschnitt AWL mit gegenläufigem Gewinde auf. Auf diesen Außengewindeabschnitt AWL ist mit einem Innengewinde IWL eine Anstelldivckhülse ADH aufgeschraubt. Diese Anstelldruckhülse ADH trägt, der Traghülse TH zugewandt, stirnseitig Riegelbolzen RB, die in Riegelausnehmungen RA der Traghülse TH gleitgeführt, eine Drehsicherung der Anstelldruckhülse ADH gegenüber der Traghülse TH darstellen.

Die Anstellung der Anstelldruckhülse ADH, die an ihrer Unterseite eine Druckpendelplatte DPP aufweist, wird über den Anstellmotor AM und die mit dessen Winkelgetriebe WG angetriebene Anstellwelle AW in der Weise bewirkt, daß die Anstellwelle AW über das Sonnenrad SR und die Planetenräder PR, die mit der Längsverzahnung LZ der Mittenaußnehmung MA des Zylinderkörpers ZK kämmen, diesen drehend antreiben und damit vertikale Auf- bzw. Abbewegungen des Zylinderkörpers in Anstellrichtung bewirken.

Die gegenläufige Gewindeverbindung zwischen dem unteren Abschnitt des Zylinderkörpers ZK und der Anstelldruckhülse ADH in Verbindung mit deren Drehverriegelung gegenüber der Traghülse bewirkt dabei, daß die Anstelldruckhülse ADH den Anstellbewegungen der Zylinderhülse folgt, dabei jedoch keine Drehbewegung ausführt.

QHQuerhaupt AMAnstellmotor WGWinkelgetriebe THTraghülse IWRInnengewinde ZTzylindrischer Träger WARAußengewindeabschnitt ZKZylinderkörper MA(zylindrische) Mittenausnehmung LZLängsverzahnung MBMittenbohning SR(Sonnen-)Zahnrad PR(Planeten-)Zahnrad AWLAußengewindeabschnitt IWLInnengewinde ADHAnstelldruckhülse RBRiegelbolzen RARiegelausnehmungen DPPDruckpendelplatte

Anspruch[de]
  1. Hilfsanstellung für Walzgerüste mit einem, auf oder in das Querhaupt der Walzenständer auf- bzw. eingesetzten Antriebsmotor und einem darunter angeordneten Traggehäuse mit einem Planetengetriebe, dessen Sonnenrad mit dem Anstellmotor verbunden, und dessen Träger der Planetenräder mit einer gewindegeführten Anstellspindel drehgekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine, innerhalb des Querhaupts (QH) angeordnete, fest mit diesem verbundene Traghülse TH mit Innengewinde (IWR) in der ein, die Anstellspindel bildender Zylinderkörper (ZK) mit einem Außengewindeabschnitt (WAR) gewindegeführt ist, der eine zylindrische Mittenausnehmung mit Längsverzahnung (LZ) aufweist, in die ein, von unten an das Querhaupt (QH) angesetzter, mittig die Anstellwelle (AW) aufnehmender zylindrischer Träger (ZT) kragt, an dessen Stirnseite, mit der Längsverzahnung (LZ) der zylindrischen Mittenausnehmung (MA) des Zylinderkörpers kämmende Zahnräder (WR) kragen, die als Planetenräder mit einem auf dem Ende der Antriebswelle sitzenden Zahnrad (SR) als Sonnenrad ein Planetengetriebe bilden, und daß der die Anstell-Spindel bildende Zylinderkörper (ZK) unterhalb der Gewindeführung in der Traghülse (TH) einen weiteren Gewindeabschnitt (AWL) mit gegenläufigem Gewinde aufweist, auf den eine, ein Innengewinde (IWL) aufweisende, gegen die Traghülse (TH) drehgesicherte Anstelldruckhülse (ADH) aufschraubbar ist.
  2. Hilfsanstellung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch, in die, der Traghülse (TH) zugewandten Ringstirnseite der Anstelldruckhülse (ADH) eingesetzte, in der Traghülse (TH) gleitgeführte Drehsicherungsstäbe (RB).
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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