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Dokumentenidentifikation DE69821357T2 09.12.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000990468
Titel Farbspritzpistole mit einer Laservorrichtung
Anmelder University of Northern Iowa Foundation, Cedar Falls, Ia., US
Erfinder Klein, II, Richard J., Waterloo, Iowa 50702, US;
Sevey, Douglas L., Waterloo, Iowa 50702, US;
Badakhshan, Alireza, Cedar Falls, Iowa 50613, US;
Bauer, Ricky Jay, Cedar Falls, Iowa 50614-0185, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69821357
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.10.1998
EP-Aktenzeichen 983080573
EP-Offenlegungsdatum 05.04.2000
EP date of grant 28.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.2004
IPC-Hauptklasse B05B 12/12

Beschreibung[de]
HINTERGRUND UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft Farbspritzsysteme und im einzelnen ein Farbspritzoptimierungssystem, das beim Auftragen einer Farbe oder einer anderen Beschichtung auf eine Oberfläche die Farbverschwendung verringern und die Bedienerleistungsfähigkeit verbessern kann.

Farbspritzpistolen spritzen mit Druckluft Farbe aus einer Düse auf eine Oberfläche, die mit Farbe versehen wird. Um die Qualität der Oberflächenbeschaffenheit der mit Farbe versehenen Oberfläche zu optimieren, ist es wichtig, die Spritzpistole in einer optimalen Position im Verhältnis zur Oberfläche zu halten. Am wichtigsten ist es, daß die Entfernung der Düse von der Oberfläche und der Winkel der Spritzpistole im Verhältnis zur Oberfläche sorgfältig kontrolliert werden müssen, um die Farbe auf eine Weise auf die Oberfläche aufzubringen, welche die Farbverschwendung auf ein Minimum verringert und die Leistungsfähigkeit beim Aufbringen der Farbe auf die Oberfläche auf ein Maximum erhöht, während die angemessene Dicke der aufgebrachten Farbe aufrechterhalten wird.

Das US-Patent Nr. 5 598 972, abgetreten an den gleichen Erwerber wie die vorliegende Anmeldung, legt ein optisches Farbspritzoptimierungssystem offen, bei dem ein Lasergerät längsseits einer Spritzpistole angebracht wird. Das Lasergerät emittiert einen gespaltenen Strahl, der zur Oberfläche hin konvergiert. Der Bediener positioniert die Spritzpistole so, daß der Lichtstrahl zu einem einzigen Lichtpunkt auf der Oberfläche konvergiert, um eine visuelle Anzeige bereitzustellen, ob sich die Düse in einer vorher festgelegten Entfernung von der Oberfläche befindet. Um sich variierenden Bedienerbedingungen und Farbcharakteristika anzupassen, kann der Konvergenzpunkt der Lichtstrahlen eingestellt werden, um die optimale Entfernung der Düse von der Oberfläche zu gewährleisten.

Das US-Patent Nr. 4 934 086 legt eine Schußwaffe offen, die eine in derselben angebrachte Laserdiode und eine Kollimatorlinse hat, angeordnet, um einen Lichtstrahl von der Laserdiode parallel zu richten, wobei die Linse so angebracht wird, daß sie den Strahl von einer Rückschnellfederführung auf der Achse der Federführung nach vorn richtet, so daß der Strahl parallel mit dem Lauf der Schußwaffe ist.

Das US-Patent Nr. 5 757 498, erteilt am 26. Mai 1998, ebenfalls im Eigentum des gleichen Erwerbers wie die vorliegende Anmeldung, legt ein optisches Rückkopplungssystem offen, das ein längsseits einer Spritzpistole angebrachtes Lasergerät verwendet, bei dem Licht aus dem Laser von der Oberfläche reflektiert und durch einen oder mehrere optische Sensoren oder Eingabegeräte empfangen wird, die mit einem Prozessor verbunden werden. Die optischen Eingabegeräte geben Signale in den Prozessor ein, die verwendet werden, um dem Bediener eine Echtzeitanzeige bezüglich der Position der Düse bereitzustellen, um so zu ermöglichen, daß der Bediener die Düse anordnet und die Farbe auf eine Weise aufbringt, welche die Verschwendung auf ein Minimum verringert und die Leistungsfähigkeit beim Aufbringen der Farbe auf die Oberfläche auf ein Maximum erhöht. Die optischen Eingabegeräte können außerdem nach dem Auftragvorgang Rohdaten in einen Prozessor oder Rechner einspeisen, um die Gesamtproduktivität und die Einhaltung von Standards oder andere Betriebsparameter zu analysieren.

Wie es oben dargelegt wird, kann ein Lichtstrahl, wie beispielsweise ein durch einen Laser emittierter Strahl, wirksam in Verbindung mit einem Farbspritzsystem verwendet werden, um das Aufbringen der Farbe auf die Oberfläche zu optimieren. Frühere Bemühungen haben eingeschlossen, ein Lasergerät in einer Art von Nachrüstung an der Spritzpistole anzubringen, typischerweise an einer Stelle angrenzend an den Düsenabschnitt der Spritzpistole. Dieses Anbringen des Lasergeräts bewegt den Gesamtschwerpunkt der Baugruppe, verglichen mit dem einer Spritzpistole ohne Lasergerät, an das der Bediener zudem gewöhnt ist. Beim Aufbringen der Farbe auf die Oberfläche muß der Bediener das durch Einstellen seines Griffs an der Pistole und der Bewegungen, die er zum Bewegen der Pistole benutzt, ausgleichen.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein lichtemittierendes Gerät, wie beispielsweise ein Lasergerät, ohne eine wesentliche Wirkung auf den Gesamtschwerpunkt der Spritzpistole in eine Spritzpistole einzufügen. Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein lichtemittierendes Lasergerät in das Gehäuse der Spritzpistole einzufügen, ohne die Gesamtkonfiguration der Spritzpistole wesentlich zu verändern. Noch ein anderes Ziel der Erfindung, ein lichtemittierendes Lasergerät in eine Spritzpistole einzufügen und ein Paar von konvergierenden Lichtstrahlen von der Spritzpistole zur Oberfläche hin zu emittieren, um eine Referenz beim Positionieren der Spritzpistole im Verhältnis zur Oberfläche bereitzustellen.

Nach der vorliegenden Erfindung wird eine handgeführte Spritzpistole zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Oberfläche bereitgestellt, die folgendes umfaßt: ein Gehäuse, das ein vorderes Ende, ein hinteres Ende und ein Inneres definiert, wobei das Gehäuse einen zu dessen hinterem Ende hin angeordneten Handgriff, eine am Gehäuse zu dessen vorderem Ende hin angebrachte Düse zum Abgeben der Beschichtung aus derselben und eine Lichterzeugungsvorrichtung einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichterzeugungsvorrichtung innerhalb des Innern des Gehäuses zum hinteren Ende des Gehäuses hin angeordnet wird, dadurch, daß die Lichterzeugungsvorrichtung ein Paar von lichtdurchlässigen Elementen einschließt, die von derselben innerhalb des Innern des Gehäuses nach vorn verlaufen, dadurch, daß das Gehäuse ein Paar von Öffnungen einschließt, an jeweils unterschiedlichen Teilen des Gehäuses mit Zwischenraum zueinander angeordnet, und dadurch, daß jedes lichtdurchlässige Element an einem Ende, angrenzend an eine der Öffnungen, endet, um so ein Paar von nicht parallelen Lichtstrahlen von den lichtdurchlässigen Elementen vom Innern des Gehäuses nach vorn zum Äußeren des Gehäuses zur Oberfläche hin weiterzuleiten, und außerdem einen Absperrmechanismus einschließt, um selektiv eine Emission des einen der Lichtstrahlen zu verhindern, so daß von der Lichterzeugungsvorrichtung ein einzelner Lichtstrahl zur Oberfläche hin emittiert wird.

Vorzugsweise definiert das Gehäuse angrenzend an dessen hinteres Ende einen kastenartigen Abschnitt, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung innerhalb des kastenartigen Abschnitts angeordnet wird und wobei der Handgriff mit dem kastenartigen Abschnitt verbunden wird und von demselben nach unten vorsteht. Wünschenswerterweise wird eine erste der Öffnungen zum vorderen Gehäuseende hin angeordnet, und eine zweite der Öffnungen wird vom vorderen Gehäuseende nach hinten angeordnet. Zweckmäßigerweise wird die erste der Öffnungen so angeordnet, daß sie einen Lichtstrahl von einem Ort unmittelbar angrenzend an die Düse emittiert. Vorteilhafterweise wird das Paar von Öffnungen so angeordnet, daß sie ein Paar von Lichtstrahlen emittieren, die von der Spritzpistole in einer Richtung zur Oberfläche hin zueinander hin konvergieren. Bevorzugterweise umfaßt die Spritzpistole außerdem einen Einstellmechanismus, zugeordnet einer der Öffnungen, um den Winkel einzustellen, in dem die Lichtstrahlen konvergieren. Noch zweckmäßigerweise wird der einzelne Lichtstrahl in einer Richtung wesentlich parallel zu der Richtung emittiert, in der die Beschichtung von der Düse abgegeben wird, um eine Referenz zum Sprühen der Beschichtung auf die Oberfläche bereitzustellen. Am zweckmäßigsten wird die Öffnung, von welcher der einzelne Lichtstrahl emittiert wird, unmittelbar angrenzend an die Düse angeordnet.

Verschiedene andere Merkmale, Ziele und Vorteile der Erfindung werden offensichtlich aus der folgenden Beschreibung, zusammen mit den Zeichnungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Zeichnungen illustrieren die beste gegenwärtig erwogene Art, die Erfindung auszuführen.

In den Zeichnungen

ist 1 ein Seitenriß einer Farbspritzpistole, die eine Lichtemissionsvorrichtung einschließt, nach der vorliegenden Erfindung,

ist 2 ein Aufriß der Farbspritzpistole von 1,

ist 3 eine teilweise Schnittansicht längs der Linie 3-3 von 1 und

ist 4 ein teilweiser Seitenriß, der das Türelement in einer geschlossenen Position zum Verhindern der Emission eines der Lichtstrahlen zeigt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

1 illustriert eine nach der Erfindung konstruierte Spritzpistole 10. Die Spritzpistole 10 verwendet Druckluft zum Sprühen einer Beschichtung, wie beispielsweise einer Farbe, aus einer Düse 12 auf eine Oberfläche oder einen Gegenstand (nicht gezeigt), die beschichtet werden. Allgemein schließt die Spritzpistole 10 ein Gehäuse ein, das einen Sprühkopfabschnitt 14 definiert, der sich von einem kastenartigen Gehäuseabschnitt 16 nach vorn erstreckt. Ein Griff 18 in der Form eines Handgriffs erstreckt sich vom Gehäuseabschnitt 16 nach unten. Der Sprühkopfabschnitt 14, der Gehäuseabschnitt 16 und der Griff 18 definieren ein Inneres des Gehäuses der Spritzpistole 10.

Auf eine Weise, die bekannt ist, wird über eine Stütze ein Farbzufuhranschluß 20 am unteren Ende des Griffs 18 angebracht, um dem Sprühkopfabschnitt 14 durch eine Röhre 22 und einen Anschluß 24 Farbe von einer Farbzufuhr (nicht gezeigt) zuzuführen. Ein Luftdruck-Einlaßanschluß 26 wird ebenfalls über eine Stütze mit dem unteren Ende des Griffs 18 verbunden, um dem Gehäuseabschnitt 16 Druckluft zuzuführen. Ein Drücker 28 wird über einen Stift 30 schwenkbar am Gehäuseabschnitt 16 angebracht und kann betätigt werden, um die Position eines Ventilstößels 32 zu steuern, um selektiv Druckluft aus dem Gehäuseabschnitt 16 in den Sprühkopfabschnitt 14 abzugeben, die sich mit Farbe aus der Zufuhrröhre 22 vermischt, wobei das Gemisch danach durch die Düse 12 auf die zu beschichtende Oberfläche abgegeben wird.

Der Gehäuseabschnitt 16 schließt einen hochstehenden Haken 34 ein, der es ermöglicht, die Spritzpistole 10 zur Aufbewahrung aufzuhängen, wenn sie nicht benutzt wird. Bedienungshebel, wie sie beispielsweise bei 36 gezeigt werden, werden am hinteren Ende des Gehäuseabschnitts 16 angebracht, um die Spritzpistole 10 an- und auszuschalten und um den Druckluftstrom durch den Gehäuseabschnitt 16 zu regeln, wenn der Drücker 28 gedrückt wird.

Nach der vorliegenden Erfindung wird in den Gehäuseabschnitt 16 eine Lichterzeugungsquelle 38 eingefügt. Die Lichterzeugungsquelle 38 kann jedes zufriedenstellende Gerät zum Erzeugen eines intensiven Lichtstrahls sein, und bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann sie ein Diodenlaser der Klasse II sein. Am hinteren Ende des Gehäuseabschnitts 16 wird eine Steuerungsfläche 39 bereitgestellt, um die An-/Aus- und Intensitätssteuerung für die Lichterzeugungsquelle 38 zu gewährleisten, und um, wenn es gewünscht wird, weitere Betriebsbedingungen und Funktionen zu steuern.

Ein Paar von Glasfaserkabeln 40, 42 werden mit der Lichterzeugungsquelle 38 verbunden und erstrecken sich von derselben innerhalb des Innern des Gehäusekörperabschnitts 16 nach vorn. Das Kabel 40 erstreckt sich vom Gehäusekörperabschnitt 16 durch den Sprühkopfabschnitt 14 nach vorn und endet am vorderen Ende des Sprühkopfabschnitts 14. In der Düse 12 wird eine Öffnung 44 (2) gebildet, um so den durch das Ende des Glasfaserkabels 40 emittierten Lichtstrahl in Eingriff zu nehmen, so daß er durch die Düse 12 und nach vorn zu der gerade mit Farbe versehenen Oberfläche hin durchgeht. Ähnlich erstreckt sich das Glasfaserkabel 42 vom Gehäusekörperabschnitt 16 nach oben durch einen im hochstehenden Haken 34 gebildeten Durchgang. Am oberen Ende des Hakens 34 wird ein Kasten 46 bereitgestellt, und das Glasfaserkabel 42 erstreckt sich in den Kasten 46. Im vorderen Ende des Kastens 46 wird eine Öffnung in der Form eines Schlitzes 48 gebildet, um so zu ermöglichen, daß der durch das Glasfaserkabel 42 emittierte Lichtstrahl vom Kasten 46 nach vorn zu der gerade mit Farbe versehenen Oberfläche hin emittiert wird.

Die Laserquelle 38 erzeugt auf eine bekannte Weise einen einzelnen Lichtstrahl, der nach der herkömmlichen Technologie aufgespalten wird, und die aufgespaltenen Strahlen werden von der Laserquelle 38 zu den Glasfaserkabeln 40, 42 emittiert.

Wie es in 1 gezeigt wird, werden das Glasfaserkabel 40 und die Öffnung 44 so angeordnet, daß der durch das Glasfaserkabel 40 emittierte Lichtstrahl, der bei 50 gezeigt wird, von der Spritzpistole 10 in einer Richtung parallel zu der Richtung emittiert wird, in der die Beschichtung aus der Düse 12 zur Oberfläche hin abgegeben wird. Bei dem illustrierten Ausführungsbeispiel ist die Richtung der Abgabe des Lichtstrahls 50 im Verhältnis zur Spritzpistole 50 feststehend.

Unter Bezugnahme auf 1 und 3 werden das Glasfaserkabel 42 und der Schlitz 48 so konstruiert und angeordnet, daß der durch das Glasfaserkabel 42 emittierte Lichtstrahl, der bei 52 gezeigt wird, in einem Winkel im Verhältnis zum Lichtstrahl 50 ausgerichtet wird, so daß die Lichtstrahlen 50, 52 zu der gerade mit Farbe versehenen Oberfläche hin konvergieren. Die Lichtstrahlen 50, 52 bilden jeder einen Lichtfleck auf der Oberfläche, und der Bediener benutzt die Entfernung zwischen den Lichtflecken dazu, die Entfernung der Spritzpistole 10 und ihrer Düse 12 im Verhältnis zur Oberfläche zu beurteilen. Wie es im US-Patent Nr. 5 598 972 dargelegt wird, ist der Winkel zwischen den Lichtstrahle 50, 52 derart, daß die Entfernung der Düse 12 im Verhältnis zur Oberfläche optimal zum Aufbringen der Farbe auf die Oberfläche mit einer minimalen Verschwendung ist, wenn die Lichtflecken von den Lichtstrahlen 50, 52 auf der Oberfläche zu einem einzigen Fleck konvergieren.

Unter Bezugnahme auf 3 wird ein Einstellknopf 54 drehbar an einer Seitenwand des Kastens 46 angebracht, und eine Welle 56 erstreckt sich von Knopf 54 in das Innere des Kastens 46. Am Ende der Welle 56 wird ein Bund 58 angebracht, und das Glasfaserkabel 42 verläuft durch den Bund 58. Der Bediener kann den Knopf 54 drehen, um die Welle 56 und den Bund 58 zu drehen, die wiederum dazu dienen, den Winkel einzustellen, in dem der Lichtstrahl 52 aus dem Kasten 46 emittiert wird. Der Schlitz 48 wird so konstruiert, daß er die Emission des Lichtstrahls 52 durch seinen ganzen Bereich von Winkelpositionen im Verhältnis zum Kasten 46 ermöglicht. Auf der äußeren Seitenwand des Kastens 46, an welcher der Knopf 54 angebracht wird, werden Kalibrierungen bereitgestellt, um zu ermöglichen, daß ein Benutzer die Einstellung des Winkels des Lichtstrahls 52 im Verhältnis zur Spritzpistole 10 eichen kann. Auf diese Weise kann der Benutzer den Abgabewinkel des Lichtstrahls 52 entsprechend den Betriebsbedingungen und den Farbcharakteristika einstellen, so daß die Entfernung des Spritzpistole 10 von der Oberfläche, in der die Lichtstrahlen 50, 52 konvergieren, entsprechend solchen Bedingungen eingestellt werden kann.

Wie es in 1 und 4 gezeigt wird, wird an der oberen Wand des Kastens 46 über eine Scharnierstruktur 62 eine bewegliche Tür 60 angebracht. Die Tür 60 kann bewegt werden zwischen einer offenen Position, wie sie in 1 gezeigt wird, und einer geschlossenen Position, wie sie in 4 gezeigt wird. Bei einer bevorzugten Form wird zwischen der Tür 60 und der oberen Wand des Kastens 46 eine Haltestruktur bereitgestellt, um die Tür 60 in ihrer offenen Position zu halten, und wird ebenfalls zwischen der Tür 60 und der Vorderwand des Kastens 46 bereitgestellt, um die Tür 60 in ihrer geschlossenen Position zu halten. Wenn sich die Tür 60 in ihrer offenen Position befindet, wird der Lichtstrahl 52, wie das oben dargelegt wird, aus dem Schlitz 48 emittiert. Wenn sich die Tür 60 in ihrer geschlossenen Position von 4 befindet, verhindert die Tür 60, daß der Lichtstrahl 52 aus dem Schlitz 48 emittiert wird, so daß nur der Lichtstrahl 50 aus der Spritzpistole zur Oberfläche hin emittiert wird. Auf diese Weise dient der Lichtstrahl 50 dazu, dem Benutzer eine Referenz auf der Oberfläche bereitzustellen, was beim punktgenauen Aufbringen von Farbe an einer gewünschten Stelle auf der Oberfläche nützlich ist. Da der Lichtstrahl 50 in einer Richtung parallel zur Sprührichtung aus der Farbpistole 10 ist, stellt der Fleck vom Lichtstrahl 50 auf der Oberfläche dem Benutzer eine zuverlässige Referenz bezüglich der Stelle auf der Oberfläche bereit, an der Farbe aus der Düse 12 aufgebracht wird.

Es versteht sich, daß die Lichterzeugungsquelle 38 eine beliebige Lichtquelle sein könnte und nicht auf eine Laserquelle beschränkt ist. Außerdem könnten die Lichtquelle und die Spritzpistole so konstruiert werden, daß die Lichtstrahlen 50 und 52 von anderen mit Zwischenraum angeordneten Stellen an der Spritzpistole 10 zur Oberfläche hin ausstrahlen, und sind nicht auf die illustrierten Stellen beschränkt. Zum Beispiel könnte an anderen Stellen an der Spritzpistole 10 ein zusätzlicher Vorsprung zum Aufnehmen des Endes eines Glasfaserkabels und Abgeben eines Lichtstrahls von demselben zur Oberfläche hin gebildet werden.

Es ist folglich zu erkennen, daß die Erfindung ein Lichtquellensystem in eine Spritzpistole einfügt, ohne die allgemeine Gesamtkonfiguration der Spritzpistole zu beeinflussen und ohne den Schwerpunkt der Spritzpistole zu beeinflussen. Die Spritzpistole kann folglich ohne ein Modifizieren bestehenden Techniken durch einen Bediener verwendet werden und ermöglicht, daß der Bediener oder die Bedienerin seine oder ihre Leistungsfähigkeit beim Aufbringen von Farbe durch ein genaues Beurteilen der Entfernung der Spritzpistole im Verhältnis zur Oberfläche steigert.

Es wird vorgesehen, daß verschiedene Alternativen und Ausführungsbeispiele in den Rahmen der folgenden Ansprüche fallen, die im einzelnen den Gegenstand zeigen und deutlich beanspruchen, der als die Erfindung zu betrachten ist.


Anspruch[de]
  1. Handgeführte Spritzpistole (10) zum Aufbringen einer Beschichtung auf eine Oberfläche, wobei die Spritzpistole folgendes umfaßt: ein Gehäuse, das ein vorderes Ende, ein hinteres Ende und ein Inneres definiert, wobei das Gehäuse einen zu dessen hinterem Ende hin angeordneten Handgriff (18), eine am Gehäuse zu dessen vorderem Ende hin angebrachte Düse (12) zum Abgeben der Beschichtung aus derselben und eine Lichterzeugungsvorrichtung (38) einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichterzeugungsvorrichtung (38) innerhalb des Innern des Gehäuses zum hinteren Ende des Gehäuses hin angeordnet wird, dadurch, daß die Lichterzeugungsvorrichtung (38) ein Paar von lichtdurchlässigen Elementen (40, 42) einschließt, die von derselben innerhalb des Innern des Gehäuses nach vorn verlaufen, dadurch, daß das Gehäuse ein Paar von Öffnungen (44, 48) einschließt, an jeweils unterschiedlichen Teilen des Gehäuses mit Zwischenraum zueinander angeordnet, und dadurch, daß jedes lichtdurchlässige Element an einem Ende, angrenzend an eine der Öffnungen (44, 48), endet, um so ein Paar von nicht parallelen Lichtstrahlen (50, 52) von den lichtdurchlässigen Elementen vom Innern des Gehäuses nach vorn zum Äußeren des Gehäuses zur Oberfläche hin weiterzuleiten, und außerdem einen Absperrmechanismus (60) einschließt, um selektiv eine Emission des einen (52) der Lichtstrahlen zu verhindern, so daß von der Lichterzeugungsvorrichtung ein einzelner Lichtstrahl (50) zur Oberfläche hin emittiert wird.
  2. Spritzpistole nach Anspruch 1, bei der das Gehäuse angrenzend an dessen hinteres Ende einen kastenartigen Abschnitt (16) definiert, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung (38) innerhalb des kastenartigen Abschnitts angeordnet wird und wobei der Handgriff (18) mit dem kastenartigen Abschnitt verbunden ist und von demselben nach unten vorsteht.
  3. Spritzpistole nach Anspruch 1, bei der eine erste (44) der Öffnungen zum vorderen Gehäuseende hin angeordnet wird, und bei der eine zweite (48) der Öffnungen vom vorderen Gehäuseende nach hinten angeordnet wird.
  4. Spritzpistole nach Anspruch 3, bei der die erste (44) der Öffnungen so angeordnet wird, daß sie einen Lichtstrahl (50) von einem Ort unmittelbar angrenzend an die Düse emittiert.
  5. Spritzpistole nach Anspruch 3, bei der das Paar von Öffnungen (44, 48) so angeordnet wird, daß sie ein Paar von Lichtstrahlen (50, 52) emittieren, die von der Spritzpistole in einer Richtung zur Oberfläche hin zueinander hin konvergieren.
  6. Spritzpistole nach Anspruch 5, die außerdem einen Einstellmechanismus (54, 56, 58) umfaßt, zugeordnet einer (48) der Öffnungen, um den Winkel einzustellen, in dem die Lichtstrahlen konvergieren.
  7. Spritzpistole nach Anspruch 1, bei welcher der einzelne Lichtstrahl (50) in einer Richtung wesentlich parallel zu der Richtung emittiert wird, in der die Beschichtung von der Düse abgegeben wird, um eine Referenz zum Sprühen der Beschichtung auf die Oberfläche bereitzustellen.
  8. Spritzpistole nach Anspruch 7, bei der die Öffnung (44), von welcher der einzelne Lichtstrahl emittiert wird, unmittelbar angrenzend an die Düse (12) angeordnet wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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