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Dokumentenidentifikation DE60008318T2 09.12.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001070556
Titel Buchse für Ölfilmlager
Anmelder Morgan Construction Co., Worcester, Mass., US
Erfinder Dolan, Timothy S., Westminster, Massachusetts 01473, US;
Wojtkowski, Jr., Thomas C., Shrewsbury, Massachusetts 01545, US
Vertreter Dr. Weitzel & Partner, 89522 Heidenheim
DE-Aktenzeichen 60008318
Vertragsstaaten DE, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.07.2000
EP-Aktenzeichen 003056165
EP-Offenlegungsdatum 24.01.2001
EP date of grant 18.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.2004
IPC-Hauptklasse B21B 31/07
IPC-Nebenklasse F16C 33/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Ölfilmlager des Typs, welcher verwendet wird, um Walzenzapfen in einem Walzwerk drehbar zu tragen, und betrifft insbesondere eine Verbesserung hinsichtlich der Buchsen, welche in solchen Lagern verwendet werden.

In einem herkömmlichen Ölfilmlager des Typs, wie er in der 1 gezeigt ist, wird eine Hülse 10 axial auf einem verjüngten Abschnitt 12 eines Walzenzapfens, welcher axial aus dem Walzenrumpf 16 herausragt, aufgenommen. Die Hülse weist eine verjüngte/konische innere Oberfläche 18 auf, welche axial auf dem verjüngten Walzenzapfenabschnitt 12 aufgenommen wird, und eine zylindrische äußere Oberfläche 20, welche in einer Buchse 22, die in einem Einbaustück 24 beinhaltet ist und relativ zu diesem befestigt ist, für eine Drehbewegung achsgelagert ist. Die Buchse weist eine innere Auskleidung 23 aus Lagermetall/Weißmetall („babbitt metall") auf, wie dies zum Beispiel in der GB 398 332 gezeigt ist. Ein Ende der Hülse ist mit einem radial nach außen herausragenden kreisförmigen Flansch 26 versehen, sowie mit einem radial nach innen hereinragenden kreisförmigen Kragen 28. Keilnuten 30 sind in den Kragen 28 hineingearbeitet. Keile/Passfedern 32 sind in Kerben 34 in einem zylindrischen Bereich 36 mit einem verkleinerten Durchmesser des Walzenzapfens aufgenommen. Die Passfedern 32 ragen in die Keilnuten 30 in dem Kragen 28 der inneren Hülse hinein, um die Hülse 10 gegen eine Verdrehung relativ zu dem verjüngten Walzenzapfenabschnitt 12 zu fixieren.

Andere herkömmliche Lagerkomponenten umfassen einen inneren Dichtungsaufbau 38, einen die Hülse zurückhaltenden Ring 40, ein Walzenschublager 42 und zugeordnete zurückhaltende und außen abdichtende Elemente, welche bei 44 dargestellt sind.

Das Einbaustück 24, die Buchse 22, die Hülse 10 und die anderen oben beschriebenen herkömmlichen Komponenten sind axial aufnehmbar auf dem Walzenzapfen und von diesem entfernbar als eine einzige Einheit oder ein einzelner Aufbau. Während des axialen Entfernens wird das Einbaustück 24 in die Richtung des Pfeils 46 gezogen. Die Buchse 22 folgt dem Einbaustück, und durch den ineinander eingreifenden Eingriff der äußeren Stirnfläche 22a der Buchse mit dem Hülsenflansch 26 wird die Hülse axial von dem verjüngten Abschnitt 12 des Walzenzapfens entfernt.

Eine verbesserte Anordnung, welche in den 2 und 3 gezeigt ist, vermindert die Größe des Schmiedeteils, aus welchem die Hülse 10 gearbeitet wird. Bei dieser verbesserten Ausführung ist der Hülsenflansch 26 eliminiert worden und wurde durch eine verbesserte Verkeilungsanordnung ersetzt. Ein Ölfilmlager, welches eine Ausführung der neu entworfenen Hülse und der Verkeilungsanordnung beinhaltet, ist in den 2 und 3 gezeigt, wobei die selben Bezugszeichen verwendet worden sind, um die herkömmlichen Komponenten, welche zuvor mit Bezug auf die 1 beschrieben wurden, zu identifizieren. Die neu entworfene Hülse ist wiederum mit einer verjüngten inneren Oberfläche 52 versehen, welche auf dem verjüngten Abschnitt 12 des Walzenzapfens sitzt, und mit einer zylindrischen äußeren Oberfläche 54, welche für eine Drehbewegung in der Buchse 22, die in dem Einbaustück 24 beinhaltet ist, achsgelagert ist.

Keilaufbauten/Passfederaufbauten, welche im Allgemeinen mit 56 bezeichnet werden, werden verwendet, um die Hülse 50 an dem Walzenzapfen drehfest zu befestigen. Jeder Keil/jedes Keilstück weist eine im allgemeinen T-förmige Konfiguration auf, wobei ein radiales Segment 56a einen hervorstehenden äußeren Bereich 56b aufweist, welcher eine Abstützung definiert, gegen welche die Stirnfläche 22a während des axialen Entfernens des Lagers von den Walzenzapfen angreifen kann. Das radiale Segment 56a erstreckt sich durch eine gestufte Bohrung in der Hülse 50 und ist an ein Basissegment 56c mittels eines Bolzens 58 oder eines ähnlichen Befestigungselements angeschlossen. Das Basissegment 56c ist in einer Kerbe 60 aufgenommen, die in den zylindrischen Zapfenabschnitt 36, welcher benachbart zu dem verjüngten Abschnitt 12 des Walzenzapfens angeordnet ist, geschnitten. Der radial herausragende äußere Bereich 56b des Keils/der Passfeder 56 nimmt den Platz des herkömmlichen kreisförmigen Hülsenflansches 26 ein, um dadurch zu ermöglichen, dass beides, die Größe des Schmiedestücks, aus welchem die Hülse gearbeitet ist, und die Kosten der maschinellen Bearbeitung der Hülse, vermindert wird.

Wie man am besten in der 3 sehen kann, sind die Kontaktflächen zwischen den radial herausragenden Abstützbereichen 56b der neuen Verkeilungsanordnungen 56 und der Stirnflächen 22a der Buchse relativ klein und umfassen tatsächlich nur ein Bruchteil des gesamten Umfanges der Stirnfläche 22a. Somit sind während des Entfernens des Lagers von dem Walzenzapfen Bedenken aufgekommen, dass die resultierende konzentrierte Einheitslast auf die Buchsenstirnfläche eine Gefährdung in der Auskleidung 23 aus Lagermetall/Weißmetall verursachen könnte.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Auskleidung aus Lagermetall vor solchen Gefährdungen zu schützen, während des Entfernens des Lageraufbaus von dem Walzenzapfen.

Andere Merkmale umfassen das Vorsehen von wenigstens einer Abstützung, welche radial aus einem ausgesetzten äußeren Ende der Hülse herausragen, für einen Angriff durch eine äußere Stirnfläche der Buchse, während des axialen Entfernens des Lagers von den Walzenzapfen, und welche den herkömmlichen Hülsenflansch ersetzt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die 1 ist eine längsgeschnittene Ansicht eines Walzwerkölfilmlagers, welches eine herkömmliche Hülse und Verkeilungsanordnung beinhaltet;

die 2 ist eine längsgeschnittene Ansicht ähnlich zu der 1, welche eine neu entworfene Hülse und Verkeilungsanordnung zeigt;

die 3 ist eine geschnittene Ansicht, gezogen entlang der Linie 3-3 aus der 2; und

die 4 ist eine vergrößerte Ansicht des eingekreisten Bereiches aus der 2.

Detaillierte Beschreibung von vorzuziehenden Ausführungen

Mit Bezug auf die 4 kann man sehen, dass die Auskleidung 23 aus Lagermetall axial nach innen von der Buchsenstirnfläche 22a um eine Distanz „X" zurückversetzt ist. Die Distanz „X" ist ausreichend, um zu verhindern, dass die Auskleidung durch einen Angriff der Buchsenstirnfläche 22a an der Abstützung 56b geschädigt oder gefährdet wird, und beträgt wenigstens 10 Prozent oder vorzugsweise rund 15 Prozent der Strecke „Y" in Umfangsrichtung, welche durch den Abstützbereich 56b von jedem Keilaufbau/Passfederaufbau 56 berührt wird. Die Auskleidung aus Lagermetall 23 weist typischerweise eine Dicke von rund 0,125 bis 9,53 Millimeter auf, vorzugsweise zwischen rund 0,750 bis 3,25 Millimeter, und die Distanz „X" ist größer als die minimale Dicke der vorgenannten Bereiche.

Die Zurückversetzung/Aussparung der Auskleidung kann entweder durch Abdecken des Bereiches 22b, um die Überdeckung während der Auftragung des Lagermetalls zu verhindern, oder durch nachfolgendes maschinelles Entfernen des Lagermetalls aus dem Bereich 22b erreicht werden.


Anspruch[de]
  1. Ein Ölfilmlager für einen Walzenzapfen (12) in einem Walzwerk, das gesagte Lager umfasst:

    ein Lagereinbaustück (24);

    eine Buchse (22), welche in dem gesagten Lagereinbaustück beinhaltet ist, wobei die gesagte Buchse eine Auskleidung aus Lagermetall (23) aufweist;

    eine Hülse (50), welche derart angepasst ist, dass sie entfernbar axial auf dem Walzenzapfen aufgenommen wird und drehstarr relativ zu diesem befestigt wird; wobei die gesagte Hülse für eine Drehung innerhalb der gesagten Buchse gelagert ist und axial verschiebbar im Hinblick auf die gesagte Buchse ist, und die gesagte Hülse einen Endabschnitt aufweist, welcher axial über eine Stirnseite der gesagten Buchse herausragt; und

    gekennzeichnet durch ein Abstützelement (56b), welches radial aus dem Endabschnitt der gesagten Hülse herausragt, für einen Eingriff durch ein Umfangssegment der Stirnseite der gesagten Buchse, während des Entfernens des gesagten Lagers von dem gesagten Walzenzapfen in axialer Richtung, und ferner dadurch gekennzeichnet, dass die gesagte Auskleidung aus Lagermetall axial nach innen von der Stirnseite der gesagten Buchse mit einem Abstand zurückgesetzt ist, welcher ausreichend ist, um zu verhindern, dass die gesagte Auskleidung durch das Anstoßen der Buchsenstirnseite an dem gesagten Abstützelement beschädigt wird.
  2. Das Ölfilmlager aus Anspruch 1, wobei die gesagte Auskleidung aus Lagermetall eine Dicke im Bereich von 0,125 bis 9,23 Millimeter aufweist und axial nach innen von der Stirnseite der gesagten Buchse mit einem Abstand zurückgesetzt ist, welcher größer ist als das Minimum des gesagten Dickenbereiches.
  3. Das Ölfilmlager aus Anspruch 1, wobei die gesagte Auskleidung aus Lagermetall eine Dicke im Bereich von 0,750 bis 3,25 Millimeter aufweist und nach innen von der Stirnseite der gesagten Buchse mit einem Abstand zurückgesetzt ist, welcher größer ist als das Minimum des gesagten Dickenbereiches.
  4. Das Ölfilmlager aus Anspruch 1, wobei der gesagte Abstand mindestens 10 Prozent des gesagten Umfangssegmentes beträgt.
  5. Das Ölfilmlager aus Anspruch 1, wobei der gesagte Abstand rund 15 Prozent des gesagten Umfangssegmentes beträgt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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