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Dokumentenidentifikation DE202004008917U1 09.12.2004
Titel Anordnung zur Überwachung und Kontrolle des Wachstums der Füße
Anmelder Becker, Norbert L., Dr.med., 72074 Tübingen, DE
Vertreter Fay und Kollegen, 89073 Ulm
DE-Aktenzeichen 202004008917
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.12.2004
Registration date 04.11.2004
Application date from patent application 04.06.2004
IPC-Hauptklasse A61B 5/107
IPC-Nebenklasse A43D 1/00   G01B 3/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Überwachung und Kontrolle des Wachstums der Füße.

Kinder zeigen ein teilweise schubweises Wachstum der Füße, welches pro Jahr bis zu 3 Pariser Stich betragen kann, wobei ein Pariser Stich einer Länge von 6,6 mm entspricht.

Da Kinder bei zu klein werdenden Schuhen in der Regel keine Schmerzen verspüren, tragen sie häufig Schuhe, die deutlich zu klein sind, was Fußschäden mit sozialmedizinischen und sozialökonomischen Folgen nach sich zieht. Repräsentative Untersuchungen haben ergeben, daß bis zu 50 % der Kinder Schuhe tragen, die mindestens eine Nummer zu klein sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es dem Kind beziehungsweise der Mutter erlaubt, das Wachstum der Füße zu kontrollieren und so festzustellen, ob der Fuß um einen bestimmten Mindestwert gewachsen ist.

Eine diese Aufgabe lösende Anordnung besteht aus einer Schablone mit einer Grundplatte, die wenigstens an ihrem der Fußinnenseite zugewandten Rand mit einer Anschlagleiste für den Fuß versehen ist, die gleichzeitig als Führungsleiste für eine gegen die Zehen des zu messenden Fußes verstellbare Schiebeleiste ausgebildet ist, wobei die Schiebeleiste mit einer Markierungshilfe für einen Schreibstift zur Anbringung einer Markierungslinie auf der Grundplatte versehen ist.

Der durch die Erfindung erreichte Fortschritt besteht im wesentlichen darin, daß – beginnend nach dem Neukauf eines Paars Kinderschuhe – eine Markierungslinie auf der Grundplatte angebracht wird, wozu der Fuß beziehungsweise die Füße auf die Grundplatte aufgestellt wird/werden, wobei die Ferse dem Fersenanschlag anliegt und die Schiebeleiste gegen die Zehen verstellt wird, so daß der Abstand zwischen Fersenanschlag und Schiebeleiste die Fußlänge wiederspiegelt. Um die korrekte Ausrichtung des Fußes sicher zu stellen, soll die Fußinnenseite der Anschlagleiste anliegen.

Bei regelmäßiger – vorzugsweise wöchentlicher – Wiederholung dieser Messung entsteht durch die Aneinanderreihung der Meßlinien ein Balken auf der Grundplatte, dessen Länge das seit dem Schuhkauf erfolgte Längenwachstum des Fußes wiederspiegelt. Überschreitet dieser Balken eine Länge von zum Beispiel 6,6 mm, so ist der Fuß um ein Pariser Stich beziehungsweise um eine Schuhnummer gewachsen. Es ist dann Zeit, einen neuen Schuh anzupassen bezeihungsweise zu beschaffen.

In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die Markierungshilfe von einem in Längsrichtung der Schiebeleiste verlaufenden Schlitz gebildet, wodurch sich eine günstige Führung für den Schreibstift ergibt.

In besonders einfacher Ausgestaltung kann die Schiebeleiste von einem Winkelprofil gebildet sein, dessen einer Schenkel der Grundplatte aufliegt und dessen anderer Schenkel als Anschlagfläche für die Zehen dient.

In besonders einfacher und daher besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Schiebeleiste seitlich mit einem die Anschlagleiste übergreifenden Bügel versehen. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, die Schiebeleiste abzunehmen beziehungsweise erst nach dem Aufsetzen des Fußes anzubringen.

Weiter besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, daß die Grundplatte an ihrem der Fußaußenseite zugewandten Rand mit einer zur Anschlagleiste parallelen Begrenzungsleiste versehen ist, die als weiteres Führungselement für die Schiebeleiste dient. Dadurch ist einerseits ergänzend für die korrekte Ausrichtung des Fußes gesorgt, darüberhinaus werden hierdurch Kipp- oder Schwenkbewegungen der Schiebeleiste, die zu einer Meßungenauigkeit führen könnten, vermindert.

Die Markierungslinien können grundsätzlich unmittelbar auf der Grundplatte der Anordnung angebracht werden. Um eine Mehrfachnutzung der Anordnung zu ermöglichen, kann die Grundplatte auch mit einer Markierungseinlage für die Anbringung der Markierungslinien versehen sein. Bei einem Schuhwechsel muß dann lediglich die Markierungseinlage ausgewechselt werden. Dies bietet darüberhinaus auch die Möglichkeit, das Fußwachstum mehrerer Kinder mit einer einzigen Anordnung zu überprüfen.

Die Markierungseinlage kann darüberhinaus mit einem Meßraster versehen sein, das entweder beispielsweise als Zentimeterraster oder als Raster entsprechend der Schuhnummern gestaltet sein kann.

Schließlich kann die Grundplatte auch zur Aufnahme beider Füße eingerichtet sein, wobei die jeweils der Fußinnenseite zugewandte Anschlagleiste gemeinsam für beide Füße dient und für beide Füße eine gemeinsame Schiebeleiste vorgesehen ist, die sich beidseits der Anschlagleiste erstreckt. Durch diese Anordnung wird in jedem Fall auch bei geringfügig unterschiedlichem Wachstum beider Füße rechtzeitig ein notwendig werdender Schuhwechsel erkannt.

Im folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert; es zeigen:

1 die Anordnung in einer ersten, sehr einfachen Ausgestaltung,

2 die Anordnung in einer Ausgestaltung zur gleichzeitigen Messung beider Füße,

3 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach 2,

4 eine der 1 entsprechende Ausgestaltung, jedoch mit verbesserter Führung der Schiebeleiste,

5 eine Detaildarstellung der Schiebeleiste für die gleichzeitige Messung beider Füße,

6 eine perspektivische Darstellung der 4,

7 die Schiebeleiste für die Anordnung nach 6,

8 den Gegenstand nach 3 mit angedeutetem Meßvorgang.

Die in der Zeichnung dargestellte Anordnung dient zur Überwachung und Kontrolle des Wachstums der Füße von Kindern und besteht aus einer Schablone mit einer Grundplatte 1, die sowohl mit einem Fersenanschlag 4 wie auch einer Anschlagleiste 3 für den Fuß versehen ist, wobei die Anschlagleiste 3 an den der Fußinnenseite zugewandten Rand der Grundplatte 1 angeordnet ist.

Die Anschlagleiste 3 dient zugleich als Führungsleiste für eine Schiebeleiste 2, die gegen die Zehen des zu messenden Fußes verstellbar ist, wie sich dies insbesondere aus der 8 ersehen lässt.

Im einzelnen ist die Schiebeleiste 2 mit einer Markierungshilfe 8 für einen Schreibstift 11 versehen, wodurch es möglich ist, auf der Grundplatte eine Markierungslinie anzubringen, die die aktuelle Stellung der Schiebeleiste 2 bei erfolgter Messung der Fußlänge wiedergibt.

Die Markierungshilfe 8 ist, wie sich beispielsweise aus den 5 und 8 ersehen lässt, von einem in Längsrichtung der Schiebeleiste 2 verlaufenden Schlitz gebildet.

Die Schiebeleiste 2 selbst besteht zweckmäßigerweis aus einem Winkelprofil, dessen einer Schenkel der Grundplatte 1 aufliegt und dessen anderer Schenkel als Anschlagfläche für die Zehen dient. Der die Markierungshilfe bildende Schlitz kann dabei grundsätzlich an beliebiger Stelle in dem der Grundplatte aufliegenden Schenkel angeordnet sein. In den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen befindet sich der Schlitz unmittelbar im Eckbereich des Winkels.

Die Schiebeleiste 2 ist seitlich mit einem Bügel 9 versehen, der die Anschlagleiste 3 übergreift.

In der Ausführungsform nach 4 ist die Grundplatte 1 an ihrem der Fußaußenseite zugewandten Rand mit einer zur Anschlagleiste parallelen Begrenzungsleiste 12 versehen. Diese Begrenzungsleiste 12 dient insbesondere als weiteres Führungselement für die Schiebeleiste 2, die hierzu mit einem weiteren Führungsbügel versehen ist.

Wie sich insbesondere aus den 3 und 4 ergibt, kann die Grundplatte mit einem Meßraster 6 versehen sein, das eine Längenangabe in Zentimetern, in Pariser Stich oder anderen Maßeinheiten bildet. Dadurch wird eine unmittelbare Korrelation zwischen den mit der Bezugsziffer 10 versehenen, aus den einzelnen Markierungslinien gebildeten Balken erreicht wird. Dieses Meßraster kann auch auf einer speziellen Markierungseinlage angeordnet sein, was jedoch in der Zeichnung nicht im einzelnen dargestellt ist. Insbesondere kann diese Markierungseinlage auch austauschbar sein, so daß die Anordnung selbst über längere Zeit, also auch bei einem Schuhwechsel, darüberhinaus auch von mehreren im Wachstum befindlichen Kindern verwendet werden kann.

Bei der Anordnung gemäß 3 ist die Grundplatte 1 zur Aufnahme beider Füße eingerichtet, wobei die jeweils der Fußinnenseite zugewandte Anschlagleiste 3 gemeinsam für beide Füße dient. Auch die Schiebeleiste 2 ist so ausgebildet, daß sie gleichzeitig der Messung beider Füße dient, wobei sie sich beidseits der Anschlagleiste 3 erstreckt. Durch dieses Meßverfahren ist sichergestellt, daß auch bei geringfügig unterschiedlichem Längenwachstum beider Füße rechtzeitig der Zeitpunkt für einen Schuhwechsel erkannt wird.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Überwachung und Kontrolle des Wachstums der Füße, bestehend aus einer Schablone mit einer Grundplatte (1), die mit einem Fersenanschlag (4) sowie wenigstens an ihrem der Fußinnenseite zugewandten Rand mit einer Anschlagleiste (3) für den Fuß versehen ist, die gleichzeitig als Führungsleiste für eine gegen die Zehen des zu messenden Fußes verstellbare Schiebeleiste (2) ausgebildet ist, wobei die Schiebeleiste (2) mit einer Markierungshilfe (8) für einen Schreibstift (11) zur Anbringung einer Markierungslinie auf der Grundplatte (1) versehen ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungshilfe (8) von einem in Längsrichtung der Schiebeleiste (2) verlaufenden Schlitz gebildet ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebeleiste (2) von einem Winkelprofil gebildet ist, dessen einer Schenkel der Grundplatte (1) aufliegt und dessen anderer Schenkel als Anschlagfläche für die Zehen dient.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebeleiste (2) seitlich mit einem die Anschlagleiste (3) übergreifenden Bügel (9) versehen ist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) an ihrem der Fußaußenseite zugewandten Rand mit einer zur Anschlagleiste (3) parallelen Begrenzungsleiste (12) versehen ist, die als weiteres Führungselement für die Schiebeleiste (2) dient.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) mit einer Markierungseinlage für die Anbringung der Markierungslinien versehen ist.
  7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungseinlage mit einem Meßraster (6) versehen ist.
  8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungseinlage austauschbar ist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) zur Aufnahme beider Füße eingerichtet ist, wobei die jeweils der Fußinnenseite zugewandte Anschlagleiste (3) gemeinsam für beide Füße dient und für beide Füße eine gemeinsame Schiebeleiste (2) vorgesehen ist, die sich beidseits der Anschlagleiste (3) erstreckt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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